Nachrichten aus der großen weiten Welt

17.03.2019 Dieter das muss nicht sein

GFDK - Kultur und Medien - Konzert

Diese Nachricht ist wirklich MEGA: DIETER BOHLEN kehrt zurück auf eine deutsche Bühne. Nach 16 Jahren Konzertpause hierzulande will Deutschlands erfolgreichster Komponist und Produzent es noch einmal wissen und spielt live mit Band am Samstag, den 31. August 2019 ein exklusives Open Air Konzert in Deutschland: in Berlin, auf der Zitadelle Spandau – im Gepäck die großen Hits von Modern Talking, Blue System, DSDS und viele mehr.

DIETER BOHLEN zu seiner bevorstehenden Live-Rückkehr in Deutschland: „Nach mehr als 10 Jahren möchte ich mal wieder ein großes Open Air Konzert geben. Darauf gebracht haben mich meine Instagram Follower. Sie fragen mich täglich:

Dieter, du trittst in fernen Ländern, in Moskau, Litauen und Lettland auf... Warum nicht auch in Deutschland? Da haben sie ja Recht. Deswegen möchte ich mit einem großen Konzert in Berlin meinen Fans die Möglichkeit geben, mit mir einen tollen Abend zu verbringen.

Es freut mich schon jetzt, endlich mal richtig Gas zu geben und alle meine großen Hits zu singen. Von Modern Talking über Blue System und den großen Hits von DSDS wie „We have a Dream“ bis „Midnight Lady“ werde ich alles mit meiner Band spielen. Das wird ein Hammer Abend für alle, die mich sehen wollen. Ich freue mich wahnsinnig.“

Karten für das von Concert Concept präsentierte Konzert von DIETER BOHLEN am 31. August 2019 um 19:30 Uhr auf der Zitadelle Spandau gibt es ab Donnerstag, den 14. März um 10:00 Uhr bei uns im Presale!

Verpassen Sie nicht dieses einmalige Open Air Konzert und sichern Sie sich schnell Ihre Tickets,
Ihr Team von myticket.de

 

 

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16.03.2019 Opernstars in Waiblingen

GFDK - Kultur und Medien - Konzerte

Dan Ettinger und die Stuttgarter Philharmoniker begleiten das große Abschlusskonzert

Premiere für ein musikalisches Glanzlicht: Im Rahmen der „Internationalen Opernwerkstatt Waiblingen“ wird die Stauferstadt erstmals zum Treffpunkt für hochbegabten Sängernachwuchs aus aller Welt. Ins Leben gerufen haben das Projekt, das vom 23. bis zum 28. September 2019 stattfindet, die beiden Opernstars Melanie Diener und Thomas Hampson.

Die Sopranistin Melanie Diener lebt seit vielen Jahren in Waiblingen, und die Förderung des sängerischen Nachwuchses ist ihr schon seit längerem ein großes Anliegen. Für ihr kulturelles Engagement erhielt sie die Verdienstplakette der Stadt Waiblingen.

Gemeinsam mit dem Bariton Thomas Hampson entwickelte sie die Idee der internationalen Opernwerkstatt, und beide konnten die Stadt als starken Partner und Ausrichter für das Projekt gewinnen. Die Opernwerkstatt ist in dieser Form in Deutschland einzigartig:

Melanie Diener und Thomas Hampson erarbeiten vier Tage lang mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Arien und Ensembles aus Mozarts „Don Giovanni“ und Verdis „Don Carlo“. Den Abschluss der Opernwerkstatt bildet ein gemeinsames Konzert der jungen Stipendiatinnen und Stipendiaten mit Melanie Diener und Thomas Hampson in Waiblingen, das der Dirigent Dan Ettinger und die Stuttgarter Philharmoniker begleiten.

Die Teilnahme an der Opernwerkstatt ist kostenfrei, Reisekosten werden übernommen und durch die Unterbringung in Gastfamilien fallen für die jungen Sängerinnen und Sänger keine Übernachtungskosten an.

„Waiblingen ist eine Kulturstadt mit zahlreichen Initiativen für Kunst und Musik“, sagt Melanie Diener. „Gerade junge Künstlerinnen und Künstler brauchen möglichst viele Arbeits- und Auftrittsmöglichkeiten, um sich weiter zu entwickeln.

Mit unserer ersten ‚Internationalen Opernwerkstatt‘ können wir genau das anbieten. Wir wollen gezielt Techniken und musikalische Interpretationen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erarbeiten.“

Während der Zeit der Opernwerkstatt sind mehrere kleinere Konzerte in der Stadt geplant, die, ebenso wie das Abschlusskonzert, den Stipendiatinnen und Stipendiaten Gelegenheit geben, das Erarbeitete gleich umzusetzen und vor einem Publikum zu präsentieren.

„Ich bin sehr glücklich darüber, mit diesem Projekt gezielt etwas für den Nachwuchs im Opernfach tun zu können: Dank der Unterstützung der Stadt Waiblingen sowie der Partner und Sponsoren haben wir eine wirkliche Förderung geschaffen.

Gleichzeitig freue ich mich, mit der ‚Internationalen Opernwerkstatt Waiblingen‘ das Renommee meiner Heimatstadt in diesem Bereich nachhaltig zu unterstützen“, so Melanie Diener weiter.

Auch für Thomas Hampson ist die Weitergabe seiner professionellen Erfahrungen an die nächste Generation junger Talente eine Motivation für die „Internationale Opernwerkstatt Waiblingen“:

„So vielem von dem, was auf der Bühne passiert und das Publikum begeistert, ist ein langer Prozess des intensiven Lernens und der Vorbereitung vorausgegangen“, sagt er.

„Junge Künstlerinnen und Künstler müssen erst einmal all die Fähigkeiten entwickeln, die sie für eine professionelle Karriere benötigen. Gerade heute ist die Erwartung an junge Sängerinnen und Sänger, die den Schritt auf die Opernbühne wagen, komplexer als jemals zuvor.

Ich empfinde es als Freude, Privileg und Vertrauensbeweis, dass ich jungen Kolleginnen und Kollegen helfen kann, sich genau die Fähigkeiten zu erarbeiten, die sie für eine lange und erfolgreiche Karriere benötigen.

Für eine Karriere in einer Kunstform, die sich ständig weiterentwickelt und die Emotionen und menschliches Verhalten in einer Sprache ausdrückt, die ‚Musik‘ heißt und an einem Ort präsentiert, der sich ‚Theater‘ nennt.“

Mit der Internationalen Opernwerkstatt erweitert die Stadt Waiblingen ihr kulturelles Engagement und widmet sich ab 2019 gezielt der Förderung junger Sängerinnen und Sänger. Die erste ‚Internationale Opernwerkstatt Waiblingen‘ wird im Rahmen des Kulturprogramms der Remstal Gartenschau 2019 ausgerichtet und soll auch in den kommenden Jahren als fester Termin in der Stadt etabliert werden.

Thomas Vuk, Fachbereichsleiter Kultur und Sport der Stadt Waiblingen, sieht in der Opernwerkstatt damit auch die Chance, die Kunstform Oper in die Stadt hineinzutragen:

„Wir laden junge Nachwuchssängerinnen und -sänger aus Deutschland und der ganzen Welt ein, um in Waiblingen gemeinsam zu arbeiten, zu lernen und sich zu präsentieren. Das Publikum, insbesondere auch Kinder und Jugendliche, sollen im Sinne der kulturellen Bildung an die Oper herangeführt werden. Teilhabe, Begegnung und Austausch sollen ermöglicht werden.“

Um diesen Zugang zu erleichtern, sind die Meisterklassen öffentlich, ebenso wie die kleineren Konzerte der Stipendiaten. Auch Andreas Hesky, Oberbürgermeister von Waiblingen, ist begeistert von dem Projekt:

„Wir freuen uns sehr und sind dankbar dafür, dass die weltbekannte Waiblinger Sopranistin Melanie Diener in Verbundenheit mit der Stadt und dem Bürgerzentrum Waiblingen gemeinsam mit Thomas Hampson die Opernwerkstatt ins Leben ruft und gestaltet.

Die Bürgerschaft ist herzlich eingeladen, Teil der Opernwerkstatt zu werden. Die Internationale Opernwerkstatt Waiblingen soll in die ganze Stadt hineinwirken.“

Beim großen Abschlusskonzert am 28. September 2019 treten sie gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf, unter der Leitung ihres Chefdirigenten Dan Ettinger begleiten die Stuttgarter Philharmoniker den Abend.

„Ich freue mich sehr, gemeinsam mit Melanie Diener, Thomas Hampson und meinem Orchester bei der ersten Internationalen Opernwerkstatt Waiblingen dabei zu sein“, sagt Dan Ettinger. „Wenn wir neue junge Talente im Opernbereich fördern können, ist das eine hochspannende Angelegenheit für uns und unser Publikum.

Das Zusammentreffen zweier internationaler Sängerstars mit dem Nachwuchs macht Waiblingen für die Zeit der Werkstatt zu einem künstlerischen
Brennpunkt der besonderen Art.“

Die „Internationale Opernwerkstatt Waiblingen“ wird ermöglicht mit freundlicher Unterstützung der Helmut Nanz-Stiftung und der Bernd Moosmann – Meisterwerkstätte für Holzblasinstrumente GmbH.

Informationen zur Ausschreibung

Die „Internationale Opernwerkstatt Waiblingen“ richtet sich an junge Sängerinnen und Sänger zwischen 22 und 33 Jahren, die in diesem Format die Gelegenheit erhalten, vier Tage lang an einem Meisterkurs mit Melanie Diener und Thomas Hampson teilzunehmen. 

Gemeinsam werden Arien und Ensembles aus Mozarts „Don Giovanni“ und Verdis „Don Carlo“ erarbeitet, ebenso wird das Abschlusskonzert vorbereitet. Interessierte Sängerinnen und Sänger können eine Bewerbung mit aktueller Biografie und zwei Videobeispielen (auf DVD oder per Link) einreichen.

Pflichtstücke für diese beiden Aufnahmen sind eine Mozartarie und eine Arie nach Wahl. Der Einsendeschluss für die Bewerbungen ist der 31. Mai 2019. Sängerinnen und Sänger, die für die Teilnahme an der Opernwerkstatt ausgewählt werden, erhalten ein Stipendium, das die Unterbringung in Gastfamilien, die Übernahme der Reisekosten und die Teilnahme an der Opernwerkstatt beinhaltet.

Alle Informationen sowie Online-Bewerbungen unter: 

www.internationale-opernwerkstatt-waiblingen.de

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16.03.2019 Die 19. JAZZTAGE DRESDEN

GFDK - Kultur und Medien - Konzerte

Vom 23. Oktober bis 24. November verwandeln die Jazztage Dresden das sächsische Elbflorenz wieder zum Jazz-Mekka. Bei bereits fast 60 bestätigten Konzerten wird es langsam Zeit, Sie, unser Publikum, in das diesjährige Gesamtprogramm einzuweihen:

Am 21. März um 13 Uhr stellt Jazztage-Intendant Kilian Forster zur diesjährigen Pressekonferenz die Konzertvielfalt des Festivals vor. Zwei Stunden später, um 15 Uhr, geht das Gesamtprogramm unter www.jazztage-dresden.de offiziell in den Verkauf.

Das Geheimnis um das Titelgesicht der diesjährigen Jazztage wird gelüftet und eine große Neuerung zur Hauptspielstätte preisgegeben.Turnusmäßig wird das Titelgesicht weiblich. Sie können gerne auf der Jazztage Dresden Facebookseite mitraten. Die ersten beiden richtigen Antworten unter dem Post erhalten je 2 Karten zu Ihrem Konzert.

Bis dahin? Durch unsere neuen Sonderkonzerte durchstöbern


Am 21. und 22. Mai finden zwei interaktive Generalproben der für die Leipziger Bachtage neu konzipierten Show von AutoAuto! Bach Driving Mad mit Christian von Richthofen, Bruno Böhmer Camacho und Kilian Forster statt.

Sie haben die exklusive Möglichkeit bei dem Ticketkauf eines beliebigen Jazztage-Konzertes dafür 2 Tickets zum Preis von nur 19€ zu erhalten. Melden Sie sich dazu direkt unter ticket@jazztage-dresden.de.

Einzigartig und sicherlich bald ausverkauft wird das übernächste JAZZnoTALK Konzert über den Dächern des Neumarkts im BrockmannundKnoedler Salon sein. Es ist uns gelungen, die A-Capella-Gruppe Naturally 7 zu ihrem 20-jährige Band-Jubiläum am 2.9. noch vorab des Abschlusskonzertes nach Dresden zu holen.


Die diesjährigen Sonderkonzerte im Überblick:

17.03.19 20:00, Luca Stricagnoli - "What If?" World Tour, Jazzclub Tonne
15.04.19 19:00, Torsten Goods - Thank You Baby, BrockmannundKnoedler Salon
21.05.19 20:00, AutoAuto! Bach Driving Mad, Scheune Gut Wildberg
22.05.19 20:00, AutoAuto! Bach Driving Mad, Scheune Gut Wildberg
02.09.19 19:00, Naturally 7 - 20 Years Tour, BrockmannundKnoedler Salon
29.09.19 20:00, Nacht der Gitarren, Dreikönigskirche

 

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15.03.2019 Run auf die ersten drei Konzerte

GFDK - Kultur und Medien - Konzerte

Das KonzertGut 2019 startet in seine 4. Saison. Insgesamt gibt es sieben Konzerte vom 17. März bis 20. Oktober 2019. Die Ensemble und Musiker-Auswahl ist international und erhielt weltweit bei Musikwettbewerben zahlreiche erste Preise.

Die Zuhörer können im historischen Rittersaal von der Harfe, über Trios und Streichquartette bis zum Klaviersextett diverse Instrumental-Gattungen erleben. Die Kompositionen sind breitgefächert und erstrecken sich vom 16. Jahrhundert bis heute.

Run auf die ersten drei Konzerte

Nun ist es endlich wieder soweit, die "KonzertGut"-Saison 2019 startet am Sonntag, 17. März 2019 um 17:00 Uhr im historischen Rittersaal des Rittergutes Lucklum. Im ersten Konzert ist das Xenon Saxophonquartett zu Gast, das bereits im Dezember 2018 ausverkauft war.

Ebenso ist das Konzert mit der Harfenistin Silke Aichhorn bereits ausverkauft, das am 5. Mai 2019 stattfindet. Für das Konzert vor der Sommerpause mit dem trio unico am 26. Mai 2019 ist gerade noch eine Ticket im Vorverkauf.

Der Run auf die ersten drei Konzerte, so der künstlerische Leiter Martin-Winrich Becker, ist überwältigend. "Wir freuen uns über den großen Zuspruch und vor allem auch über unsere Abonnenten, die zum ersten Mal 56,3 % der Gesamtkarten ausmachen", so Becker.


Nach der Sommerpause geht es weiter mit internationalen Ensemblen der Spitzenklasse. Am 18. August 2019 konzertiert das Trio d'Iroise, ein reines Streichtrio, im Rittersaal mit Werken von Franz Schubert, Jean Francaix und Frederick Septimus Kelly.

Das katalanische Quartet Gerhard kommt am 15. September mit einem sehr spanischen, aber auch deutschen Programm nach Lucklum. Die vier Streicher spielen Streichquartett-Kompositionen von Juan Crisóstomo de Arriaga, dem "spanischen Mozart", ihrem Namensgeber Roberto Gerhard und dem deutschen Romantiker Johannes Brahms.

Das Phacelia Ensemble aus London wird das Publikum am 29. September 2019 mit einem Jubiläumskonzert zum 200. Geburtstag von Clara Schumann überraschen. Das Klaviersextett spielt Clara Schumanns einziges Klavierkonzert a-Moll op. 7.

Davor erklingt das Streichquartett Nr. 2 op. 10 von Zoltán Kodály und den Schluss des Konzertes bereitet Franz Schuberts berühmtes "Forellenquintett" A-Dur D 667. Mit dem Ensemble Asterion klingt die Saison 2019 am 20. Oktober 2019 aus.

Das Ensemble mit zwei Blockflöten und Cembalo widmet sich venezianischer Musik um 1600. Tickets für dieses Konzert sind nur noch unter 0531.6180007 erhältlich. Für alle anderen Konzerte können Tickets auch online unter www.konzertgut-lucklum.de erworben werden.


"2019 ist auch wieder Deutschlandfunk Kultur", so Becker, "mit dabei und wird voraussichtlich das Konzert mit dem Londoner Phacelia Ensemble live zeitversetzt übertragen."

Tickets
Tickets von € 26 bis € 33 (ermäßigt Schüler/ Studenten vob € 16 bis € 20) zzgl. VVK
(Einlass nur mit Vorlage des Schüler/ Studenten-Ausweises)

Ticket-Büro des KonzertGutes:
Ticket-Hotline 0531.6128537 (Mo. bis Fr. v. 9 - 17 Uhr)
E-Mail ticket@konzertgut-luckum.de

 

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14.03.2019 Der Preis ist mit 50.000 € dotiert

GFDK - Kultur und Medien

Die MARIA LASSNIG STIFTUNG freut sich bekannt geben zu können, dass der biennal vergebene MARIA LASSNIG PREIS 2019 an die indische Künstlerin Sheela Gowda verliehen wird.

Die 1957 in Bhadravati, Indien geborene Künstlerin erhält ein Preisgeld von 50.000 €, sowie eine Einzelausstellung in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, dem institutionellen Partner des zweiten Maria Lassnig Preises.

Der Maria Lassnig Preis wurde bereits vor ihrem Tod 2014 im Alter von 94 Jahren von der bedeutenden österreichischen Künstlerin Maria Lassnig angedacht. Lassnig selbst, die sich zu ebenjenem Zeitpunkt am Zenit ihres Schaffens befand, wurde erst spät als Künstlerin anerkannt.

Diese Auszeichnung soll das Werk von Künstlerkollegen/innen einem breiteren Publikum öffnen. Der Maria Lassnig Preis ist mit 50.000 € dotiert und wird von einer Einzelausstellung der Preisträger/innen begleitet, die von einer mit der Maria Lassnig Stiftung kooperierenden Institution organisiert wird. Eine Jury, u. a. bestehend aus Vertreter/innen der Stiftung und der beteiligten Institution, vergibt die Auszeichnung.

2019 ist dieser institutionelle Partner die Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, das 2010 äußerst erfolgreich eine Ausstellung zu Lassnigs 90. Geburtstag präsentierte. Die Ausstellung von Sheela Gowda, die im Frühjahr 2020 eröffnet, wird von Eva Huttenlauch, diesjähriges Jurymitglied und Sammlungsleiterin sowie Kuratorin Kunst nach 1954 am Lenbachhaus, organisiert.

Die Preisverleihung findet am 7. Juni 2019 während der Ausstellung BODY CHECK. Martin Kippenberger und Maria Lassnig statt, die vom 21. Mai bis 15. September im Lenbachhaus zu sehen ist; weitere Jurymitglieder waren Matthias Mühling und Stephanie Weber, Lenbachhaus München, und Hans Ulrich Obrist, Serpentine Gallery, London; Peter Pakesch, Vorstandsvorsitzender der Maria Lassnig Stiftung sowie die Künstlerin Katharina Grosse. 

Peter Pakesch, Vorstandsvorsitzender der Maria Lassnig Stiftung, äußert sich zum diesjährigen Preis: "Wir freuen uns, nach Cathy Wilkes 2017 die zweite Ausgabe des Preises 2019 an Sheela Gowda zu verleihen, die in ihrer frühen Ölmalerei und gerade auch in ihrer Beschäftigung mit erschwerten Arbeitsbedingungen für Frauen in der indischen Gesellschaft Themenbereiche von Maria Lassnig berührt.

Durch die Zusammenarbeit mit einer führenden internationalen Institution – nach dem MoMA PS1 dieses Mal die Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München – kann die beste Plattform für die Gewinnerin oder den Gewinner sichergestellt werden.

Wir freuen uns über das Engagement des Lenbachhauses hinsichtlich der Kunst und der Anliegen von Maria Lassnig. Mit Ute Meta Bauer und Hans Ulrich Obrist konnten wir internationale Kollegen mit herausragender Expertise im Bereich zeitgenössischer Kunst gewinnen, die bei der Preisverleihung mitwirken.

Über Sheela Gowda
Sheela Gowda lebt und arbeitet in Bangalore, Indien. Sie studierte Malerei an der Ken School of Art in Bangalore sowie der Visva-Bharati University in Santiniketan und am Royal College of Art in London.

Für ihre Skulpturen und Installationen verwendet Sheela Gowda Materialien, die eine narrative Atmosphäre erzeugen und zugleich metaphorische Kraft entfalten: Kuhdung, Kumkum-Pulver, Weihrauch, Kokosfasern, aber auch Haare, Nadeln oder Fäden verbinden Konnotationen von Alltagsgebrauch mit einer poetischen Aufladung.

Damit übt die Künstlerin auch bewusste Kritik an gesellschaftspolitischen Umständen, denn viele ihrer Materialien stammen aus dem Bereich von traditionell mit Frauen assoziierter Arbeit.

Bevor Sheela Gowda sich in den 1990er Jahren Installationen und Skulptur in minimalistischer Formensprache zuwandte, arbeitete sie mit expressiver Ölmalerei, in der ihre späteren Themen bereits angelegt waren.

Das Alltagsleben der indischen Mittelschicht, Konflikte von Frauen im Arbeitswie privaten Leben sowie über die Medien vermittelte Bilder politisch-gesellschaftlicher Spannungen wurden schon früh Gegenstand ihrer künstlerischen Beschäftigung.

Sheela Gowda war bei der Kochi Muziris Biennale 2012, der Venedig Biennale 2009, der documenta 12 und der Lyon Biennale, beide 2007, vertreten. Einzelausstellungen fanden u.a. 2017 in der Ikon Gallery, Birmingham, 2015 im Para Site, Hongkong,

2014 in der daad Galerie Berlin, im Irish Museum of Modern Art, Dublin, im Centre international d'Art et du Paysage in Vassivière, 2013 in der Lunds Konsthall, Lund, im Van Abbemuseum, Eindhoven und 2010 im Office for Contemporary Art, Oslo statt, sowie sind für 2019 im Hangar Bicocca, Mailand und im Centre d'Art Bombas Gens in Valencia geplant.

Beteiligungen an Gruppenausstellungen waren 2014 im Museum Abteiberg, Mönchengladbach, 2012 im Ullens Center for Contemporary Art, Beijing, 2011 im Musée d'Art Contemporain, Lyon, 2009 in der Devi Art Foundation, Neu-Delhi und der Serpentine Gallery, London sowie 2008 im Kunstmuseum Bern und 2003 im Walker Art Center, Minneapolis. 2014 war sie Finalistin des Hugo Boss Award.

 

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13.03.2019 alter Ballast und neue Perspektiven

GFDK - Kultur und Medien - Filme

Es ist niemals zu spät, ein neues Leben zu beginnen: Als ihre Ehe nach 40 Jahren zerbricht, räumt Britt-Marie nicht nur mit ihrem bisherigen Leben auf, sondern sorgt darüber hinaus auch in ihrem neuen Heimatort Borg für frischen Wind…

BRITT-MARIE WAR HIER ist die weibliche Antwort auf EIN MANN NAMENS OVE: Rund 500.000 Kinozuschauer begeisterte die Verfilmung des Bestseller-Romans des schwedischen Autors Fredrik Backman 2016 in Deutschland.

Mit feinsinnigem Humor erzählt die Regisseurin Tuva Novotny, die hierzulande vor allem als Schauspielerin für ihre Rollen in Filmen wie „Eat Pray Love“ oder „Borg/McEnroe“ bekannt wurde, in BRITT-MARIE WAR HIER davon, dass es nie zu spät ist für die Suche nach dem Lebensglück und der eigenen Identität.

In der Hauptrolle des Films glänzt die schwedische Schauspielerin Pernilla August („Swoon“), die einst von Ingmar Bergman für den Film entdeckt wurde.

BRITT-MARIE WAR HIER ist eine warmherzige Komödie über alten Ballast und neue Perspektiven. Der Film startet am 13. Juni 2019 im Verleih von Prokino in den deutschen Kinos.

Kinostart: 13. Juni 2019

Buch & Regie: Tuva Novotny
Mit Pernilla August, Peter Haber u.a.

Im Verleih von Prokino
Vertrieb über STUDIOCANAL

(Schweden 2019/ Länge: ca. 97 Minuten)
OT: Britt-Marie var här

 

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12.03.2019 ein Kreuz mit dem Aussehen

GFDK - Kultur und Medien - Literatur

Es ist doch ein Kreuz mit dem Aussehen. Dauernd vergleicht man sich mit anderen, dauernd gibt es etwas zu bemängeln oder zu bezweifeln. So denkt auch die 18-jährige Anneliese. Sie findet sich nicht hübsch genug, sie würde lieber so aussehen wie ihre ältere Schwester Inge, bei der die Männer Schlange stehen.

Anneliese lebt in Wien und zu einer Zeit, da es als erste Pflicht für Frauen gilt, früh zu heiraten. Und sie glaubt, dass die schönsten Frauen auch die schönsten Ehen führen. Aber wie soll sie das alles bewerkstelligen?

Auf dem Fest ihrer reichen Tante lernt sie den bekannten Schauspieler und Bühnenautor Claudio Pauls kennen, sie trinkt zu viel und ist vorlaut wie immer. Pauls findet die junge Frau sympathisch und nimmt sich ihrer an. Er rät ihr, mehr aus ihrem Aussehen zu machen, wenn sie schon darunter leidet.

Und er rät ihr, einen Beruf zu ergreifen, selbstständig zu werden und nicht alle Zukunftsentscheidungen von ihren Eltern treffen zu lassen.


Gesagt, getan, Anneliese findet eine Stelle als Verkäuferin in einem Strickwarengeschäft und lässt sich im Kosmetik- und Friseurstudio vom Mädchen zur Frau umgestalten … und wohin führt das alles? Es wäre nicht Annemarie Selinko, wenn es kein vergnügliches Ende nähme.


Annemarie Selinko (1914–1986) verfolgt mit diesem gewitzten Roman ein emanzipiertes Anliegen: Frauen, trefft eure Entscheidungen selbst. Ein köstliches Stück Unterhaltungliteratur, das einmal mehr aufzeigt, wie sich die Werteordnung unserer Gesellschaft stetig verändert.

Der Roman erschien erstmals 1937, wurde in zwölf Sprachen übersetzt und verfilmt. Selinko wurde damit auf eine Stufe mit Vicky Baum gestellt. 
Mit einem Nachwort von Evelyne Polt-Heinzl.

ca. 300 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag

€ 24.00

ISBN 978-3-903184-35-0

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10.03.2019 Bärenschutzzentrum in Vietnam

GFDK - Kultur und Medien - Tierschutz

Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN eröffnete am 7. März offiziell ihren BÄRENWALD Ninh Binh in Vietnam. Das in der Provinz Ninh Binh gelegene neue Bärenschutzzentrum bietet bereits zwölf Bären, unter ihnen zehn ehemalige Gallebären, ein artgemäßes Zuhause.

Ihnen wurde in der Vergangenheit regelmäßig illegal Gallensaft abgezapft, der unter anderem für traditionelle Medizin verwendet wird.

Ein neues Zuhause für die Gallebären

Noch immer leiden geschätzt 800 Tiere auf etwa 250 Bärenfarmen. VIER PFOTEN appelliert daher an die vietnamesische Regierung, die Schließung von Bärenfarmen voranzutreiben und die Tiere in Schutzzentren unterzubringen. Der BÄRENWALD Ninh Binh wird Platz für 100 misshandelte Bären bieten.

Mit der Eröffnung des BÄRENWALD Ninh Binh erreicht VIER PFOTEN einen wichtigen Meilenstein im Kampf gegen die illegale Haltung von sogenannten Gallebären. Denn obwohl VIER PFOTEN in den vergangenen zwei Jahren bereits ein Dutzend Bären aus grausamer Haltung retten konnte, gibt es noch viel zu tun.

„In 35 von insgesamt 58 Provinzen leiden nach wie vor rund 800 Bären auf nicht artgerechten Farmen. Sie sind völlig verwahrlost, unterernährt und erleiden schlimmste Qualen. Wir haben hier im BÄRENWALD Ninh Binh genug Platz.

Bis Ende des Jahres wollen wir über 40 Tieren ein artgemäßes Zuhause geben. Es ist höchste Zeit, das Leid der Gallebären ein für alle Mal zu beenden“, sagt VIER PFOTEN Gründer und Präsident Heli Dungler in seiner Eröffnungsrede.

Eröffnungsfeier von Tragödie überschattet

VIER PFOTEN hatte ursprünglich geplant, sieben Gallebären aus drei verschiedenen Bärenfarmen in der Provinz Dong Nai im Süden Vietnams zu retten und in den BÄRENWALD zu bringen. Tragische Umstände durchkreuzten jedoch diesen Plan, denn vier Bären sind binnen einer Woche auf bisher unerklärliche Weise auf derselben Farm ums Leben gekommen.

„Trotz geltender Gesetze bleiben solche schrecklichen Vorfälle wie der in Dong Nai leider oft ohne Folgen für die Farmer. Die Bären sterben in ihren Käfigen, obwohl es für sie eine angemessene Unterkunft geben würde. Wir fordern deshalb eine vollständige Untersuchung ihrer Todesursache“, so Heli Dungler.

Das Geschäft mit Bärengalle blüht trotz Alternativen

Bärengalle gilt seit mehreren tausend Jahren als Heilmittel in der traditionellen Medizin und wird zur Behandlung von Augenkrankheiten, Hämatomen, Verdauungsbeschwerden und anderen Leiden verwendet.

Obwohl ihre Wirkung selbst von renommierten Experten der traditionellen Medizin angezweifelt wird und es wesentlich bessere pflanzliche und synthetische Alternativen gibt, ist sie bis heute ein begehrtes Produkt in vielen asiatischen Ländern. Zwar ist in Vietnam der Besitz, Verkauf und Konsum von Bärengalle seit 2005 verboten, doch die Haltung der Tiere ist nach wie vor erlaubt.

Botschafter Christian Berger, seit 2016 Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Vietnam:

„Der BÄRENWALD Ninh Binh ist auf dem Weg ein Leuchtturmprojekt für den nachhaltigen Tourismus in Vietnam zu werden und dient nicht nur als Schutzzentrum für ehemalige Gallebären, sondern auch als Bildungs- und Aufklärungsstätte für den Tier- und Artenschutz in Vietnam.“

Schutzzentrum bietet Platz für insgesamt 100 Bären

Der nach Abschluss aller Bauarbeiten 10 Hektar große BÄRENWALD Ninh Binh ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Einheimische und Touristen aus aller Welt können sich ein Bild davon machen, wie ehemals gequälte Farmbären ihre natürlichen Instinkte allmählich wiedererlangen und bärengerecht leben.

Die ersten Besucher zeigten sich beeindruckt vom Anblick der großzügig angelegten Freiluftgehege mit Teichen, Bäumen, Kletter- und Versteckmöglichkeiten.

Der BÄRENWALD stellt nicht nur ein neues Zuhause für ehemalige Gallebären dar, er soll auch als Bildungs- und Aufklärungsstätte den Tier- und Artenschutz in Vietnam voranbringen. Das nach modernsten Haltungsstandards erbaute Schutzzentrum verfügt über eine eigne Tierklinik, zwei Bärenhäuser, eine Quarantänestation und vier Außengehege.

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09.03.2019 Jeder Laut ist einer zu viel

GFDK - Kultur und Medien - Filme

Schließen Sie alle Fenster und Türen. Machen Sie keine Geräusche. Fahren Sie nicht mit dem Auto. Gehen Sie nicht aus dem Haus. Bringen Sie sich in Sicherheit und verhalten Sie sich absolut still. Nehmen Sie diese Hinweise ernst und setzen Sie nicht Ihr Leben aufs Spiel!“

Jeder Laut ist einer zu viel. Denn in einer Welt jenseits unserer Vorstellungskraft kann schon das kleinste Geräusch den Tod bedeuten.

Basierend auf dem gleichnamigen Bestseller-Roman des britischen Horror- und Dark Fantasy-Autors Tim Lebbon inszeniert Genre-Spezialist John R. Leonetti („Annabelle“) mit THE SILENCE einen packenden Endzeit-Thriller – perfekt getimter Horror, düster, spannend und gleichzeitig emotional.


In dem starbesetzten Ensemble spielen an der Seite von Newcomerin Kiernan Shipka („Chilling Adventures of Sabrina“, „Mad Men“) Hollywoodgrößen wie Oscar® -Nominee Stanley Tucci („Die Tribute von Panem“, „Kindeswohl“), Miranda Otto („Krieg der Welten“, „Homeland“) und John Corbett („Sex and the City“, „My Big Fat Greek Wedding“).

Inhalt:
„Sie nennen sie ‚Avispa‘, wegen der Art und Weise wie sie ausschwärmen. ‚Avispa‘ heißt Wespe auf Spanisch. Die waren in einer Höhle eingeschlossen und haben sich in Millionen Jahren zu dem entwickelt, was sie jetzt sind… Die hätten da nicht rauskommen dürfen!“ 

Als eine archäologische Expedition in einem unzugänglichen Höhlensystem in Nordamerika eine bislang unbekannte Parasitenart entdeckt, ahnt noch niemand, wie gefährlich diese „Wespe“ genannte Spezies tatsächlich ist. Doch einmal freigesetzt, mutieren und vermehren sich diese Urzeitmonster nicht nur, sondern greifen bald auch Menschen an.

Ihre Opfer finden sie dank ihres feinen Gehörs: Schon das kleinste Geräusch lockt eine Unzahl von ihnen an. Die einst so laute Welt verstummt. Die gehörlose Ally (Kiernan Shipka) und ihre Familie ziehen sich in die Wälder zurück, denn überleben lässt sich nur noch in völliger Stille.

Gefahr geht aber auch von anderen Menschen aus, wie die Familie bald erfahren muss: Im rücksichtslosen Überlebenskampf ist jedes Geräusch ein potentielles Todesurteil. Und dann kreuzt eine bedrohliche Sekte ihren Weg, die es ausgerechnet auf Ally abgesehen hat.

THE SILENCE ist eine Co-Produktion von Constantin Film und EMJAG Productions, produziert von Robert Kulzer, Alexandra Milchan, Scott Lambert und Hartley Gorenstein. Executive Producer ist Martin Moszkowicz. Das Drehbuch stammt von Shane und Carey Van Dyke, basierend auf dem gleichnamigen Bestseller von Tim Lebbon. Regie führte John R. Leonetti.

Darsteller: Stanley Tucci, Kiernan Shipka, Miranda Otto, John Corbett, Kate Trotter, Kyle Breitkopf u.v.m.
Regie: John R. Leonetti
Drehbuch: Shane und Carey Van Dyke basierend auf dem Bestseller von Tim Lebbon
Produzenten: Robert Kulzer, Alexandra Milchan, Scott Lambert und Hartley Gorenstein
Executive Producer: Martin Moszkowicz

Die internationale Eigenproduktion der
Constantin Film startet am 16. Mai im Kino

 

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06.03.2019 Kampfbärin aus der Ukraine

GFDK - Kultur und Medien - Tierschutz

Gestern hatten wir noch sehr schlechte Nachrichten aus China und Vietnam. Für die  traditionelle chinesischen Medizin müssen Tiere leiden und werden ermordet. Gallebären und Eselchen sind die Leidtragenden, über die wir berichtet haben. Heute können wir eine gute Nachricht bringen.

Eine glückliche Bärin

Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat die ehemalige Kampfbärin Laska am 28. Februar erfolgreich in den BÄRENWALD Domazhyr nahe Lemberg überstellt. Laska lebte jahrelang in katastrophalen Zuständen im heruntergekommenen Pokrovsk Zoo in der Nähe der Stadt Donetsk.

Zuvor wurde sie als Kampfbärin gehalten und zum Abrichten von Jagdhunden misshandelt. Dabei werden die Hunde auf die angeketteten Bären gehetzt, die sich kaum wehren können.

In ihrem neuen Zuhause kann sie nun in artgemäßer Umgebung zur Ruhe kommen. Ein Gerichtsurteil wird entscheiden, ob Laska dauerhaft im BÄRENWALD Domazhyr bleiben darf.

VIER PFOTEN wollte die fünfjährige Bärin bereits Ende 2018 in ihr neues Zuhause bringen. Entscheidungen der Behörden bezüglich ihrer Konfiszierung zögerten die Rettung allerdings bis Anfang 2019 hinaus.

Nun kam die Bärin nach 22 Stunden und über 1.000 zurückgelegten Kilometern endlich wohlbehalten in ihrem neuen Zuhause an. „Wir sind froh, dass wir nach langer Wartezeit endlich grünes Licht vom ukrainischen Umweltministerium bekommen haben.

Laska wurde zwischenzeitlich mit einigen weiteren Tieren in einem anderen privaten Zoo untergebracht. Dort ist es ihr zwar etwas besser ergangen als in Pokrovsk, ideal waren die Umstände aber trotzdem nicht.

Der BÄRENWALD Domazhyr ist auf die Pflege von Kampfbären spezialisiert, dort ist sie am besten aufgehoben“, sagt VIER PFOTEN Bärenexperte Carsten Hertwig und ergänzt: „Laska hat den Transfer soweit gut überstanden.

Unser Team hat sie vor der Abreise gründlich untersucht; im BÄRENWALD wird sie nun die medizinische Versorgung erhalten, die sie braucht. Vor allem Laskas Zähne sind in einem schlechtem Zustand und müssen behandelt werden.“ Die Bärin wurde bereits am Tag nach ihrer Ankunft in ihr Außengehege entlassen.

Gerichtsurteil im März entscheidet über Laskas weiteres Schicksal

Aktuell ist nicht klar, ob Laska im BÄRENWALD Domazhyr bleiben darf – ein offizielles Gerichtsurteil ist noch ausständig. Da sich Laskas Besitzer, dem auch der Zoo in Pokrovsk gehört, zur Zeit wegen anderer Vergehen im Gefängnis befindet.

Es ist aber unwahrscheinlich, dass das Gericht zu seinen Gunsten entscheidet. „Die gesetzliche Lage zur privaten Haltung von Wildtieren in der Ukraine ist absolut mangelhaft. Wir sind aber optimistisch und gehen davon aus, dass Laska im BÄRENWALD bleiben darf.

In der Obhut ihres Besitzers hat sie nichts als Leid erfahren“, so Hertwig. VIER PFOTEN hat in der Vergangenheit bereits andere Bären temporär aufgenommen, die schlussendlich dauerhaft in ihren Schutzzentren bleiben durften.

Elf gerettete Bären im ukrainischen Schutzzentrum

Der BÄRENWALD Domazhyr wurde im Oktober 2017 offiziell für Besucher eröffnet. Inklusive Laska leben nun elf Bären aus katastrophalen Haltungsbedingungen auf dem insgesamt 7,7 Hektar großen Areal. In den kommenden Jahren wird das Bärenschutzzentrum weiter ausgebaut.

Nach Beendigung sämtlicher Bauarbeiten soll das Zentrum ein Ausmaß von 20 Hektar umfassen, die Platz für bis zu 30 Bären bieten. Mit der Errichtung des BÄRENWALD Domazhyr hat VIER PFOTEN ein artgemäßes Zuhause für gerettete Bären geschaffen und unterstützt so die ukrainische Regierung bei der Durchsetzung des Verbots der Kampfbärenhaltung im Land.

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