Nachrichten aus der großen weiten Welt

07.06.2014 6. Studioalbum

GFDK - Daniel Kinkartz

Anfang letzten Jahres wusste Mike Rosenberg, dass sich sein Leben verändert wird. Nur in welchem Ausmaß dies passieren sollte, war ihm nicht bewusst. Hätte jemand dem aus Brighton stammenden Singer/Songwriter, besser bekannt als PASSENGER, gesagt das er 2013 an der Chartspitze in mehr als 20 Ländern stehen würde, er hätte es nicht geglaubt.

Seine Ballade „Let Her Go“ brauchte zwar eine gewisse Zeit um die Welt zu erobern, doch im Herbst 2012 wurde sie zum Hit in ganz Europa und im Februar 2014 stieg sie auch in die Top 5 der Billboard Charts ein. An diesen immensen Erfolg musste er sich jedoch erstmal gewöhnen, besonders das ein derart großes Publikum kommt, nur um ihn zu sehen. Doch entscheidend für ihn war, dass er dadurch die Möglichkeit hatte, weiterzumachen.

Mit „Whispers“ veröffentlichte Passenger nun am 06.06.14 sein mittlerweile 6. Studioalbum. Die meisten der elf neuen Songs entwickelten sich durch das live spielen auf seinen Shows und in den Straßen von Amsterdam bis Australien, während „Let Her Go“ sich gerade seinen Weg nach oben bahnte.

Die etwaige Vermutung, dass durch die Berühmtheit und den Erfolg auf „Whispers“ eine Veränderung zu hören sei, bestätigt sich nicht, ganz im Gegenteil. Das Album wurde in dem gleichen kleinen Studio in Sydney aufgenommen wie schon sein millionenfach verkaufter Vorgänger „All The Little Lights“. Mit dem gleichen Co-Produzenten (Chris Vallejo) und vielen der damaligen Musiker. Alles in allem haben die Aufnahmen gerade mal 5 Wochen gedauert und trotz des aufwändigen, symphonischen Sounds wurden keine großen Budgets ausgegeben.

Was man auf „Whispers“ hören wird sind Geschichten – einige davon wahr, andere erfunden – von der Liebe, dem Tod, dem Aufwachen und dem älter werden erzählen. Und auch davon, die Dunkelheit zu vertreiben – wilde Hasstiraden darüber, wie die Technologie Herr über uns wird, was bei seinen Fans eine beliebte Thematik ist. Dabei beweist der 30-jährige, dass er in seinen Liedern genauso mitreißend witzig sein kann wie bei den Geschichten, die er auf der Bühne erzählt.

„Das ist einfach das am meisten „vorwärts gehende“ Album dass ich je gemacht habe. Es ist sehr filmisch, mit vielen Geschichten und großen Ideen. Es gibt aber auch düstere Momenten über Einsamkeit und Tod aber ‚hey, ohne diese wäre es kein Passenger Album. Größtenteils ist es aber ein sehr positives Album“, erklärt er fröhlich.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Diese großen Geschichten und großen Ideen erfordern auch großen Sound. Folglich wird „Whispers“ von Blasinstrumenten, Streichern und gewaltigen Crescendos erfüllt und wie Passenger selbst sagt, „einer ganzen Menge Leuten, für die Backing Vocals“.

„Für mich sind Live-Erfahrungen sehr unterschiedlich im Gegensatz dazu ein Album zu machen. Live kann es so unglaublich kraftvoll sein nur eine Gitarre und eine Stimme zu haben und dadurch dem Text folgen zu können und eine intime Atmosphäre zu schaffen. Bei der Aufnahme im Studio hingegen würde es dem Hörer viel abverlangen wenn es nur diese beiden Elemente gäbe. Ich mag es einfach viele unterschiedliche Komponenten zu haben, in denen man sich verlieren kann.“

Instrumentenvielfalt findet sich auf jeden Fall auf „Whispers“, denn Passenger spielt neben der Gitarre auch Glockenspiel und verschiedene Percussion-Instrumente. Die Klavierparts hingegen überließ er „jemandem der sie besser beherrscht“. Man wird unter anderem auch einer Flöte, Klarinette und Mundharmonika begegnen. Die Backing-Vocals kommen von seinem guten Freund und Tourpartner Stu Larsen, dem  Singer/Songwriter Georgia Mooney aus Sydney und einer Folk Gruppe aus Neufundland in Kanada, The Once.

„Ich traf The Once letztes Jahr bei der Celtic Connections in Glasgow. Ihre Stimmen sind einfach phänomenal und schon beim ersten Hören wusste ich, sie passen ausgesprochen gut auf dieses Album. Sie kamen zu mir nach Sydney und sangen fast bei jedem Song mit. Ich bin sehr glücklich darüber, denn es klingt ein bisschen nach einem Chor und gleichzeitig wie eine Gruppe von Freunden, die zusammen sitzen und singen. Genau diesen Klang wollte ich“.

Eines der schönsten Liebeslieder (und die erste Single) auf „Whispers“ ist das nostalgische „Heart’s On Fire“, welches mit handgezupfter Gitarre beginnt und in ein leidenschaftlichen, mit Streichern gefüllten Appell an die Person, die einem nicht mehr aus dem Kopf geht, endet. Schließ Deine Augen und Du kannst Dir vorstellen, es wäre von einem Orchester in der Royal Albert Hall gespielt worden.

Der ambitionierteste Song den er je geschaffen hat, ist „A Fire Is“. „Er ist sehr episch und wie nichts das ich bisher geschrieben habe“ erzählt er. „Es ist die Geschichte über das Leben eines Mannes und wie er mit dem älter werden, zurecht kommt. Es geht nicht um mich – einige meiner Lieder sind sehr hypothetisch – es geht um etwas, was jeder mal in einer bestimmten Lebenslage fühlen muss. Es ist ein sehr trauriger Song, wenn man genau auf den Text achtet“.

Die fesselndste Geschichte auf „Whispers“ ist der Song „Riding to New York“. Es ist die wahre Geschichte einer nächtlichen Begegnung um 3.00 Uhr morgens mit einem Mann, der gerade dabei ist an Lungenkrebs zu sterben. Nur eine sehr gefühlskalte Person hätte das Ende des 5-minütigen Weges durch New York erreicht ohne dabei eine Träne zu verlieren. Er erzählt, „Ich versuche seit Jahren mit dem Rauchen aufzuhören. Ich habe es größtenteils geschafft aber vor einer Weile war ich in Minneapolis und hatte das Verlangen nach einer Zigarette. Ich stand also auf um zu einer Tankstelle zu gehen und das um 03.00 Uhr morgens. Draußen saß ein alter Mann auf einem Motorrad und rauchte. Als ich vorbei lief sagte er ‚das ist die beste Zigarette die ich in meinem ganzen Leben  hatte’. Ich fragte was er meinte und er sagte, dass er an Lungenkrebs sterben wird. Er wusste nicht wie lange er noch zu leben hat aber entschied, sich ein altes Motorrad zu kaufen, durch’s Land zu fahren und am Ende nach New York zu kommen um die restliche Zeit mit der Familie zu verbringen. Es endete damit, das ich mir in dieser Nacht keine Zigaretten kaufte und in den darauffolgenden Tagen schrieb sich der Song wie von selbst. Die Streicher-Parts, Blasinstrumente, ruhig-treibende E-Gitarre und Klavier instrumentieren diese kurze Begegnung nachts um 3.00 Uhr“.

Zu „Whispers“ könnte Passenger den ganzen Tag Geschichten erzählen aber es ist besser sich die Lieder einfach anzuhören.

Tausende kommen nun zu seinen Konzerten, kennen die meisten Texte seiner Lieder. Doch er macht weiterhin das, was für ihn seit 2009 seit er solo Musik macht, an oberster Stelle steht – Straßenmusik. „Ich plane in den kommenden Monaten eine ganze Menge Musik auf der Straße zu machen, bevor die Festivals beginnen. Ich kann nicht einfach nur noch akustisch spielen, in diesem Punkt muss ich mich wohl anpassen. Aber Straßenmusik zu machen ist immer noch das, was ich am liebsten tue. Es ist die ehrlichste Art Musik zu machen, für jeden zugänglich und vor allem kostenlos. Was könnte es besseres geben als das?

 

 

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Daniel Kinkartz

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06.06.2014 Geschichte einer großen Liebe

GFDK - Haymon Verlag

Die Welle ist da, bevor man sie sieht und nichts ist mehr, wie es war. Ein Paar pflückt Muscheln auf den Granitfelsen von Feunteun Aod in der Bretagne, als unvermittelt eine mächtige Brandungswelle vor den beiden aufsteigt.

Véro wird unwiederbringlich ins offene Meer hinausgetragen, der Mann überlebt wie durch ein Wunder. Und genau das ist sein Problem. Die körperlichen Verletzungen lassen sich kurieren - wie aber das Schicksal des Überlebenden annehmen? Ein Jahr nach dem Unfall reist der Zurückgebliebene erneut in das kleine bretonische Küstendorf. Hier will er Abschied nehmen, sich mit dem Meer und sich selbst versöhnen. Die Dorfbewohner helfen ihm dabei ebenso wie sein Freund Max, der sich eine ganz besondere Therapie für ihn ausgedacht hat.

In seinem neuen Roman findet Andreas Neeser eine beeindruckende Sprache für die existenziellen Fragen nach Schicksal, Zufall und Schuld. Er lässt uns die Kraft der Natur am bretonischen Atlantik erfahren und erzählt zugleich die berührende Geschichte einer großen Liebe, die über den Tod hinweg lebendig bleibt.


Andreas Neeser, geboren 1964, lebt als Schriftsteller in Suhr bei Aarau. Studium der Germanistik, Anglistik und Literaturkritik an der Universität Zürich. 2003 2011 Leiter des Aargauer Literaturhauses Lenzburg. Zahlreiche Buchveröffentlichungen und Auszeichnungen. Bei Haymon: Unsicherer Grund. Erzählungen (2010), Giacomettis Bauch. Innenansichten (2010) und Fliegen, bis es schneit. Roman (2012).

office@haymonverlag.at

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06.06.2014 Rekordverdächtig in nur 4 Stunden

GFDK - Indigo

Jack White, der als jüngstes von zehn Kindern in Detroit aufwuchs und seit 2005 in Nashville wohnt, ist einer der produktivsten und bekanntesten US-Künstler.

Als die White Stripes 1997 ihre ersten Konzerte gaben, erwartete niemand, am wenigsten White, dass eine rot-weiße Ein-Mann-eine-Frau-Band bald die Mainstreamwelt erobern und ein Hit wie "Seven Nation Army" zur weltweiten Fußballhymne werden könnte. Nach weiteren Erfolgen (u. a. solo und mit den Raconteurs, Dead Weather), neun Grammys und der Gründung eines eigenen, sehr produktiven Labels (Third Man Records) veröffentlicht Jack White mit "Lazaretto" sein zweites Soloalbum.

Wir lieben Musik ... weil sie uns glücklich macht

Der Titeltrack ist gleichzeitig die Singleauskopplung. Mit Letzterer stellte Jack White einen Weltrekord auf: Von Beginn der Aufnahme über die Pressung bis zur Veröffentlichung der Single vergingen keine vier Stunden.


Indigo Pressestelle
presse@indigo.de

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06.06.2014 Der perfekte Klang

GFDK - KlassikAkzente

Sein Stern am Dirigentenhimmel strahlt immer noch am hellsten. Jetzt publiziert Deutsche Grammophon sämtliche analoge Strauss-Einspielungen des Meisters. Gleichzeitig erscheint eine erlesene Auswahl der schönsten Aufnahmen Herbert von Karajan.

Schon in jungen Jahren besuchte er heimlich Proben von Richard Strauss. Er liebte die Musik dieses großen Komponisten und sog sie ein wie die eigene Muttermilch. Als er dann später selbst Werke von Richard Strauss dirigierte, da saß der Meister einmal im Publikum, und Herbert von Karajan wurde nach der Vorstellung mit ihm bekannt gemacht. Strauss zeigte sich begeistert. Das sei die beste Aufführung seiner "Elektra" gewesen, die er je erlebt habe. Karajan, unerbittlich und lernbegierig, hakte nach: "Herr Doktor, danke vielmals, aber es ist nicht das, was ich hören möchte. Ich möchte wissen, was falsch war." Strauss lud Karajan zum Essen ein, monierte eine Kleinigkeit und sagte dann zu Karajan: "Rühren Sie ruhig kräftig drin rum."

Schwebend und klar

Karajan tat, wie ihm geheißen. Von Richard Strauss lernte er die Freiheit. Ein Werk kann unterschiedlich klingen. Es gibt nicht die eine, richtige Interpretation. Das tat seinem Perfektionismus, den er an Toscanini so sehr schätzte, allerdings keinen Abbruch. Im Gegenteil: Unerbittlicher Perfektionismus und die freie Suche nach dem rechten Klang, diese beiden Prinzipien wurden fortan zum Markenzeichen Herbert von Karajans, und damit war er wie kaum ein anderer prädestiniert, Richard Strauss zu dirigieren. Denn diese Musik schwingt frei. Andererseits basiert sie auf strengen Ordnungsprinzipien. Strauss war bekannt für seine Coolness. Seine Musik sollte nicht angestrengt klingen. Sie sollte genießbar sein. Und genau das ist sie in den Aufnahmen Herbert von Karajans, der sowohl das Schwebende als auch die präzise Ordnung dieser Musik unnachahmlich zur Geltung bringt.

Hohe Gefühlskunst

Es ist ein wahres Geschenk, diese bahnbrechenden Aufnahmen jetzt in einem Paket serviert zu bekommen. Neu remastered, in allerhöchster Tonqualität, begleitet von einem sorgsam ausgearbeiteten Booklet mit einem eigens für diese Edition verfassten Essay aus der Feder von Karajan-Biograph Richard Osborne, ist diese Veröffentlichung einer der absoluten Höhepunkte des Strauss-Jahres 2014, das übrigens nicht nur den 150. Geburtstag von Richard Strauss markiert, sondern auch den 25. Todestag Herbert von Karajans.

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Aber diese Musik überdauert den Tod. Sie ist ewig, und dank der ausgefeilten Aufnahmetechniken können die Nachgeborenen jetzt teilhaben an dieser großen Kunst. Ob man die wagnerianisch angehauchten Tondichtungen hört ("Also sprach Zarathustra", "Ein Heldenleben" etc.) oder die Konzerte, den "Rosenkavalier" (mit Lisa della Casa!) oder die "Alpensinfonie" (hier bereits digital aufgenommen), Karajan zaubert stets die Klänge aus dem Orchester hervor, die das jeweilige Werk mit Leben füllen. Und dass die hohe Gefühlskunst von Richard Strauss auf unterschiedliche Weise dargeboten werden kann, ohne dabei ihren zwingenden Charakter zu verlieren, das kann man selbst erproben, wenn man sich unterschiedliche Einspielungen ein und desselben Werkes von den Berliner und den Wiener Philharmonikern anhört. Denn auch dies bietet diese exquisite, übrigens limitierte und nummerierte Deluxe-Edition mit Karajan/Strauss.

Meisterwerke der Klassik: Karajan-Essentials

Mit "Classic Karajan - The Essential Collection" legt Deutsche Grammophon eine Sammlung vor, die aus dem enormen Fundus der 50 Jahre umspannenden Aufnahme-Karriere Herbert von Karajans das Allerschönste herauspickt. Das Album besticht durch die Vielfalt der Stimmungen und Genres, die darin ausgebreitet werden. Mit Werken wie dem Prélude aus Strauss’ "Also sprach Zarathustra", dem ersten Satz aus Beethovens 5. Sinfonie oder dem fünften der "Ungarischen Tänze" von Johannes Brahms demonstriert Karajan eindrucksvoll, welch eine überwältigende Kraft und Musizierfreude in seinen Berliner Philharmonikern steckt. Es zahlte sich aus, dass er diesem Ausnahmeorchester so lange die Treue hielt. Die Musiker dankten es ihm mit ihrem unvergleichlichen Klang.

Berühmte Melodien

Neben diesen machtvoll anmutenden Werken finden sich hier aber auch viele einfache, berührende Melodien. In Smetanas sinfonischer Dichtung "Die Moldau" aus dem Zyklus "Mein Vaterland", in Tschaikowskis Ballettsuite aus der ersten Szene von "Schwanensee", aber auch in dem berühmten Adagietto aus Mahlers 5. Sinfonie kommt Karajans poetische Ader zum Vorschein. Er besaß die orientierende Fähigkeit, das Orchester sachte gleiten zu lassen, ohne das Steuer aus der Hand zu geben. Karajan war es wichtig, dem Orchester Räume zu öffnen. Es sollte sich frei entfalten können, und dadurch kommen zarte, verträumte Melodien, die zu viel Zwang nicht ertragen würden, bei Karajan besonders schön zur Geltung.

Internationale Stars

Romantische Sehnsuchtsklänge erhalten immer dann eine besondere Färbung, wenn sie von einem Solisten vorgetragen werden. Wenn Anne-Sophie Mutter zum Beispiel den dritten Satz von Mendelssohns Violinkonzert in e-moll interpretiert, dann hört man die Geige regelrecht singen und ist berührt von so viel persönlichem Ausdruck. Für Sänger wie Plácido Domingo oder José Carreras bildet der persönliche, der hohe emotionale Einsatz das Elixier ihrer Kunst, und es ein Fest, diese beiden Stars auf "Classic Karajan - The Essential Collection" unter der Begleitung der Wiener Philharmoniker Verdi und Puccini singen zu hören.

Best of Klassik

Zusammengenommen ist diese Kompilation, die auch wunderbare Werke von Bach, Vivaldi und Mozart enthält, nicht nur eine Best of Karajan. Sie kann als eine Best of Klassik gelten und gewährt dem Hörer einen unvergesslichen Einblick in die Vielseitigkeit der Dirigierkunst Herbert von Karajans.

Quelle: KlassikAkzente

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05.06.2014 Spaß und gute Unterhaltung in Berlin

GFDK - Redaktion

Das deutsch - russische Fest bietet eine gute Gelegenheit Solitarität mit Russland zu zeigen. Angesichts der Bedrohungen, denen wir alle ausgesetzt sind, könnt ihr gemeinsam mit den russischen Freunden in Berlin feiern.

An drei Tagen vom 6. bis zum 8. Juni 2014 finden zum achten Mal die Russischen-Festtage statt. Das Kulturfest in Berlin (Karlshorst) könnt ihr bei freiem Eintritt unter freiem Himmel feiern und neue Freundschaften schließen.

Die Freunde der Künste wünschen allen Russland Freunden viel Spaß und gute Unterhaltung in Berlin.


2014 - 2015 sind die Deutsch-Russischen Festtage Teil des Jahres der russischen Sprache und Literatur in Deutschland und des Jahres der deutschen Sprache und Literatur in Russland. Das Team hat sich viel vorgenommen: Besuchen Sie den zentral gelegenen Bildungsbereich, es lohnt sich. Tauchen Sie ein in die klassische und moderne Literatur Russlands, lauschen Sie deutschen und russischen Autoren, erleben Sie Theaterstücke auf deutsch und auf russisch!

Die Organisatoren versprechen für die drei Tage ist eine Riesenstimmung und eine garantiert tolle Atmosphäre garantiert. Die Besucher werden wieder viel Freude mit der beliebten Mischung aus Information, Unterhaltung, Literatur, Sport, Attraktionen und Spezialitäten der russischen Küche haben.

Der Vorsitzender der Deutsch-Russische Festtage e.v. Steffen Schwarz sagt:

„Was uns besonders freut, es sind auch russische Autoren aus Moskau angereist: Juri Poljakow wird aus seinem Buch „Lesginka auf dem Richtplatz“ vorlesen, Galina Kulikowa, die meistgelesene Schriftstellerin in Russland mit Millionenauflagen ist mit dabei sowie Sergei Lukjanenko, der durch seine zeitkritischen Werke bekannt geworden ist.

Am kommenden Freitag stehen deutsche Bands auf der Hauptbühne. Dieses Jahr wird Peter Schilling, der seinerzeit hier in Deutschland mit dem "Ohrwurm" Major Tom bekannt wurde, uns in seiner neuen Rolle als Schriftsteller beehren und aus seinem neuesten Werk im „Literaturzelt“ vorlesen.

„Dann wird es ein kleines Podium geben, wo kleinere Theaterstücke auf deutsch und russisch vorgetragen werden. Schwerpunkt wird Puschkin sein, weil wir den 215 jährigen Puschkin-Geburtstag dieses Jahr feiern. Es freut uns besonders, dass die Theaterschaffenden sowohl auf deutsch als auch auf russisch vortragen werden.

Vormittags ist auch ein Programm für die jungen Gäste geplant, während abends die Erwachsenen auf ihre Kosten kommen.

Wirtschaftstreffen

„Das Wirtschaftstreffen dient als eine Art Kontaktbörse für Unternehmen und Unternehmer. Mit dabei sind von kleinen bis mittelständischen Unternehmen auch High-tec Firmen. Das Wirtschaftstreffen wird im größten Technologiepark von Berlin stattfinden, der auch gute Beziehung zum Moskau-Technologiepark unterhält. Was uns sehr freut. Die Veranstaltung verspricht wieder sehr schön zu werden. Das Treffen unter Geschäftsleuten schlägt dann den Bogen zu der anschließenden Eröffnungsveranstaltung der Deutsch-Russischen Tage…“

Deutsch-Russische Festtage e.V.
Vorsitzender: Steffen Schwarz
Friedrichstraße 176-179
D - 10117 Berlin
T: +49-(0)30-20605533
F: +49-(0)30-20605534
Mail: info@remove-this.drf-berlin.de

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05.06.2014 unverwechselbar, vielschichtig

GFDK - ACT

Nur noch die wenigsten jungen Jazzer und Jazzfans kennen Sidney Bechet, einen der Gründerväter des Jazz. Ein unerreichter Stilist des Sopransaxofons, der mit seinen französisch-kreolisch inspirierten Kompositionen die Stiloffenheit im Jazz vorwegnahm.

Vor über zehn Jahren fragte ACT-Inhaber Siggi Loch, dessen Jazzleidenschaft im Alter von 15 Jahren durch ein Bechet-Konzertbesuch ausgelöst wurde, Christof Lauer, ob er sich vorstellen könne, ein Projekt zu realisieren, das den 1897 in New Orleans geborenen Jazz-Pionier in den Mittelpunkt stellt. Loch versprach sich eine neue Sicht auf das frühe Genie von einem, der, vom Free Jazz kommend, aus der Beschäftigung mit Albert Ayler und Stan Getz und der Zusammenarbeit mit der Frankfurter Schule um Albert Mangelsdorff und Heinz Sauer, sowie mit amerikanischen Jazzern und der französischen Avantgarde um Michel Godard und Marc Ducret seine unverwechselbar eigene Klangsprache entwickelt hat.

Allerdings hatte der laut Volker Kriegel „beste Saxofonist, den wir in Europa haben“ nach eigener Erinnerung „zu der Zeit ganz andere Sachen im Kopf“. Der Keim aber war gesät, um nach einiger Zeit zu reifen. Wie es bei Lauer meist gründlicher Überlegung bedarf: Zum Beispiel veröffentlichte er auch erst 1990, mit 37 Jahren, sein schlicht mit seinem Namen betiteltes Debütalbum. Das aber bekam auf Anhieb den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik, was ihm neun Jahre später mit seinem ACT-Debüt „Fragile Network“ erneut gelang. Auch mit Bigband-Musik hatte Lauer nach eigenem Bekunden lange Zeit wenig am Hut, bis er 1993 Mitglied der NDR Bigband wurde, der er bis heute angehört. Der damalige Leiter Dieter Glawischnig, in den Siebzigern Lauers Lehrer in Graz, hatte ihn überzeugt, auch damit, dass sich das Orchester damals zur Solistenband wandelte.

Auf ähnliche Weise hatte sich in jüngster Zeit die Zusammenarbeit mit Rainer Tempel intensiviert, einem von Deutschlands führenden Bigband-Arrangeuren und -Komponisten, der nicht zuletzt auch für die NDR Bigband arbeitet. Mit ihm kam Lauer wieder auf Sidney Bechet zu sprechen, „und ich habe mich mit Siggi Lochs Idee als Bigband-Projekt angefreundet, weil Rainer weiß, wie ich spiele und wie man das umsetzen kann. Und weil er sich immer richtig reinkniet.“

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Was man dem in vier Tagen aufgenommenen Album „Petite Fleur“ anhört. Unverkennbare Bechet Klassiker erscheinen durch Lauers unverwechselbaren Ton und die vielschichtigen Arrangements in völlig neuem Licht. Was mit dem Sopransaxofon anfängt. Denn auch wenn die Meisten Lauer als Tenoristen kennen: „Im HR Jazzensemble habe ich unglaublich viel Sopran gespielt und mich intensiv damit beschäftigt“, berichtet er. Das typische Vibrato Sidney Bechets wird hier also ersetzt durch Lauers intensiven und expressiven Ton, der lange Linien ebenso wie frei um sich kreisende Girlanden ziehen kann. „Es würde keinen Sinn ergeben, Bechet zu kopieren“, erläutert Lauer. „Es geht ja darum, wie sich das in die eigene Welt fügt, welche Energie daraus entsteht."

Und so lebt der Klangkosmos Bechets neu auf, bauen Lauer, Tempel und die NDR Bigband die in den eingängigen und emotionalen Stücken sozusagen zwischen den Zeilen angelegten Kontraste intelligent und tiefsinnig aus. Bei Standards, denen Bechet seine Handschrift verlieh, wie Harry Barris „Wrap Your Troubles In Dreams“ und auch „On The Sunny Side Of The Street“; vor allem aber bei den berühmten eigenen Songs aus der Pariser Zeit, vom Titel-gebenden „Petite Fleur“ über  „Les Oignons“ bis zum magrebhinisch gefärbten „Casbah - Song of the Medina“. Schon zum Einstieg zeigt sich Tempels Meisterschaft, indem er die NDR Bigband in den Straßen Antibes' - „Dans Les Rues D'Antibes“ -, auf die verschiedensten Seitenpfade abzweigen lässt, um sie kunstvoll und durch Lauers Saxofon wieder einzufangen. Und „Si Tu Vois Ma Mere“ ist auch für Lauer der beste Beweis „für die unglaubliche Kraft dieser fast in Vergessenheit geratenen Stücke. Das sind richtige Ohrwürmer und dennoch kunstvoll.“

„Wir hatten viel mehr Titel ausprobiert als auf die CD passen“, berichtet Lauer. Ein eher unerwarteter, Fats Wallers „Honeysuckle Rose“, findet sich dennoch auf dem Album und das hat eine besondere Bewandtnis: „In meinen Anfängen sollte ich das in einem von einem klassischen Professor geleiteten Oldtime-Ensemble spielen. Ich kam zur Probe, spielte es, wie ich es mir einstudiert hatte, erntete missbilligende Blicke und kam kein zweites Mal wieder. Das hat gar nicht funktioniert. Jetzt wollte ich das unbedingt auf meine Art nachholen.“ So ist „Petite Fleur“ der beste Beweis, wie lohnend es immer wieder ist, sich die Tradition wie die eigene Biographie neu zu erobern.

Besetzung

Christof Lauer / soprano & tenor saxophone
Hubert Nuss / piano
Patrice Héral / drums
NDR Bigband conducted by Rainer Tempel

 

 

The ACT Company
Auenstraße 47
80469 München

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05.06.2014 Chanson der Extraklasse

GFDK - Uwe Kerkau

Fredda – so nennt sich Frédérique Dastrevigne nun schon seit ihrem, vor sieben Jahren erschienen, Debütalbum "Toutes Mes Aventures". Davor konnte man sie nur als Background-Sängerin ihres Lebensgefährten Pascal Parisot auf der Bühne bewundern. Sie selbst hat seitdem eine mehr als erstaunliche Entwicklung gemacht. Von den ersten, heute fast unschuldig anmutenden Chanson-Kompositionen, hin zu ihrem Album "L'ancolie" (2012), mit dem sie ihren einen Stil, ihre eigene Klangfarbe und sich selbst als Künstler-Charakter definiert hat.

Mit ihrem neuen Album "Le chant des murmures" geht sie nun noch einen Schritt weiter und bringt die von ihr selbst geschaffene Figur "Fredda" zum Tanzen. Akzentuiert und raffiniert gespielt – sanft, stark und verführerisch gesungen, mit meisterlicher Detailliebe arrangiert. Wie Esmeralda in Hugos Notre-Dame verdrehen Freddas leichtfüßige Chansons die Köpfe der Hörer und führen sie in eine träumerische Welt, deren Murmeln (franz."Murmures") sich in die Hörwände einnisten und verzaubern.

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Neues Album, neues Team heißt es auch dieses Mal. "L'ancolie" war ein Produkt der Kooperation Freddas mit dem Holden-Gitarristen Mocke, für "Le chant des murmures" tat sie sich mit dem jungen Chansonier Sammy Decoster – den sie auf dem SXSW-Festival kennenlernte – und ihrem alten Weggefährten Pascal Parisot zusammen. Chef des Unternehmens ist jedoch Fredda selbst, sie schrieb den Großteil der Songs. Arrangements und Produktion waren dagegen Teamarbeit – und hier erwies sich das Trio als Dreamteam. Mit ihren ausgefeilten Arrangements haben die Drei es geschafft, Freddas Stimme mehr Präsenz zu verleihen als je zuvor. Dazu kommen die pointiert eingesetzten Vocalharmonien, die zusammen mit Parisots Streichersätzen und der Westerngitarre von Sammy Decoster eine cinematische Stimmung entwickeln. Exemplarisch dafür gleich der Opener "Chant de retour". Wie hier langsamer Einstieg, Rhythmuswechsel und hymnischer Refrain eine harmonische Einheit bilden, das ist schon von besonderer Klasse.

Schon auf "L'ancolie" konnte man Freddas Stilsicherheit bewundern, doch dieses Mal geht die Künstlerin auf spielerische Art noch einen Schritt weiter. Wer sie auf ihren zahlreichen Shows in Deutschland bewundern durfte, konnte davon schon eine Ahnung bekommen: das von mexikanischen Traditionen beeinflusste "Calavera" ist das erste Stück Freddas, zu dem man sie auf der Bühne tanzen sah. Die stärkere Betonung rhythmischer Elemente geht jedoch nicht auf Kosten der Songwriter-Qualitäten – vielmehr untermauern sie die melodiöse Vielfalt, die Fredda mit ihrer gesanglichen Ausdrucksstärke perfekt in Szene setzt. Nicht um des Ausdrucks willen, sondern um die Songs in vollem Glanz erstrahlen zu lassen. Der bewusste und behutsame Umgang mit ihrer eigenen Stimme zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album.

Die Songs haben eine erfrischende Leichtigkeit und wirken, als wären sie ihr mühelos aus der Feder geflossen. Doch wie so oft im Pop, steckt viel Streben nach Perfektion hinter diesem Eindruck. Fredda erzählt uns: "Ich hatte Lust, einfach auf die Songs zu vertrauen, das stimmt. Allerdings gibt es nur zwei Songs, die unbearbeitet geblieben sind ("Habitue à moi" und "Le village") – Es gab noch eine zweite Phase des Schreibens, und bis kurz vor den Aufnahmen habe ich sogar noch weiter- und umgeschrieben. Ich habe dieses Album in alle erdenklichen Richtungen gedreht und gewendet und viel daran gearbeitet. Am Anfang waren das nur Prosafragmente, mit denen ich versucht habe Gefühle zu beschreiben."

Die Arbeit hat sich eindeutig gelohnt: "Les chant des murmures" ist ein Album geworden, das gleichermaßen homogen und vielfältig ist. Die unterschiedlichen Rhythmen und Melodien bilden eine Einheit, die man vielleicht mit einem Buch vergleichen kann, wobei die einzelnen Songs für Kapitel stehen, die den Hörer in verschiedene Ecken von Freddas Welt entführen. Auf das treibend-hypnotische "Jardin déserts" mit Moll-Akkorden und Pauken-Akzenten, lässt sie das lockere "Pendent que je me parle" folgen, das kunstvoll ein- und zweistimmigen Gesang changieren lässt. Darauf das dubbige und trickreiche "Le murmure des champs", das schon ein wenig an Manu Chao oder Mathieu Boogaerts erinnert. Bis zur Zugabe "Träume" – eine Coverversion von Françoise Hardy, die dieses Stück ausschließlich auf Deutsch gesungen hat – wechselt die emotionale Stimmung, die Zutaten verändern sich stetig, doch Freddas verführerische und bezaubernde Ausstrahlung verfehlt ihre Wirkung nie.

In ihrer künstlerischen Entwicklung ist Fredda mit "Le chant des murmures" ein ganz wichtiger Schritt gelungen – nämlich ihre Ausdrucksmöglichkeiten mit den verschiedenen Ebenen ihrer Emotionalität zu vereinen. Sie sagt: "Ich glaube damit näher an dem zu sein, was ich liebe und da ich ein Mensch bin, der zugleich fröhlich und melancholisch, sozial und einzelgängerisch ist… war dies ein ganz natürliches Ergebnis." Ein sehr schönes zumal! 

"Le Chant des murmures" erscheint in unserer Ausgabe mit den Übersetzungen der Texte ins Deutsche.



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04.06.2014 Der Kaiser privat

GFDK - Warner Music

Am 30.05 meldete sich der Kaiser des Rock & Roll zurück mit seinem vierten Album.
Es heißt wie der Künstler selbst: BONAPARTE.

Und hier haben wir es fraglos mit dem gelungensten BONAPARTE-Album der Discographie zu tun. BONAPARTE ist eine hoch-energetische, von mexikanischer Küche angefeuerte, scharfe Chili-Platte geworden.

Eine Kalamazoo-Gitarre, ein tierisches Schlagzeug und ein paar Synthesizer-Tupfer aus Nerdywood treiben uns durch wilde Abenteuer mit hochmutiger Garagen-Rock-Rotzigkeit, reumütigen Powerpop-Schulbidung und BONAPARTE-typischem Sprechgesang in der Tradition von Napoleon XIV aus dem brodelnden Unterbewusstsein eines Rock&Roll-Verrückten.

Erzählt werden wahre Geschichten aus demokaiserlichen Rock&Roll-Nähkästchen:

Herausforderungen der Polyamorie ("Two Girls"), die allmorgendliche Lust die ganze Welt verklagen zu müssen ("I wanna sue someone"), es wird auf der Couch gerappt - und zwar mit dem US-amerikanischen Freund und Hip-Hop-Psychologen Tim Fite über ewigen Selbstdarstellungszwang ("Me So Selfie"), man lädt ein zur kaiserlichen Party im eigenen Kopf ("Riot in my head") und warnt vor dem kaiserlichen Haushalt als Ort, in dem trotz einer Armee von Bediensteten auch die meisten Unfälle passieren ("Wash your thighs"). Es gibt einen tollen Surf-Hit, der das ewige Wettrennen der Spermien um unsere Zukunft besingt ("May The Best Sperm Win") und ein Lied über das uns immer wieder beschleichende Gefühl der Fremdheit auf dem eigenen Planeten†("Like an Umlaut in english")

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Der eigentliche Hit des Albums aber ist "Into the wild", ein ehrfürchtiger Knicks auf der Bühne des Lebens, in dem Vergangenheit und Zukunft auf uns alle lauert. Man muss in der Gegenwart nur mutig genug sein, diese Bühne einmal zu betreten. Ein Lied für die Ewigkeit!

Aufgenommen und abgeschmeckt wurde BONAPARTE von Andy Baldwin in New York, wo der Kaiser im letzten Jahr viel Zeit verbrachte, um zurück zu sich und seinen Songs zu finden.

Die Schlagzeug-Spuren hinterließ der geniale Drummer Christopher "Pow Pow" Powell aus Philadelphia.

Zu fast jedem Song hat der Kaiser auf seinen Reisen mit tollen Filmemachern auf der ganzen Welt Bewegbildmaterial aufgenommen, das uns unsere wunderbare wie paradoxe Welt zwischen bright Citylights und Waldbränden zeigt: Sesshaftigkeit sucht man also besser woanders!

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04.06.2014 jetzt als taschenbuch

GFDK - DuMont Buchverlag

1915 kommt ein Zwillingspaar zur Welt, das gegensätzlicher nicht sein könnte: Max und Karl sind zeit ihres Lebens Kontrahenten und bleiben doch eng verbunden.

Als es ihnen im Deutschland der dreißiger Jahre zu eng wird, fliehen sie mit der Prostituierten Ellie nach Frankreich. Als Illegale suchen sie in Paris ihr Glück – und finden das Leben. Zwischen liebeshungrigen Hoteliers und Schach spielenden Buchhändlern, zwischen Mordanschlägen und Affären geraten die drei in einen rasenden Reigen, der sie schwindelig werden lässt. Dass Karl aufbricht, um im Spanischen Bürgerkrieg für eine bessere Welt zu kämpfen, macht die Lage nicht einfacher.

Helmut Kraussers neuer Roman verknüpft meisterhaft die Erschütterungen der 1930er-Jahre mit den turbulenten Lebensläufen dreier Menschen.

Pressestimmen über Helmut Krassers Roman

Beschreibung des Lebens als Folge von Unabwägbarkeiten. BERLINER ZEITUNG

Ein packender, überaus interessanter Streifzug durch das Europa der fiebrigen dreißiger Jahre. KLEINE ZEITUNG EMSTAL

Es ist ein origineller Blick auf die Phase vor dem Zweiten Weltkrieg. [ ] Besonders der Blick auf den Spanischen Bürgerkrieg als Vorläufer des Zweiten Weltkriegs bringt dem Leser viele wenige geläufige Einsichten. Auch verfolgt man gebannt die Schicksale der Hauptfiguren, die nie ganz gut, aber eben auch nie ganz schlecht reden und handeln: Schlichte Schwarz-Weiß-Malerei ist trotz klarer und einfacher Sprache Kraussers Sache nämlich nicht. MAIN ECHO

Krausser erzählt von diesen Jahren mit Freude an kuriosen Wendungen, mit Lust an der Kolportage, durchaus auch mit großer Leichtigkeit und Witz ( ) eine stilistische Parodie und Hommage an die Literatur der Zwanziger- und Dreißiger Jahre. Als Vorlage für einen turbulenten Kostümfilm in den Kulissen des swingenden Berlin und Paris ist das Buch jedenfalls wunderbar geeignet. SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

Ein unterhaltsames Buch, geschrieben voller Witz und Leichtigkeit. Die Stärke des Romans ist sein Humor, die Beschreibung des Lebens als Folge von Unabwägbarkeiten. SCHWERINER VOLKSZEITUNG

Ein lebendiges, mitreißendes Panorama der 20-er und 30-er Jahre. Ein sprachlicher und intellektueller Genuss! MDR DREI LÄNDER NACHT

Wie Krausser die komplizierten menschlichen und sexuellen Verhältnisse und Winkelzüge seiner Protagonisten schildert, zeugt von großer psychologisch-analytischer Einsicht. BR DIWAN

 

Über Helmut Krasser

Helmut Krausser, geboren 1964, lebt in Berlin. Bei DuMont erschienen neben dem Gedichtband ›Plasma‹ (2007) die Romane ›Eros‹ (2006), ›Die kleinen Gärten des Maestro Puccini‹ (2008), ›Einsamkeit und Sex und Mitleid‹ (2009) ›Die letzten schönen Tage‹ (2011) und ›NIcht ganz schlechte Menschen‹ (2012) sowie die Tagebücher ›Substanz‹ (2010) und ›Deutschlandreisen‹ (2014) und der Kriminalroman ›Aussortiert‹ (DuMont Taschenbuch 2011). Seine Romane ›Der große Bagarozy‹ und ›Fette Welt‹ wurden fürs Kino verfilmt.

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