Aktuelles aus Medien, Kulturpolitik und Marketing

Aktuelles - Reden ist Silber

  • In sechs Staedten NRWs fand am Samstagabend eine Großrazzia gegen kriminelle Familienclans statt, aber die Clans empfinden das lediglich als Ruhestoerung
    bis an die Zähne bewaffnet
    Ruhestörung, die lediglich 14 Festnahmen brachte

    Wir haben es ja alle mitbekommen, die Medien haben auf allen Kanälen lautstark berichtet. Das ganze hörte sich wie ein riesiger Schlag gegen die Clankriminalität an. In Dortmund, Essen, Duisburg, Recklinghausen und Gelsenkirchen waren 1.300 Polizisten, bis an die Zähne bewaffnet und unzählige Staatsanwälte, im Einsatz.

    Im gesamten Ruhrgebiet zugeschlagen

    Hunderte Kräfte aus anderen Behörden waren auch dabei. Das hört sich erst einmal großartig an, ist das so? Sogar der Innenminister Herbert Reul war persönlich dabei. Er sprach vom größten landesweiten Einsatz gegen die Clans.

    Wohlmöglich könnte es sogar der größte Einsatz in der Geschichte der Bundesrepublik sein. 1.500 Menschen wurden in dieser Nacht kontrolliert mit einen sehr mäßigem Erfolg. Nur in zwei Fällen wird geprüft, ob ein Haftbefehl beantragt wird.

    Der Löwe ohne Zähne

    Der Kriminologe Thomas Feltes von der Ruhr-Universität Bochum zog den Sinn der Aktionen in Zweifel. „Generell sind solche Großrazzien eher eine öffentlichkeitswirksame Maßnahme, als eine angemessene kriminalpolizeiliche Maßnahme“, sagte der Professor. Wir meinen: Man kann den Einsatz auch so zusammenfassen - Der Löwe hat gebrüllt, aber keiner hat sich erschrocken.

    Ruhestörung bei arabischen Großfamilien

    Gabor Steingart rückt das mal zurecht. 1.300 Polizisten sind im Ruhrgebiet in der Nacht zu Sonntag ausgerückt, um in Shisha-Bars, Wettbüros und Teestuben den Drogen-Dealern, Schleppern und Geldwäschern einen Schrecken einzujagen. Mit dieser Großrazzia, sagt NRW-Innenminister Herbert Reul, wolle er zeigen: „Wir lassen die nicht in Ruhe – zu keiner Zeit und an keinem Ort.“

    Gewöhnt wie die Kuh an die Fliege

    Diese Ruhestörung, die lediglich 14 Festnahmen brachte, ist für die Clans unbequem, aber nicht bedrohlich. Ihre Strukturen werden getestet, aber nicht zerstört. Das Paralleluniversum der real existierenden Schattenmächte in Deutschlands Städten hat sich an die Großrazzia gewöhnt wie die Kuh an die Fliege.

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  • Gabor Steingart erklaert die drei großen Faehigkeiten von Donald Trump, der kommt nicht gut dabei weg
    Ruchlosigkeit und Einschüchterung
    Die drei großen Fähigkeiten von Donald Trump

    Gabor Steingart hat die so beschrieben:

    1. Ruchlosigkeit. Dieser Mann zuckt vor nichts zurück. Nicht vor den Europäern oder der NATO. Selbst bewusste Fehlentscheidungen, wie im Falle des Syrien-Rückzugs, nimmt er in Kauf, wenn er sich davon einen Geländegewinn im innenpolitischen Stellungskrieg verspricht.

    2. Direkte Kommunikation. Andere sprechen, er kommuniziert. Im Grunde besteht dieser Mann zu hundert Prozent aus Public Relations: Seine Unterstützer streichelt er mit Worten, um sie in unregelmäßigen Abständen bis zur Ekstase zu treiben. Das Wort Kompromiss kommt nicht vor: „My way or the Highway.“

    3. Einschüchterung. Bei den Demokraten, die Trump im nächsten Präsidentschaftswahlkampf herausfordern müssen, ist noch immer kein Gegenspieler erkennbar. Jeder Kandidat weiß ja, was ihm blüht: Trump will seine Gegner nicht kritisieren, er will sie vernichten. Die US-Wahlkampfstrategen nennen das Pitbull-Politics. Das wichtigste Instrument: die Charakterattacke.

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  • Es ist wichtig, dass die Leistungen der Kulturschaffenden auch in der Oeffentlichkeit wahrgenommen werden, so Gottfried Boehmer
    Kulturschaffende sind Einzelkämpfer
    Kreative in ein Netzwerk einzubinden - lohnt sich das noch?

    Dank der modernen Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten hat sich im Kunst- und Kulturbetrieb ein Netz von sozialen Beziehungen gespannt, das in seinen Ausdehnungen und seiner Dichte stark zugenommen hat. Die digitalen Medien und die zunehmende Mobilität haben diesen Prozess intensiviert.

    Auf Seiten der Akteure des Kunstbetriebs findet sich daher häufig die Einschätzung, dass der Bereich der Kunst und Kultur bereits global vernetzt ist. Dem ist jedoch nicht so.

    Viele Kunst- und Kulturschaffende sind Einzelkämpfer und von gelebter Vernetzung weit entfernt. Die Gesellschaft der Freunde der Künste - GFDK beschreitet jetzt einen  weiteren Weg um Kreative in ein Netzwerk einzubinden.

    Botschafter der Gesellschaft der Freunde der Künste

    Jetzt beschreitet die Gesellschaft einen weiteren Weg, um Kreative in ein Netzwerk einzubinden. Mit der Aktion Botschafter der Gesellschaft Freunde Künste macht das Internetportal  www.freundederkuenste.de einmal mehr einen Vorstoß, Kultur in Deutschland zu erhalten und zu fördern.

    „Die kulturelle Vielfalt in Deutschland ist ohne die Arbeit der freiberuflichen Kunst- und Kulturschaffenden nicht denkbar. Deshalb ist es wichtig, dass die Leistungen dieser Menschen auch in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden“, so Gottfried Böhmer.

    Unsere Botschafter sind Kreative, die wie wir daran arbeiten, das Kulturgut in unserem Land zu erhalten, zu fördern und zu stärken. Ihnen geben wir jetzt eine in dieser Form einzigartige Plattform“, so Böhmer weiter. 

    In Zeiten bröckelnden Sozialstaates, wirtschaftlicher Krisen, wachsender Armut ist auch ein dramatischer Verfall humaner und kultureller Werte zu konstatieren. Dazu gehört besonders die Vernachlässigung der ästhetischen Erziehung unserer Kinder und Jugendlichen.

    Anfang der kulturellen Wertschöpfungskette

    Es braucht engagierte „Botschafter“, die hier im Sinne der Kultur entgegenwirken. Die Kreativen, die am Anfang der kulturellen Wertschöpfungskette stehen, haben  ein großes Interesse, ihr Schaffen zu vermitteln.

    Sie brauchen Unterstützung und Vernetzung, um Ihre schöpferische Arbeit in die Gesellschaft zu tragen und auf diese Weise etwas zu bewirken.

    Die Botschafter der Gesellschaft Freunde der Künste sind Menschen, die für eine künstlerische oder kulturelle Idee tätig sind. Es sind Bildende KünstlerInnen, AutorInnen, FotografInnen, MusikerInnen, SchauspielerInnen und Kulturschaffende aller Professionen.

    Obwohl die Mehrzahl von ihnen selbst in einem existentiellen Spagat lebt, schaffen sie für den Einzelnen und für die Gesellschaft einen Mehrwert. Der findet zwar die verbale Anerkennung der Politik, lässt sich aber in der Wirklichkeit immer schwerer umsetzen.

    „nice to have“

    Allerorten werden Theater geschlossen, städtische und staatliche kulturelle Förderung gekürzt und gestrichen. Kunst und die Kultur sind auf dem verheerenden  Wege, für die Mehrzahl der Politiker und der Bevölkerung zu einem bloßen  „nice to have“ zu werden.

    Der Niedergang von Theatern, freien Kultureinrichtungen, Galerien und Bibliotheken wird am deutlichsten in den Städten und Kommunen, die den Hauptanteil der Kulturfinanzierung in diesem Land tragen.

    Die gelebte Realität – ist Schweigen

    Die Instabilität auf allen Ebenen der Gesellschaft und der Moral reißt die Kultur mit – sie geht buchstäblich den Bach runter. Längst nähert sie sich einer kritischen Marke, die gesetzlich verankerte Kultur- und Bildungspflicht ist tatsächlich nur noch gesetzlich verankert,  die gelebte Realität – ist Schweigen.

    Umdenken und Umkehr tut not.

    Vernetzung und zielgerichtete Kommunikation sind erste Schritte um Kunst- Kulturschaffenden in der Außenwahrnehmung eine Lobby und damit Unterstützung für ihre Arbeit zu geben“, sagt Gottfried Böhmer, „sie sind diejenigen ohne die sich weder die Kunst noch die Kulturwirtschaft entwickeln.

    Ohne sie und ihren Einsatz für Kunst und Kultur ist eine facettenreiche Kulturnation überhaupt nicht denkbar.“

    Die Botschafter der Gesellschaft Freunde der Künste sind nicht nur Boten für die Erhaltung und Förderung unserer Kulturlandschaft, sie sind Netzwerker, indem sie andere Kreative als Botschafter gewinnen und so den Kreis initiativer Menschen, die kulturell bedeutsame Impulse in die Gesellschaft tragen, erweitern.

    Ihr Engagement schafft einen Mehrwert, den Deutschland dringend nötig hat. Wie sagte einst Theodor Heuss:

    "Mit Politik kann man keine Kultur machen, aber vielleicht mit Kultur Politik."

    Einen Versuch ist es wert.

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Aktuelles - Marketing News

  • Der Art Directors Club fuer Deutschland hat auf seiner Website einen Nachruf veroeffentlicht. Darin wuerdigt Dietrich Zastrow seinen langjaehrigen Weggefaehrten Jochen Leisewitz, den er als echte Werbelegende beschreibt
    Gestern in der Morgenpost
    Die Werbe-News in Kürze - Eine Werbelegende ist gegangen

    Lieber Herr Böhmer,

    einen wunderschönen und fast schneefreien guten Morgen aus München. Wir starten mit einen Nachruf auf Werbelegende Jochen Leisewitz in die dritte Arbeitswoche des Jahres, verraten, was das Bundeskartellamt mit Facebook vorhat und ziehen ein erstes Resümée zu IBES.

    Werbelegende Jochen Leisewitz ist tot

    Trauer um Jochen Leisewitz: Mit Kampagnen wie "Like ice in the sunshine" von Langnese oder "Ich will so bleiben wie ich bin" von Du Darfst schrieb Jochen Leisewitz Werbegeschichte. Am 27. Dezember ist der Ausnahme-Kreative nach schwerer Krankheit im Alter von 78 Jahren gestorben. Der Meister der großen Kampagnen. Er machte aus Marken Marktführer.

    Audi hält nichts von Entschleunigung

    Die Marke Audi inszeniert sich als Begleiter für alle, denen es nicht schnell genug gehen kann. Der rasante Clip kommt von Philipp und Keuntje. Ob das ganze noch zeitgemäß ist, wagen wir, von der GFDK Redaktion, aber zu bezweifeln.

    Spot-Premiere: Der neue Lätta-Markenauftritt

    Dokyo hat die Markenkommunikation der Margarine-Brand überarbeitet: Für das neue Lätta-Lebensgefühl steht der Robbie-Williams-Song "Love My Life" Pate. wuv.de

    Verizon Media startet mit Erfolgsmeldung

    Neues Jahr, neuer Name, neue Partnerschaft: Oath heißt jetzt Verizon Media und erweitert die Zusammenarbeit mit Microsoft im Bereich Native Advertising. wuv.de

    Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere unserer Rubrik Marketing News hier erfahren sie ständig was die Werbe-Welt bewegt.

     

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  • Trotz prominenter Autoren und Gaeste wie hier EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager, die Huff Post wird eingestellt
    und ewig grüßt das Murmeltier
    Die Huff Post am Ende, und eine dramatische Entwicklung von Ceconomy

    Jochen Kalka, Chefredakteur bei W&V, schreibt mit über das Ende der Huff Post, und die dramatische Entwicklung von Ceconomy, also Media Markt und Saturn, die im schweren Unwetter sind.

    Lieber Herr Böhmer,

    und ewig grüßt das Murmeltier: Jetzt also die Huff Post. Schluss, Aus, Ende März. Über die Inhalte der Huffpo möchte ich nicht lästern. Oft genug hatte das 13-köpfige Team gute Ideen und erklomm binnen kürzester Zeit die Top-10 der Nachrichtenangebote.

    Es ist etwas Anderes, das an den Gruß des Murmeltiers erinnert: Seit die Gründerin Arianna Huffington weg ist, läuft es bei ihrer Plattform nicht mehr rund, wie mein Kollege Leif Pellikan schreibt . Manchmal kommt dieser Effekt schneller, manchmal später, zuweilen nie.

    Bei Apple scheint es sieben Jahre lang gedauert zu haben, bis diese Marke jetzt ins Trudeln geriet – unglaublich, dass der Tod von Steve Jobs schon so lange her ist.

    Dramatisch aber auch die Entwicklung von Ceconomy, also Media Markt und Saturn, wo verzweifelt versucht wird, Führungs-STIL in das Unternehmen zu bringen. Das beschreibt meine Kollegin Verena Gründel in einem mutigen Kommentar, der auf W&V+ zu finden ist.

    Die Gründer Erich Kellerhals, vor einem Jahr verstorben, und Walter Gunz, der sein Lebenswerk noch sehr genau verfolgt, hatten so ein Desaster nie erlebt: Die Aktie krachte in den vergangenen zwölf Monaten von 13 auf 3 Euro in den Keller.

    Ja, liebes Murmeltier, achte mehr auf die Werte, die Gründer verkörpern!

    Jochen Kalka

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  • Dominik Dommick: Der Payback-Chef ist davon ueberzeugt, dass individualisierte Werbung dem Kunden nutzt, denn er sieht darin eine Vorteilskette
    Vorteilskette
    Customer Centricity - Grenzenloser Service oder gläserner Kunde

    Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online bei W&V, weißt mich darauf hin, das es sowas wie eine "Vorteilskette" gibt. Hört sich prima an, Vorteile suchen die Menschen ja überall. Ob das immer von Vorteil ist, steht auf einem anderen Blatt.

    Lieber Herr Böhmer,

    unser Branchenjargon steckt voller englischer Fachausdrücke, über deren Bedeutung wir uns nicht immer einig sind. Mein Lieblingsbeispiel ist "Customer Centricity", ein Begrif, der zwischen grenzenlosem Service und gläsernem Kunden alles bedeuten kann.

    Umso prägnanter das lange nicht gehörte deutsche Wort, das Payback-Chef Dominik Dommick gerade in einem ähnlichen Kontext verwendet hat:

    "Vorteilskette". Dommick meint damit den Zusammenhang zwischen Innovation, Serviceangebot und Nutzen für den Kunden. Warum Starbucks das beim Thema Mobile Payment perfekt beherrscht, erklärt er im Interview mit meiner Kollegin Katrin Ried. 

    A propos Bezahlen: Das Interview gehört zum neuen digitalen Premium-Angebot W&V+, zu dem wir Sie einen Monat lang kostenlos einladen.

    Und auf die Gefahr hin, dass Sie mich für befangen halten: Ich glaube, es lohnt sich. Testen Sie es einfach aus. Meine Kollegen und ich freuen uns auf Sie. 

    Herzliche Grüße aus München,

    Frank Zimmer

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Aktuelles - Kultur und Medien

  • Auf dem Foto: Holger Fuchs, Frank Meiling, Nikolaus Prediger, Herbert L. Kloiber, Max von Thun, Benjamin Trinks, Rafael Gareisen, Valerie Huber, Sharon von Wietersheim, Leia Holtwick, Ella Päffgen, Laura Berlin, Moritz Bäckerling und Heiner Lauterbach
    umjubelte Weltpremiere
    Im Mathäser Filmpalast waren bei großem Jubel die Pferde los

    Am Sonntag waren im Mathäser Filmpalast die Pferde los, denn IMMENHOF – DAS ABENTEUER EINES SOMMERS, der neue Film von Sharon von Wietersheim feierte seine umjubelte Weltpremiere in München.

    Unzählige Film- und Pferdefans ließen es sich nicht nehmen, die neuen Abenteuer der Mädels vom Immenhof als Allererste, noch vor dem offiziellen Kinostart, zu sehen.


    Mit großem Jubel empfingen die Fans und Premierengäste Cast und Crew auf dem roten Teppich. Regisseurin und Drehbuchautorin Sharon von Wietersheim stellte sich zusammen mit den Darstellern Leia Holtwick, Moritz Bäckerling, Heiner Lauterbach, Max von Thun, Laura Berlin, Rafael Gareisen, Valerie Huber, Ella Päffgen und Benjamin Trinks dem Blitzlichtgewitter der Fotografen und den Fragen der TV-Teams.

    Mit großem Applaus wurden die Filmemacher und Darsteller im Anschluss an den Film auf der Bühne empfangen und vom Publikum gefeiert.

    Ab dem 17. Januar 2019 wird IMMENHOF – DAS ABENTEUER EINES SOMMERS bundesweit die Herzen von kleinen und großen Pferdefans höher schlagen lassen, denn dann startet der Film endlich in den Kinos.

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  • Auf dem Weg in eine Ueberwachungsgesellschaft, Sprachassistenten sind potentielle Heimspione, aber auch Mobiltelefone ueberwachen uns
    Die totale Überwachung
    Das Internet der Dinge überwacht uns, aber auch der Staat

    Die totale Überwachung ist kein Neuland. Das Finanzamt kann in unsere Konten einsehen, der Mobilfunkanbieter weiß wo wir sind, google weiß was wir suchen und lesen, und kennt sogar unsere Krankheiten. Die Liste ließe sich unendlich fortschreiben. Überwachung ist also nichts neues, nur das sie immer mehr zunimmt.

    Berlin (ots) Deutschland befindet sich nach Meinung des Psychologen und Regierungsberaters Gerd Gigerenzer auf dem Weg in eine Überwachungsgesellschaft. Sprachassistenten seien "potentielle Heimspione", sagte Gigerenzer dem Tagesspiegel (Sonntagausgabe), das Internet der Dinge sei ein gefährliches Einfallstor für Hackerangriffe,

    Samsung-Smart-Fernseher würden Gespräche aufzeichnen und an Dritte weiterleiten. Gigerenzer ist Direktor des Harding-Zentrums für Risikokompetenz am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und hatte im vergangenen Jahr als Mitglied des Sachverständigenrats für Verbraucherfragen ein Gutachten zum verbrauchergerechten Scoring erstellt.

    "Wir werden zu einer Überwachungsgesellschaft, weil die Menschen aus Bequemlichkeit solche Angebote nutzen", meint Gerd Gigerenzer.

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  • Im Rahmen ihrer nächsten Deutschlandtournee wird die bretonische Saengerin Gwennyn auch ein Konzert im Saarland geben
    Konzert im Saarland
    Best Of Tour mit der bretonischen Sängerin Gwennyn

    Mit den besten Songs aus fünf Soloalben geht die bretonische Sängerin Gwennyn Ende Januar auf Deutschlandtournee. Am Samstag, den 26. Januar 2019 macht sie auch im Saarland Station und gastiert um ‪19:30 Uhr auf dem Lorenzberg in Schafbrücke.

    Beeinflusst von traditioneller Musik, aber mit dem Mut zu eigenständigen Arrangements, die Elemente aus Folk, Pop und Rock vereinen, nimmt die Französin mit ihrer klaren und warmen Stimme das Publikum mit auf eine musikalische Reise in die fantastische Welt alter keltischer Mythen. Aber Gwennyn erzählt auch vom Alltag und der Lebenswelt der heutigen Bretagne. Ihre Lieder singt sie auf Französisch und Englisch - vor allem jedoch in ihrer Muttersprache: auf Bretonisch.

    Gwennyn zählt zu den wichtigsten Botschafterinnen des zeitgenössischen bretonischen Gesangs und hat mehrfach Preise bei Wettbewerben für Liedermacher in ganz Europa gewonnen. Einem größeren Publikum wurde sie unter anderem durch die Zusammenarbeit mit dem Weltstar ‪Alan Stivell bekannt. Aufmerksamkeit erlangte sie auch durch ihre Mitwirkung beim Bretagne-Album „Breizh Eo Ma Bro“ sowie ihre Beteiligung beim großen vom Fernsehsender France 2 aufgezeichneten Hommage-Konzert in Quimper im Sommer 2017.

    Begleitet wird Gwennyn von den bretonischen Top-Musikern Patrice Marzin (Gitarre), Kevin Camus (Uilleann pipes und Flöten), Manu Le Roy (Bass) und David Pasquet (Bombarde).

    Karten im Vorverkauf zum Preis von 15 Euro (ermäßigt 13 Euro) gibt es bei „Janus-Buch und Spiel-Kultur“, ‪Saargemünder Straße 139, 66119 Saarbrücken, Telefon ‪0681 - 98 50 191 und im Gemeindebüro der Ev. Kirchengemeinde Schafbrücke, Telefon ‪0681 - 83 09 01 90.

    www.gwennyn.com

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Aktuelles - Interviews und Portraits

  • Ski-Rennlaeuferin Christina Ager ist auf der Stoecklalm oberhalb von Soell am Wilden Kaiser in Tirol aufgewachsen
    Christina Ager im Interview
    Christina Ager, das Mädel von der Alm zwischen den Alpen und Aspen/Colorado

    Sie selbst bezeichnet sich als „Mädel von der Alm“, die Medien nennen sie respektvoll „Sensation von der Alm“. Auf die Söller Ski-Rennläuferin Christina Ager, 23, trifft beides zu. Aufgewachsen auf der Stöcklalm inmitten der SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental, startete sie bereits mit 18 Jahren im Ski-Weltcup.

    Mittlerweile gehört sie zu den besten Super-G-Läuferinnen weltweit und hat für die folgende Saison große Pläne: „Für mich ist die Vorbereitung ganz hervorragend gelaufen. Jetzt kann der Winter kommen. Ich möchte 2018/19 im Weltcup endgültig Fuß fassen“.

    Mehr als 250 Tage ist die Österreicherin pro Jahr in den Bergen unterwegs und kennt die größten und renommiertesten Skigebiete zwischen den Alpen und Aspen/Colorado. Im Folgenden verrät Christina Ager, was ihre Heimat für sie so außergewöhnlich macht und welche Abfahrten sie Anfängern oder Könnern empfiehlt.

    Was macht den Wilden Kaiser für Sie so besonders?

    Christina Ager: Allein schon der Anblick auf dieses unglaublich markante Bergmassiv. Wenn ich nach einem Weltcuprennen von Kufstein kommend Richtung Söll fahre, steht auf einmal der Wilde Kaiser vor mir. Das ist für mich der Moment, in dem ich merke, dass ich zu Hause bin und nirgendwo anders leben möchte. Dieses Gebirge ist magisch und erscheint jeden Tag in einem anderen Licht.

    Wie viele Tage sind Sie pro Jahr am Wilden Kaiser?

    Ich bin jedes Jahr etwa 250 Tage unterwegs und demnach nur ganz wenig daheim. Speziell im Winter kann ich nur zwischendurch mal einen Tag freimachen. Dann gehe ich mit Freunden und Familie selbstverständlich zum Skifahren.

    Beschreiben Sie Ihren perfekten Skitag am Wilden Kaiser …

    Wenn frühmorgens um acht Uhr die Lifte öffnen, ist die SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental für mich besonders reizvoll. Dann sind die Pisten frisch gewalzt wie ein Teppich und die Luft ist besonders klar. Von der Söller Mittelstation mit der Stöcklalm, die meine Eltern bewirtschaften, fahre ich mit der Gondel zur Hohen Salve auf 1.800 Meter.

    Dort genieße ich zuerst den Blick vom Gipfel auf den gegenüber liegenden Wilden Kaiser und gönne mir dann einige Talabfahrten nach Söll, zwischendurch immer wieder eine Kaffeepause. Die Talabfahrten sind morgens schon sonnig, der Schnee aber noch schön hart und nicht sulzig. Dies gilt auch für die Talabfahrten zu den anderen Skiorten der SkiWelt, speziell für Ellmau und Brixen.

    Mittags folgt dann der große Einkehrschwung?

    Ganz genau. Meine erste große Verschnaufpause lege ich spätestens gegen 12 Uhr ein und zwar bei Tiroler Hausmannskost. Am liebsten esse ich Ofenkartoffel mit Gemüse und Sauerrahm, danach natürlich Kaiserschmarrn, beides von meiner Mama auf unserer Stöcklalm zubereitet.

    Und nachmittags geht‘s frisch gestärkt auf die Nordhänge?

    Korrekt, zum Beispiel nach Scheffau. Dort ist der Schnee auch am Nachmittag besonders pulvrig und griffig. Begeistert bin ich von der Moderer-Skiroute, die vom Brandstadl aus in Richtung Talstation Scheffau führt. Sie ist ziemlich steil – und nicht präpariert, also ideal für wirklich erfahrene Wintersportler.

    Falls dann noch Zeit bleibt, liftle ich nach Going ganz im Osten der Region. Rund um den Astberg lässt sich wunderbar entschleunigt Skifahren: perfekt für Familien und alle, die sonnige Hänge schätzen. Und obendrein hat man einen super Blick bis zum Kitzbüheler Horn.

    Ausruhen ist aber auch mal erlaubt?

    Nachmittags bei schönem Wetter schnappe ich mir statt Carving-Ski auch mal einen Liegestuhl und trinke vielleicht einen Spritzer, wie wir in Österreich sagen. Ein freier Skitag soll sich ja auch ein bisschen wie Urlaub anfühlen. 

    Wie lange stehen Sie schon auf Skiern?

    Seit meinem zweiten Lebensjahr. Das ist aber kein Wunder, wenn man auf einer Alm direkt an der Skipiste aufwächst. Ich musste ja nur vor die Tür gehen und stand schon im tiefsten Schnee. Meine Eltern hatten zwar nie viel Zeit für mich, haben den Skisport aber immer gefördert. Daher war ich schon früh Mitglied im Skiclub Söll. Später bin ich dann sogar auf Ski in die Schule gefahren.

    Gibt es einen besonders „kaiserlichen“ Moment, der Ihnen im Gedächtnis geblieben ist?

    Auf jeden Fall. Im Oktober bin ich frühmorgens auf die Ellmauer Halt am Wilden Kaiser gestiegen und habe den Sonnenaufgang beobachtet. Dieser Augenblick wird mir immer in Erinnerung bleiben.

    Wenn ich daran denke, komme ich innerlich zur Ruhe, selbst wenn ich am Start vor einem Rennen im Stress bin. Dann besinne ich mich darauf zurück, wie schön ich es daheim habe.

    Wann ist die beste Zeit für Wintersport am Wilden Kaiser?

    Eigentlich ist der Januar ein super Monat zum Skifahren. Der Schnee ist toll, sprich die Verhältnisse bestens, eben richtiger Winter. Nicht umsonst haben wir dann auch die meisten Rennen.

    Ihr Plädoyer: Warum sollen Kinder Skifahren lernen?

    Schon allein deshalb, weil es auf jedem Niveau Spaß macht, selbst wenn man gerade angefangen hat. Spaß ist dabei für mich der entscheidende Faktor. Wir müssen die richtigen Hänge wählen, dürfen die Kids keinesfalls überfordern.

    Ich würde die Kleinen auch nicht bei schlechtem Wetter zum Skifahren schicken, sonst kann die anfängliche Begeisterung ganz schnell wieder vorbei sein. Wenn Kinder länger brauchen, bis sie den Skisport beherrschen, ist das halt so.

    Finden Sie es schade, dass in der SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental keine Weltcup-Rennen stattfinden

    Es wäre natürlich schon toll, einen Bewerb vor heimischem Publikum zu fahren, zumal es früher eine Abfahrt an der Hohen Salve gab.  Aber ich weiß, wie viel Zeit und Geld man für die Austragung investieren muss. Daher kann ich es total verstehen, dass es bei uns keine internationalen Rennen gibt.

    Interview: Gregor Staltmaier, Angelika Hermann-Meier PR

     

     



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  • Giulia Becker ist die Frau die keine halben Sachen macht, wie ihr nachhaltiges Activewear Label AMBILETICS aus Berlin zeigt
Giulia Becker ist ein absoluter Bewegungsmensch, und wollte was eigenes machen.
    Make it matter
    Giulia Becker, die Frau hinter dem Activewear Labels AMBILETICS

    Zuletzt haben wir geschrieben: AMBILETICS ist für Frauen die keine halben Sachen machen. Nun stellt sich uns die Frau vor, die keine halben Sachen macht.

    Giulia Becker ist nicht zu verwechseln mit der, Fernsehmoderatorin und Musikerin aus der Fernsehsendung Neo Magazin Royale, von Jan Böhmermann.

    Make it matter - drei Worte, die die Welt der Activewear letzten Sommer ein stückweit besser gemacht haben. Ein Leitsatz, der uns sowohl beim Sport, als auch in Bezug auf das Thema Nachhaltigkeit inspiriert und der die Werte der Hauptfigur in der folgenden Geschichte widerspiegelt.

     
    Giulia Becker launchte im Juni 2018 die erste Kollektion ihres nachhaltigen Activewear Labels AMBILETICS und eroberte damit schnell die Herzen vieler ambitionierter, aktiver Frauen.

    Doch was ist es, das die junge Marke aus Berlin so besonders macht? Wie sportlich und nachhaltig ist sie wirklich? Und wer genau ist eigentlich die Frau, die dahinter steht? Wir haben die Antworten.

    Erzähl uns etwas über dich und deine Beweggründe für AMBILETICS.


    Mein Name ist Giulia Becker. Ich bin studierte Betriebswirtin und seit ich denken kann, ein absoluter Bewegungsmensch. Nach einiger Zeit im Ausland und während eines Jobs in einer Berliner Kreativagentur als Markenstrategin festigte sich irgendwann mein Wunsch, etwas eigenes zu machen.

    Ich war frustriert von dem knappen Angebot an fairer, aber gleichzeitig cooler Activewear. Denn das Thema Nachhaltigkeit wurde zunehmend wichtiger für mich.

    Ich wollte etwas bewegen und die moderne Frau von heute zu einem bewussten Lebensstil inspirieren. Also gründete ich AMBILETICS und machte damit eine Herzensangelegenheit zu meinem ganz eigenen Projekt.
     
    Was bedeutet „make it matter“ für dich? Inwiefern inspirieren dich diese drei Worte im täglichen Leben?


    „Make it matter“ ist mein Leitsatz in Bezug auf Nachhaltigkeit, aber auch beim Sport. Wenn ich da etwas anpacke, dann richtig. Diese Einstellung verkörpert auch AMBILETICS.

    Auf der Suche nach stylisher Activewear sollte man sich selbst viel öfter an der Nase nehmen und bewusst zu nachhaltigen Produkten greifen. AMBILETICS Produkte werden unter fairsten Bedingungen, besonders ressourcenschonend und zu 100 % vegan hergestellt.

    Auf diese Weise leisten wir unseren Beitrag zu einer nachhaltigeren Welt und zu mehr stylisher Activewear für die bewusste Frau.
     
    Wie sieht die faire Produktion von AMBILETICS Produkten aus?


    Unsere Leggings und Sport-Bras werden aus recycelten PET-Flaschen hergestellt. Der nachhaltige Umgang mit Ressourcen ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Indem wir bereits existierende Rohstoffe upcyceln, müssen weniger Wasser und Erdöl verbraucht werden.

    Abgesehen davon ist AMBILETICS PETA zertifiziert und durch und durch bemüht, so nachhaltig wie möglich zu arbeiten. Vom ersten Zuschnitt bis zum fertigen Produkt.
     
    Ein paar Worte zu deiner Kollektion?


    Die Kollektion besteht aus Leggings, Sport-Bras, Shirts, Tank-Tops, Sweatern und einem Fitness Handtuch. Die drei Materialien, die dafür verwendet wurden, sind recyceltes Polyester, Bio-Baumwolle und Bambus.

    Die Schnitte wurden so gewählt, dass sie sich besonders gut für schweißtreibende und hochintensive Workouts eignen. Eine Eigenschaft, die für mich als Tennisspielerin, beim Laufen oder Crossfit unverzichtbar ist.

    Die Muster wurden individuell und von Hand von einer Pattern Designerin entworfen. Jedes Muster ist ein Unikat. Und jedes AMBILETICS Teil eine Art modisches Abbild meiner Vision.

    Weitere Nachrichten und Artikel über Mode, Fashion-Shows, Top-Events und Geschichten die das Leben schöner machen finden sie in der Rubrik: LEBENSART - Stil und Lifestyle

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  • Miguel Ramis gilt als Vorreiter auf den Balearen, heute hat er 35 Drei- bis Fünf-Sterne-Anlagen auf Mallorca, Menorca, Ibiza und in Barcelona
Wo alles begann – das Grupotel Farrutx 1968, erstes Haus der erfolgreichen spanischen Hotelkette
    50 Jahre Grupotel
    Miguel Ramis spricht zum 50-jährigen Firmenjubiläum

    Als Kind wollte er Torero werden, heute ist er einer der erfolgreichsten Hotelunternehmer Spaniens. Miguel Ramis (77), Gründer und Präsident der familiengeführten, mallorquinischen Unternehmenskette Grupotel Hotels & Resorts, spricht zum 50-jährigen Firmenjubiläum im Interview über die Anfänge des Tourismus auf der Sonneninsel, unerschütterlichen Pioniergeist, Beharrlichkeit und Gäste, die zu Freunden wurden.

    1968 legten Sie den Grundstein für ihr erstes Hotel: das Grupotel Farrutx in Can Picafort. Ein halbes Jahrhundert später managen Sie 35 Drei- bis Fünf-Sterne-Anlagen auf Mallorca, Menorca, Ibiza und in Barcelona. Was wollten Sie als Kind werden?

    Natürlich Feuerwehrmann oder Stierkämpfer, wie alle kleinen Jungs damals. Doch stattdessen studierte ich Handelswesen, um eine Grundlage zu haben und arbeitete anschließend 15 Jahre bei der Bank La Caixa.

    Sie gelten als Vorreiter auf den Balearen. Wie kamen Sie auf die Idee, ein Hotel zu bauen?

    1966/1967 begann der Tourismus-Boom auf Mallorca. Mein Bruder Rafael und ich ließen zuerst eine Minigolfanlage mit Bar bauen, später machten wir uns zusammen mit zwei Schwagern an die Planung einer 64-Zimmer-Unterkunft.

    1967 gab es in Can Picafort drei oder vier Hotels. Schon ein Jahr später, als wir im Grupotel Farrutx erste Urlauber empfingen, wurden vier oder fünf weitere eröffnet. Ich bin ein ruheloser Mensch, muss immer irgendein Vorhaben am Laufen haben.

    Sie bauten das Haus selbst?

    In der Tat. Einer meiner Verwandten war Maurer, ein anderer Vorarbeiter. Wir wurden einen Monat früher fertig als geplant! In den ersten zwei, drei Wochen hatten wir nur einen Gast, eine Frau. Ihr stand die ganze Unterkunft samt Personal zur Verfügung.

    Haben Sie in dieser Zeit manchmal den Mut verloren?

    Es gab immer mal wieder Momente, da haben wir aus mancherlei Gründen den Mut verloren. Aber damals gab es keinen Anlass dafür, ganz im Gegenteil.

    Wie haben Sie anfangs Gäste angeworben?

    Genauso wie heute auch. Ich schloss einen Vertrag mit TUI sowie einigen Reisebüros, die später unter anderem zu Scharnow oder Hummel Touropa fusionierten. Unsere Gäste kamen aus Deutschland, Großbritannien und Frankreich.

    Das Internet existierte ja noch nicht. Darüber hinaus hatten wir einige Direktbuchungen, die jedoch nur einen kleinen Teil ausmachten.

    Wie sah Mallorca in den 1960er-Jahren aus?

    Die Insel war ganz anders, noch nicht voll erschlossen. Und Mallorca verfügte nicht über die guten Flug- und Verkehrsverbindungen wie heute.

    Dennoch entschieden Sie sich, weiterzumachen …

    Als ich sah, dass das Farrutx gut funktionierte, schlug ich 14 Freunden vor, ein zweites Hotel in Angriff zu nehmen: das Grupotel Montecarlo. Das war 1972. Gemeinsam kauften wir ein im Bau befindliches Gebäude und schlossen das Projekt ab. Übrigens sind wir heute noch dieselbe Gruppe von Freunden! Eins kam zum anderen, und so folgten 1978 das Grupotel Amapola, 1980 das Grupotel Gran Vista und so ist es immer weitergegangen.

    Haben Sie beruflich je etwas bereut?

    Ich war mein ganzes Leben in dieser Branche tätig, habe Hotels gebaut, ge- und verkauft. Dabei sind Gemeinschaftssinn und Beharrlichkeit unabdingbar. Ich habe versucht, ein guter Mensch zu sein. Das ist etwas, was mich zufrieden sein lässt.

    Aber es gibt natürlich immer Dinge, die man später anders machen würde. Ich bedaure zum Beispiel die Veräußerung einiger Häuser. Obwohl wir ein interessantes Geschäft dabei gemacht haben, bleibt der Käufer doch immer der Gewinner.

    Welcher Unterschied besteht zwischen den Touristen vor 50 Jahren und heute?

    Früher wussten die Gäste viel weniger über Mallorca. Sie waren fröhlicher, begnügten sich mit einfachen Dingen, alles war eine Überraschung für sie. Das war eine tolle Zeit, die Urlauber und wir Mallorquiner haben uns prima verstanden. Die Inselbewohner waren begierig, andere Kulturen zu entdecken.                                                                             

    Wenn Sie auf ein halbes Jahrhundert Grupotel zurückblicken: Wie lautet Ihr Fazit?

    Natürlich sind wir stolz auf unsere Firmengeschichte, auch wenn es Phasen gab, die alles andere als einfach waren – aber so ist das Leben. Wir sind jedoch dankbar, dass wir uns nach wie vor mit Leidenschaft einem Geschäftsfeld widmen dürfen, das wir lieben. Und aus so manchen Mitarbeitern und Gästen sind im Laufe der Jahre Freunde geworden.

    Und wie geht‘s weiter?

    Unsere Herausforderung ist und wird sein, jeden Tag ein bisschen besser zu werden, und zwar in allen Bereichen. Damit die Gäste uns weiterhin ihr Vertrauen schenken, wir in Umfragen gute Bewertungen bekommen und unsere Hotels auch in Zukunft jedes Jahr Auszeichnungen erhalten.

     

     

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