30.06.2016 Zwischen Abstraktion und Figuration

Ausstellung in Aachen: Sammlung Ludwig - Bewegungen und Brüche in der Kunst seit 1960

von: GFDK - Ludwig Forum Aachen

Bis in die 1960er Jahre hinein hielt sich der Mythos einer gerichteten Entwicklung in der Kunst der Moderne, dessen Bewegung von der Figuration zur Abstraktion dahin führe, dass das Kunstwerk nichts außer sich selbst repräsentiere. Am Ende dieser Entwicklung stünde eine Kunst, die auf den Gegenstand ganz verzichte, in letzter Konsequenz das abstrakte Monochrom oder eine Malerei, die den Bildträger ganz verlässt: das minimalistische Objekt.

Heute wissen wir, dass die Moderne eher durch Brüche als durch Kontinuitäten gekennzeichnet ist und dass der New York School auf dem Fuße eine „Wiederentdeckung“ des Gegenständlichen, zum Beispiel in
der Alltags- und Medienkultur, folgte. Solche „Gegenbewegungen“ wie Pop Art, Konzeptkunst, Land Art, Performance-Kunst etc. lassen sich nicht nur in den USA beobachten.

Ausgehend von der US-amerikanischen Kunst der 1960er und 1970er Jahre, die die Sammlung Ludwig berühmt machte, sind in dieser Sammlungsausstellung exemplarisch die vielfältigen Wege der Abstraktion
und Figuration sowie ihre gegenseitigen Wechselbeziehungen, Parallelitäten und Brüche, auch außerhalb der Vereinigten Staaten, aufgezeigt.

Ausstellung im Ludwig Forum Aachen

Künstler der Ausstellung: John Baldessari, Richard Hamilton, Duane Hanson, Alex Hay, Ron Hays, Valerie Jaudon, Jasper Johns, Roy Lichtenstein, Kenneth Noland, Robert Rauschenberg, Gerhard Richter, Alan
Sonfist, Wolf Vostell, Andy Warhol u.a.

Kurator: Holger Otten