28.01.2017 09:18 GFDK bringt das große Wien-Special

Süße Köstlichkeiten - Konfekt aus Wien - von blühendem Konfekt bis zu exotischen Trüffeln

Xocolat-Manufaktur von Starkoch Christian Petz

Was die wenigsten in Deutschland wissen, Wien kann sich längst was Pâtisserie betrifft, mit den ganz Großen wie Frankreich oder Belgien messen. Xocolat-Manufaktur von Starkoch Christian Petz, Fotos und (c) siehe Text

Pâtisserie SchokoladeFeines Konfekt aus WienKonfektPralinen gekonnt inszeniertKonfekt mit VanillePralinen aus der Xocolat-ManufakturWien ist auch ein Schokoladen-Mekka - Xocolat-ManufakturXocolat-Manufaktur in Wien
Von: GFDK - Gottfried Böhmer

Nach Überlieferung der Maya war die Kakaopflanze göttlichen Ursprungs. Die ersten Kakaobohnen brachte Christoph Kolumbus aus Amerika mit, ohne dass er oder die Europäer damit etwas anfangen konnten. Es galt wohl das Motto, erst mal alles mitnehmen, dann schaun wir mal. 1544 wurde Schokolade, nach der Überlieferung, erstmals als Getränk am spanischen Hof getrunken.

Und schon 1657 öffnete das erste Schokoladencafé in London. Nur die Wohlhabenden konnten sich zu jener Zeit das Schokoladen Getränk leisten. Bis zum Konfekt und der Schokoladentorte war es aber noch ein langer Weg. Das Wort Konfekt stammt ursprünglich aus der Apothekersprache.
 
Im deutschsprachigen Raum, also auch in Österreich, entwickelte sich die neue Zunft der Zuckerbäcker, die das Konfekt herstellten. In Österreich und der Schweiz ist es der Sammelbegriff für Kleingebäck, dieser darf höchstens einen Schokoladenanteil von 25 Prozent haben.

Der Siegeszug der Sachertorte

Der Siegeszug der Schokolade, der Pralinen und des Konfekts begann mit der Schokoladentorte des Franz Sacher, der 1832 als Schokoladenkoch beim Fürsten Metternich in Wien, die auch heute noch beliebte Sachertorte erfand. Erstaunlich war, dass erst vier Jahre zuvor der Holländer van Houten im Jahre 1828 durch das Abpressen der Kakaomasse dies ermöglicht hatte. Und somit war der Beruf des „Chocolatiers“, ein Spezialist unter den Konditoren, geboren. Die Habsburgerin Maria-Theresia hatte die erste Zuckerbäckerinnung in Innsbruck zugelassen.

Und somit wurde Wien zum Schokoladen und Konfekt-Mekka

Wien hat viele kleine Manufakturen. Hier enstehen in Handarbeit die süßen Köstlichkeiten, die nicht nur von den Wienern geliebt werden. Von blühendem Konfekt bis zu exotischen Trüffeln ist alles möglich.

Was die Wenigsten in Deutschland wissen, Wien kann sich längst, was Pâtisserie betrifft, mit den ganz Großen wie Frankreich oder Belgien messen. Wobei die Pâtisserie-Schule von Brüssel immer noch ein Weltbegriff ist. Zu den ersten Adressen in Frankreich zählte zum Beispiel der Meisterkonditor Lucien Pelletier in Paris.

Die Wiener Pralinenkünstler verwöhnen die Naschkatzen

Wir bleiben in Wien, wo sich drei Pralinenkünstler eine herausragende Stellung erarbeitet haben. Michael Dienwald, der Starkoch Christian Petz und Eduard A. Fruth gehören zu den großen Meistern ihrer Zunft und sind weit über die Grenzen von Wien hinaus bekannt.

Auf der Internetseite von Michael Dienwald ist zu lesen: "Das Schöne liegt oft näher als wir meinen. In unseren ständig wechselnden Kreationen versuchen wir es einzufangen und für Sie sicht- und kostbar zu machen. Den Duft einer Veilchenwiese in der Märzsonne, das Aroma reifer Quitten im Spätsommer oder das Strahlen der weißen Sternchen einer Holunderblüte. Genuss ist immer und überall".

Die Manufaktur

Die Schokoladen-Manufaktur von Christian Petz genießt sogar Weltruhm. Das Stammhaus in Wien wird von Schokoladeexperten übereinstimmend als das bestsortierte Schokoladen-Fachgeschäft Europas oder der Welt bezeichnet.

Durch die beständige Beschäftigung mit dem einzigen Thema Schokolade verschafft er sich einen Wissensvorsprung, der in der Genussvermittlung. Von der Zeitschrift A la Carte wurde Xocolat die Trophée Gourmet – Österreichs wichtigste Auszeichnung für kulinarische Verdienste – verliehen.

Eduard A. Fruth ist ein Chocolatier und Pâtisser aus Leidenschaft. 31 Jahre seines Lebens beschäftigte ihn das Geheimniss der Kunst, Schokolade und Patisserie "für alle Sinne" zu kreieren.

Die Redaktion von Wien.Info hat die drei besucht:

Einzigartig ist das blühende Konfekt des Pralinenkünstlers Michael Diewald. In seiner Werkstatt im 6. Bezirk zaubert der Autodidakt feine Köstlichkeiten wie Limetten-Hollerblüten-Marzipan in Gelbwurz oder Kamillenblüten-Schokolade.

Shopping-Tipp: Konfekt aus Wien

Der Aromaforscher Diewald experimentiert mit Wildfrüchten, Kräutern und getrockneten, mit Zucker konservierten Blüten. Diese werden mit Schokolade und Marzipan kombiniert - alles bevorzugt aus biologischem Anbau. Wer in der kleinen Konfekt-Werkstatt vorbeischaut, kann dem Team bei der Arbeit zusehen.

Es gibt auch Verkostungen: Michael Diewald erklärt dabei sehr unterhaltsam seine Arbeit, lädt Besucher zu einzigartigen Geschmackserlebnissen ein und lässt sie die Zutaten der Pralinen erraten.

Auch in der neuen Xocolat-Manufaktur von Starkoch Christian Petz darf gekostet werden. In speziellen Workshops stellen Besucher Konfekt und Desserts aus Schokolade zum Vernaschen selbst her.

Wer nur zusehen will, kann den Chocolatiers in der Manufaktur im Servitenviertel im 9. Bezirk über die Schulter schauen und die Pralinen auch gleich kaufen.

Hier entstehen in Handarbeit raffinierte Trüffelvariationen und Schoko-Sticks mit manchmal gewagten Inhalten wie Zwiebel. Des Meisters Liebling ist derzeit die japanische Frucht Yuzu, mit der er viel experimentiert.

Französisches Flair strahlt ein kleiner Laden namens Fruth im angesagten Naschmarkt-Viertel aus. Alte Vitrinenschränke beherbergen Inhalte, die zu den süßesten Schokolade-Geheimnissen Wiens gehören.

Eduard A. Fruth ist bisweilen selbst im Verkaufsraum seiner charmanten Patisserie anzutreffen. Ansonsten werkt er im Hinterzimmer an seinen Trüffeln, Pralinen, kleinen Törtchen und Desserts.

Wer diese Kunstwerke gleich vor Ort verspeisen möchte, kann dazu an einem Stehtischchen Kaffee, heiße Schokolade oder Champagner trinken. Samstags, wenn sich die Leute am Naschmarkt tummeln, ist auch hier viel los.

Blühendes Konfekt

6., Schmalzhofgasse 19
Mi 11-17:30 Uhr, Do und Fr 11-18:30 Uhr
Tel. +43 - 660 - 34 11 985
Termine für Verkostungen & Anmeldung auf www.bluehendes-konfekt.com
Preis: 35 € pro Person inkl. Kostproben und Getränke

Xocolat Manufaktur

9., Servitengasse 5
Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa 9-13 Uhr
Tel. +43 - 1 - 31 000 20
Termine für Workshops & Anmeldungen unter www.xocolat.at
Preis: 95 € pro Person inkl. aller Zutaten, Rezepte und Erfrischungen

Fruth - Chocolaterie pâtisserie au marché

4., Kettenbrückengasse 20
Di-Fr 11-19 Uhr, Sa 9-17 Uhr
Tel. +43 - 664 - 143 22 43
www.fruth.at

Bildbeschreibung:

1) - 5) copyright:  blühendes Konfekt

6) Xocolat Manufaktur 2. Von links: Werner Meisinger, Chefpatissier Thomas Scheiblhofer, Ramona Mahr, Christian Petz.
Foto: Xocolat/Herbert Lehmann

7) Handgerollte Truffes aus der Xocolat Manufaktur 4
Foto: Xocolat/Herbert Lehmann

8) Konfekt aus der Xocolat Manufaktur

9) Xocolat im Palais Ferstel

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