05.11.2012 07:28 nehmen ihren Ausgang im Alltäglichen

Werk der Woche: Die Arbeiten der Bildhauerin Katharina Maderthaners oszillieren zwischen skurrilem Postamt-Charme und Minimalismus-Bekenntnis

Werk der Woche: Die Arbeiten der Bildhauerin Katharina Maderthaners oszillieren zwischen skurrilem Postamt-Charme und Minimalismus-Bekenntnis

(c) Katharina Maderthaner

Von: GFDK - Kunstverein Trier Junge Kunst -7 Bilder

Die Arbeiten der Bildhauerin Katharina Maderthaners oszillieren zwischen skurrilem Postamt-Charme und Minimalismus-Bekenntnis: sie fordert das Überwiegen eines dieser Elemente in den verschiedenen Objekten und Skulpturen heraus, ohne es zu entscheiden. Die Objekte halten sich so in einem rätselhaften Zwischen, muten jedoch (oder gerade deshalb?) nicht hermetisch an. 

Alle Arbeiten nehmen ihren Ausgang im Alltäglichen. Diese Anleihe ist offenkundig, wenn sie auch nicht mimetisch kalkuliert ist. Indem Teile addiert, Situatives ironisch gewendet, Banales heroisiert, Industrielles handgefertigt wird, findet stets eine Verschiebung der wesentlichen Eigenschaften des Vorgefundenen statt, die diese jedoch nie vollständig umdeutet, vielmehr durchlässig für sie bleibt. 

Die Widersprüchlichkeit zwischen Rauputz-Romantik und radikal reduzierter Ästhetik, zwischen Gewöhnlichem und Gefügtem wird in den Objekten Maderthaners nicht aufgehoben oder bagatellisiert, sondern jeweils ausgehalten. 

In der Ausstellung "maybe" im Kunstverein Trier Junge Kunst zeigt die Künstlerin eine eigens für den Raum entwickelte Installation, in der sie den Bogen zwischen stereotyper Photoshop-Ästhetik und real-plastischen Verputz-Strukturen spannt.

 


3. November bis 1. Dezember 2012


Galerie Junge Kunst
Karl-Marx-Straße 90, 54290 Trier
0651 / 9 76 38 40

kunstverein@remove-this.junge-kunst-trier.de

 

 

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