21.12.2022 Schreibtisch unter Palmen

Interview mit Indigourlaub Geschäftsführerin Sonja Miko - Neuer Reisetrend: Workation

von: GFDK - Interviews und Portraits

Arbeiten unter Palmen und den Tag bei einem eisgekühlten Getränk am Pool ausklingen lassen – das klingt nicht nur verlockend, sondern ist der neue Reisetrend „Workation“. Die Grundidee: Urlaub weg vom Arbeitsplatz, aber nicht von der Arbeit selbst. 

Eine Entwicklung, die sich durch die guten Remote-Work-Erfahrungen während der Pandemie auch im deutschsprachigen Raum immer weiter durchsetzt.

Das Vorhandensein von schnellem Internet und technischem Inventar überall auf der Welt sind weitere Faktoren, warum ortsunabhängige Arbeitsplätze nicht mehr nur digitalen Nomaden und IT-Spezialisten vorbehalten sind. 

Ein Tapetenwechsel vom Arbeitsalltag pusht die Motivation, lässt Kreativität aufblühen und neue Ideen nur so sprudeln. Gerade im Frühjahr, Herbst und Winter gilt Mallorca als ideales Ziel für temporäres Homeoffice. 

Ganzjährig milde Temperaturen, gute Reiseverbindungen und kurze Flugzeiten von Deutschland und Österreich aus sprechen für die beliebte Baleareninsel.

Die Son Manera Retreat Finca des österreichischen Spezialveranstalters Indigourlaub bietet schon seit mehreren Jahren Programme für achtsame Langzeiturlauber an. Mittlerweile nutzen dort immer mehr Longstay-Gäste das Angebot.

Im Interview erzählt Sonja Miko, Geschäftsführerin von Indigourlaub, wie sich die Idee fast von selbst entwickelt hat und wie ein Workation-Alltag auf der Finca aussehen kann.

Workation ist aktuell in aller Munde, viele Hotels und Reiseveranstalter greifen das Thema auf. Wie steht Indigourlaub zu dem Trend?

Sonja Miko: Workation ist eine der wenigen positiven Begleiterscheinungen der Covid-Zeit. Die Menschen haben sich daran gewöhnt, dass Arbeit nicht zwangsläufig mit Büro gekoppelt ist.

Es ist normal geworden, Meetings online abzuhalten und sich die Arbeitszeit flexibel einzuteilen. Der Trend ist, dass sich Homeoffice weiterentwickelt, sozusagen eine Kombination aus Arbeit und Urlaub.

Warum ist die Son Manera Retreat Finca auf Mallorca der ideale Ort für Arbeit in Verbindung mit Urlaub?

Schon bevor sich Workation als Begriff etabliert hat, haben viele Gäste auf der Finca Urlaub mit Arbeit verbunden. Dabei konnten sie die schönen, inspirierenden Plätze des 77.000 Quadratmeter großen Retreat Centers nutzen, um zwischen den Yogaeinheiten oder Ausflügen Arbeitsstunden einzubauen.

Alle Zimmer sind mit Schreibtischen und ausreichend Steckdosen ausgestattet, der WLAN-Empfang auf den Zimmern sowie Terrassen ist sehr gut und es herrscht die notwendige Ruhe, um sich der Arbeit zu widmen.

Auf Menschen, die in kreativen Prozessen sind und malen, Bücher schreiben oder an verschiedenen Themen arbeiten, die inspirierende Inputs brauchen, wirkt sich die Atmosphäre der Finca äußerst positiv aus. 

Habt Ihr bereits spezielle Angebote zum Thema Workation?

Mit unserem Programm Überwintern auf Mallorca bieten wir Aufenthalte ab drei bis sechs Wochen an, die sich für längere Workation-Auszeiten bestens eignen.

Das Angebot enthält vegetarisch-vegane Vollverpflegung, täglich außer samstags zwei Yoga-Einheiten, Strandausflüge sowie kostenlose Pool- und Fahrradnutzung.

Wir verfügen über verschiedene Zimmerkategorien, vom Einzelzimmer zwischen 13 und 16 Quadratmetern bis hin zu sehr geräumigen Superior Rooms mit maximal 50 Quadratmetern.

Darüber hinaus steht unseren Gästen ein SPA mit Indoor-Pool und Saunen kostenlos zur Verfügung, ein umfangreiches Massage- und Kosmetikangebot ist jederzeit buchbar.

Wie könnte so ein Tag auf der Finca aussehen?

Die morgendliche Yogaeinheit von 7.30 bis 9 Uhr ist meist dynamisch, um Energie für den Tag zu sammeln. Danach gibt es vegetarisch-veganes Frühstück mit Orangensaft (zur Erntezeit von den hauseigenen Orangenbäumen),

Porridge, selbstgebackenem Brot und vielem mehr. Der Vormittag eignet sich dann für eine Arbeitseinheit, die Pausen können mit einer Abkühlung im Pool oder im Winter mit einem Saunagang gestaltet werden.

Am frühen Nachmittag gibt es Suppe und Salat, danach könnte wieder eine Arbeitseinheit eingebaut werden, bevor es um 16.30 Uhr zur späten Nachmittagseinheit geht.

Ruhigere Yogaübungen mit Entspannung oder Meditation lassen den Tag ausklingen. Beim vegetarisch-veganen Abendessen trifft man sich mit Gleichgesinnten. Dort finden wertvolle Begegnungen sowie Austausch statt und runden den Arbeits-Urlaubstag wunderbar ab.    

Interview: Ariane Husung/AHM