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Italienische Nacht am 12.3.2010 in Dresden
Horváths „Italienische Nacht“ wurde 1931 in Berlin uraufgeführt, zwei Jahre vor der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten. Der Dramatiker schildert eine Situation, die uns in der Gegenwart beängstigend vertraut erscheint: In Europa formiert sich eine aggressive neue Rechte. Die demokratische Öffentlichkeit ist nicht imstande, dem Spuk etwas anderes entgegenzusetzen als humanistische Lippenbekenntnisse, ist sie doch vorwiegend mit internen Streitigkeiten um den Machtanspruch beschäftigt.
Horváth zeichnet dies im Milieu einer provinziellen Kleinstadt nach: Die Republikaner bereiten sich auf ein Tanzvergnügen im Wirtshaus vor, ihre „Italienische Nacht“. Empörung macht sich breit, als klar wird, dass zuvor die Nationalsozialisten einen „Deutschen Tag“ mit SA-Kapelle am gleichen Ort abhalten werden ... Fast 80 Jahre nach der Uraufführung muss das Stück heute wieder als Warnung vor der eigenen Trägheit und politischen Vergesslichkeit angesehen werden.
Hausregisseur Tilmann Köhler brachte zuletzt Bertolt Brechts „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ im Schauspielhaus auf die Bühne.
Besetzung
Bühne Karoly Risz
Kostüme Susanne Uhl
Musik Jörg-Martin Wagner
Musikalische Einstudierung Thomas Mahn
Dramaturgie Beret Evensen
Sarah Bonitz, Christian Clauß, Benedikt Kauff, Sophia Löffler, Moritz Löwe, Henner Momann, Thomas Schumacher, Eike Weinreich, Ines Marie Westernströer
Aufführungen bis zum 5.4.2010
Kontakt
Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2
01067 Dresden
Presse
Martina Aschmies
Telefon: 0351.49 13 – 755
E-Mail: presse@staatsschauspiel-dresden.de
Links
http://www.staatsschauspiel-dresden.de/spielplan/premieren/italienische_nacht/


































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