Nachrichten aus der großen weiten Welt

29.07.2014 Erhältlich ab 8. August 2014

GFDK - Peter Göbel

Hieße sie nicht tatsächlich so, wäre es der perfekte Künstlername: „Ravn“ bedeutet auf Norwegisch Rabe und wurde zum internationalen Verständnis nur um ein „e“ ergänzt. Das ergibt Sinn, denn international geht es bei Marion Raven schon zu, seit sie neun Jahre alt ist und mit Freundin Marit Larsen den ersten Plattenvertrag bekommt.

Sie nehmen Kinderlieder auf, werden für einen Grammy nominiert und verkaufen als „M2M“ insgesamt zwei Millionen Tonträger in den USA, Südamerika, Asien und Skandinavien. – So klingt die Biografie eines veritablen Kinderstars. Wie verliert man als Tochter eines Lehrers und einer Sozialarbeiterin dabei nicht die Bodenhaftung? »Zwischen 14 und 18 war ich eigentlich nur zu Weihnachten zuhause. Zum Glück habe ich ein stabiles Umfeld und mein Vater hat mich auf Reisen immer begleitet. Ohne die Unterstützung meiner Familie hätte ich diese unglaublichen Eindrücke zu einem so frühen Zeitpunkt vielleicht nicht so gut verkraftet.«

Marion hat also ein festes Fundament als sie schließlich nach New York zieht und 2005 ihr erstes Solo-Album „Here I Am“ veröffentlicht. Die Platte steigt in ihrer Heimat souverän in die Top 5 der Charts ein und steht mit der Single „Break You“ in Japan wochenlang auf Platz 1. Im Jahr darauf arbeitet sie mit Musiklegende Desmond Child an neuen Songs, als er sie Meat Loaf vorstellt. Der Superstar ist auf der Suche nach einer Duettpartnerin und begeistert von der jungen Künstlerin. Nach den Aufnahmen zur späteren Hitsingle „It’s All Coming Back to Me Now“ legt Marion ihre Karriere auf Eis, um Meat Loaf auf seiner Tour zu begleiten. Mit zarten 22 eröffnet sie ein halbes Jahr lang vor bis zu 15.000 Zuschauern seine Shows im Vorprogramm und ist quasi ein ‚Stadion-Profi’ als sie 2007 mit P!nk in Deutschland tourt. Dennoch packt sie in der bisweilen oberflächlichen US-Metropole irgendwann das Heimweh und als sich 2010 TV-Produzenten melden, um sie als Jurorin für die lokale Edition von „X Factor“ zu gewinnen, sagt sie kurzentschlossen zu und kehrt nach Norwegen zurück.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Der richtige Schritt. In den nächsten Jahren legt Marion nicht nur eine erstaunliche Fernsehkarriere hin, sondern findet im vertrauten Umfeld auch ihren inneren Frieden wieder. Sie ergreift die Chance, sich ins Gedächtnis zu rufen, warum sie Musikerin wurde: »Ich hatte mich eine Weile lang zu viel mit den Business-Aspekten der Musik beschäftigt und in Oslo endlich den Freiraum, meinen eigenen Sound zu entdecken.« Und der stellt sich als eine wohltuend organische Spielart des Pop heraus, die das Songwriting der 60er und 70er Jahre zelebriert und es mit authentischer Instrumentierung und viel Gefühl leichtfüßig in die Moderne übersetzt. Acht Jahre nach ihrem Solo-Debüt entsteht so Marion Ravens sehr persönliches zweites AlbumSongs from a Blackbird“.

»Es ist schwierig, einzelne Songs herauszustellen, sie sind ja alle meine ‚Babys’. Aber auf dieser, speziell für Deutschland zusammengestellten Version des Albums, nimmt die erste Single „The Minute“ eine Sonderstellung ein. Sie handelt vom ‚perfekten Moment’ und ist für mich so etwas wie ein ‚perfekter Popsong’. In „Home“ geht es um zutiefst empfundenes Heimweh – ein Gefühl, das ich definitiv erlebt habe und auch „Never Leave Me“ erzählt von einer Sehnsucht, die in meinem Leben eine große Rolle gespielt hat.« Auch wenn sie ein paar der Geheimnisse hinter den Songs für sich behalten möchte, verrät Marion was sie inspiriert: »Wenn mir etwas Bewegendes passiert oder mich ein Buch oder ein Film sehr berühren, halte ich das sofort mit meinem Telefon fest oder setze mich ans Klavier, das mich begleitet seit ich acht bin. Live spiele ich mittlerweile beides: Klavier und Gitarre.«

Songs from a Blackbird“ ist das faszinierende Album einer jungen Musikerin mit einer alten Songwriter-Seele, die seit über 20 Jahren im Geschäft ist. „Songs from a Blackbird“, das nach ihrer selbst designten Gitarre benannt ist, ist aber auch das aufrichtige, unaufgeregte Werk einer hochbegabten Künstlerin, die über die großen Bühnen dieser Welt zu sich selbst gefunden hat. „Songs from a Blackbird“ kommt am 8. August 2014.

 

»And in the minute you let go, well, that’s the minute you will know –

you will find you’re nothing like before, you rather die, then let it go.«

 

 

PRESSE PETER

Peter Goebel

M: goebel@presse-peter.de

W: www.presse-peter.de

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29.07.2014 vorbild

GFDK - Ullstein

Frauen, die mit ihren Büchern eine herausfordernde Haltung einnehmen, sorgen immer noch für Aufsehen. Ob sie traditionelle Werte in Frage stellen oder kalkuliert provozieren: Mutige, unangepasste Autorinnen bringen uns zum Nachdenken, Lachen und Weinen.

Sheryl Sandberg ist als COO von Facebook eine der einflussreichsten Frauen weltweit. In Lean in rät sie Frauen dazu, sich reinzuhängen – in allen Lebenslagen.

Sandberg gehört zu den Superstars der Internetbranche

Frankfurter Allgemeine Zeitung

In Deutschland sitzen in den Vorständen der 100 umsatzstärksten Firmen gerade einmal 3 Prozent Frauen. International sieht es nicht viel besser aus. Sheryl Sandberg aber ist ganz oben angekommen. Sie ist Geschäftsführerin von Facebook und gehörte davor zur Führungsmannschaft bei Google. Außerdem erzieht sie zusammen mit ihrem Mann Dave zwei Kleinkinder.

Top-Managerin Sheryl Sandberg

Sheryl Sandberg ist eine der wenigen sichtbaren Top-Managerinnen weltweit und ein Vorbild für Generationen von Frauen. In ihrem Buch widmet sie sich ihrem Herzensthema: Wie können mehr Frauen in anspruchsvollen Jobs an die Spitze gelangen? Sie beschreibt äußere und innere Barrieren, die Frauen den Aufstieg verwehren. Anhand von unzähligen Beispielen und Studien zeigt Sandberg, wie jede Frau ihre Ziele erreichen kann und welche Kleinigkeiten dem Erfolg manchmal im Wege stehen.

christine.heinrich@ullstein-buchverlage.de


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29.07.2014 Einfühlsame Neueinspielung

GFDK - Hasko Witte

Johannes Brahms (1833–1897) gilt als einer der bedeutendsten europäischen Komponisten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Große Teile seiner Orchesterwerke, seiner Klaviermusik und seiner Kammermusik gehören heute zum vielfach aufgenommenen und aufgeführten Kernrepertoire der Romantik.

Nach der von der Kritik allenthalben hochgelobten Gesamtaufnahme der Violinsonaten Beethovens (Brilliant Classics 94310), hat das ungarische Duo Kristóf Baráti und Klára Würtz für die vorliegende CD die drei Sonaten in G-Dur op. 78 (1878/9), A-Dur op. 100 (1886) und d-Moll op. 108 (1878–87) von Johannes Brahms aufgenommen. Wie so oft bei der Kammermusik Brahms', scheinen sie das Innerste des Gemütszustandes des Hamburger Komponisten abzubilden: Zurückhaltung und Empfindsamkeit, Hoffnung und Trauer, Poesie und Leidenschaft stecken in diesen Sonaten.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Baráti und Würtz spielen technisch souverän und mit bemerkenswertem Einfühlungsvermögen in die Brahms'sche Romantik. Die Aufnahmen entstanden im August 2013 im Kodály Centre in Pécs (Ungarn) und waren bisher lediglich als Teil der „Brahms Complete Edition“ (94860) erhältlich. Sie liegen nun erstmals separat als Einzel-CD vor. Das Booklet enthält Anmerkungen zu den Werken sowie Künstlerbiografien.

Johannes Brahms (1833–1897)
Violin Sonatas
KRISTÓF BARÁTI, Violine
KLÁRA WÜRTZ, Piano

Album-Veröffentlichung: 29.08.2014

 

 

Edel:Kultur
Hasko Witte - Promotion
Neumühlen 17
22763 Hamburg
hasko.witte@edel.com

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28.07.2014 Dance-Musik und Hip Hop

GFDK - Julia Stephan

Mit gerade einmal 21 Jahren gilt VIC MENSA in den USA als einer der nächsten ganz Großen, belegte bereits die Spitzenposition der Hype-Machine-Charts und läuft auch im Radio auf Heavy Rotation.

Seine Debütsingle "Down On My Luck" erscheint am 22. August endlich auch bei uns in Deutschland.
Der Track ist ein elektronischer Banger versehen mit Rap Parts und zeigt, wie nah Dance-Musik und Hip Hop in den vergangenen Jahren zueinander gefunden haben.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Und das kommt nicht von irgendwoher: Die Single entstand auf der gemeinsamen Tour von Vic Mensa zusammen mit DISCLOSURE. Zuvor arbeitete er bereits an deren Hit "When A Fire Starts To Burn" als Vocal-Gast mit.

Noch in diesem Jahr soll seine erste EP "Street Lights" folgen.

 

 

Julia Stephan
julia@agenturvonwelt.com

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28.07.2014 intensiv

GFDK - teNeues

Versucht man, Michael von Hassels fotografischen Ansatz zu erklären, so klingt das zunächst paradox: Indem er die Realität verfremdet darstellt, ihr beispielsweise eine radikal intensive Farbigkeit verleiht, schärft er unseren Blick für die Wirklichkeit.

Dieser Hyperrealismus funktioniert auf erstaunliche Weise: Wenn der in München geborene Fotograf ein leeres Oktoberfestzelt, ein Bergpanorama oder eine Straßenszene aus der Großstadt auf neuartige Weise festhält, dann entdecken wir Details, die uns bei normaler Betrachtung entgehen. So verschafft Michael von Hassel seinem Publikum eine neue Sicht auf die Welt und sichert sich selbst einen festen Platz im internationalen Ausstellungsbetrieb.

Fotokunst

Darüber hinaus verfügt der Fotograf, der 2009 auf der Hot Art Fair Basel als bester zeitgenössischer Künstler ausgezeichnet wurde, über einen festen Stamm begeisterter Sammler. Für die steht neben der unverwechselbaren Herangehensweise des Fotokünstlers eine Qualität seiner Bilder besonders im Vordergrund: Sie sind einfach unwiderstehlich schön. Im großzügigen Format entfalten Michael von Hassels faszinierende Werke ihre ganze Intensität

Mit Texten von Mon Muellerschoen, Andrew J. West, Kai Diekmann, Joko Winterscheidt, Markus Lüpertz, Claudius Seidl, Rolf Sachs, Sebastian Fitzek, Dorothee Gräfin von Posadowsky, Billur Tansel, Dr. Florian Langenscheidt, Michael Michalsky, Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe, Dr. Birgit Schneider-Bönninger, Frank Elstner, Anke Degenhard und Florentine Rosemeyer

Michael von Hassel - Collector´s Edition

Das vielversprechende Erstlingswerk dieses talentierten Fotografen ist ebenso als limitierte Collector's Edition erhältlich - Limitierte Auflage von 100 Exemplaren. Der handgefertigte transparente Schuber enthält einen von zwei signierten und nummerierten Prints in einem Portfolio

Subskriptionspreis bis zum 31. Dezember 2014: 1.750 EUR, danach kostet der Titel 2.000 EUR

arehn@teneues.de

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28.07.2014 Tiefe Verbundenheit

GFDK - KlassikAkzente

Die langjährige Zusammenarbeit zwischen Lorin Maazel und den Wiener Philharmoniker wurde durch den Tod des Dirigenten jäh beendet. Im Gedenken an den Dirigenten veröffentlicht Decca die Edition "Lorin Maazel in Wien" mit Aufnahmen aus den 1960er Jahren.

Er hat in seiner langen Laufbahn viele bedeutende Ehrungen erhalten, darunter das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern, die Aufnahme in die französische Ehrenlegion und der Verdienstorden der Italienischen Republik. Doch keine hat dem Dirigenten Lorin Maazel nach eigenem Bekunden so viel bedeutet wie die Ehrenmitgliedschaft auf Lebenszeit, die ihm 2002 von den Wiener Philharmonikern verliehen wurde.

Immer zur Stelle

Wie innig Maazels Zuneigung zu diesem Orchester war, zeigt ein Blick in die Geschichte der 52 Jahre währenden Zusammenarbeit zwischen dem am 13. Juli 2014 verstorbenen Dirigenten und den Wiener Philharmonikern. Immer wieder ist der Lorin Maazel, der 1962 als Einspringer für Herbert von Karajan zum ersten Mal am Pult der Wiener stand, zur Stelle gewesen, wenn man ihn um Hilfe bat.

Er eilte im Dezember 1982 nach der legendären Probenflucht Carlos Kleibers ("Bin ins Blaue gefahren") aus Paris herbei, sprang für Claudio Abbado erstmals im März 1991 an der Carnegie Hall in einer Aufführung von Strauss' "Elektra" und abermals im August 2000 in der Salzburger Produktion von Wagners "Tristan und Isolde" ein und vertrat zuletzt im März 2014 Daniele Gatti bei drei Konzerten mit Schuberts "Unvollendeter" und Mahlers 4. Symphonie in den USA.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Als es 1996 zum Bruch der Wiener Philharmoniker mit den Salzburger Festspielen zu kommen drohte – aufgrund eines von heftigen medialen Attacken begleiteten Konflikts mit Intendant Gerard Mortier – war Lorin Maazel ebenfalls zur Stelle. Er zeigte Flagge, machte sein künftiges Auftreten bei den Festspielen vom Verbleib des Orchesters abhängig. Bald darauf beruhigte sich die Lage und die Wiener Philharmoniker verlängerten ihren Vertrag mit Salzburg.

Das weltberühmte Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker hat Lorin Maazel häufiger als jeder andere nicht in Österreich geborene Dirigent geleitet, insgesamt elf Mal, zuerst 1980, nach einer krankheitsbedingten Absage Willi Boskovskys.

Sonderedition mit frühen Aufnahmen

In der Edition "Lorin Maazel in Wien" veröffentlicht Decca nun frühe Aufnahmen dieser besonderen künstlerischen Partnerschaft. Die 9CD-Box beinhaltet zwei vollständige Zyklen der Symphonien von Tschaikowski und Sibelius sowie zwei Orchesterwerke von Richard Strauss ("Tod und Verklärung" und "Don Juan"). Alle Aufnahmen wurden in den 1960er Jahren unter der Leitung der bedeutenden Produzenten Erik Smith und John Culshaw gemacht.

Glanzlicht dieser Zusammenstellung ist der Sibelius-Zyklus der Wiener Philharmoniker unter Lorin Maazel. Diese Gesamteinspielung gilt bis heute als Referenz. "Wie konnte ein junger amerikanischer Dirigent die knorrigen und rätselhaften Symphonien von Sibelius mit solch überwältigendem Einfühlungsvermögen und Verständnis interpretieren? Und wie konnte das größte mitteleuropäische Orchester die merkwürdig instrumentierten und sonderbar gefärbten Symphonien von Sibelius mit solch leuchtender Schönheit und bedrohlich-kraftvollem Klang spielen?", fragt der Musikritiker James Leonard? Lorin Maazel und die Wiener Philharmoniker – das muss Liebe gewesen sein.

Quelle: KlassikAkzente

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27.07.2014 angenehme Melancholie

GFDK - Rough Trade

Das kanadische Fuzz-Pop Quintett Alvvays verkündet den Release ihres selbstbetitelten Debütalbums über Transgressive Records.

Produziert und gemixt wurde das Erstlingswerk von Chad Vangaalen, Holy Fucks Graham Walsh und John Agnello (Sonic Youth, Dinosaur Jr., Kurt Vile).

Liebliche, sonnenverwöhnte Melodien zeigen hier die Leichtigkeit des Seins auf und doch ruht eine angenehme melancholische Schwere auf den Songs, die vor allem auf dem Songwriting der Band basiert.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Alvvays sind Molly Rankin (lead vocals/guitar), Kerri Maclellan (keys/vocals), Alec O'Hanley (guitar), Brian Murphy (bass) und Phil MacIsaac (drums).

 

 

Rough Trade Distribution GmbH
Mathias-Brüggen-Str. 85
D-50829 Köln
Germany

info@roughtrade.de

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27.07.2014 Schwungvolle Noblesse

GFDK - KlassikAkzente

Er ist der neue Jungstar am Pianistenhimmel. Jetzt erscheint das neue Album des Frühvollendeten mit Tschaikowskis Klavierkonzert in b-Moll. Kongenial begleitet wird Ingolf Wunder dabei von den St. Petersburger Philharmonikern unter Vladimir Ashkenazy.

Erst im Alter von 14 Jahren entdeckte er das Klavier für sich. Aber es dauerte nicht lange, bis er spürte, wie sehr ihm das Instrument liegt. Nur wenige Jahre, nachdem er mit dem Klavierspiel begonnen hatte, trat er bereits in Paris auf. Das war am Théâtre des Champs-Elysées, und der 17-Jährige spielte unter Begleitung des Orchestre National de France das Klavierkonzert Nr. 3 von Sergej Prokofjew, eines der schwersten Werke der Klavierliteratur. Die Kritik war begeistert. Der begnadete Österreicher wurde gefeiert wie ein junger Gott.  

Denkwürdiger Auftritt

Seitdem sind ein paar Jahre ins Land gezogen, und Ingolf Wunder machte in der Zwischenzeit abermals von sich reden: 2010 gewann er beim Chopin-Wettbewerb in Warschau den zweiten Preis. Sein Auftritt in Warschau war furios. Mit seiner Interpretation von Chopins Klavierkonzert in e-Moll stellte Wunder eindrucksvoll unter Beweis, dass er einen privilegierten Zugang zum romantischen Repertoire hat. Er liebkoste das Klavier regelrecht, griff aber auch kräftig zu, und entlockte dem Instrument so bedrückend schöne, sehnsüchtige Töne. Seit 2011 steht er als Exklusivkünstler bei der Deutschen Grammophon unter Vertrag, und er hat sein Spiel in den letzten Jahren Schritt für Schritt vervollkommnet.

Poetische Reifung

Ingolf Wunder lobt, dass sein Stammlabel keinen Druck auf ihn ausübt. Er schätzt es, konzentriert zu arbeiten und sich Zeit zu nehmen. Dies schließt für ihn ein, sich auch außermusikalischen Dingen zu widmen, die Sinne zu schärfen und den Geist zu schulen. Während der Aufnahmen in St. Petersburg, die jetzt auf dem neuen Album zu hören sind, gönnte er sich neben dem Fotoshooting und den Presseterminen auch Zeit für sich selbst. Er schlenderte durch die prächtige Stadt und ließ sich von ihrer glänzenden Architektur begeistern. Dabei dachte er daran, dass auch Tschaikowski diese Luft schon geatmet hatte, und das motivierte ihn zusätzlich, das kulturelle Klima dieser Stadt in sich aufzunehmen. Diese Fähigkeit zur Hingabe an außermusikalische Dinge wirkt sich auch auf sein Klavierspiel aus, das in den letzten Jahren reifer, ausgewogener, atmosphärisch dichter geworden ist, und so erleben wir auf seinem neuen Album die Geburt eines poetisch Frühvollendeten.  

Schwungvolle Noblesse

Seine ungestüme Leidenschaft, mit der er früher sein Publikum begeisterte, hat sich dabei keinesfalls verflüchtigt. Sie wird jetzt aber mit feinsten Fäden einer lyrischen Empfindsamkeit zusammengehalten, und das kommt der Interpretation von Tschaikowskis prachtvollem Klavierkonzert in besonderer Weise zu Gute. Die gewaltigen Akkorde des Werkes erklingen bei Wunder kristallklar, die melodiöse Lyrik Tschaikowskis erfasst der junge Pianist mit zärtlicher Akkuratesse und der feierliche Ton des Russen überschreitet bei ihm nie die Grenze zum Kitsch. So klassisch, in so vollendeter Brillanz hat man Tschaikowskis Klavierkonzert in b-Moll selten gehört, und selbiges kann man ohne Einschränkung auch für das ebenso forsch voranschreitende wie melancholisch verträumte Klavierkonzert in e-Moll von Frédéric Chopin sagen. Ingolf Wunder spielt das Konzert, als ginge er auf eine verträumte Reise, und Vladimir Ashkenazy begleitet diesen poetischen Ausflug mit den St. Petersburger Philharmonikern in väterlich sanfter Manier. Das Resultat ist hinreißend.

 

Quelle: KlassikAkzente

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26.07.2014 Aufgefrischt

GFDK - Indigo

Lange hatte man nichts mehr von Spoon gehört.

Vier Jahre nach dem Erscheinen von "Transference" (2010, Platz zwei der US-Billboard-Charts) meldet sich die Indie-Rock-Band aus Austin mit ihrem achten Album zurück.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

"They Want My Soul" erscheint in den USA auf Loma Vista, dem Label des ehemaligen Warner-Chefs Tom Whalley, und wird in Europa via Anti angeboten. Der vorab veröffentlichte Track "Rent I Pay" verspricht ein vertrautes, aber merkbar aufgefrischtes Wiederhören mit der 1994 gegründeten Band. Die LP-Version erscheint mit einer CD.

 

 

Indigo Musikproduktion + Vertrieb GmbH
Schlachthofstr. 36 a
D-21079 Hamburg
mail (at) indigo.de

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26.07.2014 Barock bis Klassik

GFDK - Sony Classical

Nils Mönkemeyers Begeisterung für die spanische Barockmusik geht auf das Jahr 2006 zurück. Damals trat der deutsche Bratscher und Echo Klassik-Preisträger an der Madrider Musikhochschule „Escuela Superior de Musica Reina Sofia“ eine Assistenzprofessur an. Bei der Vorbereitung für das Antrittskonzert lernte er den Reichtum der spanischen Musik kennen, die sich immer wieder der Tanz- und Volksmusik bediente.

Für sein Album „Barroco Español“ hat Mönkemeyer seine Lieblingsstücke spanischer Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts ausgewählt. „Besonders gefällt mir an der spanischen Epoche zwischen Barock und Klassik die Suche nach neuen Formen und die Vermischung von Stilelementen“, so Nils Mönkemeyer. „Kein anderes Land hat eine solche Symbiose aus Unterhaltung und Ernst geschaffen.“

Tatsächlich begegnet man in den Werken typisch spanischen Rhythmen. Antonio Solers berühmter „Fandango“ ist vom Flamenco inspiriert. Ebenfalls spanische Tänze wie den „Seguidilla“ und den „Canarios“ verarbeiteten Gasparo Sanz (1640-1710), Santiago de Murcia (1682-1732) und Jose de Nebra (1702-1768) in ihren Stücken, die Nils Mönkemeyer für sein Instrument bearbeitet hat.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Nils Mönkemeyer ergänzt sein Programm mit drei italienischen Komponisten, die erst in Spanien eine große Laufbahn einschlugen. Dazu gehört der Geiger Gaetano Brunetti (1744-1798), der Violinlehrer und Musikmeister der königlichen Familie war und als „spanischer Mozart“ bezeichnet wurde. Die von Mönkemeyer entdeckte dreisätzige Sonate verbindet Virtuosität mit galanten und folkloristischen Zügen. Vom Italiener Domenico Scarlatti (1685-1757), der sich 1733 in Sevilla niederließ, interpretiert Nils Mönkemeyer eine seiner weltberühmten Cembalo-Sonaten. Von Luigi Boccherini (1743-1805), der von 1768 bis zu seinem Tod in Spanien wirkte, spielt Mönkemeyer mit seinen Musikerfreunden nicht nur dessen bekanntes „Menuett“ aus dem Streichquintett op. 11 Nr. 5, sondern auch die Nachtmusik „Musica Notturna delle Strade di Madrid”, in der Boccherini effektvoll das nächtliche Leben in den Straßen Madrids einfing.

Begleitet wird Nils Mönkemeyer bei der Aufnahme von Sabine Erdmann (Cembalo), Klaus-Dieter Brandt (Violoncello), Andreas Arend (spanische Gitarre, Theorbe), Anja Herrmann (Percussion) und Thomas Zscherpe (Kontrabass).

 

 

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