12.02.2021 Riskante Investments

Die Jugend ist im Aktienrausch, und Deutsche machen riskante Investments

von: GFDK - Kultur und Medien

Das Geldanlageverhalten der Deutschen veränderte sich in den letzten Jahren maßgeblich. Gleichwohl die Corona-Krise zahlreiche Unsicherheiten mit sich bringt, legen die Bundesbürger in puncto Geldanlage immer weniger Wert auf Sicherheit. Block-Builders.de zeigt die wichtigsten Veränderungen in einer neuen Infografik auf.

Dieser Tage geben 46 Prozent der Deutschen an, dass ihnen eine sichere Geldanlage am wichtigsten ist. Noch im Jahr 2019 waren 57 Prozent dieser Auffassung.

Besonders eindrücklich ist ein Blick auf die Aktionärsquote der 18 bis 24-Jährigen. Im vergangenen Krisenjahr lag diese bei 39 Prozent, gegenüber 17 Prozent im Jahr 2017. Die Jugend ist im Aktienrausch.

Ein weiterer drastischer Wandel ist die Fokussierung auf ökologische Geldanlagen. Während im Vorjahr lediglich 6 Prozent der Anleger in nachhaltige Fonds investierten, sind es inzwischen bereits 17 Prozent.

Wie die Infografik aufzeigt, sind deutlich mehr als die Hälfte der Anleger sogar dazu bereit, für den Umweltschutz geringere Renditen in Kauf zu nehmen.

Auch in puncto Sparplänen zeigen sich eklatante Veränderungen. Im vergangenen Dezember gab es hiervon deutschlandweit 2,03 Millionen. Dies sind 712 Prozent mehr, als noch vor 5 Jahren.

Generell steigt die Bereitschaft, Geld zu investieren, anstatt es für Konsumgüter oder derlei mehr auszugeben.

Wenn die 16 bis 24-Jährigen zusätzliche 5.000 Euro zur Verfügung hätten, würden sie mehr als die Hälfte hiervon beiseitelegen oder investieren, so das Ergebnis einer repräsentativen Befragung.

"Die Bundesbürger interessieren sich zunehmend für Investments in ETFs und Aktien", so Block-Builders Analyst Raphael Lulay.

"Insgesamt steigt die Risikobereitschaft deutlich, wobei das Wort Risiko kritisch zu hinterfragen ist - eine sinnvolle Diversifikation und ein langfristiger Zeithorizont vorausgesetzt, überwiegen die Chancen eindeutig".