13.08.2010 Gewinner des Leipziger Bachwettbewerbes

Johann Sebastian Bachs sechs Solo-Partiten von Francesco Corti erscheint am 27.08.2010 bei Berlin Classics

von: Hasko Witte

Die Liste der Ensembles, in denen er spielt, liest sich wie das Who is who der Alten-Musik-Szene: Les Musicien du Louvre, Le Concert des Nations, La Scintilla, Ensemble Zefiro, Ensemble Elyma und Musica ad Rhenum.

Dennoch scheinen diese zahlreichen Verpflichtungen Francesco Corti nicht zu reichen, denn der junge Italiener gibt weltweit Solokonzerte, wann immer es seine Zeit zulässt.

Dabei spielt er besonders gern aus der französischen Cembaloliteratur und vor allem – Bach! Jetzt hat er den vielleicht wichtigsten Cembalo-Zyklus überhaupt eingespielt: Bachs sechs Solo-Partiten.

Als Vertreter einer jüngeren Generation Historischer Aufführungspraxis hat er sein Handwerk von der Pike auf gelernt – im Studium unter anderen bei Bob van Asperen, bis hin zu Meisterklassen bei Leonhardt oder Rousset.

Dabei hat er sich immer den unverstellten, unakademischen Zugang bewahrt und spielt Bach, ohne irgendjemandem nacheifern zu wollen, aber auch ohne einen verkrampften Drang zu Originalität.

Francesco Cortis Interpretation dürfte daher bei vielen Hörern zu etlichen wirklich überzeugenden Überraschungsmomenten führen.

JOHANN SEBASTIAN BACH (1685-1750)

CD 1
[01]-[06] Partita Nr. 1 B-Dur, BWV 825
[07]-[13] Partita Nr. 3 a-Moll, BWV 827
[14]-[20] Partita Nr. 4 D-Dur, BWV 828

CD 2
[01]-[06] Partita Nr. 2 c-Moll, BWV 826
[07]-[13] Partita Nr. 5 G-Dur, BWV 829
[14]-[20] Partita Nr. 6 e-Moll, BWV 830

FRANCESCO CORTI, Cembalo

Francesco Corti entstammt einer Musikerfamilie und wurde 1984 in Arezzo geboren. Als Kind wurde er von seiner Mutter Anna Seggi-Corti unterrichtet, dann von Giorgio Giustarini.

Am Morlacchi-Konservatorium von Perugia studierte er in der Klasse von Wijnand van de Pol Orgel und Komposition für Orgel, später Cembalo bei Bob van Asperen in Amsterdam.

Außerdem besuchte er Meisterkurse bei C. Rousset, G. Leonhardt, M. Meyerson, B. Winsemius, E. Kooiman, L. Tamminga und L. F. Tagliavini an so renommierten Schulen wie die Zomerakademie voor Organisten in Haarlem, die Académie Musicale deVillecroze oder die Accademia Chigiana in Siena (wo er sein »Diploma di Merito« erwarb).


Er nahm teil an internationalen Wettbewerben für Cembalo, Orgel und Kammermusik und war 2006 erster Preisträger für Cembalo beim XV. Bachwettbewerb in Leipzig. 2007 wurde ihm der zweite Preis beim Cembalowettbewerb von Brügge zuerkannt.

Als Solist gab er Konzerte in ganz Europa, in den USA, Mexiko, auf Island, in Japan und Neuseeland.

2007 wurde er von Marc Minkowski eingeladen, dem Ensemble Les Musicien du Louvre-Grenoble beizutreten, wo er Continuo, Cembalo und Orgel spielt.

Außerdem musiziert er mit so berühmten Ensembles für Alte Musik wie das Le Concert des Nations (J. Savall), La Scintilla (A. Pesch), Ensemble Zefiro (A. Bernardini), Ensemble Elyma (G. Garrido) und Musica ad Rhenum (J. Wentz).


Seine erste CD-Einspielung (Cembalosuiten von Louis Couperin, gespielt auf einem originalen Ruckers-Cembalo im Schweizer Neuchatel) erschien 2007.

Erscheint am 27. August 2010

 

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