Nachrichten aus der großen weiten Welt

29.01.2020 WBS GRUPPE analysiert 25 deutsche Städte

GFDK - Kultur und Medien

Die Integration einer nachhaltigen Lebensweise ist für viele Menschen eine Herausforderung. Dafür ist es von Vorteil, in der eigenen Umgebung auch Zugang zu nachhaltigen Produkten zu haben oder von einem günstigen öffentlichen Nahverkehr zu profitieren.

In welchen der 25 größten deutschen Städte diese und weitere Gegebenheiten besonders ausgeprägt sind, hat nun der Bildungsanbieter, die WBS GRUPPE, analysiert.

Das Unternehmen hat die 25 größten deutschen Städte auf die Nachhaltigkeit des Verkehrs, das Angebot an nachhaltigen Geschäften sowie die Unterstützung der Fridays For Future-Demonstrationen vor Ort analysiert. Dafür wurden Daten zu acht verschiedenen Variablen erhoben und ausgewertet. Pro Variable wurden jeweils ein bis 25 Punkte vergeben.

Das sind die Gewinner des Rankings

Insgesamt landet Stuttgart mit 162 von 200 möglichen Punkten auf dem ersten Platz des Rankings. Dahinter folgt Düsseldorf mit 159 Punkten. Komplettiert wird die Top fünf des Rankings durch München (150 Punkte), Berlin (144 Punkte) und Leipzig (142 Punkte).

An der Spitze landet Stuttgart unter anderem deshalb, weil die Landeshauptstadt Baden-Württembergs im Bereich Mobilität insgesamt am meisten Punkte sammelt. 

Stuttgart punktet mit der höchsten Zulassungsrate an Elektro- und Hybridautos sowie einer vergleichsweise günstigen Monatskarte für den öffentlichen Nahverkehr. Einzig bei der Ladeinfrastruktur für Elektroautos gibt es noch Optimierungspotential:

Hier erhält Stuttgart nur 14 von 25 möglichen Punkte. Die meisten Ladesäulen pro Fläche gibt es laut Bundesnetzagentur in Hamburg.

Nachhaltige Geschäfte: München dank zahlreichen Bioläden auf Platz eins

Im Bereich der nachhaltigen Geschäfte schneiden München, Frankfurt am Main und Berlin am besten ab. So gibt es in München beispielsweise die meisten Bioläden pro Quadratkilometer. Berlin sichert sich hingegen besonders viele Punkte durch den höchsten Anteil an Restaurants, die für Veganer/-innen oder Vegetarier/-innen geeignet sind.

Frankfurt am Main belegt bezüglich des Anteils veganer und vegetarischer Restaurants Platz vier und landet im Bioladen-Ranking auf dem fünften Platz. Auch in Bezug auf die Anzahl der Too Good To Go- und Zero Waste-Läden erreicht die Bankenstadt auf einem respektablen vierten Rang. In letzterer Statistik schneidet Düsseldorf insgesamt am besten ab.

Fridays For Future: Düsseldorfs Aktivisten sind ganz vorn

Die Landeshauptstadt Nordrhein Westfalens gewinnt auch in der Kategorie Fridays For Future. Hierfür hat die WBS GRUPPE auf Facebook, Twitter und Instagram analysiert, in welcher Stadt die Fridays For Future-Bewegungen gemessen an der Einwohnerzahl am meisten Follower haben. Außerdem wurde geprüft, welche Social Media-Accounts am aktivsten sind.

Düsseldorfs FFF-Aktivisten haben demnach die viertmeisten Follower aller 25 Städte und posten am zweitmeisten. Das reicht für den Gesamtsieg in dieser Kategorie. Insgesamt am meisten Follower pro Einwohner/-in hat Münster, gefolgt von Bonn und Hannover. Am aktivsten ist hingegen der Social Media Account der Stuttgarter Fridays For Future-Bewegung.

Vier Städte aus NRW: Das sind die Verlierer des Rankings

Die letzten fünf Plätze des gesamten Rankings belegen Wiesbaden (73 Punkte), Bielefeld (72 Punkte), Duisburg, Wuppertal (jeweils 54 Punkte) und Mönchengladbach (42 Punkte). Auffällig ist, dass vier dieser fünf Städte in Nordrhein-Westfalen liegen.

In Mönchengladbach gibt es beispielsweise am zweitwenigsten Bioläden sowie Elektro- bzw. Hybridautos. Auch in Bezug auf die FFF-Unterstützung sieht es schlecht aus: Die Gladbacher Umweltschützer haben die zweitwenigsten Follower und posten am wenigsten.

Joachim Giese, Vorstand der WBS GRUPPE, kommentiert die Analyse:

“Der Klimawandel und die Umweltverschmutzung zählen zu den derzeit größten Herausforderungen der Menschheit. Umso wichtiger ist es, dass nicht nur Unternehmen nachhaltiges Leben fördern, sondern auch der Bund, die Länder, Städte und Kommunen.

Unsere Untersuchung zeigt, dass einige deutsche Städte und ihre Bewohner/-innen sich in dieser Sache bereits als Vorreiter positionieren. In manchen Städten gibt es hingegen noch sehr viel Optimierungspotential. 

Wir von der WBS GRUPPE kennen unsere unternehmerische Verantwortung und haben uns vorgenommen, noch nachhaltiger zu werden: So sind wir unter anderem Gemeinwohl-bilanziert und beziehen ausschließlich Öko-Strom. Gleichzeitig achten wir darauf, dass all unsere Marketingmaterialien nachhaltig sind, verzichten komplett auf Plastikflaschen und von WBS finanzierte Essen bei allen Veranstaltungen sind ausschließlich vegetarisch. Zudem unterstützen wir die weltweite Klimabewegung aktiv als Teil der Initiative Entrepreneurs for Future. Es ist gut und wichtig, dass der Umweltschutz in unserer Welt aktuell präsenter ist als je zuvor.”

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28.01.2020 Das nachempfinden der Schöpfung

GFDK - Kultur und Medien - Austellung

In ihrer ersten Bilderschau im Jahr 2020 zeigt die Düsseldorfer Galerie Geuer & Geuer Art über 30 neue Werke des deutschen Malers, Fotografen und Autors Stephan Kaluza. Die mit „Transit (II)“ betitelte Einzelausstellung konzentriert sich auf das Thema der Landschaftsmalerei.

Es werden ausschließlich Ölgemälde aus dem Jahr 2019 zu sehen sein, die der Künstler eigens für diese Ausstellung  geschaffen hat.

Das diesbezügliche Pressegespräch findet am Donnerstag, dem 30. Januar  2020, um 11 Uhr - nach Voranmeldung – in der Galerie Geuer & Geuer an der Heinrich-Heine-Allee 19 in Düsseldorf statt. Einzelinterviews mit Stephan Kaluza sind nach Absprache möglich.

Öffentliche Vernissage ist am Freitag, dem 31. Januar 2020 um 19 Uhr. Der Künstler ist anwesend.

In „Transit (II)“ führt Kaluza, der auch literarisch arbeitet, seinen 2018 begonnenen, gleichnamigen Zyklus weiter, dessen erste Werke im Ludwig Museum in Koblenz präsentiert wurden.

Auch in der Weiterführung setzt sich der studierte Künstler, Kunsthistoriker, Philosoph und Geisteswissenschaftler – Kaluza verfügt über mehrere Universitätsabschlüsse - mit dem Wesen der Natur auseinander. Pflanzen, Bäume und Wasser werden detailgetreu nachempfunden, Licht und Schatten spielerisch inszeniert.

Dabei geht es Kaluza nicht allein um das genau Nachahmen von Vorgefundenem, sondern um das sinnliche Heran- und Abtasten der Natur und ihre Einverleibung sowie um das Innehalten und kontemplative Nachempfinden der Schöpfung – also um ein Verstehen-Wollen, nicht zuletzt auch um ein Festhalten (…Anhalten) einer sinnlichen Zeit in der Weise eines zeitlosen Jetzt.

„Der tiefere Grund dieser Einverleibung von Motiven liegt sicher in der Sehnsucht nach Einklang und Einswerdung mit dem Wahrgenommenen, und zwar auf eine überraschende, unplanmäßige Art“, so Kaluza, der seine Malerei auch als „Scouting“ versteht „als Erkundung einer Welt, die uns (noch) umgibt; eine Welt die man bereits als eine „Durchgangsstation“, als einen bewegt-bewegenden Transit der Flüchtigkeit begreifen kann.“ Das erklärt auch den Titel der Ausstellung.

Galerist Dirk Geuer zeigt sich begeistert von dessen Werken: „Ich bin überaus glücklich, einen so begnadeten Maler für unsere Galerie gewonnen zu haben.“

Die Ausstellung ist bis zum 8. März in den Räumlichkeiten der Düsseldorfer Galerie in der Heinrich-Heine-Allee 19 zu sehen. Im Anschluss präsentiert das renommierte Puschkin Museum in St. Petersburg einen Teil der auch hier gezeigten Werke in einer umfassenden Werkschau erstmalig in Russland.

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27.01.2020 Aufnahme einer Arbeit in die Kunstsammlung

GFDK - Kultur und Medien

Der Landtag fördert die Kunstszene, indem er Werke von Künstlerinnen und Künstlern aus Nordrhein-Westfalen in die Kunstsammlung des Landtags aufnimmt.

Am Dienstag, dem 28. Januar 2020, übergibt Leon Löwentraut um 14 Uhr eine eigens für den Landtag kreierte Arbeit.  Das Werk wird offiziell in die Kunstsammlung des Landtags Nordrhein-Westfalen aufgenommen und in der Wandelhalle ausgestellt.

Im Landtag wird dauerhaft das großformatige Nagelbild „Interferenzen“ von Günther Uecker gezeigt. Auch die Arbeit „Malrede“ von Jörg Immendorff sowie Kunstwerke von Heinz Mack, Otto Piene, Emil Schumacher und weiterer Künstler schmücken das Haus.

Den Vorplatz des Parlaments ziert eine Skulptur von Dani Karavan. Den Landtagsbrunnen, der das Gebäude mit der Rheinpromenade verbindet, hat ebenfalls Heinz Mack geschaffen.

Mit dem Werk des erst 21jährigen Leon Löwentraut wird eine neue Generation in die Sammlung aufgenommen.

Neben dem Künstler und dem Präsidenten des Landtags, André Kuper, werden zahlreiche Abgeordnete, Mitglieder der Landesregierung, sein Hauptgalerist Dirk Geuer sowie weitere Personen aus der Kunst- und Kulturszene und der Düsseldorfer Gesellschaft erwartet.

In den letzten Jahren wurde der junge Künstler Leon Löwentraut mit großen Einzelausstellungen gewürdigt – u.a. im Osthaus Museum, Hagen, im Puschkin-Museum in St. Petersburg, im Palazzo Medici Riccardi in Florenz – zudem gab es Einzelausstellungen in zahlreichen Galerien u.a. in Kopenhagen in der Martin Asbæk Gallery.  

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25.01.2020 Internet-Auktionen auf dem Vormarsch

GFDK - Redaktion

Der Kunstmarkt ist den letzten Jahren im Umbruch begriffen. Große Sammlungen sind kaum noch in öffentlicher Hand und zeitgenössische Kunst wird zunehmend als Investition und alternative Geldanlage begriffen.

Internet-Auktionen auf dem Vormarsch

Kunsthändler übernehmen dabei inzwischen nur noch die Hälfte aller Verkäufe. Der andere Teil des großen Kuchens wird bei Auktionen umgesetzt. Laut des Online Art Trade Report 2014, empfanden 39 % der hierfür befragten Kunstinteressierten Galerien oder Aktionshäuser als einschüchternder, als die entsprechenden Angebote im Online-Bereich.

Somit finden sie sich beim Kunstkauf auf Auktions-Plattformen im Internet besser aufgehoben. Die Riesen der Branche - Sotheby´s und Christie´s - erzielen Umsätze im Bereich von ca. 4 Milliarden US-Dollar. Die Auktionsriesen liefern sich seit Jahren einen direkten Wettbewerb.

Aber auch eine Reihe von jungen Start-Ups, wie das Online Auktionshaus Auctionata,haben auf dem Parkett des Kunsthandels inzwischen einen Fuß in der Tür.

Sammler und Privatinvestoren geben den Ton an

Wohlhabende Privatsammler bringen echte Leidenschaft für Kunst mit und sind für den Aufbau bekannter und umfassender Sammlungen verantwortlich. Durch sie wurde der Kunstbereich maßgeblich in das Private verlagert. Ihre Leihgaben bestimmen heute oftmals sogar, was in den Museen ausgestellt wird. Die steigende Zahl der jungen Sammler unter 50 zeigt zudem, wie aktuell das Thema Kunsthandel derzeit ist.

Bezahlbare Kunst

Bei zeitgenössischer Kunst sind Anfangsinvestitionen auch ohne hohes Eigenkapital oder den entsprechenden Zugang zur Szene der Kunstkenner und -sammler möglich. Einerseits kann sich der Erwerb solcher Kunstwerke langfristig bezahlt machen, andererseits ist ein Gewinn nicht automatisch garantiert.

Voraussetzung hierfür ist vor allem ein gut entwickeltes Gespür für den Kunstmarkt und das richtige Händchen für mögliche aufstrebende Künstler und den Zeitgeschmack.

Risiken beim Kunsterwerb (vor allem klassischer Kunst)

- Wertminderung durch steuerrechtliche oder eigentumsrechtliche Veränderungen

- Problematik der Zurechenbarkeit (Original oder Fälschung)

- Qualität (Zustand und bisherige Lagerung, Restaurierung)

- Beschädigung, Diebstahl, Zerstörung

- Versicherung kann bis zur Hälfte des Preises betragen

Vorteile

- Kunst lässt sich weltweit handeln

- Unabhängig von Wirtschaftskrisen, Politik und Zinsentwicklung - im Normalfall wertstabil

- Steuerfreiheit nach 12 Monaten

Vorsicht vor Kunstbetrug

Fragen nach Qualität oder Echtheit treten häufiger bei klassischen Werken und alten Meistern zutage. Kunsthochschulen, Kunsthandlungen oder Museen sind in der Regel als kompetente Kunstsachverständige bekannt. Gegen entsprechendes Honorar bieten diese ihre Dienstleistungen an. Hierbei werden Materialien auf Herkunft und Alter geprüft und einem spezifischen Stil zugeordnet.

Neuer Steuersatz erschwert den Kunsthandel

Mit der Vereinheitlichung der Mehrwertsteuer im Bereich der EU, stieg der Steuersatz seit dem 1. Januar 2014 von 7 % auf 19 % für Kunstgegenstände, die allerdings nur auf 30 % des Bruttoverkaufspreises besteuert werden müssen. Die von Frankreich übernommene "Pauschalmarge" ist insgesamt zwar nicht unbedingt teurer, diese schafft aber große Verwirrung auf dem Kunstmarkt.

Zudem führt sie zu Verzerrungen im internationalen Wettbewerb, da andere europäische Länder noch mit dem alten Steuersatz arbeiten. Karin Schulze-Frieling, Geschäftsführerin der Dortmunder Galerie Utermann, formuliert die praktische Situation so: "Auf internationalen Messen stehen wir alle nebeneinander. Was glauben Sie, wo der Kunde hingeht?"

Den Künstlern selbst ist immerhin der alte Steuersatz erhalten geblieben. Sie dürfen ihre Werke beim Verkauf aus dem Atelier noch immer mit 7% besteuern.

Fazit:

Obwohl Kunstinvestment durchaus profitabel sein kann, gehört doch etwas mehr dazu, als bei der nächsten Auktion oder in einer Galerie ein "günstiges" Werk eines neuzeitlichen Künstlers zu erwerben und auf einen rentablen Wiederverkauf zu hoffen.

Um ein Gespür für den Kunstmarkt zu entwickeln, sollten zahlreiche Auktionen beobachtet und Impulse in Galerien und Kunstausstellungen gesammelt werden. Wer sich für ein Werk entscheidet, das er nicht nur für rentabel hält, sondern das zudem noch gefällt, kann er es sich im Zweifel immerhin in das heimische Wohnzimmer hängen.

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25.01.2020 Uii, dachte ich also

GFDK - Kultur und Medien - Dorothee Achenbach

Als ich gestern zur Hängung hierherkam, dachte ich: Uiii, das wird schwierig. Eine abgerundete Wand, zehn Stühle und Tische, viele unterschiedlich dimensionierte Türen nebst unübersehbaren Namensschildern, diverse Lampen, Strahler, Schalter und Scheinwerfer, unterschiedliche Materialien und Farben wie hölzerner Fußboden, dunkler Steinsockel, Ledermobiliar und zwei Fenster, die den Blick auf den Rhein und die große Brücke freigeben.

Uii, dachte ich also

Und als Krönung eine Bronzebüste von unserem ersten Kanzler Konrad Adenauer. Uii, dachte ich also, in solch einem Ambiente hat Kunst es immer schwer, sich durchzusetzen.

Doch als die Arbeit vollbracht war und alle Bilder hingen, dachte ich: wow! Ist vollkommen egal, was hier vorgegeben ist: Der ganze Raum vibriert, die Bilder sind so stark, dass sie sich mühelos durchsetzen.

Wie Energiezentren saugen und ziehen sie den Blick auf sich, sie wirken alle zusammen stark und doch steht auch jedes ganz für sich. Wir können entlang schreiten an einer Galerie bemerkenswerter Gesichter, von denen man einige natürlich sofort erkennt.

Adenauers aktuelle Nachfolgerin Angela Merkel hinter mir, die unsterblichen Filmstars Romy Schneider und Audrey Hepburn oder das ikonische Gesicht der mexikanischen Malerin Frida Kahlo.

Nicht weniger faszinierend sind die Darstellungen unbekannter Frauen wie die der an Nitribit gemahnenden Schönheit im roten Sportwagen oder die kessen jungen Damen, die ein Auto bekritzeln oder vor der Skyline New Yorks posieren.

Von all diesen Bildern geht eine ungeheure Lebendigkeit aus, eine ansteckende Energie. Und eine Präsenz, der man sich kaum entziehen kann. Woran liegt das? Zum einen an der beeindruckend feinen Malweise der aus Korschenbroich stammenden Künstlerin.

Mit nahezu altmeisterlicher Präzision und Feinheit bringt sie ihre Farben auf die Leinwand, oszilliert zwischen fotografischer Präzision und gesplittert und leicht abstrahiert wirkenden Bildpartien. So unterscheidet sie sich vom reinen Fotorealismus und schafft ihre ganz eigene künstlerische Sprache.

Sie malt frei und nicht wie andere Kollegen auf fotografischer Vorlage. Möchte man sie einer bestimmten künstlerischen Richtung zuordnen, so würde man sie formal der Pop Art mit Einflüssen der Street Art zurechnen. Stets benutzt Paschold Ölfarbe, kein Acryl.

Es dauert lange, bis die einzelnen Farbschichten getrocknet sind und ihren glatten, eleganten Glanz verstrahlen. Neben dieser außergewöhnlichen Meisterschaft der Malweise sind es die ungebrochenen und klaren Farben, deren Leuchten von innen heraus zu kommen scheint. Und dann ist da noch etwas:

Die ausdrucksstarken Augen der Dargestellten. Viele der Frauen schauen den Betrachter direkt und unverblümt, ja nahezu herausfordernd an. Damit kehren sie unsere Rolle um: Wir werden vom Betrachter zum Betrachteten, vom Zuschauer zum Werk. Sehen sie sich zum Beispiel das blonde Mädchen mit dem Blumenkranz an:

Im Spitzenkleid , die Hand kokett im Haar spielend, sieht sie uns wach und aufmerksam mit ihren hellgrünen Augen an. Der Wald hinter ihr ist in gebrochenem Schwarz-Weiß wie in einem Negativ dargestellt.

Von rechts schleicht sich ein Wolf heran, den wir aus dem Märchen „Rotkäppchen“ in nicht allzu guter Erinnerung haben. Aber angesichts des Blickes der jungen Frau, bin ich mir sicher, dass es diesmal für den Wolf schlecht ausgeht. Paschold gibt all ihren Figuren ein immenses Selbstbewusstsein, es sind starke Frauen.

In der klaren Bildsprache an Werbung erinnernd und in manch flirrendem Bildelement auf die Schnelllebigkeit und die Bilderflut unserer Zeit anspielend, setzt sie dieser atemlosen Dynamik doch etwas entgegen:

Sie fängt einen Augenblick im Leben und den Aktionen der Frauen auf, sie hält ihn in strahlenden Farben auf ewig fest.

Carola Pascholds Werke sind in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen in Deutschland und Frankreich, in der Schweiz, Griechenland und den Niederlanden vertreten.

Ihr Ausstellungsregister mit Einzel – und Gruppenausstellungen füllt Seiten, sie hat viele Auszeichnungen erhalten. Schön, dass sie heute hier sind um sich nun im Landtag an dieser geballten Energie zu freuen.

Dorothee Achenbach

Unter dem Titel „Women“ präsentiert die Düsseldorfer Malerin Carola Paschold ihre Werke im NRW - Landtag. 

Es sind ausdrucksstarke Porträts von Legenden wie Romy Schneider und Audrey Hepburn oder Politgrößen wie Angela Merkel, aber auch Bilder von geheimnisvollen und lebensfrohen Frauen aus der Jetzt - Zeit. In leuchtenden Farben und fotorealistischer Anmutung erschafft Paschold mit großem handwerklich Können Bilder an der Grenze zwischen Malerei und Fotografie. 

Ihre künstlerische, der Pop Art nahe stehende Handschrift, bleibt jedoch stets erkennbar. 

Ausstellungsdauer bis 28.2. während der Öffnungszeiten des Landtages, Platz des Landtages 1, 40221 Düsseldorf.

Um Anmeldung wird gebeten.

 

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25.01.2020 im vollbesetzten Kino International

GFDK - Kultur und Medien - Filme Kino und TV

Taika Waititi ist einer der gefragtesten und vielseitigsten Regisseure der Stunde. Gestern Abend war er mit Produzent Carthew Neal in Berlin, um gemeinsam mit einem begeisterten Publikum die Deutschlandpremiere seines neuen Films JOJO RABBIT im vollbesetzten Kino International zu feiern.

Gerade wurde die Satire in 6 Kategorien für einen Oscar® nominiert, u.a. als Bester Film. Heute startet JOJO RABBIT bundesweit in den deutschen Kinos.

Vor Filmbeginn wurden Taika Waititi und Carthew Neal sowie zahlreiche prominente Gäste am roten Teppich vom Blitzlichtgewitter der Fotografen empfangen. Darunter Tom Tykwer, Dani Levy, Florian Henckel von Donnersmarck, Luise Befort, Sabin Tambrea, Alice Dwyer, Guido Broscheit, Walter Kreye, Oli Bigalke, Ralph Herforth, Roman Knizka, Tobias Schenke und Markus Knüfken.

Moderator Daniele Rizzo und Roger Crotti, Country Manager The Walt Disney Company Germany, begrüßten das Premierenpublikum und die Ehrengäste. Mit seiner Botschaft für Toleranz und Menschlichkeit und einer großen Portion skurrilem Humor sorgte JOJO RABBIT für viele Lacher und zugleich tiefer Rührung beim Publikum, das den Film mit minutenlangem Applaus würdigte.

Regie: Taika Waititi
Darsteller: Roman Griffin Davis, Thomasin McKenzie, Scarlett Johansson,
Taika Waititi, Sam Rockwell, Rebel Wilson u.a.

JOJO RABBIT
Ab Donnerstag, 23. Januar 2020 nur im Kino

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24.01.2020 mobile Kommunikations- und Informationstechnologie

GFDK - Kultur und Medien - Unternehmen

Was sind Telematiksysteme? Telematiksysteme werden oftmals mit Geräten oder Anwendungen verbunden in und Logistik und Transportunternehmen in deren Fahrzeugen verwendet. Das Ziel hierbei ist vorrangig die Positionsdaten zu bestimmen und dem Kunden Auskunft darüber geben zu können. Hiermit lässt sich vor allem die Servicequalität steigern.

Heute ist die moderne und mobile Kommunikations- und Informationstechnologie weit verbreitet und Automobilhersteller statten Nutzfahrzeuge und PKW vermehrt mit diesen Systemen aus. Die eingesetzte Telematik zielt auf ein breites Anwendungsgebiet ab.

Der Einsatz dieser Systeme wird jedoch meist skeptisch betrachtet, da die Anschaffung und die Einarbeitung in die Technik für die Mitarbeiter meist ein zeitaufwendiges Unterfangen darstellt.

Durch die Verbindung von Telekommunikations- und Informationstechnik zeichnen sich innerhalb kürzester Zeit die Vorteile dieser Investition im Unternehmen aus.

So gibt es auf dem Markt Telematiksysteme, die zum Beispiel bei einem Unfall automatisch eine Verbindung zur Notrufzentrale bewirken und auch den Standort automatisch übergeben.

Funktionen von Telematiksystemen

Ein Telematiksystem verbindet stets wenigstens zwei Datenverarbeitungssysteme über ein Telekommunikationssystem. Ein derartiges System muss mindestens über einen Sender und auf der Gegenseite mit einem Empfänger und dazwischen über ein spezielles Medium verfügen, welches den Informationsaustausch garantiert.

Spezielle Funktionen eines solchen Telematiksystems hängen von der Art des jeweiligen Systems ab. Die Einsatzgebiete stellen unter anderem die Gebäudeautomatisierung, E-Commerce, Logistik, Bildung und auch die Medizin dar.

Anforderungen und Nutzen von Telematiksystemen

Der potenzielle Nutzen von Telematiksystemen in seinen Ausprägungen kann verschiedenartig ausfallen. Grundsätzlich ist es so, dass durch diese Systeme eine Automatisierung von Prozessen erreicht werden soll, was in der Regel auch so de facto ist.

Der wirtschaftliche Nutzen kann sich vor allem in der Steigerung der Produktqualität, der Effizienz und der Reduzierung von Kosten widerspiegeln.

Kosten und Nutzen von Telematiksystemen

Bei Investitionen von Telematiksystemen muss dieses immer gut durchdacht werden in Bezug auf die Nutzen-Kosten-Analyse, denn Telematiksysteme müssen sich einfach rentieren, ansonsten lohnt sich die Anschaffung für ein Unternehmen nicht wirklich.

Telematiksysteme haben natürlich den ungemeinen Vorteil, über GPS die Routenplanung de facto akribisch zu optimieren, sodass der eigene Fuhrpark optimal eingesetzt gesetzt werden kann, wenn dem so ist, dann ist dass, für das Unternehmen eine echte Win-win-Situation welche mit der Investition des Telematiksystems, dann im Unternehmen optimal erreicht wurde.

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23.01.2020 DAS PERFEKTE GEHEIMNIS

GFDK - Kultur und Medien - Filme Kino und TV

Da sagen wir mal, alle Achtung. DAS PERFEKTE GEHEIMNIS hat am Wochenende die 5-Mio-Zuschauer-Marke geknackt. Constantin Film gratuliert sehr herzlich dem Team um Erfolgsduo Bora Dagtekin und Lena Schömann, die es erneut geschafft haben, gesellschaftsrelevante Themen in allerbeste Kinounterhaltung zu verwandeln.

Darüber hinaus bekam die starbesetzte Gesellschaftskomödie die Goldene Leinwand, die auf dem Deutschen Filmball überreicht wurde.

Inhalt:
Drei Frauen. Vier Männer. Sieben Telefone. Und die Frage: Wie gut kennen sich diese Freunde und Paare wirklich? Als sie bei einem Abendessen über Ehrlichkeit diskutieren, entschließen sie sich zu einem Spiel:

Alle legen ihre Smartphones auf den Tisch, und alles, was reinkommt, wird geteilt. Nachrichten werden vorgelesen, Telefonate laut mitgehört, jede noch so kleine WhatsApp wird gezeigt.

Was als harmloser Spaß beginnt, artet bald zu einem emotionalen Durcheinander aus – voller überraschender Wendungen und delikater Offenbarungen. Denn in dem scheinbar perfekten Freundeskreis gibt es mehr Geheimnisse und Lebenslügen, als zu Beginn des Spiels zu erwarten waren.

DAS PERFEKTE GEHEIMNIS ist eine Neuverfilmung des italienischen Kinofilms PERFETTI SCONOSCIUTI von Paolo Genovese aus dem Jahr 2016 (allein in Italien 2,7 Mio. Besucher). In zahlreichen Ländern wurde der Film adaptiert und avancierte zu einem weltweiten Phänomen.

Das "FACK JU GÖHTE"-Erfolgsduo Bora Dagtekin und Lena Schömann griff die Idee des Films auf und entwickelte eine zeitgemäße Interpretation für das deutsche Kinopublikum.

Die Kinokomödie ist eine Constantin Film Produktion und wurde vom FilmFernsehFonds Bayern (FFF), Medienboard Berlin-Brandenburg (MBB), der Filmförderungsanstalt (FFA) und dem Deutschen Filmförderfonds (DFFF) gefördert. Executive Producer ist Martin Moszkowicz.

Darsteller: Elyas M’Barek, Florian David Fitz, Jella Haase, Karoline Herfurth, Frederick Lau, Wotan Wilke Möhring, Jessica Schwarz (in alph. Reihenfolge)
Szenenbild: Christian M. Goldbeck
Bildgestaltung: Moritz Anton
Kostümbild: Regina Tiedeken
Maskenbild: Kitty Kratschke
Casting: Daniela Tolkien
Requisite: Tobias Zeislmeier
Producerin: Nicole Springstubbe
Herstellungsleitung: Christine Rothe
Executive Producer: Martin Moszkowicz
Produzentin: Lena Schömann
Drehbuch & Regie: Bora Dagtekin

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23.01.2020 DAS GEHEIME LEBEN DER BÄUME

GFDK - Kultur und Medien - Filme Kino und TV

Deutschlands berühmtester Förster und Bestsellerautor Peter Wohlleben begeisterte gestern Abend in München seine Fans und das Premierenpublikum vor ausverkauftem Haus.

Viel diskutiert und brandaktuell ist das Thema Wald, so dass schon im Vorfeld unter den Premierengästen rege Gespräche zum sensibleren Umgang mit der Natur stattfanden.

Im Anschluss an das Premierenscreening konnten die knapp 700 Gäste dann ihre wichtigsten Fragen an Peter Wohlleben stellen, der wie immer charmant und verständlich die richtigen Worte fand.

Zum Inhalt:
Als Peter Wohlleben 2015 sein Buch „Das geheime Leben der Bäume“ veröffentlicht, stürmt er damit über Nacht alle Bestsellerlisten: Wie der Förster aus der Gemeinde Wershofen hat noch niemand über den deutschen Wald geschrieben.

Auf unterhaltsame und erhellende Weise erzählt Wohlleben von der Solidarität und dem Zusammenhalt der Bäume und trifft damit bei seiner stetig wachsenden Lesergemeinde einen Nerv: In Waldführungen und Lesungen bringt er den Menschen diese außergewöhnlichen Lebewesen näher.

Wohlleben reist nach Schweden zum ältesten Baum der Erde, er besucht Betriebe in Vancouver, die einen neuen Ansatz im Umgang mit dem Wald suchen, er schlägt sich auf die Seite der Demonstranten im Hambacher Forst.

Weil er weiß, dass wir Menschen nur dann überleben werden, wenn es auch dem Wald gut geht – und es bereits Fünf vor Zwölf ist…

Unter der Regie von Jörg Adolph („Elternschule“) und begleitet von einmaligen Naturaufnahmen von Jan Haft („Das grüne Wunder“) kommt der Bestseller nun ins Kino.

Die fesselnde Dokumentation gibt einen faszinierenden Einblick in das komplexe Zusammenleben der Bäume und folgt gleichzeitig Peter Wohlleben dabei, wie er auch außerhalb der Landesgrenzen für ein neues Verständnis für den Wald wirbt.

Auf diese Weise entsteht ein ebenso intimes wie humorvolles Porträt. Der Dokumentarfilm ist eine Constantin Film Produktion und wurde durch den FFF Bayern, FFA sowie DFFF gefördert. „Das geheime Leben der Bäume“ erschien 2015 im Ludwig Verlag.

Mit: Peter Wohlleben
Buch & Regie: Jörg Adolph
Naturfilmaufnahmen: Jan Haft
Produzent: Friederich Oetker
Executive Producer: Martin Moszkowicz
Production Executive: Christine Rothe
Line Producer: Susann Funke
Kamera: Daniel Schönauer
Montage: Anja Pohl
Lichtkünstler: Friedrich van Schoor, Tarek Mawad
Tongestaltung: Jörg Elsner
Tonmischung: Michael Kranz
Musik: Franziska Henke

Basierend auf dem gleichnamigen Buch von Peter Wohlleben

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23.01.2020 Brutto- und Nettolohn

GFDK - Kultur und Medien

Jeder Arbeitnehmer erhält in der Regel einmal im Monat eine Auszahlung seines Verdienstes vom jeweiligen Arbeitnehmer und natürlich auch eine Gehaltsabrechnung.

Diese belegt in Textform wie sich das jeweilige Gehalt zusammensetzt und welche Abzüge angefallen sind, außerdem werden noch sämtliche Werte einer Gehaltsabrechnung, immer aktuell und komplett bis zum jeweiligen Monat summiert, sodass man eine gute Übersicht hat was man an den einzelnen Werten im laufenden Kalenderjahr bezahlt hat.

Dabei spielt es auch keine Rolle, ob man die Gehaltsabrechnung auslagern möchte über einen externen Dienstleister ober die Gehaltsabrechnung im Betriebs über die Lohnbuchhaltung intern erstellt wird.

Was allerdings noch gut zu wissen ist, dass bei der Gehaltsabrechnung immer ein festes Gehalt angegeben wird und eine Lohnabrechnung sich aus den monatlich abgeleisteten Stunden des Arbeitnehmers berechnen lässt.

Wichtigkeit der Gehaltsabrechnung

In vielen Situationen benötigten Sie eine Gehaltsabrechnung als Nachweisdokument. Dies dient als Einkommensnachweis für die Wohnungssuche, bei Vergabe von Krediten oder bei der Steuererklärung.

Die Lohnabrechnung ist auch sehr wichtig für die Einkommenssteuer, da diese daraus berechnet wird. Aus einem Formular gegen die Höhe des Brutto- und Nettolohn unter der Berücksichtigung aller monatlichen Abzüge wie zum Beispiel bei den Sozialversicherungsbeiträgen.

Deswegen ist dieses Dokument in vieler Hinsicht so etwas wie ein Liquiditätsnachweis für Dritte, den Arbeitnehmer und auch Arbeitgeber bei Bedarf vorlegen können. Die Vorlage einer Gehaltsabrechnung kann zum Beispiel bei der Bank dienen für einen Kredit.

Was muss in der Gehaltsabrechnung stehen?

Nach § 108 Abs.3 S.1 GewO, was genau in der Lohn- und Gehaltsabrechnung stehen sollte.
Im Kopfteil gehört dazu vor allem der Name des Arbeitnehmers. Immerhin muss die Gehaltsabrechnung jemanden zugeordnet werden können.

Auch die Anschrift kommt hinzu. Der Arbeitgeber macht die gleichen Angaben wie der Arbeitnehmer machen. Hinzu kommt noch das Bezugsdatum und das Erstellungsdatum der Entgeltabrechnung. Damit weist der Arbeitgeber auch nach, dass er dem Arbeitnehmer wie vereinbart monatlich seinen Lohn ausgezahlt hat.

Die Steuerdaten und die Sozialversicherungsnummer des Arbeitnehmers haben dort auch ihren Platz. Dazu kommen persönliche Daten und Urlaubsdaten. Im Hauptteil wird der Brutto- und Nettolohn aufgeführt, sowie die ganzen Abgaben von Versicherungen.

Ganz unten stehen dann die Kontodaten des Arbeitnehmers sowie die Gesamtsumme des Lohns und eine Verdienstbescheinigung, ggf. Hinweis zu § 108 GewO.

Foto: Wikipedia CC-BY 4.0

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