20.10.2013 08:20 Unikate aus Südtirol

Fast in Vergessenheit geratene Traditionen: Roter Hahn gibt einen Einblick in bäuerliches Handwerk

Roter Hahn Flechtkunst

Die Leidenschaft von Bauer Erhard vom „Oberhof“ im Ultental gilt der Flechtkunst. Seine Einzelstücke dürfen das Siegel „Roter Hahn“ tragen. © „Roter Hahn“/Frieder Blickle

Roter Hahn Holzkreationen

Innovative Holzkreationen von Karl Heinz Windegger finden Interessierte auf dem Hof „Lahngut“ in Lana. © „Roter Hahn“/Frieder Blickle

Roter Hahn Unikate aus Wolle

Rita Amorts Filz-Unikate aus Wolle von den eigenen Schafen wären definitiv „boutique-tauglich", sind aber derzeit nur exklusiv auf dem „Amort-Hof" in Altrei, Mitglied bei „Roter Hahn", erhältlich. © „Roter Hahn"/Frieder Blickle

Roter Hahn Katalog

Mit „Bäuerliches Handwerk 2013/14“ schlägt die Südtiroler Marke „Roter Hahn“ wieder einmal neue Wege ein. Die druckfrische Broschüre kann gratis unter www.roterhahn.it bestellt werden. © „Roter Hahn“

Von: Jessica Harazim

Ab sofort etabliert die Marke „Roter Hahn“ eine weitere Produktlinie unter ihrem Dach: das „Bäuerliche Handwerk“. Damit trägt das Südtiroler Qualitätssiegel einer fast in Vergessenheit geratenen Tradition Rechnung – und selbstverständlich auch zeitgemäßen Trends. Einst entstanden aus regionalen Rohstoffen Arbeitsgeräte und Alltagskleidung, heute verwandeln die kreativen Bauern einen Holzblock zur Skulptur, ein Wollknäuel zur Filztasche oder Zweige zur Designerlampe. Seiner Philosophie bleibt „Roter Hahn“ dabei treu und setzt weiterhin auf hohe Qualitätsstandards und strenge Kriterien. 

Alles aus einer Hand – vom Rohstoff bis zum Unikat

Südtirol ist reich an nachwachsenden Rohstoffen: 45 Prozent des Landes sind mit Wald bedeckt, der wertvolles Holz spendet. Fast 30.000 Schafe auf knapp 1.700 Bauernhöfen liefern regelmäßig weiche Wolle.Die Weiterverarbeitung solch regionaler Naturprodukte auf Bauernhöfen hat Tradition: Aus Schaffellen entstanden wärmende Schuhe, aus Holz Geschirr und mithilfe von Weidenzweigen hat man Körbe und Rechen hergestellt. Vielfach wurden die handwerklichen Fertigkeiten von Generation zu Generation weitergegeben. Vor allem von November bis März, wenn die Felder brach lagen, erschloss sich Bauersfamilien so eine weitere wertvolle Zuerwerbs-Möglichkeit am Hof.

Vom Stall ins Atelier – Bauern mit Kunstsinn

Auch heute freuen sich die bäuerlichen Handwerker der Marke „Roter Hahn“ vor allem in der weniger arbeitsintensiven Winterzeit über Besucher und lassen sich bei ihren Tätigkeiten gern über die Schulter schauen. Erhard Paris vom „Oberhof“ im Ultental ist hauptberuflich Landwirt mit Spezialisierung auf Biofleisch, doch das Flechten hat ihn von Kindesbeinen an fasziniert. Die verwendeten Zweige stammen von Bäumen aus dem eigenen Wald, in einer mehrjährigen Ausbildung im Flechten, Drechseln und Schnitzen holte er sich das nötige Rüstzeug. Mittlerweile umfasst sein Sortiment Deko-Objekte, Lampen und Körbe sowie Taschen und Schmuck, die Interessierte in seiner „Ultner Flechtwerkstatt“ erstehen können.

Wo die Liebe hinfällt – Passion für Naturmaterialien

Die Liebe zu Holz lockt auch Karl Heinz Windegger vom „Lahngut“ in Lana regelmäßig von seinem Obstgarten in die hofeigene Werkstatt. Herzstück ist die Drechselbank, an der der 50-Jährige viel Zeit verbringt. In einem kleinen Ausstellungsraum werden die modern designten Schalen, Teller und Vasen wie Kunstobjekte für Besucher präsentiert.

Ehrliche Handarbeit – kombiniert mit viel Stil

Auf Hüte, Taschen und „Patschen“ (Hausschuhe) aus der Wolle von den 30 eigenen Schafen hat sich Rita Amort vom „Amort-Hof“ in Altrei spezialisiert. Nach dem Waschen, Trocknen und Kämmen der kuschelweichen Fasern versteht sie sich darauf, nur mit Hilfe von Wasser, Naturseifenlauge und viel Geduld zauberhafte Objekte aus Filz zu gestalten. Die ausgefallenen Dekors fallen der talentierten Bäuerin übrigens spontan während der Arbeit ein.

Mehr als nur ein Wort – das Qualitätsversprechen

Auch bei seiner neuen, vierten Produktlinie trägt „Roter Hahn“ stets dafür Sorge, dass höchste Qualitätsstandards eingehalten und strenge Kriterien erfüllt werden. So dürfen nur Werkstücke, deren natürliche Ausgangsmaterialien zu 100 Prozent auf einem Südtiroler Bauernhof gewachsen sind, zur Gänze in bäuerlicher Handarbeit gefertigt wurden und allesamt Einzelstücke sind, das begehrte Siegel tragen. Damit lenkt die Dachmarke jene Aufmerksamkeit auf das „Bäuerliche Handwerk“, die es verdient: In der gleichnamigen, 32-seitigen Broschüre werden fünf bäuerliche Künstler sowie deren Arbeit, ihr Hof und ihre wertvollen Produkte in Text und Bild auf je vier großformatigen Seiten präsentiert, Anfahrtsbeschreibungen erleichtern die Anreise. Darüber hinaus finden Interessierte spannende historische und aktuelle Hintergrund-Infos zum „Bäuerlichen Handwerk“.

Gratis-Bestellung der druckfrischen Broschüre „Bäuerliches Handwerk 2013/14“ und weitere Infos unter www.roterhahn.it

Unter der Marke „Roter Hahn“ vereint der Südtiroler Bauernbund 1.600 authentisch geführte Höfe in allen Teilen des Landes. Mit den Produktlinien „Urlaub auf dem Bauernhof“ (mit gleichnamigem Katalog), „Bäuerliche Schankbetriebe“ (Broschüre „Bäuerlicher Feinschmecker“), „Qualitätsprodukte vom Bauern“ (Broschüre „DelikatESSEN vom Bauern“) und „Bäuerliches Handwerk“ (mit gleichnamiger Broschüre) weisen die Südtiroler den Weg für den Reisetrend der Zukunft: „Roter Hahn“ steht für Qualität und unverfälschtes Reise-Erlebnis. Urlaub auf dem Bauernhof in Südtirol – Brauchtum, Natur und Leben hautnah.

Pressekontakt: jessica.harazim@hermann-meier.de