Nachrichten aus der großen weiten Welt

29.03.2021 Vorbildliche Kultur-Initiative

GFDK - Kultur und Medien

„Kultur fällt uns nicht wie eine reife Frucht in den Schoß. Der Baum muß gewissenhaft gepflegt werden, wenn er Frucht tragen soll.“ Albert Schweitzer

Geschlossene Konzertsäle, leere Sitzreihen, verwaiste Bühnen: Seit einem Jahr ist der hiesige Kulturbetrieb mehr oder weniger im Corona-Lockdown. Doch es gibt Signale, die Hoffnung machen.

So unterstützt die Kulturinitiative WE CARE WE DO WE MOVE der Daimler AG  Kulturschaffende in der Krise – mit bemerkenswertem Engagement und finanzieller Förderung. Aktuelles Projekt:

Die Realisierung der virtuellen Tanzperformance The Dying Swans unter Leitung des kanadischen Starchoreographen Eric Gauthier, u.a. Chef der Dance-Company Gauthier Dance am Theaterhaus Stuttgart.

Hintergrund:

Das umfangreiche Tourprogramm von Gauthier Dance im Februar und März fiel dem verlängerten Lockdown zum Opfer.

Gauthier sah die zunehmende Mutlosigkeit in den Augen seiner Tänzerinnen und Tänzer und ihm wurde klar, dass er etwas dagegensetzen musste.

"sterbenden Schwäne" brauchten eine neue künstlerische Herausforderung. The Dying Swans Project war geboren! Wenige Tage später war Gauthier, selbst Mitglied der be a mover-Community von Daimler, zum be a mover Talk mit Jörg Howe, Kommunikationschef der Daimler AG, eingeladen.

Als der Choreograph von seinem Traum erzählte, bot ihm Howe spontan Unterstützung an. Und nun können die Schwäne abheben!

Das Konzept: Choreographinnen und Choreographen kreieren je ein Solo für die  sechzehn Mitglieder der Theaterhaus-Company zu sechzehn neuen Musikstücken. 

Jedes Solo wird gefilmt - die Ergebnisse dieses kreativen Prozesses sind dann zunächst ab Freitag, dem 16. April 202110 Uhr, als Videoclips auf dem YouTube-Kanal des Theaterhauses Stuttgart, dem Instagram-Kanal von Gauthier Dance sowie in der 3sat-Mediathek abrufbar.

Danach sollen ausgewählte Soli, sobald wieder möglich, auch live bei Partner-Festivals und im Theaterhaus Stuttgart aufgeführt werden. Anlässlich der be a mover Aktion „THE DYING SWANS PROJECT“ filmte und interviewte Eric Gauthier auch die in New York und Berlin wirkende Primaballerina Polina Semionova (Staatsballett Berlin) aus Moskau.

Sie erzählte dem Choreographen, wann sie zum ersten Mal mit dem klassischen Stück in Berührung kam und was sie dabei fühlte. Das gefilmte Interview mit Polina Semionova wird Teil des Projekts sein.

Neben dieser Aktion unterstützt die Daimler AG in diesem Jahr auch das 4. Colours International Dance Festival 2021, das vom 18. Juni bis 11. Juli 2021 mit zahlreichen Tanz-Highlights u.a. im Theaterhaus Stuttgart stattfindet.

Im mit viel Hoffnung erwarteten Sommer wird sich Gauthier Dance voraussichtlich mit drei Neuproduktionen bei COLOURS einbringen

Das Netzwerk be a mover, Teil der Daimler-Initiative, verbindet kluge Köpfe aus den unterschiedlichsten Bereichen miteinander. Ziel ist es, sich auszutauschen und mit neuen Ideen das Morgen zu gestalten.

Auch für Amihai Grosz, 1. Solobratscher bei den berühmten Berliner Philharmonikern und Mitglied der „be a mover-Community“, ist das Netzwerk von Bedeutung:

Direkt nach der Orchesterprobe für das weltweit beachtete Live-Konzert, bei dem in Berlin zum ersten Mal nach Monaten jetzt am Wochenende vor 1000 Zuhörern gespielt wurde und über das sogar die Tagesschau berichtete, traf der Ausnahmemusiker den Choreographen Gauthier, um über die Lage und über zukünftige Projekte zu sprechen.

Anja Lehner, Leiterin Corporate Citizenship Communications, erläutert den engagierten Einsatz der Daimler AG für die Kulturszene so:

"Mit WE CARE WE DO WE MOVE engagieren wir uns im Umfeld unserer Standorte. Kultur spielt dabei eine wichtige Rolle. Denn ein reiches kulturelles Leben kann Brücken bauen und fördert Kreativität und Innovation.“

Hintergrund: „Be a mover“ – ist eine supranationale Bewegung der Daimler AG, bei der sich junge Künstler, Sportler, Musiker, Schauspieler mit eigenen Initiativen, Aktionen, Kunstwerken vernetzen, um die Welt etwas besser zu machen.

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29.03.2021 Shakespeare Open Air in Neuss

GFDK - Kultur und Medien

Neuss plant in diesem Jahr Open Air – ganz in der Tradition der fahrenden Schauspielertruppen, die in früheren Zeiten das theaterbegeisterte Publikum mit ihren Darbietungen unter freiem Himmel entzückten.

Und da das Globe auf der Rennbahn steht, werden wir in diesem Jahr einen Shakespeare Garden im Führring erleben können.

Insgesamt 21 Veranstaltungen werden vom 16. Juni bis zum 2. Juli 2021 geboten. Neun „fahrende Truppen“ aus Österreich, England, der Türkei und natürlich Deutschland dürfen wir erwarten, dazu den gänzlich unverzichtbaren Patrick Spottiswoode und die belgische Jazzsängerin und -pianistin Caroll Vanwelden mit ihrer Band, die das Publikum wieder einmal mit ihrer mitreißenden Sicht auf die Sonette begeistern wird.

Und für die jüngsten Shakespeare-Fans gibt es Kinder-Aufführungen mit viel Musik!

Die bremer shakespeare company ist mit zwei Inszenierungen zu sehen: Der poetisch-anrührenden Neuproduktion des Wintermärchens sowie dem hochaktuellen Coriolanus, der im Zusammenspiel mit dem Tiyatro BeReZe aus Istanbul zweisprachig aufgeführt wird.

Die theaterachse aus Salzburg wird mit „Viel Lärm um Nichts“ bereits zum fünften Mal zu Gast in Neuss sein und das Rheinische Landestheater verbindet in „Shakespeare's Love but Marriage“ geschickt Motive aus dem „Sommernachtstraum“ und der „Widerspenstigen Zähmung“ zu einer turbulenten Kombi-Komödie.

Die Damen der britischen HandleBards zaubern einen urkomischen Macbeth, das Globe Ensemble Berlin entfesselt den Sturm und das Shakespeare-Urgestein Norbert Kentrup liest aus seiner Biographie

Aber auch Shakespeare's Zeitgenossen kommen zu Worte: Das Neue Globe Theater aus Potsdam bringt die Brecht’sche Fassung von Christopher Marlowes (1564-1593) spannendem Drama „Leben Eduards des Zweiten von England“ und das Theater Poetenpack hat die quirlige Posse „Der Ritter von der flammenden Mörserkeule“ von Francis Beaumont (1584-1616) und John Fletcher (1579-1625) wiederentdeckt.

Der Kartenvorverkauf startet dieses Jahr Anfang Juni 2021!

Weitere Informationen: www.shakespeare-garden.de

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27.03.2021 DIE JUNGEN UNTERNEHMER

GFDK - Kultur und Medien

Regionalvorsitzender Marvin Müller: „Wir bewältigen als ‚Team Deutschland‘ die Krise gemeinsam“ DIE JUNGEN UNTERNEHMER des Regionalkreises Niederrhein/Düsseldorf fordern eine tragbare Test- und Impfkampagne mit Einbindung der privaten Wirtschaft – wir alle zusammen als ‚Team Deutschland‘.

Marvin Müller, Regionalvorsitzender von DIE JUNGEN UNTERNEHMER in Niederrhein/Düsseldorf: „Impfen, Testen und dadurch Öffnungen ermöglichen – an diesem Vorhaben ist die Regierung gescheitert.

Deshalb schlagen wir eine andere Herangehensweise vor: Wir alle zusammen – als ‚Team Deutschland‘.

Private Organisationen sowie Unternehmen könnten sich in ihren Stärken ergänzen und gemeinsam an der Pandemiebewältigung arbeiten.

Beispielsweise können die Unternehmerinnen und Unternehmer unterstützen, die Impfterminvergabe und Kontaktverfolgung zu digitalisieren oder die Logistik für flächendeckende Tests zu entwickeln und bereitzustellen.“

„Ein Paradigmenwechsel ist gefragt. Das heißt: Staat und Wirtschaft arbeiten zusammen, um den Virus zu bekämpfen. Wie das gelingt? So:

Unternehmerinnen und Unternehmer können das Testen und Impfen vorantreiben, die Regierung schafft die Rahmenbedingungen. Staat und private Wirtschaft – gemeinsam bekommen wir die Krise in den Griff. Nur so gelingt der ReStart Deutschland!“, so Müller abschließend.

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26.03.2021 ehemalige Gallebären in Vietnam

GFDK - Kultur und Medien

Hamburg/Ninh Binh, 24. März 2021 – Gestern hat die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN zwei Kragenbären aus besonders grausamen Haltungsbedingungen in der Provinz Son La im Nordwesten Vietnams gerettet.

Laut Angaben des ehemaligen Besitzers wurde der männliche Bär Xuan seit 2004, als er noch ein Bärenjunges war, in einem winzigen, verdreckten Käfig im Keller eines Bekleidungsgeschäfts gehalten.

Wie lange das zweite Tier, Bärin Mo, in völliger Dunkelheit leiden musste, ist unklar. Künstliches Licht bekamen beide nur dann zu Gesicht, wenn sie gefüttert wurden oder die qualvolle Prozedur der Gallensaftextraktion über sich ergehen lassen mussten.

 Obwohl die Produktion von Bärengalle und der Handel mit Bärenprodukten in Vietnam gesetzlich verboten ist, findet die grausame Praxis noch immer illegal statt.

Die Nachfrage nach Bärengalle zu Heilzwecken ist in Vietnam zwar rückläufig, doch noch immer leiden geschätzt 372 Bären auf Bärenfarmen oder in Privathaltung.


VIER PFOTEN hat schon viele Bären aus schlechten Haltungsbedingungen gerettet, doch dieses Mal wurden sie Zeugen besonderer Grausamkeit: Xuan und Mo haben jahrelang in völliger Dunkelheit gelebt – Xuan sogar 17 quälende Jahre lang. 

Die Tierschützer mussten Taschenlampen benutzen, um die Bären überhaupt sehen zu können. Ihre rostigen Käfige waren klein und verdreckt.

Dazu gab es in dem fensterlosen Keller keinen Zugang zu frischer Luft oder ausreichende Belüftung. Nachdem die Bären untersucht wurden, brachte das Team die Tiere in den BÄRENWALD Ninh Binh.

In dem von VIER PFOTEN geführten Bärenschutzzentrum werden Xuan und Mo die notwendige Pflege erhalten, um sich von ihren jahrelangen Qualen zu erholen.

Das Leben in Dunkelheit und grausamer Gefangenschaft hat seine Spuren hinterlassen. Obwohl sie jahrelang immer wieder schmerzhafte Qualen erleiden und in furchtbaren Umständen leben mussten, waren Mo and Xuan relativ ruhig in unserer Gegenwart.

Die ersten Untersuchungen haben eine Erkrankung der Gallenblase bei beiden Bären gezeigt, die auf die wiederholte unhygienische und traumatische Extraktion des Gallensafts zurückzuführen ist.

Xuan ist außerdem übergewichtig, hat eine Lebererkrankung und seine Zähne sind in extrem schlechtem Zustand. Wir werden beide Bären in unserer Klinik gründlich untersuchen und den bestmöglichen Pflegeplan festlegen.

Bären sind sehr widerstandsfähig, aber es wird trotzdem ein langer Weg der Genesung sein“, sagt Dr. Szilvia Kalogeropoulu, die für die Rettung verantwortliche VIER PFOTEN Tierärztin.

BÄRENWALD Ninh Binh: Ein artgemäßes Zuhause für gerettete Bären

VIER PFOTEN arbeitet seit 2017 mit lokalen Partnern in Vietnam zusammen, um so viele Bären wie möglich von ihrem traurigen Schicksal zu befreien.

In den letzten Jahren ist die Zahl der Bären auf Bärenfarmen in Vietnam drastisch gesunken, von etwa 936 im Jahr 2017 auf 372, die derzeit auf privaten Bärenfarmen gehalten werden.

Mit ihrem BÄRENWALD Ninh Binh unterstützt VIER PFOTEN die vietnamesische Regierung dabei, Gallefarmen in Vietnam endgültig zu schließen und bis zu 100 geretteten Bären ein artgemäßes Zuhause zu bieten.

Der BÄRENWALD Ninh Binh ist aber nicht nur ein Schutzzentrum, er soll auch als Bildungs- und Aufklärungsstätte den Tier- und Artenschutz in Vietnam voranbringen.

Einige der 40 Kragenbären, die bereits im Bärenschutzzentrum leben, wurden vor ihrer Rettung nicht nur Opfer grausamer Gallefarmen, sondern auch illegal gehandelt.

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25.03.2021 Boomender Haustier-Markt

GFDK - Kultur und Medien

Haustiere erfreuen sich rund um den Globus einer immer größeren Beliebtheit. Gleichzeitig sind die Menschen auch bereit, immer höhere Geldsummen in ihre tierischen Begleiter zu investieren.

Wie aus einer neuen Infografik von Kryptoszene.de hervorgeht, sollen die jährlichen Ausgaben für Haustiere bis 2025 jährlich um 5 bis 6 Prozent ansteigen, in Asien sogar um 15 Prozent.

Im Jahr 2009 hielten noch 13,3 Prozent der deutschen Haushalte einen Hund. Katzen lebten hingegen sogar in 16,5 Prozent der Haushalte.

Eine Dekade später waren es bereits 20 bzw. 23 Prozent. Die Corona-Krise verstärkte den ohnehin schon in Gang gesetzten Trend weiterhin.

16 Prozent der Deutschen äußerten, dass sie sich im Angesicht der Pandemie über einen tierischen Begleiter freuen würden.

Dass diese dem Wunsch auch Taten folgen ließen, das zeigt ein Blick auf die Anzahl der Hunderegistrierungen in Deutschland.

Wurden im Corona-Krisenjahr 2020 im Juni 39.000 Hunde neu registriert, waren es im selben Monat des Vorjahres lediglich 31.400.

Der Trend hin zu Haustieren geht auf dem Börsenparkett mitnichten spurlos vorbei. Wie die Infografik aufzeigt, stieg beispielsweise der Preis der FreshPet Aktien binnen der letzten 12 Monate um 163,7 Prozent. Im selben Zeitraum konnte der DAX 67,7 Prozent an Notierung zulegen, beim Dow Jones schlägt das Plus mit 75,5 Prozent zu Buche.

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24.03.2021 Tipps für einen achtsamen Spaziergang

GFDK - Kultur und Medien

Spaziergänge in freier Natur gehören sicherlich zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten während der Corona-Pandemie. Doch unsere Wälder sind nicht nur Erholungsraum für uns Menschen, sondern in erster Linie Lebensraum für eine große Anzahl von Wildtieren. Eva Lindenschmidt, Diplom-Biologin bei TIERART, einer Wildtierstation von VIER PFOTEN, gibt Tipps, wie wir uns im Wald verhalten sollten, um unsere heimischen Wildtiere zu schützen.

Wildtiere haben eine natürliche Scheu vor dem Menschen und meiden den Kontakt, so dass direkte Begegnungen mit ihnen eher selten vorkommen.

Sie wittern uns schon lange, bevor wir sie wahrnehmen und ziehen sich unmittelbar in geschützte Bereiche zurück, wo sie Unterschlupf finden und sich verstecken können.

Auch sind Wildtiere generell Menschen gegenüber nicht aggressiv. In bestimmten Situationen kann dennoch Vorsicht geboten sein, etwa bei der Begegnung mit Wildschweinen.

Vorsicht bei Wildschweinen mit Nachwuchs

„Wildschweine sind in unseren Wäldern und mittlerweile auch in Städten und Siedlungen sehr weit verbreitet und sowohl am Tag als auch in der Nacht aktiv.

Mit Hilfe ihres exzellent ausgeprägten Geruchssinns bemerken sie sich nähernde Menschen schon aus weiter Entfernung und laufen davon.

Wildschweine sind friedfertige Tiere, jedoch können führende Bachen – d.h. weibliche Tiere mit Frischlingen – aggressiv reagieren, wenn sie Gefahr für ihren Nachwuchs fürchten.

Bei Begegnungen mit Wildschweinen ist es ratsam, Ruhe zu bewahren und sich aus ihrem Umfeld zu entfernen.

Bachen mit Nachwuchs sollte man sich auf keinen Fall nähern oder sich gar zwischen Mutter und Frischlinge stellen, um keinen Angriff zu provozieren“, erklärt Eva LindenschmidtDiplom-Biologin bei TIERART, Wildtierstation von VIER PFOTEN.

Beim Durchwandern von Dickicht oder Maisfeldern kann es passieren, dass man unverhofft direkt auf eine solche Familie trifft und bedroht oder in seltenen Fällen gar angegriffen wird.

„Zur eigenen Sicherheit und auch aus Rücksicht auf die Ruhebereiche von Wildschwein und Co. sollten Waldwege und Wanderrouten daher nicht verlassen werden.

Insbesondere dämmerungs- und nachtaktive Tiere ziehen sich tagsüber gerne ins Dickicht zurück und könnten durch das Eindringen von Menschen aufgeschreckt werden.

Damit nachtaktive Waldbewohner ungestört auf Nahrungssuche oder Beutejagd auf Wiesen und Feldern gehen können, sollten sich Spaziergänger außerdem nach Einbruch der Abenddämmerung nicht mehr im Wald aufhalten“, ergänzt die Expertin.

Nicht jedes Jungtier ist verwaist

Im Frühling ist zu beachten, dass zu dieser Jahreszeit die Jungtiere zur Welt kommen und gerade dann Störungen weitreichende Folgen haben können.

Wer Wildtiere mit ihrem Nachwuchs sichtet, sollte sich umgehend leise und zügig entfernen. Dies gilt auch, wenn Jungtiere ohne ihre Mutter aufgefunden werden.

„Feldhasen oder Rehe beispielsweise lassen ihre Jungen oft viele Stunden am Tag alleine. Sie kehren in regelmäßigen Abständen zum Säugen zurück, entfernen sich aber dann rasch wieder, um auf Nahrungssuche zu gehen und keine Aufmerksamkeit möglicher Beutegreife auf das Jungtier zu lenken“, weiß Eva Lindenschmidt.

„Die Kleinen verharren in der Zwischenzeit regungslos im Gras und laufen auch meist nicht davon, wenn ein Mensch sich nähert.

Dies ist vollkommen normal und kein Grund, diese Tiere aufzusammeln oder anzufassen. Auch hier gilt: entfernen Sie sich zügig, um jeglichen Stress für das Tier zu vermeiden oder gar die in der Nähe befindliche Mutter zu verjagen.“

Hunde bitte an die Leine nehmen

Auch Hunde sollten unbedingt, zumindest während der Frühjahrs- und Sommermonate, angeleint bleiben. Jedes Jahr kommt es vielfach zu Verletzungen junger Wildtiere durch freilaufende Hunde, die dadurch vermieden werden könnten.

Hände weg von jungen Wildtieren

„Wer ein vermeintlich krankes, verletztes oder verwaistes Wildtier auffindet und sich unsicher ist, ob es Hilfe benötigt, sollte nicht zögern, zunächst eine fachkundige Stelle um Rat zu fragen, bevor er selbst handelt und das Tier möglicherweise grundlos einsammelt.

Ansprechpartner in solchen Fällen sind Wildtierstationen, örtliche Naturschutz- oder Tierschutzvereine, Förster, Jäger oder die Polizei.

Es ist zu beachten, dass die Nähe und Berührung durch Menschen eheblichen Stress bei Wildtieren verursacht.

Insbesondere verletzte Tiere, die zusätzlich unter Schmerzen leiden, können in Panik geraten, sich dadurch noch stärker verletzen oder auch kräftig zubeißen“, so der Rat der Expertin.

Müll zerstört den Lebensraum

Auch sollte es selbstverständlich sein, keinen Müll im Wald zurückzulassen. Weggeworfene Dosen oder Plastiktüten verschmutzen nicht nur unsere Umwelt, sie können auch zur Gefahr für Tiere werden, die sich darin verfangen oder daran verletzen.

Glasflaschen oder weggeworfene Zigaretten können unter Umständen bei trockener Witterung sogar Waldbrände auslösen.

Wer Erholung draußen in der Natur sucht, sollte darauf bedacht sein, unsere heimischen Wildtiere in ihrem Lebensraum nicht zu stören oder zu gefährden und entsprechend Rücksicht zu nehmen.

Die Begegnung mit einem Wildtier, das man aus sicherer Entfernung in seinem natürlichen Umfeld beobachten darf, kann bei einem solchen Ausflug ein ganz besonderes Erlebnis sein.

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20.03.2021 Tag der Hundewelpen

GFDK - Kultur und Medien

Am 23. März ist Tag der Hundewelpen. Die globale Stiftung für Tierschutz VIER PFOTEN nimmt dies und die aktuell riesige Nachfrage nach Hunden zum Anlass, vor illegalem Welpenhandel zu warnen und Tipps für einen verantwortungsvollen Welpenkauf zu geben.

„Ein Hund ist ein wertvoller Begleiter, die Anschaffung sollte dennoch wohlüberlegt sein. Denn die Entscheidung bringt auch einige Jahre der Verantwortung mit sich. Besonders aufgrund der aktuell hohen Nachfrage floriert der illegale Welpenhandel mehr denn je.

Vor allem auf Online-Plattformen betreibt die Welpenmafia ihr grausames Geschäft, denn hier können Händlerinnen und Händler noch immer anonym viel zu junge und kranke Tiere aus osteuropäischen Vermehrerstationen anbieten. 

Die Bundesregierung muss den Online-Handel daher dringend regulieren. Am besten schaut man aber ohnehin im örtlichen Tierheim nach

einem passenden vierbeinigen Weggefährten“, sagt Daniela Schneider, Kampagnenverantwortliche für Heimtiere bei VIER PFOTEN.

Checkliste für einen verantwortungsvollen Welpenkauf

Bei der Suche nach einem Hund ist es enorm wichtig, nur auf seriöse Angebote zurückzugreifen. Um möglichst sicherzugehen, dass es sich beim angebotenen Welpen nicht um ein Tier aus illegaler Herkunft handelt, sollte man diese Tipps von VIER PFOTEN beachten:

  • Die Übergabe sollte beim Anbieter zu Hause stattfinden: Nur so können Sie die genaue Herkunft des Welpen kennen. 
  • Keine Mutter, kein Kauf: Bestehen Sie darauf, das Muttertier zu sehen: Ist sie gesund? Hat sie ein Gesäuge? Manchmal zeigen Online-Verkäufer irgendeine Hündin der gleichen Rasse, während die wahre Mutter in Osteuropa in einer Welpenfabrik leidet.
  • Vorsicht, wenn der Verkäufer viele verschiedene Welpen anbietet: Bei einer großen Auswahl unterschiedlicher Rassewelpen verschiedenen Alters ist davon auszugehen, dass der Verkäufer als Zwischenhändler fungiert.
  • Welpen brauchen die Mutter mindestens bis zur achten Woche: Erst dann sind sie in ihrer Entwicklung so weit, dass sie von ihren Wurfgeschwistern und von der Mutter getrennt werden können.
  • Vorsicht bei Desinteresse des Verkäufers: Ein verantwortungsvoller Züchter will sichergehen, dass es seinen Welpen in ihrem neuen Zuhause gutgeht.
  • Kaufen Sie niemals aus Mitleid: Wenn Ihnen etwas komisch vorkommt und Sie Zweifel an der Seriosität des Verkäufers haben, kaufen Sie nicht. Informieren Sie stattdessen die Polizei oder das Veterinäramt.
  • Schließen Sie einen Kaufvertrag ab: Dort können Sie alle wichtigen Details zum Hund und Personalien festhalten.
  • Registrieren Sie Ihren Hund: So stellen Sie nicht nur sicher, dass Sie Ihren Hund zurückbekommen, falls er jemals verloren gehen sollte, sondern helfen auch dabei, europaweit aktuelle Registrierungsdaten für Haustiere sicherzustellen, die für Statistiken und zur Regulierung des Online-Handels mit Haustieren benötigt werden.

Modelllösung zur Regulierung des Online-Handels mit Tieren 
Auch Tierheime, Tierschutzorganisationen und seriöse AnbieterInnen nutzen Kleinanzeigen-Plattformen, um Tiere in liebevolle Hände zu vermitteln.

Deshalb braucht es dringend eine gesetzliche Regulierung, um Inserate illegaler HändlerInnen aussortieren zu können, noch bevor diese online gehen.

VIER PFOTEN hat eine Modelllösung entwickelt, die eine vollständige Rückverfolgbarkeit des EU-weiten Online-Handels ermöglicht. 

Um die Herkunft eines Tieres erfassen zu können, müsste zunächst jeder Hund und langfristig auch jede Katze von einer Tierärztin oder einem Tierarzt mit einem Mikrochip versehen und in einer Datenbank registriert werden.

Zu der Chipnummer würden alle Personen erfasst, die im Leben des Tieres eine Rolle gespielt haben und aktuell spielen: Von ZüchterIn und VerkäuferIn über TierärztInnen bis hin zum/zur 

neuen HalterIn. Bei Auffälligkeiten könnten Strafverfolgungsbehörden die Verantwortlichen binnen kürzester Zeit identifizieren. Zudem müssten Anbietende sich bei der Erstellung eines Inserats vorab verifizieren. 

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19.03.2021 Das Interesse ist groß

GFDK - Kultur und Medien

Das Team des Kunstmuseum Wolfsburg freut sich außerordentlich, dass in den ersten sechs Tagen seit Wiedereröffnung knapp 1.200 Menschen die Gelegenheit nutzten, die Ausstellung In aller Munde.

Von Pieter Bruegel bis Cindy Sherman anzusehen. „Es ist ein ordentlicher Kraftakt gewesen, Buchungssystem und Hygienekonzepte so schnell auf den aktuellen Stand zu bringen, aber das Team hat sich diesen Aufgaben ganz wunderbar gestellt“, sagt Otmar Böhmer, Geschäftsführer des Kunstmuseum.


Das Kunstmuseum bietet seit Dienstag vergangener Woche Zeitfenster für den Besuch in der Ausstellung an. Dieses muss über die Internetseite shop.kunstmuseum.de gebucht werden. Die Eintrittskarte lässt sich ebenfalls dort buchen – Sie können diese aber auch an der Kasse zahlen.

Für Kinder unter 14 Jahre ist eine Zeitfenster-Buchung nicht notwendig.

Was kommt als Nächstes?

Am letzten Mittwoch im Monat bietet das Kunstmuseum Wolfsburg mit dem Format Volkswagen Art4All einen freien Nachmittag und Abend an.

In diesem Monat am Mittwoch, 31. März 2021, kann das Museum endlich wieder bis um 21 Uhr öffnen. Allerdings ist auch hier eine Zeitfensterbuchung für den späteren Besuch notwendig:

Es kann zusätzlich von 16 bis 18.30 Uhr und von 18.30 bis 21 Uhr über shop.kunstmuseum.de gebucht werden. Der Eintritt ist ab 16 Uhr kostenfrei.

Darüber hinaus bieten wir zu Volkswagen Art4All auch ein digitiales Programm an diesem Abend an – zwei Zoomführungen durch unsere Schau In aller Munde.

Von Pieter Bruegel bis Cindy Sherman mit ausgewählten Highlights: Von Lippen und  heißen Küssen, von Schmerz und Kommerz. Darunter Werke der modernen und zeitgenössischen Kunst von Man Ray und Salvador Dali, Andy Warhol, Jake & Dinos Chapman und Wolfgang Tillmans.

Ende der Woche werden die Links zur Zoom-Führung auf der Website im Magazin, in unserem Kalender und über unsere Social-Media-Kanäle bekannt gemacht – eine Reservierung ist hierbei nicht möglich.

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19.03.2021 markenstärkster Online-Modeshop

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Im vergangenen Corona-Krisenjahr stieg die Anzahl der aktiven Zalando-Kunden um 24,8 Prozent auf 38,7 Millionen. Der relative sowie absolute Anstieg übertrifft die Vorjahre, wie aus einer neuen „Block-Builders“-Infografik hervorgeht.

In vielerlei Hinsicht profitiert der Online-Modehändler von diversen Trends, mehr noch als zahlreiche Mitbewerber.

Bei einem Brand-Index der markenstärksten Online-Modeshops landet Zalando auf dem ersten Platz, gefolgt von C&A und H&M. Mitbewerber wie New Yorker und Zara liegen hingegen weiter abgeschlagen.

Wie die Infografik aufzeigt, punktet der Modehändler mit Sitz in Berlin zuletzt mit einem deutlich größeren Angebot nachhaltiger Mode.

Jenes Sortiment erhöhte sich bei Zalando von 2019 auf 2020 um 122 Prozent. Das Angebot wird von den Kunden gut angenommen, 40 Prozent der aktiven Zalando-Kunden kaufen nachhaltige Produkte über den Online-Händler.

Der Anteil nachhaltiger Käufer hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt.

Indes zeigt sich, dass die Retourenquote bei Online-Modehändlern im Angesicht der Pandemie sogar zurückgegangen ist. Während sich die genannte Quote 2019 noch auf 17,8 Prozent belief, waren es 2020 lediglich 15,9 Prozent – und dies, obgleich die Bestellvolumina stark angestiegen sind.

Auch auf dem Börsenparkett wird die Zalando-Geschäftsentwicklung mit Wohlwollen beobachtet. Immer mehr Anleger wollen Zalando Aktien kaufen, und setzen diesen Wunsch auch in die Tat um.

Binnen des letzten Jahres stieg der Börsenwert um 173,2 Prozent. Zwar konnten auch andere E-Commerce-Mitbewerber wie H&M und Amazon um 107,3 bzw. 60,1 Prozent zulegen, allerdings deutlich geringfügiger.

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18.03.2021 Immobilienpreise auf neuen Höchststand

GFDK - Kultur und Medien

Noch nie informierten sich mehr Menschen in Deutschland via Google nach dem Kauf einer Wohnung. Ungeachtet der Umwälzungen im Angesicht der Pandemie sind Immobilien teurer denn je. Dies geht aus einer neuen Infografik von Kryptoszene.de hervor.

Im vergangenen Jahr betrug der Preis für einen Quadratmeter Wohnraum (bundesdeutscher Mittelwert bei einer Immobilie mit 30 m²-Fläche) 4.021 Euro. Im Jahr 2011 waren es lediglich 1.411 Euro. Der Anstieg schlägt mit 185 Prozent zu Buche.

Allerdings profitiert längst nicht jeder Bundesbürger von der Rallye auf dem Immobilien-Markt – 57,9 Prozent der Deutschen wohnen zur Miete. Bei einem internationalen Vergleich zeigt sich, dass die Immobilienbesitz-Quote verhältnismäßig niedrig ist.

Wie die Infografik aufzeigt, beläuft sich das gesamte deutsche Immobilienvermögen auf 14 Billionen Euro. Zum Vergleich: Das Bruttoinlandsprodukt liegt bei 3,4 Billionen Euro. Auch der Wohnungsmietindex notiert dieser Tage auf einem Höchstwert. Konkret: auf 107,7 Punkten.

Angesichts steigender Mieten scheinen sich immer mehr für den Kauf eines Eigenheims zu interessieren. Der Google-Trend-Score für das Suchbegriffspaar „Wohnung kaufen“ notierte im Februar auf dem höchstmöglichen Wert von einhundert, und damit höher als je zuvor. Der Score gibt das relative Suchvolumen an.

„Betongold ist in der Krise überaus gefragt“, so Kryptoszene-Analyst Raphael Lulay. „Diskussionen um mögliche Inflationsszenarien könnten dem Trend sogar noch weiteren Auftrieb verleihen“.

 

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