Nachrichten aus der großen weiten Welt

07.07.2014 schillernde figuren

GFDK - Ruth Eising

Nadine Kegele hat die seltene Gabe, Poesie und Komik zu verknüpfen. Nach ihrem Erzähldebüt „Annalieder“ legt die österreichische Autorin nun ihren Debütroman vor. In „Bei Schlechtwetter bleiben Eidechsen zu Hause“ ist nicht nur das Wetter existenziell, auch die Leben der in bunten Farben schillernden Figuren sind es.

Nora bringt einen Hund um und vielleicht war es Mord. Die Füchsin füttert Blutegel, wenn sie nicht gerade Yoga macht. Vera ist Comic-Heldin im eigenen Sekt-Imperium. Und Ruth eine Lesbe, die ein Kind will, Geschlecht egal, Hauptsache kein Junge und kein Mädchen. Und während die Freunde und Freundinnen ein Leben versuchen, das sich nicht bloß gut anfühlt, sondern auch gut ist, liegt eine Mutter im Koma und stirbt – hoffentlich, wenn es nach ihrer Tochter geht.

Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb

Nadine Kegeles Romandebüt ist bereits vor Erscheinen preisgekrönt: Für eine Arbeitsfassung erhielt die Autorin 2013 den Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. „Bei Schlechtwetter bleiben Eidechsen zu Hause“ beschreibt das Leben in Worten, so unglaublich treffend, als wären sie für Nadine Kegele erfunden worden.

Die Autorin Nadine Kegele ist 1980 in Bludenz/Vorarlberg geboren und lebt in Wien. Bürolehre, zweiter Bildungsweg, Studium der Germanistik, Theaterwissenschaft und Genderstudies. Erwerbsarbeiten als Sekretärin, Finanzassistentin, Mediaplanerin, Lektorin. Aufnahme am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und Stückerarbeitung in der Schreibklasse Schauspielhaus Wien. Etliche Preise und Stipendien, zuletzt Staatsstipendium für Literatur des Bundesminsterium für Unterricht, Kunst und Kultur in Österreich, Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb sowie Aufenthaltsstipendium des Literarischen Colloquiums Berlin.

Czernin Verlag: 1 (August 2014)

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07.07.2014 mysteriös

GFDK - Sony Classical

Eine Legende wird wiederbelebt. Eine Legende, die ebenso ungeheuerlich wie wenig verbürgt ist. Der Streit zweier Operndiven, der die Musikgeschichte nachhaltig prägen sollte: Am 6. Juni 1727 beschimpften sich die Primadonnen Francesca Cuzzoni und Faustina Bordoni auf offener Bühne des King's Theatre in London – angeblich. Hat das alles so, wie in zahlreichen Quellen beschrieben, tatsächlich stattgefunden? Gab es den Skandal wirklich?

Oder war es das erste wirklich belegte Resultat eines durch die ersten Vorläufer der später sich entwickelnden Massenmedien stimulierten Theaterskandals? Simone Kermes und Vivica Genaux gehen der Legende nun mit ihrem neuen Album „Rival Queens“ musikalisch auf den Grund, mit bisher noch nie eingespielten Arien und Duetten von Händel, Hasse, Giacomelli, Sarro und vielen weiteren Zeitzeugen jenes Vorfalls, den es womöglich nie gegeben hat.

Dass Cuzzoni und Brodoni Rivalinnen waren, steht außer Frage. Und so lautet die klare Behauptung der beiden Sängerinnen: Ja, natürlich hat es ihn gegeben, diesen Streit – und wir liefern nun ein musikalische Dokument dazu! Rivalität wird hier zur kreativen Kraft. Zwei charismatische und stimmlich verschieden ausgeprägte Sängerinnen erinnern an die beiden Operndiven, ohne die viele der nun erstmals eingespielten Arien und Duette womöglich nie geschrieben, geschweige denn übermittelt und für die Nachwelt erhalten worden wären. Simone Kermes und Vivica Genaux porträtieren Francesca Cuzzoni und Faustina Bordoni. Die Cappella Gabetta begleitet das musikalisch einzigartige Porträt, das für alle Beteiligten ein klares Bekenntnis ist zu der ebenso wunderbaren wie schwierigen Aufgabe unbekannte Opernwerke von barocken Meistern zu entdecken, aufzuarbeiten und einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Die italienische Mezzosopranistin Faustina Bordoni wurde am 30. März 1697 in Venedig geboren. Dort erhielt sie auch ihre künstlerische Ausbildung und feierte an den Theatern der Lagunenstadt erste Erfolge. 1718 stand sie erstmalig mit ihrer Rivalin Francesca Cuzzoni auf der Bühne. Georg Friedrich Händel holte sie ab 1726 nach London und schrieb für sie – wie auch für Cuzzoni – mehrere Opern. Letztendlich war es aber der Londoner Theaterskandal, der sie zu einem europaweit bekannten und gefeierten Star und in der Folge zu eine der bestbezahlten Sängerinnen Europas machte. Einen weiteren Karriereschub brachte ihr die Hochzeit mit dem Komponisten Johann Adolf Hasse im Jahre 1730 ein. Bis 1747 war sie dort unumstrittene Primadonna. Mit dem Engagement der Sängerin Regina Mingotti kam es erneut zu erbitterten Streitigkeiten, die erst mit dem Abschied Bordonis von der Bühne 1751 beigelegt werden konnten. Sie starb im hohen Alter von 84 am 4. November 1781 in Venedig. 

Weit weniger Geschick in der Ausbeute der skandalbedingten Berühmtheit legte Francesca Cuzzoni an den Tag. Auch sie, ebenfalls von Händel nach London engagiert, konnte sich nach dem Vorfall im „Haymarket Theatre“ die Engagements europaweit aussuchen, pflegte aber einen solch aufwändigen und verschwenderischen Lebensstil, dass ihre Ersparnisse und auch die Einkünfte bald nicht mehr reichten. Die am 2. April 1698 in Parma geborene Sopranistin verschuldete sich so sehr, dass sie zweimal wegen ihrer Schulden sogar ins Gefängnis musste. Der Versuch, ihrer Karriere 1748 in London noch einmal neuen Schwung zu verleihen, scheiterte kläglich. Ihren Lebensunterhalt verdiente sie bis zu ihrem Tod im Jahre 1770 als verarmte Knopfmacherin in Bologna.

Wie auch immer sich der vermeintliche Theaterskandal abgespielt haben mag, es gibt zahlreiche musikhistorische Belege dafür, dass Streitigkeiten zwischen Sängerinnen und deren Konkurrenzempfinden keinesfalls als Ausnahme zu sehen sind. In der Spottschrift „The Rival Queens“ [„Die rivalisierenden Königinnen“] spielt sich eine offenbar in Anlehnung vom Streit zwischen Cuzzoni und Bordoni inspirierte Szene im Tempel der Zwietracht ab. Händel steht schicksalsergeben daneben, während die beiden Damen übereinander herfallen. Der Streit könnte auch als Vorlage für den Zank zwischen Lucy und Polly in „The Beggar's Opera“ [1728] von John Gay und Johann Christoph Pepusch und, auf dieser Ballad Opera fußend, dem Eifersuchtsduett der rivalisierenden Bräute in der „Dreigroschenoper“ [1928] von Bertolt Brecht und Kurt Weill gedient haben. In diesem Zusammenhang ist auch das Streitduett zwischen Marcellina und Susanna aus Mozats „Le nozze di Figaro“ zu sehen.

Während sich aber die Musikwissenschaft hinsichtlich der wahren Begebenheiten des barocken Theaterskandals und seiner Folgen noch in einer Grauzone bewegt, schaffen Kermes und Genaux nun Fakten. Sie liefern mit ihrem neuen Album nicht nur eine musikalische Hommage an einen sagenumwobenen und ebenso mysteriösen wie legendären Theaterskandal, der zwei Sängerinnen zu den berühmtesten ihrer Zeit werden ließ, sondern auch ein wichtiges Dokument von 12 Neueinspielungen, die ohne die Idee eines auf einem Streit basierenden Sängerinnenporträts in dieser Form womöglich niemals eingespielt und veröffentlicht worden wären.

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06.07.2014 Eine Liebeserklärung

GFDK - networking media

Oft geht es in der Liebe ja drunter und drüber. Und trotz Stress weiß man: Diese Person ist trotz aller Probleme die Richtige. Dies Phänomen besingt Roger Cicero in seiner neuen Hitsingle "Du bist mein Sommer". Eine herrlich swingende Pop-Hommage an die Liebe und die Sonnentage.

Und weil man so eine Liebeserklärung auf unterschiedliche Art und Weise sagen kann, ruft Roger Cicero nun zu einer besonderen Aktion auf: Das große Sommer-Selfie-Video.
Filmen Sie sich mit Ihrer Kamera oder Ihrem Handy und verraten sie, wer für Sie ihr ganz persönlicher Sommer ist.

Wie diese kurzen Clips sein sollten und weitere Infos finden sich unter dem unten aufgeführten Link. Zum Beispiel werden hier regelmäßig die schönsten eingesendeten Beiträge vorgestellt.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Zu gewinnen gibt es bei der Aktion auch etwas: Tickets plus Meet & Greet für Roger Ciceros "Was immer auch kommt"-Tournee. Diese beginnt mit einer Reihe von Sommerterminen und macht bis in den Herbst hinein an über 30 Orten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg Station, an vielen Abenden mit Support von Gregor Meyle & Band.

"Du bist mein Sommer" erscheint als 6-Track-EP, darauf enthalten sind neben der Album-Version auch ein vollständig neu aufgenommener und produzierter Radio-Mix sowie ein Instrumental-Take des Songs. Ein weiteres Bonbon für Cicero-Fans sind drei bisher unveröffentlichte Aufnahmen, darunter mit "Wenn es morgen schon zu Ende wär" und "I sing a Liad für di" zwei Live-Mitschnitte aus der VOX-Show "Sing meinen Song - das Tauschkonzert".


"Der Wetterbericht
Interessiert mich nicht
Scheiß' auf die Blitze
Scheiß' auf'n Donner - Du bist mein Sommer ...."

 

 

Kai Manke
networking Media - Hamburg / Berlin
Bei der Lutherbuche 30 A, 22529 Hamburg / Germany
info@networking-media.de

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06.07.2014 Brasilianisches Feuer

GFDK - Decca

Die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien hat mittlerweile ihre heiße Phase erreicht. Die Engländer sind wie üblich früh ausgeschieden, aber auch einige Favoriten und Geheimtipps mussten bereits die vorzeitige Heimreise antreten. Den englischen DJ, Remixer und Produzenten Fatboy Slim, seit den 1990er Jahren eine Institution der weltweiten EDM-Gemeinde, dürfte dies nicht weiter stören.

Denn der ist vor allem ein Fan des brasilianischen Fußballs, aber natürlich auch der brasilianischen Musik. Und deshalb verknüpfte er diese beide Leidenschaften und produzierte das Doppelalbum "Fatboy Slim Presents Bem Brasil", den alternativen Soundtrack zur WM. "Wenn man bedenkt, wie sehr ich auf brasilianische Musik, auf die Partys und natürlich auch den Fußball aus diesem Land stehe, war doch eigentlich klar, dass ich dieses Album aufnehmen würde", meint er. "Ein Soundtrack für den Sommer, für die Weltmeisterschaft, basierend auf brasilianischer Musik und meiner Liebe zu dieser Kultur."

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Auf "Fatboy Slim Presents Bem Brasil" bringt der Brite einige der besten Player seiner Zunft zusammen: Carl Cox, DJ Fresh, Gregor Salto, Psychemagik, Eats Everything, Dimitri Vegas & Like Mike, Claude Von Stroke, Joey Negro u.v.a. sind vertreten und präsentieren brandneue Tracks und Remixe u.a. mit Samples von brasilianischen Klassikern wie Jorge Ben Jors "Taj Mahal", Gilberto Gils "Maracatu atômico" und "Toda menina baiana", Sérgio Mendes' "Magalenha", Joyces "Aldeia de Ogum", Elis Reginas "O cavalerio e os moinhos" oder Airto Moreiras "Celebration Suite". Eines ist sicher: dieses Doppelalbum kann man auch noch genießen, wenn die WM und der Sommer vorbei sind, und sich schon niemand mehr an die offizielle WM-Hymne erinnert.

 

Quelle: JazzEcho

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05.07.2014 Blick hinter die Kulissen

GFDK - Redaktion

Der einflussreiche Kunstberater erlaubt einen Blick hinter die Kulissen des Kunstbetriebs.

Helge Achenbach (*1952 in Weidenau) ist einer der international bedeutendsten Art Consultants. Man kann ihn geradezu als Erfinder dieser Sparte bezeichnen. Was Helge Achenbach in den 40 Jahren seines aufregenden Berufslebens zwischen Siegen und Schanghai, zwischen Berlin, Tokio und Teheran, Düsseldorf und New York mit bedeutenden Künstlerinnen und Künstlern erlebt hat, erzählt dieses Buch.

Helge Achenbach hat mit alle großen deutschen Künstlern zusammengearbeitet

Der studierte Sozialpädagoge spricht über seine Begegnungen mit Gerhard Richter, Jörg Immendorff, Andy Warhol, Andreas Gursky, Jeff Koons und Keith Haring. Er erinnert sich an außergewöhnliche Großprojekte und schildert den nicht immer erfreulichen Umgang mit Unternehmen, Kollegen, Sammlern und Banken.

Der Kunstanstifter ist mehr als das Resümee eines ambitionierten Berufslebens. Mit diesem Buch öffnet Helge Achenbach die Tür für einen Blick in das Getriebe des Kunstmarktes.

Helge Achenbach studierte Sozialpädagogik und eröffnete 1973 seiner erste Kunstgalerie, 1978 wurde er Art Consultant. Er gilt als Erfinder des Art Consulting in Deutschland. Er berät seit über 40 Jahren Unternehmen im Bereich Kunst und baut private Kunstsammlungen auf.

Er hat mit allen großen deutschen Künstlern zusammengearbeitet, u.a. Gerhard Richter, Andreas Gursky, Gerhard Merz, Stefan Balkenhol, Thomas Schütte. Der Kunstsammler Helge Achenbach wurde in den 80igern durch "Kunst am Bau" reich. Er sagte damals, "ich musste nur den Baukränen hinterher fahren".

Mit Kunst am Bau soll ein kultureller Mehrwert geschaffen werden, deswegen kann, sollte oder muss ein gewisser Anteil der Bauwerkskosten in ein oder mehrere Kunstwerke investiert werden, um die Kultur zu fördern. Zugleich dient diese Maßnahme der finanziellen Unterstützung der Kunst und Kultur, respektive der Künstler. In gewisser Weise wird dadurch das staatliche Mäzenatentum früherer Jahrhunderte fortgeführt Quelle: Wikipedia

Helge Achenbach
Der Kunstanstifter. Vom Sammeln und Jagen

Von Helge Achenbach, Gestaltung von Regina Rebele

Deutsch

2013. 240 Seiten, 198 Abb.

19,50 x 26,70 cm
Broschur

ISBN 978-3-7757-3676-3

presse(c)hatjecantz.de

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05.07.2014 Single "Chandelier"

GFDK - Sony Music

Für Millionen Musikfans weltweit ist sie ein einzigartiges Popgenie, für viele ein unnahbares Mysterium – und für den Musikexpress schlicht und ergreifend der „ehrlichste aller Popstars“. Am 4. Juli 2014 veröffentlichte die australische Sängerin/Produzentin/Songwriterin/Hitmacherin Sia mit „1000 Forms Of Fear“ nach vierjähriger Veröffentlichungspause nun endlich ihr heiß ersehntes neues Studioalbum. Der Longplayer, der u.a. die aktuelle Hitsingle „Chandelier” enthält, wurde von Greg Kurstin (P!nk, Kelly Clarkson, Tegan & Sara u.a.) produziert. Die Aufnahmen fanden in den Echo Studios in Los Angeles statt.

Zurück zu Sia und ihrem faszinierend-verwirrenden Bild in der Öffentlichkeit, das nicht zuletzt auf die erfrischende Diskrepanz zwischen Vorsatz und Handeln der Künstlerin selbst zurück zu führen ist. So hatte sie im vergangenen Jahr zwar überraschend ihren Rückzug aus dem Musikbiz verkündet („Ich habe mich zur Ruhe gesetzt“) und der Monetarisierung ihrer Kunst eine grundsätzliche Absage erteilt („Kommerzieller Erfolg interessiert mich nicht“), dann aber doch zahlreiche Hits für einige der größten Popstars der Welt geschrieben, darunter Rihannas „Diamonds“, Katy Perrys „Double Rainbow”, Britney Spears‘ „Perfume”, Beyoncés „Pretty Hurts”, Kylie Minogues „Kiss Me Once” und Celine Dion „Loved Me Back To Life”. 

Darüber hinaus arbeitete sie mit einigen der angesagtesten Tastemakern zusammen, darunter Angel Haze, Brooke Candy, der Produzent Diplo und The Weeknd. Mit letzteren schrieb sie den Hit „Elastic Heart“ für den Soundtrack des Blockbusters „The Hunger Games: Catching Fire“. Doch damit nicht genug: als „Featured Vocalist“ wirkte sie bei einigen Riesen-Hits mit, die sie für andere Künstler geschrieben hatte, darunter „Titanium” für David Guetta, „Beautiful Pain” für Eminem und „Wild Ones” für Flo Rida. Jüngst wurde sie von der australischen Musikrechte-Verwertungsgesellschaft APRA AMCOS als „Songwriterin des Jahres“ ausgezeichnet. Sia ist damit die erste Künstlerin, der diese Ehre zwei Jahre in Folge zu Teil wurde. Die Dankesrede ließ die Preisträgerin konsequenterweise (per Video) von einem jungen Herrn mit blonder Pagenschnitt-Perücke übermitteln – der seine Lippen gekonnt zu Sias O-Ton bewegte. 

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Kurz gesagt: ganz im Gegensatz zu ihren eingangs erwähnten Statements könnte Sia die mit Abstand meistbeschäftigste „Rentnerin“ Künstlerin im gesamten Musikbusiness sein. Sie war sensationell erfolgreich und berühmt, obwohl sie sich fest vorgenommen hatte, dies nicht zu sein. Sie ist ein Popstar, der eigentlich kein Star sein will. Sie mag es nicht, wenn Bilder von ihr gemacht werden. Sie ist kompromisslos – und ein wenig verrückt. Auf Twitter beschreibt sie sich selbst mit dem Satz: „i am sia, i was born from the bumhole of a unicorn named steve“. Im vergangenen Jahr ließ sie sich zu einem ihrer seltenen Interviews überreden, allerdings nur unter der Bedingung, dass sie auf dem Titelbild des Billboard Magazins eine Papiertüte über dem Kopf tragen dürfe. Als das Sony Music-Label RCA Records sie unter Vertrag nehmen wollte, verlangte sie eine Klausel, die ihr zusicherte, dass sie keine Tourneen und keine Interviews machen müsse, um das Album zu promoten. Das Label willigte ein. An dieser kleinen Anekdote lässt sich ablesen, WIE GUT Sia sein muss. 

Und trotz ihrer Abneigung gegenüber dem Scheinwerferlicht ist die geheimnisvolle Australierin die erfolgreichste und produktivste Songwriterin des vergangenen Jahres, ihre Tracks verkauften sich mehr als 13 Millionen Mal. Ihre Ausnahmefähigkeiten als Songwriterin melodiöser Pop-Meisterwerke schulte Sia u.a. mit einer Serie von Solo-Alben: „Hearing Is Difficult” (2001), „Colour The Small One” (2004), das u.a. das zarte „Breathe Me” enthält, das u.a. durch den Einsatz in der Schlussszene der HBO-Serie „Six Feet Under“ unvergesslich wurde, „Some People Have Real Problems“ (2008) und „We Are Born“ (2010). Außerdem ist ihre einzigartige Stimme auf Alben des britischen Downtempo-Duos Zero 7 zu hören, dem sie zu zahlreichen Awards und Ansehen in Großbritannien und vielen weiteren Ländern auf der ganzen Welt verhalf.  

Ach ja: Jüngst rief Sia die #siaselfie-Kampagne ins Leben, bei der Fans Fotos von sich selbst mit Sias Trademark-hafter blonder Pagenschnitt-Perücke auf der Seite hochladen können.

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05.07.2014 Eine inspirierte und bewegende Hommage

GFDK - JazzEcho

Man kann heute nur darüber rätseln, was den A&R-Managern diverser Plattenfirmen 1968 den Talentriecher trübte, als Al Jarreau und George Duke mit ihren ersten gemeinsamen Aufnahmen unterm Arm an ihre Türen klopften. Fakt ist, dass sich die beiden Newcomer (Al war 26 Jahre alt, George gerade einmal 22) in der Jazzszene von San Francisco schon einen exzellenten Namen gemacht hatten. Trotzdem erhielten sie damals von den Plattenfirmen einen Korb.

Ihrer Freundschaft und auch ihrer weiteren Karriere tat dies bekanntlich keinen Abbruch. In den folgenden Jahrzehnten eilten sie von Erfolg zu Erfolg, verkauften ihre Alben weltweit millionenfach und heimsten zusammengenommen sieben Grammys ein. Als George Duke vergangenes Jahr überraschend im Alter von nur 67 Jahren starb, war Al Jarreau verständlicherweise geschockt. Aber dann machte er sich sogleich daran, seinem Freund und ehemaligen Partner ein musikalisches Denkmal zu setzen: Mit dem außergewöhnlichen Tribute-Album "My Old Friend: Celebrating George Duke".

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"Ich wollte ein bisschen von der Bandbreite von Georges Musik zeigen und von der Brillanz seines Werkes, das die Auswirkung erklärt, die er im letzten halben Jahrhundert auf verschiedene Musiker hatte", erklärt Jarreau die Motivation für das Album. Zu diesem Zweck versammelte er eine beeindruckende Liste von Stargästen um sich: Darunter die beiden Bass-Giganten Marcus Miller und Stanley Clarke, die Saxophonisten Gerald Albright und Boney James, die Sängerinnen Dianne Reeves (Georges Kusine!), Kelly Price und Lalah Hathaway, Dr. John und der ehemalige L.T.D.-Frontmann Jeffrey Osborne.

Die meisten von ihnen hatten irgendwann selbst mit George Duke gearbeitet. Für "My Old Friend" interpretierten sie nun gemeinsam Highlights und Hits aus der Feder des Keyboarders neu. Herausgekommen ist dabei eine durch und durch inspirierte und bewegende Hommage, deren stilistisches Spektrum von Post-Bop und Jazz-Fusion über Funk und Rhythm’n’Blues bis zu brasilianischer Musik reicht.

 

Quelle: JazzEcho

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04.07.2014 frischer und optimistischer Elektropop

GFDK - Peter Goebel

Das neue, lang erwartete vierte Album Star Climbing von Zoot Woman ist deutlich unterschiedlicher Natur: der frische und optimistische Elektropop mit dem prägnanten, charmant weltmännischen Gesang von Johnny Blake wurde in vier verschiedenen Studios in Großbritannien und im Studio von Stuart Pricein L.A. geschrieben und aufgenommen.

„Wir hatten das Bedürfnis, unseren eigenen Stil in Frage zu stellen, neue Wege der Kreativität zu beschreiten. Es ist fraglos mein Lieblingsalbum. Der Titel Star Climbing handelt von der Vorstellung, sich nach Dingen zu sehnen, die das eigene Verständnis übersteigen.“ (Johnny Blake, Zoot Woman)

„Das Album haben wir innerhalb von 3 Jahren aufgenommen. Es ist bis dato unser markantestes Album, da es unsere verschiedenen Geschmäcker und Styles vereint.“ (Stuart Price, Zoot Woman)

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The Stars Are Bright“ entstand als erstes Lied für das Album. Ein pulsierender Elektropop-Reißer mit Doppelbeats und anschwellenden Synthies, der vom Technoclubsound der Neunziger beeinflusst ist und die Marschroute für das Album vorgibt: „We’ve changed the way we see the world.“

Don't Tear Yourself Apart“  ist die erste Singleauskopplung aus dem Album, entstanden aus dem Bedürfnis auf Hoffnung, wenn einem alles im Leben düster erscheint: „When it all seems to bring you down don’t tear yourself apart, I can promise you better ways, we’ll be living in better days.“ Die Entstehungsgeschichte ähnelt der von „It’s Automatic“: ein einfacher Song mit minimaler Musik, der auf einem alten Casiosynthesizer und einem 909 Drum-Synthesizer verfasst wurde.

„Das Lied ist den Zeiten gewidmet, wenn man sich ganz verloren fühlt, aber jemand einem Mut macht, dass alles wieder gut wird.“ (Adam Blake, Zoot Woman)

Das britische Elektropop-Trio, bestehend aus dem Produzenten Stuart Price (Madonna, The Killers, Pet Shop Boys, Les Rhythmes Digitales und Jacques Lu Cont) und den Brüdern Johnny (Gitarre, Gesang) und Adam Blake (Keyboard), traf sich bereits während der gemeinsamen Schulzeit in der englischen Stadt Reading. Ihr Debütalbum „Living In A Magazine“ (2001) wurde als einer der wichtigsten Vorboten moderner Elektropop-Musik gepriesen, dessen Singleauskopplungen wie „It’s Automatic“ und „Information First“ in bester Hall & Oates/Pet Shop Boys-Tradition glänzten und dessen Stil das Leitbild einer konzeptuellen Ästhetik wurde. Zoot Woman veröffentlichten anschließend noch zwei weitere Alben, „Zoot Woman“ (2003) und „Things Are What They Used To Be“ (2009), begleitet von schier endlosen Tourauftritten. Dabei fanden sie auch noch die Zeit, unter dem Namen Paper Faces Künstler wie die  Scissor Sisters und Madonna zu remixen.

 

 

Peter Goebel
PR Beratung & Promotion
St. Georgs Kirchhof 23
20099 Hamburg
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04.07.2014 Lebensfreude vs. Hoffnungslosigkeit

GFDK - Edel

Als ausgewiesene Schubert-Expertin nimmt die Pianistin Klára Würtz sich auf diesem Album der Aufgabe an, die emotional oftmals zum Auseinanderbersten verschiedenartige Musik Franz Schuberts in einer Geschichte zu erzählen: Hier heitere, jugendliche Lebensfreude, dort die völlige Hoffnungslosigkeit eines einsamen Mannes.

An den Klaviersonaten No. 13 in A-Dur, D 664 (von 1819) und No. 21 in B-Dur, D 960 (1828) exerziert Würtz beispielhaft diese emotionalen Extreme und doch stehen die Stücke nicht krude nebeneinander: Mit ihrem warmen, sanglichen und strukturierten Spiel stellt Würtz die großen musikalischen Parallelen zwischen den emotionalen Extremen in Schuberst Musik heraus.

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Sie markiert die Gemeinsamkeiten in den unverkennbar ausdrucksreichen Stimmführungen und raffinierten Arrangements als leuchtende Orientierungslinien, die dem Hörer einen beinahe intuitiven Weg in Schuberts vielschichtiges musikalisches Seelenleben bahnen. Dies gelingt ihr so selbstverständlich, dass die amerikanische Presse sie unlängst mit Namen wie Brendel, Perahia und Uchida verglich.

Das AlbumFranz Schubert: Piano Sonatas“ erscheint am 08.08.2014 auf Piano Classics.

 

 

Edel:Kultur
Sven Schuhmann
- Label-Management -
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22763 Hamburg
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03.07.2014 Mut, Kreativität und Neugier

GFDK - Uwe Kerkau Promotion

Wenn sich Publikum und Kritiker über Tim Allhoff äußern, klingen sie durchweg euphorisch. Die Rede ist vom „Piano-Shootingstar der Republik“ (JazzThing) oder dem „wichtigsten Newcomer der deutschen Jazzszene“ (JazzEcho). Dabei absolvierte Allhoff, geboren 1980, zunächst eine klassische Klavierausbildung, bevor er sich am Richard-Strauß-Konservatorium in München dem Jazz-Piano zuwandte.

Mit seiner wachsenden Leidenschaft für die Kunstform des Jazz sammelte er bereits in jungen Jahren Erfahrungen in verschiedensten Formationen und machte sich rasch auch über den süddeutschen Raum hinweg einen Namen: Konzerte und Tourneen brachten ihn u.a. nach Frankreich, England, Holland, Österreich und in die Schweiz.

Auch auf den Festivalbühnen des Rheingau Musik Festival, Elbjazz-Festival oder dem Palatia Jazz Festival stand der gebürtige Augsburger bereits. Daneben spielte er in den vergangenen Jahren mit u.a. Größen wie Nils Landgren, Larry Grenadier, Johannes Enders, Dieter Ilg, Tony Lakatos. Zusätzlich arbeitet Allhoff als freier Arrangeur und Komponist von Bühnen- und Filmmusik („Das letzte Schweigen“, 2009) und war von 2009 bis 2011 musikalischer Leiter des Theaters Ingolstadt.          

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Sein außergewöhnliches Talent spiegelt sich auch in der Vielzahl seiner Auszeichnungen wieder: Der Pianist erhielt den Bayerischen Kunstförderpreis (2013), den ECHO JAZZ 2011 als NEWCOMER NATIONAL, den Jazzförderpreis der Stadt Ingolstadt (2010), den Augsburger Kunstförderpreis (2008) und belegte den 2. Platz beim Münchner Gasteig-Wettbewerb (2006).  

Doch damit nicht genug: 2008 gründete er sein eigenes Trio, bei dem er gemeinsam mit dem  Bassisten Andreas Kurz, ausgezeichnet mit dem Bayerischen Kulturförderpreis 2010, und Bastian Jütte, einem der vielseitigsten Schlagzeuger der deutschen Jazzszene, auf der Bühne steht. Mit ihrer internationale Bühnen- und Festivalerfahrung u.a. neben Johannes Enders, Jamie Cullum, Michael Wollny oder Klaus Doldinger sind die beiden Musiker eine kongeniale Ergänzung zu Allhoffs Piano.   

2010 gewann die Band (Debutalbum ‚Prelude‘) den „Neuen Deutschen Jazzpreis“. 2011 wurde Tim Allhoff mit dem ECHO JAZZ als „Newcomer des Jahres national“ prämiert. Im Oktober 2012 präsentierte das Tim Allhoff Trio sein mit Spannung erwartetes zweites Album „Hassliebe“, für welches Bastian Jütte mit dem ECHO JAZZ 2013 als „Schlagzeuger des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Mittlerweile hat sich das Trio zu einer festen Größe in der deutschen Jazzszene etabliert und steht bei vielen namhaften Clubs und Festivals auf der Bühne (u.a. Jazzfestival Burghausen, Rheingau Musikfestival, Elbjazz). „...das alles wirkt, obwohl streng durchstrukturiert, so leicht, locker und verspielt, dass man aus dem Staunen kaum herauskommt. Dieses Trio wird zweifelsfrei für internationales Aufsehen sorgen. Großer Applaus." (WIESBADENER KURIER)                                                   

Mut, Kreativität und Neugier: Diese Eigenschaften wird das Tim Allhoff Trio auch auf ihrem neuen Album „Kid Icarus“ erneut unter Beweis stellen. Als Inspiration diente ein Zitat von Oscar Wilde: "Never regret thy fall, oh Icarus of the fearless flight, for the greatest tragedy of them all is never to feel that burning light." Bereue nicht deinen Fall, oh Ikarus, denn nur so hast du das feurige Licht gespürt. Ohne Angst die Sonne zu suchen, den festen Boden verlassen um fliegen und Neues entdecken zu können – mit „Kid Icarus“ wagt sich das Trio nun noch einen Schritt weiter als bisher. Die musikalische Sprache wird individueller, harmonischer und komplexer – ohne jedoch ihren Groove zu verlieren. Effekte wie Overdubs und Elektronik spielen eine größere Rolle als zuvor, überdecken jedoch nicht die Natürlichkeit der Musik. Auch wenn die Kompositionen durchweg anspruchsvoll sind, sorgen gerade Beats, melodiöse Elemente und Hooklines für einen poppigen und verspielten Sound. Der titelgebende Held Ikarus schwebt allgegenwärtig über diesem Album: Die Motive und Klangfarben spielen mit der Neugier, der Schwerelosigkeit und der Kraft des Fliegens und doch auch immer mit dem Abgrund

 

 

Uwe Kerkau Promotion
Hammermühle 34
D-51491 Overath
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