Nachrichten aus der großen weiten Welt

05.09.2017 Orwell lässt grüssen

GFDK - Ullstein Buchverlage

Das ist aktueller denn je. Vom eigenen Staat auf Schritt und Tritt überwacht zu werden, ist eine Horrorvision für viele Menschen. Seit den Enthüllungen von Edward Snowden wissen wir, dass dies längst Realität ist.

Die NSA wurde heimlich zur obersten Welt-Überwachungsbehörde, demnächst wird sie die gesamte menschliche Kommunikation abfangen, analysieren und speichern. Möglich wird dies auch durch den Spion in der Hosentasche.

Smartphones kommunizieren ständig mit staatlichen Lauschern, ohne dass wir es wollen – und bemerken. Stefan Aust und Thomas Ammann erhellen die politischen Hintergründe und schildern, wie die Informationstechnologie aus den Denkfabriken der Militärs zum weltumspannenden Machtinstrument wurde.

Längst tobt ein Krieg um Informationen zwischen Geheimdiensten, Staaten und Konzernen – um die Daten von uns allen. Kann die digitale Gegenbewegung aus Hackern und Netz-Aktivisten wie Anonymous oder WikiLeaks den Kampf um unsere Bürgerrechte gewinnen? Ein Weckruf, packend wie ein Science-Fiction-Thriller – wenn es nicht längst Realität wäre.

George Orwell dunkle Vision

Stefan Aust und Thomas Amman zeigen in Digitale Diktatur, wie ein militärisch-industrieller Komplex aus Geheimdiensten und Internetunternehmen die Kontrolle über unsere privaten Daten übernommen hat

Die beiden Autoren erhellen die politischen Hintergründe und schildern, wie die Informationstechnologie aus den Denkfabriken der Militärs zum weltumspannenden Machtinstrument wurde. Längst tobt ein Krieg um Informationen zwischen Geheimdiensten, Staaten und Konzernen – um die Daten von uns allen.

Kann die digitale Gegenbewegung aus Hackern und Netz- Aktivisten wie Anonymous oder WikiLeaks den Kampf um unsere Bürgerrechte gewinnen? Ein Weckruf, packend wie ein Science-Fiction-Thriller – wenn es nicht längst Realität wäre..

Ullstein Oktober 2014

juliane.junghans@ullstein-buchverlage.de

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28.08.2017 Reise ins Innerste

GFDK -Redaktion

„Man muss sich die Gelüste des Menschen als ein Meer aus bunten Murmeln vorstellen. Unmöglich, sie alle zu zählen. Und ständig findet man eine, die man noch nicht kannte.“! Nora Gantenbrink


Der Fotograf Florian Müller nimmt uns in seinem Buch SESSIONS mit auf eine Reise quer durch Deutschland und stößt vor bis auf das Innerste, die Urgelüste und Bedürfnisse menschlicher Existenz. Das allgemeine Bild fetischistischer Sexualität ist von Gewaltphantasien, Lack und Leder geprägt. Jedoch ist die Vielfalt weitaus größer.

Müllers Bilder sind nur auf dem ersten Blick schwarz-weiß. Wer genau hinsieht, erkennt Grautöne, Schattierungen. Mehrere Jahre hat er an dem so genannten „Candy Crush Project“ gearbeitet, eine außergewöhnlichen Fotoarbeit über Fetischismus in Deutschland. Er traf auf Personen, die in der Gesellschaft oft als „pervers“ gelten.

Fetischismus in Deutschland

Alle Personen in diesem Buch wollen aber nicht als Kranke beschimpft oder gesellschaftlich stigmatisiert werden. Sie fanden durch ihren Fetisch ganz einfach zu einem erfüllteren Leben, einige sagen: „zu sich selbst.“ Manchmal dauerte es Wochen bis sie ihm vertrauten und an ihren so genannten Sessions teilhaben ließen, an ihren sexuellen Spielen.

Florian Müller missbrauchte ihr Vertrauen nicht. Er nahm die Menschen vor seiner Kamera ernst, bediente keine Klischees. Seine Bilder sind nicht abstoßend, sondern nah, fast zärtlich. Wie die Domina ihren Gast umarmt. Wie ein Frührentner im Vakuumbett Erfüllung findet. Wie ein Mann, der gerne in die Rolle eines Pferdes schlüpft, plötzlich ganz ruhig wird. Müller sagt:

„Die meisten Sessions sind erschreckend harmlos. Was die Personen eint, deren Geschichte in meinen Bildern zu sehen sind, ist die sinnstiftende Suche nach elementaren menschlichen Bedürfnissen wie Freiheit, Wärme und Geborgenheit, ja vielleicht sogar Glück.“

Buchpremiere von Florian Mueller

FLORIAN MÜLLER studierte an der Hochschule Hannover Fotografie. Seine Arbeit SESSIONS wurde mit dem Prix de la Photographie Paris und vom Art Directors Club Deutschland ausgezeichnet.
NORA GANTENBRINK, geboren 1986 in einer Stadt am Rande des Ruhrgebiets.

Nach einem Studium in Münster besuchte sie die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg mit Stationen bei der BERLINER ZEITUNG, ZEIT, SPIEGEL ONLINE und dem SPIEGEL. 2012 wählte das Medium Magazin sie zu den Top 30 unter 30 Nachwuchsjournalisten. Seit 2013 ist sie Redakteurin beim Stern, erst im Ressort Kultur, seit 2015 in der Gesellschaft. Eigentlich lebt sie in St. Pauli.

EDITION LAMMERHUBER wurde zum zweiten Mal in Folge von der Federation of European Photographers (FEP) zum besten Fotobuch-Verlag Europas gewählt: FEP European Book Prize of the Year Award / BEST PUBLISHER 2015. “For the elegance of their books and the great attention paid to detail and for the courageous choice of subjects dealt with,” argumentierte die internationale Jury.

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22.08.2017 Texte von Neo Rauch, Ute Riese, Barbara Steiner

Petra Schumacher

Umfassende Monografie mit Werken der letzten 15 Jahre. Rosa Loy (*in Zwickau) wird der Neuen Leipziger Schule zugeordnet. Sie gehört zu den Malerinnen in Deutschland, die sich mit dem überlieferten Wissen der Frauen, der neuen Weiblichkeit und der damit verbundenen Mysterienschule sowie der neuen Romantik beschäftigen.

Die Romantik hat eine große Tradition in der sächsischen Malerei. Rosa Loy integriert Weiblichkeit und Schönheit in ihre Gemälde und bietet eine mehrschichtige Deutung ihrer Arbeiten an.

Der figurative Ansatz ihrer Werke lässt narrative Bezüge zu, geht jedoch über einfache Interpretationsmöglichkeiten hinaus und nutzt die assoziative Vielschichtigkeit ineinander verflochtener Systeme und gewohnter Sehweisen.

Die Monografie Präsentiert Arbeiten der Künstlerin aus den Jahren 1996 bis 2011 in Kasein auf Leinwand, in diversen Techniken auf Papier und in verschiedenen grafischen Techniken.

Texte von Neo Rauch, Ute Riese, Barbara Steiner,

Gestaltung von Maria Magdalena Koehn

Hatje Cantz

Deutsch/Englisch

240 S., ca. 135 farbige Abb.,

24 x 30 cm, Gewebesteifbroschur

€ 39,80 [D], CHF 56,90

ISBN 978-3-7757-2762-4

Pressekontakt:

Petra Schumacher

Thomas Mann Str. 41
D 53111 Bonn

 

T. +49 (0)228 22723628

petra.schumacher@remove-this.ps-pr.com

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13.08.2017 Standardwerk der Inneneinrichtung

GFDK - teNeues

Andrew Martin Interior Design Review gehört inzwischen zum Standardwerk der Inneneinrichtung. Der jährlich erscheinende Review verheißt auch in seiner 20. Ausgabe allen Design Freaks Interior Design auf höchstem Niveau. Wie in den Jahren zuvor zeigt er die weltweit besten Designer mit ihren Einrichtungsinnovationen.

Auch dieses Mal wird es wieder spannend, denn wer macht das Rennen und wird Andrew Martin's International Interior Designer of the Year? Der Andrew Martin Interior Design Review ist als kiloschweres Kompendium, angefüllt mit internationalen Trends ein unschlagbarer Fundus für Kreative. Oder wie beschrieb es noch die Times? Eben "der Oscar der Interior Design World".

Kreative Ideen für Interior Design

Gegründet wurde ANDREW MARTIN 1978 in Richmond. Die Marke ist seitdem zu einer weltweit bedeutenden Autorität in der Disziplin des Interior Designs geworden und verkauft in 50 Länder weltweit. Mit einem umfangreichen Sortiment aus Stoffen, Tapeten, Möbeln und Home Accessoires, einem Mix aus verschiedenen Kulturen, Jahrzehnten und nostalgischen Fundstücken, ist es die Adresse für Individualisten mit einem Sinn für das Besondere.

Erschienen bei teNeues

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13.08.2017 früher war alles besser

GFDK - Hanser

"War das früher besser?" fragt sich die Schriftstellerin Sibylle Berg. In Ihrem neuen Roman "Wunderbare Jahre" schreibt sie übers Reisen, die große weite Welt und die Frage, wohin das alles führt. Das Buch zeigt viele schöne Bilder von Isabel Kreitz.

1. Januar 2016. Sibylle Berg ist in Tel Aviv, Familienbesuch, und draußen gehen die Böller los. Moment mal, Böller zu Neujahr in Israel? Schreiende Menschen kommen die Straße gelaufen. Sie ducken sich, flüchten in Hauseingänge. Was sich unter dem Balkon abspielt, ist kein Fest. Es ist ein Anschlag. Sibylle Berg ist viel auf Reisen gewesen, jetzt ist der Spaß vorbei.

Wollen wir wirklich in einer Welt herumfahren, wo der Strand zur Kampfzone wird, der Konzertsaal zum Bunker, wo neben dem Café die Bomben fliegen? Sibylle Berg erzählt, wie die Welt war, als wir noch Fernweh hatten: schön, abenteuerlich, romantisch. Und sagt, wie sie heute, im 21. Jahrhundert, ist: zum Weglaufen. Aber wohin?

Neuer Roman von Sibylle Berg

Sibylle Berg, geboren in Weimar, lebt heute als Dramatikerin und Autorin in Zürich und Tel Aviv. Bisher veröffentlichte sie 15 Romane, 17 Theaterstücke und unzählige Essays. Ihre Werke wurden in 34 Sprachen übersetzt. Bei Hanser erschienen Der Mann schläft (Roman, 2009), Vielen Dank für das Leben (Roman, 2012), Wie halte ich das nur alles aus? (Fragen Sie Frau Sibylle, 2013), Der Tag, an dem meine Frau einen Mann fand (Roman, 2014) und zuletzt Wunderbare Jahre (Als wir noch die Welt bereisten, 2016). 

Wundervolle Jahre - ein trauriges Reisebuch

"Ein trauriges Reisebuch hat Sybille Berg da geschrieben (…) Wunderschön, klug und unendlich traurig." Barbara Schäfer, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 04.12.16

"Das Glück der Reise liegt immer irgendwo am Rand, nie in der Erfüllung von Klischees. In Sibylle Bergs Reiselust schwingt jene Weisheit der Vielgereisten immer schon mit (...)" Kathleen Hildebrand, Süddeutsche Zeitung, 18.10.16

"Man liest Sibylle Berg wegen ihres Sounds, dieses sensibel-rotzigen Stils, dieser Art, die Dinge an ihre sehr dünne Haut herankommen zu lassen und mit voller sprachlicher Wut draufzuschlagen. Wer das liebt, kommt auch in diesen Reisestücken auf seine Kosten." Martin Ebel, Der Tages-Anzeiger, 30.09.16

"Sie ist eine Moralistin unter uns Zeitgenossen, eine große Komödiantin, die Angehörige einer Spezies, die nicht aussterben darf, zwischen all den comidians in ihrer dauererregten Albernheit." Rose-Maria Gropp, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.11.16

"Berg packt den Leser unterhaltsam und kritisch mit Fakten, die überzeugen." Annerose Kirchner, Ostthüringer Zeitung, 15.10.16

Erschienen im Hanser Verlag

 

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13.08.2017 Tafelrunde und Rezepte

GFDK - Luchterhand / Random House

»Tafelrunde« versammelt die Lieblingsrezepte von 37 namhaften Schriftstellern. Zugleich erzählen diese Autoren aber auch ganz persönliche Geschichten über die Zubereitung der einzelnen Gerichte und ihre Erlebnisse beim Kochen. Das macht »Tafelrunde« zu einem Muss für alle Freunde des Kochens und der Literatur sowie zu einem idealen Buch zum Verschenken, zum Nachkochen und zum Schmökern.

Als vor einiger Zeit der Schriftsteller Karl-Heinz Ott zu Gast bei Angelika Overath und ihrem Mann Manfred Koch war, brachte er als kleines Dankeschön ein handgeschriebenes Bändchen mit eigenen Rezepten mit. Die Rezepte waren ungewöhnlich und ließen sich leicht nachkochen. Und sie sagten sehr viel über ihren Verfasser aus.

Noch an diesem Abend entstand in Angelika Overath und Manfred Koch die Idee, auch andere Schriftsteller zu bitten, ihre Lieblingsrezepte zu notieren und zu jedem Rezept eine kleine Geschichte zu erzählen. Entstanden ist so ein erzählendes Kochbuch, an dem 37 namhafte Autoren von Brigitte Kronauer bis zu Olga Grjasnowa, von Hans Magnus Enzensberger bis zu Terézia Mora mitgeschrieben haben – ein Band, der beweist, wie sehr viele Schriftsteller nicht nur begnadete Erzähler sind, sondern häufig auch ganz besondere und exquisite Köche.

Zwischen Mohnkuchen und Nussschnaps, venezianischer Leber und Brennnesselsuppe wird von Liebe, Tod und Leidenschaft erzählt und dem Erstaunen darüber, welche Genüsse eine Mahlzeit entfalten kann.

Angelika Overath wurde 1957 in Karlsruhe geboren. Sie arbeitet als Reporterin, Literaturkritikerin und Dozentin und hat die Romane „Nahe Tage“ und „Flughafenfische“ geschrieben. Der Roman "Flughafenfische" wurde u.a. für den Deutschen und Schweizer Buchpreis nominiert. Für ihre literarischen Reportagen wurde sie mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet. Sie lebt in Sent, Graubünden.

Verlagsgruppe Random House GmbH
Neumarkter Str. 28
81673 München

Telefon: Tel.: +49 (0800) 500 33 22

Internet: www.randomhouse.de

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13.08.2017 Süße Köstlichkeiten selbst gemacht

GFDK - Jan Thorbecke

Süße Köstlichkeiten selbst gemacht - Die wunderschönen, unglaublich leckeren Macarons sind zweifelsohne das Größte, was die französische Pâtisserie-Kunst derzeit zu bieten hat.

Von ihren Fans heiß und innig geliebt, erobern sie nun die Herzen der Confiserieliebhaber im Sturm.

Doch probieren Sie es selbst aus: Noch bevor Sie in das außen knusprige, innen jedoch unglaublich zarte Baiser gebissen haben, um an die saftige Füllung zu gelangen, werden Sie sich in Gedanken bereits in einem Pariser Salon de Thé wiederfinden.

Einfache Anleitungen sorgen dafür, dass Ihre Macarons sicher gelingen, und jedes einzelne von Annie Riggs fantasievollen Macaron-Rezepten klingt noch leckerer als das andere. Lassen Sie sich inspirieren.

Jan Thorbecke Verlag

   

Internet: www.thorbecke.de

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30.07.2017 was ist mit der welt los?

GFDK - Joerdis Luedke

Mick Jagger versteht die Welt nicht mehr. Einen Tag nach seinem 74. Geburtstag überrascht Rock-Ikone Mick Jagger mit zwei neuen Solo-Songs! "Gotta Get A Grip" und "England Lost", die er anläßlich der aktuellen Situation des Weltgeschehens geschrieben hat. Was ist mit der Welt los? Ein Krisenherd und Konflikt jagt den nächsten, fragt sich nicht nur Mick Jagger.

Mick Jagger liegen die beiden Songs ganz besonders am Herzen, so dass eine spätere Veröffentlichung für ihn nicht in Frage kam: "Gotta Get A Grip" und "England Lost" nennt Mick Jagger "dringliche Antworten auf die verwirrenden und frustrierenden Zeiten, in denen wir gerade leben." Weiter erzählt der legendäre Musiker:

"Die Songs sind das Ergebnis von Angst und der Unbegreiflichkeit der sich ändernden politischen Situation." Auf die Frage, wie er das aktuelle politische Klima beschreiben würde, antwortet Mick Jagger: "Wir haben offensichtlich viele Probleme. Bin ich politisch optimistisch?... Nein."

Wir haben viele Probleme

Obwohl Mick Jagger gemeinsam mit den Rolling Stones vor wenigen Monaten das weltweit gefeierte Album "Blue and Lonesome" veröffentlicht und damit die Charts rund um den Globus erobert hat - in Deutschland gab es 3fach Platin und Platz 1 in den Offiziellen Deutschen Albumcharts - zog es ihn zurück ins Studio:

"Ich begann im April, die zwei Songs zu schreiben und wollte sie sofort veröffentlichen. Ein ganzes Album zu machen, braucht oft viel Zeit. Es ist immer erfrischend, wenn man auf andere Art kreativ sein kann, und ich fühle mich ein wenig in eine andere Zeit zurückversetzt, als man etwas freier war und etwas aufnahm und direkt herausgebracht hat. Ich wollte nicht bis zum nächsten Jahr warten, wenn die Songs vielleicht ihre Wirkung und Bedeutung verlieren würden."

Mick Jagger macht sich Sorgen

Über "England Lost" sagt Mick Jagger: "Vordergründig geht es um ein verlorenes Fußballspiel der englischen Mannschaft, aber als ich den Titel schrieb, wusste ich, dass es um viel mehr gehen würde. Und zwar um das Gefühl, dass wir uns in einem schwierigen Moment unserer Geschichte befinden. Es geht um die Unbegreiflichkeit, an diesen Punkt gelangt zu sein und die gefühlte Unsicherheit.

So habe ich auch empfunden, als ich den Song schrieb. Obwohl er eine Portion Humor mitbringt, denn ich mag nichts, das zu offensichtlich ist, beschreibt er auch einen gewissen Zustand der Verletzlichkeit, in dem wir uns als Land gerade befinden."

Über "Gotta Get A Grip" sagt Mick Jagger: "Ich denke, die Botschaft ist, dass du trotz all der Dinge, die gerade geschehen, dein Leben weiterleben und du selbst sein musst - und dabei versuchen solltest, dein eigenes Schicksal in die Hände zu nehmen."

Inspiration zum neuen Album

Zu den Inspirationen gehören nicht nur aktuelle Themen, sondern auch viele aktuelle Künstler und ihre Veröffentlichungen. Was hört Mick Jagger also im Moment? "Ich höre alles Mögliche von R&B bis Pop und seltsamen Remixen von Altem und Neuem und dann erstelle ich wie jeder andere auch meine zufälligen Playlisten. Zuletzt hinzu kamen Kendrick Lamar, Skepta, Mozart, Howlin' Wolf, Tame Impala und obskure Prince Tracks sowie The Valentine Brothers. Ich mag Kendrick Lamar wirklich sehr. Er spricht über Unzufriedenheit und bringt es auf den Punkt."

Mick Jagger bewegt sich eben noch immer auf Höhe der Zeit, das beweist neben den Originalversionen der beiden Tracks auch eine weitere digitale EP namens "Reimagined". Darauf sind vier Remixe von "Gotta Get A Grip" - u.a. von Tame Impalas' Kevin Parker und Seeb - sowie eine Feature von "England Lost" mit Mercury Prize Gewinner und Grime Artist Skepta zu finden.

"Gotta Get A Grip" und "England Lost" sind ab sofort als Download erhältlich.

Mick Jagger ist im Herbst gemeinsam mit den Rolling Stones auf Deutschland-Tour. Die Rolling Stones feiern den Auftakt der "NO FILTER" Europatournee in Hamburg und werden insgesamt drei Shows in Deutschland spielen.STONES - NO FILTER - EUROPEAN TOUR 2017 09.09.2017 - Hamburg (Stadtpark) 12.09.2017 - München (Olympiastadion) 09.10.2017 - Düsseldorf (Esprit arena)

Quelle: Universal Music

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24.07.2017 Single "Traces of You" feat. Norah Jones

GFDK - Deutsche Grammophon - 3 Bilder

Das hat der GFDK Redaktion 2013 gefallen, und gefällt uns immer noch.

Der Tod ihres Vaters Ravi im vergangenen Dezember bedeutete für Anoushka Shankar einen tiefen Einschnitt. Er verstarb während den Aufnahmen zu ihrem neuen Album "Traces of You". Er war nicht nur ihr Vater, sondern auch ihr Mentor. Sein Geist ist auf ihrem neuen Album unüberhörbar - große, lebensbejahende Energie.

„Viele der schmerzlichsten Dinge in meinem Leben haben zu einigen der schönsten Dinge geführt, die ich je erlebte. Diese Art der Verwandlung war mir sehr bewusst, als ich das Album machte“, sagt Anoushka Shankar. „Das Leben geht weiter. Dinge enden und Dinge beginnen, und unser Ende ist nicht das Ende, denn das Leben geht nach uns weiter, und wir existieren nach diesem Leben weiter.“

Der Zyklus des Lebens und die unauslöschlichen Spuren der Vergangenheit sind die zentralen Themen von „Traces of You“ – erzählt aus der Perspektive Anoushka Shankars als Abschied nehmende Tochter, Mutter eines kleinen Jungen und Ehefrau.

Anoushka Shankar über die einzelnen Tracks ihres neuen Albums "Traces of You", das am 4. Oktober erscheinen wird.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

01. The Sun Won’t Set (feat. Norah Jones)
Der Vorname meines Vaters, Ravi, bedeutet »Sonne« auf Sanskrit. In den Monaten vor seinem Tod konnte ich mit diesem Song meinen Widerstand ausdrücken, ihn gehen zu lassen.

02. Flight
Die Melodie, die ich hier auf der Sitar spiele, beruht auf einer Tonfolge, die ich zu einem Stück meines guten Freundes Gaurav Raina von MIDIval Punditz beitrug. Sie verfolgte mich wochenlang, und ich musste sie einfach weiterentwickeln. Sie wurde zu diesem Stück und zwei anderen thematisch verbundenen Songs auf diesem Album: »The Sun Won’t Set« und »Fathers«.

03. Indian Summer
Als Nitin und ich dieses Stück im Sommer 2009 schrieben, war ich gerade dabei, mich in meinen künftigen Ehemann zu verlieben. Ich war Joe begegnet, während er in Neu Delhi für einen Film mit dem Titel Indian Summer recherchierte. Der Film kam nicht zustande, aber das machte nichts, er hatte uns bereits zusammengebracht.

04. Maya
Die Hindu-Philosophie sagt, die Welt ist eine Illusion. Was, wenn das weniger nüchtern wäre, als es scheint? Wenn ich voller Liebe oder schöpferisch tätig bin, erscheint mir das Leben realer als wenn ich in Trivialitäten gefangen bin, denen ich einen imaginären Wert zumesse. Möge ich mich immer dem zuwenden, was Schöpfung, Wahrheit und Liebe ist.

05. Lasya
Wann wird es in unserer Welt ein sicheres, respektvolles, festliches Gleichgewicht von männlicher und weiblicher Kraft geben? Der Name Lasya bezieht sich auf den kosmischen Tanz der Hindugöttin Parvati, eine feminine und anmutige »Yin«-Antwort auf den kraftvollen maskulinen Tandava ihres Gatten Shiva.

06. Fathers
Als wir zusammen an diesem Album arbeiteten, hatten Nitin und ich beide mit Gefühlen zu tun, die unsere kranken Väter betrafen. Und ich war zudem berührt davon zu beobachten, wie mein Mann Vater unseres kleinen Sohnes wurde. Es war seltsam und traurig, dass Nitins Vater und mein eigener dann im Abstand von nur wenigen Monaten starben. Mit diesem Song bezeuge ich beiden meinen tiefsten Respekt.

07. Metamorphosis
Wann geschieht der Wandel? Vollzieht er sich unmerklich über eine gewisse Zeit hinweg, oder gibt es einen bestimmten Moment, an dem wir die Grenze überschreiten? Sterben wir im Bruchteil einer Sekunde, wenn der letzte Atem unseren Körper verlässt, oder bewegen wir uns kontinuierlich immer näher auf den Moment zu, an dem wir ins Unbekannte hinüberwechseln? Der hier zitierte Shloka ist der »Maha Mrityunjaya Mantra«, einer der heiligsten Verse der Veda, der oft im Augenblick des Todes gesprochen wird.

08. In Jyoti’s Name
Sexuelle Gewalt ist etwas, das mich immer sehr traurig und wütend macht. Dieser Song ist Ausdruck meiner Trauer und Wut und der Solidarität mit Menschen, die Gewalt und das Trauma, das mit ihr einhergeht, erlebt haben. Der Raga, auf dem dieser Song basiert, ist der unglaublich fordernde, bezwingende und machtvolle Shree.

09. Monsoon

Wenn ich den Raga Manj Khamaj spiele, fühle ich mich meinem Vater ganz nah, denn es war immer einer der Ragas, die ich ihn besonders gern spielen hörte. Nitin und ich beschlossen, die Lieblichkeit und Melancholie der Sitar zur Geltung zu bringen, indem wir außer dem Bordun der Tanpura jede rhythmische oder melodische Begleitung wegließen.

10. Traces of you  (feat. Norah Jones)
Menschen, die fort sind, sind in uns immer noch gegenwärtig. Die Orte, von den wir kamen, tragen wir mit zu neuen Orten. Der schöpferische Funke, der uns alle hervor¬brachte, lebt in jeder Geburt, in jedem liebenden Herzen und in jedem neuen Lied.

11. River Pulse
Nitin erzählte mir einmal, dass das Spiel meines Vaters ihn zur Komposition dieses Songs inspiriert habe. Daher scheint es passend, ihn hier als Duo für Sitar und Gitarre aufzuführen.

12. Chasing Shadows

Vor Jahren machte ich eine Aufnahme, wie ein Schüler meines Vaters, der wunderbare Vishwa Mohan Bhatt, die Hauptlinien dieser Komposition spielte, aber schließlich konnten wir das Stück doch nicht für das Album verwenden, an dem ich damals arbeitete. Ich baute das Stück aus, fügte improvisierte Solos und ein kompliziertes Ende mit Ruf und Antwort hinzu und begann, es bei Konzerten vorzutragen.

Inzwischen spiele ich es besonders gern. Es ist bestens für unterschiedliche Instrumentierungen geeignet. Hier präsentiere ich es in einem eher klassischen indischen Arrangement mit Musikern, die seit vielen Jahren zu meinen musikalischen Partnern gehören und mir sehr nahe stehen.

13. Unsaid (feat. Norah Jones)
Mehrere Wochen nach dem Tod unseres Vaters flog ich nach New York, um Aufnahmen mit Norah zu machen, und schrieb diesen Text im Flugzeug. Sie saß am Klavier und probierte eine neue Melodie aus, und während sie sang, merkte ich, dass ihre Phrasen eine erstaunliche Ähnlichkeit mit dem geliebten musikalischen Thema hatten, das unser Vater vor Jahrzehnten für Satyajit Rays Film Pather Panchali (dt. Ballade vom Weg) schrieb. Ich fragte sie danach, und sie erklärte, dass sie diese Melodie noch nie gehört habe. Es sind kleine, unerklärliche Augenblicke wie dieser, die mich mit Dankbarkeit und Ehrfurcht erfüllen.

Für „Traces of You“, das mit dem Ziel entstand, eine Vielzahl kultureller Erfahrungen und Einstellungen so organisch wie möglich zu vereinen, arbeitete Shankar zum wiederholten Male mit Nitin Sawhney zusammen.

Der britische Produzent indischer Herkunft ist bekannt für seine unorthodoxen Arbeiten mit vielfältigen Materialien und Instrumenten aus östlicher und westlicher Musiktradition. Gäste des Albums sind Norah Jones, die gefeierte Sängerin, Songwriterin und Halbschwester Anoushka Shankars, der Hang-Spieler Manu Delago und der Cellist Ian Burdge.

Die e-Single von "Traces of You", aufgenommen mit ihrer Schwester Norah Jones, erschien am 22. Juli und ist auf iTunes und Amazon erhältlich.

 

Universal Music GmbH
Stralauer Allee 1
10245 Berlin
Deutschland

info@universal-music.de

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23.07.2017 Starke Identität und Authentizität

GFDK - Uwe Kerkau

Ihr verführerisches, nahezu geheimnisvoll wirkendes Timbre kannte man bislang nur von diversen House- und Electro-Projekten, bei denen sie unter Psydonym gesungen hat. Die gebürtige Argentinierin Karen Souza ist eine Künstlerin, die den Geist ihrer großen Vorbilder wie Sarah Vaughan, Peggy Lee und Billie Holiday wieder auferstehen lässt.

Es ist erstaunlich, dass es einiger Umwege bedurfte, bevor Karen Souza ihr Talent als Jazz-Chanteuse entdeckt hat.

„Karen Souza besitzt nicht nur eine der besten neuen Stimmen unserer Zeit, sie ist auch eine höchst anspruchsvolle Performerin und eine Bühnenpersönlichkeit, bei der ich das Gefühl habe, dass sie zu jenen großen Sängerinnen gehört, die Geschichte schreiben können. Sie passt harmonisch perfekt zwischen Marlene Dietrich und Nina Simone.“ Dieses überschwängliche Lob stammt von keinem Geringeren als José Carlos Sanchéz, seines Zeichens Chef von Warner Music in Spanien.

Nun denn, wer „Hotel Souza“, das zweite Album in der noch jungen Karriere der argentinischen Sängerin Karen Souza, aufmerksam hört, wird tatsächlich mit einem außergewöhnlich ambitionierten Songreigen konfrontiert.

Das sind alles brillant nuancierte Jazzsongs, die gerade deswegen rundum überzeugen, weil sie so unaufdringlich sind und zugleich ungemein souverän wirken. Das liegt in erster Linie an der feinfühligen Gesangsperformance von Karen Souza, die es versteht, mit ihren delikaten Phrasierungen eine ganz eigene musikalische Poesie zu kreieren.

Musik einer wahren Jazz-Chanteuse

„Hotel Souza“ entstand in Los Angeles unter der Ägide des renommierten amerikanischen Filmmusikkomponisten Joel McNeely, der zahlreiche Soundtracks für Disney komponiert, aber auch schon mit Größen wie Peggy Lee, Tony Bennett und Al Green gearbeitet hat. Für „Hotel Souza“ fungierte er als federführender Produzent, dessen Arrangements von weit mehr als einem Dutzend Spitzenmusiker, also durchaus als Big Band ausgerichtet, kongenial umgesetzt wurden.

Bereits im Vorfeld der Albumaufnahmen war Karen Souza für einige Monate nach Los Angeles gegangen, um dort mit einigen renommierten Songwritern zusammenzuarbeiten, darunter die mehrfach für einen Grammy nominierte Pamela Oland.

Schnell hat Souza unter der kalifornischen Sonne dazugelernt und hat schließlich mit der Ausnahme der drei Cover alle Songs gemeinsam mit Pam Oland und dem argentinischen Produzenten und Komponisten Dany Tomas geschrieben. Gerade diese Co-Autorenschaft gibt dem Album eine starke Identität und Authentizität.

Schon der Opener „Paris“ wartet mit cineastisch anmutenden Klängen und einer vokalistischen Anmut auf, die als weltläufig bezeichnet werden muss. Karen Souza, die zuletzt in Japan in dem renommierten Jazzclub Blue Note aufgetreten ist, hat sich in Europa ebenso viele Fans gemacht wie in Südamerika und Asien. Und sie weiß ihre Songs stilistisch durchweg klug zu variieren.

So ist „Break My Heart“ eine geradlinige und sehr eindringliche Pianoballade, die gut und gerne auch aus der Feder eines Randy Newman stammen könnte.

Sanfte Swing-Nummern wie „Delectable You“ und „Full Moon“ wechseln sich ab mit schlafwandlerisch schwebenden Pianoballaden wie „Night Demon“ und „Wake Up“. Das verführerische, nahezu geheimnisvoll wirkende Timbre von Karen Souza kommt natürlich bei so klassisch anmutenden Kompositionen wie „I've Got It Bad“ mit am besten zur Geltung, während sich „Lie To Me“ wiederum spielend mit den besten Songs von Norah Jones messen kann.

Von den drei phantastischen Coverversionen, der aus dem Great American Songbook stammenden „My Foolish Heart“, Antonio Carlos Jobims berühmter Bossa Nova „Dindi“ und Marvin Gayes Soulklassiker „I Heard It Through The Grapevine“, mag man kaum eine besonders hervorheben, fügen sich doch alle Songs schlüssig zu einem rundum überzeugenden Album von international hochkarätigem Format zusammen.

Es ist erstaunlich, dass es einiger Umwege bedurfte, bevor Karen Souza ihr Talent als Jazz-Chanteuse entdeckt hat. Bekannt geworden ist sie als Vokalistin diverser House- und Electro-Projekte. Vor einigen Jahren gastierte die blonde Sängerin mit dem dunkel-samtenen Timbre noch unter Pseudonymen auf Dancefloor-Compilations von Pacha Ibiza, Fashion TV, Privé, Hotel Costes und Paris Dernier.

Doch es war ein Jazzprojekt, das ihr zum Sprungbrett ihrer Solokarriere geraten sollte. Für die Compilation „Jazz And The '80s“, der das Konzept zugrunde lag, einfühlsame Jazzinterpretationen von Pop- und Rockklassikern jener Dekade zusammenzustellen, wählte sie Culture Clubs „Do You Really Want To Hurt Me?“ aus. Es folgten zwei weitere Compilations mit Hits der 80er sowie entsprechende Pendants zu den 70ern und 90ern.

Aus all den Coverversionen, die Karen Souza gemeinsam mit dem Cooltrane Quartet aufnahm, das mittlerweile auch ihre Begleitband bei ihren Tourneen ist, entstand das Debütalbum „Essentials“.

Ein Dutzend superber Coverversionen im galanten Jazzgewand. Von CCR („Have You Ever Seen The Rain“) und Ian Dury („Wake Up And Make Love With Me“) bis hin zu Police („Every Breath You Take“) und Radiohead („Creep“) reichte die Palette der unterschiedlichsten Vorlagen, die sich Karen Souza mit der Unterstützung des Cooltrane Quartets ganz zu eigen machte.

Mit „Hotel Souza“ ist die Sängerin aus Buenos Aires jetzt aber den entscheidenden Schritt weiter gegangen. Mit diesem superben Album kann sich Karen Souza nun als eine durch und durch eigenständige Jazzkünstlerin einen Namen machen, eine Künstlerin, die sich hinter ihren großen Vorbildern wie Sarah Vaughan, Peggy Lee und Billie Holiday kaum mehr verstecken muss.


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