23.11.2022 Wie wird die Suche durchgeführt?

Anonyme Suchmaschinen als Alternative zu Google & Co.

von: GFDK - Kultur und Medien

Google ist aus guten Gründen der Branchenprimus, wenn es um die Suche im Internet geht. Denn die Suchmaschine ist treffsicher und einfach zu verwenden. Außerdem wird man für die Nutzung nicht zur Kasse gebeten. Der Knackpunkt ist allerdings auch gemeinhin bekannt:

Google ist auch der weltgrößte Datensammler. Anonyme Suchmaschinen helfen Usern dabei, die Herrschaft über die eigenen Daten zurück zu bekommen.

Was machen anonyme Suchmaschinen anders?

Google und andere Suchmaschinen zeigen Usern nicht nur die gewünschten Ergebnisse der jeweiligen Suche. Jeder Nutzer hinterlässt auch eine Datenspur die Google anschließend nutzt, um den User zielgerichtete Werbung zu senden.

Eine anonyme Suchmaschine hingegen arbeitet komplett ohne eine solche Suchhistorie. Die genutzte Technologie macht die Speicherung von Nutzerdaten sogar komplett unmöglich.

Wie wird die Suche durchgeführt?

Viele anonymen Suchmaschinen haben inzwischen eine ebenso gute Treffsicherheit wie Google oder Bing. Und das ist auch kein Wunder, denn häufig nutzen die Anbieter diese Suchmaschinen für die Suchanfragen der eigenen User.

Das ist für die Nutzer allerdings kein Problem, denn die Daten werden vor der Weiterleitung anonymisiert.

Google bekommt also nicht mit, wer die Suchanfrage abschickt und wo sich die entsprechende Person befindet. Daher kann Google auch nicht auf Basis der Suchanfrage personalisierte Werbung versenden.

Warum kann man trotz anonymer Suche personalisierte Werbung bekommen?

Ursprünglich war Google „nur“ eine Suchmaschine. Inzwischen bietet der Anbieter auch einen Streamingdienst für Musik und Videos, einen E-Mail-Dienst, einen Navigationsservice und vieles mehr.

Auch diese Dienste nutzt der Konzern dazu, Daten seiner Nutzer zu sammeln. Das gilt selbst dann, wenn man etwa ohne Anmeldung auf YouTube zugreift, um sich ein Video anzeigen zu lassen.

Zwar kann Google die Suche nach dem Video dann keinem Namen zuordnen, wohl aber einer IP-Adresse. Noch gläserner macht man sich, wenn man einen Google-Account besitzt.

Ein solcher gilt immer übergreifend für den ganzen Google-Service: Wer sich also ein Gmail-Postfach einrichtet, wird durch Google auch beim Navigieren über Maps oder beim Streaming über YouTube identifiziert.

Aus allen genutzten Services generiert Google ein Nutzerprofil, was selbstverständlich für personalisierte Werbung genutzt wird. Natürlich hat es auch Vorteile, sich nicht für jeden Dienst gesondert anmelden zu müssen.

Wer allerdings so anonym wie möglich im Internet unterwegs sein möchte, sollte sich lieber für Alternativen zu den Google-Diensten entscheiden. Einige sind sogar besser als die Google-Produkte – allerdings nicht immer kostenlos.