08.12.2011 2008 gab Fassbender sein Leinwand-Debüt

Newcomer, die wie aus dem Nichts die Herzen des Publikums erobern - Michael Fassbender - Von Heidelberg nach Hollywood

von: GFDK - Claudius Andersen

Alle paar Jahre gibt es sie noch in Hollywood: Newcomer, die wie aus dem Nichts die Herzen des Publikums erobern und die Kritiker begeistern. In diesem Jahr machte vor allem einer von sich reden: Michael Fassbender.

Ohne das klassische Saubermann-Lächeln besticht der gebürtige Heidelberger vor allem durch sein außergewöhnliches Schauspieltalent. Dieses Talent stellt er auch aktuell in der Verfilmung des weltberühmten Romans JANE EYRE (Ab 1. Dezember im Kino) unter Beweis.

Vor 34 Jahren wurde Michael Fassbender, Sohn eines Deutschen und einer Irin, in Heidelberg geboren und zog mit seinen Eltern im Alter von 2 Jahren ins irische Städtchen Killarney. Dort aufgewachsen, lag der Traum von einer großen Karriere als Schauspieler nicht besonders nah.

Doch als er mit 17 Jahren an einem Schulworkshop teilnahm, sprang der Funke sofort über. Er zog nach London, um dort Schauspiel zu studieren. Kurz vor dem Abschluss schmiss er hin. Nicht, weil ihm das Studium nicht mehr gefiel, sondern weil er endlich seinen Marktwert testen wollte und sich für erste TV- und Kinorollen bewarb.

Schnell merkte Michael Fassbender, wie schwer so ein Kaltstart sein kann. Die Hauptrolle in „Pearl Harbor“ schnappte ihm der wesentlich bekanntere Ben Affleck weg. Das große Kino blieb ihm damit vorerst verwehrt. Stattdessen hatte er seine ersten Auftritte in diversen TV Produktionen, mit denen er sich bereits ein teures Hobby finanzieren konnte: Motorräder.

2008 gab Fassbender sein Leinwand-Debüt. Mit völliger Selbstaufgabe spielte er in Steve McQueens Drama „Hunger“ den inhaftierten IRA-Kämpfer Bobby Sands im Hungerstreik.

Ausgezeichnet mit 6 Filmpreisen und einer Nominierung als „Bester Hauptdarsteller“ beim Europäischen Filmpreis wurde seine Arbeit entsprechend belohnt. Für die Rolle nahm er fast 20 Kilo ab, was in Anbetracht seiner vorherigen Rolle als Muskelprotz Stelios in „300“ eine gravierende Wandlung war.

Diese Wandelbarkeit ist seine große Stärke, die auch mit seiner intensiven Rollenvorbereitung zusammenhängt: „Ich will nicht nur Ihre Kleider tragen, sondern in ihre Haut schlüpfen“, erzählte er kürzlich in einem Interview mit dem Frauenmagazin Petra.

Der Durchbruch beim Mainstream-Publikum gelang Michael Fassbender 2009 mit seiner Rolle als Lieutenant Archie Hicox in „Inglourious Basterds“, für den er erstmals mit seinem Idol Quentin Tarantino zusammenarbeitete. Dessen „Reservoir Dogs“ faszinierte Fassbender als Teenager so sehr, dass er den Plot gemeinsam mit Freunden sogar in einem Nachtclub nachspielte.

Nach den ersten großen Erfolgen ließ auch das private Glück nicht lange auf sich warten. Beim Dreh zum Blockbuster „X-Men: Erste Entscheidung“ traf Michael Fassbender auf Zoë Kravitz, die Tochter des bekannten Rock-Musikers.

Das Paar hütet sich jedoch vor der Klatsch & Tratsch-Presse und zeigt sich kaum in der Öffentlichkeit. Fassbender liest nur ungern über sich in den Medien: „Ich twittere nicht, bin nicht bei facebook und versuche, im Internet nicht über mich zu lesen.“

Doch der ohnehin gefragte Star könnte noch viel stärker in den Fokus der Medien rücken, wenn sich sein auf den Filmfestspielen von Venedig ausgezeichnetes Spiel in „Shame“ als Oscar-verdächtig erweist.

Den Oscar verdient hätte auch seine Rolle in der Neuverfilmung des weltberühmten Romanklassikers JANE EYRE.

Darin spielt er an der Seite von Mia Wasikowska den unheimlichen und dennoch faszinierenden Hausherren Edward Rochester, in den sich Jane Eyre unsterblich verliebt und dabei die gesellschaftlichen Konventionen des viktorianischen Englands außer Kraft setzt.

Regie-Shootingstar Cary Fukunaga, dessen Erstling „Sin Nombre“ für Furore sorgte, bringt Charlotte Brontës berühmten viktorianischen Liebesroman JANE EYRE frisch und aufregend auf die Leinwand. Neben Oscar-Preisträgerin Judi Dench und Golden-Globe-Gewinnerin Sally Hawkins unterstützten ihn dabei zwei der heißesten Newcomer des internationalen Kinos:

„Alice im Wunderland“-Hauptdarstellerin Mia Wasikowska und Michael Fassbender, der in Quentin Tarantinos Mega-Hit „Inglourious Basterds“ begeisterte und kürzlich bei den Filmfestspielen von Venedig als bester Darsteller ausgezeichnet wurde.

JANE EYRES neues Gesicht:
Die Besetzung der Hauptrollen


„Ich hätte JANE EYRE nicht ohne die richtige Hauptdarstellerin gemacht. Dies
ist keine Rolle, in die man jemanden hineinpressen kann. Cary und ich wollten
jemanden haben, der sich in die Figur einfühlen kann und der auch vom Alter
her zu der Jane aus dem Roman passt.“, erklärt Produzentin Alison Owen:
„JANE EYRE´s Thema ist die Adoleszenz.

In den Szenen, die in Thornfield spielen, ist Jane 18 Jahre alt. In ihr erwachen Gefühle, von denen sie vorher gar nicht wusste, dass sie existieren. Manche sind sexueller Natur, andere rein emotional. In vielen der früheren Filme ist die Rolle der Jane älter besetzt.


Manche der Schauspielerinnen sind wundervoll, aber sie sind eben einfach
eher Frauen als Mädchen.“ Mia Wasikowska war im richtigen Alter und befand sich auch genau am richtigen Punkt in ihrer Karriere: bereit, eine große Hauptrolle zu übernehmen.


Owen erinnert sich: „Mia stach gleich hervor. Es gibt viele ganz fantastische
junge Schauspielerinnen, gar kein Zweifel. Aber Mia ist geradezu für diese
Rolle geboren: Sie verkörpert diese Figur nicht nur voll und ganz, sie setzt auch
einen neuen Standard für die Rolle.“


Es war wohl auch Schicksal im Spiel. Es zeugt von der anhaltenden Faszination
des Romans, dass Wasikowska das Buch ohnehin von sich aus las und schon
nach ein paar Kapiteln bei ihrer Agentin anfragte, ob gerade ein Drehbuch zirkuliere oder ein Projekt in Planung sei.

Wasikowska: „Ich wusste, dass dies eine unglaublich gute Rolle sein würde. Sie schrieb mir eine E-Mail zurück: Nein, zurzeit nicht, es hätte wohl mal ein Skript gegeben, aber das sei lange her. Doch nur ein paar Wochen später hörte ich von ihr, dass es tatsächlich einen Film geben würde.

Sie schickte mir das Drehbuch und sagte mir außerdem, dass sich der
Regisseur unbedingt mit mir treffen wolle.“ Bei ihrem ersten Treffen verstanden sich die beiden auf Anhieb. Wasikowska sagt: „Ich bin Cary zuerst im November 2009 begegnet. Wir haben einen ganzen Tag lang damit verbracht, über die Figur zu sprechen.

Wir merkten, dass wir sehr ähnliche Vorstellungen davon hatten, was sie wohl durchmachte. Wir sprachen über Kraft und Stärke und über das, was man erleidet, wenn man in jemanden verliebt ist.“ Wasikowska weiter: „Für mich ist es eine Ehre, Jane spielen zu können.

Was ich an ihr liebe ist, dass es ihr trotz all der Nöte, die sie
in ihrem Leben auszustehen hat, nie an Selbstachtung fehlt. Sie verfolgt ihre
Ziele mit einer unglaublichen Willenskraft. Ich glaube, das muss man bei
Menschen allgemein und bei Frauen ganz besonders im Hinterkopf behalten:


es ist wichtig das zu tun, was einen als Person erfüllt, anstatt den einfachen
Weg zu gehen und es sich einfach nur bequem in seinem Leben einzurichten.“
Fukunaga kommentiert: „Mia hat nicht nur ihr unglaubliches Talent mitgebracht,
sondern auch so viele Ideen für die Rolle. Für sie ging es immer nur darum, was
der Rolle nützt. Sie war bereit, alles zu geben.“

Zur Vorbereitung sammelte Wasikowska einiges an Bildmaterial: „Ich wollte ein Bild von Jane in meinem Kopf formen. Ich schaute mir ganz viele Fotos und
Bilder aus der Zeit an - zum Beispiel, welche Körperhaltungen die Leute einnahmen.

Ich habe auch den Roman noch einmal gelesen, um die Momente zu
finden, die für Jane besonders wichtig sind und die mir helfen würden zu verstehen, wer sie war und was sie in bestimmten Situationen gedacht haben muss.“


„Es gab sehr viele Szenen zu spielen, die emotionale Herausforderungen bedeuteten und daher sehr intensiv waren - noch dazu in einer Sprache, die wir heute so nicht mehr benutzen. Der Trick ist, das Gefühl richtig hinzubekommen, dann fühlt man sich auch wohl damit, die Worte auszusprechen.

Ein Satz wie ,Ich spreche nicht durch sterblich Fleisch zu dir' ist poetisch und
sehr bildhaft, aber ich muss ihn auch echt klingen lassen.“ So emotional wie die Hauptrollen angelegt sind, war es extrem wichtig, dass zwischen den Darstellern von Jane und Rochester die Chemie stimmt - nur so wirkt die stürmische Beziehung der beiden, die gleichermaßen von Selbstbeherrschung wie von Leidenschaft geprägt ist, glaubhaft.

Owen bemerkt: „Es geht in dieser Beziehung auch um die Anziehung zwischen dem braven Mädchen und dem bösen Jungen.“ Owen lobt ihre Darsteller: „Mia
Wasikowska und Michael Fassbender spielen das einfach wundervoll. Es ist zart, romantisch, sexy und aufregend - es funkt richtig zwischen den beiden.“ Fukunaga fügt noch hinzu:


„Ich bin kein hochemotionaler Mensch, aber es gibt einige starke Szenen zwischen Mia und Michael, die mich wirklich zu Tränen gerührt haben. Ich kann nur hoffen, dass es dem Publikum ähnlich geht. Man fühlt die Verzweiflung und die Not der beiden Figuren.“


Fukunaga weiter: „Bei meinem allerersten Treffen mit Alison und Moira fiel Michaels Name als erster. Ich fand seine Darstellung des Bobby Sands in HUNGER unglaublich intensiv; ich wollte ihn unbedingt als Rochester haben.“

Owen schwärmt von Fassbender als einem „vollkommenen Schauspieler. Ich kenne auch keinen anderen, der eine so sexuelle Ausstrahlung hat wie Michael. Das kann man beides in FISH TANK sehen. Ich gehe jede Wette ein, dass man nach diesem Film ihn vor Augen hat, wenn man sich Rochester vorstellt.“


Michael Fassbender hatte Fukunagas SIN NOMBRE gesehen und war
begeistert: „Ich war mir sicher, dass Cary dem britischen Klassiker einen
neuen Dreh geben würde. Ich weiß gar nicht, ob er sich im Klaren darüber ist,
wie oft Jane Eyre schon für Kino und Fernsehen verfilmt worden ist. Aber er
ist unerschrocken und ich glaube, das ist genau die Eigenschaft, die hier
gebraucht wurde.“


Fassbender fühlte sich zu seiner Filmfigur hingezogen. „Gerade seine schroffe,
düstere Art macht es zu einer Herausforderung, sich seiner anzunehmen.
Das ist ja keine simple Liebesgeschichte. Ich spiele Rochester in erster Linie
als den Helden eines romantischen Melodrams. Er ist ein Zyniker, aber er ist
auch sensibel und hat ein gutes Herz.

Er weiß um seine Gefühle, hat Humor.
Er ist viel gereist und auf seinen Reisen sind ihm Dinge widerfahren, die ihn
geprägt haben.“ Fassbender stürzte sich auch auf die Vorgeschichte seiner
Figur: „Rochester wurde verletzt.

Er war noch so jung als er nach Jamaika ging und sein Leben wurde aus der Bahn geworfen. Ich glaube, er wäre auch ohne großen Wohlstand glücklich geworden, aber sein Vater sagte: ,Du gehst und heiratest diese Frau, denn dann bist du versorgt'.“


Fassbender weiter: „Rochester ist jemand, der so gar nicht zu den Vorurteilen
des Adels neigt. Ihm ist es egal, ob er Grenzen überschreitet, weil er soziale
Trennlinien nicht anerkennt. Ihm ist es egal, dass Jane eine Gouvernante ist und dass seine Beziehung zu ihr bei seinesgleichen Kopfschütteln auslöst.“
Der Schauspieler sieht die Beziehung als „Rochesters allerletzte Hoffnung.


Er nimmt Jane als einziger wirklich wahr, während sie für alle anderen praktisch
Luft ist. Sie inspiriert ihn. Sie führt ihn zu einem Punkt in seinem Leben zurück,
als er ein besserer Mensch war und noch nicht so zynisch. Als Jane ihm nicht
mit der üblichen Demut begegnet, fordert ihn das heraus.

Er sieht ein echtes Feuer in ihr brennen, das sie immer unterdrückt hat. Das fasziniert ihn. Das Publikum soll fühlen, dass diese beiden Menschen einander heilen und einander stärken können.“


Weil die Geschichte wahrlich keine ist, die direkt auf ein Happy End zusteuert,
ging es beiden Hauptdarstellern darum, das Zusammenspiel ihrer Figuren nicht
mit Sentimentalitäten zu füllen. Wasikowska erzählt begeistert: „Michael hat mich am Set immer wieder überrascht.

Ich kam schon ganz aufgeregt dort an, weil es so spannend war zu sehen, was er tun würde und wie er es tun würde. Von ihm geht eine unglaubliche Kraft aus und sein Blick kann einen regelrecht durchbohren.


Wenn ich mit ihm zusammenspielte, konnte ich voll und ganz glauben, dass
er und seine Figur tatsächlich eins waren.“ Aber auch Fassbender war umgekehrt von Wasikowska überrascht: „Mia kommt vom Tanztheater und dort geht es sehr diszipliniert und reglementiert zu.

Diese Disziplin hat sie auf die Schauspielerei übertragen. Sie ist so facettenreich
und wirkt dabei schon so reif. Mia ist viel bodenständiger und vernünftiger,
als ich es jemals sein werde. Sie gibt jedes Mal alles für ihre Rolle, aber
am meisten beeindruckt mich, wie sehr sie mit sich im Reinen ist.

Das komplette Ensemble

Michael Fassbender ist von Judi Dench begeistert


So beeindruckt Michael Fassbender von Mia Wasikowska war, ein Mitglied des
Ensembles haute ihn um: „Na, Sie wissen schon - die Lady“, sagt er. „Es ist einfach Wahnsinn, dass auch Judi Dench mit dabei ist. Man fühlt sich schon geehrt, wenn man nur im Aufenthaltsraum mit ihr zusammensitzt.

Es ist, als ob sie von Goldstaub umweht wird. Man kann nur hoffen, dass ein bisschen davon auch auf einen herabfällt. Ich habe jede unser gemeinsamen Szenen genossen.“


Fassbender und Dench machten Scherze, um sich und die anderen bei Laune
zu halten, als sie alle in den kalten, dunklen Fluren von Haddon Hall arbeiten
mussten. Wasikowska war fasziniert „miterleben zu können, wie Judi arbeitet.“
Judi Dench für die Rolle der Mrs. Fairfax, der Haushälterin von Thornfield, zu
gewinnen, war ein echter Coup für die Produktion.

Cary Fukunaga schrieb ihr einen sehr persönlichen Brief, der sie letzten Endes überzeugte, das Angebot anzunehmen. Fukunaga: „Als sie zusagte, wurde es natürlich umso spannender. Sie ist in Großbritannien eine Heilige. Die Vorfreude - oder die Angst - mit einer Koryphäe wie ihr zusammenzuarbeiten, hat mich nur noch mehr beflügelt.

Was kann man noch zu jemandem sagen, der so viele Filme mit so talentierteren Kollegen gemacht hat?“

Die Oscargewinnerin erinnert sich, den Roman gleich gelesen zu haben, „als
Charlotte Brontë ihn geschrieben hatte“, lacht - und fährt fort: „Ich habe das Buch wohl in der Schule gelesen. Ich fand es immer eine tolle Geschichte. Sie lässt einen nicht los.“

Dench war auch von dem Tonfall begeistert, den die Filmemacher anstrebten: „Diese Geschichte ist schon oft gemacht worden, aber ich fand, dass
Cary sich seine ganz eigenen, ziemlich düsteren Gedanken dazu gemacht hatte.
Ich hoffe, der Film wird die Leute dazu anregen, auch das Buch zu lesen.“

Dench weiter: „Im Roman ist es ziemlich lange unklar, wer in Thornfield wie viel weiß - ist Mrs. Fairfax eingeweiht in das Geheimnis des Hauses? Die Geschichte lebt auch von diesem Mysterium.“


Beim Dreh trafen Wasikowska und Fassbender auf alte Bekannte. Imogen Poots, die in CENTURION die wenigen ruhigen Szenen mit Michael Fassbender teilte, spielt Blanche Ingram - Rochesters angehende Verlobte. Jamie Bell, der
Wasikowska schon in dem Weltkriegsdrama UNBEUGSAM den Hof gemacht
hatte, tut das in der Rolle des St. John Rivers auch hier wieder.

In den Drehpausen unterhielt Bell seine Kollegen gern mit Stepptanz-Vorführungen, die umso begeisterter aufgenommen wurden, je mehr er auf volles Risiko tanzte: zum Beispiel auf durchgeweichten Brettern, die über tiefe Matschpfützen gelegt waren.

Wasikowska sagt: „Dass jemand da war, mit dem man zwischen den
Szenen herumalbern konnte, war für mich ein Gegengewicht zu den intensiven
Szenen, die wir zu spielen hatten. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals
so viel Spaß bei der Arbeit hatte wie mit Jamie.“


Jamie Bell erzählt: „Von den Proben bis zu den Probedurchläufen am Set hat Mia
es sich immer zur Aufgabe gemacht, jedes Mal noch besser zu sein. Ich wusste,
dass sie der Rolle der Jane Eyre gerecht werden würde.“ Bell weiter: „Der Film
handelt von der Energie, aber auch von der Unbeholfenheit junger Leute. Mia ist jung und sie spielt einen jungen Menschen.

Hier ist es eben nicht so, dass jemand mit 28 Jahren ein Mädchen spielt. Aber bei der Besetzung gibt es auch ein paar Entscheidungen, die nicht ganz so klar auf der Hand lagen - mich als Mann Gottes zu besetzen, zum Beispiel.“


Fassbender sagt über Bells Interpretation des St. John Rivers: „Ich mag besonders, auf welche Weise sein St. John auch immer ein wenig undurchschaubar bleibt. Wir haben darüber gesprochen und Jamie sagte, er sehe die Figur als einen Mann, der sein Leben auch deshalb so streng regelt und unter Kontrolle hält, weil er sich vor dem ängstigt, was er tun könnte, wenn er sich gehen ließe.“

Bell führt das weiter aus: „Ich sehe St. John so: Er unterdrückt seine Emotionen. Ich glaube, er hält es für eine Charakterschwäche, Gefühle zu zeigen. Er trifft seine Entscheidungen rein pragmatisch, ohne jede Emotion. Darin ist er das genaue Gegenteil von Rochester.

Charlotte Brontë beschreibt ihn im Roman als ,so unentrinnbar
wie der Tod' und das trifft den Nagel auf den Kopf. Für mich geht es in der
Geschichte im wesentlichen um eine Frau, die trotz aller Hindernisse zu
Selbstachtung und Individualität findet, aber in Moiras Drehbuch kommen eben
auch all diese anderen Themen und Facetten zum Tragen, um so mehr, je näher
die Entscheidungen rücken, die Janes weiteres Leben bestimmen werden.“

Wie Mia Wasikowska war auch Imogen Poots froh, in Fassbender einen alten
Bekannten zur Seite zu haben: „Michael ist ein toller Schauspieler.“ Vom Dreh
berichtet sie: „Ich hatte eine Gesangslehrerin, die mir durch eine lange
Sequenz half, in der ich aus einer damaligen Operette vorsinge.

Aber am allermeisten hat mir doch das Reiten Spaß gemacht.“ Poots freute sich auch über die Gelegenheit, ihrer Figur, die als Rivalin sonst einfach ein Stereotyp ist, ein paar neue Schattierungen zu verleihen: „Im Roman kommt Blanche als ziemlich durchtrieben rüber.

Aber ich wollte sie anders spielen, stärker überrascht und unsicher, wie alles wohl am Ende ausgehen wird. Sie verstößt gegen die Etikette, weil sie mit Rochester zu körperlich umgeht.“ Tamzin Merchant und Holliday Grainger wurden in den Rollen der beiden Schwestern von St. John Rivers besetzt.

Grainger sagt: „Tamzin, Jamie und ich haben uns näher kennengelernt, als wir einen Nachmittag lang Gitarre gespielt und gemeinsam gesungen haben, auch wenn unsere Harmonien nie ganz hinkamen.“ Merchant erklärt: „Zwischen uns stimmte die Harmonie schon, es kann nur sein, dass Holliday und ich bei unserem Duett nicht immer den richtigen Ton getroffen haben.“

Ihre Rolle erklärt Merchant so: „Meine Figur Mary Rivers macht aus allem eine Geschichte. Sie hat eine immense Vorstellungskraft. Sie ist von Jane fasziniert und findet die Idee höchst spannend, dass diese Fremde aus dem Moor ein Familienmitglied werden könnte.“


Und Grainger ergänzt: „Die Rivers-Geschwister stehen einander sehr nahe.
Ihre Eltern sind gestorben und sie leben allein in einem sehr abgelegenen
Haus. Ich sah meine Figur Diana eher als den mütterlichen Typ, weil sie die
Ältere der Schwestern ist. Sie hat auf gewisse Weise die Mutterrolle übernommen und genauso tritt sie auch Jane entgegen. Dennoch empfindet sie
Jane durchaus als ebenbürtig.“


Was man von Janes Tante Mrs. Reed nicht behaupten kann. Golden-Globe-
Gewinnerin Sally Hawkins sagt über ihre Rolle: „Ich finde, die unangenehmsten
Leute sind die, die sich anständig benehmen, bei denen aber offensichtlich
ist, dass ihre Freundlichkeit nur Fassade ist.

Cary und ich sprachen schon sehr früh über diesen Aspekt, darüber, dass
dies ein irritierender Zug der Figur sein sollte. Ich spiele ja nicht oft Bösewichte und hier bot sich für mich als Schauspielerin eine tolle Gelegenheit.“ Hawkins führt aus:


„Mrs. Reed ist eine sehr widersprüchliche Figur und ich habe durchaus auch Mitleid mit ihr. Ihr Zorn und ihr Hass diesem kleinen Mädchen gegenüber
kommen daher, dass sie sich von ihr bedroht fühlt. Janes Feuer und ihre Intelligenz machen ihrer Tante Angst.


Aber so sehr Mrs. Reed sich auch bemüht ihr das auszutreiben,
Jane hat immer noch mehr davon. Cary versteht es sehr gut, da
die Schraube nach und nach immer stärker anzuziehen.“


Hawkins recherchierte für ihre Rolle: „Ich bin in die National Portrait
Gallery in London gegangen und habe mir Porträts aus der Zeit angeschaut
und darauf geachtet, welche Körperhaltung Frauen eingenommen
haben, wie sie saßen und was sie mit ihren Händen machten. Ich wollte die
Etikette der damaligen Zeit verstehen.“


Hawkins lobt besonders Amelia Clarkson: „Sie ist brillant und in der Lage, richtig
starke Gefühle zu zeigen.“ Clarkson gehört, wie Freya Parks und Romy
Settbon Moore, zu den zahlreichen Kinderdarstellern im Ensemble.


Fukunaga sagt: „Einige von ihnen hatten schon Schauspielunterricht oder
waren auf Schauspielschulen gewesen, aber ich fand, dass alle
Kinderdarsteller sehr natürlich auftraten.“ Fukunaga erzählt: „Ob es nun um
Romy oder um eines der älteren Mädchen ging, ich habe es immer so gemacht,
dass die Kinder die Szenen zunächst einmal einfach gespielt haben und dass
ich ihnen danach ein paar Anregungen gegeben habe.“


Settbon Moore erzählt, wie sie an ihre Rolle als Adèle kam - das Waisenkind,
das schnell Gefallen an ihrer Gouvernante Jane findet: „Die Casting-Agentur
hatte meiner Schule eine E-Mail geschickt, dass sie ein achtjähriges Mädchen
suchen, das Englisch und Französisch sprechen kann.

Ich bin mit meinen Freunden zum Vorsprechen gegangen und danach wurde ich wieder angerufen. Ich habe für die junge Jane vorgesprochen. Aber sie fanden, dafür sei ich ein bisschen zu jung, also haben sie mich für Adèle ausgewählt.

Vor jeder Szene hat Cary mir ganz genau gesagt, was ich machen soll. Ich habe die Bewegungen einstudiert und die Sätze auswendig gelernt und dann habe ich es gespielt. Und wenn Cary das nicht so gut fand, hat er gesagt: ‚Mach es
doch einmal so…' Mia und Michael waren für mich wie Klassenkameraden.
Ich würde gerne wieder einmal schaupielern.“

Auch wenn Settbon Moore zu jung ist, um das Buch gelesen zu haben, machte sie sich mit der Geschichte vertraut. „Ich habe mir den Zeffirelli-Film angeschaut“, sagt sie. Parks und Clarkson dagegen waren schon alt genug, um sich von Janes Geschichte angesprochen zu fühlen.

Parks, die als Janes Schulfreundin Helen Burns in Lowood zu sehen ist, sieht ihre Figur als „zentral für das, was die Geschichte aussagt: wie sich Dinge im Leben wandeln können und dass man solche Hindernisse überwinden muss.“ Clarkson, die die zehnjährige Jane spielt, sagt:

„Als Kind macht Jane einiges durch. Sie bleibt sich selbst aber treu
und übersteht so alles. Ich habe versucht, all die aufgestauten Gefühle von
Jane mitzuspielen.“ Clarkson weiter: „Als ich das Drehbuch bekam, bin ich es
mit meiner Oma zusammen durchgegangen.

Ich war Jane und sie war alle anderen. Ich habe oft vor dem Zubettgehen im Drehbuch gelesen, bin durchgegangen wie ich wohl in einer solchen Situation reagiert hätte und wie ich meine Sätze sagen musste - was sie bedeuteten und wie man sie betont und das mit dem richtigen nordenglischen Akzent.“


Auch Parks arbeitete hart daran, den richtigen Akzent hinzubekommen und
auch sie las Teile des Drehbuchs zusammen mit ihrer Großmutter. Sie sieht
Helen so: „Sie ist stark. Sogar als sie im Sterben liegt und ich sie ganz
schwach spielen musste. Ich wusste, Helen würde nicht weinen.

Aber ich habe hinterher geweint. Ich habe auch an all das eklige Zeug gedacht, das sie in ihrer Lunge hatte. Und davon, dass ich immer so tun musste, als hätte ich Husten, habe ich selber angefangen zu husten.“


Parks berichtet auch: „Wenn Amelia und ich zusammen übten, hat sie jedes
Mal schon die ganzen Emotionen da hineingelegt, was ja auch richtig ist. Am
Set sagte Cary uns dann, wie er es haben wollte und wie wir unseren Text
sprechen sollten.“


Bei den Proben und am Set schlossen Clarkson und Parks eine enge
Freundschaft - wie Jane und Hellen in Lowood. „Freya und ich sind Freundinnen
geworden“, sagt Clarkson. „Sie zu treffen, war das Beste am ganzen Dreh.
Deswegen war es auch die schwerste Szene für mich, als Helen stirbt.“


Fukunaga merkt an: „Solche Verbindungen, die sich hinter der Kamera ergeben,
sieht man dann auch im Bild.“ In diesem Sinne traf sich der Regisseur mit
Clarkson und Wasikowska vor Drehbeginn in den Londoner Pinewood
Studios, um mit den beiden ihre gemeinsame Rolle zu besprechen. „Wir sind
gemeinsam meine Szenen durchgegangen“, erinnert sich Clarkson:

„Mia spielte Tante Reed - das war sehr lustig! Sie und ich sind durch die Studios spaziert und dabei sprachen wir darüber, was Jane durchmacht und welche
Szenen an welcher Stelle in die Geschichte hinein gehören. Es war wirklich so,
als ob Mia des ganze Drehbuch auswendig gelernt hätte“

Wasikowska ließ sich von ihrer Umgebung und auch von den Drehorten
inspirieren. Sie folgt dem Beispiel von Schauspielern mit einen starken Hang
zur Fotografie wie Jeff Bridges oder Peter Sellers und trug immer eine
Kamera bei sich, um zwischen den Szenen Fotos zu machen.

Sie erklärt: „Meine Eltern sind Fotografen und ich bin inmitten von Kameras aufgewachsen. Ich habe nie ernsthaft darüber nachgedacht, ob das etwas für mich wäre, aber in den letzten Jahren habe ich begonnen, mich ganz stark dafür
zu interessieren - und ich liebe es.

Als Schauspieler wartet man ja ständig darauf, endlich dran zu sein und das Fotografieren entspannt mich in den Drehpausen.“ Sie richtete ihren Blick etwa auf die Kontraste, die bei einer solchen Filmproduktion entstehen: „Da wir ein Historiendrama gedreht haben, sind mir solche Sachen aufgefallen wie das ganze moderne Equipment, das in so ein altes Haus hineingekarrt wird.“

Dieses Motiv wurde zu einem Thema ihrer Fotos. Ein weiteres war das Konzept, dass die von ihr Porträtierten Luftsprünge machen sollten. Immer wieder machte Wasikowska Bilder, auf denen Schauspieler und Crew zu sehen sind, wie sie scheinbar schwerelos durch die Luft fliegen, fort von ihrer Umgebung und den Kostümen. Und wer war der beste Hüpfer?

Nicht schwer zu erraten: der frühere Billy Elliot. Fassbender sagt: „Jamie kriegt die Bestnote. Seine Körperbeherrschung ist wirklich beeindruckend.“

PRODUKTIONSNOTIZEN


Ein Wiedersehen mit Thornfield:
Wie das Team zusammen fand


Charlotte Brontë nannte ihre Romanheldin Jane Eyre „genauso unauffällig und
klein wie ich selbst“. Zuviel der Bescheidenheit: Die Geschichte der Jane Eyre,
eine der faszinierendsten Frauengestalten der englischen Literatur, hat immer
wieder Generationen neuer Leser gefunden und Autoren beeinflusst:

Seit über 160 Jahren gehört Charlotte Brontës Roman zu den meistgelesenen Büchern der Welt. Es gehört in vielen Ländern zur Schullektüre und ist im Lauf der Zeit wohl in jede lebende Sprache der Welt übersetzt worden.


Seit über einem Jahrhundert ist der 1847 erstmals erschienene Roman auch ein
Stoff für das Kino und später für das Fernsehen: Es gibt nicht weniger als 18
Kinofilme - der erste stammt bereits von 1910, der bislang letzte von 1996 - und
neun Fernsehfassungen.

Das Team, das sich nun an die neueste Version von Jane Eyre machte, hatte das erklärte Ziel, das Werk für ein weltweites Kinopublikum aufzubereiten, dabei aber dem Geist des Romans treu zu bleiben.


Produzentin Alison Owen, für ELIZABETH Oscar-nominiert sowie Gewinnerin
eines Emmy Awards, sieht es so: „Fragt man jemanden, was für ihn die definitive Jane Eyre-Verfilmung ist, kriegt man meistens keine eindeutige Antwort. Ich habe ja nun schon einige Literaturverfilmungen gemacht und mich irgendwann gefragt: Warum eigentlich nicht Jane Eyre?“

„Unsere Firma hat sich den Ruf erworben, bekannte literarische Stoffe erfolgreich für die Leinwand und den Bildschirm umzusetzen“, fügt Produzent Paul Trijbits hinzu: „Dass wir uns nun an Brontë wagen, ist als weiterer Schritt nur konsequent.


Dies ist ein Roman, von dem wir wissen, dass er viele begeisterte Anhänger hat
und der Verantwortung gerecht zu werden, die das mit sich bringt, war immer
eines unser Anliegen. Wir wollten mit unserem Film die gültige Interpretation für
das 21. Jahrhundert abliefern, dabei aber natürlich die düster-romantische
Atmosphäre und die Schönheit des Buches beibehalten.“


Owens und Trijbits Firma Ruby Film & Television stellten ihr Projekt bei BBC Films
vor, einem der wichtigsten britischen Filmfinanziers und begannen mit der eigentlichen Entwicklungsarbeit. Owen fügt hinzu: „Das Timing stimmt einfach.

Bei Charlotte Brontë, die immer als die ,düstere' der drei Brontë-Schwestern galt, passiert jetzt das, was Jane Austen vor 20 Jahren wiederfahren ist: Es findet eine richtige Neuentdeckung statt.“


Owen weiter: „Als Produzent spreche ich immer regelmäßig mit unseren
Drehbuchautoren, und gerade als ich begonnen hatte, mich mit Jane Eyre zu
beschäftigen, traf ich mich mit Moira Buffini. Eher zufällig erwähnte ich das Buch
und es stellte sich heraus, dass Jane Eyre zu ihren absoluten Lieblingen gehörte.“


Buffini ließ sich die Chance, das Buch zu adaptieren, nicht entgehen und zusammen mit Owen legte sie schnell die Grundzüge ihrer Neufassung fürs Kino fest. Sie wussten, dass ihre Version sich von den vorigen klar unterscheiden müsste, und so entwickelte Buffini die Idee, die Elemente des Schauerromans in der Geschichte stärker als sonst herauszuarbeiten; bei ihr sollten sie die Handlung richtig vorantreiben.


„Moira wollte es düster und gruselig haben und das Ganze als ungeheuer
romantische Reise anlegen. Ich war ganz ihrer Meinung“, erinnert sich Owen.
Je weiter die Arbeit an einer Zwei-Stunden-Fassung fürs Kino fortschritt, desto
größer wurde Owens Bewunderung für seine Drehbuchautorin: „Moiras Skript ist genial strukturiert.

Das Buch ist ja in vielerlei Beziehung problematisch, wenn man
es als Filmvorlage nimmt. Natürlich erinnert sich jeder an die Szenen aus Janes
Kindheit und aus ihrer Zeit als Gouvernante auf Thornfield, als sie sich in Mr.
Rochester verliebt und schließlich an ihre Flucht.“ sagt Owen: „An dieser Stelle
aber tauchen plötzlich lauter neue Figuren auf, die ganze Familie Rivers.

In einem Roman kann man das machen, aber in einem Film nach zwei Dritteln der Laufzeit, wird das schwierig. Moiras Lösung war es eben nicht, diesen Teil stark abzukürzen oder gleich ganz zu streichen, wie das in früheren Filmen gemacht wurde.

Sie hat diesen Teil der Geschichte stattdessen an den Anfang gestellt und die früheren Szenen mit Jane in Lowood und auf Thornfield als Rückblenden behandelt. So holen wir Janes Geschichte in der Mitte des dritten Aktes schließlich ein und so verstärkt sich nur noch die emotionale Kraft der Geschichte, wenn wir Jane sozusagen in Echtzeit durch das begleiten, was sie am Schluss erlebt.“


Buffini fügt hinzu: „Ich hoffe, dass sich die vielen Liebhaber des Buches von meiner Idee überzeugen lassen. Wir weichen zwar von der Struktur des Originals ab, aber dennoch enthält unsere Fassung alle Schlüsselszenen von Janes Geschichte.

Den Film sollen auch alle genießen können, die hier zum ersten Mal auf die Geschichte stoßen; ich denke, sie können Jane umso besser verstehen und sich mit ihr identifizieren.

JANE EYRE (Ab 1. Dezember im Kino) Mehr Infos unter www.JaneEyre.de

Kinostart: Shame - Drama über einen selbstzerstörerischen Sexsüchtigen mit Michael Fassbender

http://www.freundederkuenste.de/empfehlung/filme/einzelansicht/article/kinostart_shame_drama_ueber_einen_selbstzerstoererischen_sexsuechtigen_mit_michael_fassbender.html

Kinostart 8.3.2012: Steven Soderberghs action-geladenes Meisterwerk HAYWIRE mit Antonio Banderas, Michael Fassbender und Natascha Berg

http://www.freundederkuenste.de/empfehlung/filme/einzelansicht/article/kinostart_832012_steven_soderberghs_action_geladenes_meisterwerk_haywire_mit_antonio_banderas_mi.html

Bilder von der Berlinale 2012

Gina Carano, Antonio Banderas, Michael Fassbender und Natascha Berg

http://www.freundederkuenste.de/galerie/bildergalerie-veranstaltungen/gallery/204/1/1x1.html

Sensationelle Deutschland-Premiere auf der Berlinale 2012 - Minutenlanger Applaus für die Stars von HAYWIRE

http://www.freundederkuenste.de/startseite/einzelansicht/article/sensationelle_deutschland_premiere_auf_der_berlinale_2012_minutenlanger_applaus_fuer_die_stars_von.html

 

E-Mail:  claudius.andersen@tobis.de