Nachrichten aus der großen weiten Welt

23.08.2021 Ausschreibung des Staatsorchesters Stuttgart

GFDK - Kultur und Medien

Generalmusikdirektor Cornelius Meister und Mitglieder des Staatsorchesters haben die Solistin für das 1. Sinfoniekonzert der kommenden Spielzeit ausgewählt: Die junge Violinistin Veriko Tchumburidze wird im Oktober Antonín Dvořáks Violinkonzert interpretieren.

Um den Berufseinstieg zu unterstützen, hatten Cornelius Meister und das Staatsorchester Stuttgart junge Geiger*innen dazu eingeladen, sich um den Solopart in Antonín Dvořáks Violinkonzert zu bewerben, welches das Staatsorchester unter der Leitung von Marek Janowski im 1. Sinfoniekonzert der Spielzeit 21/22 am 24. und 25. Oktober 2021 in der Liederhalle Stuttgart aufführen wird.

Aus rund fünfzig Video-Bewerbungen wählten Cornelius Meister und einige Solostreicher und Orchestervorstände des Staatsorchesters junge Musiker*innen für ein persönliches Vorspiel und Kennenlernen in Stuttgart aus.

Gewinnerin ist die 25-jährige georgische Geigerin Veriko Tchumburidze. Sie ist bereits Preisträgerin des Wieniawski-Wettbewerbs und spielt als Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben eine Violine von Giambattista Guadagnini.

Cornelius Meister: „Zahlreiche Nachrichten erreichten uns, wie dankbar man sei, dass das Staatsorchester sich so stark für den musikalischen Nachwuchs einsetze.

So hat dieses Auswahlverfahren offensichtlich dazu beigetragen, dass nicht nur Veriko Tchumburidze, sondern auch viele weitere junge Geigerinnen und Geiger eine Perspektive erhalten haben.  Auf Veriko Tchumburidzes Interpretation des Dvořák-Violinkonzerts im Sinfoniekonzert freuen wir uns sehr

Da ich beim Auswahlvorspiel den Orchesterpart am  Klavier selbst gespielt habe, konnte ich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer musikalisch genau kennenlernen und mich an den durchweg höchst niveauvollen, aber dennoch ganz unterschiedlichen Interpretationen freuen.“

„Ich fühle mich sehr geehrt als Solistin ausgewählt worden zu sein und betrachte es als Privileg gemeinsam mit diesem wunderbaren Orchester und Maestro Janowski musizieren zu dürfen.

Für mich als junge Künstlerin geht damit ein Traum in Erfüllung. Antonín Dvořáks Violinkonzert ist für mich persönlich eines seiner schönsten Werke überhaupt, und ich bin sehr glücklich gerade mit diesem Stück zum ersten Mal in Stuttgart zu gastieren“, so die Violinistin Veriko Tchumburidze.

Veriko Tchumburidze, Violine, wurde 1996 in eine georgische Familie im südtürkischen Adana geboren. Das Violinstudium begann sie am Konservatorium der Universität Mersin, 2010 wechselte sie als Stipendiatin des Förderprogramms Young Musicians on World Stages (YMWS) nach Wien an die Universität für Musik und darstellende Kunst. 

Seit 2015 studiert die Violinistin an der Hochschule für Musik und Theater München. Vom türkischen Klassikmagazin Andante wurde sie 2013 als beste Nachwuchsmusikerin des Landes ausgezeichnet; 2016 gewann sie den Internationalen Henryk Wieniawski Violinwettbewerb in Polen.

Veriko Tchumburidze gastierte bei Orchestern wie Borusan Philarmonic, Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt, Musikkollegium Winterthur, Mariinsky Theatre Orchestra, Melbourne Symphony, Lahti Symphony und Sinfonia Varsovia sowie dem Münchner und Zürcher Kammerorchester.

Des Weiteren folgte sie Einladungen zu Festivals wie dem Warschauer Beethoven Easter Festival, Gstaad Menuhin Festival & Academy, Olympus Musical Festival, Rosendal Festival sowie dem Schleswig-Holstein Musik Festival.

Mit dem Kammermusik-Trio Arte gewann sie 2016 einen ersten Preis beim Internationalen Musikwettbewerb Pietro Argento in Gioia del Colle, Italien.

Seit 2016 spielt Veriko Tchumburidze eine Violine von Giambattista Guadagnini von 1756, die ihr von der Deutschen Stiftung Musikleben als Leihgabe zur Verfügung gestellt wird. An der Staatsoper Stuttgart ist Veriko Tchumburidze 2021/22 Solistin beim 1. Sinfoniekonzert.

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21.08.2021 im Concertgebouw Amsterdam

GFDK - Kultur und Medien

Gastspiel im renommierten Konzertsaal unter der Leitung von Tomáš Netopil am 26. August - Die sommerlichen Auftritte der Essener Philharmoniker im Amsterdamer Concertgebouw haben sich in den vergangenen Jahren zu einer Tradition entwickelt:

Bereits zum fünften Mal seit 2012 wird das Orchester nun schon in der niederländischen Metropole zu Gast sein. Die musikalische Leitung der beiden Konzerte am Donnerstag, 26. August 2021, um 19:00 und 21:15 Uhr hat Generalmusikdirektor Tomáš Netopil.

Auf dem Programm stehen die „Sommernachtstraum“-Ouvertüre von Felix Mendelssohn Bartholdy und das Violinkonzert D-Dur von Johannes Brahms.

Den Solopart übernimmt hier die niederländische Geigerin Liza Ferschtman. Das Concertgebouw gilt als eine der international renommiertesten Konzertstätten.

Eröffnet im Jahr 1888, ist das Haus nicht nur die Heimat des ebenso berühmten königlichen Concertgebouw Orchestra, sondern auch der wichtigsten internationalen Künstler und Ensembles. Bekannt ist der Saal nicht zuletzt für seine herausragende Akustik.

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19.08.2021 Die Anatomie in der Gegenwart

GFDK - Kultur und Medien

Die Anatomie ist ein interessanter Bereich, der sich mit dem Aufbau des menschlichen Körpers beschäftigt.

Was versteht man unter Anatomie?

Unter der Anatomie ist der Aufbau des menschlichen Körpers zu verstehen. Die Anatomie bezeichnet eine Lehre, die die Struktur des menschlichen Körpers im Detail aufzeigt. Diejenigen, die Medizin studieren, müssen sich mit der Anatomie auseinandersetzen. Sie ist einer der wichtigsten Bestandteile eines medizinischen Studiums. In der Anatomie-Lehre werden viele Anatomiebilder  verwendet.

Welche Bereiche gibt es in der Anatomie?

In der Anatomie wird zwischen folgenden Fachrichtungen unterschieden:

- Die makroskopische Anatomie

- Die mikroskopische Anatomie

- Die Neuroanatomie

- Die Zellanatomie

- Die Embryologie.

Die Anatomie in der Gegenwart

Heute ist die Anatomie ein eigenständiger Bereich in der Medizin. Die Lerninhalte sind Bestandteil der Prüfung. Die Studenten bekommen die Lerninhalte in Vorlesungen und in praktischen Übungen vermittelt.

Es gibt 40 Institute, die sich mit der Anatomie befassen. Die Studenten arbeiten mit Leichen, welche seziert wurden. Sie stammen von Spendern, welche eine Vereinbarung unterschrieben haben. Gegenstand der Vereinbarung war, dass die Körperhülle nach dem Tod zur Verfügung gestellt wird.

Wie wird das Wissen der Anatomie angewendet?

Das Wissen der Anatomie kann in verschiedenen Bereichen angewendet werden.

Die Anatomie wird verwendet, um ergonomische Büromöbel herzustellen. Angestellte beklagen sich über Rücken- und Nackenschmerzen. Mit ergonomischen Möbeln gehören diese Probleme der Vergangenheit an. Die Hersteller von solchen Möbeln nutzen die Erkenntnisse von Medizinern.

Auch Matratzenhersteller nutzen das Wissen der Anatomie. Laut der Anatomie besitzt die Wirbelsäule eine Krümmung. Damit der Körper beim Schlafen gesund bleibt, sollte die Wirbelsäule auf der Matratze nicht verändert werden.

Hochwertige Matratzen sind so gestaltet, dass das Becken tiefer einsinkt. Weiterhin sind diese Matratzen so geschaffen, dass die Wirbelsäule nicht überdehnt werden kann.

Die Ergonomie spielt in der heutigen Zeit eine wichtige Rolle. Menschen beklagen sich darüber, dass sie zu viel sitzen und Schmerzen haben. Die Erkenntnisse aus der Medizin und Anatomie helfen den Herstellern, gesunde und ergonomische Möbel herzustellen. Dadurch können Unternehmen eine bessere Arbeitsatmosphäre schaffen und die Mitarbeiter zu Höchstleistungen motiviert werden.

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17.08.2021 Segeln für die Nachhaltigkeit

GFDK - Kultur und Medien

Mit einer absoluten Weltneuheit machen die Monheimer Kulturwerke und der bildende Künstler Stefan Szczesny gemeinsam mit der YOU Stiftung und dem Düsseldorfer artstar Verlag am Sonntag, 22. August 2021, zu Wasser auf die 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals / SDGs) der Vereinten Nationen (UN) aufmerksam.

17 Segel, als Kunstwerke von Stefan Szczesny gemalt, formieren sich auf Booten der Segel-Bundesliga zu einer nachhaltigen Kultur-Regatta mit Fokus auf die dringlichen Themen unserer Gesellschaft. Die Regatta startet um 11 Uhr auf dem Rhein an der Rheinpromenade zwischen Kulturraffinerie K714 und Geysir.

Der international renommierte Maler und Bildhauer Stefan Szczesny interpretierte die 17 Global Goals im Auftrag der Kampagne #Art4GlobalGoals und wird seine Werke in einer Vernissage der ganz besonderen Art auf dem Wasser präsentieren. In Form einer Segelregatta werden die Kunstwerke, die Hauptsegel sind jeweils einzeln bemalt, vom Monheimer Rheinufer aus zu sehen sein.

Unterstützt vom artstar Verlag und der YOU Stiftung wird die sogenannte Kultur-Regatta zum ersten Mal in Monheim am Rhein starten und den Rhein abwärts nach Düsseldorf segeln.

Zum 75-jährigen Geburtstag des Landes NRW setzen die verantwortlichen Monheimer Kulturwerke damit ein außergewöhnliches künstlerisches Zeichen und wollen, gemeinsam mit den Projektpartnern, in der Politik und der Zivilgesellschaft eindrucksvoll für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele werben und das Interesse daran wecken.

„In Monheim am Rhein entwickeln wir direkt an der Lebensader Wasser den Kulturort für alle, die Kulturraffinerie K714“, berichtet Martin WitkowskiIntendant und Geschäftsführer der Monheimer Kulturwerke, sowie Bauherr des genannten Bauprojektes.

„Mit dieser Herausforderung und Zielsetzung, allen Menschen einen Ort der Gemeinschaft zu geben, geht die Verantwortung der Umsetzung zumindest einiger der 17 Nachhaltigkeitsziele einher. Ich bin davon überzeugt, dass jeder einzelne von uns einen Beitrag leisten kann, mit dem wir gemeinsam der Agenda 2030 ein Stück näherkommen.

Die Kultur-Regatta ist für uns zugleich auch Startpunkt im konkreten Denken und Umsetzen von SDGs. Dazu möchten wir alle Menschen durch Kunst motivieren.“

Die Idee einer segelnden Ausstellung entstammt der Feder von Kurator Dirk Geuer aus Düsseldorf, der sich bereits seit vielen Jahren mit verschiedenen Künstlern für Themen wie Nachhaltigkeit, Frieden und Bildung einsetzt.

„Bereits zu einer Zeit, in der noch keine Motoren erfunden worden waren, wurden Segelschiffe dazu genutzt, die Welt zu erkunden, Waren zu transportieren und sogar Reisen zu unternehmen. Deshalb ist es umso schöner, dass wir nun eine Ausstellung zu Wasser haben.“ sagt Geuer.

Gemeinsam mit der YOU Stiftung und der Aktivierungskampagne #Art4GlobalGoals macht Dirk Geuer sich seit 2017 für die Bewerbung und Umsetzung der Global Goals stark.

Die YOU Stiftung ist eine Initiative der UNESCO-Sonderbotschafterin Dr. h.c. Ute-Henriette Ohoven und entwickelte #Art4GlobalGoals mit Unterstützung der UNESCO, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die 17 Global Goals künstlerisch interpretieren zu lassen. 

Ohoven weiß: „Kunst berührt jeden von uns individuell und bringt uns als Gemeinschaft zusammen, um Werte, Wünsche und Träume zu teilen.“

Eingebettet ist die Kultur-Regatta in ein zweitägiges Rahmenprogramm an der zukünftigen „Kulturpromenade“, das am Wochenende Samstag und Sonntag 21. und 22. August 2021 bei freiem Eintritt am Rheinufer zwischen Kulturraffinerie K714 und Geysir in Monheim am Rhein stattfindet.

Von künstlerischen Beiträgen über Mitmachgelegenheiten, Workshops und Informationsständen gibt es Angebote, die sich spielerisch mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen und für Familien besonders kindgerechte Aktionen anbieten.

Beispielsweise präsentiert die Monheimer Elektrizitäts- und Gasversorgung GmbH (MEGA) gemeinsam mit dem ÖPNV-Partner Bahnen der Stadt Monheim GmbH alternative Antriebe für PKW und Busse zum Erleben.

Auch die nächste Station der Kultur-Regatta Sailing #Art4GlobalGoals ist bereits geplant.

Am 25. September 2021 startet eine 2-tägige Tour von Koblenz nach Monheim am Rhein und nimmt erneut ein Jubiläum zum Anlass: auch das Bundesland Rheinland-Pfalz begeht in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag.

Ein Anlass, den die Verantwortlichen für einen Dialog mit den UN-Zielen nutzen möchten und dabei mit dem renommierten Museum Ludwig zusammenarbeiten. Insgesamt ist eine Laufzeit von mindestens fünf Jahren für das Projekt angedacht, mit weiteren Stationen weltweit.

Der Start der Kultur-Regatta findet am Sonntag, 22. August um 11 Uhr auf dem Rhein an der Rheinpromenade zwischen Kulturraffinerie K714 und Geysir statt.

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13.08.2021 Online-Glücksspiel trifft Nerv der Zeit

GFDk - Kultur und Medien

Online-Glücksspiele erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, die Pandemie beschleunigte den ohnehin schon in Gang gesetzten Aufwärtstrend. 64 Prozent der Spieler investierten im Angesicht von Corona mehr Zeit und Geld in Glücksspiele im World Wide Web, wie aus einer neuen Infografik von Wette.de hervorgeht.

Indes sind es längst nicht mehr nur die Männer, die ihr Glück auf die Probe stellen – im Gegenteil. In den USA sind die Frauen beim Online-Glücksspiel sogar in der Mehrzahl, das Verhältnis liegt dort inzwischen bei 57 zu 43 Prozent.

Wie die Infografik aufzeigt, erzielte die Branche im vergangenen Jahr weltweit Umsätze in Höhe von 66,67 Milliarden US-Dollar. Doch dies könnte erst der Anfang sein, gemäß aktuellen Prognosen soll der Umsatz bereits im Jahr 2026 die 100 Milliarden-Dollar-Marke überschreiten.

Einzelne Betreiber konnten zuletzt die Umsätze fulminant steigern. So setzte die Lotto24 AG im Corona-Krisenjahr 2020 88 Millionen Euro um, wohingegen es im Vorjahr lediglich 44 Millionen Euro waren. Gegenüber dem Jahr 2015 schlägt der Anstieg mit 550 Prozent zu Buche.

Besonders beliebt sind Online-Glücksspiele unterdessen in Europa. Der Kontinent steht für 49 Prozent des weltweiten Marktes. An zweiter Stelle steht Asien/Naher Osten mit 31 Prozent, wohingegen Nordamerika lediglich auf einen Marktanteil von 12 Prozent kommt.

Die steigende Nachfrage zeigt sich auch in den Google-Suchvolumina. Der Google-Trend-Score für “Online Gambling” (weltweit) notiert dieser Tage 190 Prozent höher als noch vor 5 Jahren. Der Wert gibt das relative Suchvolumen an.

Auch in Deutschland steigt die Anzahl der Online-Glücksritter. Inzwischen geben bereits 27 Prozent der Bundesbürger Monat für Monat Geld für Wetten und Glücksspiele aus.

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13.08.2021 Glücksspiel-Motiv

GFDK - Kultur und Medien

Noch im Jahr 2007 war der Geldgewinn für 71,9 Prozent der deutschen Glücksspieler das Motiv, der Wert verringerte sich nunmehr auf 62,6 Prozent. Stattdessen rückt das Erlebnis immer mehr in den Vordergrund: Aufregung, Geselligkeit und Entspannung werden für Glücksritter immer wichtiger.

Die Gamifizierung der Glücksspielbranche schreitet unbeiirt voran, wie aus einer neuen Infografik von Onlinecasinomaxi hervorgeht.

Wie die Infografik aufzeigt, kommt es zunehmend zu einer Verschmelzung von Video- und Glücksspielen. Immerhin jeder zehnte Glücksspieler wird erst durch Online-Videospiele auf das Thema aufmerksam. Tendenz: steigend.

Bei der Gerätenutzung dominiert das Smartphone inzwischen den Anteil am gesamten Markt der Online-Glücksspiele. Die Marktdurchdringung liegt bei 65 Prozent. Am häufigsten setzen die Deutschen unterdessen auf Online-Sportwetten.

15 Prozent der Glücksspieler nutzen solche Dienste sogar täglich. An zweiter Stelle stehen Online-Spielautomaten sowie Online-Poker, hier sind es jeweils 12 Prozent, welche sich Tag für Tag damit befassen.

Auch bei einem weltweiten Vergleich zeigt sich, dass Wetteinsätze mit 55 Prozent die höchsten Marktanteile vereinnahmen – an zweiter Stelle stehen hier Casinos mit 31 Prozent Anteil.

Zwar erfreuen sich Glücksspiele immer größerer Beliebtheit. Allerdings gibt es nach wie vor zahlreiche Bürger, die Vorbehalte gegenüber den Angeboten und Diensten haben.

Die Deutschen sind allerdings verhältnismäßig aufgeschlossen gegenüber Online-Glücksspielen. 37 Prozent der Bundesbürger halten es für moralisch vertretbar, derlei Angebote in Maßen zu nutzen. Global liegt der Wert lediglich bei 31 Prozent.

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12.08.2021 Publikation zur Ausstellung

Erdöl – kein anderer Rohstoff durchdringt so viele Bereiche unseres Lebens: unsere Städte, unsere Körper, unsere Emotionen. An keinen sind derart weitreichende Freiheitsversprechen gebunden. Aber auch kein anderer Stoff neben der Kohle ist so sehr für Umweltverschmutzung und Klimawandel verantwortlich, für Plastikberge an Land und Mikroplastik in den Ozeanen.

Und keiner ist derart in Kriege verwickelt. Deshalb wird es höchste Zeit für eine Bestandsaufnahme dieser verhängnisvollen Beziehungen. Die Ausstellung Oil. Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters (4.9.2021–9.1.2022) wirft einen spekulativen, poetischen Blick zurück auf die seit rund 100 Jahren andauernde Erdölmoderne.

Aus der Distanz einer hypothetischen Zukunft wird gefragt, was typisch war an dieser unserer Zeit, was großartig und schön, was hässlich und furchtbar, und wie sich all das in Kunst und Kultur widerspiegelt.

Die Ausstellung ist die erste, historisch und geografisch umfassende Retrospektive der künstlerischen Auseinandersetzungen mit dem Erdöl und seinen Materialien.

Von einem 200 Millionen Jahre alten Ichthyosaurier bis hin zu einer Computersimulation: Komplex und vielfältig wie nie zuvor bieten rund 220 Gemälde, Skulpturen, Installationen, Videos, Fotografien, eigens für die Ausstellung geschaffene Kunstwerke sowie technische und naturwissenschaftliche Objekte einen Einblick in das globale Erdölzeitalter.

Die Ausstellung wurde von Alexander Klose und Benjamin Steininger (Kollektiv Beauty of Oil) initiiert, im Kunstmuseum Wolfsburg zunächst mit dem damaligen Direktor Ralf Beil vorbereitet und ab 2019 gemeinsam mit Andreas Beitin ausgearbeitet und kuratiert.

Publikation zur Ausstellung
Oil. Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters hg. von Andreas Beitin, Alexander Klose und Benjamin Steininger, Verlag der Buchhandlung Walther und Franz König, Gestaltung Jan Kiesswetter, deutsche und englische Ausgabe, je ca. 400 Seiten, ca. 450 Abbildungen, mit einem Vorwort von Andreas Beitin, einer Einleitung von Alexander Klose und Benjamin Steininger und Texten von Akintunde Akinleye, Leila Alieva, Dominic Boyer, Jan von Brevern, Heather Davis, Elena Engelbrechter, Christoph Engemann, Timothy Furstnau, Eckhart Gillen, Rüdiger Graf, Helmut Höge, Bernhard Hopfengärtner, Isabel J. Piniella Grillet, Karen Pinkus, Christian Schwarke, Suwarno Wisetrotomo und Susanne Witzgall. 

Ausstellung vom 4.9.2021 — 9.1. 2022

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12.08.2021 Ausstellung „Leonismo“

GFDK - Kultur und Medien

Der erst 23-jährige Künstler Leon Löwentraut hat sich in beeindruckender Geschwindigkeit einen Namen in der Kunstwelt gemacht. Seine farbgewaltigen Arbeiten wurden bereits weltweit ausgestellt und sorgten zuletzt in der ehrwürdigen Biblioteca Nazionale Marciana in Venedig und dem Bank Austria Kunstforum Wien für Aufmerksamkeit. Nun sind die Werke des jungen deutschen Malers im Bayerischen Nationalmuseum in München zu sehen.

Unter dem Titel „Leonismo“ bietet das verschiedenen Kunstsparten gewidmete Haus, das zu den größten und bedeutendsten Museen Deutschlands zählt, mit einer Auswahl an Gemälden, Exklusiv-Editionen und Kohlezeichnungen einen beeindruckenden Einblick in das aktuelle Schaffen Leon Löwentrauts.

Dr. Frank Matthias Kammel, Generaldirektor des Bayerischen Nationalmuseums: „Ich freue mich auf eine spannende Intervention des Shootingstars der deutschen Kunstszene.

Mit den Werken des blutjungen Malers kommt nicht nur Farbe in die „heiligen Hallen“ des Bayerischen Nationalmuseums. Sie setzen auch imposante Akzente für Brückenschläge zwischen Gegenwart und Vergangenheit.“

Das Gemälde „Peace of Mind“, Leitmotiv der Ausstellung, steht mit seiner kräftigen Farbigkeit und dem pastosen Farbauftrag beispielhaft für Löwentrauts unverwechselbaren Stil, der gerade auch unter jungen Kunstliebhabern begeistert aufgenommen wird.

Während Werke wie dieses Löwentrauts Fantasie entspringen, spiegelt sich in anderen Arbeiten eine Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte. So werden in der Ausstellung auch „Tondi" (Rundbilder) auf eigens angefertigten Leinwänden gezeigt, ein Format, das der junge Künstler als Hommage an die Meister der Renaissance versteht.

Das seit der Antike vor allem für Porträts beliebte Rundbild erlebte eine Blüte im 15. Jahrhundert. Wie kaum ein anderes Bildformat konzentriert der Tondo den Blick auf das Gesicht der dargestellten Person und stellt eine beinah intime Beziehung zwischen Betrachter und Betrachtetem her.

In anderen Werken setzt sich der Künstler mit der barocken Formensprache des spanischen Hofmalers Diego Velázquez auseinander und interpretiert sie im Leon-Löwentraut-Stil aus leuchtender Farbigkeit und vibrierenden Formenrhythmen.

Löwentrauts Werke entstehen spontan und impulsiv, bevorzugt malt er mit vollem Körpereinsatz bei lauter Musik auf dem Fußboden seines Ateliers. Spannungsreich offenbaren die Arbeiten ihre narrativen Qualitäten und geben Einsicht in die Welt des Künstlers:

Seine Sujets sind vielseitig, beschäftigen sich mit Menschen und Zwischenmenschlichem, oszillieren zwischen Optimismus und Kritik, zeigen oftmals auch den isolierten Menschen hinter der sozialen Fassade. Dennoch verströmen Löwentrauts Werke stets unbändige Lebensfreude und Zuversicht. Damit trifft er den Nerv der Zeit.

Kürzlich wurde Leon Löwentraut von Forbes unter die „30 under 30“ (die 30 wichtigsten deutschen Persönlichkeiten unter 30 Jahren) gewählt. Dabei überzeugte er die Jury auch mit seinen Kunstaktionen wie den „Global Goals“ und seinem „Global Gate“, einer der größten mobilen Skulpturen weltweit, die bis Ende Mai 2021 am Frankfurter Flughafen zu sehen war.

Beide Kunstaktionen setzen sich mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ auseinander, interpretieren es künstlerisch und tragen es in die Welt. Damit gehört der Düsseldorfer laut Forbes zu den jungen Deutschen, die 2020 Herausragendes geleistet haben und daran arbeiten, die Gesellschaft zum Besseren zu verändern.*

Manfred Möller, Kunstexperte, Verleger und Kurator der Ausstellung, ergänzt: „Leon Löwentraut hat in kurzer Zeit eine Stimme in der kontemporären Kunstszene bekommen und es ist ihm gelungen, eine neue Generation überhaupt erst für Kunst zu begeistern.

Die jungen Kunstfans folgen ihm auf Facebook und Instagram, besuchen seine Ausstellungen und sammeln seine Werke, weil er die gleiche Sprache spricht wie sie.“

Zur Ausstellung erscheint in der Edition Minerva, die auf hochwertige Kunstpublikationen spezialisiert ist, ein Katalog zur Ausstellung sowie eine aufwendige, auf 50 Stück limitierte „LL“-Portfoliomappe mit jeweils drei von Hand nachbearbeiteten, nummerierten und signierten Editionen von Leon Löwentraut. Für Ende 2021 ist ein umfassender Bildband in Arbeit.

Das Bayerische Nationalmuseum zählt zu den großen europäischen Museen, die sowohl der Bildenden Kunst als auch der Kulturgeschichte gewidmet sind. Das Bayerische Nationalmuseum wurde 1855 von König Maximilian II. von Bayern gegründet.

Nach fünf Jahrzehnten in der Maximilianstraße erfolgte ein vergrößerter Neubau in der Prinzregentenstraße, der 1900 von Prinzregent Luitpold eröffnet wurde. Seit dem Amtsantritt von Dr. Frank Matthias Kammel als Generaldirektor des Bayerischen Nationalmuseums im Sommer 2018 befindet sich das Haus in einem sichtbaren Erneuerungsprozess.

Mit der Ausstellung „Leon Löwentraut – Leonismo“ öffnet sich das Bayerische Nationalmuseum nun auch der zeitgenössischen Kunst

28. August bis 26. September 2021

Bayerisches Nationalmuseum

Prinzregentenstraße 3

80538 München

www.bayerisches-nationalmuseum.de

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag sowie an geöffneten Feiertagen 10 – 17 Uhr

Donnerstag 10 –    20 Uhr (feiertags 10 – 17 Uhr)

Montags geschlossen

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07.08.2021 Was ist an der Börse los?

GFDK - Kultur und Medien

Wir werden uns an 2020 als das Jahr erinnern, das die ganze Welt auf den Kopf gestellt hat. Als im März desselben Jahres die erste Welle der Pandemie über den Globus rollte, brachen die Aktienmärkte ein. Im Vergleich zum Jahresbeginn 2020 verlor der S&P 500-Index 30% seines Wertes, während der Preis für WTI auf ein negatives Niveau fiel.

Der Dow Jones Index fiel um 10 %, was den größten Einbruch seit dem Schwarzen Montag im Jahr 1987 bedeutete. Der Streit zwischen Russland und Saudi-Arabien über die Ölproblematik verlief zeitgleich mit der Ausbreitung des Coronavirus und dem anschließenden Einbruch der Aktienkurse. Zusammen führten diese Faktoren zu den schwersten wirtschaftlichen Spannungen der Geschichte.

Um die Volkswirtschaften der Entwicklungsländer zu stützen, wurde beschlossen, die Marktliquidität durch Quantitative Easing künstlich zu erhöhen, was bedeutet, dass die Druckmaschine im gleichen Tempo Geld zu drucken begann, wie sich das Coronavirus ausbreitete.

Die Gesamtsumme der im Jahr 2020 ausgegebenen Banknoten beläuft sich auf 9 Billionen USD, was 25% der gesamten Geldmenge in USD ausmacht.

Neben dem Ausgleich von Verlusten von Trusts, Großunternehmen und Ausgaben für das Gesundheitswesen wurde dieses Geld direkt an die US-Bürger ausgegeben. Infolgedessen begannen sich die Märkte allmählich zu erholen.

Im Jahr 2021 werden wir mit den Problemen von 2020 beschäftigt sein. Das letzte Jahr hat die Einstellung der Anleger zum Thema Geld verändert und sie dazu gebracht, ihre Anlagestrategie zu überdenken.

Die steilen Kursbewegungen der letzten 5 Monate haben die Marktteilnehmer dazu veranlasst, zweimal darüber nachzudenken, wo und wie lange sie ihr Kapital anlegen. Jetzt, wo die Pandemie weitergeht, müssen wir die Perspektiven und die aktuellen Markttrends überprüfen. In welche Bereiche sollten wir also angesichts der immer noch wütenden Coronavirus-Krise Geld investieren?

Was ist an der Börse los?

Anleger sollten unter den aktuellen Umständen am Aktienmarkt besonders vorsichtig sein. Zunächst einmal besteht die Gefahr von überbewerteten Aktien, deren Kurs im vergangenen Jahr zu stark gestiegen ist. Der US-Aktienmarkt "glänzt" mit den größten Blasen - Sie erinnern sich sicherlich an die Aktien von, sagen wir, Zoom oder Tesla, die während der Pandemie um Tausende von Prozent in die Höhe schossen.

Elon Musk gab auf Twitter sogar offen zu, dass die Aktien seines Unternehmens nicht mehr als 700 USD wert sind, woraufhin sich einige Anleger angegriffen fühlten und den Geschäftsmann verklagten.

Heute korrigieren die Aktien von Zoom und Tesla bereits, aber es gibt noch weitere Blasen. Zum Beispiel begannen Anfang 2021 die Aktienkurse von Unternehmen, die sich auf Solarenergie spezialisiert haben, deutlich zu steigen.

Gleich zu Beginn des Januars stiegen die Aktien von SunPower um 20 %; bis zum Ende des Monats stiegen sie von 24 auf 54 USD. Die Aktie notierte bis März so hoch und legte danach eine steile Korrektur hin. Am 30. März 2021 handelte die Aktie bei 29 USD. Ein solch beeindruckender Anstieg und ein ebenso beeindruckender Absturz sind zuverlässige Anzeichen für einen überbewerteten Vermögenswert.

Die Lektionen einer Hamster-Rebellion von WallStreetBets

Die zweite Besonderheit des modernen Aktienmarktes ist der einfachere Zugang zum Wertpapierhandel für Privatanleger. Dies wird durch Plattformen wie Robinhood ermöglicht, die bereits aus der Geschichte rund um WallStreetBets bekannt geworden sind.

Im Januar 2021 begannen die Mitglieder dieser Community auf der Plattform Reddit, massiv die Aktien des fast bankrotten Netzwerks von Gaming-Shops GameStop zu aktien kaufen, was großen Hedge-Fonds (wie Citron Research, die mit dem Bankrott von GameStop rechneten und Leerverkäufe auf dessen Aktien machten (Short gehen)) schadete. Infolgedessen ließ die ganze Handlung den Aktienkurs des Unternehmens von 19 auf 500 USD pro Aktie steigen.

Einige werden sagen: Na und? Eine Gruppe von Enthusiasten beschloss, ein sterbendes Geschäft vor der völligen Vernichtung zu retten... Es wäre wahr, wenn die Reddit-Hamster Anfang Februar ihre Taktik nicht auch bei Silber angewandt hätten, was dazu führte, dass der Preis für eine Unze des Metalls um 12% stieg und 30 USD erreichte.

Kein Hedge-Fonds ist vor den Interventionen privater Anleger "aus Reddit" sicher, und wer weiß, welche Aktien sie beim nächsten Mal für unterbewertet halten?

Die von den WSB-Hamstern provozierten Ereignisse haben gezeigt, dass Marktmanipulationen nicht nur großen Akteuren, sondern auch normalen Anlegern möglich sind.

Dies sollte Sie doppelt so vorsichtig beim Aktienhandel machen, besonders wenn Sie sich an solchen "Pump-and-Dump"-Sachen beteiligen. Kurzfristig mag dies einen guten Gewinn bringen, aber als ganzheitliche Handelsstrategie ist dies unbrauchbar: das Risiko, auf einem zu einem überteuerten Preis gekauften "Dummy" sitzen zu bleiben, ist zu hoch.

Wie sollte man 2021 investieren?

Wir wissen noch nicht, wann das Coronavirus-Chaos ein Ende haben wird. Die Situation ähnelt derzeit der Krypto-Situation im Jahr 2017, als die Leute verrückt nach bestimmten Vermögenswerten waren, die innerhalb einer Woche um 1000% stiegen und dann ebenso schnell wieder fielen.

Es gibt nur wenige Zweifel, dass die Show weitergehen wird - der 46. Präsident Joe Biden druckt bereits 1,9 Billionen USD mehr, um die Wirtschaft anzukurbeln.

Die Hauptaufgabe für jeden Marktteilnehmer ist es, Aktien zu finden, die reale Gründe für Wachstum haben und nicht nur durch künstliche Impulse angetrieben werden. Experten sagen, dass der Höhepunkt der Krise noch bevorsteht und wir höchstwahrscheinlich einen wirklich dramatischen Einbruch erleben werden, aus dem man nicht so schnell und einfach wieder herauskommt wie im letzten Jahr.

Sie sollten auf jeden Fall in Anlagen investieren, die während der Pandemie nicht stark gefallen sind und über eine gewisse Sicherheitsreserve verfügen, um kommende Schwierigkeiten zu überstehen. In erster Linie handelt es sich um den Lebensmitteleinzelhandel:

Die Menschen werden immer Lebensmittel brauchen und haben die Angewohnheit, sie zu horten (wir alle kennen die Geschichte mit dem Toilettenpapier). Wer die Buy&Hold-Strategie verfolgt, kann sich der Pharmaindustrie zuwenden:

Unternehmen dieser Branche sind stets bestrebt, an der komplizierten Situation mit dem Virus Geld zu verdienen und schauen genau hin, ob neue Varianten des Virus auftauchen.

IT-Unternehmen wiederum können Sie vor Verlusten bewahren: Während der Pandemie haben sie nicht nur Kurseinbrüche vermieden, sondern sind sogar gewachsen. Deren Aktien sind teuer, aber es ist offensichtlich, dass die Zukunft digital und "Remote" sein wird, was die Entwicklung elektronischer Technologien mit sich bringt. Die Aktien von IT-Unternehmen werden weiter steigen; hier ist es notwendig zu wissen, wie man vielversprechende Startups findet.

Resümee

Wir leben in harten, aber interessanten Zeiten. Die Ereignisse des Jahres 2020 veränderten neben der gesamten Gesellschaft natürlich auch die Wirtschaft erheblich. Im April 2021, ein Jahr nach Beginn der Pandemie, schafft die Welt es immer noch nicht, die Lockdowns, die häufig absurden Maßnahmen gegen das Coronavirus und die allgemeine Panik zu beenden.

Anleger sollten bei allem, was um sie herum passiert, extrem vorsichtig sein. Das erste, was Sie festlegen sollten, ist Ihre Risikotoleranz. Darauf basierend können Sie Ihre Strategie wählen und Ihr Portfolio zusammenstellen.

Seien Sie umsichtig, lassen Sie sich nicht von überteuerten Aktien verleiten und interpretieren Sie die Ereignisse richtig. Wenn Sie diese Punkte auf beim Aktienmarkt anwenden, werden Sie zu korrekten Schlussfolgerungen kommen, die Ihnen helfen werden, mit minimalem Risiko und maximaler Effizienz zu investieren. Denken Sie immer daran, dass Sie die Person sind, die für Ihre Investitionen verantwortlich ist, auch wenn Sie sie von jemand anderem verwalten lassen.

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06.08.2021 Wohntrends in Deutschland

GFDK - Kultur und Medien

Im vergangenen Jahr zogen mehr Bundesbürger in ein geringer besiedeltes Gebiet, als aus dem ländlicheren Raum in ein dichter besiedeltes. Auch in puncto Wohnfläche zeigt sich ein eindeutiger Trend, wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht: lag jener Pro-Kopf-Durchschnitt im Jahr 1995 noch bei 36 qm², waren es Ende 2020 bereits 47 qm².

Bei 12,3 Prozent der Umzüge in Deutschland (2020) trieb es die Bürger in eine geringer besiedelte Region, wohingegen 10,4 Prozent einen dichter besiedelten Wohnort wählten.

Obgleich die Mehrheit einen Domizilwechsel innerhalb eines vergleichbaren Gebietes vorgenommen hat, zeigte sich abermals, dass das Wohnen im Grünen für immer mehr eine attraktive Alternative wird.

Wie die Infografik aufzeigt, sind die Deutschen im Bereich Wohnen allerdings regelrechte Klimasünder: nur Belgien weist hier bei den CO2-Emissionen pro Kopf eine noch schlechtere Bilanz auf. Der Ausstoß in Deutschland liegt diesbezüglich deutlich über dem europäischen und globalen Durchschnitt.

Dabei ist die Art des Bauens und Wohnens bei der Erderwärmung durchaus von Bedeutung. 38 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes fallen auf den Immobilien-Sektor.

Nicht zuletzt in Zeiten von niedrigen Zinssätzen spielen Immobilien auch bei der Geldanlage eine immer größere Rolle. Die hierbei durchschnittlich erzielten Renditen können sich durchaus sehen lassen: 14 Prozent der Vermieter erzielen eine Nettorendite von mehr als 8 Prozent.

Auch Anteilseigner von Immobilienkonzernen hatten zuletzt Grund zur Freude: So kletterte beispielsweise der Preis der Deutsche Wohnen Aktien im Jahres-Rückblick um 26,5 Prozent nach oben, wohingegen das Plus beim DAX lediglich mit 23,2 Prozent zu Buche schlägt. Der Börsenwert von Vonovia legte ebenfalls zu, allerdings fällt der Zugewinn hier geringer aus.

„Das Wohnen in ländlicheren Regionen wird für immer mehr Bürger interessant“, so Block-Builders-Analyst Raphael Lulay. „Mitverantwortlich hierfür ist neben der Mietpreissituation in den Großstädten nicht zuletzt auch der Trend hin zum Home-Office“.

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