Nachrichten aus der großen weiten Welt

09.05.2019 Bärengeschwister in Bulgarien

GFDK - Kultur und Medien - Tierschutz

Neustart für die drei verwaisten Braunbären Radostina, Jonas and Mitko: Am 6. Mai hat das bulgarische Ministerium für Umwelt und Wasserwirtschaft, unterstützt von der internationalen Tierschutzorganisation VIER PFOTEN und dem Team des TANZBÄRENPARK Belitsa, das Bären-Trio im Nationalpark Zentralbalkan freigelassen.

Die heute 15-monatigen Bären sorgten im April 2018 für internationale Schlagzeilen, nachdem sie im Rhodopengebirge im Süden Bulgariens allein aufgefunden wurden.

Es wird vermutet, dass ihre Mutter von Wilderern getötet wurde. Der Freilassung ging ein Jahr intensive Vorbereitung auf die Wildnis in einer griechischen Spezialeinrichtung voraus. Alle drei Geschwister wurden mit GPS-Sendern versehen, um ihr Verhalten und die Anpassung an ihre neue Umgebung zu überwachen.

Als die zwei Männchen Jonas und Mitko und deren Schwester Radostina am 21. April 2018 im Rhodopengebirge gefunden wurden, wurde ihr Alter auf etwa drei Monate geschätzt. Von der Mutter fehlte jede Spur. Zunächst wurden die Bärengeschwister im TANZBÄRENPARK Belitsa, der von VIER PFOTEN und der Brigitte Bardot Foundation finanziert wird, untergebracht.

Nach einem Monat intensiver Pflege waren die Braunbären stark genug, um in die griechische Spezialeinrichtung Arcturos verlegt zu werden. Dort hat man sich auf die Rehabilitation verwaister Bärenjungen und deren Vorbereitung auf die Entlassung in die Wildnis spezialisiert.

Nach einem Jahr Betreuung ist das Bären-Trio nun nach Bulgarien zurückgekehrt. Am 5. Mai 2019 startete die zehnstündige Reise in einem speziellen Bärentransporter von Griechenland in den Nationalpark Zentralbalkan.

Dort hat das bulgarische Ministerium für Umwelt und Wasserwirtschaft, gemeinsam mit VIER PFOTEN und dem TANZBÄRENPARK Belitsa, die Bären in den frühen Morgenstunden des 6. Mai freigelassen.

Mit 15 Monaten und jeweils rund 50 Kilo sind die Bären nun alt und kräftig genug, um allein in der Wildnis zu überleben. Dank der GPS-Sender können wir sie aus der Ferne im Auge behalten und ihre Fortschritte beobachten. Der Ort für ihre Freilassung wurde sorgfältig gewählt.

Das Gebiet ist bergig, dicht bewaldet und wird von Rangern bewacht. Außerdem gibt es in der Region keine Konkurrenz von anderen erwachsenen Braunbären. Das ist nämlich die größte Bedrohung für junge Bären, die ohne Mutter in freier Wildbahn leben“, sagt Dimitar Ivanov, Leiter des TANZBÄRENPARK Belitsa.

Bulgarien: Heimat vieler Bären

Bulgarien ist eines der wenigen europäischen Länder mit einem stabilen Bestand an wilden Braunbären. Nach neuesten Erkenntnissen gibt es zwischen 500 und 1000 Braunbären, die in den zwei größten Gebirgsketten Bulgariens – dem Balkangebirge und dem Rila-Rhodopen-Gebirge – leben. Viele der Bären wandern in die benachbarten Länder Griechenland, Serbien und Nordmazedonien.

TANZPÄRKENPARK Belitsa: Schutz für Bären in Not

Der 12-Hektar umfassende TANZPÄRENPARK Belitsa liegt im bulgarischen Rila-Gebirge und ist das größte Bärenschutzzentrum auf dem Balkan.

Es wurde 2000 eröffnet und wird von VIER PFOTEN und der Brigitte Bardot Foundation finanziert. Ursprünglich lag der Fokus des Tierschutzzentrums auf sogenannten Tanzbären aus Bulgarien.

Nachdem das Team alle bulgarischen Tanzbären gerettet hatte, wurden ab 2007 auch Tanzbären aus anderen Balkanländern, wie Serbien und Albanien, sowie Bären aus bulgarischen Substandard-Zoos aufgenommen.

Derzeit führen im TANZBÄRENPARK Belitsa 25 gerettete Bären ein artgemäßes Leben in großen Gehegen mit dichten Wäldern und Teichen.

mehr

09.05.2019 In Raum 3 und 4 in der Horbach Stiftung

GFDK - Kultur und Medien - Ausstellung

„Glaube auf Cuba“ Zum Sommerblut KulturFestival 2019 in Köln - Raum 3 und 4 in der Horbach Stiftung.

Muslime auf Cuba

Der Spanier Joan Alvado arbeitet seit 2008 „im Bereich Dokumentarfotografie, vor allem in Istanbul und Barcelona. Seine Arbeiten werden durch Agenturen wie AFP, Getty Images, Laif, Luz Photo, Redux und Rea vertrieben“. Alvados Werke ergänzen „die Bandbreite um einen weiteren, noch recht unbekannten Aspekt: Muslime auf Cuba.

Cuba ist eines der letzten Länder in der Welt, in die der Islam eingetreten ist. Doch die Anzahl der Menschen, die den Islam annehmen, hat in den letzten Jahren auf Cuba stetig zugenommen (ca. 3000)“.

Joan Alvados Serie betont den Gläubigen als Individuum, der einen Weg gegen die Strömung des üblichen Gesellschaftstrends wagt, auf der Suche nach seiner Rolle im Leben.


„Abakuá-Rituale“ auf Cuba

Vor 3 Jahren begann das „Bongó Itá Projekt“ zwecks fotografischer Dokumentation der Riten der Abakuá Anhänger auf Cuba, die einzige afro-cubanische Religionsvariante ihrer Art in ganz Amerika.

Arien Chang Castans Farbfotografien nähern sich dem Kult, seinen geheimnisvoll-mystischen Ritualen und deren in unseren Augen fremdartigen Opfergaben und kuriosen Utensilien aus anthropologischer Sicht.

Seine farbtriefende Serie lebt vor allem von der barock anmutenden Dramatik und Ausdruckskraft und von der symbolischen Aufladung der wie auf einer Bühne in Szene gesetzten Zeremonien.  

Cubas „Santeria-Religion“

In Cuba ist die synkretische, afroamerikanische Santeria-Religion weit verbreitet. Sie geht von einer Einheit der katholischen Heiligen (Santos) mit ihren Göttern (Orishas) aus. Mit ihren afrikanisch geprägten Riten vereint diese Religion viele Strömungen.

Auch der in der cubanischen Gesellschaft tief verwurzelte Glaube und die Vodoo-Rituale spielen eine wichtige Rolle. Die fotografische Dokumentation Sven Creutzmanns scheint die Rhythmen der Batáa-Trommeln und die Gesänge ertönen zu lassen, mit denen die Orishas angerufen werden und zu denen die Gläubigen tanzen, bis sie in eine Art Trance-Zustand verfallen.

„Glaube auf Cuba“

Zum Sommerblut KulturFestival 2019 in Köln
7 fotografische Positionen

Ausstellung: 26. Mai bis 3. Juli 2019
Vernissage: 26. Mai 11-14 Uhr

Wormser Straße 23, 50667 Köln
Mi. und Fr. 15.30 – 18.30 Uhr, So. 11 – 14 Uhr, sowie nach Vereinbarung
Tel. +49 (0)221 2999 3378

 

mehr

08.05.2019 VIER PFOTEN ruft nun zum Protest auf

GFDK - Kultur und Medien - Tierschutz

Aufruf zum Protest - Ein nur wenige Monate altes Bärenjunges, das Ende Februar 2019 von einer Privatperson im Kosovo gefunden wurde, wird nun im verdreckten Keller eines Restaurants im Nationalpark Sharr gehalten.

Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN entdeckte den männlichen Braunbären dort, obwohl die verantwortlichen Behörden eigentlich versprachen, ihn zurück zu seiner Mutter zu bringen.

VIER PFOTEN hat dem kosovarischen Ministerium für Umwelt und Raumordnung mehrmals angeboten, das Bärenjunge zu übernehmen und in ihrem BÄRENWALD Prishtina artgemäß unterzubringen. Die Regierung hat bisher alle Angebote ignoriert und weigert sich einzuschreiten. VIER PFOTEN ruft nun zum Protest auf.

Am 26. Februar entdeckte ein Kosovare das Jungtier vor seinem Haus. Ursprünglich dachte der Mann, einen Hundewelpen gefunden zu haben, doch beim genaueren Hinsehen war klar, dass es sich um einen Braunbären handelt.

Die verständigten Behörden holten das Bärenjunge ab und versicherten, es zurück zu seiner Mutter in den Nationalpark Sharr zu bringen. Als VIER PFOTEN zufälligerweise ein Meeting dort hatte, entdeckte ein Mitarbeiter der Tierschutzorganisation, dass der junge Bär noch immer von der Nationalparkleitung gehalten wird – und zwar im Keller eines Restaurants, das einem Ranger gehört.

Wir fanden den Bären in einer kleinen Holzkiste im dreckigen und dunklen Keller. Der Bär hat kaum Möglichkeit, sich zu bewegen und sieht nur selten Tageslicht. Diese Form der Haltung ist schreckliche Tierquälerei.

Wir haben sofort die verantwortlichen Behörden informiert, die sich aber weigern einzuschreiten“, sagt Afrim Mahmuti, der den VIER PFOTEN BÄRENWALD Prishtina führt.

Kosovarische Regierung bricht eigene Gesetze

Gemäß der 2012 zwischen VIER PFOTEN und dem Ministerium für Umwelt und Raumordnung unterzeichneten Vereinbarung ist der von VIER PFOTEN geführte BÄRENWALD Prishtina die einzige Einrichtung im Kosovo, der es gesetzlich erlaubt ist, Braunbären zu halten und zu versorgen.

Die private Haltung von Bären, insbesondere deren Haltung als Restaurant-Attraktion, ist verboten. Seit 2014 gab es im Kosovo keinen Fall mehr von privater Bärenhaltung.

„Es ist schockierend, dass sich ausgerechnet die Regierung selbst nicht an diese Abmachung hält und den Bären in die offensichtlich inkompetente Obhut ihres Nationalpark- Mitarbeiters gegeben hat.

Hier wird Tierschutz ganz klar mit Füßen getreten. Die schrecklichen und nicht artgemäßen Haltungsbedingungen des Bärenjungen werden zu schweren Verhaltensstörungen führen. Der Bär wird auch nicht für immer so klein bleiben. Er wird früher oder später eine echte Gefahr für den Halter und die Restaurantbesucher darstellen“, sagt VIER PFOTEN Bärenexperte Carsten Hertwig.

Protest gegen kosovarische Regierung

VIER PFOTEN bot den Behörden mehrmals an, Verantwortung für das Bärenjunge zu übernehmen. Im BÄRENWALD Prishtina gebe es nicht nur ausreichend Platz, sondern auch die artgemäße Pflege, die der Bär dringend braucht.

Das kosovarische Ministerium für Umwelt und Raumordnung, das der offizielle Besitzer des Bärenjungen ist, hat aber alle Angebote ausgeschlagen. „Wir sehen uns jetzt gezwungen, zu handeln. Jeder Tag, den der Bär im dunklen und dreckigen Keller verbringen muss, ist ein Tag zu viel. Wir haben deshalb einen weltweiten Protest ins Leben gerufen. Wir hoffen, dass die kosovarische Regierung dadurch zur Besinnung kommt und uns den Bären endlich übergibt“, so Hertwig. 

BÄRENWALD Prishtina: Heimat traumatisierter Bären

Der 10-Hektar große BÄRENWALD Prishtina liegt rund 20 Kilometer außerhalb der kosovarischen Hauptstadt. Derzeit führen dort 19 Braunbären, die zuvor als sogenannte Restaurantbären im Kosovo und in Albanien gehalten wurden, ein artgemäßes Leben in großen, natürlichen Gehegen.

Zur Aufgabe des 2014 eröffneten Schutzzentrums gehört auch Aufklärungsarbeit. Besucher können die Bären in ihrer natürlichen Umgebung sehen und mehr über sie und andere Tierarten erfahren.

mehr

08.05.2019 Glaube auf Cuba in der Horbach Stiftung

GFDK - Kultur und Medien - Ausstellung

„Glaube auf Cuba“ Zum Sommerblut KulturFestival 2019 in Köln Raum 2 in der Horbach Stiftung. - Alfredo Sarabia (Junior),1986 in Ciudad de La Habana geboren und 2017 Fotopreisträger der Michael-Horbach-Stiftung, beobachtet die Zeremonien cubanischer Christen aus nächster Nähe.

In beeindruckender Lichtregie, einem Hell-Dunkel, das uns ungefragt zu Voyeuristen macht, lässt er alles nicht fokussierte im Dunkeln, als blickten wir durch ein Schlüsselloch.

Alfredo Sarabias Serie über Cubanische Christen enthüllt ein bislang kaum bekanntes Gesicht der Religionen auf Cuba. In einem zu tiefst gläubigem Land, das vorwiegend katholisch geprägt ist und in dem die afro-cubanische Religion praktiziert wird, erhält das protestantische Christentum wenig Aufmerksamkeit.


Sven Creutzmann, der einzige deutsche Fotograf mit einer dauerhaften Akkreditierung auf Cuba, fotografiert die verschiedenen Religionen auf Cuba praktisch seit seiner ersten Cuba Reise 1988. In einer Auswahl von 8 Fotografien werden Eindrücke zusammengetragen, die auf mehrere Reportagen beruhen, darunter eine für die New York Times.

In Havanna gibt es heute drei jüdische Gemeinden mit insgesamt ca. 1000 Mitgliedern. Die größte Synagoge ist der Templo Beth. Spannend fand der Fotograf, „dass Castro den Juden selbst während der grossen Krise der frühen 90er Jahre (nach dem Zusammenbruch der Sowietunion) ihr kosheres Fleisch garantierte“.

„Glaube auf Cuba“

Zum Sommerblut KulturFestival 2019 in Köln
7 fotografische Positionen

Ausstellung: 26. Mai bis 3. Juli 2019
Vernissage: 26. Mai 11-14 Uhr

Wormser Straße 23, 50667 Köln
Mi. und Fr. 15.30 – 18.30 Uhr, So. 11 – 14 Uhr, sowie nach Vereinbarung
Tel. +49 (0)221 2999 3378

mehr

07.05.2019 Galerie der Menschheit - „40 Jahre Rote Couch“

GFDK - Kultur und Medien - Ausstellung

„Jeder Mensch ist einzigartig“ (Horst Wackerbarth)

Michail Gorbatschow, Steve Jobs, Jimmy Carter, Sting, Herbert Grönemeyer – er fotografierte sie alle: Horst Wackerbarth, international bekannter Video- und Fotokünstler aus Düsseldorf, bereist seit vier Jahrzehnten die Welt mit seiner „Roten Couch“, lässt Menschen darauf Platz nehmen und porträtiert sie.

Am Sonntag, dem 12. Mai 2019, eröffnet die Kunstinitiative Wurzeln und Flügel e.V. von 12 bis 15 Uhr die Wackerbarth-Werkschau „40 Jahre Rote Couch“ auf Schloss Reuschenberg an der Gerhard-Hoehme-Allee 1 in Neuss.

Gezeigt wird ein beeindruckender Querschnitt aus 40 Jahren kreativen Schaffens: Mehr als 70 Bilder aus Horst Wackerbarths Lebensprojekt „The Red Couch – A Gallery of Mankind“, - einem Dialog mit Fotografien, Texten und Video-Aufzeichnungen zu den Themen der Menschheit. Was denkt, fühlt, wünscht und erhofft sich der Mensch des 21. Jahrhunderts?

Bis heute haben über 1.000 Menschen in 53 Ländern auf seiner Roten Couch gesessen und in 54 Sprachen 12 universelle Fragen zu den Themen Glück, Unglück, Tod, Universum, Angst und Hoffnung beantwortet. Dabei geht es dem Künstler nicht um die Prominenz der Porträtierten:

„Ob Jung oder Alt, Arm oder Reich, Prominent oder Unbekannt, Nobelpreisträger oder Analphabet – jeder Mensch ist einzigartig“, betont Horst Wackerbarth. Seine Protagonisten trifft er in den Metropolen Europas, in der Eiswüste Alaskas, im tropischen Regenwald Südamerikas und in den Dörfern Sibiriens. Immer mit dabei: Seine legendäre „Rote Couch“. 

Nur eine Couch ist jeweils im Umlauf. Drei sind bereits verloren gegangen: Eine ist bei einem gewagten Schiffsmanöver in den Pazifik gefallen, eine bei Aufnahmen mit Feuerwehrmännern abgebrannt und eine wurde versehentlich von Arbeitern eines Museums für Sperrmüll gehalten und entsorgt. Die derzeit „amtierende“ Couch ist seit 1996 im Einsatz.

Horst Wackerbarth ist sicher: „Das Projekt ist ein „work in progress“, eine „never ending story“. Seine Arbeiten sind inzwischen in 11 Buch-Monografien veröffentlicht, wurden bereits in mehr als 50 Einzelausstellungen in Museen und Galerien weltweit gezeigt und sind in 13 bedeutende Sammlungen zeitgenössischer Kunst aufgenommen.

Kuratorin der Ausstellung ist Goldschmiedin und Kunstliebhaberin Beate Düsterberg von der Kunstinitiative Wurzeln und Flügel e.V., die mit dem Kunstverein Ulmer Höh´ (K.U.H.), dem auch Horst Wackerbarth angehört, kooperiert.

Ein Anliegen beider Vereine ist die Erhaltung und Umgestaltung der Gefängniskapelle auf dem Gelände der ehemaligen JVA an der Ulmenstraße in Düsseldorf zu einem Ort der Kunst und Kultur.

Dieses kulturpolitische Engagement wird ebenfalls im Rahmen der Ausstellung vorgestellt. Auch die kürzlich verstorbene Schauspielerin Hannelore Elsner, eine gute Freundin von Horst Wackerbarth, unterstützte das Projekt. 

Die Werkschau ist jeden Mittwoch von 15 bis 18 Uhr geöffnet und kann bis Mitte September besucht werden. Führungen sind auch nach Vereinbarung möglich.

Anmeldungen unter:  02131 405 35 80 oder post@wurzelnundfluegel.org

Horst Wackerbarth wurde 1950 in Fritzlar/Nordhessen geboren und studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Kassel mit Schwerpunkt Fotografie. Er arbeitet als Foto- und Videokünstler und lebt in Düsseldorf.

Ein sehr zentraler Teil seines Lebenswerkes sind die Projekte mit der „Roten Couch“ - als Ausstellungs- und Buchprojekte, in Zusammenarbeit mit Malern und Filmemachern, sowie als TV-Magazin-Serien (ZDF, 3Sat, Arte). Derzeit realisiert er “The Red Couch - A Portrait of Africa”, ein Projekt über Subsahara-Afrika. Die „Rote Couch“ ist das konstituierende Element eines weltumspannenden Projekts.

Der Verein Kunstinitiative Wurzeln und Flügel e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, außergewöhnliche Kunst-und Kulturprojekte zu fördern sowie Künstler und deren Projekte zu unterstützen.

 

mehr

07.05.2019 Sommerblut KulturFestival 2019

GFDK - Kultur und Medien - Ausstellung

Auf Cuba blüht heute ein breites Spektrum an Glaubensrichtungen, so bunt, wie die Palette der indigenen, afrikanischen und europäischen Wurzeln der Bewohner. In den Kunsträumen der Michael Horbach Stiftung gibt die Fotoausstellung „Glaube auf Cuba“ – die fünfte zum Thema Cuba in diesen Räumen.

Mit 7 Künstler-Positionen geben überraschende Einblicke, die vielleicht eine für den Betrachter eher unbekannte Seite Cubas zeigen, „ein anderes Cuba, als uns durch Medien vorgeführt wird“.

Raum 1

Der „San Lazaro Kult“ auf Cuba

Der große Eingangssaal der Horbach-Stiftung bildet mit schwarz-weiß-Fotografien den Auftakt der Ausstellung. Drei Künstler (Pep Bonet, Raul Cañibano, Karl Haimel) tragen den San Lazaro Kult in eindringliche Berührungsnähe an uns heran.

„Tausende von Anhängern pilgern am 17. Dezember aus ganz Cuba jährlich zum Santuario del Rincon, in das kleine 30 Kilometer von Havanna entfernte Dorf Santiago de la Vega und sammeln auf ihrem Weg „Geld, das dem San Lazaro Lepra-Krankenhaus, zu Gute kommt“.

Viele von ihnen sind Kranke und Bettler, manche „rutschen über Tage und Wochen auf Knien, kriechen, laufen barfuß und tragen große Steine und schwere Ketten zur Pilgerstätte“.


Der ganz eigene Blick der drei Fotografen konzentriert sich auf die körperliche Grenzerfahrung der Glaubensprüfung, schonungslos und unverblümt realitätsnah.

Pep Bonet, ein spanischer Fotograf und Filmemacher, 2015 Fotopreisträger der Michael Horbach Stiftung, ist viel und ausgiebig gereist (nach Haiti, Honduras, Sierra Leone, Cuba) und hat sich mit dem San Lazaro Kult intensiv beschäftigt.

In der Ausstellung lassen ausgewählte, sehr persönliche Momentaufnahmen die Pilgerreise zu einem visuellen Erlebnis werden. Angesichts seiner Werke fühlen wir nahezu körperlich nach, wie sich individuelle Glaubensbekenntnisse auf der Pilgerreise in schier unmenschliche Anstrengungen und Leiden manifestieren.

Raul Cañibano, ein kubanischer Fotokünstler, 1961 in Havanna geboren, erhielt 1999 „die bedeutende Auszeichnung des Grand Prix in der National Photography Exhibit Cuba“ und war 2009 Fotopreisträger der Michael-Horbach-Stiftung.

In Berührungsnähe herangezoomt, nehmen uns Raul Cañibanos Fotografien mit einer geballten Ladung an Spiritualität und Emotionen mit. Die Serie über den „San Lazaro Kult“ dokumentiert Hoffnung, Demut, aber auch Verzweiflung und all das, in einem Gefühlsspektrum von zart-menschlich bis brutal-selbstzerstörerisch.

Der österreichische Fotograf Karl Haimel ist seit 1996 immer wieder nach Havanna zurückkehrt. Für ihn ist Cuba eine zweite Heimat geworden. In Karl Haimels fotografischen Szenarien des Pilgerweges zum Santuario werden wir zu stillen Beobachtern des selbst auferlegten Leidens.

Eine junge Frau, die sich mit dem Partner auf den Weg macht, hat um ihre Hosenbeine Verbandsmaterial gewickelt, um so lang wie möglich auf den Knien rutschen zu können.

Jedes Bild bringt uns ganz nah an die Menschen heran. In jeder einzelnen Fotografie versetzt uns Haimel mit erzählerischem Detailreichtum in die Situation eines Zeugen bedingungsloser Hingabe und Opferbereitschaft.

„Glaube auf Cuba“

Zum Sommerblut KulturFestival 2019 in Köln
7 fotografische Positionen
Ausstellung: 26. Mai bis 3. Juli 2019
Vernissage: 26. Mai 11-14 Uhr

 

 

 

mehr

03.05.2019 Tierqual im Zirkus beenden

GFDK - Kultur und Medien

In einer aktuellen Stellungnahme erklärt das Bundesministerium für Landwirtschaft, man wolle Haltungsverbote für einzelne Tierarten im Zirkus prüfen. VIER PFOTEN fordert Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner auf, nicht nur Verbote für wenige Ausnahmen zu erwirken, sondern für alle Wildtiere im Zirkus.

„Alle Wildtiere leiden im Zirkus, deshalb muss auch die Haltung aller Wildtierarten verboten werden. Eine aktuelle Umfrage von VIER PFOTEN zeigt, dass die Mehrheit der Deutschen Wildtiere im Zirkus ablehnt.

Die Bundesregierung sollte die Zeichen der Zeit erkennen und ein bundesweites Verbot verhängen, genau wie es 23 EU-Staaten bereits getan haben“, sagt Rüdiger Jürgensen, Country Director VIER PFOTEN Deutschland.

Mehrheit der Deutschen gegen Wildtiere im Zirkus

VIER PFOTEN erklärt weiter, dass kein Wildtier im Zirkus artgemäß gehalten werden kann: die Tiere stehen unter permanenten Stress, müssen in kleinen Käfigen ihr Dasein fristen und können ihre Instinkte und natürlichen Verhaltensweisen nicht ausleben. 

VIER PFOTEN Forderungen im Überblick:

  • Wildtierverbot in Zirkussen (mit angemessener Übergangsfrist)
  • Während der Übergangsfrist ein Nachstell- und Nachzuchtverbot
  • Unmittelbare Abgabe und adäquate Unterbringung von Zirkustieren aus besonders schlechter Haltung
mehr

03.05.2019 Menasses „Die Hauptstadt“

GFDK - Kultur und Medien

„Die Hauptstadt“ (Deutscher Erstaufführung) nach dem Roman von Robert Menasse am Freitag, dem 14. Juni, 19:30 Uhr, zum letzten Mal im Essener Grillo-Theater.

Essen. Spätestens seit der nicht enden wollenden Brexit-Quälerei ist die Debatte um Sinn und Zweck der Europäischen Union neuerlich entbrannt.

Wer braucht Europa, wer will Europa und vor allem: Wie geht es nach der Ende Mai stattfindenden Europawahl in Großbritannien und auf dem Kontinent weiter?

Der österreichische Schriftsteller Robert Menasses wirft in seinem mit dem Deutschen Buchpreis 2017 ausgezeichneten Roman „Die Hauptstadt“ einen spannenden, unterhaltsamen und zugleich bissigen Blick auf ein Europa, dessen Zusammenhalt er durch nationalistische Bestrebungen ernsthaft gefährdet sieht.

Regisseur Hermann Schmidt-Rahmer hat für die Deutsche Erstaufführung des Bestsellers am Schauspiel Essen eigens eine Bühnenfassung erstellt, in der zahlreiche Biografien zu einem Reigen über Schuld und Ideale, Politik und Geschichte, Bürokratie und Lobbyismus, Sehnsucht und Tod verknüpft werden.


Am Freitag, dem 14. Juni wird Schmidt-Rahmers Inszenierung ab 19:30 Uhr zum letzten Mal im Grillo-Theater gezeigt.

Es spielen Thomas Büchel, Daniel Christensen, Ines Krug, Jan Pröhl, Stephanie Schönfeld und Sven Seeburg.

Ab 19 Uhr findet in der Heldenbar eine Einführung statt.

Eintritt: € 11,00 im Rahmen der Rabattaktion „Volle Hütte“; keine weiteren Ermäßigungen möglich.

Karten unter Tel.: 0201/81 22-200

mehr

30.04.2019 Wurzel haben und die Flügel ausbreiten

GFDK - Kultur und Medien - Unternehmer

Tee - eines der ältesten Kulturgüter der Menschheit: Laut Handelsblatt genießt jeder Deutsche davon pro Jahr durchschnittlich 28 Liter, am meisten trinken die Ostfriesen.

Wie Tee zum erfolgreichen Produkt wurde, erfuhren jetzt mehr als 60 Familienunternehmer bei einer äußerst aufschlussreichen Betriebsbesichtigung mit Vorträgen und einem Filmbeitrag bei dem in Düsseldorf ansässigen Familienunternehmen Teekanne GmbH & Co. KG.

Geschäftsführer Frank Schübel und eine Gesellschafterin der 4. Generation des Familienunternehmens erläuterten die eindrucksvolle Historie des 1882 gegründeten Traditionsunternehmen, das aktuell allein in der Landeshauptstadt 650 Mitarbeiter beschäftigt und seit Jahrzehnten Marktführer in Deutschland ist.

Zu den Meilensteinen der Unternehmensgeschichte gehören Erfindungen wie die Teebeutelpackmaschine und der weltweit verbreitete Doppelkammerbeutel. Neben den beliebten klassischen Mischungen setzt Teekanne zunehmend auch auf zeitgemäße Lifestyle-Produkte und Nachhaltigkeit.

Mit exotischen Kompositionen wie „Sweet Mint“ aus Pfefferminz und Süßholz oder „Calm & Relax“ aus 12 Zutaten, darunter auch Orangenblätter, Hopfen und Lemongrass - allesamt aus biologischem Anbau -, entspricht der Teespezialist den Wünschen des modernen Konsumenten.

„An der Schnittstelle zwischen Tradition und Innovation sehen wir uns als echte Trendsetter im Teemarkt“, so Frank Schübel. „Wir haben Wurzeln und breiten unsere Flügel aus“, ergänzte ein Mitglied der Gesellschafterfamilie.

Der Abend endete nach einer ausführlichen Betriebsbesichtigung mit Teatime, anregenden Gesprächen und schmackhaftem Imbiss.

Zur Begrüßung hatte Marco van der Meer, Regionalvorsitzender von DIE FAMILIENUNTERNEHMER, die Bedeutung politischer Arbeit gerade in Zeiten gesellschaftlicher Debatten über eventuelle Eingriffe in Eigentumsrechte akzentuiert: „Wir setzen uns konsequent dafür ein, dass freies Unternehmertum in unserem Land auch zukünftig gewährleistet bleibt.“

Gabor Steingart im Morning Briefing am 29. April 2019 - Das bessere Deutschland

Wieder einmal findet Gabor Steingart deutliche Worte. "Die Aufmerksamkeit der Politik gilt meist den Dax-Unternehmen, die mit großen Zahlen und prominenten Vorstandschefs auftrumpfen können. Dabei sind es vor allem die Familienunternehmen, die im Maschinenraum unserer Volkswirtschaft, da wo der Wohlstand für 82 Millionen Menschen täglich neu erzeugt werden muss, die Kohlen schaufeln.

Hier unten, wo der glühend heiße, der produktive Kern des Landes befeuert wird, gibt es keine Firmenjets, keine nur mit Mikrochip begehbare Chefetagen und auch keine Offiziers-Casinos. Verantwortung und Risiko sind nicht wie bei den Banken entkoppelt. Der Bonus wird nur bei Erfolg gezahlt und nicht wie im Fall Volkswagen auch bei Betrug.

Eine neue Studie der Stiftung Familienunternehmen („Die volkswirtschaftliche Bedeutung von Familienunternehmen“) soll in Kürze vorgelegt werden. Das Leibniz-Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung und das Institut für Mittelstandsforschung haben diese Studie gemeinsam erstellt. Gabor Steingart hatte vorab die Möglichkeit, einen Blick hineinzuwerfen.

Die Studie zeigt das andere, oft auch das bessere Deutschland. Sein Schlußwort lautet. In den familiengeführten Firmen gilt das Leitbild des ehrbaren Hamburger Kaufmanns, nicht das der Finanzjongleure der Wall Street."

Die Teekanne Gruppe ist in acht Ländern mit Produktionsstätten bzw. Niederlassungen vertreten und beschäftigt weltweit 1.500 Mitarbeiter. In der neuen Produktionshalle werden auf insgesamt 6.000 m² Produktionsfläche ca. 3,2 Milliarden Teebeutel pro Jahr produziert. Als Marktführer hat sich Teekanne höchster Qualität verschrieben und setzt durch neue Technologien und verantwortungsvollem Umgang mit den natürlichen Ressourcen internationale Standards.

mehr

30.04.2019 Leon Löwentraut in St. Petersburg

GFDK - Kultur und Medien - Ausstellung

„Es ist besser, tausend Träume geträumt zu haben, die nie Wirklichkeit wurden, als nie geträumt zu haben.“ (Alexander Sergejewitsch Puschkin)

Ein weiterer Meilenstein für den erst 21jährigen Nachwuchskünstler Leon Löwentraut (geb. 1998) ist seine derzeitige Ausstellung im Puschkin Museum in St. Petersburg. Es ist bereits seine dritte Museumsausstellung. Leon Löwentraut zeigte sich von der Vernissage und St. Petersburg, ganz begeistert.

Mit 21 Jahren schon drei Museumsausstellungen

Gezeigt werden 17 großformatige Gemälde, die der junge Künstler für die Kampagne „#Art4GlobalGoals“ gefertigt hat, sowie 10 neue Gemälde, die im Puschkin-Museum zu St. Petersburg erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Bereits am Eröffnungsabend waren die neuen Arbeiten vorreserviert. Sein Düsseldorfer Galerist Dirk Geuer betont: „ Wir freuen uns, dass Leons Werke auch bei russischen Sammlern so gut ankommen.“

Auf der Vernissage in St. Petersburg sprachen vor etwa 150 eingeladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Kultur u.a.: Professor Sergej Nekrasov, Direktor des Puschkin Museums, Sankt Petersburg, Dr. Eltje Aderhold, Generalkonsulin der Bundesrepublik Deutschland in Sankt Petersburg, Alexander Voronko (1. Vertreter des Vorsitzenden des Ausschusses für Kultur der Regierung St. Petersburg) und der Düsseldorfer Galerist Dirk Geuer.

Hintergrund der Kampagne „#Art4GlobalGoals“: Mit den 17 Arbeiten, die der junge Künstler mit Unterstützung der UNESCO, der YOU Stiftung und der Düsseldorfer Galerie Geuer & Geuer gefertigt hat, interpretiert Löwentraut künstlerisch die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Weltgemeinschaft und der Vereinten Nationen. Zu den Zielen gehören u.a.: Ende der extremen Armut, hochwertige Bildung für alle sowie Frieden und Gerechtigkeit.

Übrigens: Leon Löwentraut gilt als der Shootingstar der internationalen Kunstszene: Ob in New York, London, Singapur oder Berlin - überall sorgen seine Ausstellungen für Aufmerksamkeit, sein unverwechselbarer Malstil für internationales Interesse und seine Werke sind innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Weitere Infos zum Künstler unter: geuer-geuer-art.de/

Die nächsten Ausstellungen finden auf Ibiza, in Kopenhagen und Zürich statt.

mehr
Treffer: 1000