12.08.2017 07:59 große philosophische Fragen

Leben und Tod: Sebastian Gögel stellt in der Galerie Adler Frankfurt aus vom 8. Mai – 26. Juni 2010

Bilder von Sebastian Goegel

Bilder von Sebastian Gögel. Fotos: © Sebastian Gögel

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Von: GFDK -Redaktion

Die großen philosophischen Fragen seien eigentlich banal, so Gögel, da sie sich jeder stelle. Sicher ist zumindest, dass sie deshalb „groß“ sind, weil sie sich jeder stellt. In den Werken des in Leipzig lebenden Künstlers sind sie jedenfalls sehr präsent:

Leben und Tod, Werden und Vergehen sowie alle menschlichen Ängste, Bedürfnisse und Zustände, die sich darauf beziehen, werden teilweise drastisch, dabei aber keineswegs moralisch wertend dargestellt.

Der Künstler, der auch zeichnet, tätowiert und bildhauerisch tätig ist, erschafft in erster Linie Formen. Diese verändert er durch Ausprobieren und im Schaffensprozess, der für ihn selbst eine Art Material darstellt, so lange, bis er einer bestimmten Atmosphäre oder einer Stimmung eine bildliche Entsprechung verliehen hat. Das Besondere an Gögels Werken ist, dass die Themen von den meisten Betrachtern intuitiv erkannt werden, wenngleich sie diese kaum je hätten beschreiben können.

Die Kombination von Wort und Bild – Gögel verleiht seinen Werken kurze aussagekräftige Titel – erklärt und deutet das Dargestellte. Der dabei oftmals durchscheinende feine, spöttische Humor, kann als unaufdringlicher Hinweis darauf gelesen werden, die eigenen Unzulänglichkeiten zwar wahr- aber nicht allzu ernst zu nehmen.

Dass Gögel nichts von umständlichem „Geschwurbel“ hält, erkennt man sowohl an seiner eingangs erwähnten Bemerkung über die „großen philosophischen Fragen,“ als auch an der Art, wie er seine Themen zur Darstellung bringt.

In gleicher Weise, wie man komplexe Satzstrukturen um universelle Gewissheiten legen und ihnen damit eine gravitätische Schwere verleihen kann, ist es möglich, solche Grundwahrheiten mit bildnerischen Mitteln pathetisch zu überhöhen. Das gewählte Thema wird dazu mit großer Geste und vor allem ohne jede Ironie umgesetzt. Nicht so bei Gögel.


Zwar wirken der enorme Formenreichtum und die düster leuchtenden Farben mancher seiner Werke durchaus opulent. Aber bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass die Darstellungen äußerst prägnante Metaphern für bestimmte Empfindungen oder kommunikative Schwingungen sind, die sehr konkrete Assoziationen in der Gefühlswelt des jeweiligen Betrachters hervorrufen können.

Ein Eindruck ähnlich dem, kurz nach dem Erwachen, wenn das Grundgefühl des Traumes noch klar in Erinnerung, die „Geschichte“ jedoch schon verblasst ist.

Das macht Sebastian Gögels Arbeiten ebenso eindringlich wie verwirrend: Urängste, Triebe, Neigungen, die wir normalerweise nicht ausleben, nehmen in seinen Bildern Gestalt an und zwar für jeden von uns auf eine ganz und gar persönliche Art und Weise. Denn jeder Betrachter hat seine eigenen Erfahrungen und Konflikte, deren Widerschein er in den Werken erkennen kann.

Vernissage am Freitag, 7. Mai 2010, 19 Uhr
8. Mai – 26. Juni 2010

Galerie Adler Frankfurt - New York
Hanauer Landstraße 134, 60314 Frankfurt, Germany, +49 (0)69-43053962

 

Alle Bilder © Sebastian Gögel


                   
 

Infos zu Sebastian Gögel auf www.galerieadler.com

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