05.07.2014 08:20 Förderung mutiger Veränderungen

Nachhaltigkeit im Fokus: Ökobrauerei Neumarkter Lammsbräu verleiht den 13. Lammsbräu-Nachhaltigkeitspreis

Essen und Trinken Nachhaltigkeitspreis Preistraeger

Mit dem „Lämmchen“ prämiert die Neumarkter Lammsbräu Projekte, die alle Kriterien der Nachhaltigkeit erfüllen, die aber bisher von der Öffentlichkeit wenig beachtet werden. © Johannes Green

Essen und Trinken Nachhaltigkeitspreis
Von: Neumarkter Lammsbräu

Die Ökobrauerei Neumarkter Lammsbräu hat heute in einem Festakt erneut fünf Menschen mit ihrem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet. Aus 115 Bewerbungen hat die Jury in vier Kategorien engagierte Menschen und Organisationen ausgewählt, die einen Beitrag zu besseren Umwelt- und Lebensbedingungen leisten. Die jährlich verliehenen „Lämmchen“ sind mit jeweils 2.500 Euro dotiert, sollen zum Weitermachen motivieren und möglichst viele Menschen zum Umdenken bewegen. Der Nachhaltigkeitspreis der Neumarkter Lammsbräu wurde heuer zum 13. Mal verliehen. Dr. Franz Ehrnsperger, Inhaber der Neumarkter Lammsbräu: „Unser Nachhaltigkeitspreis bekämpft den Zukunftspessimismus und befördert mutige Veränderungen.“

Ehrenpreis für Angelika Zahrnt: Vordenkerin nachhaltigen Lebensstils

Der undotierte Ehrenpreis geht dieses Jahr an Prof. Dr. Angelika Zahrnt, die als Vordenkerin der ökologischen Ökonomie gilt. Die langjährige BUND-Vorsitzende hat den Naturschutzverein professionalisiert, der Frage nachhaltigen Lebensstils politisches Gehör verschafft und setzt sich ein für den Wertewandel in Industrienationen und eine nachhaltige Postwachstumsgesellschaft. Naturschutzprojekte wie der Biotopverbund „Grünes Band“ entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze tragen ihre Handschrift.

Die weiteren Preisträger 2014:

  • Medienvertreter: Der Journalist, Autor und Regisseur Valentin Thurn (Köln) widmet sich leidenschaftlich sozialen und umweltpolitischen Themen und zwingt seine Zuschauer und Leser, sich ebenfalls damit auseinanderzusetzen. Mit dem Kinofilm „Taste the Waste“ thematisierte er als einer der ersten die enorme Lebensmittel-verschwendung, der er auch mit der Plattform foodsharing.de begegnet.
  • Privatpersonen/Einzelperson: Ursula Reinhard kämpft im niedersächsischen Cremlingen für den Erhalt der Artenvielfalt. Die Tomaten-Expertin legte den Grundstein für die rund 6.000 Obst- und Gemüsesorten umfassende Datenbank des Vereins zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) und führte diesen zu seiner heutigen Größe und Bedeutung. Der VEN betreibt Bildungsarbeit, forscht und rekultiviert alte Pflanzenarten, organisiert Tauschbörsen und schmälert so die Macht der Saatgutkonzerne.

  • Privatpersonen/Non-Profit-Organisationen: Der Chiemgauer Schulbauernhof e.V. macht ökologische Landwirtschaft mit allen Randbereichen wie Energie und Ernährung und ihre Auswirkungen für Kinder und Erwachsene erlebbar. Neben der Umweltbildung, von der auch eine Signalwirkung in die Region ausgeht, ist der Verein freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe und beschäftigt sich mit der Situation von Kindern und Jugendlichen in der Gesellschaft.

  • Unternehmen: Die Naturstrom AG (Düsseldorf) war einer der ersten unabhängigen Ökostromanbieter und hat heute mehr als 240.000 Kunden. Pro Kilowattstunde investiert das Unternehmen einen festen Betrag in die Förderung innovativer Projekte rund um die Energiewende; vor allem ländliche und strukturschwache Regionen profitieren von den über 230 Öko-Kraftwerken, dadurch dass auch die Bürger daran teilhaben.

Unter den Laudatoren finden sich renommierte Nachhaltigkeits-Verfechter wie Prof. Dr. Claudia Kemfert, Dr. Rainer Grieshammer vom Freiburger Öko-Institut und Schokoladen-Hersteller Josef Zotter. Die Jury wählte die prämierten Projekte in einem mehrstufigen Auswahlverfahren aus und bestand aus Prof. Dr. Volker Stahlmann i.R. (Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg), Prof. Dr. Maximilian Gege (Vorstandsvorsitzender B.A.U.M.), Prof. Dr. Hubert Weiger (Vorsitzender BUND), Ilona Jerger (Umweltjournalistin und Buchautorin) und Susanne Horn (Generalbevollmächtigte Neumarkter Lammsbräu).

Zum Nachhaltigkeitspreis der Neumarkter Lammsbräu

Der Nachhaltigkeitspreis der Neumarkter Lammsbräu wurde erstmals im Jahr 2002 verliehen. Er ging aus dem Deutschen Umweltpreis hervor, den Lammsbräu-Inhaber Dr.  Franz Ehrnsperger 2001 erhielt. Das Preisgeld investierte der Unternehmer in eine neue Flaschenwaschanlage, die weniger Energie und Wasser verbraucht. Das dadurch gesparte Geld stiftet er seitdem den Preisträgern des Nachhaltigkeitspreises – insgesamt jährlich 10.000 Euro. Bislang wurden 51 Projekte in den Kategorien Privatpersonen, Organisationen und Unternehmen, Medienvertreter und Lammsbräu-Mitarbeiter ausgezeichnet. Der Lammsbräu-Nachhaltigkeitspreis ist einer der bedeutendsten Nachhaltigkeitspreise in Deutschland.

Mit dem „Lämmchen“ prämiert die Neumarkter Lammsbräu Projekte, die alle Kriterien der Nachhaltigkeit erfüllen, die aber bisher von der Öffentlichkeit wenig beachtet werden. Der Preis soll engagierten Menschen somit nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch Aufmerksamkeit bringen und zur Nachahmung anregen. Der Ehrenpreis hingegen wird undotiert an Persönlichkeiten und Querdenker vergeben, sich in herausragender Weise für die Kultur der Nachhaltigkeit einsetzen und andere Menschen mitziehen. Bisherige Ehrenpreisträger sind Bischof Dr. Gregor Maria Hanke, Gräfin Sonja Bernadotte (+), Prof. Dr. Klaus Töpfer, Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Peter Maffay, Beate Seitz-Weinzierl und Hubert Weinzierl sowie Karl Ludwig Schweisfurth.

Weitere Informationen zur Neumarkter Lammsbräu finden Sie unter www.lammsbraeu.de.