Nachrichten aus der großen weiten Welt

25.05.2014 Ein Soul- und Folkwunder

GFDK - Warner Music

„Natalie Merchant ist eine der erfolgreichsten und beständigsten Alternative-Künstlerinnen, die nun aus den 80ern aufersteht – völlig unversehrt und kompromisslos.“ – Vogue

„Ihr Erfolg wurzelt in zwei entscheidenden Eigenschaften: Dem Unwillen, irgendwelche Kompromisse einzugehen und ihrer totalen Offenheit. In einer Welt von oberflächlichen, hochgezüchteten Popstars ist Merchant etwas ganz Besonderes.“ - Guardian

Mit dem schlicht „Natalie Merchant“ betitelten Album erschien am 02.05. die sechste Solo-Songsammlung der vielfach mit Platin ausgezeichneten Sängerin auf Nonesuch Records – ihr erstes neue Material seit 13 Jahren! Ihr selbst produziertes Album stellt das Werk einer arrivierten Künstlerin mit einer klaren und unverwechselbaren Stimme dar. Seit langem bewundert für die gehaltvolle Tiefe ihres Songwritings, ist Natalie Merchant niemals vor gewichtigen Themen oder Motiven innerhalb ihrer Lyrics zurückgeschreckt. Sie selbst beschreibt das neue Album als durchdrungen „von Erfahrungen und scharfer Beobachtungsgabe“, das sich mit Themen wie „gefundener und verlorener Liebe, Bedauern, Verleugnung, Aufgabe, Gier, Zerstörungswut, Niederlage und gelegentlichem Triumph“ beschäftigt.

Natalie Merchant kann dabei auf die Erfahrungen aus mittlerweile drei Dekaden des Songwritings und der Albumproduktion zurückgreifen – nur ein Grund für ihren nuancierten und unverfälschten Stil. Ihre außergewöhnliche Stimme wird umrahmt von einer wohldosierten Mischung aus elektrischen und akustischen Klängen. Streicher, Bläser und Holzbläser verbinden sich dabei mit Hammond-Orgeln und E-Gitarren-Improvisationen zu einer aufregenden Melange. Und auch das Besetzung auf „Natalie Merchant“ liest sich wie ein Who-is-Who außerordentlicher Musiker: So finden sich neben John Medeski, Shawn Pelton, Clark Gayton, Uri Sharlin, Jesse Murphy, Erik Della Penna oder Gabriel Gordon auch Gastsängerin Simi Stone, Elizabeth Mitchell sowie die Gospelsängerin Corliss Stafford. 

Merchants Musikerkarriere begann während ihrer College-Zeit als Sängerin, Songschreiberin und Pianistin der wegweisenden Alternative Rockband 10.000 Maniacs, mit der sie insgesamt fünf viel beachtete Studioalben veröffentlichte; darunter das Platin-ausgezeichnete „In My Tribe“ (1987), „Blind Man´s Zoo“ (1989), „Our Time In Eden“ (1992) sowie das 1993er „MTV Unplugged“-Album. Nach 12 gemeinsamen Jahren veröffentlichte sie nach ihrem Weggang im Jahre 1993 ihr erstes Soloalbum, das 1995 erschienene und 5-fach-Platin-ausgezeichnete „Tigerlily“. In der Folgezeit erschienen das Platin-veredelte „Ophelia“ (1998), „Natalie Merchant Live“ (1999) und schließlich der 2001er Output „Motherland“.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht 

2002 zog sich Merchant einstweilig von der Popmusik zurück, um in Eigenregie eine Sammlung von Folksongs zu veröffentlichen. Zeitgleich zum Release von „The House Carpenter`s Daughter“ (Myth America, 2003) kam ebenfalls ihr erstes Kind zur Welt. Die folgenden sieben Jahre verbrachte Natalie Merchant zurückgezogen im New Yorker Hudson Valley, um sich ausschließlich ihrer Familie und der Arbeit in ihrem Stadtteil zu widmen, während sie immer wieder mit anderen Musikern zusammen arbeitete und ihr Engagement in Sachen Aktivismus und der Philanthropie zu festigen.

2005 wurde sie von Gouverneur Eliot Spitzer ernannt, während einer 4-Jahres-Periode in einem 20-köpfigen Gremium im New York State Council On The Arts (NYSCA) mitzuwirken. Sie arbeitete währenddessen mit einer Gruppe von obdachlosen Musikern am Benefiz-Album „Give US Your Poor“ (2006), sowie an der Dokumentation „No Good Reason“ aus dem gleichen Jahr. Sie kollaborierte mit Ladysmith Black Mambazo, dem britischen Komponisten Gavin Bryars und der Royal Shakespeare Company im Rahmen des „The Sonnet Project“ (2007). 2008 war sie auf dem Re-Recording zum 20-jährigen Jubiläum des Cowboy Junkies` Debüts „The Trinity Sessions“ vertreten und komponierte im gleichen Jahr auf Einladung der Boston Pops ein Konzertset mit Orchesterfassungen ausgewählter Songs aus ihrem weit reichenden Repertoire. Sie feierte das 60-jährige Jubiläum der Menschenrechtserklärung zusammen mit Amnesty Internationals „The Price of Silence“-Initiative und sang zusammen mit dem Schülerchor der Perkins School For The Blind, um Spenden zu generieren. 2009 war sie auf David Byrnes auf dem Leben von Imelda Marcos basierenden Liederzyklus „Here Lies Love“ zu hören.

Im Jahre 2010 kehrte Merchant mit dem Doppelkonzeptalbum „Leave Your Sleep“ zurück – eine Betrachtung der Themen Kindheit und Mutterschaft, bei der sie amerikanische und britische Kindergedichte aus dem 19. und 20. Jahrhundert von Autoren wie Robert Louis Stevenson, Christina Rossetti, Robert Graves, Edward Lear und E.E. Cummings vertonte. Sie arbeitete mit insgesamt 130 handverlesenen Musikern der verschiedensten Stile zusammen. Darunter die Besten der Besten ihres Feldes, namentlich das Wynton Marsalis Quartet, Medeski Martin & Wood, The Fairfield Four, das Chinese Music Ensemble Of New York, die Ditty Bops, The New York Philharmonic, The Klezmatics, Lúnasa und Hazmat Modine. Ihr Interesse für diverse Dichter führte sie zu ausgedehnten Nachforschungen, die schließlich in einem von internationalen Medien wie dem Wall Street Journal oder dem Independent hoch gelobten, 80-seitigen Begleitbuch resultierten. 

Nach dem Albumrelease im Jahr 2011 wurde Natalie Merchant mit dem Ehrentitel „New York Public Library Lion“ ausgezeichnet und steht seither in einer Reihe mit namhaften Autoren wie Jonathan Franzen, Ian McEwan oder Tony Kushner. Ein Jahr später tat sich Merchant mit der vielfach preisgekrönten Kinderbuchillustratorin Barbara McClintock zusammen, um das gemeinsame Bilderbuch zum „Leave Your Sleep“-Album zu veröffentlichen. Inspiriert durch ihren 2010er TED Talk hat Merchant ebenfalls ein Kinderorchester-Konzertprojekt  entwickelt, welches McClintocks Illustrationen mit einbezieht und das im Rahmen eines Bildungsprogramms bisher vor tausenden Kindern in unzähligen US-Städten (u.a. in diesem Frühling in der New Yorker Carnegie Hall) aufgeführt wurde.
 
Merchants Einsatz und Interesse für weitläufige Bereiche der sozialen Gerechtigkeit und Umweltangelegenheiten sind ungebrochen. Kürzlich begann sie, sich mit den Bedrohungen des Fracking auseinander zu setzen. 2013 leitete sie die Dreharbeiten zum Protestfilm „Dear Governor Cuomo“ zusammen mit der Bewegung New Yorkers Against Fracking sowie den Schauspielern Mark Ruffalo und Melissa Leo, und den Filmemachern Jon Bowermaster und Alex Gibney. Diesen Monat wird der von Merchant selbst produzierte und Regie geführte Film „SHELTER: A Concert Film To Benefit Victims Of Domestic Violence“ zum ersten Mal in Verbindung mit Eve Enslers jährlicher One Billion Rising-Kampagne öffentlich aufgeführt. Natalie Merchant probiert einen neuen Protest-Ansatz durch Multimedia-Filme aus. „Es reicht mir nicht mehr, mein Gesicht bei einem Benefiz-Event zu zeigen, einen Song zu spielen und zu denken, ich hätte meinen Teil geleistet. Ich möchte meine Fähigkeiten anbieten, neue Kampagnen für neue Non-Profit-Projekte zu entwickeln.“   

Tracklist „Natalie Merchant“:  

1. Ladybird
 
2. Maggie Said
 
3. Texas
 
4. Go Down, Moses
 
5. Seven Deadly Sins
 
6. Giving Up Everything
 
7. Black Sheep
 
8. It’s A-Coming
 
9. Lulu (Introduction)
 
10. Lulu
 
11. The End

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25.05.2014 Henry Butler als Gigant der Giganten in New Orleans

GFDK - JazzEcho

Jahrzehnte hinweg gehörte der Pianist und Sänger Henry Butler so untrennbar zu New Orleans wie etwa der Congo Square und das French Quarter. Ihn an einen anderen Ort zu verpflanzen, wäre einem Sakrileg gleichgekommen. Dann rollte 2005 der Hurrikan Katrina über die Stadt hinweg und machte den blinden Künstler wie so viele andere Einwohner besitz- und obdachlos.

Über Umwege verschlug es ihn 2009 nach Brooklyn/New York, wo er in die zwielichtige Gesellschaft einiger Jazz-Avangardisten geriet. Schräge Typen, vor denen ihn die Traditionsverwalter der Musik von New Orleans, die sich mit Butlers gelegentlichen experimentellen Seitensprüngen ohnehin nie hatten anfreunden können, immer schon gewarnt hatten. Glücklicherweise hat er all diese Warnungen in den Wind geschlagen. Denn sonst wäre die Musikwelt nun nicht um das geniale Album "Viper's Drag" reicher, das Butler mit dem Trompeter Steven Bernstein und dessen Hot 9 aufgenommen hat.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Das Album dokumentiert ein Zusammentreffen besonderer Art. Auf der einen Seite ist da der seit Geburt blinde Henry Butler, der die Vielfalt der musikalischen Einflüsse seiner Heimat Louisiana verinnerlicht hat: Jazz, Funk, karibische Klänge, Pop, Blues, Klassik, Rhythm'n'Blues. In New Orleans galt er als Gigant unter Giganten und war Mitglied einer besonderen Bruderschaft, der auch Professor Longhair, James Booker und Allen Toussaint angehören. Seine technischen Fähigkeiten und die enorme Bandbreite seines Repertoires sind legendär. Auf der anderen Seite sind da die New Yorker Häretiker um Steven Bernstein, die in Bands wie den Lounge Lizards, Jazz Passengers, Sex Mob, Peter Apfelbaum's Hieroglyphics Ensemble, der Kamikaze Ground Crew oder dem Millennial Territory Orchestra immer wieder neu bewiesen, dass man, wenn man avantgardistische Jazzklänge nur attraktiv genug verpackt, mit ihnen auch ein großes, nicht unbedingt jazzspezifisches Publikum erreichen kann. Mit "Viper's Drag" dürften sie es erneut schaffen.

Das Repertoire der Band (deren Name eine Anspielung auf zwei legendäre Bands ist, mit denen Louis Armstrong in den 1920ern Jazzgeschichte machte: The Hot 5 und The Hot 7) besteht aus klassischen Blues-Nummern von Bessie Smith, frühen Jazzklassikern von Jelly Roll Morton und Fats Waller, aber auch Kompositionen Henry Butlers. Unter der Patina des Alten bringen die Musiker immer wieder aufregend Neues hervor, kombinieren Ragtime-Passagen mit modernen Dissonanzen oder nostalgische Swing-Bläsersätze mit Second-Line-Rhythmen oder fettem Funk. Und erstaunlicherweise klingt alles wie aus einem Guss. Es ist, als unternehme man eine waghalsige musikalische Achterbahnfahrt in einer Zeitmaschine.

 

Quelle: JazzEcho

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24.05.2014 geschichte der great migration

GFDK - Deutscher Taschenbuch Verlag

Als Hattie ihre erstgeborenen Zwillinge Philadelphia und Jubilee taufte, war das Ausdruck einer großen Hoffnung. Hatte der Norden, die »Wiege der Freiheit«, den Schwarzen, die aus dem Süden kamen, nicht Gleichheit und Wohlstand versprochen?

Und schmeckte das Leben in dem kleinen Haus an der Wayne Street nicht nach Zukunft? Hattie wird noch viele weitere Kinder bekommen, aber kaum etwas von ihren Hoffnungen wird sich erfüllen. Schmerz über Versagen und Schicksalsschläge überschattet Hatties Dasein. Es ist ein Schmerz, der sich fortschreiben wird in die nächste Generation. Doch diese Saga um eine außergewöhnliche Frau und ihre zwölf Kinder, die als Geschichte der Great Migration beginnt und sich zum Tableau mit zwölf Einzelporträts über das ganze zwanzigste Jahrhundert weitet, ist trotz Scheitern und Enttäuschung ein vitales Epos – voller Lebenskraft und verhaltener Zärtlichkeit, voller Mut und Entschlossenheit im Kampf gegen Bitterkeit.

Pressestimmen

»Intensiver Lesestoff für alle, die staunen wollen, wie viel die Seele erträgt und wie stark wir wirklich sind.«
Julia Rotherbl, Cosmopolitan Mai 2014

Jetzt im Buchhandel

Ayana Mathis ist aufgewachsen in Germantown, einem Arbeiterviertel in Philadelphia, die Eltern trennten sich, als sie zwei war, die Mutter litt unter schweren Depressionen, zog oft mit der Tochter um, förderte sie. Absolventin des berühmten Iowa Writers' Workshop (Wallace Stegner, Philipp Roth, Michael Cunningham, Jane Smiley etc), und ausgezeichnet mit dem Michener Copernicus Fellowship gelang Mathis gleich mit ihrem ersten Roman einen überragenden Erfolg.

Mai 2014 Deutscher Taschenbuch Verlag zirnbauer.thomas@dtv.de

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24.05.2014 Düstere Klangbilder aus der Stadt der Engel

GFDK - Warner Classics

Er gilt neben Steve Reich und Philip Glass als führender Komponist der USA wie der Minimal Music. In seinen Werken hat er immer wieder Themen und Motive seines Heimatlandes aufgegriffen.

Im Orchesterwerk City Noir (2009) beschwört John Adams mit großer illustrativer Kraft die Bilderwelt der 1940er und 1950er herauf und erinnert an den amerikanischen Film Noir mit seinen typischen Szenerien von L.A. und anderen Städten.

Die Komposition erscheint nun zusammen mit der Ersteinspielung von Adams' Saxophonkonzert (2013). City Noir sei zwar von Bildern der legendären Filme mit Schauplatz Los Angeles geprägt, es handele sich aber nicht um Filmmusik, schreibt Adams in einem Kommentartext. Ihm ging es um die typische Ästhetik, die diese Zeit geprägt hat – einer Zeit, in der der 1947 geborene Komponist zur Welt kam.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Adams ließ sich von der kalifornischen Geschichte anregen, wie sie der Autor Kevin Starr in seinen umfangreichen Büchern über den relativ jungen amerikanischen Bundesstaat ausbreitete. Gleichzeitig beschwor Adams die Traditionen des typisch amerikanischen Orchester-Stilmix aus Klassik und Jazz herauf. City Noir vervollständigt Adams' Kalifornien-Triptychon, zu dem auch die Werke The Dharma at Big Sur und El Dorado gehören. Das Saxophonkonzert, entstanden für den international renommierten Solisten Timothy McAllister, schlägt ebenfalls biografische Brücken: „Ich bin mit dem Saxophonklang aufgewachsen,“ schreibt Adams. „Mein Vater spielte Altsaxophon in Swingbands, und wir hatten zu Hause eine große Sammlung von Jazzplatten. Für mich war der Sound nie fremd.“

Album-Veröffentlichung: 13.06.2014

 


Warner Music Group Germany Holding GmbH

Alter Wandrahm 14 – 20457

promoclassics@warnermusic.com

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24.05.2014 Eine Offenbarung

GFDK - Rough Trade

Schon mit 16 rappte sie vor Wildfremden im Nachtbus und löcherte die MCs bei Open Mic Abenden solange, bis sie endlich selbst das Mikrophon in der Hand hielt.

Jetzt, zehn Jahre später, ist sie eine Dramatikerin, Poetin und Romanautorin und nicht zuletzt eine angesehene Musikerin. Sie versteht es in Textform zu erzählen und zu reimen. Deshalb ist "Everybody Down" wie eine große, komplexe Geschichte, die in zwölf Kapitel unterteilt ist.

Kate arbeitete mit dem Produzenten Dan Carey (Bat For Lashes, MIA, Chairlift und Hot Chip) zusammen, mit dem sie innerhalb von nur zwei Wochen das Album aufnahm. Im Gegensatz dazu brauchte Kate fast ein Jahr, um die Story und ihre Charaktere zu entwickeln.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Das Resultat ist eine Offenbarung: Kate Tempest spielt metaphorisch mit den scheinbar üblichen Hip Hop-Storys - Drogen, Geld und Gangster - haucht ihnen aber ganz neues Leben ein. Aus einer sehr persönlichen Perspektive macht sie sich die verschiedenen Charaktere zu eigen und zeigt die Langeweile, Angst und den unbedingten Wunsch nach Liebe in deren Leben.

Reaktionen:

"One of the brightest British talents around." - The Guardian

"Wow" - Chuck D (Public Enemy)

"Her works are truly of upliftment and betterment" - Roots Manuva

 

 

Rough Trade Distribution GmbH
Mathias-Brüggen-Str. 85
D-50829 Köln
Germany

info@roughtrade.de

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23.05.2014 Weiterentwicklung für Mensch und Musiker

GFDK - Universal Music

Von Rebekka Bakken zu Tom Waits scheint es ein weiter Weg zu sein. Und auch die norwegische Sängerin sagte, es sei so weit entfernt von dem, was sie sonst mache, und fühle sich gleichzeitig so nah an, als wären es ihre eigenen Songs.

Das Tom-Waits-Projekt brachte sie zusammen mit der hr-Bigband 2013 erstmals auf die Bühne. Und es gelang ihr tatsächlich, die Songs von Waits zu ihren ganz eigenen und die Premiere zu einer äußerst erfolgreichen zu machen. Am 23. Mai 2014 erscheint mit „Little Drop Of Poison“ die CD dazu.

Rebekka Bakkens Staunen war groß, als sie gefragt wurde, ob sie an einem Tom-Waits-Projekt teilhaben wolle. Der Anstoß kam von der hr-Bigband. Für Rebekka Bakken war das ein Impuls zur rechten Zeit: „Mein erster Gedanke war“, erinnert sie sich, „was kann ich dazu beisteuern?“ Aber dann öffneten sich Räume. „Als Musikerin brauche ich Impulse, die mich dazu bringen, neue Räume in meinem musikalischen Körper zu öffnen. Es geht darum, etwas zuzulassen und für einen Moment die Kontrolle aufzugeben. Das Ergebnis ist eine enorme Freiheit und das Gefühl, mich weiter als Mensch und Musikerin zu entwickeln.“

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Zunächst stellten Bakken und Arrangeur Jörg Achim Keller das Programm zusammen, dann schrieb Keller die orchestralen Arrangements zu den Waits-Songs. Das Album vereinigt nun Songs aus allen Schaffensphasen von Tom Waits, gesungen von einer der markantesten europäischen Frauenstimmen.

Die 1970 geborene Norwegerin Bakken zog in den 90er Jahren nach New York, wo sie ihre ersten Auftritte absolvierte. Später veröffentlichte sie Alben zusammen mit Wolfgang Muthspiel und Bugge Wesseltoft. Ihre mit dem Julia-Hülsmann-Trio aufgenommene CD „Scattering Poems“ wurde 2003 mit dem German Jazz Award ausgezeichnet. 2006 wurde sie nominiert, und 2007 gewann sie schließlich den Amadeus Austrian Music Award in der Kategorie „Nationales Jazz/Blues/Folk-Album des Jahres“.

Im Sommer und Herbst 2014 geht die hr-Bigband mit Rebekka Bakken auf Tour und präsentiert das Programm live auf zahlreichen deutschen Bühnen.

„Little Drop Of Poison“

Rebekka Bakken, Gesang; Jörg Achim Keller, Leitung; hr-Bigband

Album-Veröffentlichung: 23. Mai 2014



Isabel Schad, hr-Pressestelle, isabel.schad@hr.de

Herausgeber:
Hessischer Rundfunk | Pressestelle | Bertramstraße 8 | 60320 Frankfurt am Main

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22.05.2014 eine der größten Skandale der Jazzgeschichte

GFDK - Deutscher Taschenbuch Verlag

Charles »Buddy« Bolden – er war der beste, lauteste und meistgeliebte Jazzmusiker im New Orleans der Jahrhundertwende. An einem Nachmittag im Juli 1904 entstanden die einzigen Aufnahmen seines Spiels: drei Edison-Walzen mit seiner Interpretation des ›Tiger Rag‹.

Hundert Jahre später macht eine junge Musikerin eine Entdeckung, nicht ahnend, dass sie damit den Schlüssel zu einem der größten Skandale der Jazzgeschichte in Händen hält.

Es war ein schnelles, durchdringendes Stück, das in einem wirbelnden Crescendo auf einen Höhepunkt zusteuerte, bis Bolden es mit einem explosiven Solo beendete.«New Orleans, 1904: An einem drückend schwülen Julinachmittag hat sich in einer Suite des Hotel Balfour die Band des legendären Kornettisten Charles »Buddy« Bolden eingefunden.

Buddy - ein legendärer Jazzmusiker

Seine Interpretation des ›Tiger Rag‹ wird auf Edison-Zylindern aufgezeichnet, einer technischen Neuheit, die Boldens Musik – bislang nur live zu erleben – erstmals einem breiteren Publikum zugänglich machen soll. Schon bald darauf wird Bolden in eine Nervenheilanstalt eingewiesen, die er zeitlebens nicht mehr verlassen wird. Die drei Aufnahmen, die an jenem Nachmittag entstanden sind, werden rasch zu einer begehrten Rarität. Gut hundert Jahre später fällt einer jungen Musikerin eine dieser Walzen in die Hände. Wie hätte sie ahnen können, dass ihr Großvater, den sie nie kennengelernt hat, in einen der größten Skandale der Jazzgeschichte verwickelt war?

Ab Juni im Buchhandel

Nicholas Christopher wurde 1951 in New York geboren. Nach seinem Studium der Englischen Literatur am Harvard College reiste er durch Europa und schrieb für führende amerikanische Zeitungen und Magazine. Bislang hat er sechs Romane, acht Gedichtbände sowie ein Sachbuch veröffentlicht. Christopher ist Professor an der Columbia University und lebt mit seiner Frau in New York.

Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Juni 2014) zirnbauer.thomas@dtv.de

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22.05.2014 man verspürt eine große Leichtigkeit

GFDK - KlassikAkzente

Pablo Heras-Casado und Concerto Köln unterstreichen mit ihrem neuen Album "El Maestro Farinelli" die Leistungen des legendären Kastraten als Impresario am spanischen Königshof und zeigen, wie groß sein Einfluss auf die Musik Spaniens war.

Farinelli – dieser Name steht für den Gipfel barocker Gesangskunst. Zugleich lässt er uns erschaudern: Die sagenumwobenen stimmlichen Fähigkeiten dieses Sängers beruhten auf einer im Knabenalter vorgenommenen Kastration, einer heiklen Operation, die neben anderen gravierenden Folgen das Ausbleiben des Stimmbruchs bedingt und seit Anfang des 20. Jahrhunderts als "ästhetischer Eingriff" verboten ist.

Nun möchte Pablo Heras-Casado mit seiner ersten Aufnahme für Archiv Produktion eine weniger bekannte Seite Farinellis zeigen. Der spanische Dirigent zählt zu den aufregendsten jungen Talenten auf den internationalen Konzertpodien. Alte Musik gehört bereits seit 20 Jahren zu seinen bevorzugten Betätigungsfeldern und Heras-Casado fungierte als Mitbegründer der Compañía Teatro del Principe, eines Ensembles zur Wiederbelebung der spanischen Operntradition, die unter König Ferdinand VI. eine Hochphase erlebte.

Farinelli als Impresario

Maßgeblichen Anteil an der Blütezeit des spanischen Musiklebens im Barock hatte Farinelli. Der berühmteste Sänger Europas kam 1737 auf Einladung der spanischen Königin nach Madrid, wo man hoffte, sein Gesang könne die schweren Depressionen von Philip V. heilen. Farinelli beendete seine aktive Bühnenkarriere, um fortan allabendlich Arien, darunter Johann Adolf Hasses "Pallido e Sole" und "Per Questo Dolce Amplesso", für seinen neuen Gönner zu singen.

Das musikbegeisterte Königspaar Ferdinand VI. und Maria Barbara von Portugal machte Farinelli nach Philips Tod 1746 zum Impresario des königlichen Unterhaltungsbetriebs und stattete ihn mit umfassenden Befugnissen und großzügigen finanziellen Mitteln aus. In den zehn Jahren, in denen Farinelli für die höfischen Bühnenspektakel verantwortlich zeichnete – in enger Zusammenarbeit mit dem Librettisten Pietro Metastasio (beide bezeichneten einander als caro gemello, "liebster Zwillingsbruder") –, entstand ein ganz neues musikalisches Klima.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Keine Kosten wurden gescheut, vom Import ungarischer Pferde bis zur Umleitung des Flusses Tajo in Aranjuez war alles möglich, wollte die königliche Familie doch auch eine Wassermusik genießen, die der Händels in London gleichkam. Als Sänger hatte Farinelli schon lange mit neapolitaniscMihen Komponisten zusammengearbeitet. Als Impresario holte er dann viele Musiker aus Neapel nach Spanien. Innerhalb einer Dekade erlöste Farinelli die spanische Musik aus ihrem Provinzdasein und eroberte ihr einen Platz im europäischen Mainstream.

Spanien im europäischen Konzert

Auf ihrem Album "El Maestro Farinelli" zeigen Pablo Heras-Casado und Concerto Köln das breite Spektrum der Musikszene zu Farinellis Zeiten anhand von Orchesterwerken italienischer, spanischer und deutscher Komponisten. In ihrer Auswahl vertreten sind Nicola Porpora, Farinellis einstiger Lehrer und einer der bedeutendsten Komponisten von Kastraten-Arien, José de Nebra, Urheber der Hochzeitsmusik für Ferdinand VI. und Maria Barbara, Johann Adolf Hasse, der regelmäßig mit Metastasio zusammenarbeitete und zu Farinellis Lieblingskomponisten zählte, Tommaso Traetta, wie Farinelli ein Schüler Porporas, Carl Philipp Emanuel Bach, dessen "Fandango"-Sinfonia ein Beleg für das Vordringen spanischer Tanzmusik bis zum preußischen Hof ist, und schließlich Nicola Conforto, der nach seiner Einladung an den spanischen Hof nie mehr in seine Heimatstadt Neapel zurückkehrte und ein ganz und gar spanischer Komponist wurde.

Gastauftritt von Bejun Mehta

Unvollständig wäre dieses Album ohne den Balsam, mit dem Farinelli die Melancholie Philips V. zu lindern suchte – Porporas Arie "Alto Giove" war eines der Stücke, die bei jenen Musikabenden zu hören waren. Countertenor Bejun Mehta spürt hier dem Ton Farinellis nach, der ganz anders geklungen haben muss als alles, was wir heute kennen. Der Komponist Johann Joachim Quantz schilderte den Gesang des 21-jährigen Kastraten folgendermaßen: "Farinello hatte eine durchdringende, völlige, dicke, helle und egale [= gleichmäßige] Sopranstimme … seine Intonation war rein, sein Trillo schön, seine Brust, im Aushalten des Atems, außerordentlich stark, und seine Kehle sehr geläufig, sodass er die weit entlegensten Intervalle geschwind und mit der größten Leichtigkeit herausbrachte."

Quelle: KlassikAkzente

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21.05.2014 Konzerte im Juni und Juli 2014

GFDK - Universal Music

Nach der gefeierten EP „London“, zwei ausverkauften Headliner-Shows im Londoner Koko direkt nacheinander und einem triumphalen Auftritt vor Tausenden in einem bis unter die Decke gefüllten Zelt beim Coachella-Festival, dürfte klar sein, dass jeder neue Ton von BANKS mit Spannung erwartet wird.



Im September erscheint wahrscheinlich das heißersehnte AlbumGoddess“ von BANKS. Auf dem Album sind neun neue Songs zu hören, aber auch die EP-bekannten Stücke „Waiting Game“, „Brain“, „This Is What It Feels Like“, „Change“ und „Warm Water“. 

„Goddess“, der Titelsong des Albums, stellt einen brillanten Vorboten des kommenden Longplayers dar und ist ab sofort zusammen mit einer Vorbestellung des Albums als Download bei iTunes erhältlich.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Um die Wartezeit bis zum entgültigen Release zu verkürzen, wird außerdem am 10. Juni ein weiterer Track "Drowning" und am 5. August "Beggin For Thread" als dritter Song vom Album erscheinen. Für Vorbesteller des Albums sind die Songs natürlich direkt verfügbar.

 „Goddess“ ist gleichermaßen voller Stärke und Verletzlichkeit, Selbstbewusstsein und Sehnsucht, Bauchgefühl und scharfer Intelligenz und stellt die Kombination aus Anziehungskraft, unter die Haut gehenden Texten und innovativer musikalischer Bandbreite unter Beweis, die BANKS‘ Sound so einzigartig machen.




Konzerte in Deutschland

BANKS live


23. Juni 2014, Berghain Berlin


24. Juni 2014, Hamburg, Mojo Club


16. Juli 2014, Gibson Frankfurt


17. Juli 2014, Gloria Theater, Köln


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21.05.2014 sanft, melodisch, eingängig

GFDK - Verve

So schnell kann’s gehen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Innerhalb von wenigen Monaten mauserte sich die aus Malaysia stammende Sängerin und Songschreiberin Yuna in den USA vom totalen Nobody zu einem gefeierten Somebody.

Geholfen hat ihr dabei ganz ohne Frage, dass ein gewisser Pharrell Williams 2012 ihr titelloses US-Debüt mitproduzierte. Der besitzt, wie er zuletzt als Partner von Robin Thicke ("Blurred Lines") und Daft Punk ("Lucky") sowie mit seinem eigenen Mega-Hit "Happy" bewies, ein goldenes Händchen für Erfolge. Aber ebenso wichtig waren und sind natürlich auch Yunas eigene Talente: ihr Sinn für sanfte und melodisch eingängige, aber niemals flache Popsongs und ihre bezirzende Stimme, die pures Balsam für Autotune-geplagte Ohren ist.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Kritiker verglichen Yuna schon mit Feist, Adele und Norah Jones, sie selbst betrachtet sich eher als "Kreuzung zwischen Mary Poppins und Coldplay". Auch für ihr zweites Album "Nocturnal" konnte Yuna in Chad Hugo (Pharrells altem Kollegen von den Neptunes und N.E.R.D.), Mike Einziger (von der Funk-Metal-Band Incubus), Robin Hannibal (vom R&B-Duo Rhye) und Chris Braide (u.a. Lana Del Ray, Sia, Beyoncé) wieder mehr als kompetente Songwriting-Partner und Produzenten gewinnen. Herausgekommen ist dabei eine organische Mischung aus Pop, Rhythm’n’Blues, Soul und akustischem Folk, die leicht ins Ohr, aber nur schwer wieder rausgeht.

 

Quelle: JazzEcho

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