Nachrichten aus der großen weiten Welt

04.08.2014 Emotionen pur

GFDK - Universal Music

Bringen wir es gleich auf den Punkt: Das dritte Album von ANGUS & JULIA STONE ist nicht nur absolut fesselnd, sondern auch das beste Album, das die Geschwister bisher gemacht haben – ein Album, das recht spontan aus der Situation heraus entstand, völlig ungeplant.

Es brauchte erst den Anstoß eines legendären amerikanischen Produzenten: Von Jay Z bis zu den Beastie Boys, Johnny Cash und den Red Hot Chili Peppers – Rick Rubin kennt sich mit guter Musik aus. Als er auf der Party einer Freundin die Musik von Angus und Julia hörte, beschloss er, sich mit ihnen in Verbindung zu setzen. Julia erhielt eine Email von den Partnern des bekannten Produzenten und früheren Def Jam-Chefs. Sie besuchten eines ihrer Solokonzerte in New York und baten sie um ein Treffen. Einige Wochen später traf Julia in L.A. auf Rick Rubin. “Irgendwann sagte ich ihm, dass ich gar nicht mit meinem Bruder zusammen Musik mache”, erinnert sich Julia. “Und Rick antwortete, ‘Okay, Angus würde ich auch gerne kennenlernen’.”

Ihre Geschichte ist bekannt: Die Geschwister wuchsen im Norden Sydneys am Wasser auf und sorgten nach ein paar frühen EPs und Mundpropaganda 2007 mit ihrem DebütalbumA Book Like This” für Aufmerksamkeit. Produziert wurde es in London von Fran Healy (Travis). Drei Jahre und zahlreiche Tourneen durch Europa, Nordamerika und Australien später lieferten Angus & Julia das mehrfach mit Platin ausgezeichnete AlbumDown The Way” mit dem ruhigen Hit “Big Jet Plane” ab. Es war ein durchschlagender Erfolg: #1-Album, Spitzenposition der von Zuhörern gewählten Triple J Hottest 100, Single und Album des Jahres, gekürt von den offiziellen ARIA-Charts – und Einladungen zu Festivals wie Splendour In The Grass, Coachella, Bonnaroo, Austin City Limits, usw. Nach Jahren on the road spielten sie nun in ausverkauften Hallen in ganz Europa, in Paris z.B. vor 10.000 Menschen.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Samtige Textur, staubige Träume, strahlende Melodien – zu sagen, dass dieses Album ihre erwachsenste Veröffentlichung ist, wäre durchaus kein billiges Kompliment. Es ist Angus & Julia in Reinkultur. Aber es kommt auch eine ganz neue Kraft zum Vorschein, eine Fülle und Reichhaltigkeit, die nicht zu überhören ist. Die Songs sind atmosphärisch dicht und haben eine Aussage. Die kreative Einheit Angus & Julia hat ihre bisher beste Arbeit hervorgebracht. Es ist ein Album voller Emotionen und mit einem durchweg spürbaren Eindruck von Freiheit und Selbstbewusstsein.

Im November 2013 waren die Aufnahmen beendet und bis März 2014 hatte Billy Bush das Album fertig abgemischt. Vier Jahre nach ihrer letzten gemeinsamen Veröffentlichung legen Angus & Julia ein Album vor, das jede Erwartung übertrifft. Man könnte es ein Coming-of-Age Album nennen oder eine Neuerfindung, aber die neue Platte von Angus & Julia ist das bisher aufregendste und natürlichste.

Rubin: “Dieses Album ist außergewöhnlich. Angus und Julia sind wirklich einzigartige Künstler. Sie sind authentisch und ehrlich und alles, was sie tun, kommt von Herzen. Ich habe noch nie zuvor mit solchen Menschen gearbeitet.”

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04.08.2014 Mit Ensemble "La Serenissima"

GFDK - Edel

Im Mittelpunkt des Albums steht der deutsche Barock-Violinist Johann Georg Pisendel - der unumstritten bedeutendste Violinist des Spätbarock. Auf „Per Monsieur Pisendel 2“ zeichnet Adrian Chandler Pisendels Italienreisen musikalisch nach. Für seine Zeit herausragend mobil, war der 1687 in Cadolzburg bei Fürth geborene Pisendel nämlich nicht nur mit den deutschen Komponistengrößen seiner Zeit befreundet, wie Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann, sondern kam auf ausgiebigen Italienreisen auch in Kontakt mit Antonio Vivaldi und den italienischen Violinisten und Komponisten Antonio Montanari und Tomaso Albinoni. Gegenseitig inspirierten sich die Musiker enorm.

Auf Albinoni und Vivaldi machte Pisendel einen derart großen Eindruck, dass sie ihm jeweils Violinsonaten widmeten, deren virtuose Linien Chandler auf „Per Monsieur Pisendel 2“ voller Spielfreude zum Fliegen bringt. Pisendel wiederum verinnerlichte den italienisch virtuosen Stil und beeindruckte mit unvergleichlicher Technik seinerseits die deutschen Komponistenfreunde. So inspirierte er mit seiner Komposition für Solovioline, die Chandler meisterhaft flink und mit beeindruckender Technik darbietet, J.S. Bach zu dessen Komposition von Sonaten für Solovioline.

Hinter Adrian Chandlers Virtuosität zurückstecken muss auch sein Ensemble „La Serenissima“ nicht. Im Gegenteil: Mit seinen Kollegen Thomas Dunford und Robert Howarth spielt er erst richtig auf, prescht vor in die teuflischsten Strömungen des musikalischen Flusses im Allegro, um sich beim Largo oder Grave umso mehr auf ihr stabiles Continuo zurücklehnen und Melodiebögen geradezu sanglich, zart und voller Ausdruck, auszuspielen.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Dabei lässt sich getrost zum Schluss kommen, dass Adrian Chandler die barocke Violine so virtuos beherrscht, wie nur wenige Zeitgenossen. Geradezu umjubelt wird er daher von der angelsächsischen Musikpresse.

„Ein Übermaß an musikalischer Unterhaltung... eine einmalige Verbindung von Energie und Kultiviertheit“ schreibt die Gramophone.

Begonnen hat Chandlers Karriere mit der Avie Produktion „Per Monsieur Pisendel“ vor 11 Jahren. Seit dem hat er sich seinen Namen als Barockexperte gemacht und sich konstant an sein Vorbild Pisendel herangespeilt. „Per Monsieur Pisendel 2“ ist für Chandler daher nicht nur eine Heimkehr zu seinen musikalischen Wurzeln, als auch eine Referenzaufnahme innerhalb seiner persönlichen musikalischen Entwicklung.

Album-Veröffentlichung: 29.08.2014
 

 

Sven Schuhmann
Neumühlen 17
22763 Hamburg

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03.08.2014 landleben

GFDK - Murielle Rousseau

Das dreckige Leben - die spannendsten Geschichten schreibt immer noch das Leben selbst.  Was bringt eine junge Frau dazu, ihr aufregendes Journalisten-Dasein in New York gegen harte körperliche Stallarbeit und Gemüseanbau einzutauschen?

Lebendig und amüsant beschreibt die heute 43-jährige Kristin Kimball in ihrem Buch "Das dreckige Leben" (Unimedica im Narayana Verlag) ihren Weg von der Großstadtpflanze zur überzeugten Farmerin.
Die rasante Wende in ihrer Biographie verdankt Kristin Kimball zwei Liebesaffären: Zunächst verliebt sie sich bei einem Interview in Pennsylvania in einen eigenwilligen, attraktiven Farmer, dann in das erdige, sinnliche und körperlich fordernde Landleben. New York, ihre Arbeit und das Single-Dasein hatte sie nach ihrem Harvard-Studium als Abenteuer empfunden - und nie gedacht, dass sich ihr Alltag einmal in Gummistiefeln um Landwirtschaft drehen sollte.

Landlust - Landglück

Die fesselnde und authentische Chronik ihrer Lebensentscheidung erzählt, wie sie die Stadt hinter sich lässt, eine ihr bisher fremde Welt erobert und sich mit einem faszinierenden Mann zusammenrauft.
Das atemberaubendes Projekt von Mark und Kristin fordert alle Kraft:  Auf 500 Hektar Land wollen sie einen ökologischen Betrieb aufbauen, der eine Gemeinschaft von Menschen komplett ernähren kann. Heute leben
sie diesen Traum, mit allen Höhen und Tiefen. Die Essex-Farm im Bundesstat New York und die Herausforderungen des Farmer- und Familienalltags sind zum Lebensmittelpunkt von Kristin Kimball
geworden.

E-Mail: buchcontact@buchcontact.de

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03.08.2014 Auf Erkundungstour

GFDK - Blue Note

Stellen Sie sich Prince im Zusammenspiel mit Nine Inch Nails vor! Lenny Kravitz mit Nirvana! Oder Soul-Sänger Al Green mit Jazztrompeter Clifford Brown! Wenn Ihnen das gelingt, haben Sie eine Ahnung davon, mit welchen abenteuerlichen Stil- und Soundmixturen José James auf seinem neuen Album "While You Were Sleeping" jongliert.

Der New Yorker Singer/Songwriter scheint mit allen Stilwassern gewaschen zu sein. Das legten schon seine bisherigen Soloalben nahe, auf denen er mal mehr zu Neo-Soul, Rhythm'n'Blues und Hip-Hop mit jazzigem Einschlag tendierte ("The Dreamer", "Blackmagic" , "No Beginning No End"), mal mehr zu traditionellem Jazz mit einem modernen Touch ("For All We Know"). Nun erweitert er sein Stilspektrum auf "While We Were Sleeping" um neue Facetten: Rock der Jimi-Hendrix-Schule und Industrial Music.

José James erweitert sein Stilspektrum auf "While We Were Sleeping" um neue Facetten

Für die Umsetzung seiner neuen Ideen rekrutierte José James ein neues Bandmitglied: den aus Memphis stammenden Gitarristen Brad Allen Williams. Williams verleiht der Musik einen deutlich rockigen Einschlag, reflektiert in seinem Spiel aber auch den Einfluss des typischen Soul und Blues seiner Heimatstadt. "Er ist erstaunlich", meint José James.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

"Die perfekte Ergänzung für die neue musikalische Richtung. Auf diesem Album gibt es dank Brad definitiv mehr Rockelemente, aber seine Soul-Connection ist für mich genauso wichtig. Denn ich möchte mich nie allzu weit vom Soul entfernen." Williams harmoniert hervorragend mit Keyboarder Kris Bowers, Bassist Solomon Dorsey und Schlagzeuger Richard Spaven. Als Gäste gewann James außerdem die Sängerin Becca Stevens, die den von ihr geschriebenen Song "Dragons" im Duett mit José präsentiert, und den Trompeter Takuya Kuroda, der im Al-Green-Klassiker "Simply Beautiful" glänzt.

Das neue Album zeit José James' Entdeckungsfreude

"Dieses Album bietet eine Synthese von allem, was ich an Musik liebe", meint José James. "Ich mag zeitgenössische Künstler wie Frank Ocean, James Blake und Junip, aber auch Bands wie Nirvana und Radiohead, mit deren Musik ich aufwuchs, oder Madlib. Es ist außerdem eine Liebeserklärung an Ostlondoner Clubs wie Plastic People und Cargo, in denen ich etliche aufregende Nächte verbrachte und hautnah miterlebte, wie sich dort neue Bewegungen im Bereich der elektronischen Musik  entwickelten. Ich möchte, dass die Leute etwas von der Entdeckungsfreude mitbekommen, die ich selber Abend für Abend auf der Bühne verspüre, wenn ich etwas Neues ausprobiere."

Quelle: JazzEcho

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02.08.2014 Größter Stilist seines Instrumentes

GFDK - ACT

Juni. Montag Abend. Manu Katché und Band live im voll besetzten Pariser Jazzclub “New Morning” - und es liegt etwas in der Luft. Das Konzert beginnt und alle spüren sofort, dass dies der Beginn einer Reise ist. Und die ist nicht zu bremsen. Katché sitzt hinter dem Schlagzeug, mit einem für ihn typischen breiten Grinsen im Gesicht, und man merkt ihm an, dass er es kaum erwarten kann, endlich zu spielen.

Die Bassdrum setzt einen klaren Puls, darüber schimmern flirrende Beckensounds. Katché lässt die Sticks in hohem Bogen durch die Luft fliegen, um sie dann sanft federnd landen zu lassen. Von der ersten Note an besticht er mit einer konkurrenzlos eleganten Dynamik, die längst zu seinem Markenzeichen geworden ist.

Manu Katché ist einer der größten und wiedererkennbarsten Stilisten seines Instruments. Wegen seines speziellen Anschlags und seiner unverwechselbaren Mischung aus Eleganz und Kraft sitzt er für Weltstars aus Pop und Jazz an den Drums. Bis heute ist er Drummer der ersten Wahl für Peter Gabriel, prägte unter anderem dessen größten Hit „Sledgehammer“ und war zuletzt unbestreitbarer Mittelpunkt der Liveband auf dessen gefeierter „Back to front“ Welttournee. Ebenso bedeutsam ist seine langjährige Zusammenarbeit mit Sting - und wieder prägt seine Handschrift überdeutlich dessen größten Hit „Englishman in New York“. Zufall? Sicher nicht. Die Liste der Popgrößen, mit denen Katché gearbeitet hat, ließe sich noch lange fortsetzen, doch: von Anbeginn zieht sich gleichermaßen der Jazz als roter Faden durch seine Karriere. Besonders bekannt wurde er als langjähriges Mitglied der Jan Garbarek Group. In seiner eigenen Musiksendung „One Shot Not“ auf arte traf er außerdem als musikalischer Gastgeber auf zahllose Größen der unterschiedlichsten Musikrichtungen.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Der Abend im Pariser „New Morning“ gehört ganz Katché’s eigener Musik. Sieben international vielbeachtete Alben hat er unter seinem Namen veröffentlicht. Auf „Manu Katché - Live in Concert“ zeigt er nun einen eindrucksvollen Querschnitt seiner Kompositionen, zusammen mit seiner Band, die hörbar Spaß am energiegelandenen Zusammenspiel hat. Vom ersten Ton an kosten alle Beteiligten die Freiheiten des Livekonzertes aus und fordern sich, inspiriert von der besonderen Atmosphäre des Konzerts, immer mehr gegenseitig heraus. Die Interaktion mit dem Publikum macht einen großen Teil der Faszination des Albums aus. Katché bringt es später am Abend auf den Punkt: „Wir hätten niemals so viel Freude daran gehabt, dieselben Dinge ohne Publikum zu spielen.“

Über 130 Konzerte hat die Band alleine im letzten Jahr zusammen gespielt und das hört man. Katché gelingt in diesem Kontext ein seltener Spagat: Zum einen legt er mit seinen so klaren und hochintensiven und zugleich federleichten und organischen Grooves das unverrückbare Fundament für die Band. Gleichzeitig setzt er ständig die für ihn so unverwechselbaren kleinen Akzente und Farbtupfer und fast melodischen, in ihrem Variantenreichtum schier unerschöpflichen Motive, die seinem Spiel eine einzigartige Musikalität verleihen. Umrahmt wird das Spiel der Band von den Hammondorgel-Texturen Jim Watsons, der gleichzeitig an vielen Stellen die Bassparts beisteuert und andernorts ebenso am Flügel glänzt. Zusammen mit Katché’s Schlagzeugspiel die perfekte Grundlage für die beiden Bläser Luca Aquino an der Trompete und Tore Brunborg an Tenor- und Sopransaxofon.

Spätestens mit dem treibenden Groove von „Clubbing“ hebt die Musik endgültig ab. Doch auch in den intensivsten Momenten ist sie weit entfernt von der Zurschaustellung reiner Virtuosität. Immer steht der Song und dessen Atmosphäre im Vordergrund, stets atmet und lebt die Musik im sensiblen Zusammenspiel und gegenseitigen Respekt aller Beteiligten. Ganz am Schluss stimmt das Publikum schließlich mit in das Thema von "Snapshot" ein, die Grenze zwischen Band und Zuhörern verwischt endgültig. Ein Abend, das spürt man noch, als sich die Besucher auf den Heimweg machen, der lange nachwirken wird.

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01.08.2014 One of the "25 DJs that rule the earth"

GFDK - Rough Trade

Von Disco über Punk bis Spacerock – der legendäre DJ Harvey ist mit allen Wassern gewaschen und veröffentlicht jetzt mit “Wildest Dreams” ein rotzig-psychedelisches Rock-Album.

Sogar für die Rolling Stones ist er einer der “25 DJs That Rule The Earth”: DJ Harvey, englischer und weitgereister DJ- und Musiker-Mythos, liefert mit “Wildest Dreams” ein von der Landschaft in und um Los Angeles inspiriertes Album ab, das “dem eigenen Road- und Acidtrip dienen” soll.

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Der Titel ist selbstverständlich Programm. Auch erhalten seine Statements, dass “man den Blues nicht verstanden hat, bis eine Frau einem das Herz bricht” oder dass “man seine Musik erst begreift, bis man Gruppensex auf Ecstasy hatte” jetzt einen Sinn. “Wildest Dreams” ist dreckiger, wilder, rotziger Rhythm & Blues – groovy, psychedelisch und sexy – zwischen kalifornischen Surferweiten und verdrogten Ibiza-Abenddämmerungen.

 

Rough Trade Distribution GmbH
Mathias-Brüggen-Str. 85
D-50829 Köln
Germany

info@roughtrade.de

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01.08.2014 Vergessene Lieder

GFDK - JazzEcho

Fans von Liedermacher-Legende Hannes Wader, im vergangenen Jahr 70 Jahre geworden und mit dem ECHO für sein Lebenswerk ausgezeichnet, können sich seit einiger Zeit über regelmäßigen Zuwachs im CD-Schrank freuen. Jeweils in Vierer-Blöcken kommen insgesamt sechzehn Alben des Künstlers wieder auf den Markt, die er in den Siebziger und Achtziger Jahren für das Label Pläne aufnahm.

Nach Auflösung des Labels verschwanden die Aufnahmen für viele Jahre vom Markt und wurden zum Teil zu teuren Sammlerstücken. Jetzt werden sie digital remastert und erstmals mit allen Liedtexten im Booklet wieder aufgelegt.

Die dritte und vorletzte Staffel umfasst vier Perlen aus dem Katalog des Künstlers, die zumindest zum Teil auch für die Freunde von Klassik und Jazz von Interesse sein dürften, interpretiert Wader hier doch auf ebenso individuelle wie überzeugende Art Werke von Franz Schubert und Carl Michael Bellman, und arbeitet auf einem davon mit dem legendären Jazz-Bassisten Eberhard Weber zusammen. "Ich habe versucht, die Stücke nicht wie Schubert-Lieder zu singen, sondern wie meine eigenen", erklärt Wader im Begleitheft zu "An dich hab ich gedacht" von 1997. Er interpretiert seine Lieblingslieder von Franz Schubert ungekünstelt und klar, scheinbar mühelos. Um sich auch instrumental von den bekannten Vorbildern zu lösen, verzichtete Wader auf die übliche Klavier-Begleitung und engagierte stattdessen neben Eberhard Weber am Bass auch Ralf Illenberger, der nach Waders Vorstellungen eine kongeniale Gitarren-Begleitung arrangierte und spielte.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Mit dem 1996 erschienenen Album "Liebe, Schnaps, Tod" erfüllte sich Wader zwei lang gehegte Wünsche auf einmal: zusammen mit seinen Freunden Reinhard Mey und Klaus Hoffmann ins Studio zu gehen und dem schwedischen Nationaldichter Carl Michael Bellman (1740-1795) ein Album zu widmen. Bellmans "Episteln" beschrieben bildhaft und poetisch das derbe Lebensgefühl des schwedischen Rokoko. "Von Schnaps verstehe ich mindestens genau so viel wie Bellman", merkt Wader an, "Liebe und Tod kenne ich vom Hörensagen, aber es reicht zum Mitreden und Mitdichten." Musiker des NDR-Symphonieorchesters und der Hamburger Symphoniker tragen zur Klangästhetik des Albums bei.

Zwei Livealben vervollständigen die aktuelle Wader-Staffel: "Wecker Wader - Was für eine Nacht" zusammen mit Konstantin Wecker (2001) und "Auftritt" von 1998. Wecker und Wader, die scheinbar gegensätzlichen Urgesteine der Liedermacherei, harmonieren live auf wunderbare Weise - "Der eine voll süddeutscher Lebenslust und Hintersinnigkeit, der andere mit norddeutschem Charme und Poesie an der Gitarre", schrieb die Bonner Rundschau. Auf "Auftritt" interpretiert Wader eigene Klassiker neben bemerkenswerten Raritäten wie "Der Mond ist aufgegangen" und dem "Ständchen" aus Mozarts "Don Giovanni".

 

 

Quelle: JazzEcho

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31.07.2014 wunderlich

GFDK - S. Fischer

»Wunderlich war der unglücklichste Mensch, den er kannte.« Als Marie ihn verlässt, versinkt er in Selbstmitleid. Doch schon bald schubst ihn eine anonyme SMS zurück ins Leben, und Wunderlich tritt eine Reise an. Eine Reise, die vieles verändert und bei der nicht alles mit rechten Dingen zugeht.


Wunderlich fährt nach Norden

Das ist die Geschichte eines Mannes, der Entscheidungen scheut und sich dem Zufall überlässt. Auf seiner Fahrt wird Wunderlich zum Abenteurer. Doch vor allem entdeckt er, was er vergessen wollte, und findet, was er nicht gesucht hat.

Eine Liebeserklärung an das Leben

Dieser Roman ist eine Liebeserklärung an die sonderbaren Momente des Lebens – so leicht, komisch und berührend, wie uns diese Geschichte nur Marion Brasch erzählen kann.

Marion Brasch wurde 1961 in Berlin geboren. Nach dem Abitur arbeitete die gelernte Schriftsetzerin in einer Druckerei, bei verschiedenen Verlagen und beim Komponistenverband der DDR. 1987 begann sie als Musikredakteurin beim Jugendsender »DT64« und ist heute als freie Rundfunkjournalistin und -moderatorin bei »Radio eins« (RBB) tätig. Ihr erster Roman ›Ab jetzt ist Ruhe‹ ist 2012 bei S. Fischer erschienen.

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31.07.2014 Zurück zu den Wurzeln

GFDK - Universal

Am 16. Mai veröffentlichte der Berliner Ausnahmeproduzent, DJ und Labelbetreiber Oliver Koletzki sein fünftes Studioalbum „I am OK“.  Hinter dem humorvollen Cover des Albums verbirgt sich eine tiefere Aussage.

Oliver Koletzki orientiert sich musikalisch an der unbeeinflussten Jungfräulichkeit von damals, kurze Zeit nachdem er seine Liebe für elektronische Sounds entdeckte. Dementsprechend kehrt er ganz bewusst zu seinen Wurzeln zurück, ist unbearbeitet und authentisch.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Mit 18 Jahren beginnt er in seiner Heimatstadt Braunschweig mit dem Auflegen und wird bereits nach kurzer Zeit zu einer lokalen Größe. Im Jahr 2000 beschließt er nach Berlin zu ziehen, um seine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Dort angekommen mauserte er sich zu einem international gebuchten DJ, veröffentlichte seine ersten Alben und bescherte sich durch etliche Live-Auftritte einen prall gefüllten Terminkalender.
 
I Am OK“ – Oliver Koletzki geht es gut. Nach 26 Jahren als erfolgreicher Musiker, könnte sich Oliver ausruhen. Dass dies so bald nicht geschehen wird, beweist die Energie jedes einzelnen neuen Tracks von „I Am OK“.

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31.07.2014 virtuoses Klavierspiel

GFDK - OPHELIAS Culture PR

Im Sommer 2013 sorgte Florian Uhlig mit einer Einspielung französischer Klavierkonzerte von Debussy, Ravel, Poulenc und Françaix für begeisterte Kritiken. Dass ihm der klangliche Esprit französischer Komponisten entgegen kommt, zeigt auch diese drei CDs umfassende Neuaufnahme mit dem kompletten Klavierschaffen von Maurice Ravel. 

Diese Totale eröffnet dem Pianisten die Möglichkeit, sein intelligentes, durchsichtiges, ungemein virtuoses Spiel in den verschiedensten Facetten zu präsentieren: da ist das Klassizistisch-Spielfreudige, das sich etwa in „Le tombeau de Couperin“ Bahn bricht, das Elegante, das wie ein roter Faden die Menuette durchzieht; spanisches Nationalkolorit prägt den mit „Alborada del gracioso“ überschriebenen Satz der „Miroirs“ oder die „Sérénade grotesque“. „Gaspard de la nuit“ ist die Bühne für das Rauschhafte („Scarbo“) und das Düster-Mysteriöse. „Das Virtuose ist das verbindende Element aller Werke, denn sie alle sind eine Herausforderung an den Pianisten“, so Florian Uhlig.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Die Aufnahme mit französischen Klavierkonzerten wurde gewürdigt für ihre subtile Farbgebung, die klangliche Transparenz und Leuchtkraft sowie den Spielwitz: „Geniestreich“ von einem „der intelligentesten Pianisten seiner Generation“ resümiert Die Zeit. Auch bei dieser sinnlich-nuancenreichen Darbietung der so überwältigend komponierten Klaviermusik Ravels stellt Florian Uhlig eben dieses erneut unter Beweis.

Florian Uhlig ist ein international geschätzter Solist, gefragter Kammermusiker und Liedpianist. Darüber hinaus konzertiert er u.a. mit dem BBC Symphony Orchestra, Beijing Symphony Orchestra, National Symphony Orchestra of Taiwan, der Deutschen Radiophilharmonie und dem Simón Bolívar Youth Orchestra. Seit 2008 ist er Künstlerischer Leiter des Johannesburg International Mozart Festivals in Südafrika.

 

Ulrike Wilckens    
OPHELIAS Culture PR
Johannisplatz 3a
D - 81667 München    
letter@ophelias-pr.com

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