17.01.2018 07:58 Komplimente können wir uns sparen

Lea und Esther Birringer sind keine Schmusekätzchen

Und so sehr Lea und Esther Birringer auch das Schmusekaetzchen-Image pflegen, im Konzert zeigten sie Krallen

Und so sehr Lea und Esther Birringer auch das Schmusekätzchen-Image pflegen, im Konzert zeigten sie Krallen. Foto: YouTube - screenshot

Von: GFDK - Künstler Vorgestellt

Und so sehr die beiden auch das Schmusekätzchen-Image pflegen, im Konzert zeigten sie Krallen. In der intimen Zwiesprache spielten die Schwestern ihren größten Trumpf aus: ein geradezu blindes Vertrauen, traumhaft ausdrucksstark, ohne eine Spur von Routine.“ (Ostseezeitung)

Keine Schmusekätzchen

Lea und Esther Birringer verfügen souverän über „zentrale Parameter für mitreißende Interpretationen“ (BR). „‘Ich‘ und ‚wir‘ meint bei ihnen oft untrennbar dasselbe. Den Satz, den die eine lossprudelt, pointiert die andere. Dialoge perlend wie ein Mozart-Duett.“ (Saarbrücker Zeitung)

Mit Geige und Klavier bilden sie einen „fast symbiotischen Klangkörper“ (NDR). Obwohl die Schwestern schon früh erfolgreich ihre eigenen Wege als Solistinnen gingen, musizieren sie gemeinsam „wie aus einem Guss!“ Sie „bersten vor Spielfreude, mehr noch: vor musikalischer Angriffslust“ (BR) auch in ihrer neuen Einspielung.
 
Bei Rubicon Classics erscheint am 26.01. ihr neues Album Lifelines, auch dank erfolgreichen Crowdfundings. Nach seltenem Repertoire aus dem 20. Jahrhundert schlagen die Beiden in ihrem zweiten Album nun einen Bogen zwischen den musikalischen Gefühlswelten des 19. Jahrhunderts:

Von einem wenig gespielten Jugendwerk Edvard Griegs aus dem sagenhaften Skandinavien über berührende Klagelieder Franz Liszts bis hin zum hochdramatischen Lebenszyklus César Francks, damit beeindrucken die Beiden auch im Konzert: „Voller drängender Leidenschaft schien der Bogen der Geige mit den tanzenden Fingern auf dem Klavier eine Art virtuosen Wettstreit aufzuführen.“ (Oberbayerisches Volksblatt)
 
„Hochdramatisches und Tiefromantisches von Grieg, Liszt und Franck versammelt „Lifelines“, beim SR aufgenommen. Ein Klanggenuss durch und durch.“ (Saarbrücker Zeitung) Ausgangspunkt ist eine Jugendsonate op. 8 von Edvard Grieg.

Franz Liszts späte Elegien bilden in diesem Album die Brücke zur Sonate des Liszt-Freundes César Franck, die ein ganzes Leben umspannt. Nicht zuletzt war das Werk Cesár Francks ein Hochzeitsgeschenk für den Geiger Ysaÿe. So sind die drei Kompositionen der Hochromantik für das Geschwisterpaar durch einen roten Faden miteinander verbunden.
  
„Lebhaft und ausdrucksstark, (...) berührend“ erschließen Lea und Esther Birringer die „melancholische Folkloristik“ von Griegs Musik und ergreifen von dort aus die emotionale Vielfalt der späteren Kompositionen Liszts und Francks neu:

„In den beiden Elegien von Franz Liszt wechselte duftige Leichtigkeit mit leidenschaftlichen, düsteren Gefühlsausbrüchen. Das Klavier klang oft gläsern und klar wie eine Harfe. Lea Birringer zauberte auf ihrer Violine mal rauchig-sonore, dann wieder glockenreine Töne, die das Klavier lockend zu umschmeicheln schienen.“ (Oberbayerisches Volksblatt)   

„Komplimente können wir uns sparen“

Das dynamische Schwestern-Duo schöpft die Energie für das gemeinsame Spiel auch aus den Erfahrungen, die jede Einzelne auf Solopfaden macht. Die Violinistin Lea Birringer „weiß, was sie vermitteln will.

Ihre Performance ist viel mehr die einer Musikerin denn nur die einer Geigerin“ (DrehPunktKultur). Esther Birringer, das „kraftvolle Energiebündel“ (Weißenburger Tagblatt) begeistert durch ihr sensibles und gleichermaßen packendes Klavierspiel.