01.09.2012 07:49 Es ist ein ungleiches Duell:

Trendsport Speedsurfen: Wer wird „German Speed King“ 2012? - „Das Leben ist zu kurz, um langsam zu surfen“

Bilder: bfs / Thomas Döblin, Thomas Vollerwiek

Von: Natalia Kippert - 3 Bilder

„Das Leben ist zu kurz, um langsam zu surfen“ sagt der mehrfache Surfweltmeister Björn Dunkerbeck. Im Kampf um den Geschwindigkeits-Weltrekord können sich Surfer immer wieder gegen hochmoderne Yachten durchsetzen. Aus dem ewigen Wettstreit hat sich längst eine eigene Sportart entwickelt – das „Speedsurfen“.

(bfs) – Es ist ein ungleiches Duell: Seit langer Zeit wetteifern immer wieder Surfer und Segler um die höchste zu erreichende Geschwindigkeit auf dem Wasser. Seit einiger Zeit mischen auch Kitesurfer in dieser ausgefallenen Rekordhatz kräftig mit. Motorkraft steht allen dreien nicht zur Verfügung, doch dem einsamen Surfer auf seinem wackeligen Brett mag man kaum zutrauen, die oftmals Millionen teuren Yachten in die Schranken zu weisen.

Bis zu einem Tag im März 2008: Der Wind steht perfekt, das Wasser ist glatt, es kann also losgehen. Das Board zischt über die glatte Meeresoberfläche, Wasser spritzt nach rechts und links, unfassbare Kräfte zerren am Segel. Nach wenigen Sekunden ist Antoine Albeau aus Frankreich über die Ziellinie gerauscht und hat mit knapp über 90 km/h einen neuen Tempoweltrekord im Speedsurfen aufgestellt.

Gleichzeitig sorgt er dafür, dass die Windsurfer im Duell David gegen Goliath wieder einmal die Nase vorn haben. Leider währt dieser Triumph nicht lang – noch im selben Jahr stellen Segler einen neuen Rekord auf und setzen die enthusiastischen Surfer unter Zugzwang. Es bleibt also spannend. Björn Dunkerbeck, der in den vergangenen Jahren etliche Titel gewonnen hat und mehrfach Surf-Weltmeister wurde, hat sich inzwischen auch der Jagd nach dem Geschwindigkeitskick verschrieben.

Er hat sich fest vorgenommen, die magische 50-Knoten-Marke endlich zu knacken. Als er 2008 die Speedsurf-Europameisterschaft gewann, blieb er diesen Rekord noch schuldig.


Nicht nur die Segelfreunde rüsten ständig auf, bei den Speedsurfern ist die Materialschlacht ebenfalls längst im Gange: Die Bretter werden immer leichter, die Finnen immer schärfer, die Form des Segels immer ausgefeilter. Aber auch ohne High Tech-Ausrüstung können Geschwindigkeiten bis zu 80 km/h erreicht werden. GPS-Geräte ermöglichen außerhalb der Wettkämpfe die genaue Zeitnahme.

Wer bereits Surferfahrung hat, braucht nur eine möglichst ebene Wasseroberfläche und starke Böen, die ordentlich ins Segel pusten und so für einen rasanten Ritt sorgen. Anfänger sollten zunächst einen Einsteigerkurs belegen, um sicher auf dem Brett zu stehen. Neben Profis wie Dunkerbeck und ambitionierten Amateuren tummeln sich immer mehr geschwindigkeitsliebende Hobbysurfer auf den Rennstrecken.


Die deutschen Hot Spots des Speedsurfens sind neben einigen Binnengewässern vor allem die Nord- und Ostsee. Hier wurden schon einige Wettkämpfe ausgetragen und gute Zeiten gefahren. Die Bedingungen, die Surfer in den Nordseeprielen oder an einigen Ostseestränden vorfinden, sind oft ideal. Dort, wo der Wind ungehindert auf die See trifft und in Sturmstärke bläst, fühlt sich der Speedsurfer wohl. Der Seegang muss dennoch möglichst ruhig sein, damit die Fahrt stattfinden kann. Man kann sich leicht ausmalen, was geschieht, wenn ein Fahrer bei beinahe 90 km/h eine Welle erwischt, und sei sie noch so klein.


In Orth auf der Insel Fehmarn findet dieses Jahr die Finalwoche der „Speedsurf Tour 2012“ statt. Vom 8. bis zum 15. September messen sich dort einmal mehr all diejenigen, für die es nicht schnell genug über das Wasser gehen kann. Gute Chancen dürfte sich vor allem Thomas Döblin ausrechnen.

Er erreichte im vergangenen Jahr die höchste gemessene Durchschnittsgeschwindigkeit der Saison und belegte Platz zwei bei der Suche nach dem „German Speed King”. Warum also nicht den Urlaub am Meer mit den ersten eigenen Surfversuchen oder ein paar spannenden Tagen unter tempoaffinen Rekordjägern bei der Speedsurf Tour verbinden?


Wer selbst den Nervenkitzel sucht oder als Zuschauer den Wettbewerb verfolgen möchte, kann sich auf der Website www.ferienammeer.eu über den Trendsport informieren und dort eine passende Unterkunft suchen. Außerdem gibt dort Thomas Döblin sein persönliches Statement zum Speedsurfen. Wer dann noch Fragen hat, kann ihn persönlich kontaktieren.

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