Nachrichten aus der großen weiten Welt

25.08.2014 unverkennbar tänzerischer Gestus

GFDK - KlassikAkzente

Alice Sara Ott und Francesco Tristano haben für ihr gemeinsames neues Album Werke aufgenommen, die aufs engste mit dem Wirken von Serge Diaghilev verbunden sind. Herzstück von "Scandale" ist Strawinskis "Le sacre du printemps" für zwei Klaviere.

Im Tanz setzt der Mensch Energien von subversiver Kraft frei. Diese Erkenntnis wusste wohl niemand besser für seine künstlerischen Ziele zu nutzen, als Serge Diaghilev (1872-1929). Der Impresario, Kurator, Kritiker und Gründer der legendären Tanzkompanie Ballets russes verkörperte den Idealtypus eines Avantgardisten und gab – gesegnet mit einem todsicheren Gespür für die Platzierung öffentlicher Skandale – den Künsten seiner Zeit, allen voran dem Ballett und der Musik, weit in die Zukunft weisende Impulse.

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Igor Strawinski verdankte ihm seine Karriere und künstlerische Identität. Von Diaghilev entdeckt, komponierte er für die Pariser Aufführungen der Ballets russes Werke wie das epochale "Le sacre du printemps" (1913), das vom Premierenpublikum mit einem Sturm der Entrüstung aufgenommen wurde und aufgrund seiner ganz neuartigen Verzahnung mit den Rhythmen des Körpers eine umstürzende Wirkung auf die Musik des 20. Jahrhunderts hatte. Die Tanztruppe Diaghilevs befeuerte mit ihren innovativen und skandalträchtigen Choreografien den neuen musikalischen Antriebsmotor, der von Strawinski gelenkt wurde: "Le sacre" demonstrierte mit urwüchsiger Kraft, dass Rhythmus der harmonisch und formal restlos ausgereizten Kunstmusik Europas neues Leben einzuhauchen vermochte.

Francesco Tristano und Alice Sara Ott haben für ihr gemeinsames Album "Scandale" (19.09., Deutsche Grammophon) Werke auf zwei Klavieren eingespielt, die dem unmittelbaren Wirkungskreis Diaghilevs entstammen: Strawinskis "Le sacre du printemps", Rimsky-Korsakows "Geschichte vom Prinzen Kalender" aus der Tondichtung "Scheherzade", die 1910 in Paris von den Ballets russes in einer Ballettadaption vorgestellt wurde, und Ravels "La valse", ein "choreographisches Gedicht für Orchester", das im Auftrag Dhiagilevs geschrieben, jedoch nie von ihm als Ballett produziert wurde.

Die beiden jungen Interpreten begegnen den Werken mit größtmöglichem Respekt, hüten sich aber zugleich vor musealer Ehrfurcht gegenüber dem Original. Ihr gemeinsames Spiel zeigt einen unverkennbar tänzerischen Gestus, in dem sich Tristanos Beschäftigung mit elektronischer Musik der Gegenwart, dem Techno in seinen vielfältigen Ausformungen, widerspiegelt: Der luxemburgische Pianist, der auch erfolgreich als Produzent und DJ arbeitet, begreift Strawinskis "Le sacre" und Detroit Techno als Körpermusik. Diesen Gedanken unterstreicht er mit seiner Eigenkomposition "A Soft Shell Groove", einem elektronischen Musikstück, das eigens für "Scandale" erstmals aufgenommen wurde.

Quelle: KlassikAkzente

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25.08.2014 Breaken in den Clubs der Welt

GFDK - Rough Trade

Auf "Green Language" entfernt sich Rustie aus der aktuellen Londoner Szenerie zurück zu seinen Wurzeln aus Grime, Trance, Techno, Showgaze und Rap.

Durch die experimentellen Passagen flackert seine Liebe zu Bands wie My Bloody Valentine und Godspeed You Black Emperor vor. Die 13 neuen Titel produzierte Rustie mit Kopfhörern zuhause vor, um sie in den New Yorker Sterling Sound Studios (Jay-Z, Wu Tang Clan) zur Perfektion zu mastern.

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Für seine ersten "echten" Songs lud Rustie persönliche MC-Buddies ein, so z.B. Muhsinah (aus alten MySpace-Tagen), Face Vega (von den Gorgeous Children), Redinho (von den Numbers) sowie seinen alten Freund Danny Brown. Neben den Rapsongs stechen vor allem die instrumentalen Clubbanger "Raptor" und "Velcro", die in nächster Zukunft in den Clubs dieser Welt breaken werden.

 

 

Rough Trade Distribution GmbH
Mathias-Brüggen-Str. 85
D-50829 Köln
Germany

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24.08.2014 thema stalking

GFDK - S. Fischer Verlag

Stellas Leben verläuft einfach und friedlich. Stella ist mit Jason verheiratet, sie haben eine Tochter, Ava, sie leben in einem Haus am Rand der Stadt. Ein schönes, einfaches Haus, ein kleiner Garten, ein alltägliches ruhiges Leben, meist ohne Jason, der viel arbeitet.

Aber eines Tages steht ein Mann vor der Tür dieses Hauses, ein Fremder, jemand, den Stella nie zuvor gesehen hat. Er sagt, er wolle sich einfach einmal mit ihr unterhalten, mehr sagt er nicht. Stella lehnt das ab. Der Fremde geht und kommt am nächsten Tag wieder, er kommt auch am Tag darauf wieder, er wird sie nicht mehr in Ruhe lassen. Was hier beginnt, ist ein Albtraum, der langsam, aber unbeirrbar eskaliert.
In einer klaren, schonungslosen Sprache und irritierend schönen Bildern erzählt Judith Hermann vom Rätsel des Anfangs und Fortgangs der Liebe, vom Einsturz eines sicher geglaubten Lebens.

Judith Hermanns hochgelobter Roman

Judith Hermann wurde 1970 in Berlin geboren. Ihrem Debüt ›Sommerhaus, später‹ (1998) wurde eine außerordentliche Resonanz zuteil. 2003 folgte der Erzählungsband ›Nichts als Gespenster‹. Einzelne dieser Geschichten wurden 2007 für das Kino verfilmt. ›Alice‹ (2009), fünf Erzählungen, wurde international gefeiert. Im Herbst 2014 erscheint der Roman ›Aller Liebe Anfang‹.
Für ihr Werk wurde Judith Hermann mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Kleist-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis. Die Autorin lebt und schreibt in Berlin.

Pressestimmen zu Judith Hermanns Buch:

»Dieses bildkräftige Buch weiss in jeder seiner Erscheinungsformen so herzensklug wie wortstark die Vieldeutigkeiten und Gefährdungen aller Liebe Anfänge auszuleuchten.«
Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung, 19.8.2014

»Das eigentliche Abenteuer, das wusste jeder grosse Schriftsteller, muss in der Sprache stattfinden. Hier ist es der Fall.«
Martin Ebel, TagesAnzeiger, 15.8.2014

»ein Meisterwerk an psychologischer Feinheit. Ein Buch, dessen Sound, dessen Figuren und Geschichte beim Lesen im Innersten berühren.«
Thomas Böhm, rbb Radio Eins, 14.8.2014

»[…] ist Hermann ein psychologisches, kluges Buch über die Unwuchten asymmetrischer Nähe in menschlichen Beziehungen gelungen.«
Marc Reichwein, Die Welt, 9.8.2014

»Ein meisterhaft komponierter psychologischer Roman.«
Heide Soltau, NDR Info, 8.8.2014

»Ein atmosphärisch hochverdichtetes Kammerspiel.«
Cornelia Zetzsche, Bayerischer Rundfunk, BR2, 12.8.2014

»Judith Hermann erweist sich auch auf der langen Strecke als brillante Erzählerin, die ihre Sätze wie Perlen aneinanderreiht. Ein Glanzstück.«
Sonntagszeitung Schweiz, 10.8.2014

»Die Kunst von Judith Hermann besteht darin, nichts von dem auszusprechen, was sich unter der genau beobachteten Oberfläche vollzieht.«
Jörg Magenau, Deutschlandradio Kultur, 14.8.2014

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24.08.2014 charakteristisch, historisch, episch

GFDK - Sabine Wiedemann

Die vorliegende SACD präsentiert mit Kompositionen von Louis Moreau Gottschalk, George Gershwin, Samuel Barber, Frederic Rzewski und Philip Glass einen Querschnitt nordamerika­nischer Klaviermusik von 1850 bis 1980.

Die Aufnahmen bieten dem Hörer die Möglichkeit, in einen faszinierenden musikalischen Kosmos einzutauchen, der vor allem durch seine stilistische Vielfalt geprägt ist. Sie ist für die Identitätssuche der amerikanischen Musik von Beginn ihrer Geschichte an charakteristisch, da fehlende historische Bezüge durch die Fülle ethnischer und sozialer Phänomene und das Prinzip des permanenten kulturellen Austauschs ersetzt werden.

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Gottschalk wurde zum frühen Wegbereiter des „Crossover" und Gershwin verschmolz Jazz und Kunstmusik zu einer einzigartigen Einheit. Samuel Barber lieferte mit seiner monumentalen Klaviersonate und dem Nocturne glänzende Beispiele einer tonal und formal zwar konservativen, aber kraftvollen und bezwingenden individuellen Sprache. Philip Glass und Frederic Rzewski repräsentieren demgegenüber mit den Extremen von Minimalismus und Avantgardismus zeitgenössische Positionen einer gleichzeitig avancierten, aber doch immer Allgemeinverständlichkeit suchenden amerikanischen Moderne.

 

 

Sabine Wiedemann
audite Musikproduktion
Hülsenweg 7, D-32760 Detmold



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24.08.2014 Überflieger mit einprägsamer Stimme

GFDK - Universal Music

Kantige Gitarrenriffs und temperamentvolle Chor-Arrangements treffen hier auf den nötigen Instinkt für Pop-Hooks.

Das Ergebnis ist eine gelungene Mischung, die Lust auf das Debütalbum des charismatischen Iren macht: Andrew Hozier-Byrne, wie Hozier mit bürgerlichen Namen heißt, eroberte in den vergangenen Wochen mit seiner Hit-Single „Take Me To Church die Herzen der Fans.

Binnen weniger Tage katapultierte sich der Überflieger mit der einprägsamen Stimme in die Charts und in die privaten Playlists prominenter Musiker. Zu den bekennenden Fans zählen unter anderem Zach Braff, OneRepublic, Bastille und Sam Smith. Was sie an Hozier schätzen? Die pulsierende Mischung von Rhythm'n'Blues, Soul und Jazz. Kollegin Kiesza coverte "Take Me To The Church".

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Sein selbstbetiteltes Debütalbum erscheint am 19. September und ist ab sofort vorbestellbar. Das Beste am Ganzen: Wer das Album schon jetzt bei iTunes bestellt, erhält vier Tracks direkt zum Download. Neben der Debütsingle „Take Me To Church“, gibt es die Songs „Sedated“, „Work Song“ und eine Live-Version von „Cherry Wine“ als Bonus.

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23.08.2014 High five

GFDK - Taschen Verlag

TASCHENs Reihe Illustration Now! stellt regelmäßig die neuesten Arbeiten der weltweit angesagtesten Illustratoren vor. In Band 5 ist wieder ein stimulierender Mix aus etablierten Meistern und Shootingstars versammelt, die sich unterschiedlichster Techniken bedienen.

Zu den 150 Illustratoren aus über 30 Ländern gehören u. a. das Zeichner-Duo Craig&Karl, die Reportagekünstlerin Sue Coe, die Newcomerin Agata Nowicka, der Altmeister James McMullan sowie der syrische Künstler Youssef Abdelké. Vorgestellt werden sowohl persönliche Projekte als auch Auftragsarbeiten für so renommierte Kunden wie Nike, The New Yorker, Harper’s Bazaar, The New York Times Magazine oder Time.

In seiner Einführung diskutiert Steven Heller die medienhistorische und künstlerische Bedeutung der Illustration und lässt zahlreiche Illustrationsstile Revue passieren. Als perfekte Standortbestimmung der aktuellen Illustratorenszene eignet sich dieses Buch nicht nur für Grafiker, Kreativprofis und Studierende, sondern für jeden, der sich für die hohe Kunst der Illustration und der visuellen Sprache interessiert.

Der Herausgeber:
Der gebürtige Brasilianer Julius Wiedemann zog nach seinem Grafikdesign- und Marketingstudium nach Japan und arbeitete in Tokio als Kunstredakteur für digitale Medien und Designmagazine. Zu seinen Titeln aus unserer Digital- und Medienreihe zählen Illustration Now!, Advertising Now, Logo Design und Brand Identity Now!




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23.08.2014 Jazz, persische, zeitgenössische Kammermusik

GFDK - JazzEcho

Auf “Silk And Salt Melodies” pendelt Klarinettist Louis Sclavis zwischen Jazz, traditioneller persischer und zeitgenössischer improvisierter Kammermusik.

Als “unorthodoxen Glücksfall” bezeichnete die Jury der Deutschen Schallplattenkritik vor zwei Jahren das Atlas Trio des Klarinettisten Louis Slavis, als sie dessen Debütalbum “Sources” in ihre Bestenliste aufnahm. “Das Atlas Trio”, hieß es, “definiert zeitgenössischen Jazz als pulsierendes Puzzle-Spiel voller überraschender Verwandlungen.” Für das ungewöhnliche Trio mit E-Gitarrist Gilles Coronado und Keyboarder Benjamin Moussay musste Sclavis, wie er damals sagte, “Musik erfinden, die diese Konstellation ‘rechtfertigen’ würde”. Nun hat er das Trio durch den iranischstämmigen Perkussionisten Kevyan Chemiran zum Quartett erweitert und auf dem AlbumSilk And Salt Melodies” einen neuen musikalischen Kurs eingeschlagen. Chemiran, der ein Meister der Zarb-Handtrommel ist, gibt der Klangwelt des Ensembles eine neue Dimension. Abenteuerlustige zeitgenössische Musik kann laut Sclavis so umfassend sein, dass sie unterschiedliche, aber sich komplementierende Traditionen unter einen Hut bringen kann. “Mit ‘Silk And Salt’ wollte ich die Arbeit fortsetzen und eine imaginäre, nomadische, zentralasiatische Route einschlagen, aber auch die Idee der Emigration in der Weltgeschichte ansprechen. In diesem Fall führt die Reise vom Jazz weg und wieder zu ihm zurück.”

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Die ausgefallene Besetzung hat die Phantasie von Sclavis hörbar befeuert. Das Atlas Trio hatte mit seiner unorthodoxen Instrumentierung schnell eine eigene Nische an der Schnittstelle verschiedener Genres (von Jazz und freier Improvisation über Kammermusik und Minimal Music bis hin zu Rock) gefunden. Durch die Hinzunahme von Kevyan Chemirani erweitert sich das Spektrum nun noch einmal deutlich. So basieren etwa einige der neuen Stücke auf traditionellen iranischen Rhythmusmustern. Kevyan ist der Sohn des legendären persischen Perkussionisten Djamchid Chemirani, der einer der ersten Musiker war, die die Zarb, eine mit den Händen geschlagene hölzerne Bechertrommel, als Soloinstrument einsetzten. Von seinem Vater, der 1961 nach Frankreich ausgewandert war, wurde Kevyan in die Geheimnisse des Instruments eingeweiht. Seit er 1989 seine internationale Karriere startete, hat Kevyan Chemirani in unterschiedlichen Kontexten gearbeitet. Mal spielt er mit dem Chemirani Ensemble (der Familienband) klassische persische Musik, dann arbeitet er mit Musikern aus Indien, Griechenland, der Türkei oder Spanien zusammen. Auch im Jazz und der improvisierten Musik ist er durch Kooperationen mit u.a. Albert Mangelsdorff, Michel Portal, Renaud Garcia-Fons und Sylvain Luc schon längst kein Unbekannter mehr.

“Es ist für Künstler nicht ungewöhnlich, durch Besetzungsänderungen ein wenig Bewegung ins Spiel zu bringen und neue Pfade zu erkunden,” merkte John Kelman von All About Jazz in einer Rezension von “Sources” an. “Aber es gibt nur wenige, die anhand von Besetzungsänderungen so unermüdlich auf neue Klangterritorien drängen wie Louis Slavis... Hier jedoch wird selbst die berühmte Unberechenbarkeit des Klarinettisten von einem einzigartigen Kollektivklang übertrumpft, der nach einem neuen Paradigma für zeitgenössische improvisierte Kammermusik sucht - und es auch findet.”

Quelle: JazzEcho

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22.08.2014 Der Klang von Hollywood

GFDK - Deutsche Grammophon

Von Korngolds Violinkonzert bis "Schindlers Liste": Daniel Hope hat sich für "Escape to Paradise - The Hollywood Album" auf die Suche nach dem klassischen Hollywood-Sound begeben. Komponisten im Exil brachten ihn nach Übersee.

Verfolgung und Flucht sind wiederkehrende Themen in der künstlerischen Arbeit von Daniel Hope. Sie liegen ihm gewissermaßen im Blut. Der Geiger hat in seinem Buch "Familienstücke: Eine Spurensuche" geschildert, wie seine Großeltern vor den Nazis nach Südafrika flohen und wie seine Eltern dem Apartheidsregime den Rücken kehrten und nach Großbritannien gingen. Er hat mit den Alben "Forbidden Music" und "Terezín-Theresienstadt" und der Dokumentation "Refuge in Music: Theresienstadt" an Insassen des Vernichtungslagers erinnert, die in ihrer Musik Zuflucht suchten.

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Jetzt wendet sich Daniel Hope Komponisten zu, die auf der Flucht vor den Nazis ins kalifornische Exil gegangen sind und dort just zu Beginn der Tonfilmära als Wegbereiter der Filmmusik den beruflichen Neuanfang geschafft haben. Ihre kulturellen Wurzeln, ihre privaten Schicksalsschläge und Sehnsüchte sind direkt in bedeutende Soundtracks des Goldenen Filmzeitalters eingeflossen. "Escape to Paradise - The Hollywood Album" (29.08.) ist Daniel Hopes Hommage an die Komponisten im Exil und erzählt zugleich die Geschichte des klassischen Hollywood-Klangs, von Erich Wolfgang Korngold bis "Schindlers Liste" und "Cinema Paradiso".

Erleben Sie Daniel Hope live in Berlin. Am 01.09. stellt er "Escape to Paradise - The Hollywood Album" im Apple Store, Kurfürstendamm 26 in der Reihe "Meet the Artist" vor und am 02.09. im KulturKaufhaus Dussmann. Beide Veranstaltungen beginnen um 19:00 Uhr und der Eintritt ist frei. Für den Besuch von "Meet the Artist: Daniel Hope" ist eine vorherige Anmeldung erforderlich, die Sie entweder hier oder mit der App "Apple Store" vornehmen können.

Mit der Musik aus "Escape to Paradise - The Hollywood Album" geht Daniel Hope im September und November auf Tournee:

20.09.14 Meistersingerhalle Nürnberg
21.09.14 Musikfest Opus 131, Alte Oper Frankfurt
22.09.14 Musikfest Opus 131, Alte Oper Frankfurt
20.11.14 Funkhaus Hannover
23.11.14 Tonhalle Düsseldorf
24.11.14 Stadthalle Braunschweig
25.11.14 OsnabrückHalle
28.11.14 Konzerthaus Berlin


Quelle: KlassikAkzente

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22.08.2014 ikone

GFDK - Hoffmann und Campe

1978 traf der Journalist Jonathan Cott Susan Sontag zu einem zwölfstündigen Interview, das in Paris begann und in New York fortgesetzt wurde. Es ist das faszinierende Porträt einer großen Denkerin und versammelt alle bedeutenden Themen ihres Schaffens und ihres Lebens.

In diesem vielschichtigen Interview zeigt sich die vor 10 Jahren verstorbene große Essayistin als originelle und unprätentiöse Denkerin, die sich keinen Deut um die Trennung zwischen Hoch- und Popliteratur scherte und sich ebenso für Chuck Berry wie für Euripides begeistern konnte. Literatur und Musik, Faschismus und Ideologie, Ästhetik und Moral, Feminismus und Sexualität – ihre Neugier war grenzenlos. Auch in ihr Privatleben gewährt Sontag hier Einblick und erzählt von ihrer Rolle als Mutter, ihrer Ehe und ihrer Krebserkrankung, die sie zu einer ihrer wichtigsten Publikationen, Krankheit als Metapher, veranlasste. Zunächst stark gekürzt im Rolling Stone Magazine veröffentlicht, liegt dieses Interview nun erstmals vollständig auf Deutsch vor.

Begegnung mit einer intellektuellen Ikone

"Die meisten meiner Gedanken entwickle ich im Gespräch." erzählt Susan Sontag Jonathan Cott als sie sich erst in Sontags Pariser Wohnung, dann in ihrem Loft in New York zum Interview treffen. Vor Susan Sontag war kaum ein Thema sicher. Sie sprach mit Cott über Feminismus, Fotografie, Ästhetik, Ideologie, Chuck Berry und Friedrich Nietzsche, und sie scherte sich keinen Deut um die Trennung von Hoch- und Popkultur: "Rock 'n' Roll hat mein Leben verändert."

Susan Sontag, geboren 1933 in New York, war Kritikerin, Schriftstellerin, Filmemacherin und Regisseurin. Sie erhielt u.a. den Arts and Letters Award of the American Academy, den Jerusalem Book Prize 2001 und für ihren Roman In Amerika den National Book Award. Susan Sontag starb 2004.

Jonathan Cott, geboren 1944, war langjähriger Redakteur des Rolling Stone und schrieb für Magazine wie The New York Times und The New Yorker. Seine Essays und Bücher zu Kunst, Literatur und Musik sowie seine Interviews mit so unterschiedlichen Künstlern wie Bob Dylan, Glenn Gould, Henry Miller, Werner Herzog oder Lou Reed haben ihn zu einem renommierten Kritiker der Gegenwart gemacht. Jonathan Cott lebt in New York City.

Der Übersetzer Georg Deggerich wurde 1960 geboren und studierte Anglistik, Germanistik und Philosophie in Münster. Zu den von ihm übersetzten Autoren gehören Oscar Wilde, Samuel Pepys und David Sedaris. Georg Deggerich ist Mitherausgeber der Literaturzeitschrift Am Erker.

Erscheint am 12. August 2014, Das Buch erscheint auch als eBook im Hoffmann und Campe Verlag

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21.08.2014 stilikone

GFDK - Taschen Verlag

Im Laufe seiner erfolgreichen Karriere als Hollywood-Fotograf machte Bob Willoughby legendäre Aufnahmen von Marilyn Monroe, Elizabeth Taylor und Jane Fonda, doch sein absolutes Lieblingsmotiv war Audrey Kathleen Ruston, die sich später Edda van Heemstra Hepburn-Ruson nannte und besser bekannt war als Audrey Hepburn.

Willoughby wurde eines Morgens im Jahr 1953 angeheuert, um das gerade frisch in Hollywood angekommene Starlet abzulichten. Für den Porträtisten, von dem oft gesagt wird, er habe das fotojournalistische Filmstandbild perfektioniert, war dies eigentlich ein völlig uninteressanter Auftrag, doch als er der in Belgien geborenen Grazie begegnete, war er sofort Feuer und Flamme. „Sie gab mir die Hand wie… nun, wie eine Prinzessin und blendete mich mit diesem Lächeln, das Gott erschuf, um Männerherzen zum Schmelzen zu bringen“, erinnerte er sich.

Bob Willoughby. Audrey Hepburn. Photographs 1953-1966

Als Hepburns Karriere nach ihrem Oscar-Gewinn für Ein Herz und eine Krone abhob, wurde Willoughby zu ihrem Freund und Vertrauten, der sie bei der Arbeit und zu Hause fotografierte. Seine gleichermaßen perfektionistischen und einfühlsamen Bilder, die sie auf ihrem Weg vom Filmdebüt zum Karrierehoch von My Fair Lady im Jahr 1963 begleiteten, vermitteln die vielen Facetten von Hepburns Schönheit und Eleganz. Sie zeigen sie am Set mit Kollegen, aber auch im privaten Rahmen. Aus dieser großen platonisch-fotografischen Liebesbeziehung ist eine unnachahmliche Bilddokumentation über eine der größten Schönheitsikonen des 20. Jahrhunderts entstanden.

Taschen Verlag

c.waiblinger@taschen.com

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