Nachrichten aus der großen weiten Welt

15.09.2014 Hits von 1925 bis 1935

GFDK - Christina Gembaczka

Am 19. September 2014 kommt das neue Solo-Album von Jonas Kaufmann mit dem Titel „Du bist die Welt für mich“ in den Handel. Gemeinsam mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und unter der Leitung von Jochen Rieder nahm Kaufmann im Januar 2014 für Sony Classical deutsche Hits aus den Jahren 1925 bis 1935 auf, darunter „Dein ist mein ganzes Herz“, „Irgendwo auf der Welt“, „Freunde, das Leben ist lebenswert“ und das titelgebende „Du bist die Welt für mich“.
 
Die Aufnahmen fanden im Sendesaal des ehemaligen DDR-Funkhauses in der Berliner Nalepastraße statt und somit an der alten Wirkungsstätte des RSB. Die Künstler hatten viel Freude an der Gestaltung des facettenreichen Programmes, das trotz seines vergleichsweise leichten Klanges hohe technische Anforderungen an die Ausführenden stellte. Eine DVD-Produktion in Form eines exklusiven Konzertes vor Publikum krönte die Aufnahmetage.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Jonas Kaufmann hatte 2011 die Idee, Hits und Evergreens der goldenen Ära aus ihrer Funktion als Konzertzugaben heraus ins Hauptprogramm zu holen. Wichtig war ihm bei der Auswahl der Lieder, dass sie sich nicht zu einer Hitparade aufreihen, sondern einem stimmigen Konzept folgen und sich am Klang der Originalversionen orientieren. Das Repertoire ermöglichte es Kaufmann, die ganze Bandbreite seiner Stimme von sanften Schmuseklängen bis hin zum strahlenden Helden-Ton auszuschöpfen. Als Duettpartnerin stand ihm bei drei Titeln die Sopranistin Julia Kleiter zur Seite.
 
„Du bist die Welt für mich“ erscheint als Standardversion auf CD und Vinyl-LP sowie als Deluxe Version auf CD, der eine DVD mit Konzert-Auszügen beiliegt. Für den 17. Oktober 2014 sind die DVD und die Blu-ray des Abschlusskonzertes angekündigt.

 

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Christina Gembaczka
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14.09.2014 grenzregion

GFDK - Luftschacht Verlag

Oberschlesien in den 1920er-Jahren: In der zum Deutschen Reich gehörenden Region entbrennt ein Volksaufstand, dessen Ziel der Anschluss an die Zweite Polnische Republik ist. Auch das verschlafene Dorf Braschowitz wird von den Unruhen erschüttert.

Brücken werden gesprengt. Menschen verschwinden. In den Hinterzimmern der Amtsstuben laufen halbseidene Geschäfte. Eines Morgens wird die Leiche von Pfarrer Ogurek im Steinbruch gefunden. Der beleibte Kriminalbeamte Ferch untersucht den Fall, doch er stößt auf jede Menge Ungereimtheiten – und auf das Misstrauen der Dorfbewohner. Und es wird weitere Tote geben.

Vor diesem Hintergrund entspinnt sich die Geschichte um die Zwillinge Karl und Alois Storch, die beide dieselbe Frau lieben, die geheimnisvolle Dorfschöne Malwina. Sie kann sich für keinen entscheiden, spielt sie gegeneinander aus und macht aus Brüdern Rivalen. Dann bricht der Vorabend des Zweiten Weltkrieges an und die drei verlieren sich aus den Augen. Werden sie sich wiedersehen?

Jetzt im Buchhandel

Roman Israel fängt in seinem Debütroman Caiman und Drache die ganz besondere Atmosphäre zwischen Angst und Aufbruch ein, die während der Zwischenkriegszeit in der deutsch-polnisch-tschechoslowakischen Grenzregion geherrscht haben muss. Dabei spürt er scheinbar mühelos die Komik auf, die in jedem noch so dramatischen Ereignis zu finden ist.

Luftschacht Verlag 31.8.2014

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14.09.2014 Historische Aufführungspraxis auf höchstem Niveau

GFDK - Hasko Witte

Concerto Köln – das sind mehr als 25 Jahre historische Aufführungspraxis auf höchstem Niveau. Das mehrfach mit dem ECHO Klassik und weiteren Preisen (u.a. Preis der Deutschen Schallplattenkritik, MIDEM Classic Award) ausgezeichnete Ensemble  ist beliebt für seinen lebendigen Musizierstil  und regelmäßig Gast in renommierten Konzertsälen und bei großen Festivals rund um den Globus.

Mit dieser Einspielung lässt das Ensemble Bachs Brandenburgische Konzerte in neuem Glanz erstrahlen.  Denn Concerto Köln wollte Bachs Kompendium der barocken Orchesterliteratur nur dann ins Programm nehmen, wenn sich den bestehenden Sichtweisen Neues hinzufügen ließe. So wurde vertrautes Terrain neu vermessen und  Fragen des Klangs sowie der Instrumentierung zum Ausgangspunkt der Recherchen gemacht. Wie soll etwa die Continuo-Gruppe in den verschiedenen Konzerten besetzt sein, welche Trompete wird im zweiten Brandenburgischen gespielt? Was hat es mit den „Fiauti d’Echo“ auf sich, die Bach im vierten Konzert verlangt, welche Gamben hatte er für das sechste im Ohr?

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Concerto Köln wählte bei der Aufnahme den tiefen Kammerton a1 = 392 Hz, bei dem die  die hohen Passagen der Trompete ein weicheres Zusammenspiel im Solisten-Quartett ermöglichen“, erläutert Lorenzo Alpert, Fagottist des Ensembles.  Neu hat Concerto Köln auch Frage der Flöten im 4. Brandenburgischen Konzert beantwortet. Für das von Bach geforderte „Fiauti d’Echo“ ließ man nach alten Zeichnungen eigens eine Doppelflöte entwickeln, die diesen gewünschten Echo-Effekt erzeugt. Damit ist Concerto Köln das erste Orchester, das im vierten Konzert solche Echoflöten verwendet. Auch der Einsatz von Cembalo und Violone, Nachbauten von Originalinstrumenten der Bach-Zeit, mit deren klanglichen Vorzügen Bach vertraut gewesen sein dürfte, stellt eine Besonderheit dar. 

Concerto Köln präsentieren mit dieser Neueinspielung eine außergewöhnliche Interpretation von großer Intensität und Wärme, dabei jedoch gewohnt frisch und leicht und von technisch höchster Präzision. Historische Aufführungspraxis auf höchstem Niveau.

Album-Veröffentlichung: 19.09.14

 

 

Edel:Kultur
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13.09.2014 Frozen Nomads

GFDK - Carolin Ly-Ky

Für die AW 14/15 Kollektion orientiert sich PROTEST am rustikalen und inspirierenden Lifestyle der Frozen Nomads – Überlebenskünstler, die die Herausforderungen der Natur nicht zuletzt durch anspruchsvolle, hochwertige und zuverlässige Bekleidung meistern.

Ganz im Sinne der Handwerkskunst dieser traditionsreichen Volksstämme, hat Protest eine besonders interessante Kooperation ins Leben gerufen: Gemeinsam mit dem namhaften, niederländischen Teppichhersteller MARC JANSSEN beweist das Boardsport-Label, wie hervorragend geschichtsträchtiges Interior-Design und moderne Outerwear miteinander funktionieren.

Neben exklusiven Produkten – das Unternehmen bestückte bereits Prestige-Hotels wie das Plaza in New York oder das Burj Al Arab – steht das Unternehmen MARC JANSSEN mit der Organisation Care&Fair seit 1994 gegen Kinderarbeit in der Teppichindustrie. Eigens für die Kooperation mit Protest entwarf der Designer Marc Janssen zwei Teppichprints: Resultat ist die Damenjacke NORTON mit großflächigem Blumenaufdruck in unterschiedlichen Violett-Schattierungen mit doppelter Knopfleiste sowie für Herren die sportliche GLACIER Snowjacket in zeitgenössisch interpretiertem, kleinteiligem Camouflage-Muster in Eisblau, Rot- und Olivtönen.

carolin.ly-ky@sweet-office.com.

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13.09.2014 vielschichtig

GFDK - Salis Verlag

Im winterlichen Paris begegnet der Student Roel in einer Bar der geheimnisvollen Théa, deren melancholische Erscheinung ihn fasziniert. In einem Zeitungsartikel über eine soeben aus dem Gefängnis entlassene Frau, welche des Kindsmordes angeklagt war, erkennt er am nächsten Tag Théas Gesicht wieder.

Da ihn die Geschichte nicht mehr loslässt und er an der Schuld der jungen Frau zweifelt, will er der Wahrheit nachgehen. Bei dieser Entscheidung spielt auch ein von Théa aus Papier gefalteter Schwan eine bedeutende Rolle. Roels Suche durch die schneebedeckten Straßen von Paris führt ihn zu einem herrschaftlichen Haus, wo er Théa auch tatsächlich wiedertrifft. Im Laufe eines kalten Winterabends gewinnt Roel schließlich Théas Vertrauen und erfährt ihre Version der Geschichte. Doch handelt es sich hierbei auch wirklich um die Wahrheit? Geschah bei diesem Mordfall ein Justizirrtum oder leidet die junge Frau an Realitätsverlust? Die Autorin gestaltet ein feines Geflecht aus Stimmungen und Bildern.

Debütroman von Anna Stern

In »Schneestill« wird die Ruhe der von Schnee bedeckten Welt spürbar und schafft einen tragenden Rahmen für die Begegnungen der Figuren. In bildhafter Sprache und mit einem präzisen Gespür für ihre Protagonisten lässt die junge Autorin alle Stränge und Figuren zu einer vielschichtigen Komposition zusammenfließen.

Salis Verlag (18. September 2014)

r.eising@re-book.de

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13.09.2014 Schweigen ist Silber, Reden ist Gold

GFDK - JazzEcho

Eigentlich heißt es ja: “Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.” Dass manchmal auch genau das Gegenteil zutreffen kann, zeigt das Duo-Album “The Art Of Conversation” von Pianist Kenny Barron und Bassist Dave Holland. Seit zwei Jahren spielen die beiden experimentierfreudigen Stars des modernen Jazz als Duo zusammen und begeisterten bei Konzerten in aller Welt Auditorien und Kritiker.

Nun haben sie ihre “musikalischen Konversationen” für das von dem französischen Produzenten Jean-Philippe Allard kürzlich wiederbelebte Label Impulse! Records aufgenommen. Aus dem breitgefächerten Repertoire, das sich Barron und Holland im Laufe ihrer Zusammenarbeit erarbeiteten, wählten sie für ihr Album vorwiegend originelle Eigenkompositionen aus , aber auch Thelonious Monks “In Walked Bud”, Charlie Parkers “Segment” sowie “Daydream” von Duke Ellington und Billy Strayhorn.

Bevor sich Barron und Holland zu diesem Duo zusammenschlossen, sammelte jeder für sich in diesem Format reichlich Erfahrung. Barron nahm zahlreiche, von der Kritik gefeierte Duo-Alben mit u.a. Tenorsaxophonist Stan Getz, Perkussionist/Vokalist Mino Cinelu, den Bassisten Charlie Haden, Buster Williams und Harvie Swartz, Vibraphonist Joe Locke oder Violinistin Regina Carter auf (und nicht selten hieß der Produzent Jean-Philippe Allard). Holland wiederum spielte Duo-Alben mit den Saxophonisten Steve Coleman, George Young und Sam Rivers, dem Pianisten/Vibraphonisten Karl Berger und seinem Instrumentalkollegen Barre Phillips ein.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

“Duos bieten einem die Möglichkeit, sich in verschiedene Richtungen zu bewegen”, begründet der amerikanische Pianist seine Vorliebe für diese Konstellation, die den Musikern allerdings auch alles abverlangt. Der britische Bassist wiederum schätzt die direkte, sehr intime Interaktion, die zwischen zwei Musikern zustande kommen kann. Auf “The Art Of Conversation” ziehen Barron und Holland nun Bilanz ihrer zweijährigen Zusammenarbeit: unaufgeregt virtuos, stets frei von Geschwätzigkeit, beeindruckend originell und hochmusikalisch.

 

Quelle: JazzEcho

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12.09.2014 Pop mit Latin-Flavor

GFDK - MCS

Während Becky G in den USA und diversen anderen Ländern bereits Charterfolge feiert, steht ihr Durchbruch in Deutschland noch unmittelbar bevor. Seitdem Becky G bei Kemosabe, dem Sony Music Entertainment Record Label von Hit-Produzent Dr. Luke, unter Vertrag ist, hat sich ihr Leben um 360 Grad gedreht. Die 17-jährige Sängerin, Songschreiberin und Rapperin, die normalerweise Hausarbeit erledigt oder auf ihre drei jüngeren Geschwister aufpasst, ist nun ein echtes CoverGirl.

Den Rest der Zeit verbringt Becky mit Dr. Luke im Studio, wo sie entweder gerade einen Song für ihr demnächst erscheinendes Debütalbum aufnimmt oder ein Musikvideo mit Jennifer Lopez dreht, die in dem autobiografischen Clip für Beckys Song „Becky From The Block“ einen Gastauftritt hat.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Beckys Musik (die sie selbst als „urbanen Pop mit ein bisschen Latin-Flavor“ beschreibt) und ihre bodenständige Persönlichkeit haben ihr eine kontinuierlich wachsende Fangemeinde beschert, die sich als „Beasters“ bezeichnen. Becky war bereits auf Singles von Cody Simpson („Wish You Were Here“) und Cher Lloyd („Oath“) zu hören, und ihre Cover-Version von Keshas „Die Young“, für die sie einen eigenen Text verfasst hat, erzielte auf YouTube 3,4 Million Clicks. Als Dr. Luke eines ihrer frühen Musikvideos dem mit unzähligen Platin-Auszeichnungen überhäuften Produzenten und Frontman der Black Eyed Peas will.i.am zeigt, will der sofort mit ihr zusammenarbeiten. Die zwei bringen „Problem“ heraus, einen Remix mit will.i.am, der auf dem Soundtrack des Animationsfilms Hotel Transylvania vertreten ist.

Vor Kurzem wurde Becky G zu einem von CoverGirls neuesten (und jüngsten) Gesichtern gewählt, sie landete mit „Can’t Get Enough feat. Pitbull“ auf Platz #1 der Latin Billboard Charts , gewann bei den Radio Disney Music Awards den „The Best New Artist“ Award, beendete ihre erste Major Support Tour mit Austin Mahone und erschien auf dem Cover der April/Mai-Ausgabe des Girls’ Life Magazine. Außerdem klettert Beckys neue Single „Shower“ momentan die Charts nach oben und ist ab sofort auf iTunes erhältlich. Die 17-Jährige kann es außerdem kaum erwarten, im Oktober für Katy Perry einige Shows ihrer „Prismatic“ Tour zu eröffnen und ihr Debüt-Album fertigzustellen.



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12.09.2014 Shortlist

GFDK - Carl Hanser Verlag

Die Ökonomie ist eine Erfolgsgeschichte. Ökonomisches Denken wird nicht nur auf den engeren Bereich der Wirtschaft angewandt, sondern inzwischen auch darüber hinaus:

Ist Bildung ein gutes Investment?

Welcher Partner ist für mich am nützlichsten? Philip Roscoe kennt als Management-Professor die Sichtweise der Wirtschaft, weiß als Theologe und Philosoph aber auch um ihre Begrenztheit. Er argumentiert, dass die "Ökonomisierung" fast aller Bereiche uns nicht dabei hilft, ein sinnvolles Leben zu führen. Im Gegenteil: Indem wir nur auf den wirtschaftlichen Nutzen schauen, vergiften wir unsere Beziehungen, richten unsere Gesellschaft und unsere Umwelt zugrunde und werden zu innerlich verarmten Menschen.

Auf der Shortlist des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises

Ist der nächste Karriereschritt mehr wert als Zeit mit der Familie? Dürfen wir billige T-Shirts kaufen, obwohl wir wissen, dass sie unter unwürdigen Bedingungen produziert wurden? Ist ein neuer Liebhaber besser als der jetzige?
Wir haben uns angewöhnt, Fragen wie diese nach ökonomischen Gesichtspunkten zu entscheiden.
Doch der Preis dafür ist hoch: Indem wir immer nur auf den wirtschaftlichen Nutzen schauen, vergiften wir unsere Beziehungen, richten unsere Umwelt zugrunde und werden zu innerlich verarmten Menschen, denen das Wichtigste fehlt.

Philip Roscoe lehrt Management an der School of Management in St. Andrews, Schottland. Vor seiner Doktorarbeit arbeitete er als Finanz-Journalist und Unternehmer, davor studierte er Theologie in Leeds und Arabisches Denken des Mittelalters in Oxford. Roscoe hat zahlreiche wissenschaftliche Artikel verfasst und ist ein gefragter Vortragsredner.

presselit@hanser.de

 

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12.09.2014 brillantes Comeback

GFDK - JazzEcho

Als "den einflussreichsten Tenorsaxophonisten des Jazz seit John Coltrane" bezeichnete ein Kritiker Mark Turner vor ein paar Jahren im New York Observer. Und ein Kollege von der New York Times nannte ihn etwas mysteriös "der beste Jazzmusiker, den Sie noch nie gehört haben". Das mag ein wenig übertrieben sein, spielte aber darauf an, dass sich Turner 2001, nachdem er fünf exzellente Soloalben veröffentlicht hatte, eine ungewöhnlich lange Auszeit gönnte, um sich einer neuen Rolle - der als Vater - widmen zu können. Natürlich hängte er sein Saxophon nicht ganz an den Nagel.

Aber er beschränkte sich auf Jobs als Sideman von Kollegen wie Kurt Rosenwinkel, Billy Hart und Enrico Rava oder die Arbeit mit dem Trio Fly. "Als Leader muss man sich mit einer Menge von Dingen abgeben, die nichts mit Musik zu tun haben. Als Sideman muss man im Grunde nur zusehen, dass man keinen Termin verpasst und seinen Job gut macht." Jetzt sind Turners zwei Kinder den Windeln entwachsen und der Saxophonist kann sich endlich wieder seiner eigenen Musik zuwenden. Nachdem dieses Jahr bei ECM Records schon zwei Alben von Billy Hart ("One Is The Other") und Stefano Bollani ("Joy In Spite Of Everything") erschienen sind, auf denen sich Turner als Sideman glänzend in Szene setzen konnte, legt er bei dem Label nun auch sein lange erwartetes Solo-Comeback-Album vor: "Lathe Of Heaven".

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Während Turner auf seinen früheren Alben stets mit einem Gitarristen und/oder Pianisten arbeitete, besetzte er sein neues Quartett ganz ohne Harmonieinstrument. "Das gewährt einem eine gewisse Freiheit", sagt er, "gibt aber jedem einzelnen Musiker auch mehr Verantwortung. Mit einer Band wie dieser [bestehend aus Trompeter Avishai Cohen, Bassist Joe Martin und Schlagzeuger Marcus Gilmore] muss man sich selbst - harmonisch, rhythmisch und auch klanglich - Beschränkungen auferlegen, um musikalisch stark zu punkten." Und dies tut dieses Quartett auf dem Album "Lathe Of Heaven", das nach einem Science-Fiction-Klassiker von 1971 benannt wurde, zweifellos.

Turner, der für seinen forschenden Intellekt und die intime Expressivität bekannt ist, mit der er den gesamten Tonumfang seines Tenorsaxes auslotet, zeigt sich inspirierter denn je. Das Zusammenspiel mit Avishai Cohen ist besonders beeindruckend. "Wir sind beide sehr detailversessen, wenn es um Intonation, melodisches Spiel und die Wahl der richtigen Noten geht", meint Turner. "Und unsere Sounds passen gut zueinander, weil sie ziemlich konzentriert sind." In Joe Martin und Marcus Gilmore steht den beiden Solisten ein Rhythmusgespann zur Seite, das zugleich geschmeidig als auch kraftvoll agiert. Mit "Lathe Of Heaven" sollte Mark Turner den Ruf des "musicians’ musician" ablegen und endlich in die erste Riege der zeitgenössischen Jazzmusiker aufsteigen. Denn dort gehört "der einflussreichste Tenorsaxophonist seit John Coltrane" schließlich hin.

 

Quelle: JazzEcho

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11.09.2014 bezaubernd und bewegend

GFDK - The ACT Company

Zur Fraktion der grüblerischen, introvertierten Sängerinnen hat Rigmor Gustafsson nie gehört. Auch die Blues-Ecke war nie ihr Ding, selbst wenn sie durchaus mit machtvollen Balladen zu berühren weiß. Dazu müsste sie sich doch sehr verstellen. Und Verstellung ist so ziemlich das Letzte, an das man bei Gustafsson, die auf einem Bauernhof in Värmland im Herzen Schwedens aufgewachsen ist, ihr Handwerk in New York lernte und in ganz Europa zum Star wurde, denkt: Stets trägt Gustafsson ihre Seele auf der Zunge. Mit ihrer Natürlichkeit begeistert sie ihre Zuhörer. Für dieses Publikum gibt sie alles von sich, und es ist bezeichnend, dass im Titel aller ihrer ACT-Alben das Wörtchen „You” vorkommt, so auch auf ihrem neuen, sechsten Werk „When You Make Me Smile”.

Schon immer hat Gustafsson gespürt, dass ihre Persönlichkeit am besten im melodiegetragenen, wohlklingenden Jazzgesang zur Geltung kommt. Gleichzeitig hat sie dafür immer wieder besondere Konstellationen und spannende Kombinationen wie mit dem Pianisten Jacky Terrasson („Close To You“)  oder dem radio.string.quartet.vienna („Calling You“) gesucht. Dem opulenten, womöglich Streicher-veredelten Jazz gehörte schon immer ihre besondere Liebe, was auch ihre Interpretation der Filmmelodien von Michel Legrand („On My Way To You“) zeigte.

Mit „When You Make me Smile“ geht sie jetzt richtig in die Vollen: Neben ihrer „working band“ mit den alten vertrauten Jonas Östholm am Piano, Martin Höper am Bass und Jonas Holgersson am Schlagzeug versammelt sie nicht nur eine illustre Schar von Gästen um sich wie den Holzbläser und Flötisten Magnus Lindgren, die Posaunistin Karin Hammar oder den Gitarristen Max Schultz, sondern vor allem auch ein fast 30-köpfiges Orchester. Mit der Dalasinfoniettan, einer der führenden, in vielen Stilen bewanderter Klangkörper Schwedens, erstrahlt die Musik mit sinfonischem Glanz und erhält farbenreiche Ausdruckskraft. Ein lange gehegter Herzenswunsch geht für Gustafsson damit in Erfüllung.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Und so erklingt auf „When You Make Me Smile“ orchestraler Vokal-Jazz, wie man ihn lange nicht gehört hat. Schon der Einstieg mit „Call Me Lonely“ erinnert mit seiner hymnischen Klangfülle an die Ära von groß inszenierten Meistern wie Tony Bennett oder auch Blossom Dearie. Gustafsson und ihre Begleiter kosten alle Möglichkeiten aus, die die große Besetzung bietet: Von Uptempo-Nummern wie „A Different Kind“ und  luftigen, an Burt Bacharach gemahnenden Songs wie „If Dreams Are Made of Sand“ über klassischen Swing wie „Blind As A Bat“,  leichten Bossa wie den Titeltrack und  kernige, Orgel-getränkte Soul-Nummern wie „I Get Along“  bis zu schrägen Neo-Blues wie „Woke Up On Sunday“ und berührend melancholischen Balladen wie „Stay, Stay, Valentines Day“. Auch ein Gesangsduett gehört sozusagen pflichtgemäß zu diesem Programm: Bei „Let It Go“ gibt es ein überraschendes Wiederhören mit Eagle-Eye Cherry, dem in Schweden aufgewachsenen und nach seinen Welterfolgen wie „Desireless“ in den USA wieder dort lebenden Sohn des Trompeters Don Cherry.

Obwohl, ja vielleicht gerade weil Gustafsson ganz offen an die Tradition anknüpft, ist „When You Make Me Smile“ vielleicht ihr persönlichstes Album geworden. Unverkennbar drückt sie allen Stücken ihren Stempel auf: beim Gesang mit ihrem strahlenden Timbre und ihren einmaligen Phrasierungen, wie auch beim gesamten musikalischen Konzept. Denn gemeinsam mit ihrem schwedischen Landsmann Ollie Olson hat Gustafsson nicht nur fast alle Stücke (bis z.B. auf Marvin Hamlischs James-Bond-Standard „Nobody Does It Better“) selbst geschrieben und das Album selbst produziert. Bedeutungsvolle Songs zu interpretieren, ist eine Kunst, sie zu schreiben, eine Gabe, die Gustafsson ebenfalls besitzt.

Und so ist das Ergebnis ein Spiegelbild von Rigmor Gustafsson geworden: bezaubernd und bewegend.


Besetzung

Rigmor Gustafsson - vocals
Jonas Östholm - piano
Martin Höper - bass
Jonas Holgersson - drums
Magnus Lindgren - tenor sax, clarinet, flute (on 03, 05 & 11)
Patrick Skogh - trumpet & flugelhorn (on 03, 05, 09 & 10)
Karin Hammar - trombone (on 03, 05, 09 & 10)
Anders Wiborg - bass trombone (on 05, 09 & 10)
Jesper Nordenström - organ
Calle Rasmusson - percussion
Dalasinfoniettan conducted by Jonas Nydesjö

Special Guest: Eagle-Eye Cherry / vocals (on 12)

 

The ACT Company
Auenstraße 47
80469 München
Telefon: +49 (0)89 72 94 920
Mail: info@actmusic.com

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