06.02.2018 12:04 Haltungs-Kompass bei LIDL

Fleischprodukte - Der Discounter LIDL schafft mehr als die Politik

LIDL macht es vor - Jetzt zeigt der Handel der Politik, dass eine Haltungskennzeichung fuer Fleisch moeglich und machbar ist

LIDL macht es vor - Jetzt zeigt der Handel der Politik, dass eine Haltungskennzeichung für Fleich möglich und machbar ist. Fotos: GFDK

LIDL blamiert die CDU/CSU und die SPD

LIDL blamiert die CDU/CSU und die SPD

Von: GFDK - Essen und Trinken

In Deutschland müssen jährlich etwa 750 Millionen Tiere für den Fleischkonsum sterben weil wir immer noch zu viel Fleisch Essen. In Zukuft können zumindest die Kunden von LIDL erkennen woher das Fleisch kommt. Das der oft gescholtene Discounter diese Vorreiterrolle übernimmt hätte wohl niemand gedacht.

Die Zukunft heißt LIDL

Der Discounter LIDL will ab April 2018 freiwillig alle Frischfleischprodukte (Schwein, Rind, Pute, Hähnchen) seiner Eigenmarken nach dem Vorbild der Eierkennzeichnung durch ein 4-stufiges Modell kennzeichnen.

LIDL blamiert die CDU/CSU und die SPD

Der sogenannte „Haltungs-Kompass“ soll vom gesetzlichen Mindeststandard in der niedrigsten Stufe bis zu Tierhaltung nach Bio-Standards auf dem höchsten Level reichen.

Lesen Sie hierzu einen Kommentar von Rüdiger Jürgensen, Geschäftsleiter VIER PFOTEN Deutschland:

Jetzt zeigt der Handel der Politik, dass eine Haltungskennzeichung möglich und machbar ist. Verbraucher gewinnen, weil sie informierte Kaufentscheidungen treffen können. Für Tiere ist dies ein erster Schritt zu verbesserten Haltungsbedingungen.

Die Verhandler von Union und SPD sollten die Zeichen der Zeit erkennen und statt eines schwachen freiwilligen Labels die gesetzliche Haltungskennzeichnung für alle tierischen Produkte auf den Weg bringen.“

GroKo hat keine Rücksicht auf das Leiden der Tiere genommen

Die Große Koalition hat in den letzten vier Jahren kaum Verbesserungen für den Tierschutz erzielt. Besonders die sogenannten Nutztiere leiden unter einem System, welches von Leistung und Kostenersparnis diktiert wird und keinerlei Rücksicht auf die Bedürfnisse der Tiere nimmt.

Den Verbrauchern bleiben die schlechten Haltungsbedingungen der Nutztiere weitestgehend verborgen, obwohl immer mehr Menschen das Tierleid inakzeptabel finden. Aktuell können Verbraucher im Supermarkt nicht erkennen, unter welchen Bedingungen ein Tier gehalten worden ist.

Sie haben somit auch nicht die Freiheit, mit ihrer Kaufentscheidung aktiv eine artgerechte Tierhaltung zu fördern.

Auch das von Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt geplante und viel kritisierte, staatliche Label „Mehr Tierwohl“ wird dem Wunsch nach Transparenz und mehr Tierschutz absolut nicht gerecht. Auch die zu geringen – und teilweise sogar gesetzeswidrigen - Standards werden kaum zu Verbesserungen führen.


Deswegen fordert VIER PFOTEN eine verpflichtende Kennzeichnung für Fleisch, Milch sowie für Produkte mit verarbeiteten Eiern, nach dem Vorbild der Frischeier-Kennzeichnung (0-3).

Diese verpflichtende Haltungskennzeichnung bietet langfristig nicht nur eine flächendeckende Verbesserung des Tierschutzes in der Nutztierhaltung und Transparenz für Verbraucher, sondern schafft ebenfalls eine Planungssicherheit für Landwirte.

Noch viel mehr Aktuelles aus der kulinarischen Welt findet ihr unter Essen und Trinken

GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft