Nachrichten aus der großen weiten Welt

30.07.2017 was ist mit der welt los?

GFDK - Joerdis Luedke

Mick Jagger versteht die Welt nicht mehr. Einen Tag nach seinem 74. Geburtstag überrascht Rock-Ikone Mick Jagger mit zwei neuen Solo-Songs! "Gotta Get A Grip" und "England Lost", die er anläßlich der aktuellen Situation des Weltgeschehens geschrieben hat. Was ist mit der Welt los? Ein Krisenherd und Konflikt jagt den nächsten, fragt sich nicht nur Mick Jagger.

Mick Jagger liegen die beiden Songs ganz besonders am Herzen, so dass eine spätere Veröffentlichung für ihn nicht in Frage kam: "Gotta Get A Grip" und "England Lost" nennt Mick Jagger "dringliche Antworten auf die verwirrenden und frustrierenden Zeiten, in denen wir gerade leben." Weiter erzählt der legendäre Musiker:

"Die Songs sind das Ergebnis von Angst und der Unbegreiflichkeit der sich ändernden politischen Situation." Auf die Frage, wie er das aktuelle politische Klima beschreiben würde, antwortet Mick Jagger: "Wir haben offensichtlich viele Probleme. Bin ich politisch optimistisch?... Nein."

Wir haben viele Probleme

Obwohl Mick Jagger gemeinsam mit den Rolling Stones vor wenigen Monaten das weltweit gefeierte Album "Blue and Lonesome" veröffentlicht und damit die Charts rund um den Globus erobert hat - in Deutschland gab es 3fach Platin und Platz 1 in den Offiziellen Deutschen Albumcharts - zog es ihn zurück ins Studio:

"Ich begann im April, die zwei Songs zu schreiben und wollte sie sofort veröffentlichen. Ein ganzes Album zu machen, braucht oft viel Zeit. Es ist immer erfrischend, wenn man auf andere Art kreativ sein kann, und ich fühle mich ein wenig in eine andere Zeit zurückversetzt, als man etwas freier war und etwas aufnahm und direkt herausgebracht hat. Ich wollte nicht bis zum nächsten Jahr warten, wenn die Songs vielleicht ihre Wirkung und Bedeutung verlieren würden."

Mick Jagger macht sich Sorgen

Über "England Lost" sagt Mick Jagger: "Vordergründig geht es um ein verlorenes Fußballspiel der englischen Mannschaft, aber als ich den Titel schrieb, wusste ich, dass es um viel mehr gehen würde. Und zwar um das Gefühl, dass wir uns in einem schwierigen Moment unserer Geschichte befinden. Es geht um die Unbegreiflichkeit, an diesen Punkt gelangt zu sein und die gefühlte Unsicherheit.

So habe ich auch empfunden, als ich den Song schrieb. Obwohl er eine Portion Humor mitbringt, denn ich mag nichts, das zu offensichtlich ist, beschreibt er auch einen gewissen Zustand der Verletzlichkeit, in dem wir uns als Land gerade befinden."

Über "Gotta Get A Grip" sagt Mick Jagger: "Ich denke, die Botschaft ist, dass du trotz all der Dinge, die gerade geschehen, dein Leben weiterleben und du selbst sein musst - und dabei versuchen solltest, dein eigenes Schicksal in die Hände zu nehmen."

Inspiration zum neuen Album

Zu den Inspirationen gehören nicht nur aktuelle Themen, sondern auch viele aktuelle Künstler und ihre Veröffentlichungen. Was hört Mick Jagger also im Moment? "Ich höre alles Mögliche von R&B bis Pop und seltsamen Remixen von Altem und Neuem und dann erstelle ich wie jeder andere auch meine zufälligen Playlisten. Zuletzt hinzu kamen Kendrick Lamar, Skepta, Mozart, Howlin' Wolf, Tame Impala und obskure Prince Tracks sowie The Valentine Brothers. Ich mag Kendrick Lamar wirklich sehr. Er spricht über Unzufriedenheit und bringt es auf den Punkt."

Mick Jagger bewegt sich eben noch immer auf Höhe der Zeit, das beweist neben den Originalversionen der beiden Tracks auch eine weitere digitale EP namens "Reimagined". Darauf sind vier Remixe von "Gotta Get A Grip" - u.a. von Tame Impalas' Kevin Parker und Seeb - sowie eine Feature von "England Lost" mit Mercury Prize Gewinner und Grime Artist Skepta zu finden.

"Gotta Get A Grip" und "England Lost" sind ab sofort als Download erhältlich.

Mick Jagger ist im Herbst gemeinsam mit den Rolling Stones auf Deutschland-Tour. Die Rolling Stones feiern den Auftakt der "NO FILTER" Europatournee in Hamburg und werden insgesamt drei Shows in Deutschland spielen.STONES - NO FILTER - EUROPEAN TOUR 2017 09.09.2017 - Hamburg (Stadtpark) 12.09.2017 - München (Olympiastadion) 09.10.2017 - Düsseldorf (Esprit arena)

Quelle: Universal Music

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24.07.2017 Single "Traces of You" feat. Norah Jones

GFDK - Deutsche Grammophon - 3 Bilder

Das hat der GFDK Redaktion 2013 gefallen, und gefällt uns immer noch.

Der Tod ihres Vaters Ravi im vergangenen Dezember bedeutete für Anoushka Shankar einen tiefen Einschnitt. Er verstarb während den Aufnahmen zu ihrem neuen Album "Traces of You". Er war nicht nur ihr Vater, sondern auch ihr Mentor. Sein Geist ist auf ihrem neuen Album unüberhörbar - große, lebensbejahende Energie.

„Viele der schmerzlichsten Dinge in meinem Leben haben zu einigen der schönsten Dinge geführt, die ich je erlebte. Diese Art der Verwandlung war mir sehr bewusst, als ich das Album machte“, sagt Anoushka Shankar. „Das Leben geht weiter. Dinge enden und Dinge beginnen, und unser Ende ist nicht das Ende, denn das Leben geht nach uns weiter, und wir existieren nach diesem Leben weiter.“

Der Zyklus des Lebens und die unauslöschlichen Spuren der Vergangenheit sind die zentralen Themen von „Traces of You“ – erzählt aus der Perspektive Anoushka Shankars als Abschied nehmende Tochter, Mutter eines kleinen Jungen und Ehefrau.

Anoushka Shankar über die einzelnen Tracks ihres neuen Albums "Traces of You", das am 4. Oktober erscheinen wird.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

01. The Sun Won’t Set (feat. Norah Jones)
Der Vorname meines Vaters, Ravi, bedeutet »Sonne« auf Sanskrit. In den Monaten vor seinem Tod konnte ich mit diesem Song meinen Widerstand ausdrücken, ihn gehen zu lassen.

02. Flight
Die Melodie, die ich hier auf der Sitar spiele, beruht auf einer Tonfolge, die ich zu einem Stück meines guten Freundes Gaurav Raina von MIDIval Punditz beitrug. Sie verfolgte mich wochenlang, und ich musste sie einfach weiterentwickeln. Sie wurde zu diesem Stück und zwei anderen thematisch verbundenen Songs auf diesem Album: »The Sun Won’t Set« und »Fathers«.

03. Indian Summer
Als Nitin und ich dieses Stück im Sommer 2009 schrieben, war ich gerade dabei, mich in meinen künftigen Ehemann zu verlieben. Ich war Joe begegnet, während er in Neu Delhi für einen Film mit dem Titel Indian Summer recherchierte. Der Film kam nicht zustande, aber das machte nichts, er hatte uns bereits zusammengebracht.

04. Maya
Die Hindu-Philosophie sagt, die Welt ist eine Illusion. Was, wenn das weniger nüchtern wäre, als es scheint? Wenn ich voller Liebe oder schöpferisch tätig bin, erscheint mir das Leben realer als wenn ich in Trivialitäten gefangen bin, denen ich einen imaginären Wert zumesse. Möge ich mich immer dem zuwenden, was Schöpfung, Wahrheit und Liebe ist.

05. Lasya
Wann wird es in unserer Welt ein sicheres, respektvolles, festliches Gleichgewicht von männlicher und weiblicher Kraft geben? Der Name Lasya bezieht sich auf den kosmischen Tanz der Hindugöttin Parvati, eine feminine und anmutige »Yin«-Antwort auf den kraftvollen maskulinen Tandava ihres Gatten Shiva.

06. Fathers
Als wir zusammen an diesem Album arbeiteten, hatten Nitin und ich beide mit Gefühlen zu tun, die unsere kranken Väter betrafen. Und ich war zudem berührt davon zu beobachten, wie mein Mann Vater unseres kleinen Sohnes wurde. Es war seltsam und traurig, dass Nitins Vater und mein eigener dann im Abstand von nur wenigen Monaten starben. Mit diesem Song bezeuge ich beiden meinen tiefsten Respekt.

07. Metamorphosis
Wann geschieht der Wandel? Vollzieht er sich unmerklich über eine gewisse Zeit hinweg, oder gibt es einen bestimmten Moment, an dem wir die Grenze überschreiten? Sterben wir im Bruchteil einer Sekunde, wenn der letzte Atem unseren Körper verlässt, oder bewegen wir uns kontinuierlich immer näher auf den Moment zu, an dem wir ins Unbekannte hinüberwechseln? Der hier zitierte Shloka ist der »Maha Mrityunjaya Mantra«, einer der heiligsten Verse der Veda, der oft im Augenblick des Todes gesprochen wird.

08. In Jyoti’s Name
Sexuelle Gewalt ist etwas, das mich immer sehr traurig und wütend macht. Dieser Song ist Ausdruck meiner Trauer und Wut und der Solidarität mit Menschen, die Gewalt und das Trauma, das mit ihr einhergeht, erlebt haben. Der Raga, auf dem dieser Song basiert, ist der unglaublich fordernde, bezwingende und machtvolle Shree.

09. Monsoon

Wenn ich den Raga Manj Khamaj spiele, fühle ich mich meinem Vater ganz nah, denn es war immer einer der Ragas, die ich ihn besonders gern spielen hörte. Nitin und ich beschlossen, die Lieblichkeit und Melancholie der Sitar zur Geltung zu bringen, indem wir außer dem Bordun der Tanpura jede rhythmische oder melodische Begleitung wegließen.

10. Traces of you  (feat. Norah Jones)
Menschen, die fort sind, sind in uns immer noch gegenwärtig. Die Orte, von den wir kamen, tragen wir mit zu neuen Orten. Der schöpferische Funke, der uns alle hervor¬brachte, lebt in jeder Geburt, in jedem liebenden Herzen und in jedem neuen Lied.

11. River Pulse
Nitin erzählte mir einmal, dass das Spiel meines Vaters ihn zur Komposition dieses Songs inspiriert habe. Daher scheint es passend, ihn hier als Duo für Sitar und Gitarre aufzuführen.

12. Chasing Shadows

Vor Jahren machte ich eine Aufnahme, wie ein Schüler meines Vaters, der wunderbare Vishwa Mohan Bhatt, die Hauptlinien dieser Komposition spielte, aber schließlich konnten wir das Stück doch nicht für das Album verwenden, an dem ich damals arbeitete. Ich baute das Stück aus, fügte improvisierte Solos und ein kompliziertes Ende mit Ruf und Antwort hinzu und begann, es bei Konzerten vorzutragen.

Inzwischen spiele ich es besonders gern. Es ist bestens für unterschiedliche Instrumentierungen geeignet. Hier präsentiere ich es in einem eher klassischen indischen Arrangement mit Musikern, die seit vielen Jahren zu meinen musikalischen Partnern gehören und mir sehr nahe stehen.

13. Unsaid (feat. Norah Jones)
Mehrere Wochen nach dem Tod unseres Vaters flog ich nach New York, um Aufnahmen mit Norah zu machen, und schrieb diesen Text im Flugzeug. Sie saß am Klavier und probierte eine neue Melodie aus, und während sie sang, merkte ich, dass ihre Phrasen eine erstaunliche Ähnlichkeit mit dem geliebten musikalischen Thema hatten, das unser Vater vor Jahrzehnten für Satyajit Rays Film Pather Panchali (dt. Ballade vom Weg) schrieb. Ich fragte sie danach, und sie erklärte, dass sie diese Melodie noch nie gehört habe. Es sind kleine, unerklärliche Augenblicke wie dieser, die mich mit Dankbarkeit und Ehrfurcht erfüllen.

Für „Traces of You“, das mit dem Ziel entstand, eine Vielzahl kultureller Erfahrungen und Einstellungen so organisch wie möglich zu vereinen, arbeitete Shankar zum wiederholten Male mit Nitin Sawhney zusammen.

Der britische Produzent indischer Herkunft ist bekannt für seine unorthodoxen Arbeiten mit vielfältigen Materialien und Instrumenten aus östlicher und westlicher Musiktradition. Gäste des Albums sind Norah Jones, die gefeierte Sängerin, Songwriterin und Halbschwester Anoushka Shankars, der Hang-Spieler Manu Delago und der Cellist Ian Burdge.

Die e-Single von "Traces of You", aufgenommen mit ihrer Schwester Norah Jones, erschien am 22. Juli und ist auf iTunes und Amazon erhältlich.

 

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23.07.2017 Starke Identität und Authentizität

GFDK - Uwe Kerkau

Ihr verführerisches, nahezu geheimnisvoll wirkendes Timbre kannte man bislang nur von diversen House- und Electro-Projekten, bei denen sie unter Psydonym gesungen hat. Die gebürtige Argentinierin Karen Souza ist eine Künstlerin, die den Geist ihrer großen Vorbilder wie Sarah Vaughan, Peggy Lee und Billie Holiday wieder auferstehen lässt.

Es ist erstaunlich, dass es einiger Umwege bedurfte, bevor Karen Souza ihr Talent als Jazz-Chanteuse entdeckt hat.

„Karen Souza besitzt nicht nur eine der besten neuen Stimmen unserer Zeit, sie ist auch eine höchst anspruchsvolle Performerin und eine Bühnenpersönlichkeit, bei der ich das Gefühl habe, dass sie zu jenen großen Sängerinnen gehört, die Geschichte schreiben können. Sie passt harmonisch perfekt zwischen Marlene Dietrich und Nina Simone.“ Dieses überschwängliche Lob stammt von keinem Geringeren als José Carlos Sanchéz, seines Zeichens Chef von Warner Music in Spanien.

Nun denn, wer „Hotel Souza“, das zweite Album in der noch jungen Karriere der argentinischen Sängerin Karen Souza, aufmerksam hört, wird tatsächlich mit einem außergewöhnlich ambitionierten Songreigen konfrontiert.

Das sind alles brillant nuancierte Jazzsongs, die gerade deswegen rundum überzeugen, weil sie so unaufdringlich sind und zugleich ungemein souverän wirken. Das liegt in erster Linie an der feinfühligen Gesangsperformance von Karen Souza, die es versteht, mit ihren delikaten Phrasierungen eine ganz eigene musikalische Poesie zu kreieren.

Musik einer wahren Jazz-Chanteuse

„Hotel Souza“ entstand in Los Angeles unter der Ägide des renommierten amerikanischen Filmmusikkomponisten Joel McNeely, der zahlreiche Soundtracks für Disney komponiert, aber auch schon mit Größen wie Peggy Lee, Tony Bennett und Al Green gearbeitet hat. Für „Hotel Souza“ fungierte er als federführender Produzent, dessen Arrangements von weit mehr als einem Dutzend Spitzenmusiker, also durchaus als Big Band ausgerichtet, kongenial umgesetzt wurden.

Bereits im Vorfeld der Albumaufnahmen war Karen Souza für einige Monate nach Los Angeles gegangen, um dort mit einigen renommierten Songwritern zusammenzuarbeiten, darunter die mehrfach für einen Grammy nominierte Pamela Oland.

Schnell hat Souza unter der kalifornischen Sonne dazugelernt und hat schließlich mit der Ausnahme der drei Cover alle Songs gemeinsam mit Pam Oland und dem argentinischen Produzenten und Komponisten Dany Tomas geschrieben. Gerade diese Co-Autorenschaft gibt dem Album eine starke Identität und Authentizität.

Schon der Opener „Paris“ wartet mit cineastisch anmutenden Klängen und einer vokalistischen Anmut auf, die als weltläufig bezeichnet werden muss. Karen Souza, die zuletzt in Japan in dem renommierten Jazzclub Blue Note aufgetreten ist, hat sich in Europa ebenso viele Fans gemacht wie in Südamerika und Asien. Und sie weiß ihre Songs stilistisch durchweg klug zu variieren.

So ist „Break My Heart“ eine geradlinige und sehr eindringliche Pianoballade, die gut und gerne auch aus der Feder eines Randy Newman stammen könnte.

Sanfte Swing-Nummern wie „Delectable You“ und „Full Moon“ wechseln sich ab mit schlafwandlerisch schwebenden Pianoballaden wie „Night Demon“ und „Wake Up“. Das verführerische, nahezu geheimnisvoll wirkende Timbre von Karen Souza kommt natürlich bei so klassisch anmutenden Kompositionen wie „I've Got It Bad“ mit am besten zur Geltung, während sich „Lie To Me“ wiederum spielend mit den besten Songs von Norah Jones messen kann.

Von den drei phantastischen Coverversionen, der aus dem Great American Songbook stammenden „My Foolish Heart“, Antonio Carlos Jobims berühmter Bossa Nova „Dindi“ und Marvin Gayes Soulklassiker „I Heard It Through The Grapevine“, mag man kaum eine besonders hervorheben, fügen sich doch alle Songs schlüssig zu einem rundum überzeugenden Album von international hochkarätigem Format zusammen.

Es ist erstaunlich, dass es einiger Umwege bedurfte, bevor Karen Souza ihr Talent als Jazz-Chanteuse entdeckt hat. Bekannt geworden ist sie als Vokalistin diverser House- und Electro-Projekte. Vor einigen Jahren gastierte die blonde Sängerin mit dem dunkel-samtenen Timbre noch unter Pseudonymen auf Dancefloor-Compilations von Pacha Ibiza, Fashion TV, Privé, Hotel Costes und Paris Dernier.

Doch es war ein Jazzprojekt, das ihr zum Sprungbrett ihrer Solokarriere geraten sollte. Für die Compilation „Jazz And The '80s“, der das Konzept zugrunde lag, einfühlsame Jazzinterpretationen von Pop- und Rockklassikern jener Dekade zusammenzustellen, wählte sie Culture Clubs „Do You Really Want To Hurt Me?“ aus. Es folgten zwei weitere Compilations mit Hits der 80er sowie entsprechende Pendants zu den 70ern und 90ern.

Aus all den Coverversionen, die Karen Souza gemeinsam mit dem Cooltrane Quartet aufnahm, das mittlerweile auch ihre Begleitband bei ihren Tourneen ist, entstand das Debütalbum „Essentials“.

Ein Dutzend superber Coverversionen im galanten Jazzgewand. Von CCR („Have You Ever Seen The Rain“) und Ian Dury („Wake Up And Make Love With Me“) bis hin zu Police („Every Breath You Take“) und Radiohead („Creep“) reichte die Palette der unterschiedlichsten Vorlagen, die sich Karen Souza mit der Unterstützung des Cooltrane Quartets ganz zu eigen machte.

Mit „Hotel Souza“ ist die Sängerin aus Buenos Aires jetzt aber den entscheidenden Schritt weiter gegangen. Mit diesem superben Album kann sich Karen Souza nun als eine durch und durch eigenständige Jazzkünstlerin einen Namen machen, eine Künstlerin, die sich hinter ihren großen Vorbildern wie Sarah Vaughan, Peggy Lee und Billie Holiday kaum mehr verstecken muss.


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23.07.2017 Soloharfenist der Wiener Philharmoniker

GFDK - Sony Classical

Xavier de Maistre wird als der Künstler gefeiert, dem es gelungen ist, die Harfe aus ihrer überwiegend begleitenden und koloristischen Funktion zu befreien und als vollgültiges Soloinstrument auf den großen Bühnen zu etablieren.

Der einstige Soloharfenist der Wiener Philharmoniker gibt sich nicht mit dem schmalen Originalrepertoire für sein Instrument zufrieden, sondern ist beständig auf der Suche nach neuen anspruchsvollen Werken.   

Auf seinem Album „Notte Veneziana“ lässt er sich von der Lagunenstadt inspirieren. De Maistre kombiniert bekannte und weniger bekannte Barock-Konzerte der venezianischen Komponisten Vivaldi, Marcello und Albinoni in für ihn neu geschaffenen Arrangements mit ausgewählten Originalkompositionen für Harfe solo.

Begleitet wird Xavier de Maistre vom deutschen Barockensemble „l’arte del mondo“ unter der Leitung von Werner Ehrhardt, dem langjährigen Konzertmeister von Concerto Köln.

Der Anspruch des Franzosen ist es, den Zuhörer gänzlich vergessen zu lassen, dass die meisten der auf dem Album versammelten barocken Konzerte ursprünglich nicht für sein Instrument, sondern für Violine, Oboe oder Mandoline geschrieben wurden.

Es faszinierte ihn, bei den Arrangements – die teilweise aus seiner Feder stammen – ganz neue Klangfarben herauszuarbeiten. Dabei stellt das virtuose Passagenwerk der konzertanten Parts eine ebenso große Herausforderung für das Zupfinstrument dar wie die weit gespannten sanglichen Linien der langsamen Sätze.

Insbesondere Antonio Vivaldis berühmter „Winter“ scheint Xavier de Maistre wie für die Harfe geschaffen zu sein. „Notte Veneziana“ enthält außerdem Bearbeitungen des Oboenkonzerts in d-Moll von Alessandro Marcello und des elegischen „Adagio“ in g-Moll von Albinoni / Giazotto.

Die Solokonzerte treten in Dialog mit einigen der eindrucksvollsten Originalkompositionen für Harfe solo: mit der Sonata von Giovanni Pescetti, den Variationen über die bekannte Melodie „Carnaval de Venise“ von Felix Godefroid und mit „La Mandoline“ von Elias Parish Alvars. Bei den beiden letzteren handelt es sich nicht um Barockmusik, sondern zwei beliebte Charakterstücke des 19. Jahrhunderts.

Sony Music Entertainment Germany GmbH

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23.07.2017 herausragende erzählerische Kraft

GFDK - Rowohlt

Man nennt sie auch "einen internationalen Rockstar der Gegenwartsliteratur". Rachel Kushner ist nicht nur eine gefeierte und weltbekannte Schriftstellerin, sondern sie ist auch Kunstkritikerin sowie Journalistin. Mit ihrem nominierten Roman "Flammenwerfer" landete sie einen gefeierten Bestseller.

In dem Roman erzählt sie über die Kunstszene der 70er Jahre von Pink-Floyd bis Rolling Stones. Mit ihrem Roman 'Telex aus Kuba', der gerade in deutscher Sprache erschien, hat sie bereits 2008 eine Nominierung für den National Book Award erhalten. Der packenden Roman handelt von der kubanische Revolution und der US-Expat Szene, er versammelt alle wichtigen Figuren in diesem Spiel – die Castros, Che Guevara, der Diktator Batista und US-Präsident Eisenhower.

Traumland Kuba

Aber erzählt wird die Geschichte hauptsächlich von zwei Jugendlichen, Everly Lederer und K.C. Stites, die füreinander bestimmt zu sein scheinen: sie die Tochter des Chefs einer amerikanischen Nickelmine und er der Sohn eines leitenden Angestellten der United Fruit Company. Aus den Brüchen zwischen dem, was sie voller Faszination und Erschrecken wahrnehmen, tritt allmählich die Geschichte eines ebenso wagemutigen wie bisweilen absurden Freiheitskrieges zutage.

Verwickelt in ihn sind, mit oft dubiosen Interessen, auch ein französischer Agent mit SS-Vergangenheit, eine kubanische Tänzerin mit erotischem Hang zur Macht, zahlreiche karrierebewusste Saubermänner und ihre dekadenten Gattinnen, Dschungelkämpfer und schmutzige Geschäftemacher.

Rachel Kushner - Rockstar der Gegenwartsliteratur

Rachel Kushner hat einen tropisch glitzernden historischen Moment des 20. Jahrhunderts mit großer Raffinesse so verdichtet, dass er die Ereignisse wie durch ein Brennglas zeigt. Man liest mit allen Sinnen, sieht, schmeckt, fühlt mit den Figuren und überlässt sich Kushners herausragender erzählerischer Kraft.

Rachel Kushner, geboren 1968 in Eugene, Oregon, studierte Literatur und kreatives Schreiben in Berkeley und an der Columbia University, und sie arbeitete als Redakteurin für diverse Kunst- und Literaturmagazine. Sie liebt schnelle Motorräder und Skirennen. Sie lebt in Los Angeles, ist verheiratet und hat einen Sohn. « Flammenwerfer » ist, nach « Telex to Cuba », ihr zweiter Roman. Mit beiden Büchern war sie für den National Book Award nominiert, was noch niemandem vor ihr gelungen ist.

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21.07.2017 Kreative Anleitungen

GFDK - teNeues

Wer kennt es nicht, das Gefühl dringend etwas ändern zu müssen? Und gemeint ist damit nichts Geringeres als die tägliche Umgebung, der unmittelbare Lebensraum, das heißt, das Apartment, die eigene Wohnung oder das Haus. Die Gründe für Änderungsbedarf sind vielfältig.

Der eine etwa möchte seine Küche in einer kräftigeren Farbe streichen, der andere ärgert sich über die Zeit, die in den Untiefen des Kleiderschranks auf der Suche nach einem bestimmten Kleidungsstück verloren geht.

Modern Wohnen – Einrichten und Dekorieren mit Stil zeigt anhand von leicht nachvollziehbaren Do-it-yourself-Projekten, wie mit wenig Aufwand eine große Wirkung erzielt werden kann: Interior-Journalistin Claire Bingham verrät Deko-Tipps und Tricks, die sich aus inspirierenden Interieurs herauslesen lassen und erklärt, worüber man nachdenken sollte, um einen langweiligen Raum in einen fantastischen Ort umzugestalten, den wir lieben umzugestalten.

Wohnen und Einrichten mit Stil

CLAIRE BINGHAM ist Interior-Journalistin und schreibt über Architektur, Design und Stil für verschiedene Publikationen weltweit. Bevor Claire ihr erstes Buch Modern Wohnen veröffentlichte, war sie Homes Editor für die Elle Decoration, UK und Creative Partner bei der Werbeagentur TBWA\Manchester. Für Letztere verfasste sie alle Arten von Texten, einschließlich maßgeschneiderter Inhalte für internationale Luxusmarken.

Ihre Leidenschaft und journalistischer Schwerpunkt sind letztlich Design und Ausstattung von Häusern, Wohnungen oder Hotels – und ihre Bewohner darin. „Es gibt nichts, was ich mehr liebe als mich im Zuhause anderer Leute umzusehen. Ebenfalls interessiert mich die Herstellung schöner Dinge. Es reizt mich, ihre Produktion mitzuerleben und deren Schöpfer hinter den Kulissen kennenzulernen.“

Erschienen bei teNeues

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21.07.2017 Konzerte bei Rock am Ring und Rock im Park

GFDK - Agentur von Welt

Schlimme Nachrichten aus Los Angeles. Schon wieder Einer von den Guten.... RIP Chester Bennington. Los Angeles Linkin-Park-Sänger Chester Bennington ist tot

Chester Bennington, Sänger der US-amerikanischen Nu-Metal-Band Linkin Park, ist im Alter von 41 Jahren gestorben. Er hinterlässt sechs Kinder.

Nachdem die neue Single "Guilty All The Same" von *Linkin Park* seit zwei Wochen per Lyric-Video zu hören war, folgt nun das offizielle und einmalige Video.

Es ist Musikvideo und Spiel in einem und wurde in Zusammenarbeit mit "Project Spark https://www.facebook.com/joinprojectspark" entwickelt - einer kostenlosen Software, die es ermöglicht, eigene Games zu kreiern und spielen.

Wir lieben Musik... weil sei uns glücklich macht

Die Band möchte ihren Fans damit im wörtlichen Sinne die Möglichkeit geben, mit ihrer Musik zu spielen, denn wer will, kann mit der Software das Video auseinandernehmen und sowohl Song als auch Spiel remixen.

Das neue Album von Linkin Park erscheint im Sommer, mehr News dazu folgen in Kürze.

Über Linkin Park:

Die Grammy-Award- und Multi-Platin-ausgezeichnete Alternative-Rockband Linkin Park besteht aus Co-Leadsänger Chester Bennington, Drummer / Percussionist Rob Bourdon, Gitarrist Brad Delson, Bassist Dave 'Phoenix' Farrell, DJ / Programmierer Joe Hahn und Co-Leadsänger, Keyboarder und Gitarrist Mike Shinoda.

Die Band hat über 50 Millionen Alben weltweit verkauft und ist die größte Band auf Facebook -- mit über 60 Millionen Fans, Tendenz steigend. Seit 2000, als Linkin Park mit "Hybrid Theory" in den Billboard 200 debütierten, hat kein anderer Artist mehr Top-10-Singles in den Alternative-Charts gehabt.

Seit dem Release ihres letzten Albums, "Living Things" (Machine Shop Recordings /Warner Bros), das in über 20 Ländern auf Platz 1 kam, hat zudem keine Band im Land mehr #1-Alben vorzuweisen. Auf ihrer letzten Tour spielte die Band für mehr als eine Millionen Menschen, in 79 Shows auf sechs Kontinenten.

2005 gründeten Linkin Park Music For Relief, eine 501 © 3 Non-Profit-Organisation, die sich der Hilfe für Opfer von Naturkatastrophen sowie der Verhinderung solcher Katastrophen verschrieben hat. Seit seiner Gründung hat Music For Relief mehr als sechs Millionen Dollar für Opfer verschiedener Katastrophen auf vier Kontinenten gesammelt.

Die Organisation wurde von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon für das "Download to Donate"-Programm anerkannt, um Spenden und Aufmerksamkeit nach dem Erdbeben auf Haiti zu sammeln. In Anerkennung ihrer humanitären Arbeit empfingen Linkin Park 2011 einen Global Leadership Award von der United Nations Foundation.


Julia Stephan
PR-Junior
www.agenturvonwelt.com

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21.07.2017 Bücher - intime einblicke

GFDK - Taschen

Mario Testinos Undressed widmet sich nackten, schönen Körpern von Stars und Sternchen. Er enthüllt mehrere Schichten zugleich, denn mit der Bucherscheinung findet zeitlich in Berlin in der Helmut-Newton-Stiftung eine Ausstellung über Mario Testinos Fotografien statt. Mario Testino zeigt ein sehr intimes Werk - das Thema des Ausziehens in der Fotografie. Die Ausstellung erlaubt neue Einblicke in Testinos Archiv, indem sie über das bekannte Image des Fotografen in der Öffentlichkeit hinaus ein profunderes Verständnis für sein Arbeiten und sein Werk ermöglicht.

Die 50 gezeigten Fotografien widmen sich ganz dem nackten Körper, spüren Traditionen und Moden nach und loten die Grenzen aus zwischen den Geschlechteridentitäten. Die Bilder werden so, beeinflusst von Helmut Newton, zu abstrahierten Körperlandschaften, in denen die Protagonisten als bloße Form, als Torso, manchmal gar als Statue erscheinen.

Ausstellung Mario Testino

Ein besonderes Glanzlicht sind nie zuvor gesehene Aufnahmen aus Testinos Atelier, in denen sich eine ausgelassene Stimmung mit jener der Nacktheit innewohnenden Erregung und einer verspielt-amourösen Dynamik vermischt, die aber nie ins Obszöne abgleitet.

Testinos Besetzung reicht von Supermodels wie Kate Moss und Amber Valletta bis zu namenlosen androgynen Männern, von Einzelporträts bis zu Gruppenaufnahmen. Oft werden wir Zeuge intimer Augenblicke, einige von ihnen Schnappschüsse, andere sorgfältig inszeniert, wie jene von einem jungen Mann, der in einem luxuriösen Badezimmer einer Frau das Schamhaar rasiert. In der Tradition von SIR – und analog zu Newtons charakteristischem Einfangen von weiblicher Schönheit – tragen viele der Bilder bei zu einer Neudefinition von Männlichkeit.

Einblicke in Testinos Welt der Schönheit

Mit der Verschmelzung von Gefühlen, Ästhetik und Körpern gewährt Testino neue Einblicke in sein Werk, das Weltgeltung genießt. Die Bilder werden begleitet von einer Einleitung des Kurators Matthias Harder, einem offenherzigen Gespräch mit Carine Roitfeld sowie einem Essay des Psychiaters und Psychologen Manfred Spitzer, der unsere visuelle Wahrnehmung von Körpern und Schönheit aus Sicht des Neurowissenschaftlers erläutert.   

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06.07.2017 bestseller

GFDK - Ludwig Buchverlag

Essen kann tödlich sein – wie Nestlé, Kellogg’s, Kraft & Co. unsere Gesundheit aufs Spiel setzen.

Minneapolis, April 1999: Bei einem geheimen Treffen kommen die Geschäftsführer der zwölf größten Nahrungsmittelkonzerne der USA – darunter Nestlé, Coca-Cola und Kraft – zusammen. Auf ihrer Agenda: die weltweit zunehmende Fettleibigkeit.

Ihre Sorge: Immer häufiger werden industriell hergestellte Lebensmittel mit ihren Unmengen an Salz, Zucker und Fett für die Gewichtsprobleme der Menschen verantwortlich gemacht. Ein Vorstandsmitglied von Kraft appelliert an das Gewissen seiner Kollegen. Doch unvermittelt ist das Treffen zu Ende …

Das Geschäft mit der Sucht

Fünfzehn Jahre später ist nicht nur die Anzahl der Fettleibigen massiv angestiegen, immer öfter werden auch Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Arthrose, Brust- und Darmkrebs mit unserem immensen Konsum von industriell erzeugten Nahrungsmitteln in Zusammenhang gebracht. Milliarden werden investiert, um die perfekte Mischung an Salz, Zucker und Fett zu finden, die uns süchtig macht nach immer mehr.

Bestseller von Michael Moss

Michael Moss öffnet uns die Augen für die skrupellosen Geschäftsmethoden der Nahrungsmittel-Multis. Alarmierend, spannend, zukunftsweisend: Sein Buch wird unseren Blick auf unsere Essgewohnheiten für immer verändern.

Jetzt im Buchhandel

Michael Moss ist New-York-Times-Journalist. Für seine Reportage über eine Frau, die lebensgefährlich an einem E.coli-verseuchten Hamburger erkrankte, gewann er 2010 den Pulitzer-Preis. Zuvor schrieb er u.a. für The Wall Street Journal und New York Newsday und unterrichtete an der renommierten Columbia Journalism School. Sein Buch Das Salz-Zucker-Fett-Komplott stand wochenlang auf Platz 1 der NYT-Bestsellerliste. Mit seiner Frau und ihren beiden gemeinsamen Söhnen lebt er in Brooklyn.

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26.06.2017 Leser schwebt im 7. Autohimmel

GFDK - teNeues

Einen Spitznamen muss man sich verdienen. Nur wozu Menschen ein besonderes Verhältnis aufgebaut haben, dem verleihen sie eine solche Bezeichnung als Ausdruck ihrer Anerkennung. Von der „Knutschkugel“ bis zum „Leukoplastbomber“ präsentiert dieses Buch 99 automobile Klassiker, so liebevoll wie großartig illustriert von Helge Jepsen und in kenntnisreichen Texten mit einem Augenzwinkern beschrieben von Michael Köckritz. Ein „Cremeschnittchen“!

HELGE JEPSEN begann seine Zeichenkarriere mit acht Jahren: Von 1974 bis 1979 hatte er ein Abo auf die Sachpreise der Malwettbewerbe im nordfriesischen Bredstedt. Später wurden Stern, Spiegel, Men’s Health, Playboy, Wirtschaftswoche, ramp und viele andere Magazine auf den diplomierten Kommunikationsdesigner aufmerksam. Jepsen lebt und arbeitet seit dem Studium in Essen.

Bitte nicht hupen! Leser schwebt im 7. Autohimmel

MICHAEL KÖCKRITZarbeitete als Freier Fotograf und Autor, bevor er Mitherausgeber des Lifestyle-Automagazins Autofocus wurde. 2007 gründete er gemeinsam mit Partnern den Independent-Verlag Red Indians. Als Herausgeber und Chefredakteur entwickelte er mit den Titeln ramp, Capz, rampstyle, rampdesign und zuletzt Weiberkram stilbildende Magazinformate, die mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet wurden.

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