Nachrichten aus der großen weiten Welt

11.07.2014 Vokale Wellnesskur

GFDK - KlassikAkzente

Mit seinem Decca-Debüt "Eventide" stellt das britische Ensemble meisterhaft unter Beweis, dass die menschliche Stimme die Königin der Instrumente ist.

Acht Stimmen und 16 Tracks mit wunderbarer Musik. Mehr braucht man nicht, um sich augenblicklich in eine andere Welt entführen zu lassen. Der durchweg vibratofreie und ausbalancierte Gesang des britischen Ensembles "Voces8" kreiert so eine überirdisch schöne Atmosphäre, dass man den Alltagsstress vergisst und innerlich sofort zur Ruhe kommt. Durchwebt mit eingängigen Melodien für Cello, Harfe und Saxophon solo ist dieses Debütalbum zu einer Wellnesskur für die Sinne geraten, das die Herzen der Liebhaber von Vokalmusik höher schlagen lassen wird.

Großbritanniens goldene Stimmbänder

Sechs Männer und zwei Frauen gehören diesem besonderen Ensemble an - alle haben von Kindesbeinen an stimmliche Erfahrungen in den renommiertesten Chören Großbritanniens gesammelt. Schließlich entstand der Wunsch, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen – mit einem kleinen Ensemble, in dem der Klang der Stimmen sich ganz pur entfalten kann und die Programmauswahl von den Musikern selbst handverlesen wird. Dass sich das gelohnt hat, verrät das beeindruckende Ergebnis mit dem Debütalbum "Eventide". Alle Titel wirken, als wären sie dem Ensemble auf den Leib komponiert worden. Die Werke wurden von dem britischen Komponisten Jim Clements ausgezeichnet detailreich arrangiert und setzen die jeweiligen Stärken der einzelnen Stimmen ausdrucksvoll in Szene.

Vielseitige Stimmwunder

Spezialisiert auf klassische Choralmusik, präsentiert das Ensemble eine Auswahl, die sich von polyphoner Renaissancemusik bis hin zu Jazz- und Pop-Arrangements erstreckt. Darüber hinaus interpretieren die acht Stimmakrobaten auch Auftragskompositionen zeitgenössischer Komponisten wie Ola Gjeilo, Roxanna Panufnik, Alexander Levine oder Ben Parry. Die musikalische Leidenschaft der acht Sänger, die spürbar in ihrem Album steckt, geben die jungen Künstler auch gerne an Kinder und Jugendliche weiter. Sie verstehen sich als musikalische Botschafter und sind in Großbritannien federführende Pioniere in Sachen hochwertige Musikvermittlung. In Workshops und Schulprogrammen geben sie ihre Begeisterung für das Singen weiter.

"Eventide" - Wohlklingende Abendstimmung

Das erfolgreiche Ensemble zeigt mit ganz unterschiedlichen Werken 1001 Facetten seines Könnens - von mittelalterlichen Gesängen bis zu modernen Kompositionen von Eric Whitacre und John Williams. Die renommierten amerikanischen Komponisten dürfen auf dem Debütalbum natürlich nicht fehlen. In Eric Whitacres Schlaflied "Seal Lullaby", werden die acht Stimmen von einer Harfe begleitet, John Williams’ "Hymn to the Fallen" bezaubert mit wunderschönem klaren Klang. Die hellen Sopranstimmen heben sich so engelsgleich von der warmen Fläche der Tenor- und Baritonstimmen ab, dass man sich genussvoll in die Harmonien fallen lassen kann. Genauso verzückt lässt es sich in die harmonische Klangwelt von "Te Lucis Ante Terminum” eintauchen. Der Brite Thomas Tallis komponierte zwar bereits im 16. Jahrhundert, aber die zeitlose Schönheit seiner Musik ist ein weiteres kostbares Mosaiksteinchen auf diesem besonderen Album, das sich organisch einfügt. Klanglich spannt Tallis einen faszinierenden Bogen zu "Second Eve”, dem zeitgenössischen Werk des jungen norwegischen Komponisten Ola Gjeilo, in dem die Stimmen so zauberhaft strahlen, wie Nordlichter am norwegischen Abendhimmel. Meisterhafte Komponisten wie Benjamin Britten und Anton Bruckner ergänzen mit ihren Werken den stimmlichen Reigen der Spitzenklasse. Verbindet man Bruckner ansonsten vor allem mit sinfonischen Klanggewalten, so kann man seine Musik mit dem Graduale "Os iusti” in dieser intimen Besetzung mal ganz neu erleben.

"Eventide" heißt soviel wie "Abendzeit". Mit Voces8 kommt man am Ende eines langen Tages zur Ruhe oder kann zwischendurch mal dem Alltagstrubel entrinnen. Die Musik auf diesem Debütalbum ist musikalischer Balsam für die Seele.

Quelle: KlassikAkzente

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11.07.2014 Mit Special Guests

GFDK - Sony Music

Gerade einmal neun Monate nach ihrem hochgelobten, elften Studioalbum "Rewind The Film", das sich in den Top 5 der UK Charts platzierte, veröffentlichen die Manic Street Preachers mit "Futurology" am 4. Juli 2014 bereits einen brandneuen Longplayer. Die Aufnahmen der dreizehn Songs fanden abermals  in den Berliner Hansa-Studios und dem Band-eigenen Faster-Studio in Cardiff statt, die Produktion übernahmen (neben der Band) Loz Williams und Alex Silva ("The Holy Bible"), Craig Silvey war für den Mix zuständig. Nachdem das Trio mit dem Vorgängeralbum im vergangenen Jahr ein vergleichweise ruhiges Werk vorgelegt hatte, zeigen sich die Manic Street Preachers auf "Futurology" wieder von ihrer heftigeren und zornigeren Seite.

Als erste Single wurde der Song "Walk Me To The Bridge" ausgekoppelt, der unleugbar unter europäischen Einfluss steht. "Die Leute sind irgendwie der Meinung, dass der Song viele Hinweise auf Richey [Edwards] enthält, doch darum geht es überhaupt nicht", erklärte Nicky Wire in einem Interview mit John Doran (The Quietus). "Es handelt von der Øresund Bridge, die Schweden und Dänemark miteinander verbindet. Vor langer Zeit, als wir einmal die Brücke überquerten, wurde ich schwach und dachte darüber nach, die Band zu verlassen. Das Stück handelt von der Idee, dass dir Brücken eine außerkörperliche Erfahrung bescheren können, wenn man einen Ort verlässt und an einem anderen ankommt." James Dean Bradfield beschreibt den Song als einen "emotionalen, europäischen Autofahrsong mit frühen Simple Minds-Synths und 'Heroes'-eskem Ebow-Gitarren-Solo."

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Für die Songs auf "Futurology" ließ sich die Band von ihren Reisen quer durch Europa, vom Pioniergeist der Modernisten des frühen 20. Jahrhunderts sowie Krautrock und New Pop inspirieren. "Während unserer letzten Europa-Tour haben wir die Idee aufgegriffen, auf Autobahnen zu fahren und dabei Platten von Kraftwerk, Neu!, Andy Weatherall, Popul Vuh und Cabaret Voltaire zu hören. Die Vorstellung, auf diesen endlosen, futuristischen Straßen zu sein, die gleichzeitig von diesen uralten Wäldern umgeben sind, das ist ein magischen Gefühl und lässt in deinem Kopf Soundtracks entstehen, während du durch diese Landschaft reist."

Auf dem Album finden sich mehrere Special Guests, darunter Scritti Politti-Mastermind Green Gartside, der mit James Dean Bradfield im Duett den Song "Between the Clock and the Bed" singt, der vom gleichnamigen Edvard Munch-Gemälde inspiriert wurde. Der deutsche Filmstar Nina Hoss ("Elementarteilchen", "Barbara") ist auf " Europa Geht Durch Mich" zu hören - der stampfende Discopunk-Track wurde von den Fans bereits auf der zurückliegenden Konzertreise frenetisch gefeiert. Des weiteren holten sich die Band die Sängerin, Songwriter und Harfenistin Georgia Ruth (Preisträgerin des Welsh Music Prize 2013), Super Furry Animals-Keyboarder Cian Ciarán und die Sängerin und Songwriterin Cate Le Bon plus ihren Gitarristen H. Hawkline ins Studio. Cate hatte bereits an dem Song "4 Lonely Roads" auf dem Vorgängeralbum mitgewirkt und die Manic Street Preachers bei diversen Konzertreisen als Support begleitet. Das "Futurology"-Artwork stammt von der deutschen Künstlerin Catrine Val, auf die die Band durch ihr Buch "Feminist" aufmerksam wurde.

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10.07.2014 Schriftstellerleben

GFDK - HINSTORFF Verlag

John Brinckman wurde am 3. Juli 1814 in Rostock geboren. Anlässlich seines 200. Geburtstages erscheint im Hinstorff Verlag in dieser Woche erstmals eine Bildbiografie, die das norddeutsche Schriftstellerleben im 19. Jahrhundert umfangreich und mit neuen Erkenntnissen darstellt.

Vier Kapitel mit kurzen Überblickstexten und einer Fülle kommentierter Abbildungen zeichnen John Brinckmans Werdegang nach: ausgehend von seiner Geburtsstadt Rostock über einen mehrjährigen Amerikaaufenthalt und die Stationen Rey, Dobbertin, Goldberg bis hin zu seiner letzten und wichtigsten Wirkungsstätte als Lehrer in Güstrow. Von Güstrow aus kam sein literarisches Talent in besonderer Weise zum Tragen, hier wurde er zu einem der besten Dichter der niederdeutschen Sprache. Ein abschließendes
fünftes Kapitel informiert über Brinckmans Nachlass und die heute vorhandenen Stätten, die an den Schriftsteller erinnern. Besonders an diesem Band ist der Versuch, Brinckman auch als Menschen ins Bild zu rücken, als Ehemann, als Familienvater.

Jetzt im Buchhandel

Neue Bilddokumente wie zum Beispiel die von der Urururenkelin des Dichters Julia Brinckman kürzlich der Öffentlichkeit zugänglich gemachten Bildnisse von John Brinckman und seiner Frau Elise, manche biografische Aufhellung und auch einige Korrekturen früherer Annahmen zum Leben des Dichters machen die Bildbiografie zu einem Standardwerk der Beschäftigung mit John Brinckman.

Bibliografische Angaben
Wolfgang Siegmund | Gerd Richardt
John Brinckman. Die Bildbiografie
Hinstorff Verlag, 29,99 Euro
144 Seiten | Hardcover | 188 historische s/w- und Farbabbildungen
Format: 24,5 x 21,5 cm
ISBN 978-3-356-01815-8

Die Autoren
Wolfgang Siegmund ist seit den 1990er-Jahren in der Erwachsenenbildung tätig und hat bereits zahlreiche Veröffentlichungen zu John Brinckman vorgelegt. Er ist Vorsitzender der John-Brinckman-Gesellschaft.

Gerd Richardt war als Journalist zuletzt bis 2012 für die Ostsee-Zeitung tätig. Bei Hinstorff erschien von ihm u.a. das Wossidlo-Kinderbuch „Was gibt es da zu lachen?" (2011).

Conny Ledwig
HINSTORFF Verlag GmbH
E-Mail: conny.ledwig@hinstorff.de

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10.07.2014 Single I Wanna Get Better

GFDK - Peter Goebel

„Ich hatte eigentlich gar nicht vor, ein neues Projekt zu gründen. Aus heutiger Sicht betrachtet war es auch ein extrem ungünstiger Zeitpunkt, um überhaupt eine Platte zu machen, denn ich war gerade mit fun. auf Welt-Tournee. Andererseits fühlte ich mich sehr dazu hingezogen. Oft ging ich ins Studio, anstatt zu schlafen, auszuruhen oder zu essen, ob in Stockholm, in Malaysia oder in meinem Zimmer in Australien, buchstäblich überall auf der Welt. Als ich zwei Wochen Urlaub hatte, ging ich ins Studio nach New York oder Los Angeles und durchforstete die Sachen, die ich unterwegs gemacht hatte, nach interessanten Elementen und Müll.

Eines Tages wurde mir klar, dass ich ein komplettes Album fertig hatte, das rund um die Welt entstanden war. Meine Erfahrung mit Albumaufnahmen war eigentlich, dass man sich für zwei Wochen in ein Studio einschließt und das Album fertigmacht, und der Prozess dokumentiert den Moment. Die Aufnahmen für das Bleachers-Album hätten sich überhaupt nicht mehr davon unterscheiden können. Ich hatte ganz buchstäblich eine ziemlich weite Perspektive. Ich arbeitete in Südkorea an etwas, kam heim und dachte mir: ‚Das klingt, als hätte es jemand total gejetlegged um vier Uhr morgens in Südkorea aufgenommen. Aber dieser Gesangs-Teil ist ziemlich cool. Darauf kann man etwas aufbauen.‘  

Es kostete mich allerdings einen Augenblick, um den Rhythmus des Albums zu finden. Mich fasziniert die Ära, in der John Hughes seine klassischen Filme gedreht hat. Die Musik war einfach unglaublich – all diese epischen, kompromisslosen Popsongs, mit dieser unfassbaren Vordenker-Produktion. Ich wollte in eine Zeit zurückgehen, in der der hippste Scheiß auch der erfolgreichste Scheiß war. Ich trauerte meinen glücklichen Teenager-Zeiten hinterher, die ich in Wirklichkeit nie gehabt hatte.

Ich wuchs in New Jersey auf, ging dort auf die staatliche Highschool und wurde gemobbt, weil ich schwul war – dabei bin es überhaupt nicht. Doch so war das damals eben. Ich fühlte mich in dieser Zeit ziemlich isoliert. Ich denke, jeder verharrt auf die eine oder andere Art an einem Zeitpunkt in seiner Highschool-Zeit. Dies geschieht hoffentlich in einem Moment, in dem man sich wie ein Stück Müll fühlt, das sich und seiner Umwelt etwas beweisen und etwas erreichen will - und nicht in einem Augenblick, an dem man glaubt, der Allergrößte zu sein. Daher kommt auch der Name Bleachers. Er bringt für mich die Gefühle der damaligen Zeit auf Punkt – aber nicht im buchstäblichen Sinne. Ich weiß nicht warum, aber es ist für mich einfach so.    

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Ich wollte, dass Bleachers ein nostalgisches Element hat, dass einige der Emotionen schon fast ein bisschen John Hughes-esk rüberkommen. Aber ich wollte nicht, dass es ein Retro-Album wird. Es sollte komplett nach Zukunft klingen, aber dennoch jenen Moment abbilden, der mir so viel bedeutet. Zu diesem Zweck heuerte ich Produzent John Hill (MIA, Jay Z, Empire Of The Sun u.a.) an. Alles, was er tut, ist sehr modern. Er sucht immer nach neuen Techniken und Möglichkeiten, seine Arbeit zu differenzieren. Synthpop-Legende Vince Clarke von Depeche Mode, Yazoo und Erasure arbeitete an ein paar Sachen und sorgte für einen weiteren Bezug zu jener Zeitperiode, von der ich inspiriert war. Oder anders gesagt: Vince ist für ein einige der Alben verantwortlich, die mich überhaupt erst auf die Idee brachten, Bleachers zu machen. Wenn du Menschen arbeiten kannst, die dich inspirieren, wird der Kreis geschlossen.  

In den Texten geht es um dieselben Dinge, über die ich bei meiner früheren Band Steel Train geschrieben habe. Ein Thema ist der Tod meiner Schwester, als ich achtzehn Jahre alt war. Dieses Ereignis hat mein gesamtes Dasein grundlegend verändert. Das war kurz nach 9/11. Wie bei den meisten von uns hinterließ der Tag heftige Spuren. Dann wurde mein Cousin im Irakkrieg getötet. All diese Dinge so kurz hintereinander erleben zu müssen, bedeutete das Ende der unschuldigen Zeit in meinem Leben. Ich habe in der Folgezeit so viel durchgemacht, dass ich eine heftige Panikstörung entwickelt habe. Ich hatte eine wirklich harte Zeit, bevor ich wieder halbwegs auf meinen Weg zurück fand. Doch offensichtlich nimmt es einen großen Platz in mir ein. Als Folge davon handeln die Songs generell von Verlust und dem Versuch, die Sache wieder in den Griff zu bekommen und mit dem Leben fortzufahren, ohne zu viel Ballast mit sich herum zu schleppen. Aber auch wenn die Texte recht finster sein können, münden sie doch immer in etwas Positivem. Es sind nicht die Momente, in denen ich ‚Fuck it all‘ denke, die mich dazu antreiben, Musik zu machen. Es ist das Gefühl, wenn man um zwei Uhr morgens heimfährt und einen Weg gefunden hat, wie man das Leben bewältigt, das sich in meiner Musik manifestiert.“

Album-Veröffentlichung: 15.08.2014

 


PRESSE PETER

Peter Goebel

M: goebel@presse-peter.de

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10.07.2014 Mit Xavier Sabata

GFDK - Indigo

Seine bisherigen Gesamtaufnahmen von Barockopern wie etwas "Faramondo", "Farnace", "Artaserse" und "Alessandro" wurden einmütig bejubelt und prämiert, u. a. mit dem Echo Klassik, dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik, Gramophone Editor’s Choice und der Diapason d’Or.

Jetzt legt Max Emanuel Cencic nach: "Tamerlano" greift Legenden um eine vernichtende Schlacht zwischen einem osmanischen Sultan (Bajazet) und einem tatarischen Heerführer (Tamerlano) zu Beginn des 15. Jahrhunderts auf.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Die Titelrolle des Tamerlano verkörpert der außergewöhnliche Countertenor Xavier Sabata, Max Emanuel Cencic singt seinen Verbündeten Andronico. Es spielt das Originalklang-Ensemble Il Pomo d’Oro unter Leitung von Riccardo Minasi. Auch John Mark Ainsley, Karina Gauvin, Ruxandra Donose und Pavel Kudinov sind mit von der Partie.


 


Indigo Musikproduktion + Vertrieb GmbH
Schlachthofstr. 36 a
D-21079 Hamburg
mail (at) indigo.de

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09.07.2014 1. Single "Vier Leben"

GFDK - Universal Music

Am 04. Juli koppelte Bosse "Vier Leben", den ersten digitalen Vorboten des am 18. Juli erscheinenden Albums "Kraniche – Live in Hamburg" aus.

Im Dezember vergangenen Jahres wurde zusammen mit 7000 Fans in der Alsterdorfer Sporthalle ein einmaliges Konzert aufgezeichnet, in dem Axel Bosse mit seiner Band und einigen musikalischen Gästen die sonst so spröde Halle in einen Ort voller Magie verwandelte.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Der Song "Vier Leben" ist einer von insgesamt 20 Tracks auf Bosses Doppel-CD "Kraniche – Live in Hamburg". Die knapp fünfminütige Live-Version der ersten Singleauskopplung war ursprünglich auf dem im März 2013 veröffentlichten Studioalbum "Kraniche" zu finden.

Produziert wurde der Track im Dreivierteltakt von Axel Bosse und Stefan Lenkeit. Wer den "Vier Leben"-Walzer bereits in der Studioversion mochte, wird sich an der Live-Variante inklusive knisternder Atmosphäre und lauten Zuschauerchören erst recht erfreuen.

"Kraniche – Live in Hamburg" erscheint als doppel CD und limitierte Deluxe Box inklusive DVD.

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09.07.2014 Tradition und Avantgarde

GFDK - Warner Music

Er gilt als der große Querdenker unter den zeitgenössischen Komponisten, und wenn er am 6. Juni sein 75. Lebensjahr vollendet, wird dieses Ereignis nicht nur in seiner europäischen Heimat gefeiert. Der Niederländer Louis Andriessen schöpft aus Tradition wie aus Avantgarde. Über die musikalische Gestaltung hinaus leben viele seiner Werke von der Multimedialität – so die „Film-Oper“ La Commedia. Der Uraufführungs-Mitschnitt des gewaltigen Werks, das auch im Rahmen eines Andriessen-Festivals in Washington D.C. aufgeführt wurde, erscheint nun als Doppel-CD-Album mit DVD auf dem Label Nonesuch.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Wie in De Materie (deutsche Erstauf- führung: 15. August 2014, Ruhrtriennale) oder De Tijd beschäftigt sich Andriessen in La Commedia mit letzten Dingen, hier insbesondere mit Himmel, Hölle und der Welt dazwischen – mit Moral, Politik, mit dem Urgrund des Seins. Das Werk basiert auf Dantes gewaltigem Epos Die Göttliche Komödie, einer fiktiven Reise durch die Hölle in den Himmel. In Zusammenarbeit mit dem Regisseur Hal Hartley vereint es als modernes Gesamtkunstwerk Bühneneffekte und Film-Sequenzen, die stilistischen Mittel sind universal – sie umfassen neben klassischen Opernelementen auch Tanz, Lied und gesprochenes Wort. „Nur mit Hilfe einer solchen Komplexität wird man Dantes größter Dichtung gerecht“, sagt der Komponist.

La Commedia fand gleich nach der Uraufführung 2008 in Amsterdam weltweit große Resonanz – vor allem in Amerika, wo es in Los Angeles und New York nachgespielt wurde. Übrigens: Bereits seit den frühen 1990ern dokumen- tiert das Label Nonesuch Andriessens Großwerke in hoch gelobten Aufnahmen.

Louis Andriessen La Commedia (2008)
Claron McFadden, Cristina Zavalloni, Jeroen Willems, Marcel Beekman Waterland's Kinderkoor De Kickers Asko Ensemble / Schönberg Ensemble Dutch National Opera
Reinbert de Leeuw, Ltg.
Live-Mitschnitt der Uraufführung – 12.VI.2008, Amsterdam 2 CDs + DVD 0075597959000
105 Min. / NTSC / DVD Dolby Digital 2.0 Sprache: Niederländisch Keine Untertitel
VÖ: 25. Juli 2014

 

 

Warner Music Group Germany Holding GmbH
Alter Wandrahm 14
20457 Hamburg Promotion Manager Classics
Patricia Krings
patricia.krings@warnermusic.com

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09.07.2014 „Jahrhundertspiele“

GFDK - Redaktion

Die Freunde der Künste Redaktion freut sich für die Deutsche Fußball-Mannschaft nach dem grandiosen 7:1 gegen Brasilien und erinnert an vergangene Jahrhundertspiele in den 70ern, als Brasilien mit ihrem Nationalhelden Pelé gepunktet hat.

Ein brillianter Bildband… The Beautiful Game. Fußball in den 70ern dokumentiert jene Epoche, als sich der Fußball von seinen gesellschaftlichen Fesseln befreite und zu Pop wurde: glamourös und eigenwillig, sexy und reich… Die Fotos zeigen vor allem die Unschuld jener Tage, den Zauber und die Kraft der Pioniere, sie haben heute eine überwältigende Patina.“ –Der Spiegel, Hamburg

Pelé, der brasilianische Jahrhundertspieler

Irgendwann im Laufe der 60er-Jahre hörte Fußball auf, nur ein Spiel zu sein, in dem es vornehmlich darum ging, sich gegenseitig die Beine wegzutreten, und wurde zu etwas unbeschreiblich Schönem. Dieser Modernisierungsschub von der Kraft hin zum Artistischen und Strategischen hatte viele Väter: Pelé, der brasilianische Jahrhundertspieler („Michelangelo hat gemalt, Beethoven Klavier gespielt und ich Fußball“), Johan Cruyff, der „Pythagoras des Fußballs“ und Miterfinder des „Totaalvoetbal“, und natürlich auch das deutsche Team um Beckenbauer, Netzer, Müller und Overath.

Ein Jahrzehnt fantastischer Wettbewerbe

Hatte man nach der WM 1962 bei der FIFA noch überlegt, diesen Wettbewerb komplett einzustellen, ging mit der WM 1970 in Mexiko eine Sonne auf, die das ganze kommende Jahrzehnt in ein güldenes Licht badete, die WM in Argentinien einmal ausgenommen. Es war ein Jahrzehnt fantastischer Wettbewerbe wie der EM 1972 mit der berühmten deutschen Wembley-Elf, der WM 1974 in Deutschland mit dem Titelgewinn des Gastgebers, ein Jahrzehnt legendärer Rivalitäten, großer Teams und Spielerpersönlichkeiten und unvergesslicher Begegnungen. Fußball war modern geworden und zu einem Medienspektakel mit eigenen Superstars, deren Präferenzen bei Autos, Frisuren und Frauen fast so aufmerksam verfolgt wurden wie ihr Können auf dem Platz – Jahrzehnte bevor David Beckham seine Vorlieben bei Unterwäsche öffentlich machte.

Jetzt im Buchhandel

Unser Bildband zeigt sie alle: die Großereignisse und die nicht wenigen „Jahrhundertspiele“ der 70er, die Stars und großen Clubs wie Ajax Amsterdam, Bayern München oder den FC Liverpool, aber auch die Welt der Amateurmannschaften, der großen wie kleinen Fans, von Island bis Südafrika, deren Blut die schönste Nebensache der Welt in Wallung brachte.

  • Fotos von Neil Leifer, Jerry Cooke, Harry Benson, Sven Simon und vielen anderen sowie Bilder aus den Archiven von Ajax Amsterdam, dem FC Barcelona, Adidas, Coca Cola, der FIFA und einer Vielzahl internationaler Zeitungen und Zeitschriften
  • Texte der preisgekrönten Fußballjournalisten Rob Hughes, David Goldblatt und Barney Ronay
  • Anhang mit den besten Toren des Jahrzehnts, den schönsten Trikots, einer Fußballzeitleiste, Hintergrundgeschichten zu den besten Spielern der Welt und dem Fußball in den Medien

Taschen c.waiblinger@taschen.com

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08.07.2014 Im Banne fremder Götzen

GFDK - Taschen Verlag

Gegen Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die US-Amerikaner von einer Welle der Südseebegeisterung erfasst. Das unter dem Namen „Tiki-Kultur“ bekannte Phänomen griff auf alle Lebensbereiche über: die Mode, die Ess- und Trinkgewohnheiten, die Wohnkultur, die Pop-Musik und selbst die Architektur.

Zu hawaiianischen Klängen und dem Plätschern eines künstlichen Wasserfalls in einem Tiki-Restaurant exotische Cocktails zu schlürfen galt als Inbegriff des guten Lebens und war eine sozialverträgliche kleine Flucht vor dem Konformitätsdruck Suburbias und einer biederen Leistungsgesellschaft mit Krawattenzwang. Doch das Glück unter Palmen währte nicht sehr lange.

Flowerpower in der Südsee

Schon zu Zeiten der Flowerpower-Bewegung galt diese Art des Eskapismus als anrüchig, und aus dem harmlosen Liebäugeln mit der Verwilderung wurde ein Kainsmal des Spießertums. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts waren fast alle Spuren dieser einst blühenden Tikikultur getilgt und dämmerten in Trödelläden, Garagen, auf Dachböden und in verriegelten alten Restaurants ihrem endgültigen Vergessen entgegen. Stadtarchäologen wie Sven Kirsten ist es zu verdanken, dass sie wiederentdeckt und über ein subkulturelles Tiki-Revival einem breiteren Publikum bekannt wurden. Seine beiden bei TASCHEN erschienenen Bände The Book of Tiki und Tiki Modern sind unverzichtbare Referenzwerke für Sammler wie Fans.

Kulturgeschichte der Südsee

Dieses Buch nun widmet sich dem kulturgeschichtlichen Hintergrund dieser speziellen Form der Südseebegeisterung, von den frühesten Anfängen mit der „Entdeckung“ der Südseeinseln durch James Cook in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts über Herman Melvilles Südseeabenteuergeschichten wie Moby Dick und Gauguins überbordende Exotikgemälde bis hin zu den Dschungelfantasien aus der Traumfabrik Hollywood. Mit Tiki Pop, das in Zusammenhang mit einer Ausstellung im renommierten Musée du quai Branly (24.06.–28.09.2014) in Paris erscheint, schließt Sven Kirsten nun seine Forschung zur Tiki-Kultur ab und und zeichnet anhand Hunderter bisher unveröffentlichter Bilder noch einmal die Geschichte des Popkulturphänomens Tiki nach, von seinen frühesten Wurzeln bis zu seiner spektakulären Blüte und seinem schließlichen Niedergang.


c.waiblinger@taschen.com

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08.07.2014 ab 5.08. erhältlich

GFDK - bangup bullet

Das amerikanische Synthpop-Trio „Faded Paper Figures” stellt mit „Spare Me" die nächste Sinlgeauskopplung ihres vierten Langspielers „Relics” (VÖ: 05.08) auf ihrer Bandcamp- Seite als kostenlosen Stream nebst Lyrics zur Verfügung. Der Song drückt die Verzweiflung aus, die Menschen manchmal in Beziehungen fühlen. Er beginnt ein wenig dunkel und melancholisch, doch gleichzeitig auch kühn und elegant.

Der Titel verkörpert ein Gefühl dafür, wie herzzerreißend schön unsere Beziehungen am Ende sein können, wenn auch nur für „die Hälfte der Zeit". Die analoge Aufnahme verleiht dem Musikstück einen Vintage-Effekt – es wurde fast ausschließlich über ein Korg MS-20 und ein Roland Jupiter 4 aufgenommen –, aber die Tiefe der Gitarren und Harmonien sowie die klare, starke und energische Stimme der Sängerin Heather Alden, lässt es vertraut, aktuell und voll von pulsierender Energie wirken.

Bands lösen sich normalerweise nach dem College auf. Leute ziehen weg, entwickeln sich auseinander, bekommen Arbeit. Es war gut, solange es hielt. Richtig? Aber was passiert, wenn die Musik so gut ist, die Zuhörer so hingebungsvoll sind, der Ehrgeiz, weiter zu machen, so stark ist, dass selbst die zeitraubende Tagesarbeit einen nicht davon abhalten kann?

Das ist die Geschichte von „Faded Paper Figures“ (FPF), deren berufliche Verpflichtungen sie im Grunde genommen schon sehr in Beschlag nehmen: Heather Alden arbeitet nach ihrem Abschluss an der medizinischen Schule als Ärztin, R. John Williams ist ein Vollzeit- Dozent für Englisch an der Yale Universität – er hat gerade sein erstes Buch veröffentlicht – und Kael Alden schreibt Musik für eine Produktionsfirma in Los Angeles namens „Robot Repair“. Seine Produktionen laufen mittlerweile in mehreren Hollywood-Filmen, TV-Shows, Videospielen und Werbeclips. Wie ist das alles zusammengekommen? Und wie ist es möglich, all das am Laufen zu halten?

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Kael und Heather heiraten im Jahr 2005 und ziehen kurz danach nach Irvine in Kalifornien. Dort treffen sie R. John Williams, der auch in dieser Gegend ist und an seiner Promotion der vergleichenden Literaturwissenschaft an der UC Irvine arbeitet. Heather studiert Biologie und Kael erstellt schon fleißig Musikstücke für Film- und TV-Projekte. An einem Nachmittag im Herbst 2007, auf der Suche nach Ablenkung von seiner Doktorarbeit, schlug John seinen Freunden Kael und Heather vor, gemeinsam ein paar Songs zu schreiben. Gesagt, getan. Innerhalb von drei Wochen hatten sie ein paar Lieder geschrieben, aufgenommen und auf Myspace online gestellt

Die Reaktion der Hörer war schnell und so überwältigend, dass sie weitere Motivation daraus schöpften, einen kompletten Langspieler zu veröffentlichen. So entstand das Debütwerk „Dynamo“. Das Album wurde von der New York Post als „new music must-have“ gelistet. Und National Public Radio (NPR) nennt es „clever, faszinierend ... einfach wunderschön.“ Nach einigen Shows in Südkalifornien wurde die Combo sogar bei den OC Music Awards zur „Best Electronic Band“ ernannt.

Als John promovierte und einen Job in Yale bekam und Heather fürs Medizinstudium an der University of California zugelassen wurde, stand das Trio vor der Entscheidung, entweder über gemeinsames Songwriting aus der Ferne weiter zu machen, oder sich aufzulösen. Nach dem Erfolg von „Dynamo“ und vielen weiteren im Entstehen begriffen Stücken, entschieden sie sich, ersteres zu probieren. John kaufte Homerecording- Equipment, um es mit nach Connecticut zu nehmen, während Heather und Kael nach Los Angeles zogen, wo Robot Repair ein Studio für Kael zum Arbeiten baute.

Während der nächsten drei Jahre schickte sich die Band Tracks online hin und her. Sie tauschten sich via Videochat aus, schickten sich Notizen per E-Mail zu, all das, um zwei weitere Studioalben „New Medium“ (2010) und „The Matter“ (2012) zu schreiben. Der Sound der Band war zu diesem Zeitpunkt schon zu etwas sehr Kraftvollem und Intensivem herangewachsen. Abwechselnd spärlich und episch, harmonisch und schleifend, nachdenklich und spielerisch, emanzipierten sich FPF deutlich von ihren ursprünglichen Elektro-Pop-Anfängen.

Ihre Musik schien nun überall im Umlauf zu sein: Millionen Klicks auf Spotify, LastFM, Hype Machine und Pandora; in der ABC-Serie „Greys Anatomy“, auf MTV „The Real World“, E! und „NBCSports“. Gerade als die Band ein viertes Album in Erwägung zieht, bekommen Kael und Heather ein Baby. Viele Fans fragten sich, ob FPF in der Lage wären, ihre Songwriting-Arbeit nun noch fortsetzen zu können. Aber es scheint, als ob es nichts gibt, was die Band ausbremsen könnte. Im Gegenteil: die Musik gewinnt immer mehr an Klarheit und Brillanz.

Das Ergebnis dieser unbändigen Schaffenskraft ist nun das vierte StudioalbumRelics“, das im August 2014 erscheinen wird. Es verfügt über eine großes musikalisches sowie textliches Spektrum: von epischen Synthie-Pop-Hymnen über Fragen von Leben und Tod, bis hin zur ruhigen Meditation über den Lauf der Zeit. Die Band scheint nicht nur ihre eigene unverkennbaren Sound aus elektronischen Beats, wunderbaren Gitarrenriffs und schönen Harmonien zur Vollendung geführt zu haben, sondern fährt außerdem mit voller Kraft in eine neue Welt voller Sitar- und analogen Synthieklängen und noch eindringlicherem Gesang. Was auch immer für Emotionen und unheimliche Träume der Arbeitsalltag der einzelnen Bandmitglieder mit sich bringen mag, scheint sich für ihr Musikerleben auf jeden Fall enorm bezahlt zu machen.

„Faded Paper Figures“ sind:

R. John Williams (Gesang, Gitarre), Kael Alden (Keyboard, Bass, Schlagzeug, ...) & Heather Alden (Gesang)

„Relics“ - Tracklist
bangup bullet Eberswalder Str. 5 10437 Berlin
01. Breathing 4:36
02. Wake Up Dead 3:20
03. Not the End of the World (Even As We Know It) 3:47 04. Lost Stars 4:52
05. Fellaheen 3:39
06. On the Line 4:27
07. Spare Me 4:33
08. Who Will Save Us Now 4:29
09. Horizons Fall 2:19
10. Real Lies 5:12
11. What You See 3:21
12. Forked Paths 4:22

 

 

Björn Köhler

bangup bullet

Eberswalder Str. 5

10437 Berlin

mail@bangupbullet.com

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