26.02.2019 afrikanische Kulturen und Traditionen

Bewegung und Licht - Heinz Mack Ausstellung in Afrika

von: GFDK - Kultur und Medien

Das Musée Théodore Monod d’art africain in Dakar, Senegal, präsentiert von Freitag, dem 1. März 2019 bis zum 26. April 2019 die Ausstellung Heinz Mack – Mouvement et Lumière / Movement and Light.

Zum ersten Mal wird eine Einzelausstellung des deutschen Bildhauers und Malers Heinz Mack (*1931 in Lollar, Hessen) in einem afrikanischen Museum gezeigt.

Die Ausstellung umfasst 39 Unikate von Mack – Malerei, Skulpturen, Reliefs, Fotografien und Kinetik, von denen einige Exponate erstmalig öffentlich präsentiert werden – sowie acht afrikanische Exponate aus der Sammlung des Künstlers.

Macks Arbeiten stellen in Bezug auf Struktur, Form und Material Verbindungen zu den Werken der afrikanischen Kunst her.

Seit den 1950er Jahren hat Mack den afrikanischen Kontinent immer wieder besucht. Seinem Sahara-Projekt (1959) folgten künstlerische Expeditionen nach Tunesien, Marokko, Ägypten, Mauretanien und Algerien, wo er Lichtexperimente in der Wüste durchführte, den preisgekrönten Film „Tele-Mack“ (1968) drehte und eine Expedition in Künstliche Gärten (1976) im Grand Erg Oriental unternahm.

1965 kreierte Mack Wasserwände für ein Krankenhaus in Diourbel, Senegal. Die künstlerische Faszination für die unermessliche Weite der Sahara wurde stets von einer tiefgründigen Bewunderung afrikanischer Kulturen und Traditionen begleitet.

Vor über sechs Jahrzehnten begann der Künstler, afrikanische Kunstwerke zu sammeln, die nun erstmals neben seinem eigenen Werk präsentiert werden. Künstlerische Affinitäten zeigen sich in der Verwendung von Holz als skulpturalem Material, von seriellen Strukturen und Rastern anstelle von Komposition sowie von lichtvoller Farbe.

Der Ausstellungskatalog beinhaltet Texte von El Hadji Malick Ndiaye, Kurator des Musée Théodore Monod d’art africain, Michelle Müntefering, Staatsministerin für internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, David Zemanek, Direktor des Kunstauktionshauses Zemanek-Münster und Experte für afrikanische Kunst, und Heinz Mack.

In ihrem kunsthistorischen Essay diskutiert Maria Valeria Mack ausführlich die Beziehung zwischen Heinz Mack und Afrika aus der Perspektive eines Bildhauers, Malers und Sammlers.

Das Institut fondamental d’Afrique noire Cheikh Anta Diop (IFAN Ch. A. Diop) organisiert diese Ausstellung im Musée Théodore Monod d’art africain in Kooperation mit Geuer & Geuer Art, Düsseldorf, und dem Atelier Heinz Mack, Mönchengladbach.

Unterstützt wird sie von Seiner Exzellenz Macky Sall, Präsident der Republik Senegal, Seiner Exzellenz Stephan Röken, dem deutschen Botschafter in Dakar, und dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland. Kai Böcking und Wolfram Kons produzieren für n-tv eine Dokumentation über die Ausstellung.

1957 gründete Heinz Mack gemeinsam mit Otto Piene die berühmte und international einflussreiche Künstlergruppe ZERO in Düsseldorfer, der sich 1961 Günther Uecker anschloss. Kühne, kreative Experimente in den Ateliers, begleitet von spektakulären und legendären Aktionen und Environments, sind für die ZERO-Zeit und Ihre Protagonisten kennzeichnend.

Das zentrale künstlerische Thema von Heinz Mack ist das Licht. Aufsehen erregt haben besonders seine experimentellen Lichtreliefs sowie seine Licht-Installationen in der Wüste.

Zudem schuf Mack zahlreiche Skulpturen für den öffentlichen Raum (u.a. für Düsseldorf, Frankfurt, München, Berlin, Stuttgart, Köln, Münster, Osnabrück), ist zweifacher documenta-Teilnehmer und vertrat 1970 Deutschland auf der Biennale in Venedig.

Heinz Mack - Mouvement et Lumière / Movement and Light

1.3.2019 – 26.4.2019

Musée Théodore Monod d’art africain
1, Place Soweto.
BP 206 Dakar
Senegal