07.10.2011 08:20 auch im ganzen Jahr

Kärnten - Rund um den Klopeiner See – in jeder Jahreszeit ein attraktives Reiseziel - echter Geheimtipp zu einer "grenzenlosen Erholung“

Fotos - Zoltán Okolicsányi

Von: Zoltán Okolicsányi - 9 Bilder

Von Wien runde 306 km entfernt befindet sich die Region Klopeiner See – Süd Kärnten, die auf der gut ausgebauten Autobahn A2 in ca. 3,5 Stunden erreichbar ist.  Wir empfehlen die Ausfahrt Völkermarkt Ost zu nehmen und der guten Ausschilderung „Klopeiner See“, zu folgen.

In St. Kanzian angekommen erlebt man das erstes Highlight, wenn man die Ostuferstraße und von dort die Westuferstraße wählt. Oben am Hügel angekommen erhält man den Ersten atemberaubend schönen Blick auf den türkis glänzenden Klopeiner See samt der Ortschaft St. Kanzian und den Kärntner Bergen im Hintergrund.

So, gleich positiv gestimmt fuhren wir gemächlich 1-2 Kilometer weiter um unsere Unterkunft, zu erreichen. Es war das Strandhotel-Seeblick in der Westuferstraße 38 das mit 3-Sternen ausgezeichnet ist aber ruhig als 4-Stern-Hotel betrachtet werden kann.

Den fehlenden Lift gleicht das freundliche Personal aus, die helfen einem gerne beim Gepäcktragen auf den ersten oder zweiten Stock. Das übrige Treppensteigen reihten wir unter die Rubrik „sportliche Tätigkeit“ ein.

Man brachte uns auf den zweiten Stock, von wo aus wir teils einen schönen Blick auf den Klopeiner See hatten. Das Zimmer war geräumig, das Bad groß und alles war sehr sauber. Die gewählte Halbpension war ein Volltreffer.

In der Früh gab es ein reiches Frühstücksbuffet, wie es üblich in einem 4-Sterne-Hotel ist und zum Abendessen ein wohlschmeckendes Menü, hervorragend gekocht und abgeschmeckt.

Sehr angenehm war es das der hoteleigene Strand mit gratis Liegestühlen nur eben mal 50 m vom Haus entfernt ist. Auf unsere Bitte wurde täglich die Sauna eingeschaltet, die in einer Stunde benutzbar war. Für unseren Skiurlaub im Februar haben wir uns bereits das selbe Zimmer reservieren lassen.  www.strandhotel-seeblick.at

St.Kanzian am Klopeiner See ist ein Ort der kurzen Wege. Einige Hundert Meter vom Strandhotel-Seeblick entfernt ist das kleine „touristische Zentrum“ des Ortes.

Man traf sich dort eben zum Eisschlecken, das in der Qualität schon italienischen Charakter hatte, oder zum Musikhören, die eine Life Band zum Besten gab. Klein, gesellig und fein geht’s dort zu, einfach zum lieb haben.

Das Klima ist mediterran zu bezeichnen so ist es keine Seltenheit, dass man abends leicht bekleidet flanieren kann. Die meisten Sonnenstunden Österreichs hat dieses Gebiet und die wärmsten Seen.

Im Sommer wird der Trinkwasser klare See bis zu 28 Grad warm, und als wir Mitte September dort waren, schwammen wir immerhin noch im 24 Grad warmen Wasser. www.st.kanzian.at

Die Ferienregion Klopeiner See – Südkärnten bietet von allem etwas mehr. Familien, Aktiv- und Genussurlauber tanken in der einzigartigen Seenlandschaft zwischen dem Klagenfurter Becken, den Karawanken, der Sau- und der Koralpe neue Energien. www.klopeinersee.at

In St Kanzian der Schulstraße 8 findet man die Walderlebniswelt, wo immer viel los ist und das auf 3 Ebenen.  Hoch über den Baumwipfeln die Welt kennenlernen, in den Fuchsbau kraxeln oder sich im Riesenlabyrinth verlieren – das alles und noch viel mehr ist hier möglich.

Der Naturspielpark auf über 20.000 m² wird sämtliche Herzen höher schlagen lassen. Ein Waldlehrpfad mit sieben interaktiven Stationen soll auf spielerische Art und Weise über den Wald und seine Bewohner lehren. www.walderlebniswelt.at

 „Kommen Sie an Bord und erleben Sie eine romantische Schifffahrt auf dem Völkermarkter Stausee“, so versprach es uns der Prospekt. Mit der MS Magdalena stachen wir in See, um auf dem Sonnendeck die schöne Landschaft bei Kaffee und Kuchen zu genießen.

Die MS Magdalena ist das neue Flaggschiff der Drauschifffahrt. Sie verfügt über eine schiffseigene Gastronomie mit professioneller Crew. Gaumenfreuden jeder Art – vom sommerlichen Eiskreationen, kleinem Lunch, individuellen Buffets oder Romantik Dinner machen das Schifffahrtsvergnügen perfekt. Motto-Fahrten sind die Spezialität der MS Magdalena.

Egal, ob Schlemmerabende, Live Musik Abende, Sternwarte Meetings, sogar für Hochzeitsveranstaltungen lässt es sich chartern. www.drauschifffahrt.at

Eine faszinierende Zeitreise in Millionen von Jahren zurück erlebten wir in der Obir Tropfsteinhöhle in Bad Eisenkappel. Es ist eines der schönsten Ausflugsziele Südkärntens und besticht durch den unvergleichlichen Mix aus Natur und Mensch, aus der Symbiose von 200 Millionen Jahren Geschichte und Technik.

Neue multimediale Effekte an den vielen Stationen unterstreichen das grandiose Naturschauspiel des einstigen Bergwerkes und der Naturhöhle. Überwältigend die Akustik am tiefsten Punkt der Tropfsteinhöhle, wenn in Station 4 Johann Sebastian Bachs „Toccata und Fuge d-Moll“ erklingt.

Ihren Namen bekam dieser Höhlenraum von einem Tropfsteingebilde, das wie eine Orgel aussieht. www.hoehlen.at

 Wenn man schon in Bad Eisenkappel www.bad-eisenkappel.info ist, sollte man unbedingt das Oldtimer & Bauernkram Museum besuchen. Jedoch zuvor empfiehlt sich eine ausgiebige Pause in der Buschenschenke „Zum Florian“ www.zum-florian.at, welche direkt neben dem Museum ist.

 Hier gibt es Eigenprodukte aus der eigenen Landwirtschaft, den einzigartigen Stollenschinken, der in einem aufgelassenen Bergwerksstollen reift. Traditionell findet jedes Jahr im Juli das Bikertreffen mit rockiger Musik statt und im September folgt das jährliche Speckfest.

So gestärkt gingen wir ins Oldtimer & Bauernkram Museum um etwas Nostalgie zu betreiben. Hier sahen wir beinahe 100 Jahre alte Motorräder wie z. B. eine Puch 800 aus dem Jahr 1937, die zugleich die wertvollste Maschine im Museum ist.

Es gibt auch Ausstellungstücke vom „Alltag vor 100 Jahren“. Es ist interessant, wie die Menschen zur damaligen Zeit lebten und welche Gebrauchsgegenstände ihren Alltag begleiteten. www.bad-eisenkappel.info/50-0-motorradmuseum.html

Um einen grandiosen visuellen Überblick über die Tourismusregion Südkärnten zu erhalten, empfahl uns Herr Helmut Micheler – Geschäftsführer der Region – einen zauberhaft gelegenen Ort, Namens Diex zu besuchen.

Von hier aus hätten wir den schönsten Ausblick sagte er uns. Als "Sonnenparadies Kärntens" kann sich das von saftigen Almwiesen und duftenden Nadelwäldern umgebene Bergdorf Diex mit Stolz nennen.

In einer nebelfreien Höhenlage von 1.159 m mit herrlichem Panoramablick, glasklarer frischer Luft und noch unberührter Landschaft ist eine Wanderung ein besonderes Erlebnis.

Weithin sichtbar ist das Wahrzeichen von Diex, die Wehrkirche. Eine der wohl imposantesten Wehrkirchen Kärntens aus der Zeit der Türkeneinfälle. www.diex.gv.at

Es ist durchaus möglich einige Tage (Bade)- Urlaub in Diex zu verbringen, obwohl der Ort an keinem See liegt. Das Landhotel Petschnighof bietet hierfür die besten Voraussetzungen.

Einmalig dürfte wohl der private Naturbadeteich mit Panorama Ausblick auf der Saualm sein. Ein Platz besonders für Eltern mit Kindern. Es gibt viel Abwechslung für die „kleinen“ und viel Ruhe für die Eltern. www.petschnighof.at

Unsere Erkundung durch die Ferienregion Klopeiner See – Südkärnten wollten wir nicht beenden ohne den „Hausberg“ der Region, die Petzen (2 114 m) zu besteigen. Nun das Besteigen geschah mit einer bequemen Gondelbahn, die uns auf die Mittelstation (1 700 m) zur Aussichtsstelle Siebenhütten brachte.

Von hier aus konnten wir wieder einen traumhaften Ausblick über die gesamte Region Südkärnten mit ihrer vielfältigen Landschaft genießen. In der Ferne sahen wir den Großglockner, die Tauern, Nockberge, Saualpe und die Koralpe.

Am idyllisch gelegenen Speichersee ließen wir uns nieder und bestaunten die unberührte Natur während sportliche Gäste mit dem Mountainbike über die 12 km lange und 1 100 Höhenmeter führende Höhenstraße ihrem Körper einiges abverlangten.

Im Sommer ist die Petzen auch ein begehrtes Wandergebiet und für Kletterbegeisterte steht der gesicherte Walter Mory Klettersteig zur Verfügung. Im Winter ist es der Skiberg der Region. Die beschneiten und bestens präparierten Pisten bieten alle Schwierigkeitsgrade.

Es ist ein wahres Familienskigebiet mit 20 Pistenkilometern und einer 12 km langen Talabfahrt. Langläufern und Winterwanderern stehen gepflegte Loipen und Touren im Top-Zustand bereit. www.petzen.net

Die Petzen bietet aber noch etwas Ungewöhnliches. „Radweg im Berg“ heißt das ungewöhnliche Abenteuer, das für Gruppen auf der slowenischen Seite des Berges, in Mezica angeboten wird. Mit einem Mountainbike und einer Stirnlampe geht’s in den stockdunklen Stollen der 6,5 km lang ist.

Nichts für Klaustrophobie geplagte! Für die Übrigen ein spannendes, geführtes Unternehmen bei dem es an einigen Stellen interessantes Wissenswertes, über den früheren Bergabbau gibt. Bleierz wurde im Petzen schon von den Römern gefördert.

Seit 1665 bis zum Ende des vorigen Jahrhunderts wurden etwa 1000 km Stollen gegraben. In einem dieser Stollen führt der abenteuerliche Radweg. http://www.podzemljepece.com/index.php?stran=skolesom&sklop=podzemlje&lang=de

So schön auch dieser Ausflug auf die Petzen war doch der Hunger plagte uns. Wir hatten von einem „Bauernbierbrauer“ gehört. Dem Einzigen in Österreich. In Gallizien unweit vom Klopeiner See ist er anzutreffen.

Im Grunde ist es ein Bauernhof, der seine eigenen Produkte anbietet. Im urig ausgebauten Kuhstall genossen wir das süffige Bier das die Braumeisterin Lotte Sorger, die Tochter des Hauses braut. Gebraut wird auf einer Dreher-Anlage mit einem Ausschlag von 150 Litern. Es ist ein untergäriges, bernsteinfarbenes Bier, welches sehr würzig und kräftig schmeckt.

Würzig und kräftig schmeckt auch der Speck und die Jauntal Salami, die auf dem luftigen Dachboden des alten Bauernhauses reifen. Es ist eine Buschenschenke zum Wohlfühlen, wo die Brettljause einfach herrlich schmeckt. www.jauntaler-bauernbier.at

Für eine andere kulinarische Besonderheit sorgte der Hadn den wir in Neuhaus kennenlernten. Die idyllische Unterkärntner Gemeinde Neuhaus erlangte in den letzten Jahren große Bekanntheit durch das Kärnten weit einzigartige Hadnfest.

Innovative Neuhauser Gastwirte und Landwirte möchten den etwas in Vergessenheit geratenen Hadn (=Buchweizen) zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Speisekarten, in den Gasthäusern machen. www.neuhaus.at/262.php 

Fazit: Die Tourismusregion Klopeiner See – Südkärnten haben wir als die sonnenreichste Gegend Kärntens kennengelernt. Das Klima ist mediterran und der Klopeiner See mit seinem trinkwasserreinem, schmeichelndem Wasser eine wahre Wohltat.

Die Region ist vielfältig und bietet viele Überraschungen. Gespenstisch wirkt der Blick einerseits von der sehr hohen Haider Brücke in die Tiefe, auf die Drau, andererseits wirkt ein Durchgang durch den Natur-Blumen Erlebnis-Park sehr beruhigend.

Es ist kein Chicki-Micki Urlaubsgebiet es ist ein echtes Familienurlaubsgebiet, dass auch für gestresste Seelen die innere Ruhe bringt. Es ist ein absolutes hochwertiges Urlaubsgebiet, nur eben nicht so bekannt wie z. B. der nahe Wörthersee. Wir können die Tourismusregion Klopeiner See - Südkärnten unbedingt als sehr empfehlenswert zu jeder Jahreszeit, einstufen.

www.aktiveurlaubszeit.de /Okolicsanyi Zoltan

Okolicsányi Zoltán - Journalist
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
in deutscher und ungarischer Sprache

E-Mail: info@aktivpihenes.hu

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