Nachrichten aus der großen weiten Welt

24.07.2019 der Emergency Code für eine Flugzeugentführung

GFDK - Kultur und Medien - Filme Kino und TV

Am 9. August präsentiert Regisseur Patrick Vollrath seinen neuen Film 7500 auf der Piazza Grande in Locarno – in Anwesenheit von Hollywood-Star Joseph Gordon-Levitt. Mit 7500 ist Patrick Vollrath ein hochspannender, intensiver Thriller gelungen, der ausschließlich im Cockpit spielt.

Die Zahlenkombination 7500 ist in der internationalen Luftfahrt der Emergency Code für eine Flugzeugentführung.
 
Ein Flug von Berlin nach Paris. Alltägliche Arbeiten im Cockpit eines Airbus A319. Co-Pilot Tobias Ellis (Joseph Gordon-Levitt) bereitet routiniert den Abflug der Maschine vor. Der Start verläuft wie immer reibungslos. Doch dann hört man Geschrei in der Kabine.

Eine Gruppe junger Männer, unter ihnen der achtzehnjährige Vedat (Omid Memar), versuchen ins Cockpit einzudringen.

Es beginnt ein Kampf zwischen Besatzung und Angreifern, eine Zerreißprobe zwischen dem Wunsch, einzelne Leben zu retten und noch größeren Schaden abzuwenden. Die Cockpittür wird zum Kampfgebiet und Tobias gerät in die Position, über Leben und Tod entscheiden zu müssen…

Patrick Vollrath, der für seinen Kurzfilm „Alles wird gut“ mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet wurde und eine Oscar®-Nominierung erhielt, schrieb in Zusammenarbeit mit Senad Halilbasic auch das Drehbuch zu seinem Langfilmdebüt 7500.

In der Hauptrolle brilliert Hollywood-Star Joseph Gordon-Levitt (SNOWDEN, THE DARK KNIGHT RISES, 500 DAYS OF SUMMER).

An seiner Seite spielen Aylin Tezel (ALMANYA – WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND, AM HIMMEL DER TAG, „Tatort“) und der Newcomer Omid Memar (DER FALL COLLINI, FÜNF FREUNDE 4, „Tatort“, „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“).
Mit
Joseph Gordon-Levitt,
Aylin Tezel, Omid Memar, Carlo Kitzlinger,

Murathan Muslu, Paul Wollin
 
Regie:
Patrick Vollrath
 
Drehbuch:
Patrick Vollrath und Senad Halilbasic
 
Produktion:
Jonas Katzenstein und Maximilian Leo (augenschein Filmproduktion)
in Koproduktion mit Franz Novotny und Alexander Glehr (Novotny & Novotny Filmproduktion), SWR, BR und ARTE

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21.07.2019 RUSSIAN TIMES 1988–2018

GFDK - Kultur und Medien - Ausstellung

Im Rahmen seiner Ausstellung "Russian Times 1988 - 2018"  erhält Frank Gaudlitz zur Vernissage am 1. September den mit 10.000 Euro dotierten Fotopreis der Michael Horbach Stiftung in den Kunsträumen, Wormserstr. 23, 50677 Köln.

RUSSIAN TIMES 1988–2018 ist das längste und erst kürzlich abgeschlossene Projekt von Frank Gaudlitz. Es verfolgt die gesellschaftliche Entwicklung in Russland über einen Zeitraum von 30 Jahren, beginnend 1988 mit Aufnahmen aus der ehemaligen Sowjetunion zu Zeiten von Perestroika und Glasnost.

Von 1992 bis ins neue Jahrtausend entstand ein umfangreiches Bildkonvolut über eine Periode großer gesellschaftlicher Depression als Auswirkung blutiger Verteilungskriege, in der zwar Reformen neue Freiheiten und Rechte versprachen, vielfach aber Rechtlosigkeit und Armut das Ergebnis für die Mehrheit der Russen war.

Neben den großen Metropolen St. Petersburg und Moskau, den Provinzstädten um den goldenen Ring, fand Gaudlitz seine Bilder auch im asiatischen Teil des Landes, in den GULAG ́s und Nickelbergwerken auf der Halbinsel Taimyr, den zentralasiatischen Regionen des Baikalsees, im Altai oder den Steinkohlerevieren Kemerovos.


Der inhaltlichen Schwerpunkt der aktuellen Arbeit bewegt sich im Spannungsfeld von Inszenierung und Realität und wurde im Gegensatz zu den vorangegangenen Bildkapiteln in Farbe aufgenommen.

Gaudlitz bewegte sich ganz bewusst in den Klischees der russischen Kultur und suchte Orte auf, an denen ein patriotisches Bildvokabular bemüht wird, das Russland als Sieger- und Großmacht darstellt, in der Stilistik aber oftmals an die kommunistische Zeit erinnert.

Das Auseinanderdriften von Ideal und Wirklichkeit zieht sich wie ein roter Faden durch diese Langzeitstudie und macht die ganze Disparität innerhalb der russischen Gesellschaft deutlich.

Frank Gaudlitz, 1958 in Vetschau geboren, studierte an der HGB in Leipzig bei Arno Fischer und arbeitet vorwiegend analog an selbstkonzipierten Langzeitprojekten in Russland, Osteuropa und Südamerika.

Seine großen fotografischen Folgen spannen einen Bogen zwischen epochalen Ereignissen und Einzelschicksalen und wurden in Fotobänden und internationalen Einzelausstellungen veröffentlicht und vielfach mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet.

Von 1990–94 begleitete er den Abzug des russischen Militärs aus Ostdeutschland. In den Porträtprojekten „Warten auf Europa“ (2003–05) und „Casa Mare“ (2005–08) hinterfragte er die Befindlichkeit der Menschen Osteuropas.

2010 überquerte er für seine Arbeit „Sonnenstrasse“ auf den Spuren A.v. Humboldts in sieben Monaten die südamerikanischen Anden, um sich danach in der mehrjährigen Arbeit „A Mazo“ dem Leben von Transfrauen am Amazonas zu widmen.

Ausstellungdauer: 1.9 bis 30.10.19

 

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20.07.2019 Kultserie Haus des Geldes

GFDK - Kultur und Medien

Heute startet die dritte Staffel der beliebten Netflix-Serie Haus des Geldes. Zu diesem Anlass liefert der Anbieter von Minikrediten Vexcash (www.vexcash.com) spannende Fakten rund um das Thema Bargeld sowie Notendruck und berechnet, in welcher Stadt die Beute am längsten ausreicht.

Das erbeutete Geld wiegt so viel wie fünf Elefanten
In der Serie wollen die Bankräuber insgesamt 2,4 Milliarden Euro in 50-Euro-Scheinen erbeuten, die sie in der spanischen Banknotendruckerei selbst produzieren. Eine schwere Last, denn bei einer Stückzahl von insgesamt 48 Millionen Scheinen entspricht das einem Gewicht von insgesamt 44,2 Tonnen.

Die Einbrecher erbeuten jedoch nur 984 Millionen Euro und kommen mit rund 22 Tonnen (19,7 Mio. Scheine) Bargeld davon. Das entspricht  dem Gewicht von fünf ausgewachsenen Elefanten.  

Euroscheine für 6 Millionen Fußballfelder und 54 Mount Everests
Die gedruckten Scheine der Serien-Gangster fallen im Vergleich zu den legal produzierten der europäischen Banknotendruckereien marginal aus:

Allein im Jahr 2018 wurden insgesamt 4 Milliarden Euro-Scheine im Gegenwert von 13,1 Milliarden Euro neu in den Umlauf gebracht. Pro Einwohner der Eurozone sind das rund 12 neue Geldscheine.

Nebeneinander gelegt ergeben die neuen Banknoten die Fläche von knapp 6 Millionen Fußballfeldern und wiegen mehr als 3.800 Tonnen. Das entspricht dem Gewicht von über 860 Elefanten. Aufeinander gestapelt erreichen die druckfrischen Scheine eine Höhe von 479 km. Damit lässt sich 54 Mal der Mount Everest nachbilden.

Gelddruck kostet Millionen
Die neu gedruckte Banknoten wiegen jedoch nicht nur diverse Tonnen, sondern kosten auch noch richtig Geld. Die 2018 offiziell gedruckten 4 Milliarden Banknoten für die Eurozone kosteten in ihrer Herstellung rund 319 Millionen Euro. Allein die Produktion der geplanten 2,4 Milliarden Euro aus der Serie würde daher ca. 1,6 Millionen Euro verschlingen.

Tokio, Nairobi, Rio: Wo reicht das Bargeld am längsten?
Wer von den Gangstern seinen Anteil an der Beute als erstes komplett ausgibt – er oder sie wird höchstwahrscheinlich nie dazu kommen – werden die Zuschauer der Serie vermutlich nie erfahren. Vexcash hat jedoch berechnet, wie viel Jahre Tokio, Nairobi und Co. nach einer Flucht in den Städten ihrer Decknamen leben könnten.

Demnach bekäme Denver am ehesten Geldsorgen: Nach 4.000 Jahren wäre sein Teil der Beute  verbraucht. Ähnlich erginge es Tokio und Stockholm, bei denen der Gürtel nach 4.400 bzw. 4.700 Jahren enger geschnallt werden müsste.

Mehr als doppelt so lange würde das selbst gedruckte Geld für Rio und Nairobi reichen: Sie würden in den jeweiligen Städten bis zu 9.700 bzw. 10.400 Jahre auskommen. In Thailand, einem der Handlungsorte in Staffel 3, würde das Geld für 7.800 Jahre reichen.

So viel würde die Überweisung der Beute kosten
Die dritte Staffel spielt an den Zufluchtsorten der Ganoven. Doch es ist nahezu unmöglich, 984 Millionen Euro in bar durch die Grenzkontrolle der Länder schleusen. Eine Überweisung könnte hier theoretisch Abhilfe schaffen.

Der Knackpunkt: Die Banken lassen sich ihre Überweisungen ins Ausland üppig bezahlen. Bei einem Transfer von 50.000 Euro nach Thailand liegen die Gebühren im Schnitt bei 850 Euro. Für die gesamte Summe würden dementsprechend Mehrkosten in Höhe von 16,6 Millionen Euro anfallen.

Der Haken an der Überweisung – und das wissen sicher auch die Akteure in der Serie: Bei einer Summe diesen Ausmaßes muss bewiesen werden, dass die Zahlung legal ist.

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19.07.2019 Katastophen und Endzeitfilme

GFDK - Filme Kino und TV

Bei Audi hatte man sich vorgenommen, mit dem Projekt Lunar Quattro 50 Jahre nach der Apollo-Mission auf dem Mond zu landen.

Daraus wird wohl nichts, da die Berliner Raumfahrtfirma Part Time Scientists (PTS), mit der Audi zusammenarbeitet, Insolvenz angemeldet hat. Die verhinderten Mondfahrer bei Audi müssen sich noch gedulden.

Vor genau 50 Jahren, am 20. Juli 1969, landeten die ersten Menschen auf dem Mond. Mit der spektakulären Mission der Apollo 11 schufen die Astronauten Neil Armstrong, Edwin „Buzz“ Aldrin und Michael Collins einen Moment für die Ewigkeit.

Im Jahre 2024 wollen die USA wieder auf dem Mond landen. Doch schon vorher wird eine sensationelle neue Mondmission die Welt in Atem halten.

Independence Day, Armageddon, und am 7. November 2019 kommt mit „Midway“ der Kriegsfilm um die legendäre Seeschlacht während des Pazifikkriegs im Juni 1942 in die Kinos, und der Mann der die großen Katastophen, und Endzeitfilme dreht, legt noch einen drauf.

Die GFDK Redaktion Filme Kino und TV ist der Meinung, hat man einen Film von Emmerich gesehen, hat man alle gesehen.

In MOONFALL schickt Roland Emmerich den Mond auf Kollisionskurs mit der Erde. Ein gewaltiger Einschlag steht bevor und es liegt an einer letzten, nahezu unmöglichen Weltallmission, die Menschheit vor der Katastrophe zu retten.
 
Roland Emmerich schrieb das Drehbuch zu MOONFALL zusammen mit seinen langjährigen Partnern Harald Kloser („The Day After Tomorrow“), mit dem er unter anderem auch an dem Blockbuster „2012“ arbeitete, und Spenser Cohen („Extinction“).

Dabei hat er eine sehr klare Vorstellung, was den Zuschauer bei MOONFALL erwarten wird. „All meine Filme“, sagte Emmerich beim diesjährigen Filmfestival in Cannes, „haben Humor, nehmen sich selbst nicht zu ernst. Und wer meine Filme mag, wird auch MOONFALL mögen.“
 
MOONFALL wird von Roland Emmerichs Centropolis Entertainment produziert und startet voraussichtlich 2021 in den deutschen Kinos.

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18.07.2019 Mut Wut Stolz Rhythmus, Ekstase

GFDK - Kultur und Medien- Ausstellung

„Ich bräuchte fünf Leben“ (Horst Gläsker)

Seine Losung: Mut – Wut – Stolz. Rhythmus, Ekstase, Energie, wildes Denken: Horst Gläsker, Handlungskünstler und Universalgenie der Kunst beeindruckt seit mehr als vier Jahrzehnten Kunstfans in Europa mit einer künstlerisch gestalteten Symbiose aus Musik, Tanz, Theater, Malerei, Bildhauerei, Installation und Architektur.

Am Sonntag, dem 29. September 2019, eröffnet die Kunstinitiative „Wurzeln und Flügel e.V.“ um 12 Uhr die große Gläsker-Ausstellung „Zufall und Präzision“ auf Schloss Reuschenberg an der Gerhard-Hoehme-Allee 1 in Neuss und gibt einen Überblick über das vielfältige Werk des in Düsseldorf ansässigen, 1949 in Herford geborenen Künstlers.

Mit legendären Tischkonzerten und verrotteten „Perser“-Teppichen vom Sperrmüll, die er übermalte und in malerische Ereignisse verwandelte, mischte Horst Gläsker mit Stirnband und Feder geschmückt, in den 70er Jahren nicht nur die Düsseldorfer Kunstszene erheblich auf.

Schon 1981, da war der Maler, Bildhauer und Performer gerade mal 32 Jahre alt, erfolgte eine große Einzelausstellung „Bemalte Teppiche, bemalte Tapeten, Musikobjekte“ im renommierten Von der Heydt-Museum in Wuppertal.

Auf Schloss Reuschenberg werden nun über achtzig ausgewählte Arbeiten aus verschiedenen Schaffensperioden von den 70er Jahren bis heute mit folgenden Schwerpunkten gezeigt:

Malerei auf Sperrmüllteppichen, seit 1977 und Malerei auf Tapeten, seit 1978.

Tondos (Rundbilder), seit 1990, Intarsien aus Holz – bearbeitet mit Blattgold, Öl- und Lackfarben.

Monotypien, Holzdrucke, seit 1996, Ölfarbe auf Leinwand.

Pinseltanz, seit 2001, monumentale Gemälde, als Hommage an „Die große Woge“ von Hokusai  (berühmter japanischer Maler 1760-1846).

Rhythmus, seit 2011, abstrakt-ornamentale Hinterglasmalerei.

Gläskers Schaffen ist höchst vielschichtig und stilistisch kaum einzuordnen – neben den abstrakten Kompositionen gibt es zahlreiche Raumskulpturen mit mythischen Figuren, Menschen und Tieren, Mischwesen mit ausladendem Gehörn - heitere Geister verfangen in wilder Erotik und voller Schabernack.

Zudem beschäftigt er sich intensiv mit Licht, Musik, Klang und Architektur. Doch was hält Gläskers komplexe Welt im Innersten zusammen?

Das Arbeitsprinzip – Chaos und Ordnung

„Im Rhythmus verbindet sich seine musikalische mit seiner malerischen Existenz“, betont der Kunstkritiker Manfred Schneckenburger und fügt hinzu: „Der Rhythmus ist der größte gemeinsame Nenner auf dem seine Kunst beruht. Er fundiert seinen zentralen Beitrag zur Malerei: die Wiederentdeckung von Ornamentik und freiem Ornament.“

Gläsker, der Klarinette, Mautrommel und Saxophon spielt, beschreibt seine Kunst anhand seiner berühmten Pinseltänze so:

„Es geht um Chaos und System, um Zufall und Präzision, um Ruhe und Leichtigkeit, um Rhythmus und Energie, künstlerische Freiheit und Disziplin.“ Der Handlungskünstler resümiert: „Ich erforsche das künstlerische Universum!“ Und das geht bei seinen berühmten Pinseltänzen so:

Der breite Chinapinsel mit langem Stil in der Hand des tanzenden Malers kreist in einer Spontanaktion über die auf dem Boden liegende Leinwand. Mit wilden Pinselschwüngen werden das Chaos, der Zufall und die Anarchie gefeiert.

Doch nach dem „ekstatischen Bildgründungsakt“ voller Linienschwünge folgen sorgsam abgestimmte Arbeitsschritte - das meditative, akribische Nacharbeiten – die Entschleunigung.“  

Der Zufall, auf den der Künstler reagiert, spielt bei der Werkentstehung also eine große Rolle. Insofern sind seine Arbeiten auch Entdeckungsreisen und Experimentierfelder.

Gleichzeitig geht es aber auch um die Lust am Tanz, am Malen und an der Farbe. Farbe in Bewegung, in ihrer leuchtenden Intensität, in ihrer Rauschhaftigkeit und in ihrer positiven Lebendigkeit!

Kuratorin der Ausstellung ist Goldschmiedin und Kunstliebhaberin Beate Düsterberg von der Kunstinitiative Wurzeln und Flügel e.V. Sie betont: „Wir freuen uns, dass wir mit Horst Gläsker einen wesentlichen Vertreter der deutschen Kunstszene bei uns vorstellen können.

Gläsker hat gerade hier in NRW Kunstgeschichte geschrieben!“ Davon zeugen allein mehr als ein Dutzend öffentlicher Bauten, die Gläsker mit Mosaiken, Reliefs und Skulpturen bereichert hat. Sein berühmtestes Werk ist die bemalte Treppe in Wuppertal, genannt „Scala“, die weltweit Resonanz erfährt.

Die Ausstellung von Horst Gläsker, der an der Kunstakademie Düsseldorf bei Gerhard Richter und K.O. Götz studierte, läuft bis Januar 2020.

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18.07.2019 Dehner schneidet weniger gut ab

Kultur und Medien

Auch die Tierbedarfsbranche setzt mittlerweile einen beträchtlichen Teil ihres Umsatzes online um. Wie das Social-Web hierzulande über die acht meistdiskutierten Händler denkt, hat Deutschlands führendes Unternehmen im Bereich Social-Media-Monitoring und -Analysen, VICO Research & Consulting (www.vico-research.com) untersucht. 

Ergebnis der Studie: Während alle untersuchten Händler überwiegend gut abschneiden, können sich zwei Unternehmen sogar über 100 Prozent positive Beiträge freuen.

Auch die Tierbedarfsbranche setzt mittlerweile einen beträchtlichen Teil ihres Umsatzes online um. Wie das Social-Web hierzulande über die acht meistdiskutierten Händler denkt, hat Deutschlands führendes Unternehmen im Bereich Social-Media-Monitoring und -Analysen, VICO Research & Consulting untersucht.

Ergebnis der Studie: Während alle untersuchten Händler überwiegend positiv abschneiden, können sich zwei Unternehmen sogar über 100 Prozent positive Beiträge freuen.

Zooroyal und Bitiba ohne negative Kommunikation

Beide Unternehmen erfreuen sich während des Untersuchungszeitraumes der größten Beliebtheit. Alle wertenden Beiträge zu den zwei Online-Shops sind positiv. Während Zooroyal besonders durch einzelne Produkte wie die Überraschungsbox für Hunde überzeugen kann, punktet Bitiba über Auswahl, Liefergeschwindigkeit und den Preis.

Am zweitbesten schneidet der Online-Großhändler TRIXIE mit 88 Prozent positivem Sentiment ab. Nutzern gefallen besonders einzelne Produkte wie Transportboxen, Hundekörbe oder die Katzenhängematte.

Den dritten Platz teilen sich Zooplus und Fressnapf, die jeweils in 75 Prozent der wertenden Beiträge positiv diskutiert werden. Die beiden Unternehmen sind darüber hinaus die meistdiskutierten Tierbedarfsshops und vereinen rund 60 Prozent des Kommunikationsvolumens auf sich.

Während beide Onlineshops durch Preis und Service glänzen können, überzeugt Zooplus außerdem durch einzelne Charity-Aktionen.

Dehner schneidet weniger gut ab

Der selbsternannte Garten- und Heimtierprofi Dehner wird im Social Web negativer wahrgenommen: Mit 63 Prozent positivem Sentiment steht das Unternehmen am Ende des Rankings. Hauptkritikpunkt ist die Qualität einzelner Produkte. Darüber hinaus vermisst die Netzgemeinde eine angemessene Beratung.

Obwohl  Zoo&Co durch die Unterstützung bei der Suche vermisster Hunde punkten kann und Auswahl und Preis des Futterhauses durchaus überzeugen, teilen sich beide Anbieter mit jeweils 66 Prozent positiver Kommunikation den vorletzten Platz.

Während Nutzer die Fisch- und Hasenhaltung bei Zoo&Co gar nicht gefällt, kritisieren Sie die das Abfallaufkommen des Futterhauses. Hier wird den Verbrauchern zu viel Müll produziert.

Marc Trömel, Geschäftsführer von VICO Research & Consulting, kommentiert die Analyse:

“Egal ob Hund, Katze oder Maus, der Einkauf von Tierbedarf und -nahrung findet heute zum größten Teil im Internet statt, wo diverse Anbieter um die Gunst der Groß- und Kleintierhalter konkurrieren.  Wer hier am beliebtesten ist, hat auch uns interessiert.

Zunächst ist uns aufgefallen, dass alle Unternehmen überwiegend positiv diskutiert wurden. Selbst die Anbieter am Ende des Rankings werden in den wertenden Beiträgen öfters positiv als negativ diskutiert. Ein perfektes Ergebnis gibt es für Zooroyal und Bitiba:

Beide Unternehmen werden ausschließlich positiv diskutiert und scheinen in den Augen der Nutzer das Größte Herz für Tiere zu haben.”

 

Im Zuge der Untersuchung wurden zwischen dem 15. März und dem 15. Juni dieses Jahres 5.029 Beiträge analysiert. Die Beiträge stammen dabei zum größten Teil aus News-Portalen (49 Prozent), Blogs (21 Prozent) und zu kleineren Teilen aus Microblogs, sozialen Netzwerken, Videoportalen, Foren, Q&A-Portalen und Bewertungsportalen (insgesamt 30 Prozent).

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17.07.2019 Zwei der letzten illegal gehaltenen Braunbären

GFDK - Kultur und Medien - Tierschutz

Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN konnte am 11. Juli zwei Braunbären aus illegaler Haltung im Osten Kroatiens erfolgreich retten. Die Bären Suzana und Bruno, ca. 20 und 40 Jahre alt, waren zwei der letzten fünf Braunbären Kroatiens, die in unangemessenen Bedingungen leben.

Legale Grundlage für die Rettung der beiden Bären ist ein im Januar 2019 in Kraft getretenes Tierschutzgesetz, das die Haltung von Braunbären in privaten Zoos in Kroatien verbietet.

Suzana und Bruno finden nun nach jahrelanger Haltung in unzumutbaren Zuständen ein artgemäßes Zuhause im Bärenschutzzentrum „Kuterevo“ – einem Kooperationspartner von VIER PFOTEN.

Im Rahmen der neuen Tierschutzregelung, die die Haltung von Bären in Kroatien nur noch in lizenzierten Zoos und Tierschutzzentren erlaubt, wurde die private Haltung von Suzana und Bruno als illegal anerkannt. Damit konnte VIER PFOTEN die Rettung der Bären in die Wege leiten.

Das Team der Tierschutzorganisation, unter der Leitung von Tierarzt Marc Gölkel vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), befreite die Bären aus privaten Zoos ohne Lizenz in Markovac Nasicki und Cerna.

Vor dem Transport untersuchte das Tierärzteteam die Bären
„Suzana hat sich ruhiger als erwartet verhalten und ihre Rettung verlief reibungslos. Wir sind sicher, dass sie sich bald erholen wird. Brunos Gesundheitszustand ist hingegen beunruhigend.

Er ist eindeutig untergewichtig und seine Zähne sind in katastrophalem Zustand. Aufgrund seines hohen Alters muss Bruno über die nächsten Wochen und Monate genau beobachtet und betreut werden“, sagte Marc Gölkel.

Medizinische Versorgung ist dringend notwendig
VIER PFOTEN konnte beide Bären innerhalb eines Tages retten und ins Bärenschutzzentrum „Kuterevo“ an der Westküste Kroatiens bringen. „Dort erhalten die Bären die dringend notwendige medizinische Versorgung.

Da ein weiterer Transport für Bruno zu beschwerlich sein könnte, wird er voraussichtlich in Kuterevo bleiben. Suzana wird hingegen in ein VIER PFOTEN Tierschutzzentrum überstellt werden, sobald sich ihr Zustand stabilisiert hat“, erklärt Carsten Hertwig, Bärenexperte bei VIER PFOTEN.

Die illegale Haltung von Braunbären in Kroatien steht vor dem Ende
In Kroatien werden derzeit noch drei weitere Bären unter nicht-artgemäßen Bedingungen – in einem Restaurant und einem Mini-Zoo – gehalten. VIER PFOTEN beobachtet die Entwicklungen hinsichtlich des legalen Status dieser Bären.

Gemeinsam mit ihrem Partner, dem Bärenschutzzentrum „Kuterevo“, ist die Tierschutzorganisation jederzeit bereit, den drei letzten illegal gehaltenen Bären Kroatiens ein sicheres Zuhause zu bieten.

Bereits im Jahr 2015 hat VIER PFOTEN „Kuterevo“ finanziell und mit wissenschaftlicher Expertise beim Bau des Bärenschutzzentrums nach artgemäßen Standards unterstützt. Auch Suzana und Bruno wird VIER PFOTEN weiter unterstützen.

„Wir sind dankbar für die gute Zusammenarbeit mit dem kroatischen Umweltministerium und für die Unterstützung, die wir von Animal Friends Croatia, unserem Partner vor Ort, erhalten. Dank dieser Zusammenarbeit können nun zwei weitere Bären in einem artgemäßen Zuhause ihren Lebensabend genießen“, so Carsten Hertwig.

„Saddest Bears“ Kampagne: VIER PFOTEN will das Leiden der Bären in Europa beenden
Noch immer leben viele Bären in Europa unter qualvollen Bedingungen. Oft werden sie in zu kleinen Käfigen in Hotels oder Restaurants gehalten, um Touristen als Belustigung zu dienen.

Die unnatürlichen Haltungsformen sind sowohl psychisch aufreibend, als auch physisch anstrengend für die Tiere. VIER PFOTEN plant, diesen grausamen Haltungsformen von Bären im Zuge ihrer „Saddest Bears“-Kampagne ein Ende zu setzen.

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17.07.2019 politische Meinung der studierenden

GFDK - Kultur und Medien - Bildung

82 Prozent der deutschen Studierenden fühlen sich nicht richtig von der Politik repräsentiert. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter 1.200 Studierenden durch die digitale Lernplattform charly.education (www.charly.education).

Umfrage: Deutsche Studierende fühlen sich nicht von Politik repräsentiert

Berlin, 16. Juli 2019 – 82 Prozent der deutschen Studierenden fühlen sich nicht richtig von der Politik repräsentiert. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter 1.200 Studierenden durch die digitale Lernplattform charly.education.

Das Berliner Startup hat vor diesem Hintergrund zudem sämtliche Parlamentsdokumente und alle öffentlichen Social Media-Beiträge der Abgeordneten des 19. Deutschen Bundestages vom 14. März 2018 bis zum 17. Juni 2019 ausgewertet und geprüft, welche Parteien sich am häufigsten mit studentischen Themen befasst.

Regierungsfraktionen thematisieren am häufigsten Studi-Themen

Insgesamt thematisierten die Abgeordneten demnach rund 16.000 Mal die Belange der Studierenden. Besonders häufig sprachen Unionsabgeordnete über Themen wie Bachelor-Abschlüsse, BAföG und Co.: In insgesamt 3.550 Reden, Anträgen und Social-Media-Posts von CDU- und CSU-Mandatsträgern wurden Begriffe mit studentischem Bezug verwendet.

Dazu gehören 3.131 Beiträge auf Facebook und Twitter sowie 419 im Bundestag. Dahinter folgt im Ranking der aktuelle Koalitionspartner SPD mit 3.454 Beiträgen über Studierende, die sich in 301 offizielle Parlamentsunterlagen sowie 3.153 Social Media-Posts aufteilen. 

Auf den weiteren Rängen liegen FDP (insgesamt 3.043 Dokumente), die Linke (2.491) und die Grünen (1.893). Auf dem letzten Platz landet die bislang jüngste Partei im Parlament, die AfD, mit 1.597 Dokumenten.

Auffällig ist, dass die im Bundestag mit weniger Abgeordneten vertretenen Oppositionsparteien im Parlament alle mindestens doppelt so häufig über studentische Themen reden wie die Regierungsparteien. Diese positionieren sich dafür in den sozialen Medien als Meinungsführer zum Thema Studium.

Diese politische Agenda wünschen sich Studierende

Trotz des aktuellen Kommunikationsvolumens zu studentischen Themen im Bundestag gaben 78 Prozent der von charly.education befragten Studenten an, dass Politiker die für sie wichtigen Themen nicht oft genug thematisieren würden.

So wünschen sich die Studierenden vor allem, dass Umweltaspekte sowie Hochschul- und Bildungsthemen stärker in die politische Agenda eingebunden werden.

Auch die Sozialpolitik und die Digitalisierung sollten demnach unter anderem politisch mehr beachtet werden. Immerhin: Wenn am Sonntag Wahlen wären, würden 92 Prozent der 1.200 Befragten wählen gehen.

Cecil von Croÿ, CEO von charly.education kommentiert:

„Studierende sind die Führungskräfte unserer Zukunft. Umso wichtiger ist es, dass diese auch eine politische Stimme haben. Doch aktuell fühlen sich deutsche Studenten nicht ausreichend von der Politik vertreten.

Unsere Analyse zeigt, dass die Oppositionsparteien studentische Themen wie BAföG, Studienordnungen und Karrierechancen im Parlament deutlich häufiger thematisieren als die Regierungsparteien.

Obwohl CDU/CSU und SPD im Bundestag eine deutliche Mehrheit haben, nutzen deren Abgeordnete vor allem soziale Medien, um sich zu positionieren und Studierende zu erreichen.

Wir von charly.education wollen Studierende fördern, indem wir sie durch unsere Lernplattform erfolgreich durchs Studium begleiten und ihnen die besten Möglichkeiten bieten, effizient zu lernen und sämtliche Prüfungen zu meistern.

Außerdem stehen wir regelmäßig im Austausch mit hochrangigen Politikern, um für Studierende wichtige Themen auf die politische Agenda zu bringen. So haben wir unsere Lernplattform beispielsweise gemeinsam mit Dorothee Bär eingeweiht.”

Das ist die Analysegrundlage

charly.education hat insgesamt 449.110 offizielle Dokumente des Bundestags (Reden und Anträge) sowie Posts der Abgeordneten auf Facebook und Twitter seit Beginn der aktuellen Regierung, 14. März 2018 bis zum 17. Juni 2019 untersucht.

Dabei wurden folgende 15 Begriffe in den Komplex „Belange von Studenten” aufgenommen: Student, Studenten, Studentin, Studentinnen, Studierende, Studiengang, Studienfach, Studienordnung, Bildung, Universität, Hochschule, Karriere, Bachelor, Diplom, Examen, BAföG. Für die Umfrage zur politischen Meinung von Studierenden hat charly.education 1.200 Studierende aus ganz Deutschland unabhängig von ihrem Studienfach befragt.

 

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16.07.2019 umjubelte Weltpremiere in Köln

GFDK - Kultur und Medien - Filme Kino und TV

Am vergangenen Wochenende stand der neu gestaltete Cinedom in Köln Kopf: Hunderte jugendliche Fans der beliebten Hobbydetektivinnen Franzi, Kim und Marie, genannt „Die drei !!!“, konnten es kaum erwarten, ihre Heldinnen live zu sehen.

Und natürlich nahmen sich die Jungschauspielerinnen Alexandra Petzschmann, Lilli Lacher und Paula Renzler auf dem Roten Teppich gemeinsam mit ihren erwachsenen Schauspielkollegen Jürgen Vogel, Thomas Heinze und Hinnerk Schönemann sowie Regisseurin Viviane Andereggen und Produzent Christian Becker jede Menge Zeit für Fotos und Autogrammwünsche.

Über 1000 Premierengäste durften in den vollbesetzten Kinosälen schließlich den neuesten Fall von DIE DREI !!! endlich auf der großen Leinwand erleben. Einhellige Meinung: „1, 2, 3 – Power!“ Keiner könnte „Die drei !!!“ besser verkörpern als die drei Newcomerinnen Alexandra, Lilli und Paula. Cinedom-Chef Ralf Schilling begeistert:

Ein tolles Kinoabenteuer für Jung und Alt. Spannend und lustig: So macht Kino Spaß.“ Alle Fans aufgepasst: Das super spannende Abenteuer zum Mitfiebern und Miträtseln startet am 25. Juli 2019 deutschlandweit in den Kinos.

Inhalt: Sportskanone Franzi (Alexandra Petzschmann), Leseratte Kim (Lilli Lacher) und die modebegeisterte Marie (Paula Renzler) sind beste Freundinnen – und Nachwuchs-Detektivinnen. In den Sommerferien nehmen sie an einem Theaterprojekt zu „Peter Pan“ teil.

Während der Probe mit dem schrulligen Regisseur Robert Wilhelms (Jürgen Vogel) ertönen plötzlich seltsame Geräusche im Saal, das Licht beginnt bedrohlich zu flackern, Kostüme werden zerschnitten und auf dem Schminkspiegel erscheint eine Drohbotschaft.

Spukt hier wirklich ein einsames Phantom und sinnt auf Rache? Doch auch einige der anderen Workshop-Teilnehmer verhalten sich merkwürdig. Wer hat ein Motiv, dem Theater zu schaden? Ein neuer Fall für Franzi, Kim und Marie! Werden DIE DREI !!! das Rätsel lösen?

2006 erschien der erste Fall der DIE DREI !!! als Buch im KOSMOS Verlag, bei dem auch die Erfolgsreihe „Die drei ???“ veröffentlicht wird. Mit über 4 Millionen verkauften Büchern (KOSMOS) und Hörspielen (Europa/Sony) sind die Nachwuchs-Detektivinnen insbesondere bei Mädchen zwischen 7 und 13 sehr beliebt.

Nun bekommen DIE DREI !!! ihren ersten großen Kinofilm:

Regisseurin Viviane Andereggen inszeniert neben den Nachwuchsschauspielern, allen voran Alexandra Petzschmann, Lilli Lacher und Paula Renzler in der Rolle der drei !!! Franzi, Kim und Marie, u.a. Jürgen Vogel („Emil und die Detektive“, „Hexe Lilli rettet Weihnachten“) als Theaterpädagoge Robert Wilhelms, Thomas Heinze („Vier gegen die Bank“) als Vater von Marie Grevenbroich, Hinnerk Schönemann („Die Abenteuer des Huck Finn“, „Bibi & Tina: Mädchen gegen Jungs“) in der Rolle des Kommissar Peters sowie in weiteren Rollen Sylvester Groth, Bibiana Beglau und Armin Rohde.

Das Kinoabenteuer wurde produziert von Christian Becker mit der Westside Filmproduktion in Co-Produktion mit Constantin Film Produktion und wurde gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW, dem FFF Bayern, der FFA Filmförderungsanstalt sowie dem DFFF.

Darsteller: Lilli Lacher, Alexandra Petzschmann, Paula Renzler, Jürgen Vogel, Thomas Heinze, Hinnerk Schönemann, Sylvester Groth, Bibiana Beglau, Armin Rohde u.v.m.
Drehbuch: Sina Flammang, Doris Laske
Regie: Viviane Andereggen
Co-Produzenten: Martin Moszkowicz, Patricia Schnitzler, Constantin Film
Produzent: Christian Becker, Westside Filmproduktion GmbH

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15.07.2019 Wie gefährlich sind Reichsbürger

GFDK - Kultur und Medien - Theater

Essen. Um Menschen, die lange Zeit weder von der Öffentlichkeit noch von den Behörden wahr- oder gar ernstgenommen wurden, geht es zu Beginn der neuen Spielzeit am Schauspiel Essen:

Konstantin und Annalena Küspert beleuchten in ihrem Stück „Der Reichsbürger“, das am Samstag, dem 21. September ab 19 Uhr in der Box Premiere hat, die Psyche eines Mannes, der weit davon entfernt ist, wie ein aggressiver Verschwörungsfanatiker daherzukommen.

Er ist einer von rund 19.000 so genannten „Reichsbürgern“, die es derzeit in Deutschland geben soll – Tendenz rasant steigend.

Zu ihrem Credo gehört, dass sie die Rechtmäßigkeit der Bundesrepublik Deutschland nicht anerkennen, denn ihrem Geschichtsverständnis nach ist die Besatzung Deutschlands nie beendet worden und die Bundesrepublik ausschließlich ein Konstrukt der Alliierten.

Für Reichsbürger besteht somit das Deutsche Reich fort. Und so rufen sie ganz nach Belieben auf ihrem Grund und Boden eigene Kleinstaaten aus, vergeben Pässe und Dokumente und ernennen sich bzw. gleichgesinnte Mitstreiter zu Reichskanzlern, Königen, Kaisern oder anderen Staatsoberhäuptern.

Nachdem Reichsbürger lange als weltfremde Spinner abgetan wurden – exzentrisch, aber harmlos – bekam das Thema neue Brisanz, als 2016 einer von ihnen durch seine Wohnungstür hindurch das Feuer auf Polizisten eröffnete und dabei einen Beamten tötete.

Realitätsverweigerer, ideologisch verblendete Sonderlinge, Utopisten oder radikale Wutbürger? Wie gefährlich sind diese Menschen für die Gesellschaft tatsächlich?

Mit „Der Reichsbürger“ nähern sich Konstantin und Annalena Küspert ebenso bissig wie aufklärerisch diesem irritierenden gesellschaftlichen Phänomen.

Für Inszenierung, Bühne und Kostüme zeichnet Thomas Krupa verantwortlich, der zuletzt in der Jubiläumsspielzeit den Publikumsfavoriten „Der Besuch der alten Dame“ auf die Grillo-Bühne gebracht hat. Den Reichsbürger in diesem Solo-Stück spielt Stefan Diekmann.

Eintritt bei der Premiere: € 19,00.

Weitere Aufführungen: 24. September, 3., 31. Oktober; 19:00 Uhr, Box. Eintritt: € 17,00.

Kartenvorverkauf: Tel.: 0201/81 22-200

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