25.03.2016 13:48 Michael Horbach-Stiftung

Persisches am Rhein - Eine Retrospektive einer bemerkenswerten Ausstellung

Michaela Boland interviewt Pari Moradi

Ausgestellt wurden Gila Abutalebi, Linda Nadja, Pari Moradi, Mahssa Askari und Bahar Balvand. Im Bild unsere Redakteurin Michaela Boland, die die iranische Künstlerin Pari Moradi interviewt.

Michaela Boland und Pari Moradi

Michaela Boland und Pari Moradi

Werk von Pari Moradi

Werk von Pari Moradi

Scherbenhaufen von Pari Moradi

Scherbenhaufen von Pari Moradi

Die Kuenstlerin Gila Abutalebi

Die Künstlerin Gila Abutalebi

Kunst von  Gila Abutalebi

Kunst von Gila Abutalebi

Kunst von  Gila Abutalebi

Kunst von Gila Abutalebi

Von: GFDK - Herwig Nowak

In Köln geht in diesen Tagen eine bemerkenswerte Ausstellung junger iranischer Künstler zu Ende. Unter dem Titel "Berge bewegen sich nicht" zeigte die Michael-Horbach-Stiftung in ihren Kunsträumen in der Wormserstrasse 23 sechs darstellende Künstler, allesamt persischer Herkunft und allesamt im Rheinischen Raum lebend und schaffend. Ausgestellt wurden Gila Abutalebi, Linda Nadja, Pari Moradi, Mahssa Askari und Bahar Balvand.

Und damit ist die interessante Polarität der Ausstellung umrissen.Herkunft und Schaffensraum der Künstler hinterlassen bei den Werken ihre Spuren, die zu einem spannungsgeladenen Oevre führen. Auf der einen Seite die Wurzeln des künstlerischen Schaffens, auf der anderen Seite der unleugbare Einfluss westeuropäischer Kunstströmungen.

Besondsrs präsent sind beide Einflüsse in den Werken von Gila Abutalebi zu sehen und zu spüren. Wenn drei Merkmale ihre Werke bestimmen, nämlich die Schriftbezogenheit, die Schichtigkeit und die Farbigkeit, so ist das Schreiben künstlerischer Werke, das als einziges Merkmal hier besonders erläutert  werden soll, der alten perischen Kalligraphie nicht unverwandt.

Ausstellung in Köln

Gila Abutalebi schreibt also einzelne Buchstaben, die sie mit schier unerschöpflichem Ideenreichtum in dementsprechend unterschiedlichster Art und Weise zum Bild zusammenstellt und gestaltet. Gegenstand der Gestaltung ist der Buchstabe selbst und die Art seiner Verknüpfung mit den übrigen gleichen. Ihre gestalterische Meisterschaft galt bisher dem Buchstaben "K",dem beherrschenden Element ihrer Kunstreihe" K Visuals".

Hier kommt der ganze Kosmos der Bedeutungen dieses Buchstabens zum Ausdruck. Das "K" mit seinem positiven Sinngehalt, wie in  Kunst, Kosmos oder Katharis, erhält hier seinen bildhaften Ausdruck. Ebenso werden die negativen Inhalte des Buchstabens, wie etwa in Krankheit oder Krieg, künstlerisch verarbeitet. Ihre kommenden Ausstellungen im Kunstraum St. Apernstrasse23 und in der Industrie -und Handelskammer zu Köln zeigen Werke ihrer Serie "K-Visuals". Während der Art Cologne ist sie auch in der St. Apernstrasse 23 zu sehen.

Persische Kunst von Gila Abutalebi, Linda Nadja, Pari Moradi, Mahssa Askari und Bahar Balvand

Einen gewissen Gegenpol dazu bildet das ausgestellte künstlerische Werk von Linda Nadja, bei dem wenig auf die Herkunft der Künstlerin, aber umso mehr auf ihre neue westeuropäische künstlerische Heimat hindeutet. Wunderbar vermittelnd" zwischen Ost und West" positioniert sich Pari Moradi mit ihren "Scherbenzeichnungen", blosse Bruchstücke der realen Welt erhalten eine eigene Aussage, die auch wegen ihrer unübertroffenen Präzision zu rühmen ist.

Während sich Mahssa Askari mit dem Inhalt ihrer Bildwerke fast gänzlich europäischen Darstellungen anschschließt, oder sollte man sagen: menschliche Themen allgemeingültig behandelt, kommt bei Bahar Batevand mit ihrer "Kunst zum Begehen" nochmals das Fremde mit Nachdruck zum Vorschein. Persische Wirklichkeit zeigten schliesslich die "Teheraner Fotografien" von Reza Nadji. Es gilt: die Realität der Stadt entbehrt jeder künstlerischen Veredelung.

Freunde der Kunst

Den Besucher freut, dass die persische Kunst um Mittelpunkt weiterer Ausstellungen steht. Die Düsseldortfer Galerie Setareh etwa geht hier mit gutem Beispiel voran.

Roberto Cellini CCAA

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