20.03.2018 13:01 Ein deutsches Regie-Talent

Laura Linnenbaum ein Leben für das Theater

Als Regisseurin verantwortet Laura Linnenbaum auch eines der elf Theaterstuecke, des Theatertreffen Unentdeckte Nachbarn in dem es auch um den NSU ging

Als Regisseurin verantwortet Laura Linnenbaum auch eines der elf Theaterstücke, des Theatertreffen „Unentdeckte Nachbarn“ in dem es auch um den NSU ging. Foto. Copyright Sophie Linnenbaum.

Von: GFDK - Künstler Vorgestellt

Ein deutsches Regie-Talent -  "Vor allem Text-genau gearbeitet und Schauspieler-genau gearbeitet. Und so handwerklich gearbeitet, wie man das über viele Jahre [...] bei jungen Regisseuren nicht immer gesehen hat." schrieb das Deutschlandradio Kultur über Laura Linnenbaum.

Als Regisseurin verantwortet sie auch eines der elf Theaterstücke, des Theatertreffen „Unentdeckte Nachbarn“ die auf Bühnen in Chemnitz, Zwickau, Jena, Dresden und Nürnberg gezeigt werden. In „Beate Uwe Uwe Selfie Klick" wurde sich mit dem Thema der NSU auseinander gesetzt.

„Es geht auch, aber eben nicht nur um den NSU. Der NSU ist nur ein Symptom für das, was gerade überall in Sachsen passiert“, war die künstlerische Leiterin des Projekts, Laura Linnenbaum überzeugt.

Laura Linnenbaum, Jahrgang 1986, studierte Diplom-Regie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Während dieser Zeit verwirklichte sie unter anderem Projekte für das DNT Weimar, das Hamburger Thalia Theater sowie für die Heidelberger Schlossfestspiele und den Heidelberger Stückemarkt.

Seit der Spielzeit 2011 inszeniert sie freischaffend sowie als Stipendiatin und Regieassistentin des Frankfurter Schauspiels. Sie arbeitete am Theater Bonn, am Staatstheater Darmstadt, am Staatstheater Saarbrücken, am Theater Osnabrück sowie am Thomas Bernhard Institut Salzburg.


2014/15 war Laura Linnenbaum Stipendiatin des regieSTUDIO Schauspiel Frankfurt und brachte dort MS Pocahontas von Gerhild Steinbuch und Vom Fischer und seiner Frau von Simon Paul Schneider zur Uraufführung. Für die Inszenierung Silent Noise – Projekt über Sylvia Plath wurde sie 2015 in der Fachzeitschrift »Theater heute« als Nachwuchskünstlerin nominiert.

In der Spielzeit 16/17 waren von ihr Arbeiten am Theater Bonn, am Staatschauspiel Dresden und am Theater Chemnitz zu sehen. In der Spielzeit 2016/17 inszenierte Laura Linnenbaum am Staatstheater Kassel berits die unverheiratete von Ewald Palmetshofer im tif.

Am 17. März Inszeniert Laura Linnenbaum "EIN SOMMERNACHTSTRAUM" von William Shakespeare am Staatstheater Kassel.

Zur Aufführung in Kassel

Hermia liebt Lysander und Lysander liebt Hermia, aber ihr Vater möchte sie mit Demetrius verheiraten. Die bedrohten Liebenden fliehen in den Wald vor Athen; ein zweites Paar, von Anfang an überzeugt, niemals zusammenzufinden, folgt ihnen: Helena, die Demetrius liebt, der aber seinen Anspruch auf Hermia geltend machen will.

Das Begehren aller vier wechselt in zerstörerischer Schnelligkeit immer wieder seine Richtung. Währenddessen bekriegt sich das Herrscherpaar des Waldes, Titania und Oberon, in einem scheinbar unlösbaren Ehezwist.

Puck, Oberons Diener bringt mit einem Liebeszauber zusätzlich Verwirrung. Daneben probt eine Handwerkertruppe ein Schauspiel, unsicher, ob sie eine Komödie oder eine Tragödie spielen werden.


Shakespeare erzählt nicht nur, wie Liebe und Lust allen Beteiligten bewusst oder unbewusst widerfährt, sondern auch über die Macht eines Blickes oder Wortes. Denn die Liebe kann wie Pucks Zauber die Wirklichkeit verändern. Im Blick eines Liebenden wird alles sichtbar  ̶  oder es bleibt unsichtbar.

Inszenierung: Laura Linnenbaum, Bühne: Daniel Roskamp, Kostüme: Ulrike Obermüller, Dramaturgie Annabelle Leschke

Mit Bernd Hölscher (Theseus, Herzog von Athen | Oberon, König der Elfen), Eva-Maria Keller

(Hippolyta, Königin der Amazonen, Verlobte Theseus | Titania, Königin der Elfen),

Marius Bistritzky (Lysander), Lukas Umlauft (Demetrius), Rahel Weiss (Hermia), Pauline Kästner (Helena), Maria Munkert (Puck), Jürgen Wink (Squenz), Konstantin Marsch (Zettel), Matthias Fuchs (Flaut), Uwe Steinbruch (Schlucker), Artur Spannagel (Schnock).