18.11.2018 Zukunft NRW

Eva-Maria Blank und DIE JUNGEN UNTERNEHMER trafen junge Politiker

von: GFDK - Medien

Wie sieht das NRW der Zukunft aus? Darüber debattierten der Wirtschaftsverband DIE JUNGEN UNTERNEHMER mit jungen Landtagsabgeordneten und mehr als 30 Gästen im GAP 15 in Düsseldorf. Schwerpunkt der kontrovers geführten Diskussion: die Digitalisierung von Bildung und Verwaltung.

Eröffnet wurde die Gesprächsrunde von Eva-Maria Blank, NRW-Landesvorsitzende von DIE JUNGEN UNTERNEHMER, mit einer kurzen thematischen Einführung.

Danach erklärte Florian Braun, MdL und  Landesvorsitzender der Jungen Union NRW sowie stellvertretender Kreisvorsitzender der CDU Köln, die Digitalisierungsstrategie seiner Partei. Dabei wies er auf die Bedeutung der fünf Modellregionen in NRW als digitale Vorreiter hin. Von den Erfahrungen, die dort gemacht werden, sollen - laut Braun – alle weiteren Projekte lernen.

Als „Flickenteppich“ kritisierte Christina Kampmann, Sprecherin für Digitalisierung der SPD-Landtagsfraktion, dieses Modell-Konzept. Die Digitalisierung kommunaler Verwaltungen müsse flächendeckend und nicht nur punktuell realisiert werden.

Zustimmung für ihre Forderung erhielt die ehemalige NRW-Familienministerin von Matthi Bolte-Richter, Sprecher für Wissenschaft, Innovation, Digitalisierung und Datenschutz bei Bündnis 90/Die Grünen. Nicht reden, sondern schnelles Handeln sei angesagt, erklärte der Jungpolitiker und bilanzierte: Der große Wurf sei das nicht.

Dafür habe die abgewählte rot-grüne Landesregierung genügend Zeit gehabt und nichts erreicht, entgegnete FDP-Politiker Moritz Körner, MdL und Sprecher für Hochschule sowie Mitglied des Schulausschusses. Jetzt gebe es endlich eine umfassende Strategie und mit Professor Andreas Pinkwart sogar einen Minister für Digitalisierung.

Eva-Maria Blank machte deutlich, dass selbst eine umfassende Digitalisierung der Verwaltung das Problem einer Überbürokratisierung nicht löse. So müssten zum Beispiel Genehmigungsverfahren für Unternehmen deutlich schneller erteilt werden als bisher – Bürokratieabbau sei zwingend notwendig, um den Wirtschaftsstandort NRW zukunftsfähiger zu machen.

Einig war man sich darüber, dass die Digitalisierung auch im Bereich Bildung kein Allheilmittel sei. Hier müsse vor allem in die Qualität der Lehrkräfte investiert werden: Es bestehe ein massiver Bedarf an deren Fortbildung, erklärte Matthi Bolte-Richter. Moritz Körner betonte in diesem Zusammenhang die Erhöhung des Bildungsetats unter der schwarz-gelben Regierung.

Die eingeladenen Unternehmer beteiligten sich mit zahlreichen Wortmeldungen am regen Disput. So beklagten David Zülow, NRW-Landesvorstand von DIE FAMILIENUNTERNEHMER, und Jungunternehmer Veit Ulbrich den „Akademisierungswahn“ in der Gesellschaft und forderten mehr Unterstützung für eine gewerbliche Ausbildung.

Trotz aller Meinungsverschiedenheiten blieb der Ton zwischen den Diskutanten immer höflich und respektvoll. Dafür gab es ein dickes Lob von Marco van der Meer, Regionalkreisvorsitzender von DIE FAMILIENUNTERNEHMER.

Gekonnt moderiert wurde der aufschlussreiche Polittalk von Justus Lenz aus der Berliner Bundesgeschäftsstelle von DIE FAMILIENUNTERNEHMER / DIE JUNGEN UNTERNEHMER.

DIE JUNGEN UNTERNEHMER sind das Forum für junge Familien- und Eigentümerunternehmer bis 40 Jahre. Unter dem Motto Freiheit, Eigentum, Wettbewerb und Verantwortung bezieht der Verband klar Stellung für eine wettbewerbsorientierte und soziale Marktwirtschaft sowie gegen überflüssige Staatseingriffe. Die Verbandsmitglieder sind Inhaber oder Gesellschafter eines Unternehmens.