Nachrichten aus der großen weiten Welt

05.09.2020 herzzerreißendste Spektakel in Berlin

GFDK - Kultur und Medien

Achtung! Achtung! Hier spricht Berlin und es ist die Waldbühne. Mein Name ist Rainald Grebe und das wird auch so sein am 31. Juli 2021. Dann findet an diesem Ort das: schönste, wahnsinnigste, komischste, traurigste, herzzerreißendste Spektakel statt, das Berlin je gesehen hat.“ Halleluja Berlin - Das Konzertspektakel.

Nach 10 Jahren kehrt Rainald Grebe am 31. Juli 2021 in die Waldbühne Berlin zurück und lässt es nochmals richtig krachen. Mit einer Show, nur für einen Abend! Die nicht auf Tour geht. Nur dieses eine Mal in der Waldbühne.

Eine einmalige Verschwendung – mit 300 oder 400 Beteiligten – auf, vor und hinter der Bühne. Eine gigantische Party mit Hüpfburg, Krokodilhologrammen und Sauerstoffzelt. Grebes runder Geburtstag als Anlass, um mit seiner Biografie zu spielen.

Zum großen Grebe-Zirkus in der Waldbühne 2021 werden unter anderem Kurt Krömer und Thomas Quasthoff erwartet. Ein 20-köpfiges Orchester sorgt unter der Leitung des Komponisten und Songtexters Mark Scheibe für den festlichen Sound.

Dann ein punkiges Blasorchester oder ganz schlicht Gitarre-Bass-Schlagzeug. Oder solo. Und ganz viel zum Mitsingen für alle, die Grebe-Song-textsicher sind. Wie immer ist Grebe im Fluss, was die Programmgestaltung und seine Gäste anbetrifft – viele Ideen, die sich erst in Reichweite des Ereignisses zu einem einzigartigen Abend verdichten.

Und dann? Auch darum geht’s: Gemeinschaftlich etwas Bleibendes zu schaffen. Am Borkenkäfer vorbei: ein Wald in Brandenburg.

Von jedem gekauften Ticket für das Konzertspektakel geht bereits 1€ an ein von Grebe initiiertes Baumprojekt, um aus einem ollen Kiefernwald einen Mischwald zu machen. Hier kann man auch direkt für Bäume spenden. Diese werden im Herbst 2021, zusammen mit Rainald Grebe eingepflanzt

Karten gibt es schon seit Mittwoch, den 01.09.2020 ab 10.00 Uhr exklusiv bei www.eventim.de. Ab Freitag, den 04.09.2020 dann bei www.d2mberlin.de und an allen autorisierten Vorverkaufsstellen sowie telefonisch unter 030-755492560 und über die bundesweite Ticket-Hotline: 01806-570070.

 

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27.08.2020 Be a mover Art Night" auf der Sylt Art Fair

GFDK - Kultur und Medien

Die aktuelle Corona-Pandemie lässt viele Menschen um ihre ökonomische Existenz fürchten. Besonders betroffen sind freischaffende Künstler, vor allem die noch nicht so namhaften.

Grund genug für Leon Löwentraut, erfolgreicher Jungstar der internationalen Kunstszene und Daimler Markenbotschafter, Stargalerist Dirk Geuer und die „be a mover“-Initiative der Daimler AG  sich mit einer beispielhaften Aktion für vielversprechende Talente aus dem Kunstbereich einzusetzen:

Drei aufstrebende Künstler erhalten die Möglichkeit, ihre Werke im Rahmen der Ausstellung „Sylt Art Fair“ gemeinsam mit Weltstars wie Gerhard Richter, Hermann Nitsch, Julian Schnabel, Günther Uecker, Heinz Mack u.a. auf Deutschlands schönster Insel zwei Wochen lang zu präsentieren.

Leon Löwentraut, dessen Arbeiten auch auf der Sylt Art Fair ausgestellt werden, betont: "Wenn ich nächtelang an einem Bild gearbeitet habe und es endlich fertig ist, will ich es so vielen Menschen wie möglich zeigen. Das geht allen Künstlern so.“ Leon Löwentraut fährt fort:

„Ich bin deshalb von der Idee, drei talentierten Künstlern eine so grandiose Ausstellungsmöglichkeit zu bieten absolut begeistert. Ich komme auf jeden Fall nach Sylt und bin jetzt schon gespannt auf die Begegnung mit den Künstlern und ihrer Kunst.“

Dirk Geuer, Initiator der "Sylt Art Fair" ergänzt: "Wir müssen alles tun, damit Künstlern und Kulturschaffenden in der Krise geholfen wird. Ihre Situation ist wirklich dramatisch."

Stargalerist Dirk Geuer und Daimler Initiative be a mover haben folgende Künstler für die „be a mover Art Night“ samt zweiwöchiger Ausstellung ausgewählt:

Die Stuttgarter Fotografin Menja Stevenson, die bereits in die Daimler Art Collection (https://art.daimler.com) aufgenommen wurde und surreale Blickwinkel, welche die Grenzen der Fotografie neu ausloten, ermöglicht.

Die  Berliner Malerin Anne Kutzner, die auch mit Film, Installation und Performances arbeitet und deren Bilder Flüchtigkeit reflektieren.

Den in Estland geborenen und in Berlin lebenden Künstler Kennet Lekko, der intensive Farben sowie an Cartoons erinnernde Figuren und fragmentierte Wörter auf Textilien oder Leinwand verwendet und dabei bewusst die Grenzen zwischen Hoch- und Subkultur verwischt.

Die "Be a mover Art Night" setzt mit der Kunstaktion ein positives Zeichen zur Unterstützung der Künstler in schweren Zeiten.

Hintergrund: „Be a mover“ – ist eine weltweite Bewegung der Daimler AG, bei der sich junge Leute  - Künstler, Sportler, Musiker, Schauspieler mit eigenen Initiativen, Aktionen, Kunstwerken – vernetzen, um die Welt etwas besser zu machen. Leon Löwentraut ist Mitglied der „be a mover“-Community.

Die „Be a mover Art Night“ findet am Donnerstag, dem 3. September 2020, ab 16:30 Uhr im Rahmen der "Sylt Art Fair" in der "Neuen Bootshalle" am Hafen 5 in List statt.

Auftakt ist eine Führung durch die Ausstellung mit Dirk Geuer und den drei geförderten Künstlern unter sorgfältiger Berücksichtigung der Hygiene-Vorschriften.

Danach gibt es eine Führung mit Leon Löwentraut und seinem Galeristen Dirk Geuer durch die gesamte Ausstellung. Um 18.30 Uhr lädt TV-Moderator Wolfram Kons zum Kunst-Talk mit Gästen ein. Auf dem Podium sitzen: Leon Löwentraut, Dirk Geuer und die geförderten Künstler. 

Erwartet werden auf Sylt u.a. folgende Gäste: Die Olympiasiegerin im Fechten Britta Heidemann mit ihrem Lebensgefährten, dem Air Race Weltmeister Matthias Dolderer, die bald ihr erstes gemeinsames Kind erwarten, der Kunst- und Kultblogger David Roth von "Dandy Diary".  

Programm der „be a mover Art Night“: 3. September 2020 – Neue Bootshalle List, am Hafen 5 - Sylt

16:30 – 17:00 Uhr Führung durch die Ausstellung mit den drei geförderten Künstlern mit Dirk

Geuer und dem be a mover-Team – Schwerpunkt: Die Arbeiten der drei Künstler 

17:00 Führung mit Leon Löwentraut und Dirk Geuer durch die gesamte Ausstellung Geuer / Ausstellungsbesuch in Kleingruppen

18:30 Art-Talk mit TV-Moderator Wolfram Kons zum Thema "Kunst in Zeiten von Corona" und "Nachwuchsförderung" mit Dirk Geuer, Leon Löwentraut und den drei Künstler

19:15 Ende Talk / weitere Ausstellungsbesuche möglich / Getränke / Presseinterviews

21:00 Ende

Die Plätze sind streng limitiert, der Zutritt erfolgt nur mit Mund-Nasen-Maske | RSVP |.

 

 

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19.08.2020 Kunstwerke im inklusiven Kontext

GFDK - Kultur und Medien

Am 6. September 2020 öffnet mit RoboLAB 2020 ein neuer Kunstort und eine neue Projektreihe in Köln ihre Pforten. Den Startschuss macht die Ausstellung Circolaris – Es ist der Beginn einer Reise.

Circolaris ist auch der Name der barrierefrei begehbaren Großskulptur, die auf dem Odonien-Gelände von Odo Rumpf geschaffen wurde. Sie dient zukünftig als bleibender Ort für die inklusiven, spartenübergreifenden RoboLAB Kunst- und Kulturprojekte.

RoboLAB dockt an das Roboterkunstfestival Robodonien an. Während das Roboterkunstfestival kinetische Kunstwerke zeigt, werden im Rahmen der RoboLAB-Projekte Kunstwerke im inklusiven Kontext produziert.

Dieses Jahr war der erste Schritt die Herstellung des künstlerischen Raumes Circolaris als dauerhafte Heimstätte des RoboLAB-Projekts.

Im zweiten Schritt entwickelte der Ideengeber Nils Rottgardt gemeinsam mit Künstlern mit und ohne Beeinträchtigung eine inklusive, ortsspezifisch angelegte Ausstellung innerhalb der Skulptur. Zu sehen und hören sind Fotografien, Videos, Objekte, Klang und Lichtkunst.

Die Ausstellung Circolaris
Vernissage: 06. September 2020, ab 18:00 Uhr
Öffnungszeiten: 07. - 10. September 2020, 19:00 – 21:00 Uhr
Odonien, Hornstr. 85, 50823 Köln
Kontakt: robolab@odonien.de

Teilnehmende Künstler:
Martin Czichorowsky – Lichtdesign
Bernard Mescherowsky (Leib+Seele Produktionen) – Video
Jörn Neumann – Fotografie
Martin Widyanata – Sound
Andrea Wolf – Objekte

Odo Rumpf – Bildhauerei
Nils Rottgardt – Gesamtkonzept

Weitere Arbeiten:
FH Dortmund, Fachbereich Design – Entwürfe für Design und Inklusion (Seminar unter der Leitung von Prof. Dr. Marcel René Marburger)
KISD – Prototypen für barrierefreie Interaktive Formen (Seminar unter der Leitung von Prof. Lasse Scherffig und Kal Spelletich)

RoboLAB: Ausblick und Hintergrund
Ab September 2020 sind Künstler mit und ohne Beeinträchtigung dazu eingeladen, Circolaris als Labor zu betrachten und zu nutzen.

Sie können an diesem Ort mit künstlerischen Mitteln eine inklusive Normalität erforschen und herstellen. In einem inklusiven Workshop-Verfahren werden Ideen und Konzepte für die kommende Projekte entwickelt.

Die Skulptur ist ein Raumschiff. Ein Symbol für den Aufbruch zu Neuem, Unbekanntem und Zurückgelassenem.

Interdisziplinäre mixed-abled Kunstprojekte eröffnen die Möglichkeit, in neue und ungewöhnliche Bereiche der Kunst vorzustoßen. Hierbei können Positionen artikuliert werden, die sonst vielleicht selten sichtbar sind oder gerne überhört werden.

Inklusion wird permanent durch individuelle, gesellschaftliche, ökonomische und strukturelle Diskriminierung beschnitten, Corona verstärkt das noch.
RoboLAB will benennen und offenlegen, in Frage stellen und sich dabei selbst überprüfen. Es gilt den Dogmatismus und die Vorurteile in uns selbst zu entdecken – denn das ist die Voraussetzung, um sie überhaupt verwerfen und überwinden zu können.

Das Kölner Kulturamt hat seit 2018 das Referat Kultur als Akteur der Stadtgesellschaft – kulturelle Teilhabe eingerichtet.

„Ein notwendiger und richtungsweisender Schritt hin zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention“, so Nils Rottgardt, verantwortlich für das Gesamtkonzept von RoboLAB.

Es sei Odonien als Kulturort ein Anliegen Räume für eine diverse Stadtgesellschaft herzustellen und gleichzeitig Labor und Akteur einer partizipativen Stadt- und Quartiersentwicklung zu sein.

Um diesem Anspruch gerecht zu werden haben Rottgardt und der Bildhauer Odo Rumpf RoboLAB als kontinuierlich wiederkehrende Projektreihe konzipiert.

Sie möchten damit eine Einladung an die Stadt, die Stadtgesellschaft und ihre Künstler aussprechen, diesen Ort zu nutzen und zu unterstützen und Entwürfe einer gelebten kulturellen Vielfalt zu entwickeln, die wegweisend für das Zusammenleben in Köln sein sollen.

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10.08.2020 Fragmente eines Ängstlichen

GFDK - Kultur und Medien

"Schicksalsschläge lassen sich ertragen – sie kommen von außen, sind zufällig. Aber durch eigene Schuld leiden – das ist der Stachel des Lebens." (Oscar Wilde)

Eine verlassene Fabrikhalle am Rande der Stadt, irgendwo im Nirgendwo.

Ein Stahlträger, mit Tauben darauf. Der 17-jährige legt an, drückt ab. Der Vogel fällt zu Boden, zuckt nur kurz. Beim nächsten dauert es länger … Renard Castner erinnert sich. Bilder, so klar, als wäre alles gestern geschehen.

Aber im Grunde spielt die Zeit keine Rolle. Eine Handlung ist eine Handlung. Unabhängig von Gegenwart und Vergangenheit verbleibt das Wissen, sinnlos getötet zu haben.

Stephan Kaluzas neuer Roman "Fragmente eines Ängstlichen" seziert messerscharf, was die Gewissheit, sich am Leben vergangen zu haben, aus Menschen macht: Filmemacher Castner, der Todesschütze von damals, ist inzwischen 57 Jahre alt.

Seine Schuldgefühle haben ihn zum Kontrollfreak und exzessiven Hypochonder werden lassen. Während der Dreharbeiten zu einem neuen Film trifft er auf den Anthropologen Pollock, mit dem ihn das Schicksal der irreparablen Schuld verbindet.

Denn Pollock muss sich eingestehen, als Wissenschaftler an einem Genozid an Indigenen in Panama beteiligt gewesen zu sein.

Ungewöhnlich geht es weiter in "Fragmente eines Ängstlichen":

In Paris nimmt der Bewässerungsingenieur Sahin eine unbekannte Frau mit auf sein Hotelzimmer, was sich als fatal erweisen wird; die kleine Aní begleitet ihren Stiefvater beim Drogenschmuggel auf dem Rio Chucunaque in Panama und lässt ihn regungslos im Fluss ertrinken; in einem Leichenschauhaus in Los Angeles ritzt die Putzfrau Ina Zeichnungen in die Haut eines Toten und beginnt einen ebenso blutigen wie auch bizarren Roadtrip durch Kalifornien; ein Mann öffnet den Gullydeckel einer Straße und findet sich an einem Fluss wieder, der sich in einem endlos scheinenden Sandmeer verliert.

Auch wenn diese Geschichten zunächst dem Anschein nach nichts miteinander zu tun haben, werden sie im zweiten Teil des Romans ihre überraschenden Verknüpfungen zu Castner und Pollock preisgeben.

"Castor und Pollux galten in der Antike als Schutzpatrone der Seefahrer, an deren Sternbild sie sich auf dem Meer orientierten", erklärt Stephan Kaluza und fährt fort:

"Wasser, ob im Ozean, im Fluss, in der Tropfsteinhöhle oder im Putzeimer, ist das verbindende Element aller Handlungsebenen in meinem Roman.

Es sind also nicht Verwandtschaften oder Gesellschaften, die den Plot verknüpfen, sondern ein Element, das sich überall und in allem wiederfindet, zu jeder Zeit.“

Dem Maler, Fotografen und Autor Stephan Kaluza geht es nicht um vordergründige Effekte, sondern um existenzielle Fragen des Menschseins.

Schonungslos und mit chirurgischer Präzision lotet der Autor auf 400 Seiten die seelischen Abgründe seiner Figuren aus. Spannend, klug, ohne falsche Scham – anspruchsvolle Leselust im Corona-Sommer 2020.

Vorherige Publikationen:

„Transit“, Edition Cantz, 2020 (mit Dieter Nuhr)

„Mechanik Sehnsucht; Kunsterzeugung und Betrachtung“, Edition Cantz, 2019

„Das Buch der sinnlosen Wege“, Grupello Verlag, Düsseldorf, 2019, Grotesken

„First Real“, Suhrkamp Verlag, Berlin, 2018, Theaterstück

„Demarkation/Transit“, Kerber Verlag, Berlin, 2018

„Ein möglicher Ort“, Frankfurter Verlagsanstalt, 2016, Roman

„Atlantic Zero, 3D, Sand“, Suhrkamp Spectaculum, 2015, Theatersstücke

„30 Keller“, Frankfurter Verlagsanstalt, 2014, Roman

„Geh auf Magenta“, Frankfurter Verlagsanstalt, 2013, Roman

„Weil ich es kann“, Suhrkamp Verlag, Berlin, 2012, Theaterstück

„Felder“, Dumont Verlag, Köln, 2011

„The right to protest“, Hrsg. Museum of the Seam, Jerusalem, 2010

„The Thames-Project - complexe 2“, Thames & Hudson Ltd, London 2009

„Die unsichtbare Mauer“, Dumont Verlag, Köln, 2009

„Das Rheinprojekt - complexe 1“, Verlag der Buchhandlung Walter König/ Dumont Verlag, Köln, 2007

„Schrift, Bilder, Denken – Die Kunst der Gegenwart und Walter Benjamin“, Hrsg. Peter Herbstreuth, Haus am Waldsee, Berlin, 2006

„Declaration“, Hrsg. National Museum of contemporary Art, Seoul, 2006 

 

 

 

 

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29.07.2020 Deutschland Schlusslicht in Europa

GFDK - Kultur und Medien

Die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat am Wochenende zwei ehemalige Zirkustiger in ihrer Großkatzenstation VIER PFOTEN TIERART in Maßweiler /Rheinland Pfalz aufgenommen.

Der frühere Besitzer hatte VIER PFOTEN um Hilfe bei der Unterbringung der Sibirischen Tiger gebeten, nachdem er seine Zirkusarbeit beendet hatte. In der Wildtierauffangstation erwartet die Tiere nun ein glücklicher und gesunder Ruhestand fernab vom Zirkusleben.

Der 14-jährige Sahib und die 13-jährige Jill waren seit Beginn 2020 vorübergehend auf einem Gelände nahe Mannheim untergebracht, nachdem der Zirkus aufgrund von COVID-19 Maßnahmen nicht reisen konnte.

„Sahib und Jill sind wohlauf und erkunden ihre neue Umgebung. Sobald sie sich eingewöhnt haben, wird unser Tierarzt sie gründlich untersuchen. Das Team von TIERART wird sie mit allem versorgen, was sie nach den vielen Jahren Arbeit in der Manege brauchen.

Sie haben jetzt ein großes Gehege mit Wasserbecken, Möglichkeiten zum Klettern, Spielen und Verstecken und können ihre Tage verbringen, wie sie wollen“, sagt Barbara van Genne, verantwortlich für Rettungen und Interessenvertretung von Wildtieren bei VIER PFOTEN.

Deutschland Schlusslicht in Europa

Der frühere Besitzer hatte die Tiger 2007 aus einer Zucht des Tierpark Nadermann gekauft. Als die Tiere ein Jahr alt waren, begann der Dompteur, sie für Zirkusvorstellungen zu dressieren.

In 23 der 27 EU-Mitgliedstaaten gelten Verbote oder Beschränkungen für den Einsatz von Wildtieren im Zirkus. In Deutschland, aber auch in Frankreich, Italien und Litauen gibt es dazu keine Beschränkungen.

VIER PFOTEN schätzt, dass in Deutschland immer noch etwa dreißig Tiger in Wanderzirkussen gehalten werden und setzt sich bereits seit Jahren dafür ein, dass die Regierung endlich ein Verbot für alle Wildtiere im Zirkus einführt.

Wildtiere gehören nicht in den Zirkus

Die meisten Zirkustiere verbringen einen Großteil ihrer Zeit in Transportwagen und kleinen temporären Gehegen, welche die natürlichen Verhaltensweisen einschränken und ihnen keinen Platz zum Klettern, Laufen oder Baden lassen.

Der enge Kontakt zum Menschen sowie erzwungene Vorführungen gehören zur täglichen Routine und sind Stressfaktoren, die dem Wohlbefinden der Tiere schaden können. Die Zurschaustellung von Raubtieren wie Tigern im Zirkus stellt zudem eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit dar.

Tigerhandel in Europa außer Kontrolle

In der EU ist es erlaubt, Tiger in Gefangenschaft zu züchten und kommerziell zu handeln, sowohl innerhalb Europas als auch für den weltweiten Export. Sogar die Haltung von Wildtieren als Haustier ist Deutschland und vielen anderen Ländern legal.

Die Tiere werden oft unter schlechten Bedingungen gehalten und müssen grausame Behandlung erdulden. Ein kürzlich veröffentlichter VIER PFOTEN Bericht zum Tigerhandel zeigt, dass nicht einmal den europäischen Behörden bekannt ist, wie viele Tiger in ihren eigenen Ländern gehalten werden.

„Wir freuen uns, dass sich der frühere Besitzer von Sahib und Jill einen artgemäßen Ruhestand für sie wünscht. Die meisten in Gefangenschaft gehaltenen Tiger erleiden aber ein ganz anderes Schicksal.

Mit einem umfassenden, EU-weiten Verbot des Handels mit in Gefangenschaft gehaltenen Tigern kann verhindert werden, dass Großkatzen weiterhin für Profitzwecke ausgebeutet werden“, sagt Kieran Harkin, verantwortlich für Kampagnen zum Wildtierhandel bei VIER PFOTEN.

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21.07.2020 Im Rausch durch die Corona-Krise

GFDK - Kultur und Medien

19 Prozent Anstieg Cannabis-Konsum-Häufigkeit während Pandemie
Stärkste Zunahme bei Millennials
Erwarteter Umsatzanstieg auf US-Cannabis-Markt von 50 Prozent bis 2025
Trotz Konsumanstieg: Cannabis Aktien mit überdurchschnittlichen Kursverlusten

19 Prozent der Cannabis-Konsumenten geben an, während der Corona-Krise häufiger zu dem Rauschmittel gegriffen zu haben. Bei den Millennials sind es mit 40 Prozent besonders viele. Dies geht aus einer neuen Infografik von Kryptoszene.de hervor.

Trotz des Anstiegs des Marihuana-Konsums äußern Unternehmer und Angestellte im Cannabis-Bereich ihre Bedenken. So befürchten 22 Prozent, dass es aufgrund der Pandemie zu einem Personalabbau kommt.

Ferner zeigt die Infografik, dass es sogar jeder fünfte Branchenkenner als möglich erachtet, dass einzelne Geschäftstätigkeiten aufgegeben werden müssen. Im Gegenzug erwarten 18 Prozent höhere Absätze, 5 Prozent wiederum eine Personalaufstockung. Allerdings sind die Skeptiker in der Mehrheit.

Im vergangenen Jahr belief sich der Umsatz mit Cannabis auf dem U.S. Markt auf 13,38 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 2016 waren es lediglich 6,56 Milliarden, der Anstieg schlägt mit rund 104 Prozent zu Buche.

Wie der Infografik zu entnehmen ist, erwarten Analysten, dass der Umsatz auch weiterhin deutlich ansteigt. Diese prognostizieren, dass im Jahr 2025 alleine in den Vereinigten Staaten von Amerika 24,07 Milliarden US-Dollar mit Cannabis-Produkten umgesetzt werden.

Ungeachtet des Konsumanstiegs zählen Cannabis Aktien nicht zu den Krisengewinnern. So büßten die Tilray Aktien seit Jahresbeginn rund 51 Prozent an Wert ein. Auch bei Canopy Growth und Aphria verringerte sich der Börsenwert deutlich stärker, als wichtige Leitindizes wie der DAX an Notierung einbüßten.

Der Anstieg der Cannabis-Nachfrage führte nicht zu steigenden Aktienkursen bei Branchengrößen, im Gegenteil“, so Kryptoszene-Analyst Raphael Lulay.

„Ein Grund hierfür könnte sein, dass Anleger in Krisenzeiten vermehrt in vermeintlich sichere Anlagen investieren. Zudem scheinen Überproduktionen den Unternehmen nach wie vor zuzusetzen“.

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12.07.2020 zertifizierte Atemschutzmasken

GFDK - Kultur und Medien

Ob im Supermarkt oder im öffentlichen Nahverkehr – um eine Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden, gilt in Deutschland, wie auch in zahlreichen anderen Ländern, weiterhin noch eine Maskenpflicht.

Auch wenn diese bald aufgehoben wird, empfehlen wir vor allem Menschen mit Vorerkrankungen, medizinischem Personal und allen anderen "Helden der Krise", die sich täglich einem erhöhten Infektionsrisiko aussetzen, ausschließlich zertifizierte Schutzmasken zu tragen. 

Da der Markt in verhältnismäßig kurzer Zeit mit hochpreisigen und wenig wirksamen Alltagsmasken überschwemmt wurde, gilt es insbesondere auf Qualitätsmerkmale für Schutzmasken zu achten, wie eine CE-Kennzeichnung samt Prüfnummer (CE 2834), eine gültige EN Bezeichnung, Modellnummer sowie Herstellerangaben.

Jetzt erhält das Neusser Unternehmen medisana, ausgewiesener Spezialist für Medizinprodukte, eine neue Lieferung medizinisch zertifizierter Atemschutzmasken der Klasse FFP2, CE-zertifiziert (CE 2834) gemäß der  Verordnung (EU) 2016/425 für persönliche Schutzausrüstung) und des anwendbaren Standards EN 149:2001/A1:2009. Die Gültigkeit dieses europäischen Zertifikats beträgt fünf Jahre.

"Wir als Gesundheitsanbieter sehen es als unsere Pflicht, für die bestmögliche Sicherheit dieser besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppe zu sorgen sowie über die Schutzklassen der Masken zu informieren und damit einen wirksamen Beitrag im Kampf gegen das Virus zu leisten.", betont Thomas Hollefeld, Managing Director von medisana.

FFP-Atemschutzmasken (die Abkürzung FFP steht für "Filtering Face Piece") werden in drei Schutzklassen eingeteilt. Man unterscheidet dabei in FFP1, FFP2 und FFP3.

Die Masken bestehen aus gehärtetem Papier oder Stoff, sind mehrlagig, beinhalten Filter, sitzen mit geringem Abstand über Mund und Nase, und liegen an den Wangen eng an. Nur Masken der Schutzklassen FFP2 und FFP3 bieten bestmöglichen Schutz vor Infizierung.

Die FFP2-Masken mit dem Namen RM 100 von medisana besitzen ein effizientes 3-Schicht-Filtersystem, das 95 Prozent aller Partikel in der Luft herausfiltert.

Sie sind einzeln verpackt, um eine mögliche Verunreinigung vor dem Gebrauch zu verhindern, sowie zum einmaligen Gebrauch bestimmt – erkennbar durch die Angabe der Schutzklasse FFP2 „NR“ bzw. das Symbol einer durchgestrichenen „2“ in einem Kreis auf der Verpackung.

Sie werden in der Medisana hauseigenen Fabrik Medical Device Branch of Zhangzhou Easepal des Mutterkonzerns hergestellt, welcher offiziell als Medizinproduktehersteller nach ISO 13485 zertifiziert ist.

Zu fairen Preisen beliefert werden sowohl öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser, Kliniken und Altenheime sowie der Fachhandel, um die Masken auch für Endverbraucher zur Verfügung zu stellen.

Die medisana FFP2 Atemschutzmasken RM 100 sind ab sofort online und im Fachhandel erhältlich.

medisana zählt zu den führenden Spezialisten im Home Health Care-Markt. Seit über 35 Jahren setzt sich das deutsche Unternehmen mit der Devise "Deine Gesundheit in guten Händen" für die Gesundheit der Menschen ein.

Dabei ist medisana Vorreiter beim Trend des mobilen Gesundheitsmanagements und liefert zukunftsorientierte Produkte für den modernen Alltag in einer zunehmend vernetzten Welt.

Im Bereich Massage ist das Unternehmen aus Neuss deutscher Marktführer. medisana entwickelt, vermarktet und verkauft weltweit Produkte der Kategorien Mobile Gesundheit, Gesundheitskontrolle, Wellness, Sport, Körperpflege, Therapie und Gesundes Zuhause für gesundheitsbewusste Verbraucher.

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24.06.2020 Corona Hotspot Lateinamerika

GFDK - Kultur und Medien

„Die Auswirkungen der weltweiten Verbreitung des Corona-Virus sind extrem“, so Fridhelm Griepentrog, der Vorsitzende von FUTURO SI, der Düsseldorfer Initiative für Kinder in Lateinamerika e.V

„Wir sammeln seit über 25 Jahren Spenden für benachteiligte Kinder in Elendsvierteln in Lateinamerika und sind natürlich auch während der Corona Krise aktiv.

Unsere besondere Aufmerksamkeit – und Sorge – gilt besonders in der Zeit der Corona-Pandemie den Kindern in unseren Projekten in Lateinamerika.“

„Uns erreichen“, so heißt es weiter, „sehr ernst zu nehmende Nachrichten. Die Angst vor den Folgen des Virus ist riesig. Während wir uns hierzulande mit weiteren Lockerungsmaßnahmen beschäftigen, ist der Höhepunkt der Krise in Lateinamerika noch längst nicht erreicht.

Die ohnehin schwachen Gesundheitssysteme und Versorgungsstrukturen können angesichts rapide steigender Corona-Fälle komplett zusammenbrechen. Die sozialen Folgen wären erschreckend.“

Vielerorts gab es extreme Ausgangssperren, einige Projekte mussten vorübergehend ganz schließen. Für die dort betreuten Kinder gibt es keine warmen Mahlzeiten mehr, keine Ausweichmöglichkeiten aus den äußerst engen und überbelegten Wohnsituationen und keinen Schutz bei zunehmender häuslicher Gewalt, keine medizinische Versorgung, keine fürsorgliche Zuwendung und keine Hilfe bei ihren Ängsten und Nöten.

In Brasilien ist die Situation wohl am schwierigsten und äußerst dramatisch. Mehr und mehr sind eigene Angestellte im Projekt AVICRES und nahe Angehörige vom Virus angesteckt. Wegen fehlender Krankenversicherung gehen sehr viele nicht in die Notaufnahmen der öffentlichen Krankenhäuser, weil sie dort nicht behandelt werden.

Das Waisen- und Straßenkinderheim war während der ganzen Zeit geöffnet.  Hingegen sind der Kindergarten und die Kindertagesstätten, die direkt mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, ebenso geschlossen wie die Familienfürsorge.

Seit Mitte März wird eine Kampagne organisiert, mit der für alle Familien der ca. 450 Kinder und Jugendlichen erst einmal die notwendigsten Grundnahrungsmittel zur Verfügung gestellt werden sollen. Diese Familien leben meistens nur von Hungerlöhnen aus informeller Beschäftigung, also vom Straßenhandel, der zurzeit aber auch verboten ist.

In Ecuador durfte die Klinik seit letzter Woche unter erschwerten Bedingungen wieder öffnen. Dort, wo es an so vielem mangelt, sind die speziellen Hygienevoraussetzungen  nur mit viel Fantasie und Enthusiasmus zu erfüllen.

In Argentinien können vom Projekt PERSONITAS wenigstens 55 Familien mit regelmäßigen Care-Paketen mit Lebensmitteln versorgt werden. Es wird versucht, bei ortsansässigen Firmen Spenden zu sammeln, da bisherige Spender wie Gastronomiebetriebe und Hotels, die bislang Nahrungsmittel weitergaben, selbst geschlossen haben. Außerdem wird schon jetzt warme Kleidung für den bevorstehenden Winter gesammelt.

Ähnlich sieht es im Projekt ADECI in Guatemala aus. Auch hier wurden die verderblichen Nahrungsmittel an die bedürftigsten Familien verteilt.

Die Kindertagesstätte wurde aufgrund staatlicher Vorgaben bereits am 13.03. geschlossen, und die Ausgangssperre führt dazu, dass arme Familien, die sich nur durch mehrere Jobs über Wasser halten können, am Ende noch weniger Geld zur Verfügung haben als zuvor. Die sich selbst überlassenen Kinder sind wieder leichtes Opfer für die Anwerbeversuche der berüchtigten Jugend-Banden.

In Peru ist die Situation nicht wesentlich anders. Immerhin hat es Christa Stark, Leiterin des Kinderheim-Projekts geschafft, mit Hilfe eines örtlichen Busunternehmers und unter Polizeischutz die noch verbliebenen deutschen Praktikanten und Gäste zum nächst gelegenen Flughafen bringen zu lassen.

Im Heim durften nur 10 Waisenkinder bleiben, alle anderen wurden zu ihren Verwandten geschickt. Das kleine Hotel, die einzige Einnahmequelle für soziale Direkthilfe, musste ebenfalls schließen.

„Auch wir in Düsseldorf erleben deutliche Einbußen durch nicht stattfindende Benefiz-Veranstaltungen, wie die legendären Tango-Konzerte in der Tonhalle, die lateinamerikanischen Filmabende in der Black Box oder die Latin Jazz Nights in der Jazzschmiede. Diese Einnahmen fehlen jetzt besonders“, bedauert Petra Kleinsorg, die Geschäftsführerin von FUTURO SI.

„Um unsere Kinder-Projekte in Lateinamerika weiterführen zu können, benötigen wir dringend Unterstützung“

Spendenkonten:

GLS Bank, IBAN: DE10 4306 0967 4068 4179 00

Stadtsparkasse Düsseldorf,  IBAN: DE24 3005 0110 0015 0913 33

Online unter www.futuro-si.de direkt auf der Startseite über das Spendenportal

FUTURO SI betreibt einen Online Shop www.futuro-si-shop.de, in dem wir köstliche Weine und Spirituosen aus Lateinamerika anbieten. Das Ladenlokal in Düsseldorf in der Corneliusstr. 50, Innenhof, ist mit eingeschränkten Öffnungszeiten wieder geöffnet:  Mo. – Fr. 10 – 16 Uhr, Sa. geschlossen.

FUTURO SI

Initiative für Kinder in Lateinamerika e.V.

Corneliusstr. 50, Innenhof

40215 Düsseldorf

Tel. 0211 – 99 44 70 50

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14.06.2020 Belmont-Preis 2020 für zeitgenössische Musik

GFDK - Kultur und Medien

Erstmals Jazz: Die Forberg-Schneider-Stiftung verleiht den mit 20.000 € dotierten Belmont-Preis 2020 an den Jazzpianisten und Komponisten Florian Weber, einen – in ihren Augen – der wesentlichen musikalischen Neuerer der zeitgenössischen Musik.

Florian Webers musikalisches Bezugssystem scheint unerschöpflich: von Maurice Ravel, Arnold Schönberg und Karlheinz Stockhausen bis hin zu Lee Konitz, John Taylor, Paul Bley oder zur sogenannten Weltmusik. Zentrum seiner Musik ist die Improvisation.

„So unbegrenzt die Möglichkeiten, so ökonomisch und konzentriert ist sein Klavierspiel. Anstelle der postmodernen Geste tritt die Arbeit an der musikalischen Substanz“, so das Kuratorium der Stiftung.

Florian Weber (Jahrgang 1977) erfährt früh die Wertschätzung renommierter Fachkollegen, steht bereits während seines Studiums in Köln und am Berklee College of Music in Boston mit improvisierenden Musikern wie Michael Brecker, Albert Mangelsdorff, Eddie Henderson und Benny Bailey auf der Bühne oder im Studio.

Internationales Renommee erwirbt er auch mit seinem Trio Minsarah und dessen gleichnamiger Debüt-CD (2006). Sein späterer Mentor Lee Konitz nimmt mit Minsarah nach „Deep Lee“ (2007) im Jahr 2012 das legendäre Konzert „Live at the Village Vanguard” auf.

Florian Weber versteht Improvisation als modernes, spontanes Komponieren. Es ist getragen von großer Entdeckerlust und Offenheit.

Sein neues New Yorker Quartett besetzt Weber mit Mitspielern, an denen ihn vor allem „Unterschiede zwischen den Musikern und ihren Improvisationstechniken interessieren.“ Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit, „Lucent Waters“, Ende 2018 bei ECM erschienen, wird von der Fachpresse überschwänglich gelobt.

Die New York Times feiert „eine Ästhetik des aerodynamischen Fliessens“ einer Musik, die niemals auftrumpfen oder überwältigen will und in deren Zentrum ein enorm flexibler, luzider, modulationsfähiger Klavierklang steht.

In sein neuestes Programm bezieht Florian Weber Mitglieder des Frankfurter Ensemble Modern mit ein, inspiriert von Arnold Schönbergs selbstentwickelter Schachvariante „Koalitionsschach“ – nicht nur, was die Regeln des Zusammenspiels angeht.

 Dieses Programm wird Ende Oktober Premiere haben, soviel sei schon verraten. Mehr dazu ist bei der Programmveröffentlichung des Pierre Boulez Saals für die Saison 2020/2021 am 10. Juni zu erfahren.

Florian Weber kommt als Sohn einer Opernsängerin und eines Musikprofessors früh mit klassischer Musik und dem Klavierspiel in Berührung. Dass sein vermeintlich vorgezeichneter Weg ihn zunächst zum Studium der Mathematik, Physik und Biologie führt, bezeugt sein universales Interesse, das sich immer wieder auch in seiner Musik offenbart.

Florian Weber lebt abwechselnd in Osnabrück und in New York. Er lehrt an Hochschulen im In- und Ausland.

Die 1997 gegründete Forberg-Schneider-Stiftung fördert herausragende Leistungen auf dem Gebiet der zeitgenössischen Musik. Sie tut dies v.a. durch die Vergabe des Belmont-Preises, der möglichst alle zwei Jahre verliehen wird.

2020 ehrt sie mit Florian Weber einen Musiker und Komponisten, „dessen Spiel das Risiko weder scheut noch ausstellt, sondern ganz selbstverständlich den Eindruck einer unerhörten musikalischen Freiheit vermittelt“. Der Preis zählt zu den höchstdotierten Auszeichnungen für künstlerisches Schaffen in Europa.

Bisherige Belmont-Preisträger für zeitgenössische Musik

2018: Eamonn Quinn, Kurator/ Begrün-der LCMS (Dundalk) – 2015: Milica Djordjević, Komponistin (Belgrad, Berlin) – 2013: Sabrina Hölzer, Regisseurin (Berlin) – 2012: Alex Ross, Autor/Musikkritiker (New York) – 2009:

 Marino Formenti, Pianist/Dirigent (Wien) – 2007: Bruno Mantovani, Komponist (Paris) – 2005: Quatuor Ebène, Streichquartett (Paris) – 2004: Carolin Widmann, Geigerin (Leipzig) – 2001: Florent Boffard, Pianist (Paris) – 1999: Jörg Widmann, Komponist/ Klarinettist (München, Berl)

Die festliche Preisverleihung wird aufgrund der aktuellen Situation ins kommende Jahr verschoben

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13.06.2020 Corona Song Let's Stand As One

GFDK - Kultur und Medien

Zur WM 2014 schrieb er den deutschen Fans den Song „One Dream – One Goal“. Mit seinem Flüchtlingsprojekt „United With Music and Respect“ setzte er ein Zeichen. Nun kommt der Künstler Freeze 4U mit einem Corona-Song.

Der Düsseldorfer Künstler Freeze 4U, hat die aktuelle Situation der Corona Krise zum Thema eines Songs verarbeitet und setzt damit ein Statement für Hoffnung.

*Als die Krise sich Anfang März verschärfte, telefonierte er mit einem Freund und Freeze sagte: das fühlt sich an wie Krieg, in allen Bereichen (die Angst um die Familie, den Job oder auch das eigene Leben), außer dass die Supermärkte auf haben und keine Bomben fallen.*

Sein Freund postetete daraufhin im Netz „worldwar C“. C wie Corona.

Freeze nahm die Gitarre in die Hand und der Text und die Melodie schossen aus ihm heraus: „It feels like war without bombs...“... wie von automatisch, auch der Refrain und der lässt ihn seither nicht mehr los.*

Zwölf Tage später sprach der französische Präsident Emmanuel Macron die Worte an seine Nation „ nous sommes en guerre“. Die Welt war nun auch für ihn eine andere.

Freeze startetet den Song in C Dur, ob unterbewusst oder Zufall, aber auch das passte. Er ist überaus stolz darauf so einen – wie er findet - schönen Song geschrieben zu haben.

In der dritten Strophe wechselst er die Melodie und ruft die Menschen und Freude auf, gemeinsam mit ihm die längste Party des Lebens zu feiern sobald die Krise überwunden ist.

Ihm selbst gibt die Musik viel Kraft und er möchte mit seinem Song auch andere unterstützen.

„Die Kunst ist das, was jeder gerade jetzt braucht um Halt zu finden, der Kitt für die Gesellschaft, die auch durch Musik ihre Ängste und Probleme besser bewältigen kann.“

Produziert hat er den Song im Go Studio in Krefeld / Hüls bei Marco Alleata - mit entsprechendem Abstand samt Maske, was für beide aufgrund der musikalischen Euphorie nicht leicht war.

Der Beat ist wie ein Mantra, das das alltägliche Hamsterrad der Krise wiederspiegelt: permanent da und stets zu spüren. Dank der Größe des Studios, waren die Bedingungen, den Song in der jetzigen Krise aufzunehmen, gegeben.

Freeze 4U: „Wenn es was Gutes zu berichten gibt zu der Krise, dann ist es, dass ich mich wieder mit Freunden aus aller Welt ausgetauscht habe. Ein schönes Gefühl.

Freeze startet einen Aufruf:

Freeze 4U ruft die Menschen auf, ihre Freunde auf der ganzen Welt zu kontaktieren, um ihm Fotos und Videos von berühmten Plätzen, die menschenleer sind oder auch von Personen bzw. Handlungen zur Coronathematik zuzuschicken.

Zum Downloaden oder Streamen gibt es den Song bei Spotify, itunes, Amazon, Deezer und weiteren Anbietern.

Der Radiosender in Stuttgart Antenne1, Radio Axel24 in Teneriffa senden bereits, in Bozen hat der Sender Holiday ebenso seinen Gruß samt Message gebracht und ein Sender in Miami hat ebenfalls Interesse signalisiert, Freeze 4U war diesbezüglich mit einem TV Bericht in der Lokalzeit des WDR.

 

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