19.11.2016 14:04 lohnen sich intelligente Küchengeräte

Intelligente Küchengeräte: Wie machen sie das Leben bequemer?

Intelligente Kuechengeraete sind die Zukunft

Wird für uns das Leben leichter mit den intelligenten Küchengeräten? Das wird wohl erst die Zukunft zeigen. Foto: © baloon/ Shutterstock

Von: GFDK - Redaktion

Die fortschreitende Digitalisierung macht vor keinem Lebensbereich halt, auch nicht vor dem Kochen und Essen. Daher haben namhafte Hersteller wie Bosch, Siemens oder Miele Küchengeräte entwickelt, die mit einem Netzwerk verbunden sind.

Auf diese Weise ist es möglich mit dem Kühlschrank, Backofen oder dem Kochfeld zu kommunizieren, um Funktionen zu aktiveren oder den Betrieb zu kontrollieren. Die Anzahl an verfügbaren Geräten und möglichen Funktionen wird in der Zukunft sicherlich noch größer werden. Doch lohnen sich intelligente Küchengeräte tatsächlich?

Funktionen der intelligenten Geräte

Ein Kühlschrank, Backofen oder ein Kochfeld gilt dann als „intelligent“, wenn es mit einem Netzwerk verbunden werden kann, über welches das Küchengerät Befehle erhält. Auf diese Weise ist es möglich, die Temperatur im Backofen zu erhöhen, damit das Brathähnchen oder der Braten zum Ende der Garzeit knuspriger wird.

Wer außer Haus ist, kann über das Netzwerk prüfen, ob eine Herdplatte noch an ist oder ob im Kühlschrank noch genügend Milch ist. Um Informationen über fehlende Lebensmittel zu erhalten, erstellt der Nutzer eine Liste mit Produkten, die sich immer im Kühlschrank befinden sollten. Gehen die Vorräte zu neige, kommuniziert dies das intelligente Gerät. Darüber hinaus sind bereits Modelle erhältlich, die sogar die fehlenden Lebensmittel selbstständig nachbestellen.

Vorteile

Die Technik und Digitalisierung dienen in erster Linie dazu, das Leben leichter und bequemer zu machen. Wenn von unterwegs aus, der Ofen zum Vorheizen angeschaltet werden kann, damit die Pizza nach dem Heimkommen schneller fertig ist, bedeutet das für viele Menschen eine höhere Lebensqualität.
Ein sogenannter Screenfridge-Kühlschrank erfasst mit einem automatischen Scansystem Produkte, sobald sie hinein gelegt werden.

Befinden sich nur noch wenige Scheiben Käse oder Wurst in der Verpackung, schreibt das intelligente Gerät eine E-Mail an den Nutzer und informiert ihn darüber. Auf diese Weise kann er vor seiner Rückkehr nach Hause beim Supermarkt anhalten und frische Wurst und Käse kaufen. Dadurch kann verhindert werden, dass das Fehlen der Lebensmittel erst bemerkt wird, wenn die Geschäfte bereits geschlossen sind.

Eine sehr komfortable Funktion von Backöfen ist die automatische Selbstreinigung, die viel Zeit und Mühe spart. Dies ist mittels Pyrolyse, Katalyse oder Hydrolyse möglich. Bis auf 500 Grad heizt sich der Ofen bei der Pyrolyse auf, um Schmutz und Verkrustungen zu entfernen. Im Gegensatz dazu nutzt die Hydrolyse Wasserdampf.

Dieser wird erzeugt, indem die Fettpfanne zuvor mit Wasser und Spülmittel gefüllt worden ist. Besitzt das Küchengerät eine Emaille- oder Keramikbeschichtung mit Katalysatoren, wird diese bei der Katalyse bei einer Temperatur von 200 Grad durch einen thermo-chemischen Prozess wieder sauber. Dieser Ratgeber informiert detaillierter über die einzelnen Varianten.

Nachteile

Soll ein Kühlschrank mit Scansystem einwandfrei und mit all seinen Funktionen genutzt werden, müssen die Lebensmittel scanfähig sein. Obst, Gemüse sowie Fleisch, Fisch, Wurst und Käse von der Frischetheke sind bisher noch nicht mit einem Scancode gekennzeichnet, sodass ein Scannen nicht möglich ist.
Einige Funktionen sind außerdem Spielereien, die in der Praxis vermutlich gar nicht so oft genutzt werden, dass sie sich tatsächlich lohnen.

Wenn ein Backofen zum Beispiel über eine App Informationen über Rezepte erhält und die passenden Einstellungen selbst vornimmt, ist dies zwar komfortabel, aber nicht unbedingt notwendig. Spülmaschinen, Herde und weitere Küchengeräte können überdies schon seit längerem mittels Zeitschaltuhren automatisch an- oder ausgeschalten werden.

Letztlich werden sich die intelligenten Modelle erst durchsetzen, wenn die Auswahl größer und die Preise erschwinglich sind. Zudem müssen für eine optimale Nutzung auch im Lebensmittelbereich entsprechende Voraussetzungen geschaffen werden. Erst wenn beispielsweise alle Lebensmittel mit einem Scancode ausgestattet sind, der dem Kühlschrank wichtige Informationen wie Inhalt und Verfallsdatum kommuniziert, kann die volle Leistungsfähigkeit der intelligenten Küchengeräte genutzt werden.

 

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