25.02.2021 Gegenwind aus Deutschland

Cannabis-Legalisierung, die Deutschen sind skeptischer als US-Bürger

von: GFDK - Kultur und Medien

Lediglich 46 Prozent der Deutschen stimmen eher zu, dass Cannabis für Volljährige legal und reguliert erhältlich sein sollte. Obgleich Cannabis als Therapeutikum zunehmend bekannt ist, sind die Bundesbürger hinsichtlich einer Legalisierung noch deutlich skeptischer als US-Amerikaner, wie aus einer neuen Infografik von Kryptoszene.de hervorgeht.

Besonders groß ist die Zustimmung unter den US-Bürgern mit Parteipräferenz für die Demokraten. Hier befürworten 83 Prozent eine Legalisierung. Bei den Republikanern sind es hingegen 48 Prozent, damit ist die Zustimmungsrate unter jenen immer noch 2 Prozentwerte höher als in Deutschland.

Wie die Infografik aufzeigt, befindet sich die Legalisierungs-Zustimmungsrate in den Vereinigten Staaten von Amerika auf einem historischen Höchstwert. 68 Prozent der US-Bürger befürworten eine Entkriminalisierung – noch im Jahr 2014 waren es lediglich 51 Prozent.

Indes zeigt sich, dass immer mehr Deutsche mit dem Begriff CBD (Cannabidiol) etwas anzufangen wissen. Im vergangenen Jahr gaben 64 Prozent der 16 bis 29-Jährigen an, im Bilde zu sein, 2019 waren es nur 35 Prozent. Ein ähnlicher Effekt lässt sich über alle Altersgruppen hinweg feststellen.

Obgleich die Bundesbürger bezüglich einer Legalisierung in der Mehrheit nach wie vor skeptisch zu sein scheinen, sorgt die Branche auf dem Börsenparkett für Furore. So kletterte beispielsweise der Preis der Aphria Aktien binnen des letzten Jahres um 352 Prozent nach oben. Bei Canopy Growth schlägt der Zugewinn mit 64 Prozent zu Buche – während der DAX lediglich 7 Prozent an Notierung zulegte.

„Die jüngsten Entscheidungen der Vereinten Nationen sowie des US-Repräsentantenhauses beflügelten den Cannabis-Markt“, so Kryptoszene-Analyst Raphael Lulay.

„Deutlich mehr Gegenwind gibt es indes aus Deutschland, wo eine Entkriminalisierung auch von den Bürgern nicht mehrheitlich befürwortet wird“.