Nachrichten aus der großen weiten Welt

06.12.2021 Zur Weltausstellung Expo 2020

GFDK - Kultur und Medien

Das weltweit größte transportable Kunstwerk steht vor dem höchsten Gebäude der Welt. Ausgestellt vor dem Burj Khalifa, dem höchsten Gebäude der Welt, am bekannten Burj Plaza, parallel zur Expo 2020 Dubai, wird das Global Gate bis einschließlich März 2022 einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung  der Nachhaltigkeitsziele leisten.

Das Kunstwerk lehnt sich darüber hinaus an die thematische Ausrichtung der EXPO 2020 an, die lautet: "Gedanken verbinden, die Zukunft gestalten“. Zur Weltausstellung werden 25 Millionen Besucher aus aller Welt erwartet.

Die deutsche Tagesschau titelte: „Nachhaltigkeitsschau in der Wüste“. An der Eröffnungsfeier nahmen u.a. Khalil Abdul Wahid, Visual Arts Manager at Dubai Culture, Holger Mahnicke, Deutscher Generalkonsul in Dubai, Leon Löwentraut und zahlreiche weitere Persönlichkeiten aus Politik, Kunst und Gesellschaft teil.

Das Global Gate ist das größte mobile Kunstwerk der Welt und wurde mit den 17 Motiven der Kampagne #Art4GlobalGoals von dem jungen erst 23jährigen deutschen Künstler Leon Löwentraut gestaltet. Das in seiner Konstruktion unverkennbar an das Brandenburger Tor angelehnte Kunstwerk ist 24 Meter breit, 21 Meter hoch und hat eine Tiefe von sechs Metern.

Seine fünf Passagen laden den Besucher zu einem Weg der Verwandlung ein: An jeder der zehn Innenwände werden die Inhalte der globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals / SDGs) in 12 verschiedenen Sprachen erklärt.

Um den Transformationsprozess zu intensivieren, hat Löwentraut in der Fotokampagne "My Future" beeindruckende Porträts von Kindergesichtern geschaffen, festgehalten in dem Moment, als sie sich die Frage stellten: „Was bedeutet Zukunft für mich?“

Diese beeindruckenden Schwarz-Weiß-Fotografien, dezent von Leon Löwentraut handübermalt, schmücken die Wände der Durchgänge und begleiten somit die Besucher auf ihrem Weg durch das Gate.

„Ende der extremen Armut, hochwertige Bildung für alle und Frieden und Gerechtigkeit“. Das Kunstprojekt „Global Gate“ dient der Kampagne #Art4GlobalGoals.

Die Kampagne setzt sich dafür ein, dass die von der UN und der Weltgemeinschaft verabschiedeten 17 Nachhaltigkeitsziele, „Sustainable Development Goals“, den Menschen auf der ganzen Welt nähergebracht werden. 

Jetzt trägt das Global Gate die Message der #Art4GlobalGoals-Kampagne nach Dubai und von dort in die Welt.

Leon Löwentraut betont: „Mein Kunstwerk hier in Dubai, auf einem solch bedeutenden Platz der Welt ausstellen zu können, bedeutet mir viel. Ich freue mich, die Menschen hier für das Thema Nachhaltigkeit zu erreichen.“ Er fügt hinzu: „Die Stadt inspiriert mich, groß zu denken. Das gefällt mir.“

Kunstprojektentwickler Marcus Schäfer sagt: „Das Global Gate ausgestellt auf diesem wunderbaren Platz vor dem Burj Khalifa sendet die Botschaft der Nachhaltigkeit von Dubai in die Welt.“ Er ergänzt:

„Ich hoffe, dass viele Menschen durch unsere Kunstaktion Inspirationen für eine nachhaltige Zukunft bekommen – damit unser wunderbarer Planet auch für unsere Kinder und Enkelkinder lebenswert bleibt.“

Galerist und Ausstellungsmacher Dirk Geuer erklärt: „Durch die visuelle Kraft dieses Kunstwerks ist es möglich, die Probleme der Welt darzustellen, aber auch Hoffnung zu vermitteln.“ Er resümiert: „Gemeinsam gehen wir durch das Global Gate in eine neue Nachhaltigkeit.“

Das Global Gate soll mit seiner Kombination aus beeindruckender Größe, hochwertiger Kunst und starker Symbolik in Verbindung mit dem sozialen Engagement der Kampagne allen Besuchern die Kampagnenziele vorstellen und einen Wandel ermöglichen. Kunst hat dazu die Kraft.

Zustande gekommen ist dieses Projekt durch eine Kooperation mit EMAAR Properties und weiteren Partnern.

Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit gilt: Das gesamte Material des Global Gate ist zu 100 Prozent recycelbar. Die verwendeten Farben sind umweltfreundlich. Die notwendigen Container werden am jeweiligen Errichtungsort vom Logistik-Partner zur Verfügung gestellt. Lediglich die Außenfassade reist von Ort zu Ort.

2017 wurde der damals 17jährige Leon Löwentraut als erster Künstler weltweit zur künstlerischen Interpretation der von der UN verabschiedeten 17 globalen Ziele zur nachhaltigen Entwicklung der Weltgemeinschaft ausgewählt.

Für die Kampagne „#Art4Global Goals“ malte Leon Löwentraut – mit Unterstützung der UNESCO, der YOU Stiftung und Geuer & Geuer Art – insgesamt 17 Unikate.

Diese Arbeiten werden bis 2030 weltweit für die Bekanntmachung und Unterstützung der nachhaltigen Entwicklungsziele eingesetzt. Die 17 Ziele (Goals) sollen dazu beitragen, allen Menschen auf unserem Planeten ein Leben in Würde zu ermöglichen. Die Eröffnungsausstellung der Kampagne fand 2018 im UNESCO-Headquarter Paris statt.

Leon Löwentraut

Der junge, extravagante Maler zählt zu den gefragtesten Künstlern der Gegenwart. Seine Werke waren u.a. bereits in New York, London, Kopenhagen, Singapur, Zürich sowie im Puschkin-Museum in St. Petersburg, im Palazzo Medici Riccardi in Florenz, im Osthaus Museum in Hagen, in der Biblioteca Nazionale Marciana in Venedig, im Kunstforum Wien und im Bayerischen Nationalmuseum in München zu sehen.  

Erst kürzlich wurde er von Forbes unter die „30 under 30“ (die 30 wichtigsten deutschen Persönlichkeiten unter 30 Jahren) gewählt. 

Löwentraut, 1998 in Kaiserslautern geboren, malt seit seinem 7. Lebensjahr. Er arbeitet in der Nähe von Düsseldorf.

Expo 2020 Dubai

Aufgrund der zentralen Lage und der guten Erreichbarkeit ist die Expo 2020 Dubai die am stärksten international ausgerichtete Weltausstellung der Geschichte. 192 Länder – eine Rekordzahl – nehmen an der Weltausstellung teil.

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04.12.2021 Fernbeziehung keine Seltenheit

GFDK - Kultur und Medien

Das Thema Fernbeziehung wird sehr oft heiß diskutiert und kann für so manches Paar Kummer bedeuten. Sich einander nahe fühlen, aber einander nicht sehen können, kann schwierig werden. Aber es gibt auch Abhilfe, wie die Liebe auf Distanz funktionieren kann.

Selbst Sexualität auf die Ferne ist dank Webcam und Co. möglich und durch den Einsatz eines Masturbators oder Vibrators wird das Feeling noch verbessert. Was aber sind die besten Tipps, um eine Fernbeziehung zu führen und nicht an der Distanz zu verzweifeln?

Fernbeziehung keine Seltenheit

Rund jede achte Beziehung ist eine Fernbeziehung und das über einen längeren Zeitraum. Hierfür kann es berufliche Gründe geben, manchmal lernt sich ein Paar aber schon auf Distanz kennen, wie zum Beispiel im Urlaub oder auf einer Reise.

Wenn die Liebe Funken sprüht, sind Kilometer oft gar nicht mehr so wichtig! Flexibilität und Mobilität sind heute für viele Menschen enorm wichtig geworden. Denn das eigene Dach über dem Kopf ist, in Form eines Eigenheims, für viele zu teuer.

Diese Flexibilität spiegelt sich auch im Berufsleben wider. Mehr Menschen müssen einsatzbereit sein, arbeiten für kurze Zeit sogar im Ausland und die Partnerschaft bleibt dabei auf der Strecke. Doch die gute Nachricht ist, dass Liebe auf Distanz funktionieren kann, wenn beide dahinter stehen und aufrichtige Liebe vorhanden ist!

Verbunden bleiben, dank digitaler Kommunikation

Viele Menschen wachsen heute in der digitalen Zeit auf und können sich ein Leben ohne WhatsApp, FaceTime und Skype überhaupt nicht mehr vorstellen. Wer noch vor 50 Jahren eine Fernbeziehung führte, setzte auf Telefonate, über das Festnetztelefon.

Fotos konnten nur per Post versendet werden und erhielten dann einen Ehrenplatz im Rahmen auf dem Nachttisch. Anders heute, wo von überall aus schnell ein Video für den Partner gedreht, ein Selfie geschossen oder auch eine Sprachnachricht versandt werden kann.

Die Fernbeziehung mit Verbundenheit ist heute deutlich einfacher möglich und indem der Partner am eigenen Leben teilhaben kann, wird die Distanz ein Stück weit überwunden.

Wer seinem Partner das leckere Essen im Restaurant, den Weihnachtsmarkt oder den neuen Pullover zeigen möchte, hat im Bruchteil von Minuten ein Foto geschickt und gibt dem anderen so das Gefühl, er wäre nicht kilometerweit entfernt, sondern eigentlich ganz nah dabei.

Vertrauen und gemeinsame Zukunftsplanung

Wenn die Zukunftsplanung eines Paares auseinander driftet, wird es nicht nur in der Fernbeziehung schwierig. Selbst in einer „Vor-Ort-Partnerschaft“ kommt es zu Problemen, wenn einer eine kinderreiche Familie wünscht, der andere aber sein Leben auf Reisen verbringen möchte.

Daher ist eine gemeinsame Zukunftsplanung so wichtig. Bei einer Fernbeziehung helfen die gemeinsamen Ziele außerdem dabei, die gefühlte Distanz zu überbrücken.

Wer weiß, dass er nur noch die letzten zwei Jahre des Studiums den ICE für die gemeinsame Zeit benötigt, kann damit bedeutend einfacher umgehen. Es ist eine Zeit, die vorübergehen wird. Natürlich spielt Vertrauen eine ganz entscheidende Rolle, denn eine Beziehung auf Distanz gibt Möglichkeiten. Wie soll es der Partner mitbekommen, wenn eine Liebelei mit einer dritten Person den Alltag bestimmt?

Doch Fremdgehen ist nur in wenigen Fällen die Ursache, warum Fernbeziehungen scheitern. Viel problematischer ist es, wenn einer dem anderen kein Vertrauen schenken kann. Das ist aber maßgeblich entscheidend und die Basis dafür, dass Sie sich an den Wochenenden in die Arme schließen und die gemeinsame Zeit genießen können.

Fernbeziehung als Chance gegen Monotonie

Die Beziehung auf Entfernung ist nicht zwingend ein hartes Schicksal, sondern kann auch eine Bereicherung sein. Wer zu früh zusammenzieht, leidet oft nach kurzer Zeit unter Monotonie und dem Stress des Alltags.

Die Beziehung mit Abstand führt dazu, dass der Partner länger neu und aufregend bleibt und sich im Laufe der Monate und Jahre eine tiefe, haltbare Liebe entwickelt. Und die Momente, wenn Sie einander endlich wiedersehen, sind geprägt von ganz besonderen Emotionen!

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04.12.2021 Wird die Vielliebe salonfähig?

GFDK - Kultur und Medien

Die Welt der Liebe und der Sexualität hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert. Während es früher beispielsweise fast ausschließlich erotisches Spielzeug für Frauen gab, stehen auch für Männer heute spannende Produkte wie Fleshlights und vieles mehr zur Verfügung.

Und auch in der Liebe gibt es Neues! So ist Monogamie heute nicht mehr zwingend das Maß aller Dinge, denn immer mehr Menschen bekennen sich offen dazu, in einer polygamen Beziehung glücklich zu sein. Doch wie funktioniert das? Wie leben Menschen, die mehr als eine Person lieben?

Sind Menschen eigentlich monogam?

Einer Umfrage zufolge glaubt nur jeder vierte Befragte daran, dass Menschen überhaupt zur Monogamie geeignet sind. Somit wäre Polygamie ein natürliches Resultat dessen, was der Mensch durch gesellschaftliche Konformität in vielen Jahrzehnten verbergen wollte.

Doch in vielen Lebensbereichen gibt es einen immer deutlich spürbaren Wandel. Menschen von heute setzen auf die Erfüllung ihrer Träume, ernähren sich vegan und lieben polyamor!

Aber wie funktioniert die Lebensart mit mehreren Beziehungen und liebt da jeder jeden? Bei einer polygamen Beziehung gibt es verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten, in der Regel bedeutet der Begriff aber, dass eine Person mit mehreren Personen in einer Liebesbeziehung ist. Ob diese Liebesbeziehung zu dritt gelebt wird oder getrennt voneinander, ist sehr unterschiedlich und vom Gusto des Einzelnen abhängig.

Wird die Vielliebe salonfähig?

Stars wie Willow Smith stehen offen zu ihrer Vorliebe polyamourös zu lieben und ernten damit nicht nur Zuspruch. Vor allem für ältere Generationen ist es oft schwer zu verstehen, wie das Bild der typischen Beziehung mehr und mehr aufgelöst wird.

Allerdings steigt parallel hierzu auch die gesellschaftliche Akzeptanz von Besonderheiten. Bei der Polyamorie wird niemand betrogen, die Menschen wissen voneinander, der Vorwurf des Ehebruchs, der oft gemacht wird, ist damit hinfällig.

Nicht selten kommt es vor, dass ein Paar seit vielen Jahren monogam zusammenlebt und sich schließlich entscheidet, einer dritten Person Zutritt zur Beziehung zu verschaffen.

So ist das Konzept denkbar, dass aus einem Duo ein Trio wird, bei dem alle drei Beteiligten gleiche Beziehungsrechte haben. Solche Konzepte sind häufiger als parallele Partnerschaften, die schon rein logistisch schwierig werden.

Ist Polygamie Betrug am Partner?

In einer polygamen Beziehung betrügen sich die Mitglieder nicht, denn sie wissen, dass noch andere Beziehungen bestehen. Oft haben beide Partner eines Paares weitere Partnerschaften und es wird offen darüber gesprochen.

Es ist nicht zwingend vorausgesetzt, dass sich alle Beteiligten persönlich kennenlernen, die Kenntnis über die Existenz eines weiteren Partners ist ausreichend. Die Verteilung der Aufmerksamkeit, die gemeinsam genutzte Zeit, all das muss individuell nach persönlichem Geschmack entschieden werden.

Doch auch in polygamen Beziehungen ist Betrug möglich! Der Grundsatz eines solchen Beziehungsmodells besteht darin, dass über die bestehenden Parallelbeziehungen offen gesprochen wird. Ist das nicht der Fall, wird es in der Poly-Szene als Betrug gewertet. Partnerschaften mit anderen Personen sind offiziell erlaubt, somit sind Heimlichkeiten überflüssig.

Welche Schwierigkeiten bringt Polyamorie mit sich?

Auch bei polygamen Beziehungen kann es zu Schwierigkeiten kommen, insbesondere, wenn es sich um den Erstversuch handelt. Das größte Problem ist Eifersucht, die eigentlich keine Rolle spielen sollte.

Eifersucht ist allerdings ein Instinkt, der sich nicht so einfach wegdiskutieren lässt. Und spätestens, wenn ein Partner mehr Zeit gewidmet bekommt, kann das zu Unsicherheiten führen.

Um erfolgreich und ohne seelischen Kummer polygam leben zu können, ist Offenheit gegenüber dem anderen von immenser Wichtigkeit. Alle Sorgen und Nöte sollten immer und zu jeder Zeit miteinander geteilt werden können, in allen parallel existierenden Partnerschaften.

Eine weitere Schwierigkeit kann entstehen, wenn ein Kinderwunsch vorhanden ist. Hier wird es nicht nur dem Kind gegenüber schwierig, das Konzept zu erklären, sondern es stellt sich auch die Frage, welcher der verschiedenen Beziehungen das Kind entspringen soll.

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02.12.2021 Kanjo Také: Intangible World

GFDK - Kultur und Medien

„Die  Dinge, die ich mache, habe ich noch nie zuvor gesehen.“(Kanjo Také) In einer großen Retrospektive präsentiert die Kunstinitiative Wurzeln und Flügel e.V. auf Schloss Reuschenberg mit der Ausstellung „Intangible World“ mehr als 50 Werke des Düsseldorfer Multimedia-Künstlers Kanjo Také.

Highlight der Ausstellungseröffnung: Riesige Manga-Figuren, die um 17 Uhr auf einem ca. 10 Meter hohen Wasser-Schild im Schlossweiher erstrahlen. 

Darüber hinaus wird im Schwimmbad des Schlosses die „Cosmo-Video-Rauminstallation“ gezeigt - eine Projektion ohne Horizont, in der sich eine Weltkugel, bestehend aus ineinander verflochtenen Menschenkörpern aller Hautfarben, zu Klängen aus dem Kosmos bewegt.

Es gilt die 2G-Regel (geimpft oder genesen).

„Wir freuen uns sehr, das umfangreiche Schaffen dieses Ausnahmekünstlers bei uns vorstellen zu können“, betont Beate Düsterberg, Kuratorin und Mitgründerin der Initiative. Sie ergänzt: „Intangible World führt über drei Etagen in eine Welt des Nicht-Fassbaren, in der jeder Besucher sein ganz persönliches Abenteuer erleben kann.“

Zu sehen sind Digital Paintings, Fotografien, Zeichnungen, Malerei und Videos aus den Jahren 2009 bis heute – darunter auch Takés berühmte Geisha-Serie und die mehrteiligen Tafelbilderreihen „Evolution“ oder „Hokkaido“.

„Kunst ist der einzige Ort für freies Denken“, erklärt Kanjo Také, der in Düsseldorf lebt und arbeitet. Seine steile Karriere als international erfolgreicher Art Director beendete er 2005 - seitdem arbeitet er nur noch als freier Künstler. Weltweites Aufsehen erregte er, als er 2003 als einziger Fotokünstler die Foto-Mangas schuf.

Als Wanderer zwischen kulturellen Welten experimentiert Kanjo Také immer wieder mit neuen Techniken, kombiniert Fotografie mit Malerei, Collagentechnik und Videokunst.

Jede Sequenz ist zugleich ein intuitiv durchdachter Gedankengang und eine eindrucksvoll komponierte Bildfolge. Themen seiner Breitwandpanoramen, Stillleben, Landschaften und artifizielle Digital Paintings: Motive und geheimnisvolle Symbole aus der Heimat - Deutschland und Japan. 

Professor Dieter Ronte, bekannter Kunsthistoriker und ehemaliger Museumsdirektor in Wien, Hannover und Bonn, erklärt: „Kanjo Také ist der Meister der digitalen Malerei.

Sein bildnerisches Vermögen garantiert ihm eine Eigenständigkeit, die ästhetische Erfindungen erlaubt, die in der heutigen medialen, digitalen Malerei und Fotografie einmalig sind“.

Kanjo Také

„Intangible World“

28. November 2021 bis Ende März 2022 

Schloss Reuschenberg

Gerhard-Hoehme-Allee 1

41466 Neuss

Kanjo Také studierte Malerei im spanischen Granada und Visuelle Kommunikation und Fotografie an der Hochschule der Künste Berlin. Als Art Director arbeitete er für internationale Agenturen in Tokio, New York, London, Zürich und Hamburg. Seine Werke wurden unter anderem bereits in Venedig, Taipeh, Miami, Shanghai, Tokio und Abu Dhabi gezeigt.

Der Verein Kunstinitiative Wurzeln und Flügel e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, außergewöhnliche Kunst- und Kulturprojekte zu fördern sowie Künstler und deren Projekte zu unterstützen.

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30.11.2021 Immobilien 13 % teurer als noch vor einem Jahr

GFDK - Kultur und Medien

Nur noch 4,8 Prozent der Bundesbürger zwischen 30 und 44 Jahren können sich rein rechnerisch Wohneigentum leisten. Noch im Jahr 2010 waren es 8,7 Prozent. Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, wollen zwar immer mehr Deutsche Immobilien erwerben, sind jedoch immer seltener dazu imstande.

Inzwischen haben nur noch rund 241.000 Mieterhaushalte in besagter Altersgruppe die Möglichkeit, Wohneigentum zu erwerben. In den meisten Fällen scheitert es weniger am Einkommen, sondern eher an der Eigenkapital-Hürde.

Dass das Interesse an einer eigenen Wohnung groß ist, das zeigen Suchmaschinendaten. Das Google-Suchvolumen für die Suchbegriffe „Wohnung Kaufen“ stieg in den letzten 5 Jahren merklich an, aktuell notiert der Google-Trend-Score bei 79, wobei ein Wert von 100 für das größtmögliche relative Suchvolumen steht.

Auch die Preisentwicklung dürfte eine wichtige Rolle spielen – zumal, da steigende Immobilienpreise auch das für einen Kredit notwendige Eigenkapital nach oben schrauben. Lag der Preis für Eigentumswohnungen in Deutschland im 3. Quartal 2021 im Durchschnitt bei 3.257 Euro pro Quadratmeter, waren es im Jahr zuvor im Mittel 2.881 Euro.

Ungeachtet der Rallye an den Immobilienmärkten konnten die großen deutschen Konzerne der Branche zuletzt nur bedingt profitieren – zumindest dann, wenn es nach der Börsenperformance geht. Stieg der Preis der Deutsche Wohnen Aktien im Jahresverlauf zwar um 4,8 Prozent an, büßten Vonovia Aktien etwa 2,3 Prozent ein.

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30.11.2021 Einzelausstellung in Lübeck

GFDK - Kultur und Medien

Die Jury mit Mitgliedern international bekannter Kunstinstitutionen hat den amerikanischen Künstler Matt Mullican als zweiten Preisträger des Possehl-Preises für Internationale Kunst ausgewählt. Die Preisvergabe sowie die Eröffnung seiner Einzelausstellung in Lübeck erfolgen im Oktober 2022.

Mit dem Possehl-Preis für Internationale Kunst zeichnet die Possehl-Stiftung lebende Künstlerinnen und Künstler mit nationalem und internationalem Renommee für ihr Lebenswerk oder eine herausragende Arbeit beziehungsweise Werkgruppe aus.

Seit 2019 wird dieser alle drei Jahre vergeben. Die Auszeichnung umfasst ein Preisgeld von 25.000,- Euro sowie die Ausrichtung einer Ausstellung in Lübeck. Matt Mullican zeigte sich begeistert von den Möglichkeiten, die sich ihm im Zusammenhang mit der Auszeichnung bieten:

Neben Ausstellungen in der Kunsthalle St. Annen und in der Kirche St. Petri zu Lübeck plant der Künstler Performances sowie Installationen im öffentlichen Raum.

Mit Matt Mullican (geb. 1951) wird einer der wegweisenden Vertreter der so genannten Pictures Generation geehrt, die Mitte der 1970er Jahre den Einfluss massenmedialer Bilder in der alltäglichen Wahrnehmung untersuchten und sie somit als festen Bestandteil künstlerischer Auseinandersetzungen deklarierten.

Sein Werk ist vielschichtig angelegt, es reicht von Malerei über verschiedene druckgrafische Techniken bis hin zu bildhauerischen Arbeiten und Performances; seine Ausstellungen interagieren stets mit den räumlichen Begebenheiten.

Die Jury würdigt mit der Vergabe des zweiten Possehl-Preises für Internationale Kunst sein Lebenswerk, welches bis heute maßgeblichen Einfluss auf jüngere Künstlergenerationen ausübt.

Matt Mullican lebt und arbeitet in Berlin und New York.

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25.11.2021 NDR Fernsehen

GFDK - Kultur und Medien - Filme, Kino und TV

Das „NDR-Info“-Moderationsteam verstärkt sich mit zwei profilierten Journalistinnen: Bibiana Barth und Romy Hiller präsentieren künftig die Nachrichtensendungen für den ganzen Norden im NDR Fernsehen. Dabei wechseln sie sich ab mit dem bestehenden Team aus Juliane Möcklinghoff und Thorsten Schröder.

Das Quartett moderiert die Ausgaben von „NDR Info“ um 14.00 Uhr, 16.00 Uhr und 17.00 Uhr, die Sondersendungen „NDR Info Extra“ sowie das digitale Format „NDR Info Live“. Romy Hiller hatte bereits erste Einsätze, Bibiana Barth hat ihre Premiere am 24. November.

NDR Chefredakteur Andreas Cichowicz: „Mit Bibiana Barth und Romy Hiller verstärken uns zwei kompetente Moderatorinnen und Journalistinnen, die zudem eine biografische Gemeinsamkeit teilen:

Sie kennen Lebensgefühl und Perspektiven der Menschen im Osten und Westen Deutschlands gleichermaßen – diese Vielfalt ist NDR Info bei der Aufbereitung seiner Themen wichtig.

Mit beiden Moderatorinnen wollen wir zudem unser neues Online-Nachrichtenangebot ‚NDR Info live‘ weiterentwickeln und beide werden auch bei NDR Info im Radio zu hören sein.“

Bibiana Barth wurde 1986 in Bautzen geboren. Sie studierte an der Universität Potsdam Europäische Medienwissenschaft und schloss in Leipzig einen Masterstudiengang in Wirtschaftswissenschaften an.

Erste journalistische Erfahrung sammelte die Obersorbin im Sorbischen Rundfunk des MDR. Danach war sie neun Jahre für den MDR als Journalistin, Online-Moderatorin und Nachrichtenreporterin tätig. 2019 wechselte sie zum Hessischen Rundfunk als Teamleiterin der Markensteuerung bei hr-iNFO. Dort moderierte sie die Sendung „hr-iNFO Das Interview“ und die ARD Börse im HR.

Bibiana Barth: „Vielfalt, das verbinde ich mit dem Norden. Vielfalt, die sich auch in meiner eigenen Biografie wiederfindet: In einer sprachlichen Minderheit aufgewachsen, in zwei Sprachen zu Hause, in Ost genauso wie in West, auf dem Land verwurzelt, in der Großstadt Wurzeln schlagen gelernt. Ich freue mich darauf, diese Vielfalt bei ‚NDR Info‘ einbringen zu können.“

Romy Hiller wurde 1981 in Wismar geboren. Nach einem Volontariat und mehrjähriger Tätigkeit bei Antenne Mecklenburg-Vorpommern wechselte sie 2005 zu RTL Nord und absolvierte eine Ausbildung zur TV-Moderatorin.

Diese führte sie unter anderem ins RTL-Hauptstadtstudio, in das New Yorker Auslandsstudio und in die Redaktion von „RTL aktuell“. Bis 2019 arbeitete Romy Hiller als Moderatorin und Autorin für das Regionalprogramm „RTL Nord“ und als Korrespondentin und Autorin für „RTL aktuell“.

Seit 2018 moderierte sie das Ressort „Wirtschaft“ bei tagesschau24 und arbeitete seit April 2019 als Autorin für die Redaktion Wirtschaft beim NDR Fernsehen. Seit Dezember 2020 moderiert sie bei tagesschau24 und spricht Nachtausgaben der tagesschau.  

Romy Hiller: „Ich bin ein echtes Nordlicht, in Mecklenburg-Vorpommern geboren und aufgewachsen. Der NDR begleitet mich, seit ich denken kann. Jetzt gemeinsam mit dem großartigen ‚NDR Info‘-Team aus allen Regionen des Nordens berichten zu dürfen, freut mich sehr.“

„NDR Info“ ist die Informationsmarke des NDR, sie steht für Nachrichten rund um die Uhr für den Norden - im Fernsehen, im Radio, Online, in der App und in Social Media. „NDR Info“ bietet zuverlässige, unabhängige Informationen.

Die „NDR Info“ Reporter*innen sind nah dran am Geschehen in Norddeutschland, informieren schnell und verständlich, erläutern aber auch Hintergründe und Zusammenhänge.

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23.11.2021 DIE FAMILIENUNTERNEHMER

GFDK - Kultur und Medien

Einstimmig bestätigten DIE FAMILIENUNTERNEHMER Niederrhein Düsseldorf  den Unternehmer Marco van der Meer in seinem Amt als Vorstandsvorsitzender. Auch die anderen Mitglieder des Gremiums wurden bei der Mitgliederversammlung im Gründer- und Technologiezentrum Solingen ohne Gegenstimme wiedergewählt.

Zudem gibt es zwei Neue im Vorstandsteam: Christa Stein, Chefin einer am Düsseldorfer Carlsplatz residierenden Design-Agentur sowie Yvonne Schmittenberg, die in dritter Generation die gleichnamigen Metallwerke in Wuppertal leitet.

Ab sofort entscheiden die beiden Unternehmerinnen zusammen mit Marco van der Meer, Thomas Rick, Andreas Oehme, Bozidar Radner, Lothar Grünewald, Franz Josef Odendahl und Stefan Käßler über den zukünftigen Kurs des Regionalkreises.   

In seiner Wahlansprache gab Marco van der Meer einen Rechenschaftsbericht seiner bisherigen Vorstandsarbeit und skizzierte die wichtigsten Ziele seiner zukünftigen Amtszeit.

Der gebürtige Niederländer und geschäftsführende Gesellschafter der Meerx group betont: „Wir werden die Politik weiterhin konstruktiv begleiten, uns in gesellschaftlich relevante Debatten einmischen und den gemeinsamen Gedankenaustausch im Verband auch in Coronazeiten, soweit es möglich ist, intensiv pflegen.“

Er ergänzt: „Immer mehr Frauen tragen unternehmerische Verantwortung. Wir freuen uns, dass unser Vorstand durch zwei Frauen verstärkt wird.“ Die Wahl leitete souverän Dr. Georg Rotthege, NRW-Vorstand von DIE FAMILIENUNTERNEHMER.

Nächste Veranstaltung des Wirtschaftsverbandes ist der beliebte Galerierundgang. Diesmal geht es durch vier Galerien des Kunst-Hotspots Flingern unter kundiger Leitung von Kunstliebhaber und -sammler Dr. Georg Rotthege. Im neuen Jahr folgt als Auftaktveranstaltung der große Neujahrsempfang.

DIE FAMILIENUNTERNEHMER folgen als politische Interessenvertretung der Familienunternehmer den Werten Freiheit, Eigentum, Wettbewerb und Verantwortung. Die Mitgliedsunternehmen erwirtschaften einen Jahresumsatz von ca. 460 Mrd. Euro (Vgl. BIP Deutschland: rund 3.025 Mrd. Euro). Über 90 Prozent der Unternehmen in Deutschland sind eigentümergeführte Familienunternehmen.

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23.11.2021 NFT im Gaming-Sektor

GFDK - Kultur und Medien

Der Gaming-Markt wächst und wächst: Erzielt die Branche im Jahr 2021 global rund 175,8 Milliarden US-Dollar, soll sich der Umsatz aktuellen Prognosen zufolge im Jahr 2024 schon auf 218,7 Milliarden Dollar belaufen.

Technologien und Konzepte wie Blockchain und Metaverse könnten fundamentale Veränderungen herbeiführen, dessen Ausmaß für die meisten dieser Tage noch kaum vorstellbar sein dürfte.

In den vergangenen Jahren beherrschte das sogenannte pay to win System zahlreiche Videospiele. Ohne den Einsatz von Echtgeld haben Spieler hierbei keine realistische Chance, Spitzenplätze zu erreichen.

Doch dies könnte schon bald ein Relikt aus der Vergangenheit sein. Stattdessen scheint immer mehr dafürzusprechen, dass sich play to earn Varianten durchsetzen.

Dabei steht GameFi für die Verschmelzung von dezentralen Finanzen und Gaming, für Spiele, die auf einer Blockchain-Technologie basieren und finanzielle Elemente enthalten – Spieler haben hier die Möglichkeit, Geld mit dem Spielen zu verdienen.

Auch Ubisoft scheint die Zeichen der Zeit erkannt zu haben. So äußerte CEO Yves Guillemot unlängst, dass play to earn sowie die Blockchain-Technologie revolutionär für den Gaming-Sektor seien.

Auch beim Thema Metaverse stehen die Zeichen auf Wachstum – folgt man dem Global Games Market Report, dann handelt es sich hierbei mitnichten um ein kurzfristiges Phänomen: „The Metaverse trend is here to stay“, wie es dort im Studienfazit heißt.

Der Krypto-Markt ist ebenfalls hiervon betroffen. Spätestens seit der Umbenennung von Facebook zu Meta stehen entsprechende Digitaldevisen hoch im Kurs.

Besonders beliebt hierbei: Decentraland (MANA). Binnen weniger Tage kletterte der Google-Trend-Score, welcher das relative Suchvolumen angibt, von 9 auf den Höchstwert von 100. Alleine binnen der letzten 30 Tage stieg der Preis von Decentraland um 373 Prozent.

Auch das Thema NFT spielt eine immer größere Rolle im Gaming-Sektor. Bei den NFT-Games mit den meisten Spielern landet Alien Worlds gegenwärtig auf dem ersten Platz. Bis das Thema auch bei den Platzhirschen der Branche von großer Bedeutung ist, ist indes nur noch eine Frage der Zeit.

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22.11.2021 „All that I can’t leave behind“

GFDK - Kultur und Medien

Noch bis zum 9. Januar 2022 zeigt unser Autor und Fotograf Sönke C. Weiss seine Fotoausstellung „All that I can’t leave behind“ in der Red Hill Art Gallery for Contemporary Art in Nairobi, Kenia. Die Ausstellung wurde mit Hilfe der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland Nairobi und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen realisiert. Hier Auszüge aus seiner Eröffnungsrede: 

Fotografie ist zuallererst eine Sichtweise. Sie ist nicht das Sehen selbst. Seit annähernd 25 Jahren fotografiere ich Afrika und bereise den Kontinent, habe dort viele Jahre lang gelebt.

Reisen ist nicht immer schön. Reisen ist nicht immer bequem. Manchmal tut es weh, es bricht dir sogar das Herz. Aber das ist OK. Jede Reise verändert dich; sie sollte dich verändern.

Sie hinterlässt Spuren in deinem Gedächtnis, in deinem Bewusstsein, in deinem Herzen und in deinem Körper. Du nimmst etwas mit, und hoffentlich lässt du etwas Gutes zurück

Im Südsudan fing meine Reise durch Afrika an, die mich mittlerweile durch beinahe drei Dutzend Länder geführt hat; zuletzt nach Kenia, Tansania und Ruanda, um in den Jahren 2020 und 2021 die Folgen von Covid-19 zu dokumentieren.

Ich habe viele territoriale Grenzen überquert, physische wie kulturelle. Doch ein ganzes Leben würde nicht ausreichen, um zu behaupten, Afrika zu kennen.

In meiner Fotoausstellung „All that I can‘t leave behind“, also „Alles was ich nicht zurücklassen kann“, vereine ich viele meiner Aufnahmen zu einem Gesamtbild. So wie Afrika für mich ein Gesamtbild ist, ein Mosaik aus Diversität, eine Sinfonie der menschlichen Existenz.

Hier ist meine Tochter aufgewachsen; hier habe ich Freunde fürs Leben gefunden; hier habe ich Menschen sterben sehen. Nicht nur vor dem Objektiv meiner Kamera.

Es sind heute aber die Spuren des Lebens, die ich nicht zurücklassen kann; auf die des Sterbens verzichte ich bewußt, auf die Hungersnöte, die Bürgerkriege und Aids-Pandemie.

An diesen Fotos wäre ich einst selbst erstickt. Ich entscheide mich heute, nur das Leben zu zeigen, den Bildern Raum zum Atmen zu schenken und das zu teilen, was uns als Menschen verbindet, nicht trennt. Kunst als verbindendes Glied zwischen den Kulturen. 

Denn ich gehöre nicht zu der Armee von mechanisierten Fotografen, die durch Afrika donnern und abdrücken. Was meine Arbeit hoffentlich hervorhebt, ist eine gewisse Ruhe, die dem Kontinent den Respekt schenkt, den er verdient. Ein Foto ist ein Bruchstück.

Ein kurzer Blick. Wir häufen Blicke, Bruchstücke an. Wie im wahren Leben. Letztendlich aber ist ein gutes Foto ein Kind vieler Eigenschaften: Technik, Timing, Fügung, Psychologie, Beharrlichkeit, purer Zufall und schlußendlich gesunder Menschenverstand.

Alle Fotos streben nach Einprägsamkeit. Das heißt, nach Unvergesslichkeit. So sind meine Bilder eine Zeitreise. Auch durch meine eigene Geschichte.

So bin ich wohl ein Geschichtenerzähler. Vermutlich kann ich mit den hier präsentierten Fotos alle Geschichten erzählen, die ich zu erzählen habe. Ich gehe an Orte, ich komme zurück. Ich zeige, wie ich mich an den Orten gefühlt habe.

Damals wie heute. Man kann die Vergangenheit nicht zurücknehmen oder ungeschehen machen, manche Paradiese sind für immer verloren, während sich neue Chancen bieten, innen wie außen.

Während ich diese Fotoausstellung vorbereitet habe, hat ein Virus namens Corona unser Leben und unseren Alltag stark verändert. Auf der ganzen Welt.

Neue Spielregeln im sozialen Umgang miteinander beeinflussen vorübergehend unser Leben. Wir halten mehr Distanz zueinander, tragen Masken und sind zum Teil von Angst getrieben. Ich hoffe, dass das alles bald vorbei ist.

Wir sind soziale Lebewesen. Toleranz, Verständnis und Menschenliebe im Herzen helfen uns im Alltag. Ein neues Wir-Gefühl wächst heran. Afrika im Umbruch wahrzunehmen ist ein großartiges Erlebnis.

Afrika war und ist Teil der Weltgemeinschaft. Auch wenn die Welt oftmals nicht hingeschaut hat, wenn sie es hätte tun sollen. Doch eine neue Generation fordert diese Aufmerksamkeit seit Jahren beharrlich ein. Das ist gut so.

Auch Covid-19 kann dies nicht stoppen. Black Lives Matter wird zu einem globalen Phänomen. Auch das will ich nicht zurücklassen. Ich hoffe, meine Bilder transportieren diese Philosophie, diese Lebensauffassung.

Denn ich habe keine Agenda, aber ich habe einen Standpunkt, der sich von Minute zu Minute ändern kann. Wenn ich etwas Neues erkenne. Denn das Erkennen bedeutet zuallererst Notiz nehmen. Anerkennung ist die Form von Erkenntnis, die ich mit der Kunst gleichsetze.

Wohin die Reise gehen wird, für mich wie für Afrika, das wird die Zukunft zeigen. Klimawandel. Globalisierung. Pandemie. Die Herausforderungen sind groß. Auch und insbesondere für Afrika.

Ich werde dabei sein. Ich habe viele Spaziergänge durch diese schöne Welt gemacht. Ich fühlte den Regen auf meinen Schultern, die Sonne auf meiner Haut, die Wärme der Menschen in meiner Seele. Meine Kamera wird mich begleiten. Auch die kommenden 25 Jahre

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