22.08.2014 09:00 Atlantikinseln

15-tägige Wanderreise auf den Kapverdischen Inseln

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500 Kilometer vor der senegalesischen Küste jedoch liegt ein rauer, wogenumschäumter Archipel voller Kontraste: die Kapverden. © Djoser

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Von: Djoser Reisen

Authentisch zu sein gehört zu den am meisten strapazierten Versprechen des Tourismus, und viele Orte scheitern an dieser Bürde. 500 Kilometer vor der senegalesischen Küste jedoch liegt ein rauer, wogenumschäumter Archipel voller Kontraste und löst dieses Attribut auf unvergessliche Weise ein: die Kapverden. Dabei präsentieren sich die 15 Inseln im Atlantik noch faszinierender, wenn man sie mit den Sohlen erobert. Der Veranstalter Djoser hat darum eine 15-tägige Wanderreise im Programm, die gestirnhafte Vulkanlandschaften ebenso durchmisst wie strotzende Tropengebiete, zerklüftete Bergwelten und menschenleere Strände. Dass die Teilnehmer dabei auch immer wieder mit der überschäumenden Lebensfreude der kapverdischen Kreolen in Kontakt kommen, macht die Gruppenreise erst recht unverwechselbar.

Die Hauptstadt Praia auf der Insel Santiago ist der Auftakt der Reise und die Basis für die ersten drei Nächte. Dass sie ihre Einwohnerzahl in den vergangenen beiden Jahrzehnten verdoppelt hat, kann man nicht nur im überbordenden Durcheinander der bunten Märkte spüren. Wie die ganze Insel Santiago gilt Praia als Schmelztiegel des Landes und ist stark von Afrika geprägt. Deswegen verfolgen die Musikstile Funana und Batuco Besucher auf Schritt und Tritt bei der Besichtigung von Attraktionen wie etwa dem Praça Alexandra de Albuquerque mit seinen prachtvollen Häusern aus der Kolonialzeit, dem ockergelben Justizpalast oder dem Museo Ethnográfico.

Die erste Wanderung auf Santiago führt durch eine Schlucht entlang alter Affenbrotbäume in die ehemalige Kapitale Cidade Velha, von wo aus die portugiesische Besiedlung der Kapverden ihren Anfang nahm -- der Ort ist damit die erste europäische Niederlassung in den Tropen. Doch nicht nur dafür ist Cidade Velha berühmt. 1466 erhielt die Stadt das königliche Monopol für den Sklavenhandel und bildete fast 400 Jahre lang den wichtigsten Umschlagplatz für die Verschiffung von schwarzen Sklaven aus Guinea-Bisseau und Sierra Leone nach Brasilien und in die Karibik. Anderntags steht der Nationalpark Serra Malagueta im Norden Santiagos auf dem Programm. Eukalyptuswälder, Mangobäume und Terrassenfelder machen dort die Wanderung durch zerklüftete Berge in das Gom Gom-Tal zu einer der schönsten der Insel.

Doch das bedeutet nicht, dass andere Teile des Archipels hinter ihr zurückstünden. Darum geht es nach der letzten Nacht in Praia mit dem Flugzeug auf die Vulkaninsel Fogo, die von einem grandiosen ebenmäßigen Kegel gekrönt wird, dessen Anblick bereits aus der Luft begeistert. Nach der Landung bricht die Gruppe gleich auf zum Vulkankessel Chã das Caldeiras, der einen Durchmesser von acht Kilometern besitzt und in dessen Mitte sich der Bilderbuchvulkan Pico de Fogo über 1100 Höhenmeter erhebt. An den folgenden beiden Tagen führen zwei Wanderungen durch diese außerirdisch anmutende Lavalandschaft mit großen bunten Schwefelfeldern. Bei aller Bizarrerie ist die Gegend äußerst fruchtbar, sodass hier unter anderem auch Wein wächst, der in kleinen Bars gekostet werden kann. Der buchstäbliche Höhepunkt der Reise ist am zweiten Tag die Besteigung des 2829 Meter hohen Pico de Fogo - nur der Teide auf Teneriffa ragt höher aus dem Atlantik. Der Weg verlangt den Teilnehmern einige Mühen ab, doch der Abstieg ist ein Kinderspiel -- durch tiefe Aschefelder lässt es sich dann fast wie auf Skiern zu Tal rutschen.

Mindelo auf São Vicente überrascht als wunderbarer Kontrast zur Mondlandschaft Fogos. Die Stadt mit ihrer palmengesäumten Hafenpromenade und ihren vielen Restaurants ist nämlich so etwas wie die Kulturmetropole des Landes. Der Grund dafür liegt in ihrer Geschichte. Hier kreuzten sich die Routen aller Schiffe, die nach Südamerika und über das Kap der Guten Hoffnung nach Asien fuhren. Die Seeleute aus aller Welt wiederum wollten unterhalten werden, was eine Tradition schuf, die auch heute noch Musiker und Künstler von weit her anzieht. Der Morna, eine Art kapverdischer Blues, der afrikanischen Rhythmus und portugiesischen Fado mischt, ist hier besonders allgegenwärtig. Vielleicht soll er die grandiose Wüstenleere kompensieren, die im Inselinneren mit den fahlen Farben eines fernen Planeten aufwartet und natürlich auch von der Gruppe besucht wird.

Der Unterschied zur Nachbarinsel Santo Antão könnte größer kaum sein: Sie hat herrliche Berge und überrascht im Norden mit subtropischer Vegetation. Der Weg zu einer Wanderung mit imposanten Ausblicken auf Terrassenlandschaften und das Meer führt hier über die schönste Bergstraße des Archipels - von Meereshöhe aus geht es über einen kopfsteingepflasterten Pass in engen Serpentinen 1300 Meter hinauf. Ebenso Klassiker sind die beiden letzten Wanderungen der Reise. Die eine führt von Ponta do Sol entlang einer kühnen Steilküste mit vielen Buchten und engen Schluchten bis nach Cruzinha. Und die andere hat das grüne Paúl-Tal zum Ziel, wo es Kaffeeplantagen gibt, Bananenstauden, wilde Feigen, uralte Drachenbäume und Steinhäuschen, die sich -- scheinbar gegen alle Gesetze der Physik -- in steile Hänge krallen. Im Anschluss klingen die beiden letzten Tage im Fischerdorf Santo Pedro auf São Vicente an einer idyllischen Bucht aus, bevor es zurück nach Deutschland geht.

Djoser bietet die Reise ab 2295 Euro an. Inbegriffen sind Flug, Transfers und Übernachtungen. Der nächste Termin ist der 1. November 2014. Im Jahr 2015 startet die Reise am 24. Januar, am 14. Februar und am 16. Mai. Mehr Informationen unter www.djoser-aktiv.de.

Über Djoser Reisen

Der Anbieter von Gruppenreisen Djoser wurde 1992 gegründet und ist auf Fernreisen spezialisiert. Alle Angebote kombinieren das Abenteuergefühl und die Freiheit von Individualreisen mit der Organisation und der Sicherheit, wie sie für Studien- und Erlebnisreisen typisch sind. Darüber hinaus gibt es auch Djoser Junior. Das Programm bietet eine deutschlandweit einmalige Fülle an Fernreisen speziell für Familien mit Kindern zwischen fünf und 15 Jahren.

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