13.03.2018 07:25 Wasser ist ein Menschenrecht

Zum Tag des Wassers ins Defereggental in Osttirol

Kunst an der Quelle: Der Mythenweg

Kunst an der Quelle: Der Mythenweg. Foto: Hannes Berger/Silent Art

Der Mythenplatz in St. Jakob im Defereggental

Der Mythenplatz in St. Jakob im Defereggental. Foto: Hannes Berger/Silent Art

Von: GFDK - Reisen und Urlaub

Aus reinster Tiefe: Der Weg zum Deferegger Heilwasser - Zum Tag des Wassers: In St. Jakob im Osttiroler Defereggental wird eine der ältesten Quellen der Welt eindrucksvoll inszeniert.

Anlässlich des Streits zwischen Edeka und Nestlé wurde ein Zitat von Nestlé-Chef Peter Brabeck-Letmathe von Kritikern des Konzerns wieder aufgegriffen.

Die Aussage von ihm: Wasser sei kein Menschenrecht. So hat er es natürlich nicht gesagt, aber man konnte es so verstehen.

Wasser ist ein Menschenrecht

Genau genommen hat er gesagt: "Wasser ist ein Lebensmittel und so wie jedes andere Lebensmittel sollte es einen Marktwert haben. Er persönlich glaube, es ist besser, man gibt einem Lebensmittel einen Wert, so dass uns allen bewusst ist, dass das etwas kostet." Also: Wasser gibt es nicht umsonst.

1,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, alle acht Sekunden stirbt ein Kind an Krankheiten durch verunreinigtes Wasser, oder durch Wassermangel.

Nestlé ist der Weltgrößte Abfüller von Trinkwasser und das ist ein Milliardengeschäft. Das Unternehmen hat weltweit Wasserrechte gekauft und pumpt auch das Grundwasser in den Dritte-Welt-Ländern ab. Dadurch singt der Grundwasserspiegel, die Brunen trocknen aus, und die Einheimische Bevölkerung hat kein Wasser mehr.

2016 machte Nestlé mit Wasser einen Umsatz von neun Milliarden Euro.

Nestlé wird von Umweltschützern vorgeworfen, der Konzern betreibe ein dreckiges Geschäft mit Wasser. Das Unternehmen hat weltweit Wasserrechte gekauft und pumpt dabei auch Grundwasser in Dritte-Welt-Ländern ab, um es lokal zu verkaufen. Dadurch sinkt der Grundwasserspiegel in den betroffenen Ländern, Brunnen trocknen aus. Die Einheimischen leiden, Nestlé verdient.

Der 22. März ist der Welttag des Wassers

Was viele für das Selbstverständlichste halten, ist alles andere als das. Und Wasser ist nicht gleich Wasser. Das seltenste ist das Heilwasser, eines der besten und ältesten der Welt kommt aus dem Defereggental in Osttirol. 

Die Quelle in der Sironahöhle in St. Jakob wird hier besonders eindrucksvoll inszeniert. In einer künstlichen Tropfsteinhöhle wird der Weg dieses Salzwassers von seinem Ursprung in 1900 Metern Tiefe bis aufs Flaschenband der modernen Abfüllhalle multimedial veranschaulicht.

In geführten Besichtigungen können Wirkungen und Anwendungen des mindestens eine Million Jahre alten Deferegger Heilwassers nachvollzogen werden.

Ein Mythenweg und der Mythenplatz beschäftigen sich auf künstlerische Weise mit den Themen Heilen und Wasser. Übrigens: Ins Osttiroler Defereggental gelangt man am besten und zu jeder Jahreszeit über die Felbertauernstraße.

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