Nachrichten aus der großen weiten Welt

17.08.2014 Liebe, Wahnsinn, Weltverlorenheit

GFDK - Rough Trade

Zwischen Freverts Alben mögen schon mal halbe Dekaden vergehen, Stillstand gibt es bei ihm nicht. “Paradies der gefälschten Dinge”, Freverts Album Nummer fünf, markiert knapp drei Jahre nach seinem Vorgänger “Zettel auf dem Boden” eine gewaltige Veränderung.

Der Künstler wechselte Plattenfirma und Konzertagentur. Gemixt wurden die Aufnahmen diesmal von Olsen Involtini (Seeed, Peter Fox), der mehr Opulenz, aber auch gewagtere Dynamik in den Sound bringt. Großes Kino, das an Meilensteile des orchestralen Pop erinnert und Freverts Erkundungen falscher und echter Paradiese weite, lichte Klangräume öffnet.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

So können die Lieder musikalisch und lyrisch noch weitere Bögen schlagen, locken den Hörer noch tiefer in fremdes Terrain, um ihn dort mit angenehmsten Melodien und unangenehmsten Wahrheiten zu konfrontieren. Aber gerade darin liegt die Schönheit und Gemeinheit dieses Werks: die Akkorde führen den Weg in unverhoffte Richtungen, der Hörer wird hineingezogen in eine fremdartig schillernde Welt, in der er doch an jeder Ecke auf eigene Erfahrungen zurückgeworfen wird. Und auf einmal ist man dann mittendrin, in der Liebe, dem Wahnsinn, der Weltverlorenheit. In diesem Paradies mit doppelten Boden. Dieses Album wird Sie erst betören, dann verstören!

Album-Veröffentlichung: 22.08.2014



Rough Trade Distribution GmbH
Mathias-Brüggen-Str. 85
D-50829 Köln
Germany

info@roughtrade.de

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17.08.2014 Mit Sopranistin Elena Pankratova

GFDK - Hasko Witte

Im März 2014 jährte sich der Geburtstag Modest Mussorgskys bereits zum 175. Mal. Und doch ist seine Musik bis heute nicht so zu hören, wie sie von ihm tatsächlich niedergeschrieben wurde. Wohlmeinende Kollegen und Verleger waren der Ansicht, etliche „Fehler“ und Ungeschicklichkeiten des „genialen Dilettanten“ müssten ganz in seinem Sinne verbessert werden.

Aber auch mangelhafte russische Reproduktionen der Manuskripte in Faksimileausgaben haben Spuren in den Noten hinterlassen. Lange Zeit blieb dies unentdeckt, da die Originalhandschriften – obwohl in russischen Bibliotheken lagernd – nur schwer zugänglich waren und nach wie vor sind.

Der russische Pianist Andrej Hoteev ist seit seiner Entdeckung von Tschaikowskys 3. Klavierkonzert in unverfälschter Gestalt bekannt dafür, den Quellen auf den Grund zu gehen. So nutzte er die sich unverhofft bietende Gelegenheit, Mussorgskys Handschriften einzusehen, und wurde auch bei ihm fündig: Sowohl bei den „Bildern einer Ausstellung“ als auch den „Liedern und Tänzen des Todes“ fanden sich zahlreiche Abweichungen zu den herkömmlichen Notenausgaben (allein in jedem der vier Lieder an über 60 Stellen), die der Musik buchstäblich an die Substanz gehen. Die nun vorliegende Einspielung beider Werke, die der Pianist zusammen mit der russischen Sängerin Elena Pankratova vorlegt, fördert die unkonventionelle, urwüchsige Musik wieder zutage, die dem Komponisten ursprünglich vorschwebte. Im CD-Beiheft sind die wichtigsten Abweichungen auch anhand von Abbildungen aus den Manuskripten nachvollziehbar dokumentiert.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Besondere Beachtung verdient noch, dass die Lieder hier ohne die übliche Transponierung in den tatsächlich vorgesehenen Tonarten gesungen werden, da Elena Pankratova über einen Stimmumfang verfügt, der Sopran und Mezzosopran vereint. Erst kürzlich wurde die Sängerin in München als Färberin sowie als Turandot im Mariinski-Theater bejubelt. Für eine Stimme wie ihre sind die Lieder geschrieben, die in dieser Aufnahme nun auch in den richtigen Tonartenverhältnissen und mit dem Ausdruck der verschiedenen Stimmlagen wieder dem entsprechen, was dem Komponisten vorschwebte.

MODEST PETROWITSCH MUSSORGSKY (1839–1881)

„Bilder einer Ausstellung“ Erinnerung an Viktor Hartmann

Lieder und Tänze des Todes

ELENA PANKRATOVA, Sopran
ANDREJ HOTEEV, Klavier

Gespielt aus den Originalhandschriften

Album-Veröffentlichung: 29.08.2014

 

 

Edel:Kultur
Hasko Witte - Promotion
Neumühlen 17
22763 Hamburg
hasko.witte@edel.com

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16.08.2014 geschlechterrollen

GFDK - Taschen Verlag

In diesem ersten Band einer neuen TASCHEN-Reihe nimmt sich Grafikerin Yang Liu eines der heikelsten und ältesten Themen der Menschheit an: dem Verhältnis der Geschlechter – zwischen Mann und Frau, Yang und Yin, Adam und Eva, Mars und Venus, ihm und ihr. Sie meinen, das kennen Sie alles schon? Nicht so, wie Yang Liu es darstellt. Aus eigenen Erfahrungen und mit großer Akribie durchgeführten Beobachtungen schöpfend, findet Yang Liu für das traditionell mit Fettnäpfchen übersäte Feld der Genderfragen eine eingängige und prägnante Bildersprache.

Yang Lius raffinierte Piktogramme

Scheinbar schlicht und plakativ, beschwören ihre Entwürfe doch unendlich viele Assoziationen herauf. Durch das augenzwinkernde Übertragen von uralten Stereotypen auf aktuelle Situationen erlaubt uns die Künstlerin einen völlig neuen Blick auf das Verhältnis von Mann und Frau.


Scheinbar schlicht und plakativ, beschwören ihre Entwürfe doch unendlich viele Assoziationen herauf. Durch das augenzwinkernde Übertragen von uralten Stereotypen auf aktuelle Situationen erlaubt uns die Künstlerin einen völlig neuen Blick auf das Verhältnis von Mann und Frau.

Ein Spiel mit Geschlechterrollen und Klischees

Die Künstlerin:
Yang Liu wurde 1976 in Peking geboren. Nach einem Studium an der Berliner Universität der Künste arbeitete sie in Singapur, London, Berlin und New York als Grafikerin. 2004 gründete sie ihr eigenes Designstudio. Sie leitet Workshops, hält auf internationalen Konferenzen Vorträge und hat an zahlreichen Universitäten in Deutschland und anderen Ländern gelehrt. Seit 2010 ist sie Professorin an der BTK – Hochschule für Gestaltung in Berlin. Für ihre Arbeiten, die in Museen und Sammlungen auf der ganzen Welt zu sehen sind, hat sie zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Die Reihe Ost trifft West, bestehend aus Infografiken, die auf ihren persönlichen bikulturellen Erfahrungen beruhen, wurde weltweit ausgestellt und das dazugehörende Begleitbuch zum Bestseller. Yang Liu lebt mit ihrer Familie in Berlin.

c.waiblinger@taschen.com

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16.08.2014 stilistische Flexibilität

GFDK - JazzEcho

Die in einer limitierten Auflage erscheinende Compilation "Touchstone" vereint die Highlights von Manu Katchés vier gefeierten ECM-Alben.

Wenn er sich in einem einzigen Wort beschreiben sollte, verriet Manu Katché kürzlich einem französischen Magazin, dann wäre dies "coloriste". Zu Deutsch: Farbkünstler. Für einen Schlagzeuger mag das auf den ersten Blick eine überraschende Wortwahl sein. Aber Manu Katchés Art Schlagzeug zu spielen kann man tatsächlich kaum besser charakterisieren. Er benutzt sein Drum-Set wie eine Malerpalette, auf der er mit seinen Pinseln (sprich: Trommelstöcken und Besen) immer wieder neue subtile, aber auch unwiderstehlich groovende Klangfarben zusammenmischt. Mal tut er dies als Begleiter von Popstars wie Sting, Peter Gabriel und Prince, der Singer/Songwriter-Legende Joni Mitchell oder Jazzern wie Jan Garbarek und Herbie Hancock, mal auf seinen eigenen Alben.

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Vier dieser Alben spielte er in den letzten zehn Jahren für das Label ECM ein: "Neighbourhood" (2004), "Playgound" (2007), "Third Round" (2010) und "Manu Katché" (2012). Jetzt erscheint in limitierter Auflage eine Compilation mit dem Titel "Touchstone", für die aus diesen vier Alben die quintessenziellen Tracks herausgefiltert wurden. Bei der Einspielung seiner Alben änderte Katché jedesmal die Besetzung, um seiner Musik neue Nuancen zu verleihen und sie in neue Richtungen zu führen. Zu hören i st er hier u.a. mit den Saxophonist Jan Garbarek, Trygve Seim und Tore Brunborg, den Trompeter Tomasz Stanko, Nils Petter Molvær und Mathias Eick, Pianist Marcin Wasilewski und Gitarrist Jacob Young. "Touchstone" beweist Manu Katchés ungeheuere stilistische Flexibilität, die ihn befähigt, in nahezu jedem musikalischen Kontext zu spielen.

Quelle: JazzEcho

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15.08.2014 Unkompliziertes Kaleidoskop bester Pianomusik

GFDK - PR Köln

Köln, 11. August 2014. Für alle, die die besondere Atmosphäre einer Hotelbar schätzen, in der das Piano die Gäste verzaubert, empfiehlt sich der Film "Die fabelhaften Baker Boys". Wer das als Barpianist selber in die Hand nehmen möchte, der sollte sich das neue Notenalbum "PIANO LOUNGE | VOL 1" von Marcus Sukiennik sichern.

Der Kölner Komponist und Pianist hat darin die zwölf Stücke seiner gleichnamigen CD in zwei Notationen verfasst: als Transkription der CD-Aufnahme und als Leadsheets. Sie erlauben dem fortgeschrittenen wie professionellen Musiker, die teils chilligen, teils groovigen Stücke variantenreich zu spielen oder zu interpretieren. Das qualitativ hochwertig verarbeitete Notenalbum erscheint am 21. August 2014 bei "Linie 21" und kostet 19,90 Euro. Es ist wie die CD im Buch- und Musikalienhandel erhältlich.

Die abwechslungsreiche Zusammenstellung der Stücke ist Lounge-Musik pur. Ob die eigenwillig rockige Komposition "The Opener", besinnliche Balladen wie "Atme Seele, heile -- Part III", "Winterzeit" und "Air Special" oder Soul, Groove und Blues, etwa in den Kompositionen "Smile Blues", das mit dem VDM AWARD 2013 ausgezeichnete "Swinging Vendome" oder "Cebit Trip": Das kurzweilige, unkomplizierte Kaleidoskop bester Pianomusik verweigert sich bewusst jeder Kategorisierung. Mit dem Notenalbum hat der Interpret damit ein professionelles Repertoire, das Spielraum für individuelle Auftritte lässt.

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Die Fadenheftung, das "Klavierformat" und die Gelbfärbung des hochwertigen Papiers garantieren ein problemloses Lesen und ein einfaches wie robustes Handling des Notenalbums. Die einleitenden Texte sind in Deutsch und Englisch verfasst.

Der ausgebildete Pianist und Komponist Marcus Sukiennik spielt seit über 20 Jahren Piano live. Als Hauspianist im Steigenberger Grandhotel Petersberg und in der Piano Bar des Excelsior Hotel Ernst zieht er die Zuhörer ebenso in seinen Bann wie auf betrieblichen oder privaten Veranstaltungen. 2012 und 2013 wurde er mit dem VDM Award ausgezeichnet. Im Label "Linie 21" veröffentlicht er neben der "Piano Lounge" noch weitere CD-Reihen und Notenalben, etwa "Lebendige Tonwelt", "Piano Classics", "All Time Standards" und "Xmas Piano".






Pressekontakt:
Heino Schütten
PR KÖLN
Büro für Kommunikation
Goltsteinstr. 51
50968 Köln
schuetten@pr-koeln.de

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15.08.2014 Featuring Dougy

GFDK - Katrin Brauer

Der für seinen innovativen Dance-Sound bekannte Produzent und DJ Steve Angello hat die Pre Order für die erste Single aus seinem demnächst erscheinenden Soloalbum gestartet. ‚Wasted Love’ featuring Dougy von The Temper Trap kann man ab sofort überall vorbestellen. Erst vor kurzem stellte Angello den Song beim berühmten Park Festival in Großbritannien zum ersten Mal seinen Fans vor und hat dafür bereits jede Menge positives Feedback aus aller Welt erhalten. MTV erklärte begeistert, dass der Track äußerst erfolgreich „Angellos elektronische Handschrift und Dougys fesselnde Vocals miteinander mischt“, und BBC Newsbeat lobte den „eingängigen, instrumentalen Dance-Sound.“

Der Text für ‚Wasted Love’ stammt von Dougy Mandagi, Sänger der australischen Band The Temper Trap, der schon lange ein bekennender Fan von Angellos reichhaltigem Repertoire an bahnbrechenden Signature Tracks ist. Das Lyric-Video der neuen Single wurde in Angellos Heimatstadt Stockholm gedreht und besticht durch atemberaubende Luftaufnahmen, Close-Up-Shots von Fans während der Live-Shows und packende Schwarz-Weiß-Bilder. Die harmonische  Zusammenarbeit mit Dougy ist nur eine von vielen einzigartigen Kollaborationen auf Angellos demnächst erscheinendem Debüt-Album „Wild Youth“, das für Dancing Astronaut zu „einem der am meist ersehnten Dance-Alben der letzten Jahre“ zählt.

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Wasted Love’ bekommt auch Unterstützung aus der Radio-Ecke: Zane Lowe von Radio 1 sprach vom „besten Song der Welt“ und Geronimo, Senior Programm-Direktor von SiriusXM,  erklärte, dass „der Song alle Erwartungen übertrifft und für unglaubliche Begeisterung bei den Hörern gesorgt hat, nachdem er das erste Mal bei uns lief“.

Steve Angello zählte zu den Pionieren der Underground-Musikszene in Stockholm, bevor er sich als Mitglied des elektronischen Dance-Trios Swedish House Mafia international einen Namen machte. Swedish House Mafia verkauften allein in den USA mehr als drei Millionen Singles, darunter der Mega-Hit ‚Don’t You Worry Child’, und waren die erste Dance Group, die im Madison Square Garden vor ausverkauftem Haus auftrat. Steve Angello tourte bereits über sechs Kontinente und in 70 Ländern und stand bei großen Festivals wie Coachella, Lollapalooza, dem Ultra Music Festival und Electric Daisy Carnival auf der Bühne. Im Moment ist er gerade dabei, sein Album „Wild Youth“, das im Herbst 2014 auf Columbia Records erscheinen wird, fertigzustellen. 

Über Steve Angello

Steve Angello ist ein erfolgreicher Musiker, Produzent, DJ und Unternehmer aus Stockholm/ Schweden, der bereits mehrfach mit Platin ausgezeichnet wurde und vor allem für seine Zeit bei der Swedish House Mafia und seine innovativen Marketingideen bekannt ist. Sein musikalischer Siegeszug begann im Alter von 12 Jahren, als er anfing, an den Turntables Hip-Hop, Breakbeats und Klassiker der 70er Jahre zu mischen. Ein paar Jahre später kam er das erste Mal mit elektronischer Musik in Berührung und fasste in Stockholms House-Szene schnell Fuß. Der Durchbruch gelang Angello 2004 mit dem innovativen Remix der Eurythmics-Klassikers ‚Sweet Dreams’. Im Anschluss folgten eine ganze Reihe von Signature Tracks wie ‚Woz Not Woz’, ‚KNAS’, ‚Rave nRoll’ und der Mega-Hit mit

Supermode (Steve & Axwell), der ihn endgültig zu einer echten Größe in der House-Szene machte. Aber im Laufe der Jahre etablierte sich Angello auch erfolgreich als Produzent und war an so prestigeträchtigen Projekten wie David Guettas ‚Baby When the Light’ (featuring Cozi), Taio Cruz' ‚Troublemaker’, ‚Shortcaller’ und ‚Positive’, will.i.ams ‚This Is Love’ (featuring Eva Simons) und Ushers ‚Numb’ und ‚Euphoria’ beteiligt. 2003 gründete er das Label SIZE, bei dem international erfolgreiche Künstler wie Avicii, Tiësto, Eric Prydz, Depeche Mode, Sebastian Ingrosso, Laidback Luke, Nicky Romero, Afrojack, Jacques Lu Cont und auch er selbst unter Vertrag sind. Im August 2013 feierte SIZE mit dem Release von ‚SLVR’ (gesprochen: Silver) sein zehnjähriges Jubiläum und im März diesen Jahres brachte das Label gemeinsam mit Angellos Kreativ-Agentur Rebels Studios ein weiteres „Geburtstagsgeschenk“ heraus: ein Album mit allen 100 Titeln, die bisher auf SIZE erschienen sind. Die preisgekrönte Kampagne mit dem Namen #DECADE ermöglichte es den Fans, sich zehn Jahre Musikgeschichte kostenlos über Google Play herunterzuladen.

 

 

KATRIN BRAUER
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Moltkestraße 82-84
50674 Köln
Mail: kb@katrin-brauer.de

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14.08.2014 amüsant

GFDK - Ullstein Buchverlage

Wenn in einem Raum voller Psychopathen jeder ein Messer in der Hand hat, bist du entweder in Schwierigkeiten oder in einer Restaurantküche. Monocle ist beides. Sein Vater hält ihn für einen Versager, was Monocle zwar nicht so sieht, aber nicht beweisen kann. Er ist pleite, steckt in einer Sinnkrise und befindet sich gegenwärtig als Küchenhilfe ganz unten in der Nahrungskette des Londoner Restaurants „Swan“.

Psychopathen in der Küche

Die Küche wird regiert von Irren, von denen einige brillante Köche sind, andere einfach nur Sadisten. Wie Bob, der Chef. Aber auch die Gäste sind nicht ohne, zum Beispiel der Dicke, der am liebsten vom Aussterben Bedrohtes ordert. Als die Küchenmannschaft gegen Bob aufbegehrt, der Dicke ein exotisches Tier zu viel bestellt und Monocles Vater ehekrisenbedingt bei ihm einzieht, geraten die Dinge zunehmend außer Kontrolle. Und Monocle muss zum ersten Mal in seinem Leben für das kämpfen, was ihm wichtig ist.

Alles andere als Zuckerschlecken

»An schlechten Tagen fühlte ich mich wie am Abgrund. Aber meistens war ich einfach verwirrt – wie war ich hier gelandet, wie kam ich hier wieder raus? Eines war mir sonnenklar: Kochen war ein schrecklicher Job für undankbare Arschlöcher, Menschen, die völlig am Ende waren und nichts anderes konnten. Alles an dem Job war schrecklich, sogar das Kochen selbst, das nur ungefähr zwei Prozent der Arbeit ausmachte. Es war Knochenarbeit zu Hungerlöhnen, gefährlich, eine Tyrannei, Stress zu aberwitzigen Arbeitszeiten, man fror, man verbrühte sich die Finger und schnitt sie sich ab dabei. Das war doch gewiss nicht für mich gedacht.

Einen Mann, der die großen Werke der Literatur gelesen und seine Zeit mit Shakespeare und Joyce verbracht hatte. Schließlich hatte ich einen Abschluss in Anglistik, woran ich Rassisten-Dave erinnerte. ›Na, davon wird der Sack Kartoffeln aber auch nicht schneller geschält‘‹ sagte er.« Ein Roman wie ein gutes Steak: gehaltvoll, scharf gewürzt und schön blutig. Simon Wroes Debüt ist alles, nur keine Schonkost.

Simon Wroe ist gelernter Koch

Er arbeitet inzwischen als freier Journalist. Beiträge von ihm erscheinen unter anderem in The Economist, The Guardian und The Evening Standard. Chop Chop ist sein erster Roman.

 

"Der Roman 'Chop Chop' ist großartig, absurd, dunkel und opulent."

NEON, Verena Lugert, 01.07.2014

"Britischer Humor vom Besten!"

Morgenpost am Sonntag, 04.05.2014

"Ein aberwitziger Roman, der die Welt der Profiköche in schwarzen Farben malt."

Schweriner Volkszeitung, 12.05.2014


Ullstein Verlag, erschien im April 2014

christine.heinrich@ullstein-buchverlage.de

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14.08.2014 Chart-Classics

GFDK - Sony Music

Wenn es stimmt, dass Nachahmung die aufrichtigste Form der Schmeichelei ist, dann besteht RESAID aus purer Bewunderung. Die Idee, sich den größten Dance-Hits der 1990er und 2000er musikalisch neu zu nähern und ihre Qualität durch das Übersetzen in ein akustisches Gewand auf ganz andere Art zu beweisen, ist nicht nur spannend, sondern auch eine Hommage. Und wenn sie dann noch von zwei jungen Frauen Anfang Zwanzig getragen wird, dann klingen die Chart-Classics von damals modern, facettenreich – und erzählen eine ganz neue Geschichte.

Als einige der Hits wie „All That She Wants“ (im Original von Ace of Base), „Freed From Desire“ (Gala), „Rhythm Is a Dancer“ (Snap!) und „What Is Love“ (Haddaway) geschrieben und veröffentlicht wurden, waren Tamy und Leo gerade erst geboren. Für die beiden RESAID- Sängerinnen sind diese Tracks Klassiker, an die sie unbelastet herangehen und die sie ganz neu interpretieren konnten – eine essentielle Voraussetzung dafür, dass die Songs auf „ACOUSTIC ADVENTURES“ oft kaum wiederzuerkennen sind.

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Auch „Toca’s Miracle“, die erste Single aus dem erstaunlichen Konzeptalbum, glänzt mit Details, die auf den Dancefloors rund um das Jahr 2000 eventuell weniger deutlich wahrgenommen wurden: hervorragendes Songwriting und extrem raffinierte Melodieführungen. Bei RESAID geht es deshalb weniger um den Sound, als darum, das eigentliche Geheimnis der Erfolgstracks freizulegen und ins Rampenlicht zu stellen – denn richtig gute Kompositionen funktionieren unabhängig von Genre und Zeitgeist. Aus Liebe zur Musik macht RESAID jetzt die Songs zum Star.

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14.08.2014 zeitgemäße Klangwelten

GFDK - ACT

Spätestens seit seinem für den Mercury Award nominierten Solowerk „Good Days at Schloss Elmau“ gehört der Pianist Gwilym Simcock zur Speerspitze des Jazz aus Großbritannien. Chick Corea nennt ihn ein „Original, ein kreatives Genie“ und Simcocks Landsmann Jamie Cullum erklärt ihn zu „unserem besten jungen Klavierspieler“. Mit „Instrumation“ präsentiert sich der gebürtige Walliser nicht nur als Klaviervirtuose, sondern auch als kreativer Schöpfer eleganter Jazz-Orchester-Kompositionen.

Die führende britische Tageszeitung The Guardian lobte die in zwei Suiten unterteilte Einspielung in höchsten Tönen und verlieh ihr 4 Sterne. Auch die Financial Times feierte die „meisterhafte Ausweitung seines blühenden und rhythmischen Pianostils“ enthusiastisch. Auf „Instrumation“ spielt Simcock seine Ader für die romantisch-klassische Kunstmusik aus. Seine lebendigen Kompositionen sind der City of London Sinfonia wie auf den Leib geschrieben.

Ergänzt wird das renommierte Orchester neben dem Fixpunkt Simcock am Klavier um namhafte Jazzsolisten wie Yuri Goloubev und John Parricelli. Teil 1 „Move!“ ist ein subtiles, aber auch rhythmisch treibendes Orchesterwerk, indem Simcock die abendländische Kunstmusik mit Jazzimprovisation geschickt verschmelzen lässt. Die Solopiano-Einlagen fungieren dabei als Bindeglied zwischen der durchkomponierten Struktur und der elegant harmonisierten Instrumentierung. Im Kontrast zum ersten Teil präsentiert sich „Simple Tales“ mit einer Kollektion einfacherer Melodien. In seinem bemerkenswerten Werk kreiert Simcock eine ausgeklügelte und zeitgemäße Klangwelt, die den Musikern den nötigen Freiraum zwischen Partitur und Improvisation ermöglicht.

I wrote 'Move!' for myself on piano with the City of London Sinfonia in Spring 2011. When the opportunity came to record it I decided to enhance the rhythmic aspect of the music by creating a trio with Yuri and Martin at the heart of the piece. This allowed me to explore further the improvised sections of the music, and although I've been a little more selfish than usual in taking most of the solo spots, it is the interplay of the rhythm section as a whole which I feel gives the music its drive and energy. The suite runs straight through as one long piece of music, with solo interludes providing a link between the varying styles of the three movements, and providing a contrast to the through-composed nature of them.

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'Clunky' is based on a very simple harmonic progression, the bass line of which is mapped out by the cello right from the initial statement. It blossoms out from this basic 4-section form, and develops with space for myself to improvise over an orchestral backing that builds underneath. This textural scheme reappears throughout the suite, and one of the interesting challenges in the mixing process wasto weigh up the importance of the piano and the orchestra to create a satisfactory 'foreground' and 'background' to the music. For me the piano is simply an instrument of the ensemble, but sometimes the importance of the solo line needs to take precedence, and I hope we arrived at a successful 'blend' of these two in the end.

'Columns' refers to the initial theme, stated by the piano (coming out of the improvised interlude), which has a stately, almost chorale/organ-like feel to it. Again, the piano leads the movement from a soloist's point of view, but also has the job of fitting into the texture of the orchestra as a whole. As the movement develops, I wanted the harmonic progression to feel not only vertical but also have a strong sense of the horizontal, so the main improvised piano solo is accompanied by a lighter approach to the bass than would maybe be the case in a more conventional jazz context. At the end is a clearly stated progression of seven chords, which brings a conclusion to the harmonic arc that I wanted to create across this movement.

The second piano interlude is quite programmatic - a firing up and winding up of the 'machine' that is the spirit of 'Industrial'. In recent years I’ve tried to develop the rhythmic side of my piano playing, as well as the exploring the possibilities of becoming more expansive and less restrained in my approach to music making in general. I owe a big thanks to my fellow pianists Michael Wollny and Iiro Rantala for their inspiration in this regard - I learned a lot from playing with them recently on an ACT piano summit tour. This movement has an almost constant mechanical drive to it - beautifully led by the energetic but sensitive playing of Martin and Yuri – and this, I hope, provides an exciting climax to the suite.

'Industrial' is dedicated to my Dad, and his love of all things industrial - not to mention his fondness for a tune you can actually tap your feet to!

'Simple Tales’ requires a little less explanation. I feel, save to say that it was originally a commission for Classical piano trio (violin, cello and piano) that I wanted to augment (as with 'Move!') by adding bass and drums. The suite has been reworked to make it more suitable for this line-up, but essentially it is a collection of more straightforward tunes that are a little more conventional in form and hopefully a suitable contrast to 'Move!' Part of me wanted to expand this line-up further, along the lines of the excellent chamber music albums made by Billy Childs in America, but I concluded that a quintet would be a more effective way to complete this recording. 'Dance!' is dedicated to my Mum and her great enjoyment of Celtic folk music. 'Mr. Bricolage' is inspired by a French builders’ merchants.

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13.08.2014 Phänomen unserer Zeit

GFDK - Sony Musik

Kygo — oder Kyrre Gørvell-Dahll, wie der 22jährige Produzent aus Norwegen mit bürgerlichem Namen heißt, — hat die Internet-Gemeinschaft mit einer ganzen Reihe von hochkarätigen Remixen für Künstler wie Coldplay, aber auch mit inoffiziellen Mixen von Songs für Ed Sheeran, M83 und Ellie Goulding im Sturm erobert.

Mit fast 250.000 Abonnenten bei Soundcloud, beinahe 40 Millionen Aufrufen der Songs in seinem Kanal und nicht weniger als 10 Nummer-1-Erfolgen in den Hype Machine Charts ist Kygo zu einem wahren Phänomen unserer Zeit geworden. Schon heute hat er das Zeug dazu, die größten Hallen weltweit bis auf den letzten Platz zu füllen. Zurzeit ist Kygo mit dem Feinschliff an einem neuen Remix für Lana Del Reys ,West Coast‘ (Polydor) sowie mit seiner einzigartigen Aufbereitung von Kyla La Granges Single ,Cut Your Teeth‘ beschäftigt.

Sein Remix von ,Cut Your Teeth‘ war zunächst eine nicht autorisierte Bootleg-Aufnahme, die aber direkt auf Platz 1 der Hype Machine Charts landete und nun zum offiziellen Remix erklärt wurde; mit internationalem Erfolg in den iTunes Electronic Charts. Kyla und Kygo arbeiten nun zusammen an neuem Material; darunter auch ein Song für Kygos bald erscheinendes Debütalbum.

Kyla La Grange ist zurück und ihre Songs sind leichter und beschwingter geworden. Ihr in Kürze erscheinendes zweites Album, der Nachfolger zum Debüt Ashes (2012) führt die Sängerin und Songwriterin in eine ganz neue, fesselnde Richtung, mit einem Gespür für Initiative, Entschlossenheit und einem völlig frischen musikalischen Ansatz.

In der Zeit nach der Veröffentlichung von Ashes reiste Kyla nach Südafrika, der Heimat der mütterlichen Seite ihrer Familie. Über Weihnachten lebte sie bei ihren Großeltern und einer Tante. Entspannt und weit entfernt vom Druck der Musikbranche begann sie wieder, neue Songs zu schreiben. Dieses Mal allerdings tauschte sie die Gitarre mit Garagenband und einem Relikt aus ihrer Kindheit: „Meine Mutter entdeckte ein altes Keyboard, das ich hatte als ich 12 war, mit all diesen idiotischen, aber wirklich guten Sounds — Xylophon, Kalimba und Samples aus den 80ern. Es war wirklich ein Spaß“, erinnert sie sich. „Es erinnerte mich an die Zeit, als ich jünger war und ich zwang meine Freunde, in meinen Keller zu kommen und in einer Ecke Songs mit mir zu schreiben.“

Die Neuentdeckung dieser alten Technik hatte einen gewinnbringenden Effekt. Kyla erklärt: „Es brachte eine Menge von Songs dieser Zeit wieder hervor, und all die Geschichten, die andere Kinder mir erzählten, als ich aufwuchs, und all die Leute, die ich damals getroffen habe.“

Während die Songs Form annahmen, wurde klar, dass Kylas zweites Album eine Reminiszenz an ihre Kindheit und Jugend werden würde, mit einer Reihe von Beobachtungen der Zeit und der Menschen, die damals eine Rolle spielten.

Und was ihren musikalischen Quantensprung betrifft, so wurde dieser teilweise dadurch ausgelöst, dass sie dieses Mal einen Computer nutzte, um an Ihren Demos zu arbeiten und teilweise dadurch, dass sie vom Elektro-Produzenten James „Jakwob“ Jacob, der schon Remixe für so ziemlich jeden von Ellie Goulding und Lily Allen bis hin zu Usher und Lana Del Rey produzierte und sich darüber hinaus auch noch mit seinen eigenen Songs einen Namen gemacht hat, gebeten wurde, auf einem seiner Tracks zu singen.

„Es lief wirklich gut und ich mochte seine Produktionen sehr, und so fragte ich ihn, ob er einen meiner neuen Songs ,Cut Your Teeth‘ mit mir produzieren wollte“, erklärt sie. „Also machten wir diesen Song und ich spielte ihn meinem Manager und dem Team vom Label vor, und sie fanden ihn alle großartig“.

Und so kam es, dass Jakwob und Kyla alle Songs - mit Ausnahme von einem - für ihr zweites Album gemeinsam produzierten, und Cut Your Teeth zur ersten Single wurde. Es ist das erste Mal, dass Jakwob ein ganzes Album für einen einzelnen Künstler produziert hat. Kyla nahm zwei weitere Songs mit Jas Shaw von Simian Mobile Disco und einen mit Igor Haefeli von Daughter auf. Wer auch immer bei ihr auf dem heißen Stuhl im Studio saß, die Arbeit lief gleichmäßig reibungslos.

„Es war so schmerzlos“, sagt sie über die Arbeit an der neuen Platte. „Mein erstes Album aufzunehmen dauerte Jahre und war ein wirklicher Kampf. Ich war so besessen von Beziehungen auf diesem Album, dass alles nur um Herzschmerz ging. Wenn du unglücklich bist, kannst du über nichts anderes schreiben, aber dieses Mal war ich nicht deprimiert. Das befreit dich und du kannst über andere Dinge schreiben. Dieses Album zu machen war viel einfacher."

Kyla scherzt, dass sie alles falsch herum gemacht hat - da sie nun eigentlich das schwierige-zweite-Album-Syndrom erleiden müsste. Sie beschreibt die neue Richtung als spartanischen Pop, der akustische und elektronische Elemente vereint, mit Gitarren, Bass und Schlagzeug,  aber auch mit Synthesizern und verschiedenen Keyboards. Jakwob übernahm die Programmierung und die Musiker ihrer Band stehen schon bereit, um Kyla bei der Live-Präsentation ihres Albums zu unterstützen.

Wenn das neue Album ein Motto hat, dann geht es um vergangene Ereignisse, die auch im Erwachsenenalter noch nachhallen. In ,Cut Your Teeth‘ geht es um ein „Kind, das zurecht gewiesen wird“. ,Fly‘ handelt von Mobbing unter Jugendlichen. ,White Doves‘ geht zurück auf ein seltsames, gruseliges Ereignis ihrer Kindheit, als sie „sich in ein Zimmer einschlich, wo angeblich ein Mann begraben lag, um Süßigkeiten zu klauen“. Das Unheimliche, wenn nicht Übernatürliche ist eine Art Leitmotiv. „Ich habe früher oft ein Spiel namens Matchy-Matchy gespielt, in dem ich meinen Freunden erzählte, dass jemand kommen und sie umbringen würde, während sie schlafen“, sagt sie und beeilt sich hinzuzufügen, dass das Ganze eher witzig als bösartig gemeint war.

,The Knife‘ handelt von „Menschen, die sich über eine Beziehung definieren und nichts mehr haben, wenn diese zu Ende ist“. ,Maia‘ beschreibt „die Angst vor dem Tod und dem Ende der Welt“. ,I‘ll Call For You‘ erzählt davon „jung zu sein und Angst vor dem Sterben zu haben“ - Kyla erinnert sich daran, wie sie als Fünfjährige aus ihrem Kinderzimmer nach ihren Eltern schrie, in jungen Jahren schon voller Angst vor der Endlichkeit. ,Never that Young‘ wirft einen misstrauischen Blick auf die Ehe. ,Cannibals‘ handelt von „Menschen, die so ineinander verschlungen sind, dass es so scheint, als würden sie sich gegenseitig aufessen“.

Über die neuen Songs sagt Kyla, dass „sie Dinge betrachten, die damals schrecklich waren, die schlimmen Dinge, die Menschen sich gegenseitig antun.“ Aber der springende Punkt ist, dass sie sich diese Dinge mit einer relativen Gelassenheit ins Bewusstsein zurück holt.

„Es sind einige weniger fröhliche Songs auf dem Album, aber sie sind größtenteils aus beobachtender Perspektive geschrieben“, stellt sie klar.“ Die emotionale Intensität des ersten Albums, das ich so stark gefühlt habe, ist nicht da. Das war die Verzweiflung eines Teenagers. Dieses Mal denke ich eher, ,Oh mein Gott, mir geht es tatsächlich gut.“

„Ich bin in meinen Zwanzigern, zufrieden und ich denke mir, „Puh, ich bin froh, dass das alles nicht jetzt passiert“, fährt sie lachend fort. „Das letzte Jahr über habe ich mich gesetzter und glücklicher gefühlt als je zuvor. In allen Interviews zu meinem ersten Album hieß es ,Warum schreibst du so traurige Songs?‘ - ,Weil ich traurig bin, was denkst du denn?‘ Bei ,Ashes‘ habe ich mir viel von der Seele geschrieben, und das unter Tränen. Ich steckte so drin in der ganzen Sache. Dieses Mal war alles so viel kreativer und schöner. Der ganze Prozess war befreiter“.

Die Songs sind raffiniert produziert, minimal aber effektiv, wobei einige den beobachtenden Texten ein episches Gefühl verleihen, das an die Powerballaden der 80er Jahre erinnert — Bonnie Tylers ,Total Eclipse Of The Heart‘, Hearts ,Alone‘ oder T‘Paus ,China In Your Hand‘ sind und bleiben die musikalischen Eckpfeiler aus Kylas Jugend.

„Ich habe ,China In Your Hand‘ auf einem Markt gekauft, als ich 10 war und ich habe es immer und immer wieder gespielt“, erinnert sie sich. „Ich habe dazu im Wohnzimmer einen ,Napoleon Dynamite‘-artigen Tanz dazu getanzt und den Refrain lauthals mitgesungen. Den Refrain liebe ich immer noch und ich werde es immer tun“.

Der Großteil der Musik, erklärt Kyla, ist reduziert, nicht so vielschichtig und passt zu dem provisorischen Ansatz, der schon aus der ersten Single hervorsticht. „Ich wollte ein bisschen von diesem ,Ich-bin-im-Keller-mit-Garageband-und-einem-abgerockten-Keyboard‘-Gefühl aufrecht erhalten,“ sagt sie.

Seit Ashes hat sie einen langen Weg zurückgelegt, soviel ist klar.

„Ich hab damals mit Folk angefangen, bin bei Akustik-Abenden aufgetreten und die Songs auf meinem Debütalbum bestanden erst auch nur aus einer Akustikgitarre und mir, bevor sie dann groß und rocklastig wurden. Dieses Mal habe ich für einen Song erst einmal einen Beat gefunden und darauf dann die Tonart aufgebaut und eine Geschichte darum gestrickt.“

Aber — für die Fans ihrer früheren Songs besteht sie darauf — das Album erzählt nicht einfach nur die Geschichte von Kyla, die nun das Glück gefunden hat. „Persönlich bin ich glücklich, aber ich werde immer über dunklere Themen schreiben, weil es ziemlich langweilig ist, über schöne Dinge zu schreiben“, meint sie.

Jetzt wissen wir, woher ihre Musik kommt. Aber welche Richtung wird sie nun einschlagen?

„Ich bin einfach nur glücklich, dass ich das Album gemacht hat“, antwortet sie. „Ich kann nicht glauben, dass ich in meinen Zwanzigern bin und wirklich Musik mache — das ist so cool. Ich war nie eine Künstlerin, deren Ruf auf Hits oder Hype aufbaute. Ich hatte nie große Erwartungen. Ich liebe es einfach, Songs zu schreiben und Musik zu machen. Und wenn dieses Album ankommt, großartig — denn das bedeutet, dass ich noch eins machen kann.“

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