Aktuelle Videos
GFDK TV Online

 

 

 

Das Brooklyner Duo The Hundred In The Hands bringt am 10. September

Bildergalerie
Veranstaltungen
Kaisers-werther Kunstpreis 2008: "Back to the Roots" von Sala Lieber
Die verkaufte Braut - komische Oper am Staatstheater Darmstadt bis 10.7.2009
Romeo und Julia am Staatstheater Wiesbaden ab 26.9.2009
Weltpremiere mit Staraufgebot - von HIER KOMMT LOLA in Hamburg - Riesiges Fanaufgebot beim ersten LOLA-Film
Ausstellungsempfehlungen

1977 durchforsteten Larry Sultan (1946-2009) und Mike Mandel (*1950)...

Der norwegische Künstler Matias Faldbakken ist für seine direkte,...

Künstler mit abgeschlossener Ausbildung können sich ab sofort um ein ...

Das Werk von Sister Corita Kent steht wie das von Evelyne Axell, Pauline...

Theaterempfehlungen

‚Warum tut man, was man nicht will?‘ Hasse Karlsson ist dreizehn. Er kennt...

Die Geschichte einer unmöglichen Liebe. Der Musiker Miller ahnt nichts...

Robert träumt von einer Karriere als Regisseur, Gloria ist eine erfolglose...

La Bohème, das ist die Geschichte des Dichters Rodolfo, des Malers...

Bildergalerie
Kunstwerke
Johanna Rzepka Kaisers-werther Kunst-preis 2005: "Home Sweet Home"
Marina Sailer 2009: Riskante Freiheit
Johanna Rzepka und Ren Rong: China Süß sauer in Köln bis 10.4.2010
Frankfurt - Vom 4. September bis zum 23. Oktober 2010 zeigt Galerie Adler ARTISTS ANONYMOUS
Konzertempfehlungen

HURTS: Die neue Eleganz des Pop Die britische Sensation auf großer...

„Das ist Musik, bei der man am besten Rum mit Cola trinkt und einfach ...

Das "Festival de música clásica Port de Sóller" geht in das...

Die Szene christlich motivierter Bands in den USA ist gewaltig, kommen...

welt.de Nachrichten
Exklusiv Interviews
Freunde der Künste

Seine Stimme vermag nicht nur zu beeindrucken, wenn er singt. Auch wenn er

Pink ist ihre Lieblingsfarbe. Aus diesem Grund wiederholt sich die Knallbon

Ganz schön cool kommt sie daher, die junge Dame. Medina lautet ihr wohlklin

Werk der Woche

Alles ist möglich – aber in der zeitgenössischen Kunst entsteht ...

Stadt ART

‚Warum tut man, was man nicht will?‘ Hasse Karlsson ist dreizehn. Er kennt...

Stuttgart. Bei seinem Debüt auf dem diesjährigen Genfer Automobilsalon...

HURTS: Die neue Eleganz des Pop Die britische Sensation auf großer...

Portrait des Monats

Elīna Garanča besitzt einfach alles: Musikalität, Technik,...

Buchempfehlungen

»Es ist der siebzehnte Tag ohne Schlaf.« So beginnt Haruki Murakamis ...

 

 

Thomas Bernhards zornig-ironischer Blick auf den ...

Basel (ots) - Pünktlich zum zweiten Jahrestag der Lehman-Brother-Pleite ...

"Menschen müssen, eher noch als Gegenstände, aufgebaut, ...

Musikempfehlungen/CD's

„Das ist Musik, bei der man am besten Rum mit Cola trinkt und einfach ...

New York, 01.09.2010 - Die Aufnahmen des meistgesehenen Klassik-Konzertes...

 

Das Brooklyner Duo The Hundred In The Hands bringt am 10. September mit...

Berlin, 31.08.2010 - Zwei Neuheiten von Sony Classical haben es gleich in...

Filmempfehlungen/DVD's

Universum Film und SquareOne Entertainment präsentierenIhnen den...

“Africa Light / Gray Zone“, ein deutsch-namibischer Film von 2010, ist...

Mit klassischen Mitteln erzählte Romantikkomödie über eine Fernbeziehung,...

München, 30. August 2010 - Nach den EDI-Charts ist STEP UP 3D der ...

Pressespiegel
Projekte GFDK
Kaisers-werther Kunst-preis 2006 - Werkzyklus Frida Kahlo - Viva la Vida von Kristin Dembny
Kaisers-werther Kunst-preis 2005: "Home Sweet Home" von Johanna Rzepka
"God sees no color" 2005 von Johanna Rzepka
Goethe-Festival 2004 "255 Jahre Goethe"

Peter Feiler präsentiert von Galerie Adler Frankfurt
feilerpicl15000.jpg
Klicken Sie auf das Bild, um alle Galeriebilder zu sehen.

Wir alle haben mit inneren Widersprüchen zu kämpfen – dies gilt auch für Peter Feiler (*1981, Halle an der Saale) und dies zeigt er in seiner dritten Einzelausstellung mit dem Titel “Gruppenausstellung Peter Feiler” auf eine ganz besondere Weise. Seine Arbeiten bewegen sich meist auf der Grenze zwischen Witz und Horror, doch diesmal zeigt der Künstler nicht ausschließlich Arbeiten, die sich mit dem zentralen Thema der Abgründe des menschlichen Seins beschäftigen. Peter Feiler bannt seine kritische Sicht auf die Gesellschaft mit Schärfe, Kompromisslosigkeit und verschiedenen Techniken auf Papier und Leinwand. Dabei legt er besonderen Wert auf die surreale Montage konkreter gesellschaftlicher Inhalte und der damit in Verbindung stehenden politischen Persönlichkeiten.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die 450 x 390 cm große Papierarbeit “Das Narrenschiff im Terrorstrom”, die unsere  Gesellschaft als ein dem Untergang geweihtes Schiff darstellt. Von Politikern, Managern und Bankern bevölkert, stürzt es unwiederbringlich auf einen Abgrund zu. Menschlicher Abschaum verwandelt sich dort währenddessen in einen Rattenstrom, der durch transparente Schläuche das Heil in der Flucht nach oben und in die Gunst der Politiker sucht. Parallel dazu illustriert Feiler die negativen, manischen Aspekte eines zum Industrieprodukt degradierten Geschlechtsakts und der Verwandlung des Menschen in einen willenlosen Irren. Es wimmelt überall von nackten Leibern, offenen Wunden, von zugleich abstoßenden und faszinierenden Details, von Gier, Geilheit, Selbstverletzung und der psychotischen Lust an Schmerz und Zerstörung – ein Porträt der Schattenseiten der menschlichen Seele und der Abgründe unserer Gesellschaft.

Durch das ungewöhnliche Medium Buntstift relativiert Peter Feiler seine Grotesken mit einer pastellartigen Farbigkeit und somit einer fast unschuldig-kindlichen Patina, die in starkem Kontrast zu den oft pornografischen Posen mancher seiner Protagonisten steht. Der Betrachter wird von der teils sanften Farbgebung und der filigranen Ausführung der übergroßen Blätter in den Bann ihres Detailreichtums gezogen, nur um dann mit der vollen Brutalität der schwärzesten Seite der menschlichen Seele konfrontiert zu werden.

Das epische Ausmaß der Erzählweise führt zu einem verwirrenden Geflecht unterschiedlichster Zusammenhänge und Bruchstücke. Feiler bietet keine konkrete Leserichtung an und zwingt den Betrachter, sich auf die Komplexität, die Verknotungen und grotesken Details einzulassen.

Die Besonderheit dieser Ausstellung liegt darin, dass dieses Geflecht auch auf weitere Arbeiten übergreift und zu einer mehrfachen Verstrickung des Betrachters führt. Er muss sich zwischen detailreichen Zeichnungen, plakativen Eddingarbeiten und einer fotorealistischen oder zunächst romantisch anmutenden Malerei zurechtfinden. Die Fülle der Themen reicht von orgiastischen Szenarien über außenpolitische Geschehnisse unserer Gegenwart bis hin zu gattungskritischen Ansätzen. Wenn Feiler nämlich einen Zeitungsausschnitt über die großzügige Bildspende Gerhard Richters in fotorealistischer Manier wiedergibt, dann ist dies sicherlich nicht nur als Kritik an den terroristischen Machenschaften des 11. September, sondern auch an der intellektualisierten Egomanie einzelner Künstler zu verstehen.

Die Arbeit “Optionen” hingegen spricht den Betrachter zunächst auf eine seltsame Art und Weise an, lässt ihn sich dann wiederum ungläubig abwenden. Peter Feiler zeigt hier eine weitere Facette seines Werkes indem er aus dem 1840 entstandenen Gemälde “Jesus mit seinen Jüngern” von Ferdinand Olivier, einem wichtigen Vertreter der Nazarener, den rechten Bildausschnitt herausgreift und anhand des scheinbar harmlosen Landschaftsausschnitts ein fast psychedelisches Beklemmungsgefühl beim Betrachter auslöst.

Um Grauen zu erzeugen, ist die eigentliche Darstellung des Grauens also gar nicht unbedingt nötig, doch die vermittelten Gefühle des Schreckens und der Fassungslosigkeit sind es, die alle Arbeiten der „Gruppenausstellung“ um Peter Feiler miteinander verbinden.

Siehe auch unser Porträt des Monates von Peter Feiler

 

Kontakt:

Galerie Adler Frankfurt - New York
Hanauer Landstraße 134, 60314 Frankfurt, Germany, +49 (0)69-43053962
mail@galerieadler.com, www.galerieadler.com 

Peter Feilers Ausstellung läuft noch bis 9.1.2010, siehe auch unsere Ausstellungsempfehlung hierzu.