16.09.2022 HÖMMA 22 – Das Jazzfestival in Oberhausen

Der Ruhrpott swingt wieder - das Oberhausener Jazzfestival HÖMMA

von: GFDK - Kultur und Medien

Jazz ist einzeln und frei, und eine Jazzband ist, nach der Liebe, die intensivste Verschmelzung Freier und Einzelner.”

(Wiglaf Droste, Autor und Musiker)

Der Ruhrpott swingt wieder: Zum 6. Mal präsentiert das Oberhausener Jazzfestival HÖMMA (hochdeutsch: „hör mal zu!“) im Herbst vier Tage lang Live-Acts an verschiedenen Locations im Stadtgebiet.

Von Donnerstag, dem 20. Oktober 2022, bis Sonntag, dem 23. Oktober 2022, dürfen sich Musikfans auf groovende Rhythmen und mitreißende Improvisationen freuen.

Zu den akustischen Leckerbissen gehören unter anderem die Auftritte der Gitarrenkoryphäe Biréli Lagrène und der herausragenden Jasper van’t Hof Group mit Jazzlegende Jasper van’t Hof und Saxophonist Paul Heller am Sonntagabend im Theater Oberhausen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir unserem Publikum ein vielfältiges Programm auf Top-Niveau bieten können”, betont Peter Baumgärtner, Jazzschlagzeuger und künstlerischer Leiter des Festivals, der die Veranstaltung gemeinsam mit dem Oberhausener Uwe Muth organisiert.

Programmübersicht:

Donnerstag, 20. Oktober

Ebertbad

Ebertplatz 4

46045 Oberhausen

Maya Fadeeva & Band

20.00 Uhr

Sängerin, Songwriterin und Produzentin Maya Fadeeva steht für einen besonderen Stilmix aus Vintage und Moderne – sie kreiert Musik völlig frei von Mode und Konventionen. Virtuos kombiniert sie eingängige Melodien mit Jazz-Elementen, Blues, Soul und Reggae.

In St. Petersburg geboren, verbrachte Maya Fadeeva zwei Jahre ihrer Kindheit in New York und kam mit 11 Jahren nach Deutschland, wo sie aktuell auch lebt. 2018 veröffentlichte Fadeeva ihr Debütalbum “Chamëleon”, das in der Fachpresse als Diamant gefeiert wurde und weltweite Radiopräsenz erreichte.

Maya Fadeeva, voc

Mike Roelofs, p/ voc

Shadi Heinrich, guit

Nico Brandenburg, b

Tim Dudek, dr

Freitag, 21. Oktober

Fabrik K14

Lothringer Str. 54

46045 Oberhausen

Jan Bierther & The Veerstraat Boys

19.30 Uhr

In der “Veerstraat” in Hilversum/NL gab es in den 1990er Jahren eine Musiker-WG mit Jazzstudenten der Amsterdamer Hochschule der Künste. 30 Jahre später hat der Essener Gitarrist Jan Bierther drei seiner ehemaligen Mitbewohner für Konzerte ins Ruhrgebiet eingeladen und präsentiert mit den Kollegen ein erdiges, grooviges Jazzprogramm.

Jan Bierther, guit

Florian Schaube, dr

Andreas Müller, b

Konrad Koselleck, p

Ingo Marmulla Band feat. Charlotte Illinger

21.00 Uhr

Ingo Marmulla kann in seiner musikalischen Vita auf zahlreiche Highlights zurückblicken: Er hatte gemeinsame Bandprojekte u.a. mit Benny Bailey, Charlie Mariano, Gunter Hampel oder Gerd Dudek, war Sideman von Ack van Rooyen, Philip Catherine und Manfred Schoof, spielte aber auch R&B mit Tyree Glenn Jr. oder Wayne Bartlett.

Der Sound des Gitarristen ist gekennzeichnet durch ein offenes, am modern Jazz angelehntes Spiel, versehen mit bluesigen Elementen. Sängerin Charlotte Illinger schafft es auf Anhieb, durch ihre lyrische Interpretation von Musik und Text emotionale Tiefe zu schaffen und die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen.

Ingo Marmulla, guit

Charlotte Illinger, voc

Thomas Hufschmidt, p

Moritz Götzen, b

Bernd Gremm, dr

Samstag, 22. Oktober

Christuskirche

Nohlstr. 2-4

46045 Oberhausen

Trio Infantale

18.30 Uhr

Alte Lieder in ganz neuem Gewand - mit Spielfreude vorgetragen und zum Mitmachen animierend: Die Kirchenmusiker des “Trio Infantale” mischen christliche Choräle mit Hits aus Jazz, Pop, Klassik und Film.

Bei ihren Konzerten in ganz Deutschland begeistern sie die Zuhörenden mit Titeln wie “Der Blues ist aufgegangen” oder “Geh aus, mein Ragtime Herz”. Dabei sind die Einflüsse von Johann Sebastian Bach, Jacques Loussier und Oscar Peterson unverkennbar.

Benjamin Gruchow, p

Tim Weigardt, b

Danny Neumann, dr

AKA 103 Ruhrwerkstatt

Akazienstraße 107

46045 Oberhausen

Bauer & Heupel Duo

20.00 Uhr

Der in New York lebende Marimba- und Vibraphon-Spieler Stefan Bauer und der Bonner Multi-Flötist Michael Heupel musizieren schon viele Jahre miteinander und haben sich dennoch die Frische ihrer Erstbegegnung bewahrt.

In diesem Jahr ist endlich ihre lang erwartete Debut-CD “tête-à-tête” erschienen. Stefan Pieper von nrwjazz.net schreibt voller Bewunderung über das Duo:

“Allein die Klangwelt, die sich im Spiel der beiden ausbreitet, ist weltumspannend und farbenprächtig ... schwerelos, omnipräsent-räumlich und filigran ... zwei welterfahrene Musiker zeigen, dass sie sich in jeder tonalen Möglichkeit zu Hause fühlen und ein großes kompositorisches Wissen in Echtzeit zur Anwendung bringen.”

Sonntag, 23. Oktober

Theater Oberhausen

Will-Quadflieg-Platz 1

46045 Oberhausen

Biréli Lagrène

19.30 Uhr

Der "legitime Nachfolger von Django Reinhardt" Biréli Lagrène ist längst aus den Fußstapfen des großen Gypsyhelden herausgetreten – unter anderem deshalb, weil er sich auch dem Jazz, Folk und modernen Musikrichtungen widmet.

Als Wunderkind und Django-Reinkarnation gefeiert, fand er nach Ausflügen zum Bebop und Jazzrock immer wieder zurück zu seinen musikalischen Wurzeln – dem Gipsy-Swing. Der in Frankreich lebende Virtuose hat bereits mit Legenden wie Richard Galliano, Herbie Hancock, Al Di Meola, John McLaughlin, Larry Coryell und Billy Cobham zusammengearbeitet.

Paul Heller / Jasper van’t Hof Group

21.00 Uhr

Spontaneität, Kommunikation, Energie, Intelligenz, große Erfahrung und Neugier sind die Qualitäten, die der WDR Big Band-Saxophonist Paul Heller und die Jazzlegende Jasper van’t Hof (berühmt geworden als Kopf der Afrojazz-Band “Pili Pili”) in ihr musikalisches Schaffen einbringen.

Als Mitglied in zahlreichen Formationen hat Jasper van’t Hof längst europäische Jazzgeschichte geschrieben. Gemeinsam nehmen sie das Publikum mit auf eine außerordentliche Klangreise durch Raum und Zeit.

Paul Heller, ts

Jasper van’t Hof, p

Martin Gjakonovski, b

Bodek Janke, dr