03.12.2017 13:36 Weihnachtsbräuche in Südtirol

Weihnachtsbräuche der Südtiroler Bauern - Christus segne dieses Haus

Ein jahrhundertealte Brauch. Die Roter Hahn Höfe in Suedtirol werden traditionell am Dreikönigstag gesegnet

Ein jahrhundertealte Brauch. Die „Roter Hahn“- Höfe in Südtirol werden traditionell am Dreikönigstag gesegnet um gegen das Schlechte gefeit zu sein. Foto: „Roter Hahn“/Frieder Blickle

Von: GFDK - Redaktion

Im Vinschgau vertreibt man die Dämonen, dort treiben die Fabelwesen ihr Unwesen. Der uralte Brauch zur Abwehr von Dämonen wird mit Musik, Speis und Trank gefeiert.

Auf Lanzarote, der Insel der Glückseligen gehört es zum Weihnachtsbrauch mit Caspar, Melchior und Balthasar auf Kamelen über die Uferpromenade der Hauptstadt Arrecife entlang zu ziehen. Und in Südtirol werden traditionell am Dreikönigstag die Bauernhöfe von "Roter Hahn" gesegnet.

Weihnachtsbräuche in Südtirol

Um gegen das Schlechte gefeit zu sein, „räuchern“ die Südtiroler Bauern in der Weihnachtszeit ihren Hof aus. Dabei zieht der Hausherr, gefolgt vom Rest der Familie, mit einer Pfanne voll Glut und Weihrauch durch Anwesen und Stall und besprenkelt alle Räume mit Weihwasser, anschließend segnet er noch die Felder.

Praktiziert wird der jahrhundertealte Brauch zwischen 24. Dez. und 6. Jan. An dem Tag haben auch die Sternsinger ihren Auftritt. Mit geweihter Kreide schreiben entweder der Bauer selbst oder die Heiligen Drei Könige die Jahreszahl sowie ihre Initialen an die Eingangstür:

C+M+B für Caspar, Melchior und Balthasar. Die Buchstaben stehen außerdem für „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“. Urlaubsgäste auf einem Hof der Marke „Roter Hahn“ sind herzlich willkommen, an der Tradition teilzunehmen.

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