Nachrichten aus der großen weiten Welt

07.09.2014 verführerische Drum-Rhythmen

GFDK - Rough Trade

Ursprünglich 1993 als Quartett gegründet, bildete sich ab 1995 der Kern der Band, bestehend aus den beiden italienisch-kanadischen Brüdern Amadeo und Simone Pace sowie der japanischen Teilzeit-Kunststudentin Kazu Makino. Einen Namen hatten sie mit ‘Blonde Redhead’ schnell gefunden, den haben sie nämlich aus einem Song der Band DNA. Der Sound von Blonde Redhead zeichnet sich seit jeher durch Post-No Wave und Art Noise aus und so verwundert es nicht, dass die ersten Alben bei Smells Like Records, dem Label von Sonic-Youth-Drumer Steve Shelley, erschienen sind.

Und auch nach 21 Jahren ist es offensichtlich, dass Blonde Redhead immer noch keine Platten machen, um berühmt und/oder reich zu werden oder ihren Idolen nachzuahmen. Blonde Redhead machen diese Musik, weil sie müssen. Weil sie nicht anders können.

Dabei wird “Barragán” allerdings den lebhaftesten Longplayer der Band darstellen. Auf Album #9 gehen Blonde Redhead weiter ihren Weg und “Barragán” fügt sich hervorragend in die Diskographie der Band ein. Blonde Redhead enttäuschen die an sie gestellten Erwartungen nicht und lieferen gleichzeitig mit Barragán ihr stärkstes, dunkelstes, aber auch natürlichstes Werk ab. Dabei verlässt sich die Band weiterhin auf die Stimmen von Kazu und Amadeo, die wohl beiden individuellsten Stimmen der Independent-Szene. Diese Stimmen werden wie gewohnt von den flimmernden Sounds eines Analog-Keyboards getragen und unterstützt von Simone’s off-skliter und verführerischen Drum-Rhythmen.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Die neuen Songs markieren die sinnlichsten, glücklichsten, aber auch schlichtesten Aufnahmen, die Blonde Redhead bisher aufgenommen haben. Sie zeigen uns nicht nur die gewohnte, sondern auch eine völlig neue Seite der drei Songwriter und machen “Barragán” damit wohl zum entscheidenden Album einer der wichtigstens Bands der New Yorker Musikszene der letzten 20 Jahre.

 

 

Rough Trade Distribution GmbH
Mathias-Brüggen-Str. 85
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Germany

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07.09.2014 Klare Cello- und Klavierstrukturen

GFDK - JazzEcho

Die Cellistin Anja Lechner und der Pianist François Couturier präsentieren eigene Arrangements von Werken dreier faszinierender Figuren der Musikgeschichte des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Puristische Schönheit

Auf dem neuen Album der Cellistin Anja Lechner und des Pianisten François Couturier geht es nicht um die große musikalische Geste, sondern vor allem um intensiven Ausdruck. Vom ersten Ton an spürt man eine nach innen gerichtete, fast meditative Konzentration. Der sonore Klang des Cellos und die klaren harmonischen Strukturen des Klaviers greifen wunderbar ineinander und ergänzen sich ästhetisch. Anja Lechners Cello nimmt in diesen Stücken die Rolle einer Sängerin ein. Zudem lässt sich durch den gemeinsamen Atem und nuancierteste Phrasierung erahnen, dass die beiden Musiker bereits seit Jahren zusammenarbeiten. Nach einem Jahrzehnt gemeinsamer Arbeit im Tarkovsky Quartet und im "Il Pergolese" Project mit Sängerin Maria Pia de Vito und Schlagzeuger Michele Rabbia, stellen die Cellistin Anja Lechner und der Pianist François Couturier nun ihr neues Duo mit "Moderato Cantabile" vor, das im November 2013 in Lugano aufgenommen und von Manfred Eicher produziert wurde.

Unbekannte Klänge aus dem Osten

Das Album könnte auch "Orient und Okzident" heißen, denn es verbindet die Klangwelten des Ostens mit denen des Westens. Lechner und Couturier präsentieren eigene Arrangements von Werken dreier faszinierender Figuren der Musikgeschichte des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts: Georges I. Gurdjieff war griechisch-armenischer Schriftsteller, Choreograph und Komponist.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Der Armenier Komitas Vardapet war zugleich Sänger und Musikwissenschaftler und gilt als Pionier der klassischen Musik in Armenien. Die Musik der beiden Armenier, die An ja Lechner und François Couturier ausgewählt haben, zeigt östliche Einflüsse unterschiedlicher Intensität, sowohl was die Beziehung zu folkloristischer und sakraler Musik angeht, als auch in philosophischer Hinsicht.

Minimalistische Klänge aus dem Westen

Der dritte Komponist, den Anja Lechner und François Couturier neben den Eigenkompositionen für ihr Album ausgewählt haben, ist der Europäer Federico Mompou – ein spanischer Komponist und Pianist des frühen 20. Jahrhunderts. In seinen Werken spürt man deutlich den Einfluss der französischen Impressionisten, seine Musik erinnert an Erik Satie. Mompou hat überwiegend für Soloklavier komponiert, minimalistische Werke mit wenigen Noten und viel Raum für den Klang. Diese nachdenklich anmutenden kurzen Stücke fügen sich wunderbar in das Klangbild des Albums ein, das trotz der verschiedenen Bezüge, Einflüsse und Arrangements eine ganz eigene, homogene Identität hat. "Voyage" heißt ein Titel aus der Feder von François Couturier – ein liedhaftes, getragenes Stück, das vor dem inneren Auge sofort Bilder entstehen lässt. François Couturiers Kompositionen werden innerhalb der komplexen Programmatik sowohl zu kontrastierenden als auch ergänzenden Elementen zwischen den musikalischen Kulturen. "Moderato Cantabile" ist eine musikalische Reise voller Schönheit und Intensität, Musik, die zwischen kulturellen Polen und Identitäten oszilliert.

Quelle: JazzEcho

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06.09.2014 Konzerte in Berlin, Hamburg und Düsseldorf

GFDK - MLK

Cat Stevens war der überragende musikalische Poet seiner Zeit. Er schuf einen einzigartigen Songkanon, der ihn weltberühmt machte. Als Yusuf Islam fand er später seine persönliche spirituelle Erfuellung, die Fans bewahrten ihn jedoch in ihrer Herzen stets als den ultimativen Folkrock-Troubadour.

Jetzt geht Cat Stevens/Yusuf mit vielen zeitlosen Klassikern seiner Erfolgsära und neuen Liedern wieder auf Tour. Ende November gibt der enigmatische Songschreiber und sensitive Superstar drei ausgewählte Konzerte in Deutschland. Zwischen dem 20. und 25. November tritt er in Berlin, Hamburg und Düsseldorf auf.

Mehr als 100 Millionen Tonträger dokumentieren Popularität, Bedeutung und Zuneigung für ein Oeuvre, das nichts von seinem Zauber und seiner Authentizität verloren zu haben scheint. Alben wie „Mona Bone Jakon“, „Tea For The Tillerman“, „Teaser And The Firecat“, „Catch Bull At Four”, „Foreigner”, „Buddha And The Chocolate Box”, „Numbers”, „Izitso” und insbesondere die Musik des Kultfilms „Harold And Maude” haben sich tief im Bewusstsein der Fans eingeprägt. Hymnen wie „The First Cut Is The Deepest“, „Lady D’Arbanville“, „Wild World“, „Hard Headed Woman“, „Moonshadow“, „Peace Train“, „Morning Has Broken“, „Can’t Keep It In“, „Oh Very Young”, „Another Saturday Night” sowie „I Think I See The Light” und „If You Want To Sing Out, Sing Out” sind der magische Soundtrack einer Karriere, die stets von einer leidenschaftlichen, sehnsuchtsvollen Suche nach Erkenntnis und Erfüllung geprägt war.

Steven Demetre Georgiou wurde 1948 in London als Sohn eines griechisch-zypriotischen Vaters und einer schwedischen Mutter geboren. Seine Eltern betrieben ein Café im Londoner Westend, dem Herzen des Showbusiness wie der britischen Musikindustrie. Der junge Steven hatte zwei Leidenschaften, Musik und Kunst. Wichtige Impulse seiner Jugend waren Leonard Bernsteins Westside Story (1958) und die Beatles (1963). Er besorgte sich seine erste Gitarre, fand Interesse an Blues und Folkmusik und beschloss Komponist zu werden.

Cat Stevens spielte in Pubs und Clubs, als 1966 Produzent Mike Hurst auf ihn aufmerksam wurde. Die ersten Erfolge stellten sich mit Popsongs wie „I Love My Dog“, „Matthew & Son“ und „Here Comes My Baby“ ein. 1969 erkrankte er lebensgefährlich an Tuberkulose. Es dauerte mehrere Monate, bis er sich hiervon erholte hatte. Und in dieser Zeit begann er, sein bisheriges Leben in Frage zu stellen.

Konzerte in Deutschland

Als er 1970 wieder an die Öffentlichkeit trat, hatte er sich gewandelt und einen musikalischen Richtungswechsel vollzogen, der eine neue, intensivere künstlerische Qualität offenbarte und ihn mit introvertierten, emotionalen Songs zum Weltstar aufstiegen ließ. Er artikulierte intuitiv Ängste und Hoffnungen der jungen Menschen, verband sich so mit dem Lebensgefühl eines Millionenpublikums. Das „Mona Bone Jakon“-Album machte den Anfang, bevor „Tea For The Tillerman“ und „Teaser And The Firecat“ die Schleusen endgültig öffneten. Jedes Album, das Cat Stevens bis 1978 veröffentlichte, spiegelte auch die permanente Suche nach Erfüllung und einem spirituellen Schlüssel für sein Leben.

Auslöser für einen entscheidenden Impuls war das traumatische Erlebnis, fast zu ertrinken. Cat Stevens war beim Schwimmen vor Malibu Beach vom starken Wellengang überrascht worden. Die Legende will es, dass er in seiner Verzweiflung Gott um Hilfe rief und das Meer ihn tatsächlich aus seiner Umklammerung entließ. 1977 konvertierte Cat Stevens zum Islam und fand als Yusuf Islam seinen religiösen Frieden.

Inzwischen hat er gelernt, Cat Stevens und seine Musik wieder als Teil seiner selbst zu akzeptieren. Die Konzerte sind Ausdruck dieser Erkenntnis und einer positiven Einstellung zu den Abschnitten seines Lebens, die ihn mit seiner Fangemeinde verbinden.

 

Marek Lieberberg presents

Cat Stevens

Peace Train...Late Again Tour

 

Do. 20.11.14 Berlin Tempodrom

So. 23.11.14 Hamburg CCH 1

Di. 25.11.14  Düsseldorf Mitsubishi Electric Halle

 

Allgemeiner Vorverkaufsstart: Mo., 08.09.2014, 09:00 Uhr

Bundesweite Ticket Hotline: 01806 – 57 00 00

(0,20 Euro/Anruf aus dem dt. Festnetz, max. 0,60 Euro/Anruf aus dem dt. Mobilfunknetz)

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06.09.2014 In den Billboard 200

GFDK - JazzEcho

Zugegeben: Mit All-Star-Duett-Alben "alter Meister" kann man mittlerweile wahrscheinlich den Weg von der Erde bis zum Mond pflastern. Und für viele dieser Projekte wäre dies vielleicht auch der beste Verwendungszweck. Doch es gibt natürlich Ausnahmen von der Regel: Musikalische Kooperationen, bei denen man nicht den Eindruck hat, dass der gefeaturete Künstler einfach mit willkürlich gewählten anderen Superstars und gerade angesagten Sternchen zusammengewürfelt wurde, um ihm krampfhaft ein neues, jüngeres Publikum zu erschließen.

Eine dieser Ausnahmen ist Smokey Robinson mit "Smokey & Friends" gelungen. In den USA stieg das Album gleich auf Platz 12 in die "Billboard 200" ein. In solche Charts-Sphären hatte es die Motown-Ikone zuletzt 1981 mit seinem Album "Being With You" geschafft.

Dass Smokey Robinson an diesem Projekt nicht gescheitert ist, sollte eigentlich niemanden überraschen. In über 50 Karrierejahren flossen aus seiner Feder rund 4.000 Songs, die bereits von stilistisch vollkommen unterschiedlichen Künstlern und Bands interpretiert wurden. Nicht nur von Motown-Kollegen wie Marvin Gaye, den Temptations oder den Supremes, sondern auch von Jazzern wie Ella Fitzgerald und Count Basie, Memphis-Soul-Legende Otis Redding, Crooner Dean Martin, Sonny & Cher und den Mamas & Papas, ja sogar von den Rolling Stones und den Beatles.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

In dem "American Idol"-Star und Bassisten Randy Jackson fand Robinson zudem einen Produzenten, der ein goldenes Händchen bei der Auswahl der Co-Stars hatte: die Liste reicht von Steven Tyler, Elton John, Sheryl Crow und James Taylor über John Legend, Aloe Blacc und Ledisi bis Mary J. Blige, Jessie J. und Cee-Lo Green. Die Kollaborationen mit ihnen geben dem Sänger mit der markanten, hohen Tenorstimme Gelegenheit, seine Vielseitigkeit eindrucksvoll unter Beweis zu stellen.

Das Repertoire wurde aus Robinsons unglaublich umfangreichen Hitkatalog zusammengestellt. Es sind elf unter die Haut gehende Liebeslieder, die den Test der Zeit bereits bestanden haben und heute zu den absoluten Klassikern des Rhythm'n'Blues und Soul gehören: Stücke wie "The Tracks Of My Tears", "You Really Got A Hold On Me", "My Girl", "Quiet Storm", "Being With You" und "The Tears Of A Clown". Selbst die Band, die diese Stars bei ihren Duetten begleitet, ist gespickt mit Größen wie Organist Larry Goldings, Schlagzeuger Ahmir "Questlove" Thompson und Gitarrist John Mayer. "Wenn man einmal ein Motown-Künstler ist, wird man immer ein Motown-Künstler bleiben", hat Smokey Robinson einmal gesagt. Was er damit gemeint hat, macht dieses Album deutlich: Denn auf ihm klingt er tatsächlich wie in besten Motown-Zeiten.

Quelle: JazzEcho

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05.09.2014 US-klassiker

GFDK - Manesse Verlag

Ein amerikanisches Epos, das seinesgleichen sucht, ein Herzensbuch für alle Suchenden und Sehnenden, ob jung oder alt, eine Meditation über die Geschicke des Menschenlebens – über Bestand und Unbestand, Endlichkeit und Dauer.

Eugene, lebenshungrig und unerfahren, ist auf der Suche nach sich selbst, nach seinem Bestimmungsort in der Welt. In Harvard und im New York der Zwanzigerjahre sammelt er erste Erfahrungen, lernt zu lieben, zu erkennen, zu denken, sich von falschen Vorbildern loszusagen und sich dabei selbst treu zu bleiben. Der Held macht sich auf nach Paris, doch auch an diesem Sehnsuchtsort lässt ihn sein abenteuerliches Herz keine Ruhe finden. Was Eugene antreibt und was er sich über alle Wechselfälle des Lebens hinweg erhält, ist der Hunger nach Erkenntnis und sinnlichem Genuss. So folgen aus seiner Selbstsuche philosophisch und spirituell höchst anregende Reflexionen über das menschliche Dasein – über Sein und Werden, Zeit und Fluss.

Mit einem Vorwort von Michael Köhlmeier

«Wieder so ein amerikanischer Gigant, der einem die Brust schwellen lässt – vor Bewunderung und Neid!» Michael Köhlmeier

Thomas Wolfe (1900-1938) wurde als letztes von acht Kindern in Asheville, North Carolina, geboren. Aus bescheidenen Verhältnissen stammend, schaffte es der hochbegabte Junge bis nach Harvard und wurde Dozent für amerikanische Literatur an der New York University. Kaum hatte sein Schaffen weltweit Anerkennung gefunden, als er im Alter von nur siebenunddreißig Jahren starb. Ebenfalls bei Manesse erschienen in Neuübersetzung «Schau heimwärts, Engel» (2009) und «Die Party bei den Jacks» (2011).

Manesse Verlag Christine.Liebl@dva.de

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05.09.2014 Liebe zum Jazz

GFDK - Universal

“Um dorthin zu kommen, wo du hin möchtest, musst du manchmal dorthin zurückgehen, wo alles begonnen hat”, erklärt Jamie Cullum und verkündet sein neues Jazz-Album “Interlude”. Das neue Werk ist ab dem 03. Oktober erhältlich und kann ab sofort vorbestellt werden.

Jamie Cullum gehört zu den vielseitigsten britischen Künstlern. Mit seinen letzten Veröffentlichungen hat er wie kein anderer auf leichte und zugleich energiegeladene Weise der Popmusik den Jazz eingehaucht. Der leidenschaftliche Live-Musiker begeisterte mit seinen Alben „Twentysomething“ (2003), "Catching Tales" (2005), „The Pursuit“ (2009) und zuletzt „Momentum“ (2013) das Publikum rund um den Globus. Über 10 Millionen Mal verkauften sich seine Singles und Alben. Hierzulande erreichten die Alben Goldstatus, sein letztes Werk eroberte die Top10 in den deutschen Charts. Seine Tourneen waren komplett ausverkauft. Nun veröffentlicht Jamie Cullum „Interlude“ und schickt den Song “Don’t Let Me Be Misunderstood’, der gemeinsam mit Gregory Porter entstanden ist, vorab als Vorgeschmack. Der Song ist ab sofort im Radio zu hören. Bei Vorbestellung des Albums steht “Don’t Let Me Be Misunderstood’ anschließend direkt zum Download bereit.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

“Mit ‘Interlude’ zelebriere ich meine Liebe zum Jazz, gemeinsam mit einigen der talentiertesten Künstler, den ich bisher begegnen durfte. Dies ist ein gemeinsames Werk, aufgenommen wie früher: Live, in einem großen Raum, direkt auf ein analoges Tape in einzelnen Aufnahmen.“ Jamie Cullum präsentiert mit „Interlude“ sein erstes Jazz-Album seit „Twentysomething“ aus dem Jahre 2003. Wie Jamie Cullum seine Liebe zum Jazz zum Ausdruck bringt, gibt es ab dem 03. Oktober in kompletter Länge zu hören und bei zwei exklusiven Shows auch live zu erleben.

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05.09.2014 Relaxter Rock

GFDK - Eric Rauch

Gleich bei den ersten Tönen von John Illsleys neuem Albums „Testing The Water“ ist die Assoziation zu den Dire Straits da. Was nicht wirklich verwundert, denn John Illsley ist Gründungsmitglied dieser mega-erfolgreichen englischen Rock-Band und war als Bassist neben Mark Knopfler von 1977 bis zum Split Mitte der 1990er Jahre als einziges Bandmitglied immer dabei. Sein Einfluss auf den Sound der Band ist nicht zu unterschätzen. - Bis heute verkauften die Dire Straits eine dreistellige Millionenzahl Alben und erhielten zahlreiche Brit und Grammy Awards.

Der Dire Straits-Anklang ist einer von zahlreichen Facetten von John Illsleys viertem Soloalbum, nach zwei CDs in den 1980ern und „Streets Of Heaven“ von 2010. In den beeindruckenden Texten dieser acht Songs verarbeitet er unter anderem auch seine langwierige Erkrankung (Leukämie) und Heilung (durch eine Stammzellentherapie). Einige Titel schrieb er direkt im Krankenbett: „Ich hab’ die Ärzte einfach gefragt, ob ich eine Gitarre mitbringen kann.“ 

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Musikalisch pendeln die Songs zwischen Folk im elegischen Titelsong, Country-Anklängen in „This Is Your Voice“, einem straighten, Bläser-gestärktem Reggae „Darling Heart“ und eben jenem relaxtem Rock samt typischer Mark Knopfler-Gitarre, wie beispielsweise im Opener „Railway Tracks“, hier allerdings gespielt vom Ex-Pretenders-Gitarristen Robbie McIntosh.

Weiterhin spielten auf dem neuen Album unter anderem der langjährige Dire Straits-Keyboarder Guy Fletcher, der Saxofonist Nigel Hitchcock (letztjährig noch mit Mark Knopfler auf Tour) sowie als Backingvokalistin John’s Tochter Jessica, deren eigene Band Native Roses übrigens vom Vater produziert und auf dem gleichen Label wie „Testing The Water“ veröffentlicht wurde (Creek Records). John Illsley selbst singt die Lead Vocals, spielt Bass sowie alle akustischen Gitarrenparts und produzierte das Ganze zusammen mit Guy Fletcher. Mit ihm und einigen anderen Musikern der Platte stand er auch kürzlich auf einer der Bühnen des legendären Glastonbury-Festivals. Deutsche Tourtermine sind in Planung.

 

Eric Rauch
Promoteam Schmitt & Rauch
Wittmannstr. 2
64285 Darmstadt
eric@promo-team.de

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04.09.2014 70 Songs von 1969-1994

GFDK - WMG

DAVID BOWIE - das Chamäleon der Popmusik. Kein anderer Musiker hat so viele Inkarnationen durchlebt wie BOWIE, a.k.a David Robert Jones, der Mann mit den verschiedenfarbigen Augen. Alle diese Wandlungen waren nicht nur enorm erfolgreich, jede von ihnen öffnete der Popmusik auch neue Dimensionen, die bald zu ganzen Modeströmungen wurden. Ob es der Glamrock aus der Ziggy-Stardust-Phase war, die legendäre Zusammenarbeit mit Brian Eno auf den Kultalben Low und Heroes, die zum Vorläufer der New Wave in den Achtzigern wurde oder seine Rückkehr zu griffigem Rock in den späten achtziger Jahren mit der Formation Tin Machine – was immer auch passierte: BOWIE war schon vorher da.
 
Das 4CD-Boxset Sound + Vision wirft einen geballten Blick auf BOWIEs Schaffen in den Jahren 1969 bis 1994, sprich: Von einer akustischen Demo-Version seines ersten großen Hits Space Oddity (auch bekannt als „Major Tom“) bis hin zum Soundtrack The Buddha Of Suburbia (1993), der von den Fans als das unterschätzteste Album in BOWIEs Kanon gilt und für die gleichnamige TV-Serie komponiert wurde, die auf einem Roman von Hanif Kureishi beruht. Wie das 2013 erschienene Überraschungsalbum The Next Day bewies, ist BOWIE immer noch das, was ihn stets auszeichnete: Ein Künstler und Musiker auf der Höhe seiner Zeit, eine Ikone, ein Modeguru und eine umfassende Inspiration für viele Generationen – ein einzigartiges Phänomen der zeitgenössischen Kultur, das mit der umfangreich gestalteten Ausstellung „David Bowie Is“ gefeiert wird, die im Londoner Victoria & Albert Museum startete, bis zum 24. August im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen ist und danach auch in Paris, Chicago und Groningen gezeigt werden wird.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht 

21 BOWIE-Studio-Alben und erschienen in den Jahren, die von der 4CD-Box abgedeckt werden, und es sind nicht nur die bekannten BOWIE-Standards, die man darauf zu hören bekommt. Ein tiefer Griff in das umfassende Archiv förderte wahre Perlen zutage, etwa lang vergessene B-Seiten, explosive Live-Aufnahmen, Soundtrack-Titel und kaum bekannte Remixe. So entdeckt man eine rare B-Seiten Version des dylanesken Folksongs The Wild-Eyed Boy From Freecloud, eine spezielle Aufnahme von 1984/Dodo aus dem Jahr 1973, ein Outtake aus dem 75er Album Young Americans mit dem Titel After Today und die unverzichtbare deutsche Version Helden/Heroes seines wahrscheinlich bekanntesten Hits vom gleichnamigen Album.

Unglaublich intensiv waren zudem stets seine Live-Konzerte, erstmalig festgehalten im Konzertfilm und Soundtrack Ziggy Stardust: The Motion Picture (1973), dann dokumentiert auf David Live (1974) und Stage (1978). Auch sein Ausflug in das Brechtsche Theater mit Baal (1982) gehört zu den großen Ereignissen der Musikszene. Die Compilation, die alle wichtigen Songs DAVID BOWIEs enthält, erscheint mit einem informativen 64-seitigen Booklet. 

Wandelbar wie kein Zweiter prägte BOWIE die Entwicklung der Popmusik entscheidend mit, indem er sich seine eigene Ästhetik erarbeitete. So stellte er sich mit dem Album Space Oddity 1969 als Folk-beeinflusster Songwriter dar, schwenkte 1970 mit The Man Who Sold The World zum Hardrock über, das noch Nirvana zwanzig Jahre später zu einer kultigen Unplugged-Coverversion verführte, erreichte den Gipfel des Glamrock mit Ziggy Stadust (1972), wurde zum Archetypus des weißen Soulisten mit Young Americans (1975), führte die Elektronik mit Warszawa (1977) breitenwirksam in die Popmusik ein und lieferte mit Ashes To Ashes (1980) die Blaupause für die New Romantic-Szene. Mit Songs wie Modern Love (1983) füllte er weiterhin Stadien auf der ganzen Welt und wurde mit Jump They Say (1993) sogar noch eine 90er Jahre-Legende.  
 
Selbst die Alben, die nach 1994 entstanden erreichten umgehend Kultstars: Outside (1995), Earthling (1997), ‘hours…’ (1999), Heathen (2002), Reality (2003) und The Next Day (2013) sind außergewöhnliche Alben, die einen höchst kreativen Künstler zeigen.

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04.09.2014 bestseller aus finnland

GFDK - Ullstein

Das diesjährige Gastland der Frankfurter Buchmesse ist Finnland. Bei den Ullstein Buchverlagen erscheinen hierzu mehrere Romane.

 

„Asphaltengel“ von Johanna Holmström

(12.9., Ullstein Verlag) erzählt von einer finnisch-arabischen Familie. Er handelt von Rassismus, Transkulturalität und der heutigen urbanen Lebenswelt junger Menschen, geschrieben in einer jungen, klaren Sprache, zart und rebellisch zugleich. Die finnlandschwedische Autorin hat mit diesem Buch in beiden skandinavischen Ländern hymnische Be­sprechungen erhalten.

Klug, rebellisch und bei aller Dunkelheit durchdrungen von zartem Humor

»Manche klammerten sich fest, und ihre Finger wurden von einem Fuß gebrochen, andere schwangen sich freiwillig übers Geländer. Sie sprangen, um zu fliehen. Man nannte sie Asphaltengel, aber es waren keine Engel, sondern nur gefallene Mädchen, die sich selbst und ihre Sehnsucht zerbersten ließen. Sie waren schon tot, bevor sie auf dem Boden aufschlugen. Sie selbst würde niemals springen.«
Leilas finnische Mutter ist zum Islam konvertiert. Seitdem interessiert sie sich nur noch für die korrekte Auslegung des Korans. Sogar Familienfotos sind verboten. Leilas Vater kommt aus dem Maghreb und ist selbst Muslim – aber dieser Fanatismus ist ihm viel zu anstrengend. Und ihre große Schwester Samira ist längst vor dieser verrückten Familie geflohen. Alleine ist es schwer für Leila, zu Hause den Verstand nicht zu verlieren. Dann wird Samira eines Tages schwer verletzt am Fuß einer Treppe gefunden. Ist sie gefallen? Oder wurde sie gestoßen? Leila versucht herauszufinden, was mit ihrer Schwester passiert ist. Das Leben zwischen den Kulturen ist gefährlich, besonders für Mädchen. Aber Leila weigert sich, Opfer zu sein. Asphaltengel ist einer der beeindruckendsten und hinreißendsten Romane seit langem.

 

Roman „Die Ruhelose“ von Riikka Pulkkinen

(12.9., List) setzt sich sensibel und nachdenklich mit dem Thema Sterben und Tod auseinander, aus der Sicht einer Universitätsprofessorin und einer jugendlichen Schü­lerin. Die Autorin gehört, ebenso wie Johanna Holmström, zu den bekannten jungen Schriftstellerinnen Finn­lands.

Der große Bestseller aus Finnland

"Die Ruhelose" ist Riikka Pulkkinens beeindruckender Debütroman, in dem sie die großen Fragen des Lebens nach Liebe und Tod stellt. Was soll Anja tun? Die renommierte Universitätsprofessorin steht vor einem Wendepunkt in ihrem Leben. Ihr Mann ist schwer an Alzheimer erkrankt. Vor Jahren bat er Anja um ein Versprechen: Sobald er sein Gedächtnis verloren hat, will er mit ihrer Hilfe sterben. Auch Anjas Nichte Marie kämpft um die Liebe. Die 16-jährige Schülerin ist eine gefährliche Beziehung mit ihrem Lehrer eingegangen, den sie so liebt, wie man nur beim ersten Mal lieben kann: bedingungslos, leidenschaftlich, destruktiv. Als sie begreift, dass ihre Liebe zu dem verheirateten Mann keine Zukunft hat, muss sie einen Weg finden, mit dem Schmerz zu leben. Zwei Frauen, zwei Generationen und die immer gleiche Frage: Wie weit gehen wir für die Liebe?

 

Der Mond flieht von Rax Rinnekangas

(16.6., Graf) erzählt symbolreich und sinnlich, wie drei junge Men­schen erwachsen werden. Rinnekangas ist auch Filmemacher, Bildhauer, Fotograf und gehört zu den bekann­testen Künstlern Finnlands. Der in Lappland spielende Roman ist mit dem Finnischen Nationalpreis ausge­zeichnet worden.

Ullstein Verlag Christine.Heinrich@ullstein-buchverlage.de

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04.09.2014 Limitierte Edition

GFDK - KlassikAkzente

Er vollendete die russisch-romantische Tradition und genießt eine so breite Popularität wie kein anderer russischer Komponist. Dabei wäre das kompositorische Schaffen von Sergej Rachmaninoff (1873-1943) beinahe vorzeitig zum Erliegen gekommen. Nach der katastrophalen Uraufführung seiner 1. Symphonie im März 1897 befielen den gerade 24-Jährigen derart gravierende Selbstzweifel, dass er jegliches Zutrauen in seine Fähigkeiten als Komponist verlor.

Heilung mit Hypnose

In seiner Not suchte er Hilfe bei dem Nervenarzt Nikolai Dahl, der ihn ab Januar 1900 mit Hypnose behandelte. Rachmaninoff sollte später über die seinerzeit noch kaum erprobte Behandlungsform schreiben: „Auch wenn es unglaublich erscheint, diese Therapie half mir wirklich. Im Sommer begann ich zu komponieren. Das Material wuchs, und neue musikalische Ideen begannen sich in mir zu regen.“ Er nahm die Arbeit an seinem 2. Klavierkonzert auf, das einen sensationellen Premierenerfolg feierte und sein beliebtestes Werk geblieben ist.

Im Fluss

Nach diesem Durchbruch bereicherte er sämtliche Gattungen um Meisterwerke, die – Rachmaninoff benötigte nicht selten nur wenige Wochen, um größere Formen zu skizzieren – in rascher Folge entstanden. Es seien hier mit der Cello-Sonate (1901), der 2. Symphonie (1908), den Präludien opp. 23, 32 (1903, 1910), der Oper "Der geizige Ritter" (1904), den Chorwerken "Die göttliche Liturgie des hl. Johannes Chrysostomus" (1910) und "Die Glocken" (1913) sowie den 12 Romanzen aus dem Liederzyklus op. 21 (1902) nur die bekanntesten unter ihnen genannt.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Dieser erstaunliche kreative Fluss verengte sich erst, als Rachmaninoff 1917 nach Ausbruch der Oktoberrevolution ins amerikanische Exil ging, wo er schließlich auch verstarb. Bereits seit 1906 hatte er besorgt über die wachsende politische Instabilität Russlands längere Zeitspannen im Ausland verbracht. Dabei machte er international Furore als Pianist, der vor allem eigene Werke interpretierte. Sein Ruhm als Virtuose ist bis heute erhalten geblieben. Er wird zu den bedeutendsten Pianisten gezählt, die jemals gelebt haben.

Späte Schaffensfreude

Von 1919 bis 1925 komponierte Rachmaninoff vor allem Paraphrasen und Transkriptionen, die er bei seinen Konzerten spielte, darunter "Liebesleid" und "Liebesfreud" nach Fritz Kreisler. Die schmerzlich vermisste Nähe zur europäischen Kultur fand er auf einem Anwesen in der Schweiz wieder, das er ab 1930 regelmäßig besuchte. Dort stellte sich mit den Variationenwerken über Themen von Corelli (1931) und Paganini (1934) und der 3. Symphonie (1935/36) noch einmal die alte Schaffenskraft ein.

Mustergültige Decca-Edition

Das Gesamtwerk von Sergej Rachmaninoff erscheint nun in einer limitierten Edition bei Decca. Von den ersten Kompositionen aus der Studienzeit bis zu den letzten Geniestreichen – auf 32 Tonträgern wurden dafür alle Werke zusammengetragen, derer man in den Archiven von Decca habhaft werden konnte. Die Schar der hier versammelten Interpreten ist erlesen, es zählen u.a. Martha Argerich, Vladimir Ashkenzy, Ricardo Chailly, Charles Dutoit, Zoltán Kocsis, Neeme Järvi, André Previn und Swjatoslaw Richter dazu.

Auch Rachmaninoffs phänomenales Klavierspiel wird auf einer CD dokumentiert, die seine legendären "Ampico Piano Recordings (1919–29)" und seine Aufnahmen von Transkriptionen fremder Werke enthält. Eine Bonus-CD mit Anmerkungen des bedeutenden Rachmaninoff-Interpreten Vladimir Ashkenazy rundet diese mustergültige Edition ab.

 

Quelle: KlassikAkzente

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