01.09.2010 Exklusivinterview für freundederkuenste

Rea Garvey: "Ganz ehrlich gesagt, hat keiner von uns angekündigt, dass wir uns trennen"- MICHAELA BOLAND TRIFFT REA GARVEY VON REAMONN

von: Michaela Boland

Seine Stimme vermag nicht nur zu beeindrucken, wenn er singt. Auch wenn er spricht, verleiht ihr sonorer Klang dem Besitzer, womöglich nicht zuletzt auch durch den kleinen irischen Akzent, eine besonders charmante Note.

Ein toller Kerl, liebender Ehemann und Vater, hervorragender Sänger, exzellenter Songwriter und Komponist und vor allem: Er ist einfach natürlich geblieben, nett und hilft sogar tüchtig im Haushalt.

Was will man mehr? Die Rede ist von Rea Garvey, Frontmann und Gründer der deutschen Rockband REAMONN, die schon im Jahre 2000 mit ihrem Top-Ten-Hit „Supergirl“ einen Megaerfolg verbuchte.

Gerade als sich Reamonn auf sommerlicher Open Air Tour zwischen Heidenheim und Halle/ Westfalen befindet, und wie gewohnt schwer begeistertes Publikum hinterlässt, schlägt die Nachricht vom angeblichen Ende der Band-Epoche Ende August ein wie eine Bombe.

Worauf sich die Bandmitglieder Uwe Bossert (E-Gitarre), Sebastian Padotzke (Saxophon, Keyboard), Philipp Rauenbusch (E-Bass) und Mike „Gomezz“ Gommeringer rund um den irischen Sänger Rea Garvey tatsächlich verständigt haben, warum dieser keine Wäsche sortiert und wie er sich in seine Frau verliebte, verrät der Frontmann, der hervorragend Deutsch spricht, Journalistin Michaela Boland im Gespräch. 

Michaela Boland:

Denkst du eigentlich vornehmlich auf Deutsch oder auf Englisch.

Rea Garvey:

Ich würde sagen, auf Englisch.

Michaela Boland:

Auch noch nach zwölf Jahren in Deutschland?

Rea Garvey:

Ja, absolut. Ich bin in dem Sinne immer noch irisch. Ich versuche auf jeden Fall, den Teil zu behalten. Ich glaube, wenn es in die Träume und Gedanken gehen würde, wäre das schon irgendwie so von Anfang bis zum Ende. Aber es ist noch nicht soweit.

Michaela Boland:

Du sollst 1998 mit 50,- DM Startkapital und einer Demo-CD von Irland hierher gekommen sein. Was machte für dich den Reiz an Deutschland aus, so dass du unbedingt hierher kommen wolltest?

Rea Garvey:

Ich war mit einer irischen Band unterwegs, wir hatten sogar einen Plattenvertrag mit einer Plattenfirma in Deutschland. Dann haben wir zwei drei Jahre eine Tournee hier gemacht. Da habe ich einfach gemerkt, dass die Leute nett sind und eine sehr große Liebe zur Musik haben und auch, dass ich eine ganz große Liebe zu Deutschland hatte. Das hat sich eigentlich bis jetzt nicht geändert.

Michaela Boland:

Hast du die Sprache erst hier gelernt oder bereits in Irland Deutschstunden genommen? 

Rea Garvey:

Nee, ich habe blöderweise Französisch studiert. Das habe ich seit dem leider irgendwie alles vergessen. Ich glaube Männer an sich, können irgendwie nicht drei Sprachen auf einmal beherrschen. Also ich auf jeden Fall nicht. Und Deutsch habe ich nach einem bis anderthalb Jahren ziemlich gut drauf gehabt. Da habe ich auch meinen ersten Streit gehabt 

Michaela Boland:

Worum ging es dabei?

Rea Garvey:

Es betraf eine Werkstatt. Der Mechaniker wollte mich für dumm verkaufen. Ich habe dann mit ihm gestritten, ich glaube, jeder geht da irgendwann einmal durch.

Und ich habe gewonnen. Und ich habe immer gesagt, wenn ich einen Streit in Deutschland gewinnen kann, dann habe ich die Sprache auf jeden Fall gut genug drauf.

Michaela Boland:

Was war damals deine erste Anlaufstelle hier nachdem du in Irland alles aufgegeben hattest?

Rea Garvey:

Ich habe vorab mit meiner alten Plattenfirma, bei der ich früher mit meiner alten Band war, einen Job klar gemacht. Da habe ich dann Merchandising auf einer Tournee gemacht und einfach T-Shirts verkauft. Einen Monat lang. Das war genial, das war so die Luxus-Ankunft, weil ich natürlich mit Bussen und Hotels versorgt war.

Dann am Ende der Tournee war es dann so ein bisschen wie die einsame Fahrt nach Süden, denn ich habe bei Freunden in der Nähe von Ravensburg gewohnt und hatte dann mein Erwachen dahingehend, dass ich jetzt allein auf mich gestellt in der Welt sein würde.

Das war nach der Studentenzeit so das Härteste. Ich glaube, da merkt man schon, dass man in der Realität angekommen ist. Und da muss man für sich selber jagen.

Michaela Boland:

Bringt es dir auch heute als Pop-/Rockstar noch etwas, dass du dich früher einmal regelrecht durchkämpfen musstest?

Rea Garvey:

Ja, denn das Leben hat sich eigentlich, wenn ich ehrlich bin, nicht geändert. Das Leben ist irgendwie immer noch ein Kampf. Ich bin nicht verbissen ehrgeizig, aber ich setze mir schon große Ziele vor und genieße halt den Kampf dorthin. Ich weiß zwar nicht, wo ich das her habe, aber ich genieße das einfach.

Ich liebe es schon, wenn jemand sagt, „ich glaube nicht, dass das und das machbar ist“. Das ist für mich wie eine große Ansage, denn dann kämpfe ich sogar noch härter. So bin ich schon seit ich Teenager bin und kann mich genau an den Moment erinnern, wann es angefangen hat.

Man muss das Leben spüren. Wenn es irgendwie langweilig ist, macht es keinen Sinn. In meinem Leben gibt es keine Zeit zum Zurücklehnen. Bevor ich nach Deutschland kam, gab es mit der anderen Band so einen Kampf, davor mit mir selbst. Das ging, glaube ich, schon mein ganzes Leben lang so. Ich mag das schon so. 

Michaela Boland:

Erklärt sich so auch die Tatsache, dass die erste Scheibe von Reamonn in null Komma nichts herausgebracht war? Immerhin hat sich eure Band aufgrund deiner geschalteten Zeitungsannonce im Stockacher Anzeiger „Sänger sucht Band für Platte und Tour““ im November 1998 bereits gefunden, obwohl du ja erst Anfang des Jahres ins Land gekommen warst? Das ging ja alles ratz-fatz.

Rea Garrvey:

Es ging ratz-fatz, aber ich meine, der Weg dahin ist immer so unerzählt. Mit meiner anderen, irischen Band war ich ja auch fünf Jahre auf Tournee. Da gibt es also auch schon eine Geschichte davor. Nun, aber ratz-fatz ging es mit Reamonn auf jeden Fall. Unglaublich.

Und ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, ob wir weiter gemacht hätten, wenn wir nicht sofort Erfolg gehabt hätten. Denn wir alle waren in mehreren Bands. Ich glaube zwar, wir haben alle sehr an Reamonn geglaubt, manche mehr als andere. Das war einfach unglaublich.

Der erste Chart-Einstieg auf Platz 74 (Anm. d. Red.: „Supergirl“) war für mich das größte Ereignis aller Zeiten und steht bei mir immer noch ganz vorne, denn so gut in den deutschen Charts anzukommen, das war als Musiker in Irland nicht vorstellbar.

Und das dann zu erleben, da habe ich alle in Irland angerufen und vor Freude laut geschrienen, es genossen und gefeiert. Bislang habe ich kein Chart-Entry mehr so gefeiert, muss ich sagen, denn das war einfach der Moment. Ich glaube, wenn man das erreicht hat, dann geht man einfach weiter, dann sind andere Sachen wichtig.

Michaela Boland:

Hätte dir ein solcher Erfolg in Irland nicht gelingen können?

Rea Garvey:

Ich glaube, der Weg ist so wie er ist. Man sollte nicht unbedingt versuchen, ihn umzuschreiben oder sich zu fragen, ob alles auch irgendwie anders funktioniert hätte. Das ist so wie diese blöde Frage, „was hättest du gemacht, wenn du nicht Musiker geworden wärst“.

Ich meine, im Endeffekt ist man Musiker, deswegen kann man es sich auch nicht anders vorstellen. Und ich habe das nicht als Beruf ausgewählt, sondern ich bin einfach Musiker und dann war es eben auf einmal das, was ich mache. Ich finde, das ist auch gut so.

Die Überlegung „was wäre wenn“ ist Quatsch, weil es ist so wie es ist und man muss mehr Zeit mit diesen Gedanken verbringen als mit der Überlegung, was wäre, wenn es anders wäre.

Michaela Boland:

Hast du nach deinem Erfolg hier denn tatsächlich niemals mit dem Gedanken gespielt, es noch mal in Irland zu versuchen, nachdem du deiner Heimat ja irgendwo schon noch verbunden bist? Hast du niemals soviel Heimweh gehabt, dass dich das gereizt hätte?

Rea Garvey:

Oh, wir haben dort schon mehrmals gespielt. Wir hatten sogar ganz guten Erfolg in Irland, in dem Sinne, dass wir Radio-Erfolg hatten. Und in dem Club, in dem ich es geliebt habe zu spielen, damals im Whelan`s , da haben die Leute zeitweilig schon die ganze Straße entlang Schlange gestanden.

Das war für mich wirklich etwas ganz Besonderes, so etwas zu erleben. Ich liebe es auch, dahin zu gehen. Aber es ist einfach nur so, dass wir ja jetzt alle drei Jahre so eine Europa weite Tour gemacht haben und Irland war immer dabei.

Aber man kommt natürlich nicht immer genau dahin, wo man will, weil man ja in mehreren Ländern unterschiedliche Erfolge hat. Natürlich geht man dorthin, wo man größere Shows spielen kann, das hat Priorität.

Dann spielt man in den anderen Ländern, wo man eine gewissen Erfolg hat aber vielleicht nicht so groß. Ich mag die Entwicklung, denn beispielsweise in Griechenland haben wir es erlebt, dass wir vor zwei Jahren die größte internationale Band waren.

Da kommt man halt an und das ist einfach ein Wahnsinnsgefühl. Davor war es ähnlich in Portugal, und davor hatten wir großen Erfolg in Holland, es ist immer so staffelweise. Da macht es wahnsinnig viel Laune, in diese Länder zu reisen und zu spielen.

In Portugal haben wir beispielsweise zwei Shows mit Robbie Williams gespielt und dann waren wir auf einmal Nummer Eins mit „Star“. Das hätten wir uns niemals träumen lassen.

Michaela Boland:

Hast du dein Studium zu Ende gebracht? 

Rea Garvey:

Das ist so witzig. Wenn ich sage, dass ich studiert habe, fragt jeder nach, ob ich es zu Ende gebracht habe. Ich glaube, das ist die Erwartung, die man von Musikern, oder vielleicht auch nur von mir hat, dass es nicht zu Ende gebracht worden sein könnte.

Aber, ja, ich habe das zu Ende studiert. Ich habe Marketing, Administration und Französisch studiert. Ich habe wegen meiner Eltern zu Ende studiert, weil es denen wichtig war. In meinem letzten Jahr bin ich bei der Abschlussprüfung durchgefallen.

Ich habe nämlich für drei ein halb Jahre die meiste Zeit über im Kulturreferat gearbeitet, denn ich habe gerne Partys organisiert und gefeiert. Und dann habe ich dieses Jahr außerhalb der Universität noch mal absitzen müssen.

Da habe ich gleichzeitig Tourneen gebucht und studiert, und nach diesem Jahr hat es dann geklappt und ich habe das Studium erfolgreich zu Ende gebracht.

Michaela Boland:

Wie hast du die Studienzeit empfunden?

Rea Garvey:

Das war eine wahnsinnig tolle Zeit. Besonders die ersten Erlebnisse als Student, da war alles dabei. Wenn jemand mich fragt, ob ich irgendetwas ändern würde, sage ich immer, in der Angst, dass, etwas ändern zu wollen, bedeuten würde, auch etwas von jener Zeit zu missen, würde ich nichts ändern. Ich habe diese Zeit echt geliebt, das war, glaube ich, die tollste Zeit. Gut, dass es so war.

Michaela Boland:

Trägst du eigentlich schon immer den Vollbart?

Rea Garvey:

Nee, das ist in letzter Zeit einfach irgendwie so zugewachsen.

Michaela Boland:

Aber zwischenzeitlich schon beinahe zum Markenzeichen geworden.

Rea Garvey:

Also ich bin auf jeden Fall kein Model und denke gar nicht an solche Sachen. Ich mache immer so das, was mir passt. Lange Haare habe ich, weil es meiner Frau gefällt und was ihr gefällt, tut mir gut. Das sind dann immer ziemlich einfache Entscheidungen. Als ich den Bart wachsen lassen habe, fand sie es auch gut. Und dann war er halt da.

Michaela Boland:

Gibt es an dir Dinge, die typisch irisch sind und mittlerweile auch solche, die typisch deutsch sind?

Rea Garvey:

Typisch deutsch? Nein (hält inne), das heißt, ich bin sehr zielstrebig, das sagen zumindest manche Leute. Ich sehe das bei mir selber nicht immer so. Ich feiere gerne, das ist etwas, was irgendwie von Iren erwartet wird. Und Melancholie ist auch eine Sache, die in mir steckt.

Das, was ich aber an Deutschland liebe, ist, dass wenn du hier etwas erreichen willst, dann kannst du es auch. Man steht sich höchstens selbst im Weg. Ich fand eine Sache recht witzig: Wir haben eine Nummer gemacht, die heißt „In Zaire“.

Dafür hatten wir einen Sänger aus Kamerun dabei, der einen Text gesungen hat, von dem wir ihn gefragt haben, was er eigentlich bedeute. Da hieß es nämlich immer „De Jama de Gama“ oder so ähnlich. Es bedeutete dann , „so stark wie ein deutscher Schrank“.

In Kamerun ist man der Auffassung, dass alles, was aus Deutschland kommt, für immer sei, also für die Ewigkeit, stabil und solide. Und die Wege sind ja auch so. Ich wusste ja beispielsweise nicht, was für ein Musiker ich sein würde, ob ich erfolgreich sein würde.

Ich habe ja auch Musiker gesehen, die vielleicht nicht in den Charts sind, aber trotzdem ihren Erfolg haben und davon leben. Und das war für mich als Ziel in Deutschland auf jeden Fall viel mehr machbar.

Das ist insoweit etwas, das mir sehr passt, ob das in mir steckt, weiß ich nicht. In jedem Fall mag ich an der deutschen Kultur, dass man darauf bauen kann. Und was das Irische anbelangt, da glaube ich, ist noch viel in mir, was typisch irisch ist.

Michaela Boland:

Was ist denn typisch irisch?

Rea Garvey:

Die Liebe zum Leben, dieser Esprit. Dass man nicht immer unbedingt an der Regel festhält und manchmal einfach neue Regeln schreibt. Das Feiern, das Aufwachen und manchmal einfach zu sagen, „Scheiße, aber, ach komm, weiter“. Diese Art ist auf jeden Fall irisch, glaube ich.

Michaela Boland:

Und Riverdance und Co?

Rea Garvey:

Also Irish-Dance haben wir eigentlich alle in der Schule gelernt.

Michaela Boland:

Kannst du es noch?

Rea Garvey:

Ja. Du musst dir vorstellen, als Teenager haben wir keine Diskotheken, da haben wir nur Ceiles (Anm. d. Red.: Sprich: „Kälies“) gehabt. Und Ceile ist halt das irische Wort für Zusammenkommen. Und dann haben wir getanzt. Das war halt ein Weg, wie Jungs Mädels kennen lernen konnten, gerade, wenn man schüchtern war.

Da hat man getanzt, das war eine tolle Zeit und sehr witzig. Natürlich waren wir Teenager und hatten nur blöde Sprüche und unsere schicken Klamotten. Aber es hat viel Spaß gemacht.

Michaela Boland:

Und dabei hattet ihr auch diese Metallplättchen an den Schuhen wie die Tänzer von Riverdance und Lord of the dance?

Rea Garvey:

Also das ist natürlich ein bisschen übertrieben. Bei denen ist es ja so, dass da dieses ganze Crescendo drin sein muss. Wir waren viel entspannter damit als wir das gemacht haben. Es gibt für den irischen Tanz zwei Arten von Schuhen. Da gibt es Hartschuhe und Softschuhe.

Du kannst es mit beiden machen. Es war natürlich nicht so, dass bei uns jeder diese Hartschuhe mit den Metallteilen vorne dran hatte. Manche hatten Clogs und da ist eben so ein richtiges Stück Holz vorne.

Ich habe es leider nicht weiter gemacht, aber ich fand es immer ziemlich geil, denen zu zuschauen, die weitergemacht haben. Man ist auf einmal nationalistisch und denkt sich, „Wow, ich bin stolz, Ire zu sein“. 

Michaela Boland:

Ist deine Ehefrau auch Irin?

Rea Garvey:

Nein, sie ist Rumänin.

Michaela Boland:

Wie habt ihr euch kennen gelernt?

Rea Garvey:

Über das Telefon. Es war keine Sexnummer (lacht). Ihr Partner war am Anfang unser Manager. Nach einem Monat hat sie übernommen. Wir haben häufig am Telefon miteinander gesprochen und ich war total verzaubert von ihrer Stimme. Schon da habe ich mich ziemlich heftig in sie verliebt und fand sie extrem cool. Danach haben wir „Josephine“ geschrieben, wobei ich sie nie kennen gelernt habe und das Lied beschreibt sie ziemlich gut.

Michaela Boland:

Josephine ist somit ihr Vorname?

Rea Garvey:

Ja, sie heißt Josephine.

Michaela Boland:

Hilfst du eigentlich auch im Haushalt? 

Rea Garvey:

Ja.

Michaela Boland:

Was machst du da?

Rea Garvey:

Alles mögliche. Ich habe schließlich auch mal fünf Jahre allein gewohnt und wenn man das nicht macht, wird es natürlich problematisch. Mit 17 bin ich von zu Hause weggezogen. Ich kann ziemlich alles, aber, was ich nicht kann, ist, Klamotten sortieren zum Waschen.

Das ist für mich so wie am pm (Anm. d. Red.: 2-mal-12-Stunden-Zählung). Das sind kleine Sachen, die ich gar nicht so rein kriege. Auch das Klamotten waschen ist irgendwie so eine Art Magie für mich. Ich schaffe es nicht. Aber Kochen liebe ich.

Michaela Boland:

Was kochst du bevorzugt?  

Rea Garvey:

Alles mögliche. Aber ich liebe auf jeden Fall Hähnchen, das kommt bei mir öfter vor. Gerne auch einfach traditionelles irisches Essen, so mit Rose Chicken, Rose Potatoes, Sauce und Vegetables. Das wäre so ein ganz typisches Sonntagsessen bei uns zu Hause.

Also ich koche ganz gerne und ich glaube, ich koche sehr gut. Ich bin wahrscheinlich im Haus viel mehr wert als am Auto. Wenn nämlich beispielsweise ein Auto auseinander fällt, weiß ich gar nichts. Keine Ahnung, ob es nun ein Rasenmäher ist oder ein Auto, da bin ich ziemlich verloren. 

Michaela Boland:

Deine häuslichen Fertigkeiten kommen zumindest doch deiner Frau sehr zugute.

Rea Garvey:

Ja, weil sie auch extrem viel arbeitet. Deswegen helfe ich auch so gerne, denn das entlastet sie. Sie ist eben seit elf Jahren unsere Managerin und erzieht ja auch unsere Tochter. Ich merke halt, wie viel sie zu tun hat. Sie macht das auch super und ich bin ein großer Fan von ihr.

Wenn ich dann zu Hause bin, ist es einfacher zu sagen, „ich mach`s“, so dass sie auch ein bisschen das Leben genießen kann. Ich habe einfach das Gefühl, dass die Rollen heutzutage einfach nicht mehr so sind, wie zu Zeiten meiner Oma und meines Opas, die getrennt von der Familie gegessen haben und deren Rollen geschlechtsspezifisch aufgeteilt gewesen sind.

Diese Zeiten sind vorbei. Es kann sich niemand leisten zu sagen, der eine muss alles machen und der andere gar nichts. Erstens sind Frauen heutzutage ja viel aktiver in der Welt.

Früher wollten viele dies bestimmt auch sein, durften aber nicht. Mit insgesamt sieben Schwestern bin ich auch der größte Fan davon. Ich liebe es einfach, wenn eine Frau etwas drauf hat und sie selber etwas schafft.

Michaela Boland:

Bist du der einzige Junge unter den Geschwistern?

Rea Garvey:

Ja. Ich bin der Drittgeborene. Nun, jedenfalls sehe ich das eben auch an meiner Mutter. Wobei sie eine Hausfrau war, allerdings war sie auch Lehrerin, wenn sie Bock hatte, zu arbeiten, einfach um ihr Gehirn frisch zu halten.

Es ist ja recht anstrengend, Kinder zu erziehen und dann gleich acht auf einmal. Eine sehr intelligente Frau, die brauchte halt den Reiz und hat einfach gerne zwischen den Schwangerschaften gearbeitet. Und meine Schwestern sind auch ziemlich erfolgreich in dem, was sie machen.

Michaela Boland:

Hat eine von ihnen ebenfalls etwas mit der Musikbranche zu tun?

Rea Garvey:

Nein, bis jetzt nicht. Sie machen alles Mögliche. Zum Teil sind sie Geschäftsfrauen, die wahnsinnig machtvoll und erfolgreich sind, die auf einmal aufgegeben und gesagt haben, „nee, jetzt will ich Kinder haben. In jedem Fall haben alle gezeigt, dass sie etwas drauf haben. Ich habe schon das Gefühl, dass sie zum größten Teil auch glücklich sind.

Michaela Boland:

Gerade hast du kurz deine Tochter erwähnt. War sie auch Inspiration zu eurem wunderschönen Erfolgstitel „Through the eyes of a child“? 

Rea Garvey:

Witzigerweise war es sogar das Kind von jemand anderem, das mich sehr beeindruckt hatte. Ich war in Miami. Der Sohn des Produzenten, mit dem ich das geschrieben habe, hat Textvorschläge gemacht, die ich zwar nicht genutzt habe, aber ich fand es sehr reizend, dass so ein Junge, Alejandro, der, glaube ich, damals 10 Jahre alt war, sich einfach vorgenommen hatte, mir ein paar Texte zu schreiben.

Dann hat er die hingelegt und sogar noch ein Buch geschrieben. Ein unglaublicher Junge. Was ich geliebt habe, war, dass mich die Texte inspiriert haben, obwohl ich sie nicht genutzt habe. Aber, wie er die Welt gesehen hat, das fand ich sehr beeindruckend.

Ich denke, das Lied passt eben zu jedem Kind. So wie meine Tochter auch die Welt sieht, das liebe ich einfach. Man kann auch wirklich Zeit damit verbringen, indem man einfach nur zuhört und erfährt, wie Kinder Sachen sehen. Dann ist man auf einmal total entspannt und alles andere ist nur noch halb so schlimm.

Michaela Boland:

Ich kann nicht festmachen aus welchem Grund das so war, aber mich hat der Titel „Through the eyes of a child“ bei erstmaligem Hören auf eine außergewöhnliche Art und Weise berührt. Ist das etwas, das du häufig hörst?

Rea Garvey:

Ja, ich glaube, da ist eine gewisse Ehrlichkeit in unserer Musik und wenn es deine Geschichte ist, dann betrifft es dich auch. Es geht ja nicht darum, meine Geschichte zu erzählen. Ich finde, beim Texten schreibe ich was und verstehe es danach.

Ich versuche nicht immer, mich so extrem darauf zu verlassen, dass ich es jetzt sofort selber verstehe, denn ich denke, manchmal kommen Wörter und Sinn nach. „Through the eyes of a child“ habe ich der Frau eines sehr guten Freundes von mir zunächst vorgespielt und sie hat angefangen zu weinen.

Sie war die erste, die es gehört hat und ich fand es sehr beeindruckend, das ein Lied so etwas kann. Das ist mir Gott sei Dank mehrmals mit verschiedener Musik passiert, aber ich habe es geliebt, dass es das für sie gemacht hat. Irgendwie hat es die richtige Taste erwischt. Ich finde, wenn Musik eine solche Wirkung haben kann, das ist echt cool.

Michaela Boland:

In den letzten 48 Stunden gab es große Aufregung in den Medien. Da hieß es, ihr wollt euch bald trennen. Das, was als Sommer Open Air Tour begann, soll nun plötzlich eine Art Abschiedstour sein.

Du sollst zwar geäußert haben, dass die Luft bei Reamonn raus sei, aber dennoch stellt sich bei dieser doch recht unerwarteten Meldung die Frage, ob etwas zwischen Euch Bandmitgliedern vorgefallen ist?

Rea Garvey:

Ganz ehrlich gesagt, hat keiner von uns angekündigt, dass wir uns trennen. Wir haben nur mitgeteilt, wir wollen eine Pause machen. Wir haben das auch so gesagt und dann wird so etwas dann halt anders bearbeitet. Die Luft ist auch raus, glaube ich.

Wir haben nicht die Lust, jetzt einfach nur irgendwie weiterzumachen, um es dann irgendwann zu töten. Wir sind elf Jahre zusammen. Bestimmt hat das auch irgendwie so eine Wirkung auf uns, dass wir viel nachgedacht und viel gesehen haben, und dann denkst du halt irgendwann, och, wir sind noch jung, lasst uns noch irgend etwas anderes machen für eine Weile.

Es gibt eben diese Momente im Leben, die man nicht wahrnimmt und ist dann irgendwann traurig darüber, dass man sich nicht die Zeit genommen hat. Ich will auf jeden Fall anders leben. Natürlich liebe ich es, in dieser Band zu sein. Das hat mir elf Jahre lang wahnsinnig viel Spaß gemacht.

Aber ich bin an dem Punkt, an dem ich einfach nicht mehr dazu bereit bin, ins Studio zu gehen und eine Platte zu schreiben oder aufzunehmen, weil ich glaube, ich würde es hassen. Und der Standard, den wir uns selber vorgeben, ist hoch und das dann niederfallen zu lassen, wäre falsch.

Deswegen, lieber warten bis wir wirklich wahnsinnig viel Bock haben, das wieder zu machen. Und die Pause ist eigentlich so gedacht haben, wenn es denn noch mal die richtige Zeit ist, dann machen wir es halt. 

Michaela Boland:

Also ein offenes Ende der Pause? 

Rea Garvey:

Ja, genau.

Michaela Boland:

Und ich las, Du würdest dich nunmehr sehr für das selber Herstellen von Möbeln interessieren. Was ist da dran?

Rea Garvey:

Das war ein Spruch. Jemand hat mich gefragt, was ich mir für die Rente vorstellen könnte. Und das war meine Antwort. Aber das wird dann natürlich mit allem möglichen anderen verknüpft.

Ich liebe in der Tat auch mit Holz zu arbeiten, das mache ich wirklich gerne, aber es ist nicht so, dass ich jetzt vor hätte, eine Schreinerei zu eröffnen. Ich interessiere mich für extrem viele Sachen und gucke auch gerne, ob ich das kann oder nicht.

Michaela Boland:

Hast du denn derzeit schon eine konkrete Vorstellung davon, was du in der Reamonn-Pause tun möchtest?

Rea Garvey:

Ich habe auf jeden Fall eine konkrete Vorstellung, aber finde, im Namen der Band soll jeder auch sein eigenes Ding vorstellen können. Jetzt machen wir zunächst mal bis Ende des Jahres REAMONN und danach wird jeder bestimmt auch sein eigenes Projekt vorstellen.

Michaela Boland:

Ihr habt ja schon die unterschiedlichsten Musikprojekte durchgeführt, u.a. auch schon Musik für Film und Fernsehen geschrieben. Hat man da theoretisch finanziell schon ausgesorgt und könnte sich, wenn man denn wollte, fortan bequem zurücklehnen?

Rea Garvey:

Nö, ich glaube das kann wohl kaum jemand heutzutage, außer vielleicht derjenige, der wahnsinnig viel Geld geerbt hat. Das Leben ändert sich so oft und meine Frau und ich haben am Anfang sowieso beschlossen, wir genießen das Leben. Wir geben das Geld gerne aus.

Ich bin nicht jemand, der das Geld für spätere Zeiten lagert. Ich glaube, weil ich aus einer zehnköpfigen Familie komme, war Reichtum nie so mein Ziel. Wir haben gut gelebt, aber wir haben nie Geld gehabt. Wir können gut mit dem Leben umgehen und wir wohnen schön, da bin ich sehr dankbar und haben den einen oder anderen Luxus, den ich auch schön finde für mich.

Michaela Boland:

Autos? 

Rea Garvey :

Nein, nicht unbedingt. Also, witzigerweise ist es nicht so ein Ding für mich. Ich mag es schon, schöne Autos zu fahren, ich fahre auch ein schönes Auto, gar keine Frage, aber das ist auch kein großes Ziel für mich. Aber, Wohnen, nach Hause kommen, das ist für mich das, was wichtig ist.

Wir haben nie in Aktien oder Fonds und Trallala investiert , das war alles immer mehr für andere, denn ich habe es einfach nie kapiert, ganz ehrlich gesagt und Geld verstehe ich auch nicht so ganz. Da ist meine Frau einfach um ein Vielfaches besser als ich.

Aber wir wohnen schön und wenn wir Urlaub machen, dann machen wir einen schönen Urlaub. Denn wir haben nicht zu viel Zeit und daher genießen wir das dann eben. Und da geht das meiste Geld, das ich verdiene halt hin.

Außerdem habe ich ja eine große Familie, ich sorge für die, wenn ich kann auch. Natürlich nicht im großen Stil, denn die haben ja auch alle ihr eigens Leben. Aber wenn es mir gut geht, dann soll es meinen Leuten und meiner Familie auch gut gehen.

Denn so funktioniere ich. Das heißt natürlich, dass man sich nicht zurücklehnen kann und einfach nichts machen, aber ehrlich gesagt, wer will das machen? Das ist extrem langweilig, glaube ich.

Michaela Boland:

Ihr engagiert euch auch sozial im Rahmen eurer selbst gegründeten Stiftung „Saving an Angel“, die sich für Kinder einsetzt. Auf euer Homepage ist zu lesen, dass der Grund dafür der gewesen sei, dass nach Beteiligung an anderen Hilfsprojekten im Nachhinein ein flaues Gefühl geblieben sei, dass die gesammelten Gelder nicht wirklich den jeweiligen Projekten zu Gute kämen.

Nun wart ihr 2001 zur Unterstützung von Unesco-Botschafterin Ute-Henriette Ohoven in Minsk für ein Kinderkrebskrankenhaus im Einsatz. Ohoven war zeitweilig öffentlich ins Kreuzfeuer der Kritik geraten, nachdem Behauptungen von angeblich nicht ordentlich eingesetzten Spendengeldern aufkamen.

So soll Starkoch Tim Mälzer 51.000 Euro für ihre Stiftung gespendet haben, die nie bei Bedürftigen angekommen sein sollen, wie Bild.de vom 02.08.2006 berichtet. Steht euer Entschluss, lieber selbst eine Stiftung zu gründen, damit in irgendeinem Zusammenhang?

Rea Garvey:

Nein, das sind so die Themen, da habe ich keinen Kommentar, weil ich erstens nicht viel darüber weiß und zweitens, wenn ich nicht irgendwie voll informiert bin, dann will ich natürlich keine Meinung dazu haben. Unsere Stiftung haben wir aus ganz einfachen Gründen gegründet.

Wir wurden so oft gefragt, aber immer waren es Dinge, die wir nicht in unseren Händen hatten. Immer haben unsere Fans uns unterstützt. Und da haben wir beschlossen, o.k., lass uns gucken, dass wir das ganze selber führen können.

Und das machen wir schon seit langem und es ist ein großer Erfolg, denn wir haben schon Millionen Euro in die Wege geleitet an Organisationen, die wir gut finden und unterstützen wollen. Es ist eine Wahnsinnsarbeit, die mich persönlich sehr stolz macht.

Es ist im Vergleich zum Musikmachen eine sehr harte Arbeit, weil wir natürlich alles, was wir unterstützen, recherchieren und ansehen wollen. Manchmal steckt man in Äthiopien oder in die Arche in Berlin oder München, oder in ein Krebskrankenhaus beziehungsweise ein Haus für missbrauchte Kinder.

Und da bist du echt eigentlich nichts, du bist echt so die kleinste Schraube in der ganzen Maschinerie. Da musst du halt wahnsinnig kämpfen, damit das funktioniert, damit die Menschen, die die Arbeit leisten, auch tatsächlich weiter arbeiten können und auch dass die Kinder die Hilfe bekommen, die sie verdient haben. Das macht mich stolzer als alles andere, was ich mache. 

Michaela Boland:

Das heißt, die Arbeit der Stiftung wird schon weitergehen, auch wenn ihr eine Pause macht.

Rea Garvey:

Absolut. Ja, das werde ich weiter führen.  

Michaela Boland:

Du setzt dich für Kinder ein, hast bisher selbst eine Tochter, die 2005 geboren wurde. Ist dahingehend vielleicht noch weiterer Familienzuwachs geplant? 

Rea Garvey:

(Lacht).Das geht dich gar nichts an .(lacht erneut herzhaft) Ganz klar gesagt.

Michaela Boland:

O.k., ich hoffe, du sprichst über deinen Vater, denn der ist ja heute hier und beim Konzert in Köln dabei. Ist das eine Premiere?

Rea Garvey:

Nein. Er ist schon häufiger dabei gewesen. Ich mag es sehr, wenn er dabei ist. Wir verstehen uns blendend. Und der wollte rüber kommen und hat seinen Koffer mitgebracht. Gestern haben wir so schön und lange miteinander gesprochen.

Ich glaube immer, ich spiegele halt ein Leben wider, wovon er geträumt hat, deswegen macht es ihm total Spaß. Er hat auch selbst bisher ein großes Leben geführt, von dem ich viel abgeguckt habe. Ja, wir haben unseren Spaß, wenn wir zusammen unterwegs sind.

Michaela Boland:

Wie alt ist dein Dad?

Rea Garvey:

Keine Ahnung, weiß ich nicht.

Michaela Boland:

Offensichtlich ist er jedenfalls recht unternehmungslustig. In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Show und Resttour. Für die Zukunft alles Gute für alle Reamonn-Mitglieder .

In der Hoffnung, dass wir euch nach einer für euch alle ausreichenden Pause in alter Form mit vielen schönen neuen Stücken wieder auf den Bühnen dieser Welt begrüßen dürfen, bedanke mich recht herzlich für dieses schöne Interview. 

Reamonn:

ist eine deutsche Rockband um den irischen Sänger Rea Garvey (Raymond Michael Garvey), dem ehemaligen Sänger und Gitaristen der Reckless Pedestrians. Bekannt wurde Reamonn insbesondere durch ihren Hit „Supergirl“, der im Jahr 2000 bis auf Platz 4 der deutschen Charts kletterte.

Die Band trat bereits im Vorprogramm der Guano Apes, HIM und Robbie Williams auf. Nach ihrem Debütalbum „Tuesday“ errreichten die beiden nachfolgenden Alben „Dream No 7“ und „Beautiful Sky“ Gold- und Platinstatus.

2001 hatte Reamonn einen Gastauftritt in den deutschen Kinofilm „Mondscheintarif“ nach dem Bestseller von Ildikó von Kürthy, zu welchem sie die Single „Weep“ beisteuerten. Die Band arbeitete ebenfalls mit Jam & Spoon sowie Xavier Naidoo zusammen und trat in dessen Vorprogramm auf.

2002  lieferte Reamonn die Titelmusik für die Pro7-TV-Produktion „Fort Boyard“ ab. Im Jahr 2006 erschien ihr Album „Wish“, 2008 das erfolgreiche Album „Reamonn“. Die erste Singleauskopplung daraus „Through the eyes of a child“ erreichte Platz sechs der deutschen Charts.

Ein Best-of-Album mit dem Titel „Eleven“ auf dem auch drei neue Songs enthalten sein werden, wird das vor der auf unbestimmte Zeit angekündigten Pause vorerst letzte Album der Gruppe sein.

Infos unter:

http://www.reamonn.com/

Michaela Boland ist Journalistin und TV-Moderatorin. Bekannt wurde sie als Gastgeberin der Sommer-Unterhaltungsshow „HOLLYMÜND“ des Westdeutschen Rundfunks Köln. Seit 1988 schrieb sie für die Rheinische Post, unterschiedliche Publikationen der WAZ-Gruppe Essen, Bayer direkt und Kommunalpolitische Blätter.

Außerdem präsentierte sie die ARD-Vorabendshow „STUDIO EINS“ und arbeitete als On-Reporterin für das Regionalmagazin „Guten Abend RTL“. Auf 3-Sat, dem internationalen Kulturprogramm von ARD, ZDF, ORF und SRG, moderierte sie die Kulturtalkshow „Doppelkopf“, sowie für TV NRW, die Casino

Show „Casinolife“ aus Dortmund-Hohensyburg. Michaela Boland arbeitet auch als Veranstaltungsmoderatorin und Synchron- sowie Hörspielsprecherin.

Für die Gesellschaft Freunde der Künste moderiert sie den Kaiserswerther Kunstpreis sowie alle grossen Kulturveranstaltungen der Gesellschaft.

Seit mitte 2009 ist sie verantwortlich für die Ressorts:

Exklusivinterview und

Porträt des Monats

© Michaela Boland und Gesellschaft Freunde der Künste