Nachrichten aus der großen weiten Welt

18.09.2017 Spott, Ironie und das Große Lachen

GFDK -Redaktion

Ein tolles Buch über Jörg Immendorff, das man haben sollte. In „Waghalsiger Versuch, in der Luft zu kleben“ erweckt Tilman Spengler den großen Jörg Immendorff, einen der bedeutendsten und schillerndsten Künstler unserer Zeit, wieder zum Leben.

dem genauen Blick des Freundes und Wegbegleiters folgt Tilman Spengler dem Maler, dem Provokateur, dem Buehnenbildner, dem Agitator, Kunstprofessor und Kanzlerporträtisten auf einigen Etappen seines Lebenswegs.

Jede Station in dieser Hommage an Jörg Immendorff ist auch eine Station der deutschen Geschichte der Nachkriegszeit, ein Ringen um Zerstören und Bewahren, um Anerkennung und Deutungshoheit. Geht es dabei auch komödiantisch zu?

Bei Kunst nicht an Kunst denken

Es geht: Spott, Ironie und das Große Lachen vor Gericht sind weitere Facetten dieser Inszenierung. „Denn nur, wenn man beim Betrachten oder Hören oder auch beim Lesen eines Werkes der Kunst nicht an Kunst denken muss, und zwar keine einzige, nicht einmal den Bruchteil einer Sekunde lang, erst dann begreift man Kunst“ (Jörg Immendorff).

Jörg Immendorff, völlig wahrgenommen und gleichzeitig auf die Schippe genommen

Dem renommierten Schriftsteller und langjährigen engen Freund Tilman Spengler gelingt mit dieser Form der fiktionalen Biographie, die sich als eine Abfolge von (literarischen) Bildern lesen lässt, die spielerisch-leichte Wiedererweckung eines Menschen, der weit mehr als die Kunstszene über Jahrzehnte mitgeprägt hat.

"Ein großes Vergnügen. Der Text liest sich amüsant wie wundersam sirrender Nonsense, gibt aber auch die Gewissheit, dass Immendorff und die Situationen genau getroffen sind, sozusagen mit genauer Zärtlichkeit. Ich stelle mir immer wieder Immendorff selbst vor, wie er die Texte liest und ins Kichern gerät, weil er sich völlig wahrgenommen und gleichzeitig auf die Schippe genommen fühlt." Sten Nadolny

Der Roman erschien am 31. August 2015.

Das haben viele schon vergessen:

Jörg Immendorffs Kunst war stets politisch geprägt. Sein provokantes und dadaistisches Aktionsprogramm LIDL wurde 1969 vom Kultusministerium verboten und Jörg Immendorff von der Düsseldorfer Kunstakademie verwiesen.

 

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18.09.2017 publikumsmagneten

GFDK - Peter Göbel

Sie waren nicht nur ein YouTube Phänomen. The Script fuhren weltweit jahrelang Charterfolge ein. Doch nach neun Jahren, vier Alben und 29 Millionen verkauften Tonträgern fassten The Script einen Entschluss: beim neues Album sollte einiges anders werden als bei den vorangegangenen. Das irische Trio war sich einig, dass höchste Zeit für Veränderungen war, und sie waren unumgänglich.

Die Band war ein Opfer der klassischen Kreativ-Tretmühle geworden: Album, Hitsingles, Tour… Album, Hitsingles, Tour… Ein Prinzip, das bislang hervorragend funktioniert hatte. Songs wie „For The First Time”, „Hall Of Fame”, „Breakeven“ und „Superheroes“ hatte ihnen weltweilte Charterfolge beschert. Drei ihrer Alben kletterten bis auf Platz eins der britischen Charts und ihre Videos verzeichnen mehr als eine Milliarde Plays bei YouTube.

The Script - Youtube-Stars

In der Summe ergeben diese Eckdaten ein mehr als seltenes Phänomen: The Script sind Superstars der Streaming-Ära, deren Songs sich in einer großen Bandbreite von Playlists wiederfinden, sie sind aber auch selbstproduzierende Singer-Songwriter, klassische Albumkünstler, Geschlechts- und Generations-übergreifende Publikumsmagneten, die mit ihren mitreißenden Live-Shows die größten Stadien zu füllen im Stande sind.

Das letzte Album „No Sound Without Silence” (2014) hatten Danny O’Donoghue (Gesang, Klavier), Mark Sheehan (Gesang, Gitarre) und Glen Power (Schlagzeug, Gesang) noch in Windeseile aufgenommen: das Songwriting und die Aufnahmen fanden z.T. in einem mobilen Studio statt, das im hinteren Bereich eines Nightliners installiert worden war, während die Band kreuz und quer durch Amerika tourte. Der Longplayer entstand nahezu komplett in der „Script-Welt“ und war das unmittelbare Ergebnis jenen Momentums, das O’Donoghuemit „die nervöse Energie, wenn man gerade von der Bühne kommt“ umschreibt.

Das fünfte Album ist nun aber das Resultat der ganz realen Welt da draußen und wartet mit einer Reihe neuer Songs auf, die zugleich eindringlich und zukunftsfähig sind und von alltäglichen Ereignissen des Lebens berichten. Klang-Abenteuer in Echtzeit. „Freedom Child“zeigt eine Band, die aufsteht und nicht einknickt. Der Titel steht für die „neue Welt, in der wir leben“ und die Songs offenbaren einen beherzten Umgang mit den modernen Produktionsweisen des Pop.

„Rain”, die erste Single des Albums, hat die Band in den legendären Metropolis-Studios im Londonger Stadtteil Chiswick aufgenommen. „Der Song zeigt, dass sich unser Sound weiterentwickelt hat“, sagt Sheehan, „aber es ist auch einfach nur ein verdammt toller Song!“

Eine Musikband mit Botschaft

„Wir sind nicht die Art von Band, die den Menschen irgendetwas predigen will“, erklärt O’Donoghue. „Die Botschaften ziehen sich durch die meisten Songs, aber wir überfallen die Menschen nicht damit – es gibt auch leichtere Momente. Und ‚Rain‘ ist ein perfektes Beispiel dafür und die beste Einführung in ‚Freedom Child‘.“

Auch das Artwork des Albums soll hier nicht unerwähnt bleiben. Es zeigt einen jungen Menschen, der mit Neon-Flügeln auf dem Rücken in den verregneten Straßen einer Großstadt steht, die Songtitel zieren die Läden der Stadt. Das Motiv unterstreicht die Gefühlslage, die sich durch alle Songs zieht: Trotz, Eskapismus, Optimismus und Einigkeit. „Wir wollten ein Bild, das den Kids sagt: ‚Geht raus und seid frei. Kreiert etwas. Schreibt Gedichte, singt eure Songs, erzählt eure Geschichten, tanzt – macht all die Dinge, die der Terrorismus euch nicht tun lassen will. Seid verdammt noch mal ihr selbst.“

„Wir waren neulich bei einem Junggesellenabschied in London“, ergänzt Mark Sheehan. „Wir zogen unserem Kumpel ein Kleid an und zogen durch Soho. Keiner hat mit der Wimper gezuckt! DAS ist die Art von Gesellschaft, in der wir Leben wollen. Ich liebe diese Welt, in der man einfach sein kann, was man möchte.“

Konzentration auf die wichtigen Dinge im Leben

„Die Freiheit, sich auszudrücken wie man will, ist eines der wichtigsten Dinge im Leben“, bilanziert Danny O’Donoghue, „und das hat uns inspiriert. Der einzige Weg, Hass zu überwinden, ist die Liebe. Ja, ich bin ein Hippie!“, lacht der Sänger. „Musik ist die einzig wahre Religion – es ist ganz egal, wie du aussiehst, welcher Religion oder welchem Geschlecht du angehörst oder was auch immer.“

Amen. „Freedom Child“ kündet von Optimismus, von Standhaftigkeit und Zusammenhalt. Es ist ein Album, mit The Script ein perfekter Soundtrack für das Jetzt und Heute gelungen ist. Und auch für morgen.

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11.09.2017 Porträts von Romy Schneider

GFDK - Redaktion

Ein besonderer Schatz sind die zahlreichen bis heute unveröffentlichten Aufnahmen der neun international renommierten Fotografen Werner Bokelberg, Peter Brüchmann, Roger Fritz, F. C. Gundlach, Helga Kneidl, Robert Lebeck, Herbert List, Will McBride und Max Scheler.

Sie trafen nur einmal auf Romy – Herbert List etwa hielt den Teenager um 1954 auf bisher unbekannten Bildern fest – oder begleiteten sie durch ihr Leben, wie Robert Lebeck, der seit den 1950er-Jahren bis kurz vor ihrem Tod beeindruckend persönliche Aufnahmen schoss.

Romy als junges Mädchen, in ihren Filmrollen, an der Seite von Alain Delon, in inniger Umarmung mit ihren Kindern, scheinbar unbeobachtet im Alltag oder in Posen und Verkleidungen, fröhlich oder nachdenklich, verführerisch schön oder verletzlich:

Die Momentaufnahmen lassen den Mythos Romy lebendig werden – und machen zugleich die Vergänglichkeit des Daseins auf eindrückliche Weise sichtbar.

Die Erinnerung ist oft das schönste: Fotografische Porträts von Romy Schneider (gebundene Ausgabe) von Beate Kemfert und Freddy Langer. Hatje Cantz Verlag; Auflage: 1 (3. September 2008)

 

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05.09.2017 Orwell lässt grüssen

GFDK - Ullstein Buchverlage

Das ist aktueller denn je. Vom eigenen Staat auf Schritt und Tritt überwacht zu werden, ist eine Horrorvision für viele Menschen. Seit den Enthüllungen von Edward Snowden wissen wir, dass dies längst Realität ist.

Die NSA wurde heimlich zur obersten Welt-Überwachungsbehörde, demnächst wird sie die gesamte menschliche Kommunikation abfangen, analysieren und speichern. Möglich wird dies auch durch den Spion in der Hosentasche.

Smartphones kommunizieren ständig mit staatlichen Lauschern, ohne dass wir es wollen – und bemerken. Stefan Aust und Thomas Ammann erhellen die politischen Hintergründe und schildern, wie die Informationstechnologie aus den Denkfabriken der Militärs zum weltumspannenden Machtinstrument wurde.

Längst tobt ein Krieg um Informationen zwischen Geheimdiensten, Staaten und Konzernen – um die Daten von uns allen. Kann die digitale Gegenbewegung aus Hackern und Netz-Aktivisten wie Anonymous oder WikiLeaks den Kampf um unsere Bürgerrechte gewinnen? Ein Weckruf, packend wie ein Science-Fiction-Thriller – wenn es nicht längst Realität wäre.

George Orwell dunkle Vision

Stefan Aust und Thomas Amman zeigen in Digitale Diktatur, wie ein militärisch-industrieller Komplex aus Geheimdiensten und Internetunternehmen die Kontrolle über unsere privaten Daten übernommen hat

Die beiden Autoren erhellen die politischen Hintergründe und schildern, wie die Informationstechnologie aus den Denkfabriken der Militärs zum weltumspannenden Machtinstrument wurde. Längst tobt ein Krieg um Informationen zwischen Geheimdiensten, Staaten und Konzernen – um die Daten von uns allen.

Kann die digitale Gegenbewegung aus Hackern und Netz- Aktivisten wie Anonymous oder WikiLeaks den Kampf um unsere Bürgerrechte gewinnen? Ein Weckruf, packend wie ein Science-Fiction-Thriller – wenn es nicht längst Realität wäre..

Ullstein Oktober 2014

juliane.junghans@ullstein-buchverlage.de

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28.08.2017 Reise ins Innerste

GFDK -Redaktion

„Man muss sich die Gelüste des Menschen als ein Meer aus bunten Murmeln vorstellen. Unmöglich, sie alle zu zählen. Und ständig findet man eine, die man noch nicht kannte.“! Nora Gantenbrink


Der Fotograf Florian Müller nimmt uns in seinem Buch SESSIONS mit auf eine Reise quer durch Deutschland und stößt vor bis auf das Innerste, die Urgelüste und Bedürfnisse menschlicher Existenz. Das allgemeine Bild fetischistischer Sexualität ist von Gewaltphantasien, Lack und Leder geprägt. Jedoch ist die Vielfalt weitaus größer.

Müllers Bilder sind nur auf dem ersten Blick schwarz-weiß. Wer genau hinsieht, erkennt Grautöne, Schattierungen. Mehrere Jahre hat er an dem so genannten „Candy Crush Project“ gearbeitet, eine außergewöhnlichen Fotoarbeit über Fetischismus in Deutschland. Er traf auf Personen, die in der Gesellschaft oft als „pervers“ gelten.

Fetischismus in Deutschland

Alle Personen in diesem Buch wollen aber nicht als Kranke beschimpft oder gesellschaftlich stigmatisiert werden. Sie fanden durch ihren Fetisch ganz einfach zu einem erfüllteren Leben, einige sagen: „zu sich selbst.“ Manchmal dauerte es Wochen bis sie ihm vertrauten und an ihren so genannten Sessions teilhaben ließen, an ihren sexuellen Spielen.

Florian Müller missbrauchte ihr Vertrauen nicht. Er nahm die Menschen vor seiner Kamera ernst, bediente keine Klischees. Seine Bilder sind nicht abstoßend, sondern nah, fast zärtlich. Wie die Domina ihren Gast umarmt. Wie ein Frührentner im Vakuumbett Erfüllung findet. Wie ein Mann, der gerne in die Rolle eines Pferdes schlüpft, plötzlich ganz ruhig wird. Müller sagt:

„Die meisten Sessions sind erschreckend harmlos. Was die Personen eint, deren Geschichte in meinen Bildern zu sehen sind, ist die sinnstiftende Suche nach elementaren menschlichen Bedürfnissen wie Freiheit, Wärme und Geborgenheit, ja vielleicht sogar Glück.“

Buchpremiere von Florian Mueller

FLORIAN MÜLLER studierte an der Hochschule Hannover Fotografie. Seine Arbeit SESSIONS wurde mit dem Prix de la Photographie Paris und vom Art Directors Club Deutschland ausgezeichnet.
NORA GANTENBRINK, geboren 1986 in einer Stadt am Rande des Ruhrgebiets.

Nach einem Studium in Münster besuchte sie die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg mit Stationen bei der BERLINER ZEITUNG, ZEIT, SPIEGEL ONLINE und dem SPIEGEL. 2012 wählte das Medium Magazin sie zu den Top 30 unter 30 Nachwuchsjournalisten. Seit 2013 ist sie Redakteurin beim Stern, erst im Ressort Kultur, seit 2015 in der Gesellschaft. Eigentlich lebt sie in St. Pauli.

EDITION LAMMERHUBER wurde zum zweiten Mal in Folge von der Federation of European Photographers (FEP) zum besten Fotobuch-Verlag Europas gewählt: FEP European Book Prize of the Year Award / BEST PUBLISHER 2015. “For the elegance of their books and the great attention paid to detail and for the courageous choice of subjects dealt with,” argumentierte die internationale Jury.

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22.08.2017 Texte von Neo Rauch, Ute Riese, Barbara Steiner

Petra Schumacher

Umfassende Monografie mit Werken der letzten 15 Jahre. Rosa Loy (*in Zwickau) wird der Neuen Leipziger Schule zugeordnet. Sie gehört zu den Malerinnen in Deutschland, die sich mit dem überlieferten Wissen der Frauen, der neuen Weiblichkeit und der damit verbundenen Mysterienschule sowie der neuen Romantik beschäftigen.

Die Romantik hat eine große Tradition in der sächsischen Malerei. Rosa Loy integriert Weiblichkeit und Schönheit in ihre Gemälde und bietet eine mehrschichtige Deutung ihrer Arbeiten an.

Der figurative Ansatz ihrer Werke lässt narrative Bezüge zu, geht jedoch über einfache Interpretationsmöglichkeiten hinaus und nutzt die assoziative Vielschichtigkeit ineinander verflochtener Systeme und gewohnter Sehweisen.

Die Monografie Präsentiert Arbeiten der Künstlerin aus den Jahren 1996 bis 2011 in Kasein auf Leinwand, in diversen Techniken auf Papier und in verschiedenen grafischen Techniken.

Texte von Neo Rauch, Ute Riese, Barbara Steiner,

Gestaltung von Maria Magdalena Koehn

Hatje Cantz

Deutsch/Englisch

240 S., ca. 135 farbige Abb.,

24 x 30 cm, Gewebesteifbroschur

€ 39,80 [D], CHF 56,90

ISBN 978-3-7757-2762-4

Pressekontakt:

Petra Schumacher

Thomas Mann Str. 41
D 53111 Bonn

 

T. +49 (0)228 22723628

petra.schumacher@remove-this.ps-pr.com

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13.08.2017 Standardwerk der Inneneinrichtung

GFDK - teNeues

Andrew Martin Interior Design Review gehört inzwischen zum Standardwerk der Inneneinrichtung. Der jährlich erscheinende Review verheißt auch in seiner 20. Ausgabe allen Design Freaks Interior Design auf höchstem Niveau. Wie in den Jahren zuvor zeigt er die weltweit besten Designer mit ihren Einrichtungsinnovationen.

Auch dieses Mal wird es wieder spannend, denn wer macht das Rennen und wird Andrew Martin's International Interior Designer of the Year? Der Andrew Martin Interior Design Review ist als kiloschweres Kompendium, angefüllt mit internationalen Trends ein unschlagbarer Fundus für Kreative. Oder wie beschrieb es noch die Times? Eben "der Oscar der Interior Design World".

Kreative Ideen für Interior Design

Gegründet wurde ANDREW MARTIN 1978 in Richmond. Die Marke ist seitdem zu einer weltweit bedeutenden Autorität in der Disziplin des Interior Designs geworden und verkauft in 50 Länder weltweit. Mit einem umfangreichen Sortiment aus Stoffen, Tapeten, Möbeln und Home Accessoires, einem Mix aus verschiedenen Kulturen, Jahrzehnten und nostalgischen Fundstücken, ist es die Adresse für Individualisten mit einem Sinn für das Besondere.

Erschienen bei teNeues

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13.08.2017 früher war alles besser

GFDK - Hanser

"War das früher besser?" fragt sich die Schriftstellerin Sibylle Berg. In Ihrem neuen Roman "Wunderbare Jahre" schreibt sie übers Reisen, die große weite Welt und die Frage, wohin das alles führt. Das Buch zeigt viele schöne Bilder von Isabel Kreitz.

1. Januar 2016. Sibylle Berg ist in Tel Aviv, Familienbesuch, und draußen gehen die Böller los. Moment mal, Böller zu Neujahr in Israel? Schreiende Menschen kommen die Straße gelaufen. Sie ducken sich, flüchten in Hauseingänge. Was sich unter dem Balkon abspielt, ist kein Fest. Es ist ein Anschlag. Sibylle Berg ist viel auf Reisen gewesen, jetzt ist der Spaß vorbei.

Wollen wir wirklich in einer Welt herumfahren, wo der Strand zur Kampfzone wird, der Konzertsaal zum Bunker, wo neben dem Café die Bomben fliegen? Sibylle Berg erzählt, wie die Welt war, als wir noch Fernweh hatten: schön, abenteuerlich, romantisch. Und sagt, wie sie heute, im 21. Jahrhundert, ist: zum Weglaufen. Aber wohin?

Neuer Roman von Sibylle Berg

Sibylle Berg, geboren in Weimar, lebt heute als Dramatikerin und Autorin in Zürich und Tel Aviv. Bisher veröffentlichte sie 15 Romane, 17 Theaterstücke und unzählige Essays. Ihre Werke wurden in 34 Sprachen übersetzt. Bei Hanser erschienen Der Mann schläft (Roman, 2009), Vielen Dank für das Leben (Roman, 2012), Wie halte ich das nur alles aus? (Fragen Sie Frau Sibylle, 2013), Der Tag, an dem meine Frau einen Mann fand (Roman, 2014) und zuletzt Wunderbare Jahre (Als wir noch die Welt bereisten, 2016). 

Wundervolle Jahre - ein trauriges Reisebuch

"Ein trauriges Reisebuch hat Sybille Berg da geschrieben (…) Wunderschön, klug und unendlich traurig." Barbara Schäfer, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 04.12.16

"Das Glück der Reise liegt immer irgendwo am Rand, nie in der Erfüllung von Klischees. In Sibylle Bergs Reiselust schwingt jene Weisheit der Vielgereisten immer schon mit (...)" Kathleen Hildebrand, Süddeutsche Zeitung, 18.10.16

"Man liest Sibylle Berg wegen ihres Sounds, dieses sensibel-rotzigen Stils, dieser Art, die Dinge an ihre sehr dünne Haut herankommen zu lassen und mit voller sprachlicher Wut draufzuschlagen. Wer das liebt, kommt auch in diesen Reisestücken auf seine Kosten." Martin Ebel, Der Tages-Anzeiger, 30.09.16

"Sie ist eine Moralistin unter uns Zeitgenossen, eine große Komödiantin, die Angehörige einer Spezies, die nicht aussterben darf, zwischen all den comidians in ihrer dauererregten Albernheit." Rose-Maria Gropp, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.11.16

"Berg packt den Leser unterhaltsam und kritisch mit Fakten, die überzeugen." Annerose Kirchner, Ostthüringer Zeitung, 15.10.16

Erschienen im Hanser Verlag

 

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13.08.2017 Tafelrunde und Rezepte

GFDK - Luchterhand / Random House

»Tafelrunde« versammelt die Lieblingsrezepte von 37 namhaften Schriftstellern. Zugleich erzählen diese Autoren aber auch ganz persönliche Geschichten über die Zubereitung der einzelnen Gerichte und ihre Erlebnisse beim Kochen. Das macht »Tafelrunde« zu einem Muss für alle Freunde des Kochens und der Literatur sowie zu einem idealen Buch zum Verschenken, zum Nachkochen und zum Schmökern.

Als vor einiger Zeit der Schriftsteller Karl-Heinz Ott zu Gast bei Angelika Overath und ihrem Mann Manfred Koch war, brachte er als kleines Dankeschön ein handgeschriebenes Bändchen mit eigenen Rezepten mit. Die Rezepte waren ungewöhnlich und ließen sich leicht nachkochen. Und sie sagten sehr viel über ihren Verfasser aus.

Noch an diesem Abend entstand in Angelika Overath und Manfred Koch die Idee, auch andere Schriftsteller zu bitten, ihre Lieblingsrezepte zu notieren und zu jedem Rezept eine kleine Geschichte zu erzählen. Entstanden ist so ein erzählendes Kochbuch, an dem 37 namhafte Autoren von Brigitte Kronauer bis zu Olga Grjasnowa, von Hans Magnus Enzensberger bis zu Terézia Mora mitgeschrieben haben – ein Band, der beweist, wie sehr viele Schriftsteller nicht nur begnadete Erzähler sind, sondern häufig auch ganz besondere und exquisite Köche.

Zwischen Mohnkuchen und Nussschnaps, venezianischer Leber und Brennnesselsuppe wird von Liebe, Tod und Leidenschaft erzählt und dem Erstaunen darüber, welche Genüsse eine Mahlzeit entfalten kann.

Angelika Overath wurde 1957 in Karlsruhe geboren. Sie arbeitet als Reporterin, Literaturkritikerin und Dozentin und hat die Romane „Nahe Tage“ und „Flughafenfische“ geschrieben. Der Roman "Flughafenfische" wurde u.a. für den Deutschen und Schweizer Buchpreis nominiert. Für ihre literarischen Reportagen wurde sie mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet. Sie lebt in Sent, Graubünden.

Verlagsgruppe Random House GmbH
Neumarkter Str. 28
81673 München

Telefon: Tel.: +49 (0800) 500 33 22

Internet: www.randomhouse.de

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13.08.2017 Süße Köstlichkeiten selbst gemacht

GFDK - Jan Thorbecke

Süße Köstlichkeiten selbst gemacht - Die wunderschönen, unglaublich leckeren Macarons sind zweifelsohne das Größte, was die französische Pâtisserie-Kunst derzeit zu bieten hat.

Von ihren Fans heiß und innig geliebt, erobern sie nun die Herzen der Confiserieliebhaber im Sturm.

Doch probieren Sie es selbst aus: Noch bevor Sie in das außen knusprige, innen jedoch unglaublich zarte Baiser gebissen haben, um an die saftige Füllung zu gelangen, werden Sie sich in Gedanken bereits in einem Pariser Salon de Thé wiederfinden.

Einfache Anleitungen sorgen dafür, dass Ihre Macarons sicher gelingen, und jedes einzelne von Annie Riggs fantasievollen Macaron-Rezepten klingt noch leckerer als das andere. Lassen Sie sich inspirieren.

Jan Thorbecke Verlag

   

Internet: www.thorbecke.de

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