Nachrichten aus der großen weiten Welt

13.03.2019 alter Ballast und neue Perspektiven

GFDK - Kultur und Medien - Filme

Es ist niemals zu spät, ein neues Leben zu beginnen: Als ihre Ehe nach 40 Jahren zerbricht, räumt Britt-Marie nicht nur mit ihrem bisherigen Leben auf, sondern sorgt darüber hinaus auch in ihrem neuen Heimatort Borg für frischen Wind…

BRITT-MARIE WAR HIER ist die weibliche Antwort auf EIN MANN NAMENS OVE: Rund 500.000 Kinozuschauer begeisterte die Verfilmung des Bestseller-Romans des schwedischen Autors Fredrik Backman 2016 in Deutschland.

Mit feinsinnigem Humor erzählt die Regisseurin Tuva Novotny, die hierzulande vor allem als Schauspielerin für ihre Rollen in Filmen wie „Eat Pray Love“ oder „Borg/McEnroe“ bekannt wurde, in BRITT-MARIE WAR HIER davon, dass es nie zu spät ist für die Suche nach dem Lebensglück und der eigenen Identität.

In der Hauptrolle des Films glänzt die schwedische Schauspielerin Pernilla August („Swoon“), die einst von Ingmar Bergman für den Film entdeckt wurde.

BRITT-MARIE WAR HIER ist eine warmherzige Komödie über alten Ballast und neue Perspektiven. Der Film startet am 13. Juni 2019 im Verleih von Prokino in den deutschen Kinos.

Kinostart: 13. Juni 2019

Buch & Regie: Tuva Novotny
Mit Pernilla August, Peter Haber u.a.

Im Verleih von Prokino
Vertrieb über STUDIOCANAL

(Schweden 2019/ Länge: ca. 97 Minuten)
OT: Britt-Marie var här

 

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12.03.2019 DIE JUNGEN UNTERNEHMER

GFDK - Kultur und Medien - Unternehmer

Deutschland ist bekanntermaßen ein rohstoffarmes Land – kaum Öl, kein Gold und unsere Steinkohle will keiner mehr haben. Aber es gibt einen nachwachsenden Rohstoff: Und das sind die deutschen Familienunternehmer.

Sie sorgen mit regionaler Verwurzelung und sozialer Gesinnung für gesellschaftliche Stabilität, derweil viele Großkonzerne ins Wanken geraten sind, schrieb Gabor Steingart am 6. März in seinem Morning Briefing, und dem können wir nur zustimmen.

Riesenandrang beim Unternehmertag in Düsseldorf: Weit über 150 junge Firmenlenker, Nachfolger und Gründer aus ganz Deutschland trafen sich im Kuppelsaal der Deutschen Bank an der Königsallee in Düsseldorf. Es ging um das Thema „Vorbilder, Vordenker und Visionäre“.

Hochkarätige Referenten entwarfen in ihren Vorträgen spannende Zukunftsszenarien. „Wir freuen uns sehr, dass wir dieses bundesweit bedeutende Event in der Landeshauptstadt realisieren konnten“, betont Paolo Anania, Vorsitzender von DIE JUNGEN UNTERNEHMER/Düsseldorf und Niederrhein.

Ein besonderes Highlight:  Die Rede von Professor Miriam Meckel. Die  Gründungsverlegerin der digitalen Bildungsinitiative ada und ehemalige Herausgeberin der Wirtschaftswoche sprach über das Thema „Eine Chance für Millionen: Wie aus Deutschland ein Land der Digitalpioniere wird“.

Im zweiten Veranstaltungsblock gab Ferdinand Hirmer, Gesellschafter Hirmer Unternehmensgruppe, sehr persönliche Einblicke in die Komplexität des Nachfolgprozesses in Familienunternehmen am eigenen Beispiel „Handel ist Wandel – wie sich die Vision und das Selbstverständnis einer Unternehmerfamilie im Generationswechsel ändert“.

Das Thema Wandel beschäftigte auch den Redner der Deutschen Bank. Kai C. Fischer, Head of Disruptive & Stratetic Programs Deutsche Bank, sprach über „Kunden im Wandel – Banken im Wandel?“.

Ein weiterer Beitrag griff das Thema Generationswechsel auf. Im Gespräch mit Dr. Frederik Hümmeke erzählte Constantin Buschmann, CEO BRABUS GmbH, über das Verhältnis zu seinem Vater und den schwierigen Weg vom Nachfolger zum CEO.

Die Abendveranstaltung fand im Flagship Store von BRABUS statt.

 

 

 

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12.03.2019 ein Kreuz mit dem Aussehen

GFDK - Kultur und Medien - Literatur

Es ist doch ein Kreuz mit dem Aussehen. Dauernd vergleicht man sich mit anderen, dauernd gibt es etwas zu bemängeln oder zu bezweifeln. So denkt auch die 18-jährige Anneliese. Sie findet sich nicht hübsch genug, sie würde lieber so aussehen wie ihre ältere Schwester Inge, bei der die Männer Schlange stehen.

Anneliese lebt in Wien und zu einer Zeit, da es als erste Pflicht für Frauen gilt, früh zu heiraten. Und sie glaubt, dass die schönsten Frauen auch die schönsten Ehen führen. Aber wie soll sie das alles bewerkstelligen?

Auf dem Fest ihrer reichen Tante lernt sie den bekannten Schauspieler und Bühnenautor Claudio Pauls kennen, sie trinkt zu viel und ist vorlaut wie immer. Pauls findet die junge Frau sympathisch und nimmt sich ihrer an. Er rät ihr, mehr aus ihrem Aussehen zu machen, wenn sie schon darunter leidet.

Und er rät ihr, einen Beruf zu ergreifen, selbstständig zu werden und nicht alle Zukunftsentscheidungen von ihren Eltern treffen zu lassen.


Gesagt, getan, Anneliese findet eine Stelle als Verkäuferin in einem Strickwarengeschäft und lässt sich im Kosmetik- und Friseurstudio vom Mädchen zur Frau umgestalten … und wohin führt das alles? Es wäre nicht Annemarie Selinko, wenn es kein vergnügliches Ende nähme.


Annemarie Selinko (1914–1986) verfolgt mit diesem gewitzten Roman ein emanzipiertes Anliegen: Frauen, trefft eure Entscheidungen selbst. Ein köstliches Stück Unterhaltungliteratur, das einmal mehr aufzeigt, wie sich die Werteordnung unserer Gesellschaft stetig verändert.

Der Roman erschien erstmals 1937, wurde in zwölf Sprachen übersetzt und verfilmt. Selinko wurde damit auf eine Stufe mit Vicky Baum gestellt. 
Mit einem Nachwort von Evelyne Polt-Heinzl.

ca. 300 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag

€ 24.00

ISBN 978-3-903184-35-0

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10.03.2019 Bärenschutzzentrum in Vietnam

GFDK - Kultur und Medien - Tierschutz

Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN eröffnete am 7. März offiziell ihren BÄRENWALD Ninh Binh in Vietnam. Das in der Provinz Ninh Binh gelegene neue Bärenschutzzentrum bietet bereits zwölf Bären, unter ihnen zehn ehemalige Gallebären, ein artgemäßes Zuhause.

Ihnen wurde in der Vergangenheit regelmäßig illegal Gallensaft abgezapft, der unter anderem für traditionelle Medizin verwendet wird.

Ein neues Zuhause für die Gallebären

Noch immer leiden geschätzt 800 Tiere auf etwa 250 Bärenfarmen. VIER PFOTEN appelliert daher an die vietnamesische Regierung, die Schließung von Bärenfarmen voranzutreiben und die Tiere in Schutzzentren unterzubringen. Der BÄRENWALD Ninh Binh wird Platz für 100 misshandelte Bären bieten.

Mit der Eröffnung des BÄRENWALD Ninh Binh erreicht VIER PFOTEN einen wichtigen Meilenstein im Kampf gegen die illegale Haltung von sogenannten Gallebären. Denn obwohl VIER PFOTEN in den vergangenen zwei Jahren bereits ein Dutzend Bären aus grausamer Haltung retten konnte, gibt es noch viel zu tun.

„In 35 von insgesamt 58 Provinzen leiden nach wie vor rund 800 Bären auf nicht artgerechten Farmen. Sie sind völlig verwahrlost, unterernährt und erleiden schlimmste Qualen. Wir haben hier im BÄRENWALD Ninh Binh genug Platz.

Bis Ende des Jahres wollen wir über 40 Tieren ein artgemäßes Zuhause geben. Es ist höchste Zeit, das Leid der Gallebären ein für alle Mal zu beenden“, sagt VIER PFOTEN Gründer und Präsident Heli Dungler in seiner Eröffnungsrede.

Eröffnungsfeier von Tragödie überschattet

VIER PFOTEN hatte ursprünglich geplant, sieben Gallebären aus drei verschiedenen Bärenfarmen in der Provinz Dong Nai im Süden Vietnams zu retten und in den BÄRENWALD zu bringen. Tragische Umstände durchkreuzten jedoch diesen Plan, denn vier Bären sind binnen einer Woche auf bisher unerklärliche Weise auf derselben Farm ums Leben gekommen.

„Trotz geltender Gesetze bleiben solche schrecklichen Vorfälle wie der in Dong Nai leider oft ohne Folgen für die Farmer. Die Bären sterben in ihren Käfigen, obwohl es für sie eine angemessene Unterkunft geben würde. Wir fordern deshalb eine vollständige Untersuchung ihrer Todesursache“, so Heli Dungler.

Das Geschäft mit Bärengalle blüht trotz Alternativen

Bärengalle gilt seit mehreren tausend Jahren als Heilmittel in der traditionellen Medizin und wird zur Behandlung von Augenkrankheiten, Hämatomen, Verdauungsbeschwerden und anderen Leiden verwendet.

Obwohl ihre Wirkung selbst von renommierten Experten der traditionellen Medizin angezweifelt wird und es wesentlich bessere pflanzliche und synthetische Alternativen gibt, ist sie bis heute ein begehrtes Produkt in vielen asiatischen Ländern. Zwar ist in Vietnam der Besitz, Verkauf und Konsum von Bärengalle seit 2005 verboten, doch die Haltung der Tiere ist nach wie vor erlaubt.

Botschafter Christian Berger, seit 2016 Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Vietnam:

„Der BÄRENWALD Ninh Binh ist auf dem Weg ein Leuchtturmprojekt für den nachhaltigen Tourismus in Vietnam zu werden und dient nicht nur als Schutzzentrum für ehemalige Gallebären, sondern auch als Bildungs- und Aufklärungsstätte für den Tier- und Artenschutz in Vietnam.“

Schutzzentrum bietet Platz für insgesamt 100 Bären

Der nach Abschluss aller Bauarbeiten 10 Hektar große BÄRENWALD Ninh Binh ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Einheimische und Touristen aus aller Welt können sich ein Bild davon machen, wie ehemals gequälte Farmbären ihre natürlichen Instinkte allmählich wiedererlangen und bärengerecht leben.

Die ersten Besucher zeigten sich beeindruckt vom Anblick der großzügig angelegten Freiluftgehege mit Teichen, Bäumen, Kletter- und Versteckmöglichkeiten.

Der BÄRENWALD stellt nicht nur ein neues Zuhause für ehemalige Gallebären dar, er soll auch als Bildungs- und Aufklärungsstätte den Tier- und Artenschutz in Vietnam voranbringen. Das nach modernsten Haltungsstandards erbaute Schutzzentrum verfügt über eine eigne Tierklinik, zwei Bärenhäuser, eine Quarantänestation und vier Außengehege.

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09.03.2019 Jeder Laut ist einer zu viel

GFDK - Kultur und Medien - Filme

Schließen Sie alle Fenster und Türen. Machen Sie keine Geräusche. Fahren Sie nicht mit dem Auto. Gehen Sie nicht aus dem Haus. Bringen Sie sich in Sicherheit und verhalten Sie sich absolut still. Nehmen Sie diese Hinweise ernst und setzen Sie nicht Ihr Leben aufs Spiel!“

Jeder Laut ist einer zu viel. Denn in einer Welt jenseits unserer Vorstellungskraft kann schon das kleinste Geräusch den Tod bedeuten.

Basierend auf dem gleichnamigen Bestseller-Roman des britischen Horror- und Dark Fantasy-Autors Tim Lebbon inszeniert Genre-Spezialist John R. Leonetti („Annabelle“) mit THE SILENCE einen packenden Endzeit-Thriller – perfekt getimter Horror, düster, spannend und gleichzeitig emotional.


In dem starbesetzten Ensemble spielen an der Seite von Newcomerin Kiernan Shipka („Chilling Adventures of Sabrina“, „Mad Men“) Hollywoodgrößen wie Oscar® -Nominee Stanley Tucci („Die Tribute von Panem“, „Kindeswohl“), Miranda Otto („Krieg der Welten“, „Homeland“) und John Corbett („Sex and the City“, „My Big Fat Greek Wedding“).

Inhalt:
„Sie nennen sie ‚Avispa‘, wegen der Art und Weise wie sie ausschwärmen. ‚Avispa‘ heißt Wespe auf Spanisch. Die waren in einer Höhle eingeschlossen und haben sich in Millionen Jahren zu dem entwickelt, was sie jetzt sind… Die hätten da nicht rauskommen dürfen!“ 

Als eine archäologische Expedition in einem unzugänglichen Höhlensystem in Nordamerika eine bislang unbekannte Parasitenart entdeckt, ahnt noch niemand, wie gefährlich diese „Wespe“ genannte Spezies tatsächlich ist. Doch einmal freigesetzt, mutieren und vermehren sich diese Urzeitmonster nicht nur, sondern greifen bald auch Menschen an.

Ihre Opfer finden sie dank ihres feinen Gehörs: Schon das kleinste Geräusch lockt eine Unzahl von ihnen an. Die einst so laute Welt verstummt. Die gehörlose Ally (Kiernan Shipka) und ihre Familie ziehen sich in die Wälder zurück, denn überleben lässt sich nur noch in völliger Stille.

Gefahr geht aber auch von anderen Menschen aus, wie die Familie bald erfahren muss: Im rücksichtslosen Überlebenskampf ist jedes Geräusch ein potentielles Todesurteil. Und dann kreuzt eine bedrohliche Sekte ihren Weg, die es ausgerechnet auf Ally abgesehen hat.

THE SILENCE ist eine Co-Produktion von Constantin Film und EMJAG Productions, produziert von Robert Kulzer, Alexandra Milchan, Scott Lambert und Hartley Gorenstein. Executive Producer ist Martin Moszkowicz. Das Drehbuch stammt von Shane und Carey Van Dyke, basierend auf dem gleichnamigen Bestseller von Tim Lebbon. Regie führte John R. Leonetti.

Darsteller: Stanley Tucci, Kiernan Shipka, Miranda Otto, John Corbett, Kate Trotter, Kyle Breitkopf u.v.m.
Regie: John R. Leonetti
Drehbuch: Shane und Carey Van Dyke basierend auf dem Bestseller von Tim Lebbon
Produzenten: Robert Kulzer, Alexandra Milchan, Scott Lambert und Hartley Gorenstein
Executive Producer: Martin Moszkowicz

Die internationale Eigenproduktion der
Constantin Film startet am 16. Mai im Kino

 

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06.03.2019 Kampfbärin aus der Ukraine

GFDK - Kultur und Medien - Tierschutz

Gestern hatten wir noch sehr schlechte Nachrichten aus China und Vietnam. Für die  traditionelle chinesischen Medizin müssen Tiere leiden und werden ermordet. Gallebären und Eselchen sind die Leidtragenden, über die wir berichtet haben. Heute können wir eine gute Nachricht bringen.

Eine glückliche Bärin

Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat die ehemalige Kampfbärin Laska am 28. Februar erfolgreich in den BÄRENWALD Domazhyr nahe Lemberg überstellt. Laska lebte jahrelang in katastrophalen Zuständen im heruntergekommenen Pokrovsk Zoo in der Nähe der Stadt Donetsk.

Zuvor wurde sie als Kampfbärin gehalten und zum Abrichten von Jagdhunden misshandelt. Dabei werden die Hunde auf die angeketteten Bären gehetzt, die sich kaum wehren können.

In ihrem neuen Zuhause kann sie nun in artgemäßer Umgebung zur Ruhe kommen. Ein Gerichtsurteil wird entscheiden, ob Laska dauerhaft im BÄRENWALD Domazhyr bleiben darf.

VIER PFOTEN wollte die fünfjährige Bärin bereits Ende 2018 in ihr neues Zuhause bringen. Entscheidungen der Behörden bezüglich ihrer Konfiszierung zögerten die Rettung allerdings bis Anfang 2019 hinaus.

Nun kam die Bärin nach 22 Stunden und über 1.000 zurückgelegten Kilometern endlich wohlbehalten in ihrem neuen Zuhause an. „Wir sind froh, dass wir nach langer Wartezeit endlich grünes Licht vom ukrainischen Umweltministerium bekommen haben.

Laska wurde zwischenzeitlich mit einigen weiteren Tieren in einem anderen privaten Zoo untergebracht. Dort ist es ihr zwar etwas besser ergangen als in Pokrovsk, ideal waren die Umstände aber trotzdem nicht.

Der BÄRENWALD Domazhyr ist auf die Pflege von Kampfbären spezialisiert, dort ist sie am besten aufgehoben“, sagt VIER PFOTEN Bärenexperte Carsten Hertwig und ergänzt: „Laska hat den Transfer soweit gut überstanden.

Unser Team hat sie vor der Abreise gründlich untersucht; im BÄRENWALD wird sie nun die medizinische Versorgung erhalten, die sie braucht. Vor allem Laskas Zähne sind in einem schlechtem Zustand und müssen behandelt werden.“ Die Bärin wurde bereits am Tag nach ihrer Ankunft in ihr Außengehege entlassen.

Gerichtsurteil im März entscheidet über Laskas weiteres Schicksal

Aktuell ist nicht klar, ob Laska im BÄRENWALD Domazhyr bleiben darf – ein offizielles Gerichtsurteil ist noch ausständig. Da sich Laskas Besitzer, dem auch der Zoo in Pokrovsk gehört, zur Zeit wegen anderer Vergehen im Gefängnis befindet.

Es ist aber unwahrscheinlich, dass das Gericht zu seinen Gunsten entscheidet. „Die gesetzliche Lage zur privaten Haltung von Wildtieren in der Ukraine ist absolut mangelhaft. Wir sind aber optimistisch und gehen davon aus, dass Laska im BÄRENWALD bleiben darf.

In der Obhut ihres Besitzers hat sie nichts als Leid erfahren“, so Hertwig. VIER PFOTEN hat in der Vergangenheit bereits andere Bären temporär aufgenommen, die schlussendlich dauerhaft in ihren Schutzzentren bleiben durften.

Elf gerettete Bären im ukrainischen Schutzzentrum

Der BÄRENWALD Domazhyr wurde im Oktober 2017 offiziell für Besucher eröffnet. Inklusive Laska leben nun elf Bären aus katastrophalen Haltungsbedingungen auf dem insgesamt 7,7 Hektar großen Areal. In den kommenden Jahren wird das Bärenschutzzentrum weiter ausgebaut.

Nach Beendigung sämtlicher Bauarbeiten soll das Zentrum ein Ausmaß von 20 Hektar umfassen, die Platz für bis zu 30 Bären bieten. Mit der Errichtung des BÄRENWALD Domazhyr hat VIER PFOTEN ein artgemäßes Zuhause für gerettete Bären geschaffen und unterstützt so die ukrainische Regierung bei der Durchsetzung des Verbots der Kampfbärenhaltung im Land.

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05.03.2019 Im Kunstmuseum Wolfsburg

GFDK - Kultur und Medien - Ausstellung

Vom 24. März bis 29. September 2019 zeigt das Kunstmuseum Wolfsburg die Ausstellung Now Is The Time.

Die Ausstellung
Ein ansteckend fröhliches Lachen prägt das Plakatmotiv der Ausstellung Now Is The Time. Es ist das Lachen eines Maskengesichts, das ein Hersteller sakraler Masken in der indischen Küstenregion Konkan als profanes, aber persönliches Motiv gestaltet hat und mit dem er sich nun auf einer Fahrradfelge am Straßenrand sitzend der Kamera präsentiert.

Er folgte damit einer an die Dorfbewohner*innen gerichteten Bitte der indischen Konzeptkünstlerin Gauri Gill, anstelle überlieferter Motive einmal den eigenen Gemütszustand zwischen Traum und Realität zum Thema zu machen.

Die Fotografie des Maskenträgers, der hier seine eigene Rolle spielt, ist eine von vielen Neuerwerbungen, die in der Jubiläumsausstellung zum 25-jährigen Bestehen der Sammlung zu sehen sind und die die aktuelle inhaltliche Ausrichtung verkörpern.
 
1994 wurde das Kunstmuseum Wolfsburg gegründet und mit ihm der Startschuss für die Entwicklung einer profilierten Sammlung gegeben. Now Is The Time – Der programmatische Titel geht zurück auf Michel Majerus‘ ebenso programmatisches Werk „What looks good today may not look good tomorrow“ (1999) in der Sammlung des Kunstmuseums Wolfsburg.
 
Nach 25 spannenden Jahren ist die Zeit gekommen, den bislang umfassendsten Blick auf die Sammlung zu werfen. Mit mehr als 600 Installationen, Werkgruppen und Einzelarbeiten von 100 Künstler*innen genießt die Sammlung mittlerweile einen internationalen Ruf und verleiht der Industriestadt Wolfsburg als kultureller Leuchtturm eine weitreichende Ausstrahlung.
 
Auf allen frisch sanierten Ausstellungsebenen des Museums sind Werke von 77 internationalen Künstler*innen in dialogischen oder thematischen Zusammenhängen wieder oder neu zu entdecken. Das Spektrum erstreckt sich von Erwerbungen der ersten Stunde bis hin zu jüngst erworbenen Arbeiten, die entweder an bestehende Themenstränge anknüpfen oder neue Richtungen einschlagen.
 
Now Is The Time bietet einen Dialog zwischen Werken der Spätmoderne und jüngeren Positionen bis hin zu Vertreter*innen der sogenannten globalen Kunst. So stehen sich am Beginn der Ausstellung zwei Werke exemplarisch gegenüber:

Jörg Immendorffs auf großer Leinwand gemalter Kommentar zur 1989 erfolgten innerdeutschen Grenzöffnung „Kleine Reise (Hasensülze)“ (1990) mit Marcel Duchamp im Mittelpunkt auf der einen Seite; und auf der anderen Seite die auf 58 herausgetrennten Buchseiten gemalten Kommentare zum Erbe der Kolonialzeit der aus der Dominikanischen Republik stammenden Firelei Báez, die sich auf ihre Herkunft und Identität beziehen (2018).
 
Ein Blick zurück nach vorn: Brüche und Entwicklungen in der Kunstgeschichte der letzten vierzig Jahre werden aufgezeigt, aber auch Vielfalt und Gleichzeitigkeit der künstlerischen Produktionen.

Denn mit der Sammlung wurde zu einem Zeitpunkt begonnen, an dem die Globalisierung der Kunst sich erst zu entwickeln begann.

Somit vollzog sich der Aufbau der Sammlung insbesondere vor dem Hintergrund einer rasanten Visualisierung und Medialisierung, dem Anwachsen der viel zitierten „Bilderflut“, die durch die neue Kunst gespiegelt wurde und die mit den Exponaten der Ausstellung nachvollzogen werden kann.
 
Das Schlüsseljahr der Sammlung ist 1968. Fast alle Werke sind nach dieser Epochenwende entstanden. In der Ausstellung reicht der Spannungsbogen von lange nicht gezeigten bis zu aktuell erworbenen Werken, von Franz Ackermann über Christian Boltanski und Elizabeth Peyton bis zu Fiona Tan und Thomas Zipp.

In den letzten Jahren ist es gelungen, die Sammlung nochmals substanziell zu erweitern – vor allem mit globalen, weiblichen und politischen Positionen – insbesondere auch dank der Unterstützung durch Zustiftungen von Privatpersonen und des Freundeskreises des Kunstmuseums Wolfsburg.

Die Künstler*innen der Ausstellung
Franz Ackermann, Carl Andre, Nobuyoshi Araki, John M Armleder, Katie Armstrong, Richard Artschwager, Awst & Walther, Caroline Bachmann & Stefan Banz, Firelei Báez, Richard Billingham, Christian Boltanski, Stanley Brouwn, Jan de Cock, Tony Cragg, René Daniëls, Jan Dibbets, Burhan Doğançay, Peter Fischli/David Weiss, Sandra Gamarra, Gilbert & George, Gauri Gill, Liam Gillick, Douglas Gordon, Andreas Gursky, Brian Harte, Eberhard Havekost, Jeppe Hein, Georg Herold, Gary Hill, Rebecca Horn, Pieter Hugo, Jörg Immendorff, Christian Jankowski, Sergej Jensen, Anselm Kiefer, In Sook Kim, Imi Knoebel, Gert Jan Kocken, Ola Kolehmainen, Jeff Koons, Jannis Kounellis, Pia Linz, Sharon Lockhart, Michel Majerus, Joseph Marioni, Rémy Markowitsch, Maix Mayer, Gerhard Merz, Mario Merz, Radenko Milak, Sarah Morris, Maurizio Nannucci, Bruce Nauman, Julian Opie, Nam June Paik, Verner Panton, Elizabeth Peyton, Daniel Pflumm, Otto Piene, Julius Popp, Prajakta Potnis, Neo Rauch, Thomas Schütte, Mithu Sen, Cindy Sherman, Beat Streuli, Philip Taaffe, Fiona Tan, Sam Taylor-Johnson, Mette Tronvoll, Luc Tuymans, Mariana Vassileva, Jeff Wall, James Welling, Tim Wolff, Erwin Wurm, Thomas Zipp.
 
Der Katalog
Zum 25-jährigen Jubiläum des Kunstmuseums Wolfsburg erscheint im Mai ein Katalog mit Werken aller in der Sammlung vertretenen Künstler*innen im Verlag Hatje Cantz. Neben einem Vorwort von Andreas Beitin und einem einführenden Essay von Holger Broeker würdigen Texte von 97 internationalen Autor*innen die Werke der Sammlung (496 Seiten, 360 Abbildungen) in deutscher und englischer Ausgabe, 48,- € im Museumshop.

KONTAKT
KUNSTMUSEUM WOLFSBURG
Hollerplatz 1
38440 Wolfsburg
Germany

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05.03.2019 Tierschützer sind entsetzt

GFDK - Kultur und Medien - Tierschutz

Für die GFDK Redaktion sind Tiere keine Sache, und von daher ist das töten von Tieren für uns Mord. Aus China und Vietnam kommen immer wieder schreckliche Nachrichten für den Tierschutz.

Kriminelle Banden entführen die zutraulichen kleinen Esel, töten sie und ziehen ihnen die Haut vom Leib. Die Haut wird anschließend ausgekocht und zu Gelantine verarbeitet.

In der traditionellen chinesischen Medizin gilt das Produkt als Wundermittel. Und weil sich immer mehr Chinesen das leisten können, und der bedarf steigt, werden die Eselchen sogar den Bauern in Afrika gestohlen und getötet. Auch das Fleisch der Tiere ist in China sehr begehrt, und Tierschützer sind entsetzt über das Leid der Tiere in den chinesischen Schlachthöfen.

Die Qualen als Gallebären

Sie mussten jahrelang entsetzliche Qualen als Gallebären auf einer vietnamesischen Farm im Distrikt Xuan Loc (Provinz Dong Nai) erleiden, und ihre Rettung war so nah. Doch kurz bevor die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN  die vier Bären in ihr Bärenschutzzentrum BÄRENWALD Ninh Binh bringen konnte, starben die Tiere auf bisher unerklärliche Weise.

Der Halter der Bären hatte eingewilligt, die Tiere freiwillig an VIER PFOTEN abzugeben. Doch als VIER PFOTEN-Mitarbeiter vorletzte Woche seine Farm besuchten, um die Transportfähigkeit der Tiere in Anwesenheit der lokalen Behörden für die anstehende Rettung zu untersuchen, fanden sie eine Bärin tot vor.

Ihre Gallenblase und ihre Leber waren ihr bereits entnommen worden. Diese bringen auf dem Schwarzmarkt horrende Summen ein. Auch die drei anderen Farmbären verstarben kurz darauf in derselben Woche. Ihre Rettung hätte in der übernächsten Woche erfolgen sollen.

Obwohl die vietnamesische Regierung wiederholt angekündigt hat, Gallebärenfarmen zu schließen, leiden noch  immer geschätzte 800 Tiere auf etwa 250 Bärenfarmen unter entsetzlichen Bedingungen: Sie sind unterernährt, dehydriert, verwahrlost und laufen Gefahr, von ihren Besitzern getötet zu werden.

Denn der illegale Verkauf von Organen wie Gallenblase oder Leber bringt schnelles Geld. In der Studie “The challenges and conservation implications of bear bile farming in Vietnam” befragte die Organisation Free The Bears 66 Bärfarmer. Die Hälfte von ihnen gab an, im Falle einer Schließung der Farm nicht davor zurückzuschrecken, die Tiere zu töten.

Tiere sterben in Käfigen trotz artgemäßer Unterbringungsmöglichkeiten

Ioana Dungler, Leiterin der Abteilung für Wildtiere bei VIER PFOTEN: „Trotz geltender Gesetze bleiben solche furchtbaren Vorfälle wie der im Distrikt Xuan Loc leider oftmals ohne Konsequenzen für die Farmer. Wir fordern die Regierung auf zu handeln und dem Bärensterben sofort ein Ende zu setzen.

Es ist höchste Zeit. Die Bären sterben in ihren Käfigen, obwohl es artgerechte Unterbringungsmöglichkeiten für sie gäbe. Wir appellieren daher an die vietnamesische Regierung, die  Schließung von Bärenfarmen energisch voran zu treiben.“

Am kommenden Donnerstag wird VIER PFOTEN offiziell den BÄRENWALD Ninh Binh in Vietnam eröffnen. Das in der Provinz Ninh Binh gelegene neue Bärenschutzzentrum wird auf einer Fläche von 10 Hektar Land nach Abschluss aller Bauarbeiten insgesamt 100 misshandelten Gallebären ein artgemäßes und friedliches Leben in naturnahen Gehegen ermöglichen.

Zehn ehemalige Gallebären und zwei aus dem illegalen Wildtierhandel gerettete Bärenjungen leben bereits dort. Der nach modernsten Haltungsstandards erbaute BÄRENWALD mit eigner Tierklinik, zwei Bärenhäusern, einer Quarantänestation und vier Außengehegen hätte derzeit 32 Plätze frei, und bis Ende des Jahres könnten insgesamt über 70 Tieren dort ein schönes Zuhause erhalten.

Das Geschäft mit Bärengalle blüht trotz Alternativen

Bärengalle gilt seit mehreren tausend Jahren als Heilmittel in der traditionellen chinesischen Medizin und wird zur Behandlung von Augenkrankheiten, Hämatomen, Verdauungsbeschwerden und anderen Beschwerden verwendet. 

Obwohl ihre Wirkung selbst von renommierten Experten der traditionellen chinesischen Medizin angezweifelt wird und es wesentlich bessere pflanzliche und synthetische Alternativen gibt, ist sie bis heute ein begehrtes Produkt in vielen asiatischen Ländern.

Zwar ist in Vietnam der Besitz, Verkauf und Konsum von Bärengalle seit 2005 verboten, doch die Haltung der Tiere ist nach wie vor erlaubt. Vielen Bären wird weiterhin illegal Galle abgezapft, und der illegale Handel mit Bärengalle auf Vietnams Straßen, in TCM-Shops, auf Gallebärenfarmen und im Internet blüht. 

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02.03.2019 KIRSCHBLÜTEN & DÄMONEN

GFDK - Kultur und Medien - Filme

Am  Donnerstag feierte Doris Dörrie zehn Jahren nach ihrem großen Erfolg „Kirschblüten - Hanami“ die Deutschlandpremiere ihres neuen Films KIRSCHBLÜTEN & DÄMONEN. Das Premierenpublikum füllte in der neu gestalteten ASTOR Filmlounge im ARRI in München alle Kinosäle.

Die Premierengäste waren begeistert von der fantasievollen, poetischen, berührenden und bildgewaltigen Fortführung der Geschichte um die Familie Angermeier. Im Zentrum steht dieses Mal der jüngste Sohn Karl, großartig gespielt von Golo Euler.

Karl ist ein Mann voller Widersprüche und geheimer Sehnsüchte, verfolgt von seinem eigenen Dämon und auf der Suche nach der eigenen Identität.

Mit Ovationen empfing das Publikum die Regisseurin und Autorin Doris Dörrie, die ihren Film gemeinsam mit ihren Hauptdarstellern Golo Euler und der extra aus Japan angereisten Aya Irizuki sowie den Schauspiellegenden Hannelore Elsner und Elmar Wepper vorstellte. Mit dabei waren auch die Produzentinnen Anita Schneider und Viola Jäger sowie Martin Moszkowicz, Vorstandsvorsitzender der Constantin Film.

KIRSCHBLÜTEN & DÄMONEN ist eine Produktion der Olga Film von den Produzentinnen Anita Schneider und Viola Jäger in Co-Produktion mit dem Bayerischen Rundfunk (Redaktion: Carlos Gerstenhauer, Harald Steinwender) und ARTE (Redaktion BR/ARTE: Monika Lobkowicz).

Doris Dörrie inszeniert Golo Euler in der Rolle von Karl an der Seite von Aya Irizuki als Yu. In weiteren Rollen spielen erneut Hannelore Elsner und Elmar Wepper als Trudi und Rudi sowie Floriane Daniel als Karls Schwägerin.

Felix Eitner und Birgit Minichmayr sind wie zuvor als Karls Geschwister besetzt. Komplettiert wird die Hauptbesetzung von Sophie Rogall in der Rolle von Karls Frau und der legendären Kiki Kirin in ihrer letzten Rolle.


KIRSCHBLÜTEN & DÄMONEN wurde gefördert von FFF Bayern, FFA, DFFF und BKM.

Darsteller: Golo Euler, Aya Irizuki, Felix Eitner, Floriane Daniel, Birgit Minichmayr, Sophie Rogall, Elmar Wepper, Hannelore Elsner, Kiki Kirin u. v. a.
Regie und Drehbuch: Doris Dörrie
Produzentinnen: Anita Schneider und Viola Jäger, Olga Film
Co-Produzenten: Bayerischer Rundfunk (Redaktion: Carlos Gerstenhauer, Harald Steinwender) und ARTE (Redaktion BR/ARTE: Monika Lobkowicz)

Kinostart: 7. März 2019 im Verleih der Constantin Film

 

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01.03.2019 RATE YOUR DATE im Kino

GFDK - Kultur und Medien - Filme

Nach der umjubelten Weltpremiere in Berlin feierte ein begeistertes Publikum die Premiere von RATE YOUR DATE in München. Neben den drei Hauptdarstellern Alicia von Rittberg, Marc Benjamin und Nilam Farooq waren vom Filmteam u.a. Frederik Götz, Lisa Bitter, Regisseur und Drehbuchautor David Dietl, Produzent Thomas Peter Friedl und Ko-Produzent Stefan Gärtner vor Ort.

Moderator Dominik Porschen sowie Fox-Geschäftsführer Benjamin Bach begrüßten unter donnerndem Applaus die Premierengäste.

Unter dem Premierenpublikum waren unter anderem folgende VIP-Gäste: Katja Eichinger, Nina Eichinger, Timothy Peach, Regisseur Marc Rothemund. Nach der Vorführung wurde von Twentieth Century Fox in Zusammenarbeit mit Paulaner zur After-Show-Party ins XO. geladen.

RATE YOUR DATE ist eine moderne Komödie über die Unmöglichkeit der Liebe in Zeiten unendlicher digitaler Möglichkeiten. In den Hauptrollen ein Quartett, das zu den eindrucksvollsten jungen deutschen Darstellern zählt: Alicia von Rittberg (BALLON, JUGEND OHNE GOTT), Edin Hasanovic (NUR GOTT KANN MICH RICHTEN, YOU ARE WANTED), Nilam Farooq (MEIN BLIND DATE MIT DEM LEBEN, HEILSTÄTTEN) und Marc Benjamin (VIELMACHGLAS, HIGH SOCIETY).

Die Dreharbeiten in Berlin und München wurden gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg, dem FilmFernsehFonds Bayern und dem Deutschen Filmförderfonds.

RATE YOUR DATE startet am Donnerstag, den 7. März, bundesweit in den Kinos.

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