04.06.2017 07:24 ein neuer blick auf joseph beuys

Beuys im Kino - der Mann mit Hut, Filz und Fettecke

Von: GFDK - Redaktion

Beuys. Der Mann mit dem Hut, dem Filz und der Fettecke. Er war ein Visionär, aber auch ein Provokateur.  Er mischte in den Sechziger Jahren die Kunstszene auf und provozierte mit Kunst, die bis heute keiner so richtig verstanden hat. 30 Jahre nach seinem Tod erscheint er eine wunderbare Dokumentation über den Künstler Joseph Beuys, der ihn in einem neuen Blickwinkel betrachtet.

Beuys - der Visionär

Geduldig versuchte uns Joseph Beuys schon damals zu erklären, dass „Geld keine Ware sein darf“. Er wusste, dass der Geldhandel die Demokratie unterwandern würde. Doch mehr als das. Beuys boxt, parliert, doziert und erklärt dem toten Hasen die Kunst. Wollen Sie eine Revolution ohne Lachen machen? fragt er grinsend. Sein erweiterter Kunstbegriff führte ihn mitten in den Kern auch heute relevanter gesellschaftlicher Debatten.

Aus einer kongenial montierten Collage unzähliger, bisher unerschlossener Bild- und Tondokumente stellen Regisseur Andres Veiel und sein Team ein einzigartiges Zeitdokument zusammen: „Beuys“ ist kein klassisches Porträt, sondern eine intime Betrachtung des Menschen, seiner Kunst und seiner Ideenräume. Der Film ist ein absolutes MUSS für Beuys und Kunstfans.

Für Beuys-Interessierte kursieren auch etliche Beuys-Biografien, die allerdings nicht unumstritten sind. Bereits vor einigen Jahren brachte die strittige Beuys-Biografie von Kunsthistoriker Beat Wyss die Kunst und Medienwelt in Aufruhr. Heiß diskutiert und viel hinein interpretiert, wird immer noch Joseph Beuys Verbindung in das Dritte Reich wie man damals in der FAZ über Beuys lesen konnte.

Beuys - jetzt im Kino

Deutschland 2017 / 107 Min, Schnitt: Stephan Krumbiegel, Olaf Voigtländer, Archiv und Recherche: Monika Preischl, Ton: Hubertus Müll (O-Ton), Matthias Lempert (Sound Design & Mischung), Musik: Ulrich Reuter, Damian Scholl, Kamera: Jörg Jessel, Grafik und Animation: Jutojo/Toby Cornish, Koproduzenten: Terz Filmproduktion, SWR/ARTE, WDR, Produktion: Thomas Kufus, zero one film

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