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Wofür ist Theater überhaupt da, warum gehen wir da hin? Was habe ich überhaupt mit dieser Gesellschaft zu tun? Wenn ich nicht mehr akzeptiere, dass ich durch HAMLET repräsentiert bin, muss ich über Stadt oder über Hotels reden. Es wird einfach nichts über mich erzählt, wenn ich mir HAMLET ansehe. Für Heiner Müller war das noch anders, aber über mein Leben erzählt das nichts mehr. Wie kann man darstellen, was uns ausmacht? Jedenfalls nicht mehr durch Figuren, die interagieren und die in einem Plot verwickelt sind. Ich denke, dass auch die Zuschauer andere Darstellungsformen suchen, wenn sie zu uns gehen."
Mit seinen weit über 100 Theatertexten zählt Pollesch zu den produktivsten und erfolgreichsten Theatermachern, und bleibt zugleich einer der umstrittensten. Nur in Berlin gibt es mehr Pollesch zu erleben als in Stuttgart, dort hat er eine eigene kleine Spielstätte, hier ist er zum sechsten Mal zu Gast – wieder auf der großen Bühne. Wie im Theater ohne Geschichten, ohne klassische Handlungsfolge und Figuren unsere Zeit und Wirklichkeit atemberaubend verhandelt wird, und was das mit Hedley Lamarr auf sich hat, das zeigt in Stuttgart das bewährte, nur leicht veränderte Pollesch-Ensemble.
Location: www.staatstheater.stuttgart.de
Termine: 16./19.5. sowie 3./8./12./20.6.2009
Fotos: © Cecilia Gläsker
Regie: René Pollesch
Bühne: Janina Audick
Kostüme: Anette Hachmann
Live Kamera: Alexander Schmidt
Video: Kathrin Krottenthaler
Dramaturgie: Frederik Zeugke

































