Nachrichten aus der großen weiten Welt

05.06.2014 Chanson der Extraklasse

GFDK - Uwe Kerkau

Fredda – so nennt sich Frédérique Dastrevigne nun schon seit ihrem, vor sieben Jahren erschienen, Debütalbum "Toutes Mes Aventures". Davor konnte man sie nur als Background-Sängerin ihres Lebensgefährten Pascal Parisot auf der Bühne bewundern. Sie selbst hat seitdem eine mehr als erstaunliche Entwicklung gemacht. Von den ersten, heute fast unschuldig anmutenden Chanson-Kompositionen, hin zu ihrem Album "L'ancolie" (2012), mit dem sie ihren einen Stil, ihre eigene Klangfarbe und sich selbst als Künstler-Charakter definiert hat.

Mit ihrem neuen Album "Le chant des murmures" geht sie nun noch einen Schritt weiter und bringt die von ihr selbst geschaffene Figur "Fredda" zum Tanzen. Akzentuiert und raffiniert gespielt – sanft, stark und verführerisch gesungen, mit meisterlicher Detailliebe arrangiert. Wie Esmeralda in Hugos Notre-Dame verdrehen Freddas leichtfüßige Chansons die Köpfe der Hörer und führen sie in eine träumerische Welt, deren Murmeln (franz."Murmures") sich in die Hörwände einnisten und verzaubern.

Wir lieben Musik ... weil sie uns glücklich macht

Neues Album, neues Team heißt es auch dieses Mal. "L'ancolie" war ein Produkt der Kooperation Freddas mit dem Holden-Gitarristen Mocke, für "Le chant des murmures" tat sie sich mit dem jungen Chansonier Sammy Decoster – den sie auf dem SXSW-Festival kennenlernte – und ihrem alten Weggefährten Pascal Parisot zusammen. Chef des Unternehmens ist jedoch Fredda selbst, sie schrieb den Großteil der Songs. Arrangements und Produktion waren dagegen Teamarbeit – und hier erwies sich das Trio als Dreamteam. Mit ihren ausgefeilten Arrangements haben die Drei es geschafft, Freddas Stimme mehr Präsenz zu verleihen als je zuvor. Dazu kommen die pointiert eingesetzten Vocalharmonien, die zusammen mit Parisots Streichersätzen und der Westerngitarre von Sammy Decoster eine cinematische Stimmung entwickeln. Exemplarisch dafür gleich der Opener "Chant de retour". Wie hier langsamer Einstieg, Rhythmuswechsel und hymnischer Refrain eine harmonische Einheit bilden, das ist schon von besonderer Klasse.

Schon auf "L'ancolie" konnte man Freddas Stilsicherheit bewundern, doch dieses Mal geht die Künstlerin auf spielerische Art noch einen Schritt weiter. Wer sie auf ihren zahlreichen Shows in Deutschland bewundern durfte, konnte davon schon eine Ahnung bekommen: das von mexikanischen Traditionen beeinflusste "Calavera" ist das erste Stück Freddas, zu dem man sie auf der Bühne tanzen sah. Die stärkere Betonung rhythmischer Elemente geht jedoch nicht auf Kosten der Songwriter-Qualitäten – vielmehr untermauern sie die melodiöse Vielfalt, die Fredda mit ihrer gesanglichen Ausdrucksstärke perfekt in Szene setzt. Nicht um des Ausdrucks willen, sondern um die Songs in vollem Glanz erstrahlen zu lassen. Der bewusste und behutsame Umgang mit ihrer eigenen Stimme zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album.

Die Songs haben eine erfrischende Leichtigkeit und wirken, als wären sie ihr mühelos aus der Feder geflossen. Doch wie so oft im Pop, steckt viel Streben nach Perfektion hinter diesem Eindruck. Fredda erzählt uns: "Ich hatte Lust, einfach auf die Songs zu vertrauen, das stimmt. Allerdings gibt es nur zwei Songs, die unbearbeitet geblieben sind ("Habitue à moi" und "Le village") – Es gab noch eine zweite Phase des Schreibens, und bis kurz vor den Aufnahmen habe ich sogar noch weiter- und umgeschrieben. Ich habe dieses Album in alle erdenklichen Richtungen gedreht und gewendet und viel daran gearbeitet. Am Anfang waren das nur Prosafragmente, mit denen ich versucht habe Gefühle zu beschreiben."

Die Arbeit hat sich eindeutig gelohnt: "Les chant des murmures" ist ein Album geworden, das gleichermaßen homogen und vielfältig ist. Die unterschiedlichen Rhythmen und Melodien bilden eine Einheit, die man vielleicht mit einem Buch vergleichen kann, wobei die einzelnen Songs für Kapitel stehen, die den Hörer in verschiedene Ecken von Freddas Welt entführen. Auf das treibend-hypnotische "Jardin déserts" mit Moll-Akkorden und Pauken-Akzenten, lässt sie das lockere "Pendent que je me parle" folgen, das kunstvoll ein- und zweistimmigen Gesang changieren lässt. Darauf das dubbige und trickreiche "Le murmure des champs", das schon ein wenig an Manu Chao oder Mathieu Boogaerts erinnert. Bis zur Zugabe "Träume" – eine Coverversion von Françoise Hardy, die dieses Stück ausschließlich auf Deutsch gesungen hat – wechselt die emotionale Stimmung, die Zutaten verändern sich stetig, doch Freddas verführerische und bezaubernde Ausstrahlung verfehlt ihre Wirkung nie.

In ihrer künstlerischen Entwicklung ist Fredda mit "Le chant des murmures" ein ganz wichtiger Schritt gelungen – nämlich ihre Ausdrucksmöglichkeiten mit den verschiedenen Ebenen ihrer Emotionalität zu vereinen. Sie sagt: "Ich glaube damit näher an dem zu sein, was ich liebe und da ich ein Mensch bin, der zugleich fröhlich und melancholisch, sozial und einzelgängerisch ist… war dies ein ganz natürliches Ergebnis." Ein sehr schönes zumal! 

"Le Chant des murmures" erscheint in unserer Ausgabe mit den Übersetzungen der Texte ins Deutsche.



Uwe Kerkau Promotion
Hammermühle 34
D-51491 Overath
u.kerkau@uk-promotion.de

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04.06.2014 Der Kaiser privat

GFDK - Warner Music

Am 30.05 meldete sich der Kaiser des Rock & Roll zurück mit seinem vierten Album.
Es heißt wie der Künstler selbst: BONAPARTE.

Und hier haben wir es fraglos mit dem gelungensten BONAPARTE-Album der Discographie zu tun. BONAPARTE ist eine hoch-energetische, von mexikanischer Küche angefeuerte, scharfe Chili-Platte geworden.

Eine Kalamazoo-Gitarre, ein tierisches Schlagzeug und ein paar Synthesizer-Tupfer aus Nerdywood treiben uns durch wilde Abenteuer mit hochmutiger Garagen-Rock-Rotzigkeit, reumütigen Powerpop-Schulbidung und BONAPARTE-typischem Sprechgesang in der Tradition von Napoleon XIV aus dem brodelnden Unterbewusstsein eines Rock&Roll-Verrückten.

Erzählt werden wahre Geschichten aus demokaiserlichen Rock&Roll-Nähkästchen:

Herausforderungen der Polyamorie ("Two Girls"), die allmorgendliche Lust die ganze Welt verklagen zu müssen ("I wanna sue someone"), es wird auf der Couch gerappt - und zwar mit dem US-amerikanischen Freund und Hip-Hop-Psychologen Tim Fite über ewigen Selbstdarstellungszwang ("Me So Selfie"), man lädt ein zur kaiserlichen Party im eigenen Kopf ("Riot in my head") und warnt vor dem kaiserlichen Haushalt als Ort, in dem trotz einer Armee von Bediensteten auch die meisten Unfälle passieren ("Wash your thighs"). Es gibt einen tollen Surf-Hit, der das ewige Wettrennen der Spermien um unsere Zukunft besingt ("May The Best Sperm Win") und ein Lied über das uns immer wieder beschleichende Gefühl der Fremdheit auf dem eigenen Planeten†("Like an Umlaut in english")

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Der eigentliche Hit des Albums aber ist "Into the wild", ein ehrfürchtiger Knicks auf der Bühne des Lebens, in dem Vergangenheit und Zukunft auf uns alle lauert. Man muss in der Gegenwart nur mutig genug sein, diese Bühne einmal zu betreten. Ein Lied für die Ewigkeit!

Aufgenommen und abgeschmeckt wurde BONAPARTE von Andy Baldwin in New York, wo der Kaiser im letzten Jahr viel Zeit verbrachte, um zurück zu sich und seinen Songs zu finden.

Die Schlagzeug-Spuren hinterließ der geniale Drummer Christopher "Pow Pow" Powell aus Philadelphia.

Zu fast jedem Song hat der Kaiser auf seinen Reisen mit tollen Filmemachern auf der ganzen Welt Bewegbildmaterial aufgenommen, das uns unsere wunderbare wie paradoxe Welt zwischen bright Citylights und Waldbränden zeigt: Sesshaftigkeit sucht man also besser woanders!

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04.06.2014 jetzt als taschenbuch

GFDK - DuMont Buchverlag

1915 kommt ein Zwillingspaar zur Welt, das gegensätzlicher nicht sein könnte: Max und Karl sind zeit ihres Lebens Kontrahenten und bleiben doch eng verbunden.

Als es ihnen im Deutschland der dreißiger Jahre zu eng wird, fliehen sie mit der Prostituierten Ellie nach Frankreich. Als Illegale suchen sie in Paris ihr Glück – und finden das Leben. Zwischen liebeshungrigen Hoteliers und Schach spielenden Buchhändlern, zwischen Mordanschlägen und Affären geraten die drei in einen rasenden Reigen, der sie schwindelig werden lässt. Dass Karl aufbricht, um im Spanischen Bürgerkrieg für eine bessere Welt zu kämpfen, macht die Lage nicht einfacher.

Helmut Kraussers neuer Roman verknüpft meisterhaft die Erschütterungen der 1930er-Jahre mit den turbulenten Lebensläufen dreier Menschen.

Pressestimmen über Helmut Krassers Roman

Beschreibung des Lebens als Folge von Unabwägbarkeiten. BERLINER ZEITUNG

Ein packender, überaus interessanter Streifzug durch das Europa der fiebrigen dreißiger Jahre. KLEINE ZEITUNG EMSTAL

Es ist ein origineller Blick auf die Phase vor dem Zweiten Weltkrieg. [ ] Besonders der Blick auf den Spanischen Bürgerkrieg als Vorläufer des Zweiten Weltkriegs bringt dem Leser viele wenige geläufige Einsichten. Auch verfolgt man gebannt die Schicksale der Hauptfiguren, die nie ganz gut, aber eben auch nie ganz schlecht reden und handeln: Schlichte Schwarz-Weiß-Malerei ist trotz klarer und einfacher Sprache Kraussers Sache nämlich nicht. MAIN ECHO

Krausser erzählt von diesen Jahren mit Freude an kuriosen Wendungen, mit Lust an der Kolportage, durchaus auch mit großer Leichtigkeit und Witz ( ) eine stilistische Parodie und Hommage an die Literatur der Zwanziger- und Dreißiger Jahre. Als Vorlage für einen turbulenten Kostümfilm in den Kulissen des swingenden Berlin und Paris ist das Buch jedenfalls wunderbar geeignet. SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

Ein unterhaltsames Buch, geschrieben voller Witz und Leichtigkeit. Die Stärke des Romans ist sein Humor, die Beschreibung des Lebens als Folge von Unabwägbarkeiten. SCHWERINER VOLKSZEITUNG

Ein lebendiges, mitreißendes Panorama der 20-er und 30-er Jahre. Ein sprachlicher und intellektueller Genuss! MDR DREI LÄNDER NACHT

Wie Krausser die komplizierten menschlichen und sexuellen Verhältnisse und Winkelzüge seiner Protagonisten schildert, zeugt von großer psychologisch-analytischer Einsicht. BR DIWAN

 

Über Helmut Krasser

Helmut Krausser, geboren 1964, lebt in Berlin. Bei DuMont erschienen neben dem Gedichtband ›Plasma‹ (2007) die Romane ›Eros‹ (2006), ›Die kleinen Gärten des Maestro Puccini‹ (2008), ›Einsamkeit und Sex und Mitleid‹ (2009) ›Die letzten schönen Tage‹ (2011) und ›NIcht ganz schlechte Menschen‹ (2012) sowie die Tagebücher ›Substanz‹ (2010) und ›Deutschlandreisen‹ (2014) und der Kriminalroman ›Aussortiert‹ (DuMont Taschenbuch 2011). Seine Romane ›Der große Bagarozy‹ und ›Fette Welt‹ wurden fürs Kino verfilmt.

presse@dumont-buchverlag.de

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04.06.2014 einzigartiger Tribut an Gregg Allman

GFDK - JazzEcho

Gregg Allman hat ein Rock'n'Roll-Leben geführt, wie es im Buche steht. Voller Höhen und Tiefen, Tragödien und Erfolgen, Sex, Drogen, Alkohol und sechs Ehen (u.a. mit Cher). Erzählt hat er es 2012 in seiner Autobiographie "My Cross To Bear", die auf der Bestsellerliste der New York Times landete und unter dem Titel "Midnight Rider" verfilmt werden sollte.

Doch schon am ersten Drehtag im Februar 2014 gab es einen dramatischen tödlichen Unfall. Und Allman beschwor den Regisseur eindringlich, das Projekt abzubrechen. Wenige Wochen zuvor war die Welt für Gregg Allman noch in Ordnung gewesen. Unter der musikalischen Leitung von Produzent Don Was hatte er sich mit zahlreichen Größen des Southern Rock, Soul, Country und Rhythm’n’Blues in Atlantas historischem Fox Theatre zu einem vierstündigen Marathon-Konzert eingefunden.

Gefeiert wurden an diesem Abend des 10. Januar 2014 Gregg Allmans Songs und seine einzigartige Stimme. Aufgezeichnet wurde das Ereignis unter dem Titel "All My Friends: Celebrating the Songs & Voice of Gregg Allman" für ein Multimedia-Paket, das aus einer DVD sowie zwei CDs besteht (und auch im Blu-Ray-Format erhältlich ist).

"Diese Show war ein absoluter Höhepunkt meines Lebens", sagte Allman hinterher begeistert. "Es war großartig, all diese alten Freunde wiederzusehen. Und alle waren so liebenswürdig und legten ihr ganzes Herz und ihre ganze Seele in die Interpretationen meiner Songs. Es war eine ganz besondere Nacht!" Das war es wirklich, zumal das Publikum den wahrscheinlichen letzten Auftritt der Allman Brothers Band erlebte. Zumindest in der Besetzung mit den beiden Gitarristen Warren Haynes und Derek Trucks, die sich in Zukunft eigenen musikalischen Projekte widmen wollen.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Dass Gregg Allman ein ungemein vielseitig talentierter Künstler und Songwriter ist, spiegelt sich in den Darbietungen und der Bandbreite der an diesem Tribute-Konzert beteiligten Musiker wider. Einige der Gäste gehören dem erweiterten "Familienkreis" der Allman Brothers Band an: Etwa die scheidenden ABB-Gitarristen Haynes und Trucks (der hier auch mit Susan Tedeschi, seiner Frau und regelmäßigen musikalischen Partnerin, zu hören ist), Keyboarder Chuck Leavell und Gitarrist Jack Pearson oder Greggs talentierter Sohn Devon Allman.

Produzent Don Was lud nicht nur Allman-Zeitgenossen wie Jackson Browne, Dr. John, John Hiatt, Taj Mahal, Wet-Willie-Sänger Jimmy Hall und den klassischen Soulman Sam Moore (von Sam and Dave) ein, sondern auch jüngere Rock- und Bluesmusiker wie Robert Randolph, Keb’ Mo’, Pat Monahan von Train und die Band Widespread Panic. Die Country-Szene wird wiederum durch Gastauftritte von Eric Church, Trace Adkins, Vince Gill, Martina McBride, Zac Brown, Brantley Gilbert und Jess Franklin repräsentiert.

Quelle: JazzEcho

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03.06.2014 Brüsseler Delikatessen

GFDK - Gottfried Böhmer

Russlands Außenminister Sergej Lawrow versteht die Welt nicht mehr.

„Wir sind über die Entwicklung in der Ukraine äußerst besorgt“, sagte er am Montag. „Jeden Tag kommen dort Menschen ums Leben, die Zivilbevölkerung wird immer mehr in Mitleidenschaft gezogen. Gegen sie werden Armee, Fliegerkräfte und schwere Waffen eingesetzt. Ganze Wohnviertel werden unter Beschuss genommen. All das kann man faktisch in Live-Übertragung beobachten. Leider verheimlichen die meisten Medien diese Informationen und zeigen völlig andere Bilder.“

„Ich habe mir heute mit Verwunderung mehrere Nachrichtensendungen von Euronews angesehen, in denen die Ukraine überhaupt mit keinem Wort erwähnt wurde“, fügte er hinzu.

Vielleicht können wir Sergej Lawrow auf die Sprünge helfen

In Brüssel, Berlin, Paris und London hat man nun besseres zu tun als sich um den Bürgerkrieg in der Ukraine zu scheren. In der Politik gilt: Erst kommt das Fressen, dann die Moral. Sechs Monate haben uns die EU-Politiker und Meinungsmacher der Medien fast täglich mit der Ukraine beschäftigt und schon den dritten Weltkrieg beschworen.

Brüsseler Delikatessen - Erst kommt das Fressen, dann die Moral

Die DWN schrieben: Die Ukraine ist nach der EU-Wahl schlagartig von der politischen Agenda verschwunden. Nun geht es um die Jobs in Brüssel, um Macht, Privilegien und Eitelkeiten. Monatelang wird um die Delikatessen gekämpft, die der Steuerzahler auftischen darf. Der Dritte Weltkrieg findet nicht statt. In den Feinschmecker-Restaurants in Brüssel herrscht Gedränge. Plätze gibt es nur nach Reservierung.

Deutsche Medien haben kein Interesse an den Ost - Ukrainern

Während man sich in Brüssel um die Posten und Delikatessen prügelt, geht das Morden und Sterben in der Ukraine munter weiter, ach was rede ich, es hat gerade erst richtig angefangen. Das ist aber der FAZ, der Süddeutschen Zeitung, der WELT, der ZEIT, dem ZDF und der ARD etc, kein Artikel oder Sendung mehr Wert darüber zu schreiben oder zu berichten, schließlich findet das Abschlachten in der Ost-Ukraine statt und die haben es nicht besser verdient.

Es müssen nur die richtigen sterben

Die Sonderoperationen - Strafaktionen der neuen Regierung mit ihrem Schokoladen König in Kiew nehmen Formen an, die wir nur noch als geplanten Mord beschreiben können. Für die EU, und die NATO müssen eben nur die Richtigen sterben.

Der Menschenrechtsbeauftragte des russischen Außenministeriums Konstantin Dolgow forderte am 2. Juni 2014 eine internationale Ermittlung aller Verbrechen gegen das Völkerrecht in der Ukraine einzuleiten.

Pentagon-Chef Chuck Hagel hat sich am Dienstag 3. Juni in Brüssel mit dem ukrainischen Verteidigungsminister Michail Kowal getroffen und ihm für den Professionalismus gedankt, teilt das US-Verteidigungsministerium mit. Ich frage mich was versteht Hagel unter "Professionalismus"? Töten?

Am 3. Juni hat Russland einen Resolutionsentwurf in den UN-Sicherheitsrat eingebracht, in dem aufgerufen wird, die Gewalt in der Ostukraine einzustellen und der friedlichen Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, den Raum der Militäroperation zu verlassen.

Derweil hat der Schokoladen-König aus Kiew schon mal bei der NATO um Militärhilfe angefragt wie der Oberbefehlshaber der NATO-Kriegskräfte in Europa, US General Philip Beedlove bestätigte. Bei einem Gespräch mit Journalisten in Brüssel verwies er darauf, dass zum Paket der geplanten Hilfe Waffen gehörten. Damit das hier auch alle richtig verstehen: Deutschland würde über den Umweg der NATO, Kriegswaffen an ein nicht NATO-Mitglied liefern und das in ein Bürgerkriegsgebiet.

Was sagt unsere Verfassung dazu? Was steht im Grundgesetz?

Am Vortag hatte der Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen erklärt, dass die Nato-Außenminister bis Ende Juni Hilfsmaßnahmen für Kiew abstimmen würden. Anmerkung: Die Ukraine ist kein Nato-Mitglied, denn in ihrer Gesetzgebung ist ihr blockfreier Status verankert.

Und was machen unsere Abgeordneten?

Wer bei der Brüsseler Delikatessen-Schlacht nicht dabei sein darf reist eben nach Brasilien, da ist es auch sehr schön.

Während in der Ukraine gestorben wird sind unsere deutschen Politiker mit ganz anderem beschäftigt.
Abgeordneter praktisch sämtlicher Fraktionen entdecken ihr Interesse an Brasilien. Die Mitarbeiter der deutschen Vertretungen in dem Land schimpfen bereits über "Polit-Tourismus".

Gottfried Böhmer ist seit 1997 künstlerischer Direktor der Gesellschaft Freunde der Künste und Redaktionsleiter der GFDK.

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

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03.06.2014 im interview

GFDK - Rowohlt

Mit ihren Romanen hat Jojo Moyes Millionen Leserinnen und Leser erreicht. Die Reaktionen auf ihre seit Monaten die Bestsellerlisten dominierenden Romane sind überwältigend.

«Eine bittersüße Geschichte über Liebe, Lernen und Loslassen …» (über Ein ganzes halbes Jahr), «Ein hinreißend romantisches Buch, über das man fast seinen eigenen Liebsten vergisst …» (über Eine Handvoll Worte) – nur zwei von Hunderten begeisterter Leserstimmen. Nun erscheint Jojo Moyes' neuer Roman Weit weg und ganz nah.

Die Geschichte von vier Helden und einem chaotischen Hund

Einmal angenommen, dein Mann hat sich aus dem Staub gemacht. Du schaffst es kaum, deine Familie über Wasser zu halten. Deine hochbegabte Tochter bekommt eine einmalige Chance. Und du bist zu arm, um ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Plötzlich liegt da ein Bündel Geldscheine. Du weißt, dass es falsch ist. Aber auf einen Schlag wäre dein Leben so viel einfacher. Und einmal angenommen, du strandest mitten in der Nacht mit deinen Kindern am Straßenrand – und genau der Mann, dem das Geld gehört, bietet an, euch mitzunehmen. Würdest du einsteigen? Würdest du ihm irgendwann während eures verrückten Roadtrips gestehen, was du getan hast? Und kann das gutgehen, wenn du dich ausgerechnet in diesen Mann verliebst?

Jojo Moyes im Interview über Ihr neues Buch

Erzählen Sie uns etwas über Ihr neues Buch?
Weit weg und ganz nah ist so anders als «Eine Handvoll Worte», wie es überhaupt nur sein kann. Jeder, der meine Bücher kennt, weiß, dass sie alle ziemlich unterschiedlich sind. Im Grunde ist auch «Weit weg und ganz nah» eine Geschichte über Hoffnung und Liebe, über all die wichtigen Themen, die ich in meinen Büchern verarbeiten möchte. Vielleicht diesmal mit dem ein oder anderen kleinen Lacher mehr …

Was ist mit Jess?
Jess ist eine alleinerziehende Mutter. Für mich ist sie eine dieser Frauen, die ich immer wieder sehe – eine stille Heldin. Sie lebt Tag für Tag ein Leben, in dem sie gerade so über die Runden kommt, und doch ist sie voller Entschlossenheit und Optimismus. Und diesen Optimismus versucht sie auch ihren Kindern mitzugeben und dabei immer fröhlich zu bleiben.

Und Ed?
Ed, hoffe ich, ist nicht eine dieser typischen männlichen Hauptfiguren. Ich versuche immer, meine Charaktere nicht so vorhersehbar zu gestalten. Er ist ein Computerfreak, der in seinem Job sehr erfolgreich ist. Er hat jede Menge Geld mit dem Verkauf seiner Software-Firma gemacht; dennoch fühlt er sich von der Businesswelt immer mehr überfordert. Am wohlsten fühlt er sich an seinem Computer; erst der Kontakt zu Jess Thomas und ihrer Familie macht ihm klar, dass es auch für ihn ein anderes Leben geben kann – und einen Weg, mit sich selbst ins Reine zu kommen.

Woher nimmt Jojo Moyes ihre Inspiration?

War es schwierig, die Parts von Nicky und Tanzie zu schreiben?
Nein, überhaupt nicht. Ich bin selbst Mutter von zwei Kindern. Sie sind fünfzehn und zwölf Jahre alt, also nicht weit weg vom Alter der beiden Kids im Buch. Am meisten überrascht hat mich als Mutter von Teenagern oder Fast-Teenagern, dass sie so nett sein können. Sie sind lustig und auch ein bisschen seltsam, aber meistens bin ich einfach gerne mit Ihnen zusammen. Das wollte ich mit Tanzie und Nick rüberbringen.

Sind Ihre Figuren von jemandem aus dem wirklichen Leben inspiriert?
Von jemandem Realem inspiriert? Das würde ich Ihnen nicht erzählen, das wäre doch der schnellste Weg, um Freunde zu verlieren. Nein, meine literarischen Figuren basieren nie auf wirklichen Personen. Aber ich nutze durchaus Aspekte, Facetten von realen Personen, um daran meine Figur im Buch «aufzuhängen», wie an einen Kleiderbügel.
Bei Weit weg und ganz nah kam zum Beispiel eine der Ideen daher, dass mir eine als Putzfrau arbeitende Freundin erzählt hat, dass ihr einmal ein Arbeitgeber die Tür vor der Nase zugeschlagen hat. Dieses Bild ist mir sehr in Erinnerung geblieben – dass man jemandem auf diese Weise rabiat klarmacht, dass sie nicht zählt, nur weil sie eine Putzfrau ist.

Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die «Sunday Morning Post» in Hongkong und den «Independent» in London gearbeitet. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf einer Farm in Essex. Mit ihrem Roman «Ein ganzes halbes Jahr», der aktuell in Hollywood verfilmt wird, gelang ihr international der Durchbruch - auch in Deutschland stand der Roman monatelang auf Platz 1 der Bestsellerliste.

pressearchiv@rowohlt.de

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03.06.2014 Einfach nur wundervoll und bezaubernd

GFDK - ACT

Im Jahre 2009 begann für Youn Sun Nah eine Reise auf den Olymp des europäischen Jazz: Mit Ihrem ACT-Debüt „Voyage“ eroberte sie die Jazzszene ihrer Wahlheimat Frankreich im Sturm und wurde auch hierzulande als „die Entdeckung der Saison“ (Süddeutsche) gefeiert.

Mit ihrem aktuellen, 2013 erschienen Album „Lento“ vollbrachte Youn Sun Nah ihr letztes Glanzstück, das sie nicht zuletzt als musikalische Repräsentantin Süd-Koreas zur Abschlussfeier der Olympischen Spiele 2014 in Sotchi brachte.

Ein Meilenstein auf ihrem erfolgreichen Weg zum internationalen Jazzstar ist das 2010 erschiene AlbumSame Girl“. In Deutschland erhielt Youn Sun Nah dafür den ECHO Jazz als beste Sängerin international und in Frankreich avancierte es zum erfolgreichsten Jazzalbum des Jahres 2011. „Wundervoll!“, brachte es der Stern auf den Punkt.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Auf „Same Girl“ interpretiert Youn Sun Nah Songs auf höchst eigenwillige und unverwechselbare Weise, die jeden stilistischen Käfig sprengen. Jazzstandards wie „My Favorite Things“, der Metallica-Klassiker „Enter Sandman“, Philippe Sardes „La Chanson d’Helene“, ein koreanisches Volkslied sowie Eigenkompositionen von Youn Sun Nah und Ulf Wakenius finden sich auf „Same Girl“ wieder. Wieder wird die Sängerin von Lars Danielsson am Bass, Xavier Desandre-Navarre an Percussion und allen voran von Ulf Wakenius an der Gitarre begleitet, einem veritablen All-Star-Team.

Mögen Stile und Genres von Song zu Song variieren, ist es doch immer das „Same Girl“, das die Stücke in eine unverkennbar eigene Klangwelt überführt: Youn Sun Nah.

Pressestimmen zu „Same Girl“ (CD):

„Nahs klassisch ausgebildete Stimme schlägt Brücken zwischen Genres und Kulturen. Ein Wunder!” (DER SPIEGEL)

„Sensationell! Ganz große Kunst eines wahren Stimmwunders.“ (VOGUE)

„Schillernderes, Interessanteres und Virtuoseres ist einem im Jazzgesang lange nicht untergekommen.“ (SÜDDEUTSCHE)

Besetzung

Youn Sun Nah / vocals, kalimba, music box, kazoo
Ulf Wakenius / guitars
Lars Danielsson / acoustic bass, cello
Xavier Desandre-Navarre / percussion
Special guest on track 11: Roland Brival / narration

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03.06.2014 Schwelgen in Opulenz

GFDK - Rough Trade

Ganze vier Jahre ist es her, dass Owen Pallet ein eigenes Album veröffentlicht hat.

Sehnsüchtig haben wir darauf gewartet, ließen die zahlreichen Kooperationen mit Größen wie Arcade Fire, Robbie Williams, Linkin Park oder Mika doch vermuten, dass sie ihn nicht unbeeinflußt lassen würden. Und was soll man sagen? “In Conflict”, das vierte Soloalbum des jungen Kanadiers, welches Ende Mai auf Domino erschien, ist nichts weniger als ein Meisterwerk.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Es strotzt vor eingängigen Melodien und Arrangements und bleibt doch immer besonders, schmiert niemals ab ins Beliebige. Es schwelgt in Oppulenz: Bläser, Streicher, Piano, elektronische Sounds, alles am rechten Platz und niemals überflüssig! Tipp!

Tracklisting:

CD

01. I Am Not Afraid
02. In Conflict
03. On A Path
04. Song For Five & Six
05. The Secret Seven
06. Chorale
07. The Passions
08. The Sky Behind The Flag
09. —> (1)
10. The Riverbed
11. Infernal Fantasy
12. Soldiers Rock (Bonus Track CD)
13. —> (2) (Bonus Track CD)

LTD Edition 2LP

01. I Am Not Afraid
02. In Conflict
03. On A Path
04. Song For Five & Six
05. The Secret Seven
06. Chorale
07. The Passions
08. The Sky Behind The Flag
09. —> (1)
10. The Riverbed
11. Infernal Fantasy
12. Soldiers Rock (Bonus Track)
13. —> (2) (Bonus Track)
14. Bridle & Bit (Bonus Track LTD LP)

 

 

 

Rough Trade Distribution GmbH
Mathias-Brüggen-Str. 85
D-50829 Köln
Germany

info@roughtrade.de

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02.06.2014 situationskomik

GFDK - teNeues

Diese handliche Hardcover-Ausgabe zeigt die unverwechselbaren Hundebilder Elliott Erwitts, der zu den berühmtesten Fotografen des 20. Jahrhunderts zählt.

Eine besondere Hommage

In seiner innigen und originellen Hommage an den besten Freund des Menschen zeigt der Meister die Welt der Hunde in ihrer ganzen Fülle. Wir erleben Fiffis in den verschiedensten Stimmungen: vom verspielten Frechdachs bis hin zum stillen und treuen Begleiter des Menschen, vom kleinen Draufgänger bis hin zum sanften Riesen illustriert der Meisterfotograf die Charaktervielfalt und Individualität der geliebten Vierbeiner.

Fotograf Elliott Erwitt hatte ein Fabile für Hunde

Erwitts untrüglicher Sinn für Komposition verbindet sich in diesen Bildern mit der Magie des Augenblicks. Die preiswerte Ausgabe unseres Fotoklassikers gibt es als handliche Hardcover-Ausgabe.

teNeues arehn(at)teneues.de

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02.06.2014 Elftes Jahr von Martha Argerichs Progetto

GFDK - Warner Classics

Bereits elf Jahre schreibt die Pianistin Martha Argerich in Lugano mit ihrem Progetto Musikgeschichte. Die Virtuosin konzertiert hier mit jüngeren Kolleginnen und Kollegen, und die Live-Mitschnitte fangen diese Ereignisse in gelöster Atmosphäre und künstlerischer Perfektion wunderbar ein.

Die Lugano-Aufnahmen gelten mittlerweile als große Fundgrube von außergewöhnlichem, selten gespieltem wie kaum aufgenommenem Repertoire für die verschiedensten Kammermusikbesetzungen oder für Klavier zu vier Händen. Nun erscheint die Produktion aus dem Jahre 2013.

Das Repertoire vereint auf 3 CDs Raritäten wie die Violinsonate von Ottorino Respighi mit Renaud Capuçon und Francesco Piemontesi oder die postume Violinsonate von Maurice Ravel mit dem Gewinner des Königin-Elisabeth-Wettbewerbs 2012 Andrey Baranov, der als großer Newcomer zum ersten Mal in Lugano zu Gast war.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Martha Argerich, die hin und wieder auch für Repertoire außerhalb der Kammermusik sorgt, ist mit Beethovens erstem Klavierkonzert vertreten. Weitere Highlights sind Beethovens zweite Cellosonate mit Mischa Maisky und Martha Argerich, Schostakowitschs Cellosonate op. 40 mit Gautier Capuçon und Gabriela Montero sowie Debussys vierhändige Petite Suite mit Martha Argerich und Cristina Marton.

Als Mitschnitt der Uraufführung ist Offenbach/Rosenthals Gaîté parisienne-Suite in der Bearbeitung für drei Klaviere zu hören. Den fulminanten Abschluss bildet Saint-Saëns‘ Karneval der Tiere, der gleich zehn Top-Solisten zusammen mit Martha Argerich vereint.



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Alter Wandrahm 14 – 20457 Hamburg Director Classics
promoclassics@warnermusic.com

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